DE8417618U1 - Elektrisch zündbare Sprengpatrone - Google Patents
Elektrisch zündbare SprengpatroneInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B3/00—Blasting cartridges, i.e. case and explosive
- F42B3/10—Initiators therefor
- F42B3/12—Bridge initiators
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Description
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Elektrisch zündbare Sprengpatrone
Die Erfindung befaßt sich mit einer elektrisch zündbaren Sprengpatrone mit in einem becherförmigen Gehäuse angeordneten
Primär- und Sekundärsprengladungen und Mitteln zur elektrischen Zündung der Primärsprengladung.
Derartige Sprengpatronen werden beispielsweise bsi Zündsystemen
von Raketengefechtsköpfen eingesetzt, um die
Initiierung einzuleiten. Da bei solchen Raketengefechteköpfen
die Weiterentwicklung laufend einen höheren Stand der Funktionszuverlässigkeit fordert, ist es notwendig
geworden, die Zündmittel, insbesondere die elektrisch zündbaren Sprengpatronen, redundant auszulegen.
Bei üblichen Zündsystemen wird dies mittels zweier separater Zündmittel realisiert, die nahe beieinander
montiert werden und gemeinsam auf die weiteren Bauteile der nachgeordneten Zündkette feuern. Diese Methode ist
relativ aufwendig und benötigt viel Platz und Gewicht.
Aus der DE-OS 28 16 299 ist eine elektrische Zündvorrichtung bekannt, die mindestens einen pyrotechnischen
Verzögerungssatz zum Zünden des Zündsatzes mit zwei verschiedenen
Verzögerungszeiten enthält. Damit soll eine universelle Einsetzbarkeit erzielt werden, da sich
längere oder kürzere Zündzeiten für Zündaysteme in Raketenmotoren, Sprengladungen oder ähnlichem einstellen
lassen.
Der Erfildflung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde,
eine elektrisch zündbare Sprengpatrone so zu gestalten, daß sie zwei voneinander unabhängige, zu beliebigen
Zeit-punkten ohne Verzögerung zündbare, auf eine gemein-
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same Sekundärsprengladung wirkende Primärsprengladungen aufweist, die von zwei verschiedenen, voneinander unabhängigen
Stromkreisen zündbar sind.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Sprengpatrone eine Sekundärsprengladung aufweist, die von zwei voneinander
unabhängig elektrisch zündbaren gleichartigen Primärsprengladungen anfeuerbar ist, die symmetrisch zur
Sekundärsprengladung angeordnet sind und die jeweils
eigene, voneinander isolierte Anschlüsse aufweisen.
Um eine sichere Durchzündung zu erreichen, wird die Trennwand zwischen den Primärladungen so dünn bemessen,
daß bei der Zündung einer der beiden Primärsprengladungen die zweite Primärsprengladung durch die Wirkung der
ersten mitgezündet wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine elektrisch zündbare Sprengpatrone;
Fig. 2 einen Schnitt durch Fig. 1 längs der Linie A-A1;
Fig. 3 einen Schnitt durch Fig. 1 längs der Linie B-B'.
In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel einer elektrisch zündbaren Sprengpatrone dargestellt.
Auf einem als Sockel dienenden Glaskörper 1 sind in geringem Abstand zueinander die beiden Initiierungssysteme
2, 3 für die PrimärSprengladungen 10a, 10b angebracht.
Diese Initiierungssysteme werden vorzugsweise als Dünn-
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schichtbrücken ausgeführt, wobei aber auch Brückensysteme mit einem Brückendraht genauso gut möglich sind.
Die elektrischen Anschlüsse 4 der Primärsprengladungen 10a, 10b sind im Bereich der Lötstellen 5 mit Kunstharz
6 vergossen, wodurch die Anschlußdrähte eine Zugentlastung erfahren. Auf den Glaskörper 1 wird unter Beilage
einer Ausgleichsscheibe 7 aus Gummi der Sprengstoffträger 8 mittels einer Ringbuckelschwelßung 9 befestigt.
Anschließend wird in die Kammern der Primärsprengstoff 10a, 10b eingegossen. Der Sekundärsprengstoff
11 wird als Preßteil in den Sprengstoffträger 8
eingepreßt. Die Sprengpatrone wird durch die Kappe 12 verschlossen, welche ebenfalls durch eine Ringbuckelschweißung
13 oder eine Laserschweißung 17 mit dem Glaskörper 1 verschweißt wird. Die Befestigung der Kappe
kann auch durch einen Preßsitz erfolgen.
Zur leichteren Ausfeuerung ist die Kappe 12 an ihrer Stirnseite 14 verdünnt. Die Befestigung der Sprengpatrone
im Zündsystem erfolgt über den Flansch 15.
Der besondere Vorteil einer erfindungsgemäßen elektrisch zündbaren Sprengpatrone ist darin zu sehen, daß hiermit
ein redundantes Zündsystem geschaffen wurde, das gegenüber den bisherigen Ausführungen mit zwei separaten
Sprengpatronen besonders klein, leicht und preisgünstig herstellbar ist und auch in einfacher Weise gegen bisherige,
nicht redundante Sprengpatronen ausgewechselt werden kann.
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Claims (2)
1. Elektrisch zündbare Sprengpatrone mit in einem becherförmigen Gehäuse angeordneten Primär- und Sekundärsprengladungen
und Mitteln zur elektrischen Zündung der Primärsprengladung, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sprengpatrone eine Sekundärsprengladung (11) aufweist, die von zwei voneinander unabhängig
elektrisch zündbaren gleichartigen Primärsprengladungen (10a, 10b) anfeuerbar ist, die symmetrisch zur
Sekundärsprengladung (11) angeordnet sind und die jeweils eigene, voneinander isolierte Anschlüsse (4) auf-
15 weisen.
2. Elektrisch zündbare Sprengpatrone nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , daß eine Trennwand (18) zwischen den Primär ladungen (10a, "!Ob)
so dünn bemessen ist, daß mittels der Zündung einer der beiden Primärsprengladung^n durch das Abbrennen der
Zwischenwand (18) die zweite Primärsprengladung zündbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19848417618 DE8417618U1 (de) | 1984-06-09 | 1984-06-09 | Elektrisch zündbare Sprengpatrone |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19848417618 DE8417618U1 (de) | 1984-06-09 | 1984-06-09 | Elektrisch zündbare Sprengpatrone |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8417618U1 true DE8417618U1 (de) | 1985-10-17 |
Family
ID=6767751
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19848417618 Expired DE8417618U1 (de) | 1984-06-09 | 1984-06-09 | Elektrisch zündbare Sprengpatrone |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8417618U1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1038154A4 (de) * | 1997-12-12 | 2001-10-31 | Automotive Systems Lab | Brückenzünder |
| FR2863352A1 (fr) * | 2003-12-03 | 2005-06-10 | Armement Et D Etudes Alsetex S | Dispositif de propulsion d'une grenade anti-emeutes |
| WO2015059285A1 (fr) * | 2013-10-25 | 2015-04-30 | Autoliv Development Ab | Allumeur pyrotechnique |
| US9676360B2 (en) | 2013-10-25 | 2017-06-13 | Autoliv Development Ab | Attachment interface for a pyrotechnic actuator |
-
1984
- 1984-06-09 DE DE19848417618 patent/DE8417618U1/de not_active Expired
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| CN105637318A (zh) * | 2013-10-25 | 2016-06-01 | 奥托立夫开发公司 | 烟火式点火器 |
| US9676360B2 (en) | 2013-10-25 | 2017-06-13 | Autoliv Development Ab | Attachment interface for a pyrotechnic actuator |
| US9809191B2 (en) | 2013-10-25 | 2017-11-07 | Autoliv Development Ab | Pyrotechnic igniter |
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