DE836733C - Verfahren zum Konservieren von Nahrungsmitteln - Google Patents

Verfahren zum Konservieren von Nahrungsmitteln

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DE836733C
DE836733C DEA3269A DEA0003269A DE836733C DE 836733 C DE836733 C DE 836733C DE A3269 A DEA3269 A DE A3269A DE A0003269 A DEA0003269 A DE A0003269A DE 836733 C DE836733 C DE 836733C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
fish
cmc
food
sausage
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Expired
Application number
DEA3269A
Other languages
English (en)
Inventor
Marinus Johannes Van De Hoeven
Michiel Petrus Verhaart
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Akzo NV
Original Assignee
Algemene Kunstzijde Unie NV
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B4/00Preservation of meat, sausages, fish or fish products
    • A23B4/14Preserving with chemicals not covered by groups A23B4/02 or A23B4/12
    • A23B4/18Preserving with chemicals not covered by groups A23B4/02 or A23B4/12 in the form of liquids or solids
    • A23B4/20Organic compounds; Microorganisms; Enzymes

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Wood Science & Technology (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Jellies, Jams, And Syrups (AREA)
  • Food Preservation Except Freezing, Refrigeration, And Drying (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Description

  • Verfahren'zum Konservieren von Nahrungsmitteln I)iu l:rtin dang ltezielit sich auf die Konservierung von Nahrungsmitteln, insbesondere von proteinlialtigen Nalirucir;sinitteln, wie Fisch oder Fleisch, wobei fliese in einem geschlossenen Behälter bei einer Temperatur über ioo° erhitzt werden.
  • ßeini Konservieren von Fisch oder Fleisch, wobei der geschlossene Behälter während ungefähr i Stunde auf eine Temperatur zwischen ioo und ii5° erhitzt wird, tritt der Übelstand ein, daß \\'asser aus dein Nahrungsmittel ausgetrieben wird, wodurch die <)ualität ungünstig beeinflußt wird.
  • Bis jetzt hat man noch keine zufriedenstellende I.<isung dieses 1'rotblenis gefunden; eine Zugalte von Tomatenpüree, Stärke, Stärkederivaten oder Gelatine hat auch noch kein unbedingt günstiges Resultat ergeben.
  • \usfiihrliche Untersuchungen haben nun ergeben, clal.; der \\'asseratistritt atis dem Nahrungsmittel verhindert werden kann. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß der Wasseraustritt aus den zu konservierenden Bestandteilen fast vollständig verhindert wird, wenn Nahrungsmittel, -,vie Fisch oder Fleisch, bevor sie in die Blechdose gebracht werden, mit bestimmten wasserabsorbierenden und wasserbindenden Stoffen behandelt werden, welche in einem großen Konzentrationsbereich, auch bei Temperaturen über ioo°, im Gelzustande bestehenbleiben.
  • Zu diesem Zweck kann man die zum Eindosen vorbereiteten Nahrungsmittel mit dem wasserabsorbierenden und wasserbindenden Stoff betreuen oder die Nahrungsmittel darin wälzen, so daß dieser Stoff mehr oder weniger gleichmäßig über die Oberfläche oder wenigstens über größere Teile der Oberfläche verteilt wird.
  • Der Wi rkungsunterschied im Vergleich zu Stoffen, wie z. ß. Gelatine, litt sich dadurch erklären, daß diese Stoffe, besonders bei hoher Temperatur, in den Sol-Zustand übergehen, wodurch dieselben keine abschließende Wirkung ausüben können.
  • Es wurde gefunden, daß sich Carboxymethylcellulose (CMC) besonders für die Anwendung bei diesem Verfahren eignet.
  • Handelscarboxymethylcellulose ist in verschiedenen OOualitäten erhältlich. Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich nicht nur in der Reinheit. sondern auch in der Viskosität. Die Viskosität wird bei 20° in i%igen wäßrigen Lösungen, berechnet auf C.NIC, bestimmt. In den nachstehenden Beispielen sind die benutzten (#arboxymethylcelluloseprodukte erwähnt: Typ i mit 75% CMC und der Rest Salze und Wasser. Die Viskosität der i%igen Lösung liegt zwischen ioo und 200 Centipoise. Typ 2 mit 55010 CMC und der Rest Salze und Wasser. Die Viskosität der 10%igen Lösung beträgt etwa 2ooo Centipoise. Bei sp@iel1 385 g gereinigte und konservierungsfähige Heringe (nur kurz geräuchert, nicht getrocknet) wurden außen mit Typ i paniert. Nach Entfernung der überflüssigen Menge wurde gefunden, daß 2,1 g der CMC auf dem Fisch zurückgeblieben waren. Besondere Aufmerksamkeit wurde den sogenannten Rohstellen gewidmet, z. B. dort, wo der Kopf abgeschnitten war. Eine Büchse wurde mit 20 g Salatöl gefüllt, und die panierten Fische wurden in die Blechbüchseeingelegt. Darauf wurden 2ogTomatenpüree in Form einer dicken Paste zugegeben. Die Büchse wurde in üblicher Weise geschlossen und während i Stunde bei i io° in einem Druckgefäß sterilisiert. Nach Abkühlen in kaltem strömendem Wasser wurde der flüssige Inhalt aus der Büchse in einen 'lleßzylinder abgegossen. Das Tomatenpüree sowie ein Teil des Öls blieb in der Büchse zurück. Auf dem abgegossenen Öl im Meßzylinder, welches in diesem Fall ein Volumen von 15 cms einnahm, war eine Wasserschicht von i cm3 ersichtlich. Beispie12 Eine gleiche Menge Fisch wurde in ganz ähnlicher Weise mit Tomatenpüree und Öl konserviert, wobei die Zugabe von CMC jedoch fortgelassen wurde. Beim Ausgießen wurde eine Wasserschicht von 58 cm3 festgestellt. Die Konsistenz des gemäß Beispiel i sterilisierten Fisches hatte sich nicht geändert; der Fisch hatte seine Geschmeidigkeit völlig behalten. Die Konsistenz des gemäß Beispiel 2, also ohne Anwendung von CMC behandelten Fisches. hatte sich dagegen geändert; der Fisch hatte merkbar an Geschmeidigkeit eingebüßt und machte an einzelnen Stellen sogar einen lederartigen Eindruck. Beispie13 385 g Hering wurden außen und auch an der Innenseitedes Fisches mit Typ 2 paniert; es wurden dabei 1 1,4 g CMC auf die Fische aufgebracht. Die weiteren Zusätze waren wie in Beispiel i und 2. Beim Abgießen wurde gar keine Wasserschicht festgestellt, während nur 3 cmg 0I abgegossen wurden, woraus sich also ergibt, daß etwa 12 cm$ an die Fische gebunden waren. Dieses 01 wurde offenbar zwischen den jetzt relativ größeren Gelbrocken von CMC festgehalten.
  • Beispiel Bei der Herstellung einer sogenannten gekochten Wurst zum Belegen von Brötchen wurde die Fleischmasse mit einer geringen Menge Mehl (bis 40/0) geknetet. Dieser Fleischmasse wurde vor dem Eindosen und Sterilisieren unter fortwährendem Kneten eine Menge CMC-Pulver Typ 2 durch Einstreuen zugesetzt. Die zugesetzte Menge betrug o,6 Gewichtsprozent des Totalgewichtes der Wurstmasse", und es wurde hierfür Typ 2 benutzt.
  • Die Wurstmasse wurde sodann eingedost und während i Stunde bei 1o7° sterilisiert. Nach Sterilisieren und Abkühlen war die `'Wurst bei dieser Herstellung steifer als eine in genau derselben Weise, jedoch ohne Zusatz von CMC, hergestellte Wurst. Beispiel 5 Einer Fleischmasse mit einem höheren Fettgehalt als in Beispiel 4 wurde unter Kneten ein Gemisch von i Teil pulverigem Typ 2 und 4 Teilen Mehl zugegeben. Von diesem Gemisch wurden 5 %, berechnet auf das Gesamtgewicht der Fleischmasse, hinzugefügt und eingeknetet.
  • Nach der Wurstbildung und dem Eindosen wurde während il/, Stunden bei 115°, sterilisiert. Diese Temperatur und Zeit machen das Produkt besonders für die Tropen geeignet.
  • Nach Sterilisieren und Abkühlen war die Wurst beim Öffnen der Büchse viel steifer als eine ähnlich hergestellte Wurst, der jedoch kein Cellulosederivat zugesetzt worden war. Es ergab sich auch, daß die so unerwünschte Fettabscheidung während des Sterilisierens der Wurst bedeutend geringer war, wenn Mehl und CMC zugesetzt waren, als wenn kein CMC verwendet wurde. Offenbar ist die m-it CMC verarbeitete Wurst während des Sterilisierens so steif, daß das flüssig werdende Fett sich nicht abscheiden kann.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Konservieren von Nahrungsmitteln, wie Fisch oder Fleisch, durch Erhitzen in einem geschlossenen Behälter über ioo°, dadurch gekennzeichnet, daß das Nahrungsmittel vor dem Konservieren in einem pulverigen, wasserabsorbierenden und wasserbindenden Stoff wälzt oder mit diesem Stoff bestreut wird, welcher über einen großen Konzentrationsbereich bei Temperaturen über ioo°, als Gel bestehenbleibt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als wasserabsorbierender und wasserbindender, gelbildender Stoff Carboxymethylceilulose benutzt wird.
DEA3269A 1949-09-05 1950-08-18 Verfahren zum Konservieren von Nahrungsmitteln Expired DE836733C (de)

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ID=19843179

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DEA3269A Expired DE836733C (de) 1949-09-05 1950-08-18 Verfahren zum Konservieren von Nahrungsmitteln

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