DE836045C - System zur UEbertragung elektrischer Signale mit wiederkehrenden Festpegel- oder Bezugswerten - Google Patents
System zur UEbertragung elektrischer Signale mit wiederkehrenden Festpegel- oder BezugswertenInfo
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Description
(WlGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 7. APRIL 1952
E 2i6o Villa j Sia1
John Collard, London ist als Erfinder genannt worden
ist in Anspruch genommen
Die Erfindung bezieht sich auf Systeme zur Übertragung elektrischer Signale, z. B. Fernsehsignale. Sie
enthält Schaltungsanordnungen, durch welche niederfrequente Komponenten, die stark gedämpft werden,
im Verhältnis zu höherfrequenten Komponenten im Laufe der Übertragung wieder in das Signalgemisch
hineingebracht werden können, oder durch welche Störkomponenten niederer Frequenz, die in solchen
Systemen auftreten, im wesentlichen beseitigt werden können.
Die Erfindung kann ebenso verwendet werden zum Ausgleich schwankender Dämpfung, z. B. infolge
Fadings in Signalen, die zwei Sätze wiederkehrender Festpegel oder fester Bezugswerte besitzen, z. B. bei
Fernsehsignalen.
Es ist bekannt, daß für die Übertragung und den Empfang von Fernsehsignalen ein besonders breites
Frequenzband benötigt wird, das sehr niedrige Frequenzen und sogar eine Gleichstromkomponente
enthält. Es ist indessen gewöhnlich unwirtschaftlich, ^ao
Verstärker zu bauen, die die Gleichstromkomponente!! übertragen, und sogar die Komponenten bis zu 200
oder 300 Hz bieten für die Übertragung oft Schwierigkeiten. Infolgedessen fehlen bei den Signalen am
Ausgang eines Verstärkers sehr oft die niederfrequenten Komponenten, und es sind besondere Maßnahmen zu
ihrer Wiedereinführung nötig, um eine zufriedenstellende Wiedergabe zu erhalten.
Ein Problem, das sehr eng mit dem der Wiedereinführung verbunden ist, ist das der Beseitigung von
unerwünschten niederfrequenten Komponenten, die durch Induktion aus benachbarten Kraftleitungen
entstehen. Da die Hinzufügung einer bestimmten Frequenzkomponente in dieser Art äquivalent ist
dem Abzug einer entsprechenden Komponente des
ίο entgegengesetzten Vorzeichens, so dienen die Mittel
zur Wiedereinführung von Gleichstrom ebenfalls dazu, Effekte ähnlicher Niederfrequenz zu beseitigen,
die durch Induktion entstehen, z. B. aus der Nachbarschaft von Kraftleitungen oder unerwünschten niederfrequenten
Störeffekten, in welchem Fall die vorliegende Erfindung eine Verbesserung der bekannten
Anordnung zur Störbeseitigung darstellt, wie sie z. B. in der britischen Patentschrift 490 205 beschrieben
ist, da die obere Frequenzgrenze der Korrektursignale bei der erfindungsgemäßen Schaltung
wesentlich höher liegt.
Es sind schon Vorschläge zur Wiedereinführung von Gleichstrom- und Niederfrequenzkomponenten bekanntgeworden
und z. B. in den britischen Patentas Schriften 422 906, 449 242, 464 828 und 507 239 beschrieben,
aber diese sind nur erfolgreich gewesen bis zu verhältnismäßig niedrigen Frequenzen, wie z. B.
50 Hz. In Fällen indessen, wo mehrere Transformatoren in die Schaltung hineingebracht werden sollen,
können Komponenten von mehreren 100 Hz bereits so stark gedämpft sein, daß irgendeine andere Art der
Wiedereinführung notwendig ist. Desgleichen können unerwünschte Frequenzen bis zu 1000 oder 2000 Hz
durch die höheren Harmonischen von Kraftsystemen in dem Stromkreis induziert werden. Es ist deshalb
klar, daß zur Kompensation dieser Störströme eine Art von Wiedereinführung oft notwendig ist, die in
der Lage ist, bis zu Frequenzen von einer Größenordnung von 1000 Hz wirksam zu sein. Diese Form
der Wiedereinführung wird durch die Erfindung gegeben und ist neben der Anwendung auf Fernsehsignale
auf alle Signale anwendbar, die sich wiederholende Perioden mit festem Pegel haben.
Entsprechend der Erfindung ist ein System zur Übertragung elektrischer Signale vorgesehen, welche
sich wiederholende Teile mit festem Pegel oder feste Bezugswerte enthalten, in dem im Laufe der Übertragung
der Signale unerwünschte Veränderungen auftreten, und es werden Mittel verwendet zur Erzeugung
eines Korrektursignals, das eine im wesentlichen stetige Funktion der Zeit ist und abhängig
von der gleichzeitig beobachteten Größe einer Mehrzahl verschiedener fester Pegel oder Bezugswerte ist;
das Korrektursignal wird dazu verwendet, im wesentliehen die erwähnten unerwünschten Veränderungen
in den betreffenden Signalen auszugleichen.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist ein System zur übertragung elektrischer Signale vorgesehen,
welche sich wiederholende Teile mit festem Pegel oder feste Bezugsteile enthalten. Im Laufe der
übertragung werden die Gleichstrom- und Niederfrequenzkomponenten der erwähnten Signale nicht
mit den ihnen eigenen Amplituden weitergegeben, oder es werden Störkomponenten von Niederfrequenz
induziert; es werden deshalb wieder Mittel verwendet zur Erzeugung eines Korrektursignals, das eine im
wesentlichen stetige Funktion der Zeit ist und abhängig von den gleichzeitig beobachteten Pegeln einer
Mehrzahl verschiedener fester Bezugsteile ist. Das Korrektursignal wird dazu verwendet, im wesentlichen
die Dämpfung der Gleichstrom- und Niederfrequenzkomponenten zu korrigieren und im wesentlichen
besagte Störkomponenten zu entfernen.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist ein System zur Übertragung elektrischer
Signale vorgesehen, welche im wesentlichen gleichförmig wiederkehrende Paare von Teilen mit festem
Pegel oder feste Bezugswerte verschiedener Amplitude enthalten; da im Laufe der Übertragung der Pegel
der obenerwähnten Signale einer Veränderung unterworfen ist, werden wieder Mittel veiwendet zur Erzeugung
eines Korrektursignals, das eine im wesentlichen stetige Funktion der Zeit ist und in Abhängigkeit
von den gleichzeitig beobachteten Differenzen der Amplituden einer Mehrzahl der besagten Paare
gebildet und dazu verwendet wird, die Verstärkung eines Verstärkers zu steuern, der in den Strompfad
eingeschaltet ist, über welchen die ei wähnten Signale übertragen werden zum Zwecke, die Veränderung in
dem Pegel der erwähnten Signale auszugleichen.
In einer Ausführungsform lassen sich die Merkmale der Erfindung als sogenannte Verzögerungs- oder
Interpolationsanordnungen oder in einer anderen Ausführungsform als sogenannte Extrapolationsanordnungen verwirklichen.
Bevor indessen dazu übergegangen wird, eine Beschreibung im einzelnen zu geben über die Art, wie
die Erfindung durchgeführt werden kann entsprechend einer von diesen Ausführungsformen, soll die breite
Grundlage der Erfindung zunächst ausführlicher iOo
auseinandergesetzt werden. Wie bekannt ist, bestehen Fernsehsignale abwechselnd aus Zeilen- und
Gleichlaufsignalen, von denen die Zeilensignale sich gemäß dem Bildinhalt, der abgetastet wild, ändern
und ungefähr 85 Mikrosekunden dauern, während die Gleichlauf impulse ungefähr 10 Mikrosekunden andauern
und eine bestimmte Größe haben; ihnen folgt eine Schwarzpegelperiode von ungefähr 5 Mikrosekundendauer.
Wenn über eine derartige Wellenform eine Einzelfrequenzkomponente durch Induktion
überlagert wird, so ist es während der Zeilensignalperiode unmöglich, zu entscheiden, wieweit die Stärke
des empfangenen Signals von der induzierten Komponente und wieweit sie von dem wirklichen Zeilensignal
herrührt. Während der Gleichlaufimpuls- oder Schwarzpegelperioden liegt der Fall anders, und indem
man die Differenz zwischen der empfangenen Größe des Impulses oder der Höhe des Schwarzpegels und
der Größe, die vorhanden sein sollte, nimmt, ist es möglich, den Betrag der induzierten Komponente
während des kurzen Intervalls zu bestimmen.
Die bekannten Anordnungen zur Wiedereinführung des Gleichstromes messen meist in ihrer Wirkung den
Unterschied auf diesem Wege und bringen dann im wesentlichen eine konstante und entgegengesetzte las
Wirkung während des folgenden Zeilensignals zur
Geltung. Wenn die Veränderungen im Gleichlaufimpulspegel ζ. B. eine so niedrige Frequenz haben,
daß praktisch keine Änderung in der Größe während der Dauer einer Zeilensignalperiode vorhanden ist,
dann wird die Wiedereinführungswirkung, die in dieser Art verwendet wird, mit Erfolg die Abweichung, die
aufgetreten ist, aufheben. Bei Frequenzen indessen, die größer sind als 50 Hz, ist es ungenau anzunehmen,
daß im wesentlichen keine Änderung während der Dauer der Zeilensignalperiode auftritt, so daß dieser
Weg nicht mehr zum Ziele führt; eine Möglichkeit aber, um Gleichstromwiedereinführung auf höhere Frequenzen
auszudehnen, bieten die Ausführungsformen der Erfindung. Diese beruhen auf einer Beobachtung
der Differenz zwischen dem Soll-Pegel und dem tatsächlichen Pegel während einer Anzahl von verschiedenen,
aber vorzugsweise aufeinanderfolgenden Gleichlaufimpulsen oder festen Periodenteilen und
sind infolgedessen in der Lage, einen Wiederher-Stellungseffekt zu geben, der sich während des Zeilenintervalls
solchermaßen ändert, daß er eine genauere Korrektur ergibt.
In der einfachsten Form besteht die Grundlage der Erfindung darin, eine Verzögerung herzustellen, die
dem Intervall zwischen zwei Gleichlaufimpulsen entspricht. Die empfangenen Signale werden deshalb
durch ein Verzögerungsnetzwerk hindurchgeleitet, das so bemessen ist, daß, wenn ein Gleichlaufimpuls
gerade das Ende des Netzwerkes erreicht hat, der vorangehende Impuls gerade in das Netzwerk eintritt.
So ist es möglich, gleichzeitig die Differenz zwischen dem tatsächlichen und dem richtigen Pegel dieser
zwei Impulse zu messen. Es kann angenommen werden, daß die Frequenz der Änderungen dieser
Differenz relativ klein ist, so daß die Differenz als sich linear ändernd über das Zeilenintervall angenommen
werden kann. Die Korrektur, die notwendig ist, um Gleichstromkomponenten wieder einzuführen
oder Induktion während eines Zeilenintervalls auszuschalten, hat so einen Wert, der bei V1 beginnt und
sich linear ändert zu 7',, wo ?', der Wert ist, der durch
(v2 -V
Diese Reihe ist wohl bekannt zum Gebrauch für die Interpolation zwischen Werten, die in Tabellen
gegeben sind. Sie stellt deutlich die verschiedenen So Annäherungen dar, die durch die bekannten und
durch die neue Anordnung der Gleichstromwiedereinführung erreicht werden. Bei den früheren Anordnungen,
wo nur V1 erreicht wird, kommt nur das erste Glied in Frage, d. h.
ν --= Vx.
Diese Gleichung entspricht dem sogenannten Klammerverfahren der Gleichstromwiedereinführung, wie
sie in der britischen Patentschrift 44g 242 beschrieben ist.
Bei der ersten Anwendung der neuen Anordnung, die hier beschrieben ist, werden ^1 und V2 gewonnen,
so daß der zweite Ausdruck ebenfalls verwendet Beobachtung des Gleichlaufimpulses vor dem Zeilenintervall
bestimmt wird, und V2 der Wert ist, der durch Beobachtung des Impulses nach dem Zeilenintervall
bestimmt wird. Dieses wiederaufbauende Signal wird den Signalen beim Verlassen des Verzögerungssystems hinzugefügt.
Wenn eine ganze Zeile aus dem Verzögerungssystem herausgenommen ist, dann hat der Gleichlaufimpuls,
der ursprünglich am Eingang der Verzögerung war, den Ausgang erreicht, und ein neuer Impuls tritt
gerade in den Eingang ein. Der ganze Vorgang kann sich so wiederholen. Es hat sich herausgestellt, daß
diese Anordnung die Behandlung höherer Frequenz gestattet als frühere Anordnungen, weil bei den
früheren Systemen die benötigte Frequenz so niedrig war, daß keine merkliche Änderung in der Größe der
verlangten Korrektur über das Zeilenintervall entstand. Bei der neuen Anordnung ist es nur nötig, daß
die Frequenz tief genug ist für das benötigte Korrektursignal, und man kann annehmen, daß während des
Zeilenintervalls das Korrektursignal sich linear ändert.
Wenn die Frequenz des induzierten Signals über 1000 Hz hinausgeht, so ist es falsch, anzunehmen, daß
seine Größe sich linear über das Zeilenintervall ändert. Bei Anwendung der Anordnung nach der Erfindung
indessen kann dieser Fehler beliebig herabgesetzt werden. Wenn die Signale um eine Zeit verzögert
werden, die einer Anzahl von Zeilenintervallen entspricht, ist es möglich, die Größe der benötigten
Korrektur festzustellen bei jedem der Synchronisiersignale, die innerhalb der gesamten Verzögerungsperiode
auftreten. Auf diese Weise wird eine Reihe von Werten V1, v2, v3 usw. für die Korrekturspannung
bestimmt bei gleichförmigen Intervallen T, wo T die \ Zeit ist zwischen aufeinanderfolgenden Gleichlaufimpulsen.
Wenn jetzt eine Serie von Werten V1, v2, v3 usw. einer Variablen gegeben ist, so kann der
Wert ν der Variablen bei irgendeiner Zeit t', wenn für die Zeit I1 der Wert ^1 gemessen ist, ausgedrückt werden
durch die Reihe
wo
/I=^iSt.
werden kann. Somit wird eine zweite Annäherung erreicht entsprechend
ν = V1 + (V2-V1) Δ.
In der weiteren Anwendung dieser neuen Anordnung, in welcher V1, V2, V3 usw. erhalten werden, kann
jede gewünschte Anzahl von Gliedern der Reihe verwendet werden, so daß immer engere Annäherungen
an den wahren Wert von ν erzielt werden.
Die Erfindung wird nun beispielsweise an Hand der Zeichnungen ausführlicher erläutert.
Fig. i, 2 und 3 zeigen Schaltungsanordnungen nach dem Verzögerungssystem gemäß der Erfindung;
Fig. 4, 5, 6 und 7 stellen Schaltungsanordnungen dar, die nach dem Extrapolationsprinzip arbeiten.
In einer Anzahl von diesen Anordnungen ist es iss
notwendig, eine Art von Verzögerungseinrichtungen
zu verwenden, so daß die Signale um den erforderlichen Betrag verzögert werden.
Zwei Wege gibt es zur Herstellung dieser Verzögerungen. Der eine besteht darin, irgendeines der
bekannten elektrischen Verzögerungsnetzwerke zu verwenden. Wenn solche verwendet werden, ist es
notwendig, eine Korrektur anzubringen für einen großen Betrag von Verzerrung und Dämpfung durch
geeignete Entzerrer und Verstärker, da die Anforderungen, die an ein derartiges Netzwerk gestellt werden,
nämlich eine Verzögerungszeit von der Größe einiger hundert Mikrosekunden über einen Frequenzbereich
bis zu ungefähr 2 MHz zu erzielen, außergewöhnlich sind. Die Verzögerungseinrichtung kann
passendervveise eine geeignete Länge von Fernsehkabeln und eine damit verbundene Einrichtung enthalten.
Der andere Weg, um Verzögerung zu erhalten, besteht darin, eine Vorrichtung zu verwenden, die
mit einer Elektronenstrahlröhre verbunden ist, in der zwei Strahlen gleichmäßig über eine ringförmige
Spur laufen. Der erste Strahl legt die Signale nieder, und der zweite nimmt sie wieder auf nach dem
gewünschten Zeitintervall, wie in der britischen Patentschrift 471 913 beschrieben.
In Fig. ι ist eine Arbeitsschaltung zur Anwendung
der Erfindung in ihrer einfachsten Form dargestellt. Die Signale werden an die Klemmen 10 und 11 gelegt.
Von dort gehen sie durch das Verzögerungsnetzwerk 12, von dem angenommen ist, daß es verzerrungsfrei
ist und frei von Verlusten, und erreichen so die Ausgangsklemmen 13, 14 über den Kondensator 15.
Wir wollen den Fall betrachten, in dem ein Gleichlaufimpuls gerade das Verzögerungsnetzwerk 12 verläßt,
während der folgende eintritt. In diesem Moment sind die Schalter 16 und 17 geschlossen, die
die Klemme 10 mit der Klemme 11 über den Kondensator
18 und die Batterie 19, wie in der Figur angegeben, verbinden. Die Batterie 19 hat eine
EMK, die gleich der Spannung ist, die die Klemme 10 haben sollte, d. h. das Potential, zu welchem die
Klemme 10 ansteigen würde, wenn der Gleichlaufimpuls seine richtige Größe hätte. Wenn der Impuls,
welcher gerade die Klemme 10 erreicht hat, nicht seine richtige Amplitude hat, so wird der Kondensator
18 aufgeladen werden zu einem Betrage, der gleich der Differenz ist zwischen der Amplitude, die
der Impuls haben sollte, und der, die er tatsächlich hat. In derselben Weise wird der Kondensator 15
infolge seiner Verbindung über die Leitung 20 und den Schalter 17 zu der Batterie 19 auf einen entsprechenden
Betrag aufgeladen durch den Impuls, der gerade an dem Ausgang des Verzögerungsnetzwerkes
angekommen ist. Da die Signale durch den Kondensator 15 aufgenommen werden, so wird die
Signalamplitude an den Klemmen 13 und 14 aus der Signalamplitude an den Klemmen 10 und 11 bestehen
zusammen mit der Potentialdifferenz am Kondensator 15. Wenn die Kondensatoren 18 und 15 zusammen
verbunden werden, und in der Annahme, daß der erste im Vergleich zu dem anderen groß ist,
wird gegebenenfalls der erste den letzteren auf sein eigenes Potential aufladen. Wenn die Verbindung
über den Widerstand 21 durchgeführt wird, so ist es bei passender Dimensionierung des Widerstandes 21
in Verbindung mit dem Kondensator 18 und Kondensator 15 möglich, daß der letztere im wesentlichen
das Potential des ersteren in einer Zeit annimmt, die gleich ist einem Zeilenintervall. Hierbei wird der
Kondensator 15 den Zeilensignalen ein Potential hinzufügen, das bei irgendeinem Wert V1 beginnt
und allmählich irgendeinen anderen Wert V2 annimmt.
WTenn indessen nur ein Widerstand verwendet
wird, Um die Kondensatoren 18 und 15 zu verbinden,
so wird sich die Potentialdifferenz über den letzteren exponentiell von vr auf v2 ändern, so daß die Bedingung
einer linearen Veränderung nicht erfüllt wird. Dieser Schwierigkeit kann begegnet werden, indem
man eine Induktanz 22 in Serie zum Widerstand 21 schaltet. Indem man dieser Induktanz einen passenden
Wert gibt, kann man es erreichen, daß die Änderung der Potentialdifferenz über den Kondensator 15
im wesentlichen linear ist.
Die Kondensatoren 15 und 18 stellen in ihrer
Wirkung beobachtende Vorrichtungen dar und erlauben, daß ein Korrektursignal gewonnen wird,
welches eine im wesentlichen stetige Funktion der Zeit ist und von den gleichzeitig beobachteten Pegeln
einer Mehrzahl von verschiedenen festen Bezugsteilen abhängt.
In der Praxis können die Schalter 16 und 17 durch
Röhrenkreise ersetzt werden, die so angeordnet sind, daß sie dieselbe Wirkung haben. Verschiedene
Formen von Röhrenschaltern sind vorgeschlagen in Verbindung mit der sogenannten Klammer-Gleich-Stromwiedereinführung,
und speziell ist der Sechsdiodenschalter, der im britischen Patent 512109
beschrieben ist, hier anwendbar.
Fig. 2 stellt eine andere Anordnung dar, um ein lineares Wiedereinführungspotential zu gewinnen.
Wie vorher, sind die Eingangs- und Ausgangsklemmen 10, 11 und 13, 14 miteinander über das Verzögerungsnetzwerk
12 verbunden, und der Kondensator 15 ist in die Leitung von dem Verzögerungsnetzwerk
zur Klemme 13 geschaltet. Die Klemme 10 und die Klemme des Kondensators 15, die an dem Ausgang
des Verzögerungsnetzwerkes liegt, sind über die Schalter 23, 24 und die Kondensatoren 25, 26 an
Erde gelegt; diese Kondensatoren stellen die Beobachtungseinrichtungen in diesem Beispiel der Erfindung
dar. Die Belegung dieser Kondensatoren, die nicht mit der Erde verbunden sind, sind zu den
Steuergittern 27 bzw. 28 der Röhren 29 bzw. 30 geführt. Diese Röhren haben einen hohen Widerstand,
31, der in ihrem gemeinsamen Kathodenkreis liegt, so daß das Potential jeder Anode 32 und 33
proportional der Differenz der Potentiale an den beiden Gittern ist. Die Anode 33 ist über den Kondensator
34 und den Widerstand 35 mit der Ausgangsklemme 13 verbunden, und der Kondensator 34
besitzt eine große Kapazität im Vergleich zu dem Kondensator 15. Die Ausgangsklemme 13 ist über
den Schalter 36 mit der Batterie 37 verbunden und über die Batterie mit der Erde. In dem Augenblick,
wo ein Gleichlaufimpuls das Ende des Verzögerungsnetzwerkes 12 erreicht und der folgende in den Ein-
gang eintritt, sind die Schalter 23, 24 und 36 geschlossen. Kondensator 25 wird so auf einen Wert aufgeladen,
der v2 entspricht, und Kondensator 26 auf einen anderen Wert, der V1 entspricht. Die Potentialänderung,
die an der Anode 33 der Röhre 30 entsteht, ist proportional V2 — V1.
Entsprechend ist der Ladestrom, der von der Röhre 30 durch den Kondensator 34 und den Widerstand
35 zum Kondensator 15 fließt, ebenfalls proportional v2 — V1. Beim Beginn der Zeile hat der
Kondensator 15 eine Potentialdifferenz zwischen seinen Klemmen, die gleich V1 ist infolge der Ladung
aus der Batterie 37 über den Schalter 36. Indem man die Größe des Widerstandes 35 passend einstellt,
ist es möglich, zu erreichen, daß der gleichmäßige Ladestrom von Röhre 30 die Potentialdifferenz
über Kondensator 15 auf V2 am Ende der
Zeile anwachsen läßt. So liefert der Kondensator 15 das richtige Wiederaufbaupotential, das bei V1
beginnt und linear zu v2 ansteigt. Damit der Strom
aus der Röhre 30 unabhängig von den Potentialänderungen des Kondensators 15 während des Zeilenintervalls
ist, muß man Vorsorge treffen, daß die Potentialänderungen an der Anode der Röhre 30,
die den Ladestrom herstellen, groß sind im Vergleich mit den Änderungen, die auftreten am Kondensator 15.
Die Verstärkung der Röhren 29 und 30 ist deshalb groß gewählt, und der Widerstand 35 ist ebenfalls
groß gewählt.
Es war darauf hingewiesen, daß eine bessere Annäherung an das genaue Wiederaufbaupotential erhalten
werden kann, indem man eine große Anzahl von Gl eichlauf impulsen beobachtet. Wenn man
drei Impulse beobachtet, so ist der Ausdruck für das Wiederherstellungspotential
V=V1 + (V2-V1) Δ +Hv3-V^-(V2-V1)) .
Die Schaltung, die dieser Gleichung entspricht, ist in Fig. 3 dargestellt. Die Anordnung ist ähnlich der
von Fig. 2 mit der Ausnahme, daß zwei Verzögerungsnetzwerke 12 und 12' verwendet werden; mit diesen
Verzögerungsnetzwerken sind in genau derselben Weise wie in Fig. 2 die Röhrenpaare 29, 30 und 29'
und 30' verbunden. Ebenso sind die Anoden 33 und 33' der Röhren 30 und 30' über Serienwiderstandskapazität
skr eise 34, 35 und 34', 35' zur Klemme 13 geführt, mit der wie yorher der Schalter 36 und die
Batterie 37 verbunden sind.
Die Anoden 33 und 33' sind indessen über Serienwiderstandskapazitätskreise
38, 39 und 38', 39' mit dem Gitter 40 der Röhre 41 verbunden, deren Kathode
geerdet ist. Zwischen Gitter 40 und Erde ist der Kondensator 42 geschaltet und über diesen Kondensator
der Schalter 43 und Batterie 44 in Serie. Die Anode 45 der Röhre 41 ist über den Kondensator 46
und den Widerstand 47 mit der Klemme 13 verbunden. Um den obigen Formelausdruck auf diese
Schaltungsanordnung zu beziehen, möge er in der geordneten Form geschrieben werden:
3 Δ
Δ
Δ2
V=V1+ (V2-V1) — (V3-V2) — — {(V2 — V1) — (V3 — V2)) —
Der Ausdruck V1 wird erhalten, indem man Schalter
36 schließt und Kondensator 15 aus Batterie 37
lädt. Der Ausdruck (v2 — V1) —— wird aus der Anode
der Röhre 33' erhalten und der Ausdruck — (^3 — V2) —
2 aus der Röhre 33; die Röhrenpaare 29, 30 und 29', 30' arbeiten in derselben Weise wie in Fig. 2. Die beiden
Widerstände 35 und 35' sind im Verhältnis 3: 1 gewählt, und die Verstärkung aller vier Röhren ist
so gewählt, daß sie im wesentlichen die gleiche ist, so daß die Ladeströme von Röhren 30' und 30 in
dem richtigen Verhältnis zueinander stehen. Die Anoden dieser Röhren sind ebenfalls über große
Kondensatoren und Widerstände mit dem Kondensator 42 verbunden. Infolgedessen ist der gesamte
Ladestrom in dem Kondensator 42 proportional (^2 — V1) — (v3 — V2). Die Potentialdifferenz am Kondensator
42 ist somit
{("2 — vi) — ("3 — V2>) A .
Da das Gitter der Röhre 41 mit dem Kondensator 42 verbunden ist, so ist die Anodenspannung von Röhre4i
deshalb proportional — { (v2 — V1) — (v3 — v2)} Δ .
Da die Anode der Röhre 41 mit dem Kondensator 15 über den großen Kondensator 46 und den Widerstand
47 verbunden ist, wird auch der Kondensator 15 infolgedessen mit einem Ladestrom versehen, der
proportional — {(v2 — ^1) — (v3 — V8)) Δ ist. Die
Potentialdifferenz, die durch diesen Strom an dem Kondensator 15 aufgebaut wird, ist demgemäß
proportional — {(v2 — V1) — (v3 — v2)) Δ 2. Die gesamte
Potentialdifferenz über Kondensator 15 ändert sich infolgedessen gemäß dem Gesamtausdruck, der zuvor
für ν gegeben ist, und ist so bis auf den zweiten Grad der Annäherung genau über das Zeilenintervall.
Da der Vorgang am Ende jeder Zeile von neuem beginnen soll, so ist der Schalter 43 vorgesehen,
den Kondensator 42 kurzzuschließen und ihn für die neue Ladung wieder vorzubereiten. Die Batterie 44
wird verwendet, um einen Kurzschluß des Gitters der Röhre 41 zur Erde zu vermeiden. Die Schritte,
die bei der Ausdehnung dieser Schaltung vorgenommen sind, um noch weitere Glieder einzuschließen,
gehen aus den vorhergehenden Ausführungen hervor. Aus den vorangehenden Figuren geht hervor, daß
das Hauptmerkmal der Erfindung bei der Verzögerungsanordnung darin besteht, daß das Wiederaufbaupotential
durch Beobachtungen bestimmt wird, die an Gleichlaufimpulsen vor und nach dem Zeilenintervall
gemacht sind, für welches das Wiedereinführungspotential verwendet werden soll. Das macht iao
eine Verzögerung der Zeilensignale notwendig, worin ein Nachteil besteht, da es verhältnismäßig teuer ist,
ein Verzögerungssystem herzustellen, das eine gleichmäßige Verzögerung bis zu 2 oder 3 MHz gibt. Um
diese Schwierigkeit zu vermeiden, können Extra- iss polationsanordnungen für die Wiedereinführung ver-
wendet werden, so wie sie in den folgenden Figuren dargestellt sind. In diesen wird eine Anzahl von
aufeinanderfolgenden Gleichlaufimpulsen beobachtet, und die Beobachtungen werden dazu verwendet, um
ein Wiederherstellungspotential für das Zeilenintervall zu bekommen, das unmittelbar dem letzten
beobachteten Gleichlaufimpuls folgt. Hierbei wird keine Verzögerung der Zeilensignale benötigt. Um
in der Lage zu sein, gleichzeitig eine Anzahl von
ίο Gleichlaufimpulsen zu beobachten, können diese
durch ein Verzögerungssystem gehen, das an geeigneten Punkten angezapft ist wie in dem Falle von
Verzögerungsnetzwerken, die zur Verzögerung der Zeilensignale verwendet werden bei Wiedereinführung
mit Verzögerung. Da das Verzögerungsnetzwerk jetzt nur zur Beobachtung der Gleichlaufimpulse
dient und nicht zur übertragung der Zeilensignale, so kann es Eigenschaften besitzen von viel weniger
vollkommener Form, woraus sich eine größere Wirtschaftlichkeit ergibt. Außerdem gibt es, wie später
gezeigt wird, eine Möglichkeit, vom gesamten Verzögerungsnetzwerk frei zu werden. Infolgedessen
sind auf der Extrapolation beruhende Anordnungen zur Wiedereinführung beträchtlich einfacher herzustellen
als solche mit Verzögerung. Indessen hat die Wiedereinführung mit Extrapolation den Nachteil,
daß sie nicht so genau wie die mit Verzögerung ist. Das folgt aus der Tatsache, daß die Korrekturwerte der
mit Verzögerung arbeitenden Einrichtung von der Interpolation zwischen bestimmten Werten abhängen,
während im anderen Falle mit Extrapolation jenseits des letzten beobachteten Punktes gearbeitet
wird.
Die erste Stufe der Extrapolationsanordnung ist dieselbe wie die Anordnung der ursprünglichen
Klammergleichstromwiedereinführung (vgl. britisches Patent 449 242). Sie beruht darauf, das
Wiederherstellungspotential ^1 zu messen für den
Gleichlaufimpuls, der unmittelbar dem Zeilenintervall vorangeht, und dann ein konstantes Potential dieser
Größe über das folgende Zeilenintervall hinweg zu verwenden. Dabei ist natürlich die Voraussetzung,
daß das Wiedereinführungspotential während des Zeilenintervalls konstant bleibt, was nur für sehr niedrige
Frequenzen richtig ist. Wenn das Wiederherstellungspotential durch die Gleichung ν = A sin ω t
gegeben ist, dann ist der größte Fehler, der durch Anbringung der konstanten Spannung vx hervorgerufen
wird
e = 100 sin ο) Τ (0I0),
wo T das Zeitintervall einer Zeile ist.
Die zweite Stufe der Annäherung besteht darin,
die Wiederherstellungspotentiale ^1 und v2 während
zweier aufeinanderfolgender Gleichlaufimpulse zu beobachten und dann ein Wiederherstellungspotential
zu verwenden der Größe
ν =υ2+ (V2- V1)^,
wo t das Zeitintervall nach dem letzten beobachteten Gleichlaufimpuls ist und zwischen 0 und T variiert.
Dies ist der Annahme gleichwertig, daß das mittlere Gefälle des Wiederherstellungspotentials während
einer Zeile, wenn die Korrektur angewendet wird, dasselbe ist wie das mittlere Gefälle in dem vorangehenden
Zeilenintervall. Diese Annahme gilt für etwas höhere Frequenzen als die vorangehende Annahme
und bedeutet deshalb eine Verbesserung gegenüber der Klammergleichstromwiedereinführung.
Der größte Fehler in Prozenten ist:
e2 = 400 sin2
ωΤ
Eine noch engere Annäherung wird erreicht, indem man drei aufeinanderfolgende Gleichlaufimpulse
beobachtet, indem man so drei aufeinanderfolgende Korrekturpotentiale vv v2 und V3 gewinnt.
Das Wiedereinführungspotential, das dann verwendet werden kann, ist
V=V3+ (V3-V2) -ψ + [(V3 — V2) — (V2 — V1)) -ψ .
Der entsprechende größte Fehler ist in Prozenten ausgedrückt durch:
e3 = 400 sin2
ωΤ
sin ω T,
woraus die Größe zu sehen ist, um die die Annäherung besser ist als die frühere.
Der Vorgang kann noch weiter durchgeführt werden, indem man zusätzliche Gleichlaufimpulse beobachtet.
Die größten Fehler für die ersten drei Annäherungen, wie sie sich oben ergeben, sind nachstehend
für verschiedene Frequenzen tabellarisch dargestellt.
Frequenz Größter Fehler in Prozenten
Hz ex e2 e3
Hz ex e2 e3
50 3,1 0,1 —
100 6,3 0,4 —
200 12,6 1,6 0,2
500 30,9 9,8 3,0
1000 58,8 38,3 23,6
2000 95,1 138,0 163,3.
Die Spalte ^1 entspricht der Klammergleichstromwiedereinführung,
und man kann daraus sehen, daß die größeren Annäherungen beträchtlich bessere Ergebnisse zeigen mit Ausnahme der höheren Frequenzen.
HO
Man sieht, daß die verschiedenen Glieder, soweit betrachtet, alle bezüglich t linear waren, so daß das
resultierende Wiederaufbaupotential sich geradlinig über das Zeilenintervall hinweg änderte. Es ist klar,
daß, indem man Glieder annimmt, die proportional
I γ) sind, erreicht werden kann, daß das Wiederaufbaupotential
eine Kurve bildet während des Zeilenintervalls wie bei der Verzögerungswiedereinführung.
Fig. 4 gibt eine Schaltung an, um die zweite Annäherung auf das Extrapolationsverfahren anzuwenden, d. h. um ein Wiederherstellungspotential
der Form v% + (v2 — V1) — zu erzeugen. Wie bei
früheren Schaltanordnungen sind die Eingangs- und 1*5
Ausgangsklemmenpaare 10, 11 und 13, 14 vorhanden.
Aber der Kondensator 15 ist direkt zwischen die Klemmen 10 und 13 geschaltet, ohne das dazwischenliegende
Verzögerungsnetzwerk. Indessen ist der Eingang des Verzögerungsnetzwerkes 48 an die Eingangsklemmen
10 und 11 gelegt, während der Ausgang mit dem Widerstand 49 abgeschlossen ist. Zwischen
dem Eingang und Ausgang dieses Verzögerungsnetzwerkes sind Verbindungen vorgesehen über die
Schalter 50 und 51 zu den Beobachtungskondensatoren 52 bzw. 53 und über diese Kondensatoren
zur Erde. Von den Kondensatoren gehen ferner Verbindungen zu den Gittern 54 und 55 eines Röhrenpaares
56 und 57, die mit einem hohen Kathodenwiderstand 58 versehen sind. An der Anode 59 der
Röhre 56 erscheint demgemäß ein Potential proportional v2 — vv wie sich aus zuvor gegebenen Darlegungen
ergibt. Diese Anode wird über den großen Kondensator und Widerstand 60 bzw. 61 mit der
Klemme 13 verbunden, die, wie vorher, über den Schalter 36 mit der Batterie 37 verbunden ist und von
dort mit der Erde.
In dem Augenblick, wo ein gegebenes Gleichlaufzeichen den Beginn des Verzögerungsnetzwerkes 48
erreicht, wird der Schalter 36 geschlossen, wodurch
»5 der Kondensator 15 zu einem Betrage aufgeladen
wird, der V2 entspricht. Schalter 50 und 51 sind
ebenfalls geschlossen, so daß Kondensator 52 eine Ladung erhält, die von V2 abhängt, während Kondensator
53, der mit dem entferntliegenden Ende des Verzögerungsnetzwerkes 48 verbunden ist, eine Ladung
erhält, die von V1 abhängt. Die Verzögerung
in diesem Falle ist gleich dem Intervall zwischen zwei aufeinanderfolgenden Gleichlaufimpulsen. Die beiden
Röhren 56 und 57 liefern, wie bei derVerzögerungsgleichstromwiedereinführung, einen Ladestrom
für den Kondensator 15 über den Kondensator 60 und den Widerstand 61 proportional v2 — V1 und
berücksichtigen daher den Ausdruck (^2 — ^1) — .
Die Anwendung dieses Verfahrens auf die dritte Annäherung, d. h. die Benutzung einer Wiederherstellungsspannung
von
„ <
T '
erfordert nur eine offensichtliche Erweiterung der -Schaltung von Fig. 4, indem zwei Netzwerke mit
einer Verzögerung eines Zeilenintervalls bei jedem und zwei Röhrenpaare verwendet werden, jedes wie
das Paar 56 und 57.
Da die Bemessung der Korrekturwerte nur von Beobachtungen abhängt, die an Gleichlaufzeichen
vorgenommen werden, die vor dem Zeilenintervall auftreten, für welche das Wiederaufbaupotential
verlangt wird, so kann in diesem Fall auf das Verzögerungssystem verzichtet werden. Dieser Umstand
gestattet einen beträchtlichen Gewinn bezüglich der Einfachheit. Fig. 5 gibt schematisch an, wie diese
Anordnung arbeitet.
Die Klemmen 10 und 13 sind über den Kondensator
15 verbunden, und Klemme 13 ist mit der Erde verbunden über Schalter 36 und Batterie 37 in Serie
wie in Fig. 4. Klemme 10 wird indessen zu einem der drei Kontakte 62, 63, 64 geführt, im vorliegenden
! Fall 62. Verbunden mit diesen Kontakten ist ein rotierendes System von drei Beobachtungskondensatoren
65, 66, 67, die sich im Uhrzeigersinn drehen und in einer Sternschaltung mit geerdetem Mittelpunkt
verbunden sind. Die freien Belegungen erhalten periodisch Kontakt mit den Punkten 62, 63, 64 mittels
Bürsten, die durch Pfeile dargestellt sind. Die Kontakte 62 und 63 sind mit der Vorrichtung 68 verbunden,
die ein Röhrenpaar enthält, welches in genau derselben Weise angeordnet ist wie beispielsweise
die Röhren 56 und 57 in Fig. 4, und dieselbe Aufgabe haben. Von dem Ausgang dieser Vorrichtung ist
eine Verbindung hergestellt durch einen großen Kondensator und Widerstand 70 und 71 zur Klemme 13.
Die Kontakte 63 und 64 sind mit der Klemme 13 in ganz ähnlicher Weise verbunden, in diesem Fall über
die Vorrichtung 69, die der Vorrichtung 68 entspricht, und über den Kondensator 72 und den Widerstand 73.
Sobald der erste Gleichlaufimpuls den Kondensator 15 erreicht, wird der Schalter 36 geschlossen, so daß
der Kondensator 15 auf ein Potential V1 aufgeladen
ist. Kondensator 67 erhält ebenso eine Ladung, die von V1 abhängt. Gerade bevor das nächste Gleichlaufzeichen
den Kondensator 15 erreicht, dreht sich die Kondensatoranordnung um 1200, so daß jetzt
Kondensator 67 mit Kontakt 63 verbunden ist, Kondensator 66 mit Kontakt 64 und Kondensator 65
mit Kontakt 62. Da Kondensator 67 noch seine Ladung trägt, wird er den Kontakt 63 auf ein
Potential bringen, das von V1 abhängt. Sobald der
zweite Gleichlaufimpuls Kondensator 15 erreicht, ist der Schalter 36 wieder geschlossen, so daß Kondensator
15 jetzt auf ein Potential v2 aufgeladen
wird. Kondensator 65 erhält ebenfalls eine Ladung, die von v2 abhängt. Gerade bevor das dritte Gleichlaufzeichen
den Kondensator 15 erreicht, dreht sich die Kondensatoranordnung wieder um 120°. Wenn
der dritte Impuls ankommt, wird der Schalter 36 wieder geschlossen, so daß der Kondensator 15
jetzt auf ein Potential. V3 aufgeladen wird. Kondensator
66 erhält ebenfalls eine Ladung, die von νΆ
abhängt, und Kondensator 65 behält eine Ladung, die von v2 abhängt. Die Stellung ist jetzt so, daß
Kondensator 67 eine Ladung hat, die von U1 abhängt
und mit Kontakt 64 verbunden ist, Kondensator 66 eine Ladung hat, die von νΆ abhängt und mit Kontakt
62 verbunden ist, und Kondensator 65 eine Ladung hat, die von v2 abhängt und mit Kontakt 63 verbunden
ist. Da die Vorrichtung 68 mit den Kontakten 62 und
63 verbunden ist, so erhält der Kondensator 15 einen
Ladestrom, der proportional v3 — v2 ist. Durch die
gleichartige Vorrichtung 69 erhält der Kondensator 15 ebenfalls einen Ladestrom, der proportional v2 — V1
ist. Indem man die Verstärkung der beiden Vorrichtungen 68 und 69 passend einstellt, ebenso wie die
Widerstände 71 und 73, kann, wie vorher beschrieben, iao
erreicht werden, daß das Potential des Kondensators 15 den richtigen Wert über das Zeilenintervall hat. Für
die nachfolgenden Gleichlaufimpulse setzt sich die Wirkungsweise entsprechend fort.
In Fig. 6 ist angegeben, wie diese Schaltung in der 1*5
Praxis verwendet werden kann, ohne bewegliche,
mechanische Teile zu verwenden. Diese Anordnung ist identisch mit der von Fig. 5, ausgenommen, daß die
Kontakte 62, 63, 64 durch Leitungen ersetzt sind, die dieselben Bezugsnummern haben, während die Kondensatoren
65, 66 und 67 jetzt fest angebracht und die Bürsten durch die dargestellte Anordnung von
Schaltern ersetzt sind. Die Schalter 75, 76, 77 können die Kondensatoren 65, 66, 67 mit der Leitung 62 verbinden.
Schalter 78, 79, 80 haben eine ähnliche Aufgäbe mit Rücksicht auf die Leitung 63, ebenso wie
os die Schalter 81, 82, 83 mit Bezug auf die Leitung 64
haben. Schalter 74 verbindet die Klemme 10 mit Leitung 62. Die verschiedenen Schalter können, wie
bereits besprochen, aus geeigneten Röhrenkreisen bestehen.
Sobald der erste Gleichlaufimpuls den Kondensator 15 erreicht, werden die Schalter 74, 36 und 75 geschlossen.
Dadurch wird Kondensator 15 auf das Potential V1 aufgeladen und gibt Kondensator 65 eine
Ladung, die von demselben Potential abhängt. Bevor das folgende Zeilensignal beginnt, wird Schalter 74
geöffnet. Bei dem zweiten Gleichlauf impuls werden die Schalter 74, 36, 76 und 78 geschlossen, und 74
wird wieder geöffnet, bevor das Zeilensignal beginnt.
Kondensator 66 hat dann eine Ladung, die von dem Potential v2 abhängt, und Kondensator 65 behält
seine Ladung, die von V1 abhängt. Bei dem dritten
Gleichlaufimpuls werden die Schalter 74, 36, 77, 79 und 81 geschlossen, und 74 wird geöffnet, bevor das
Zeilensignal beginnt. Dieses hinterläßt Kondensator65 mit einer Ladung, die von U1 abhängt, Kondensator 66
mit einer Ladung, die von V2 abhängt, Kondensator 67
mit einer Ladung, die von va abhängt, und Kondensator
15 mit einem Potential, das gleich v3 ist. Desgleichen
wird Vorrichtung 68 mit den Kondensatoren 67 und 66 verbunden und gibt deshalb dem Kondensator 15
einen Ladestrom, der proportional v3 — v2 ist, während
Vorrichtung 69 mit den Kondensatoren 66 und 65 verbunden wird und deshalb einen Ladestrom an
Kondensator 15 abgibt, der proportional v2 — V1 ist.
So kann die genaue Potentialdifferenz am Kondensator 15 über das Zeilenintervall hinweg gehalten
werden, und für nachfolgende Gleichlaufimpul.se beginnt der Schaltervorgang von vorn.
Der Nachteil dieser Schaltung ist, daß sie offensichtlich sehr schwerfällig ist. Eine weitgehende
vereinfachte Anordnung ist in Fig. 7 dargestellt. Von den Kondensatoren 65,66 und 67 ist, wie vorher, je eine
Belegung an Erde gelegt, aber die entgegengesetzten Belegungen sind fest mit den Leitungen 62, 63, 64
verbunden. Die frühere Schaltanordnung ist durch die drei Schalter 84, 85, 86 ersetzt, und die beiden Röhren
87 und 88 haben Kathodenwiderstände 93 und 94. Schalter 84 verbindet Klemme 10 mit der nichtgeerdeten
Belegung des Kondensators 65 und dem Gitter 89 der Röhre 87. Schalter 85 verbindet die
Kathode 91 der Röhre87 mit der ungeerdeten Belegung des Kondensators 66 und dem Gitter 90 der Röhre 88.
In ähnlicher Weise verbindet Schalter 86 die Kathode 92 der Röhre 88 mit der nichtgeerdeten Belegung des
Kondensators 67.
Beim ersten Gleichlaufzeichen wird der Schalter 84 geschlossen und dann wieder geöffnet. Auf diese
Weise wird dem Kondensator 65 eine Ladung erteilt, die von dem Potential V1 abhängt. Wie in den vorangehenden
Fällen wird der Schalter 36 benutzt, um Kondensator 15 das genaue Potential V1, v2, v3 usw.
je nach der Sachlage zu geben, und seine Verwendung braucht deshalb nicht nochmals angegeben zu werden.
Wenn das zweite Gleichlaufzeichen ankommt, so wird der Schalter 85 zunächst geschlossen. Da
Röhre 87 eine Röhre ist, bei der das Kathodenpotential dem Gitterpotential folgt, so wird infolgedessen
Kondensator 66 im wesentlichen auf die gleiche Spannung wie Kondensator 65 aufgeladen.
Schalter 85 wird dann geöffnet und Schalter 84 kurzzeitig geschlossen und wieder geöffnet, wodurch
der Kondensator 65 eine Ladung bekommt, die von vt abhängt. So hat Kondensator 66 jetzt eine Ladung,
die von V1 abhängt, und Kondensator 65 eine solche,
die von v2 abhängt. Sobald der nächste Impuls eintrifft,
ist der Schalter 86 zunächst geschlossen, so daß Kondensator 67 eine Ladung erhält, die von V1 abhängt.
Schalter 86 wird dann geöffnet, und Schalter 85 ist geschlossen, wodurch Kondensator 66 eine
Ladung erhält, die von v2 abhängt. Schalter 85 wird dann geöffnet und Schalter 84 geschlossen und
wieder geöffnet, wodurch Kondensator 65 eine Ladung erhält, die von v3 abhängt. So hat Kondensator 67
eine Ladung, die von V1 abhängt, Kondensator 66 eine Ladung, die von v2 abhängt, und Kondensator 65
eine Ladung, die von i>3 abhängt. Auf diese Weise ist
derselbe Stand erreicht wie mit der früheren und komplizierteren Schaltanordnung.
Die Reihe der Schaltoperationen muß durchgeführt sein, bevor der Gleichlaufimpuls vorüber ist, und
das kann erreicht werden, indem der Impuls über ein Verzögerungsnetz geleitet wird. Über dieses Netzwerk
sind drei Röhren in Brücke gelegt, die die Schalter 84, 85, 86 zum Ansprechen bringen. Sobald
der Impuls eine Röhre erreicht, wird der entsprechende Schalter veranlaßt, zu arbeiten. Indem man die
Anzapfpunkte in passender Weise auswählt, kann man erreichen, daß die verschiedenen Operationen
zu den richtigen Zeiten stattfinden. Die Anordnung solch eines Verzögerungsnetzwerkes und eine solche
Schalteinrichtung sind schon in Verbindung mit der Klammergleichstromwiedereinführung beschrieben
worden, z. B. im britischen Patent 449 242.
Die Grundlage der beschriebenen Anordnung ist,-wie erwähnt, die Beobachtung der Größe von Gleichlaufimpulsen.
Indessen, wie bereits vorher angegeben, besteht eine andere Möglichkeit darin, den Pegel
des kurzen Schwarzintervalls zu beobachten, welches auf jeden Gleichlaufimpuls folgt und dem Zeilensignal
vorangeht. Die vorangehenden Anordnungen lassen sich alle in gleicher Wreise gut auf diesen Fall anwenden,
nur müssen die verschiedenen Schalter während des Schwarzint ervalles geschlossen werden
anstatt während der Dauer des Gleichlaufimpulsint ervalles.
Es ist in einigen Fällen möglich, die Anordnungen zur Wiedereinführung mit Verzögerung und Extrapolation
mit Vorteil zu kombinieren. Zum Beispiel zeigt Fig. 3 ein Verfahren, um Gleichstromwiedereinführung
rrjit Verzögerung anzuwenden, bei dem
drei aufeinanderfolgende Gleichlaufimpulse gemessen werden. Diese Werte werden durch zwei Verzögerungsnetzwerke
erhalten, von denen jedes eine Verzögerung gibt, die gleich dem Intervall zwischen den
Gleichlaufimpulsen ist. Wenn Vx, V2 und v3 die drei
beobachteten Wiederherstellungspotentiale sind, dann wird v2 mit Hilfe eines Verzögerungsnetzwerkes
gewonnen und v.t mit Hilfe von zwei Verzögerungsnetzwerken. Das Wiederherstellungspotential, das
ίο von diesen gewonnen wird, wird zur Korrektur verwendet in dem Zeilenintervall zwischen ^1 und t/2.
Man kann indessen, an Stelle das Potential V3 zu
beobachten, den Gleichlaufimpuls beobachten und aufzeichnen, der vor dem liegt, der das Potential ^1
gibt, so daß man ein Korrekturpotential v0 gewinnt.
Das kann man machen, indem man die Anordnungen verwendet, die für Gleichstromwiedereinführung mit
Extrapolation beschrieben sind. Dann können die Potentiale I0, r, und v2 verwendet werden, um das
Wiederaufbaupotential für das Zeilenintervall zwischen den Impulsen entsprechend V1 und v2 zu bilden, anstatt
die Potentiale V1, v2 und V3, wie vorher, zu verwenden.
Der Vorteil davon ist, daß jetzt das zweite Verzögerungsnetzwerk nicht benötigt wird. Bei
den mit Extrapolation arbeitenden Anordnungen kann das Wiederherstellungspotential an jeden Teil
der Übertragungsleitung herangebracht werden, über den die Signale übertragen werden, entweder vor oder
nach dem Punkt, von welchem das Korrektursignal gewonnen wird.
Die Erfindung kann ebenfalls verwendet werden, um die Wirkung von Änderungen in der Verstärkung
eines Fernsehkanals auszugleichen, wie sie z. B. auftreten a) in einem langen Kabelabschnitt infolge
Änderungen in der Verstärkung und b) in einem Funkabschnitt infolge Fading (vgl. britisches Patent
458 585). Damit dieses möglich ist, ist es notwendig, Signale zu benutzen, die mindestens zwei sich wiederholende
Teile haben, bei welchen der Pegel bekannt ist. Die Fernsehsignale erfüllen diese Forderung, da,
wie schon angegeben, die Gleichlaufsignale und die folgenden Schwarzpegelperioden festgelegte und bekannte
Größen haben.
Wir wollen einen Kanal betrachten, über welchen Fernsehsignale übertragen werden. Beim Eingang
des Kanals haben die Gleichlaufsignale und das Schwarzpegelsignal festgelegte und bekannte Größen,
so daß die Pegeldifferenz zwischen den beiden Signalen bekannt ist. Wir nehmen an, daß diese
Pegeldifferenz zwischen Gleichlauf- und Schwarzpegelsignalen als Bezugsgröße genommen wird. Wenn
dann die Verstärkung des Kanals Null ist, wird die Bezugsgröße dieselbe am Ausgang wie am Eingang
sein. Wenn eine Dämpfung oder Verstärkung insgesamt in dem Kanal vorhanden ist, dann wird die
Bezugsgröße am Ausgang des Kanals kleiner oder größer als die Bezugsgröße am Eingang sein. Wenn
man die Gesamtdämpfung oder Verstärkung des Kanals kennt, so ist es möglich, die zugehörige
Spannung am Ausgang zu bestimmen. Wenn sich jetzt die Verstärkung des Kanals aus irgendeinem
Grunde ändert, so wird sich die Bezugsgröße beim Ausgang von dem erwarteten Werte um einen Betrag
unterscheiden, der proportional der Änderung der Verstärkung ist. Wenn man infolgedessen die Änderung
in der Bezugsgröße am Ausgang der Verbindung mißt, ist es möglich, die Änderung zu bestimmen, die
in der Verstärkung des Empfangsverstärkers notwendig ist, um die Änderung in der Verstärkung des
Kanals auszugleichen. Es ist bekannt, daß Verstärker mit veränderlicher Verstärkung ausgeführt
werden können, deren Verstärkung durch ein veränderliches Gitterpotential gesteuert wird. Auf diese
Weise ist es möglich, zu erreichen, daß die Größe der Bezugsspannung am Ausgang des Kanals als Gitterpotential
für einen Verstärker mit veränderlicher Verstärkung dient, und so die Verstärkung des Verstärkers
zu verändern, daß die Gesamtverstärkung des Kanals im wesentlichen konstant bleibt.
Es sind verschiedene Anordnungen oben beschrieben zur Messung und Aufzeichnung eines Spannungspegels, der entweder der Pegel des Gleichlaufzeichens
oder der Schwarzpegel war. Wenn man die Erfindung auf automatische Verstärkungsregelung anwendet,
so ist das, was man messen und aufzeichnen muß, nicht der Pegel des Gleichlaufsignals oder der Schwarzpegel,
sondern die Differenz zwischen beiden. Mit anderen Worten ist es notwendig, die Differenz der
beiden Spannungen zu wissen. Zu diesem Zweck ist es möglich, die Gleichlaufsignalspannung durch eines
der Hilfsmittel, die oben beschrieben sind, zu messen und aufzuzeichnen und dann dasselbe für die Schwarzpegelspannung
zu machen. Es ist dann notwendig, die Differenz zwischen diesen beiden Pegeln zu
gewinnen, was durch einen Verstärker geschehen kann, der ähnlich dem ist, der in Fig. 2 dargestellt ist,
wo das Anodenpotential einer dieser Röhren gleich der Differenz zwischen den Spannungen ist, die
an die beiden Gitter angelegt werden.
Wenn man eine Spannung auf diese Weise gewonnen hat, die proportional der Bezugsgrößenspannung ist,
so kann sie als Gitterspannung in bekannter Weise an einen Verstärker mit veränderlicher Verstärkung
angelegt werden.
Wenn die Bezugsgröße am Ende jedes Zeilensignals gemessen ist und die so erhaltene Spannung dazu
verwendet wird, die Verstärkung eines Verstärkers mit veränderlicher Verstärkung auf einen konstanten
Wert für das gesamte folgende Zeilensignal zu regulieren, dann stellt dieses nichts weiter als eine der
schon bekannten Arten der automatischen Verstärkungsregulierung dar. Solche Anordnungen arbeiten
zufriedenstellend, wenn die Verstärkung des Kanals sich so langsam ändert, daß keine merkliche
Verstärkungsänderung während der Dauer eines Zeilensignals eintritt. Ist indessen die Änderung der
Verstärkung so schnell, daß sie nicht als konstant über ein Zeilensignal angenommen werden kann, dann
sind die oben vorgeschlagenen Anordnungen zur automatischen Verstärkungsregelung nicht langer
anwendbar. In solchem Fall kann die vorliegende Erfindung mit Erfolg angewendet werden. In diesem
Fall wird die Bezugsgröße für eine Anzahl von aufeinanderfolgenden Zeilensignalen beobachtet und aufgezeichnet
in genau derselben Weise, wie sie oben für Gleichlaufzeichen beschrieben war bei der Wiederein-
führung der Gleichstromkomponente. Ein sich änderndes Gitterpotential wird dann eingeführt in Übereinstimmung
mit irgendeiner der Anordnungen, die soeben in Verbindung mit der Gleichstromwiedereinführung
beschrieben sind.
Das so erhaltene Gitterpotential wird sich dann über das Intervall eines Zeilensignals in der Weise
ändern, daß die Verstärkung des veränderlichen Verstärkers, der dadurch gesteuert wird, sich so ändert,
ίο daß die Gesamtverstärkung des Kanals über das
Zeilenintervall konstant gehalten wird. Es ist ersichtlich, daß entweder Anordnungen mit Verzögerung,
d. h. mit Interpolation, verwendet werden, bei welchen die Zeilensignale verzögert werden, oder
Anordnungen mit Extrapolation, bei welchen die notwendigen Gleichlaufschwarzpegelspannungen beobachtet
werden.
Es ist ebenso ersichtlich, daß die Verstärkungsregelung auf diese Weise ausgeführt werden kann,
ao während gleichzeitig die Anordnungen dieser Erfindung zur Gleichstromwiedereinführung oder Störbeseitigung
verwendet werden sollen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE:i. System zur übertragung elektrischer Signale mit wiederkehrenden Festpegel- oder Bezugswerten, in dem im Laufe der Übertragung der Signale unerwünschte Veränderungen auftreten, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel verwendet werden zur Erzeugung eines Korrektursignals, das eine im wesentlichen stetige Funktion der Zeit und abhängig von der gleichzeitig beobachteten Größe einer Mehrzahl verschiedener fester Pegel- oder Bezugswerte ist, und dadurch, daß das Korrektursignal dazu verwendet wird, im wesentlichen die erwähnten unerwünschten Veränderungen in den betreffenden Signalen auszugleichen.2. System nach Anspruch 1, bei dem die Signale im wesentlichen gleichförmig wiederkehrende Festpegel- oder Bezugswerte haben und bei dem im Laufe der Übertragung die Gleichstrom- und N'iederfrequenzkomponenten der Signale nicht mit den ihnen eigenen Amplituden übertragen jwerden oder in welche Störkomponenten niederer Frequenz induziert werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Korrektursignal dazu verwendet wird, im wesentlichen die Dämpfung der Gleichstrom- und Niederfrequenzkomponenten zu korrigieren und im wesentlichen besagte Störkomponenten zu entfernen. I3. System nach Anspruch 1 mit im wesent- \ liehen gleichförmig wiederkehrenden Paaren von ι Festpegel- oder Bezugswerten verschiedener Am- | plituden, in dem im Laufe der Übertragung der Pegel der obenerwähnten Signale einer Veränderung unterworfen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Korrektursignal in Abhängigkeit von den gleichzeitig beobachteten Differenzen der Amplituden einer Mehrzahl der besagten Paare gebildet wird und dazu verwendet wird, die Verstärkung eines Verstärkers zu steuern, der in den Strompfad eingeschaltet ist, über welchen die erwähnten Signale übertragen werden zum Zwecke, die Veränderung in dem Pegel der erwähnten Signale auszugleichen.4. System nach Anspruch 1, 2 oder 3 zur Übertragung von Fernsehsignalen, welche Gleichlaufimpulse und/oder Schwarzpegelwerte enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß die erwähnten festen Bezugswerte durch Gleichlaufimpulse oder die erwähnten Schwarzpegelwerte der Fernsehwellenzüge oder beide gebildet sind.5. System nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die obenerwähnten Mittel eine Verzögerungseinrichtung enthalten mit einer Verzögerungszeit, die im wesentlichen der Periode zwischen den erwähnten stetig wiederkehrenden festen Bezugswerten oder einem ganzen Vielfachen hiervon entspricht, daß ferner die Verzögerungseinrichtung in den Strompfad eingeschaltet ist, über welchen die erwähnten Signale übertragen werden, und daß das erwähnte Korrektursignal ganz oder teilweise aus den festen Bezugswerten der erwähnten Signale gewonnen wird, die am Eingang und Ausgang der erwähnten Verzögerungseinrichtung erscheinen, und in dem Strompfad hinter der erwähnten Verzögerungseinrichtung angelegt wird.6. System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die erwähnte Verzögerungseinrichtung so gebaut und angeordnet ist, daß das erwähnte Korrektursignal sich im wesentlichen linear mit der Zeit zwischen zwei festen Bezugswerten ändert.7. System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die erwähnte Verzögerungseinrichtung so gebaut und angeordnet ist, daß das erwähnte Korrektursignal sich im wesentlichen parabolisch mit der Zeit zwischen zwei festen Bezugswerten ändert, und daß es von den Pegeln derselben und dem eines dritten folgenden Bezugswertes abhängt.8. System nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungseinrichtung in einem Abzweig des übertragungspfades liegt, über den die erwähnten Signale übertragen werden, und derart ausgebildet ist, daß das erwähnte Korrektursignal ganz oder teilweise von den festen Bezugswerten dei erwähnten Signale gewonnen wird, die am Eingang und Ausgang der erwähnten Verzögern ngsein· , richtung auftreten.9. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die erwähnte Einrichtung so gebaut und angeordnet ist, daß das erwähnte Korrektursignal, das sich im wesentlichen linear mit der Zeit zwischen zwei festen Bezugsteilen ändert, von dem Pegel des vorausgehenden und eines anderen Bpzugswertes, der den erwähnten beiden Bezugswerten vorausgeht, abhängt.10. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die erwähnte Verzögerungseinrichtung so gebaut und angeordnet ist, daß sich das erwähnte Korrektursignal im wesentlichen parabolisch mit derZeit zwischen den zwei festen Bezugs-werten ändert und von dem Pegel des vorausgehenden und zweier anderer fester Bezugswerte abhängt, die den beiden erwähnten Bezugswert en vorausgehen.ii. System nach Anspruch i, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß außer der in den Übertragungspfad für die erwähnten Signale eingeschalteten Verzögerungseinrichtung eine weitere Verzögerungseinrichtung von dem erwähnten Übertragungspfad abgezweigt ist, deren Eingang mit dem Ausgang der ersten Verzögerungseinrichtung verbunden ist, daß ferner jede der Ver zögerungseinrichtungen eine Verzögerungszeit hat, die gleich dem Zeitintervall ist zwischen den erwähnten festen Bezugswerten oder einem ganzen Vielfachen davon, und daß das Korrektursignal ganz oder teilweise aus festen Bezugswerten der erwähnten Signale gewonnen wird, die an den Eingängen und Ausgängen der Verzögerungseinrichtungen auftreten. ao12. System nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erwähnte Korrektursignal in einem Kondensator erzeugt wird, der in Serie in den Übertragungspfad für die erwähnten Signale geschaltet ist, und daß die erwähnten festen Bezugswerte beobachtet werd.en in Verbindung mit wenigstens einem anderen Kondensator, der zur Beobachtung der festen Bezugswerte angeordnet ist, die den festen, durch den erwähnten Serienkondensator beobachteten Bezugswerten vorangehen oder folgen.13. System nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungseinrichtung ein Verzöge- 3ϊ rungsnetzwerk ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen© 3795 3.
Applications Claiming Priority (1)
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| IT454467A (de) * | 1944-12-26 | |||
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- 1939-10-26 US US301324A patent/US2284085A/en not_active Expired - Lifetime
- 1939-12-18 FR FR862398D patent/FR862398A/fr not_active Expired
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1947
- 1947-12-29 NL NL137633A patent/NL81368C/xx active
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1950
- 1950-09-21 DE DEE2160A patent/DE836045C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL81368C (de) | 1956-05-15 |
| GB521744A (en) | 1940-05-30 |
| FR862398A (fr) | 1941-03-12 |
| US2284085A (en) | 1942-05-26 |
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