DE833859C - Mengenzaehler fuer in Rohrleitungen stroemende Mittel mit Umschaltvorrichtung fuer zwei Messbereiche - Google Patents

Mengenzaehler fuer in Rohrleitungen stroemende Mittel mit Umschaltvorrichtung fuer zwei Messbereiche

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DE833859C
DE833859C DEG1247A DEG0001247A DE833859C DE 833859 C DE833859 C DE 833859C DE G1247 A DEG1247 A DE G1247A DE G0001247 A DEG0001247 A DE G0001247A DE 833859 C DE833859 C DE 833859C
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    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F7/00Volume-flow measuring devices with two or more measuring ranges; Compound meters

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Description

  • Mengenzähler für in Rohrleitungen strömende Mittel mit Umschaltvorrichtung für zwei Meßbereiche Die vorliegende Erfinding bezieht sich auf Mengenzähler für in ltohrleitungen strömende Mittel mit umschaltvorrichtung für zwei Meäbereiche, und zwar insbesondere auf die selbsttätige Steuerung dieser UTmschaltvorrichtung.
  • Es ist bei Mengenzählen für strömende Mitttel bekannt, in Abhängigkeit von der Durchflußstärke. z. B. hei Unter- oder Überschreitung eines bestimmten Betrages derselben, mit Hilfe einer selbsttätig gesteuerten Schalteinrichtung eine Umschaltung der Messung auf den unteren oder ol,eren Teil des Meßbereichs vorzunehmen und sich für diese Umschaltung eines in der Zuleitung angeordneten Ventils zu bedienen, bei dessen Schließung der Meßmittelstrom durch eine vor dem Ventil angeschlossene Neben leitung einem kleinen Nebenzähler zugeleitet wird, welcher der Erfassung des unteren Teils des N1eßbereicbs dient. Dabei wird der Umschaltvorgang vorzugsweise durch ein drehzahlvergleichendes Differentialgetriebe gesteuert. welches von der einen Seite durch die Zählerwelle mit einer ihrer Drehzahl proportionalen Geschwindigkeit, von der anderen Seite mit einer der Umschaltdurchflußstärke entsprechenden konstanten Vergleichsgeschwindigkeit angetrieben wird, wobei der Ausschlag der Planetenradwelle, gegebenenfalls über einen Servomotdr, das Schaltglied steuert.
  • Diese bekannten Einrichtungen genügen jedoch den Anforderungen der Meßpraxis in keiner Weise und bringen insbesondere in betriebstechnischer Hinsicht schwerwiegende Nachteile. Einmal weil bei ihnen eine einwandfreie Steuerung des Schaltvorgangs vielfach nicht gewährleistet ist, zum anderen. weil bei ihnen zur Erzeugung der konstanten Vergleichsdrehzahl Hilfsvorrichtungen (Federuhrwerke, Synchronmotoren u. dgl.) erforderlich werden. welche fremder Antriebsenergie bedürfen, deren Funktion dem Einfluß von Zufälligkeiten (Stromzufuhr, Eingriffen von außen usw.) unterliegt. und die daher zusatzliche Sicherheits-und Überwachungsmaßnahmen notwendig machen.
  • Für Umschaltvorrichtungen hei Woltmann-Zählern konimen diese bekannten Steuervorrichtungen aus den gleichen Gründen nicht in Betracht.
  • Bei Woltmannh-Zählern sind nun auch schon Umschaltvorrichtungen zur selbsttätigen UTm stellung eines und desselben Zählers von einem auf den anderen Meßbereich bekannt. darunter auch solche mit einem Umschaltventil der vorcrwähnten Art. wobei die Nebenleitung den Meßmittelstrom über einen dem unteren Teil des Meßbereichs entsprechenden Teil des vor dem Meßrad befindlichen Drosselquerschnitts dem Meßrad zuleitet. Bei anderen bekannten Ausführungen wird l)ei der Umschaltung auf den unteren Teil des Meßbereichs eiii Teil des dem Meßrad vorgeschalteten Drosselquerschnitts durch Abdeckung ausgeschaltet und l>i der Rückschaltung wieder freigegeben.
  • Bei diesen neueren Umschaltvorrichtungen wird also dem durchströmenden Meßmittel beim Übergang der messung auf den unteren Teil des Meßbereichs ein größerer Impuls aufgezwungen. welcher etwa dem Impuls des Meßmittels im olieren Teil des Meßbereichs entspricht. I)ahei erfolgt die Umstellung unter dem Einfluß des Wirkdrucks, welcher nu dem vor dem Meßrad hefindlicllen Drosselquerschnitt entsteht. Dieser Wirkdruck ist nun bei Woltmann-Zählern, besonders in dem für <lie Umschaltung in Betracht kommenden Bereich. meist so gering, daß zur Gewinnuing der erforderlichen Kräfte unverhältnismäßig große membran- oder Kolbenflächen fiir den VEntilschalter notwendig werden.
  • Außerdem hat das Ansprechen des Ventilschalters zur Voraussetzung, daß sich der an sich schon geringe Wirkdruck um ein bestimmtes Nlin (lestlnaß ändert. Das bedeutet aber. insbesondere bei \ Niederdruckzählern. eine erhebliche Verschiebung der Durchflußstärke gegenüber dem für die Umschaltung gewählten Betrag. Dieser Betrag ist so gewählt. daß sich die Messung iii beiden Teilen des Meßbereichs innerhalb der eich-behördlich zugelassenen Toleranzen liewegt. eine Voraussetzung. die aber bei der vorerwähnten Verschiebung nicht mehr erfüllt werden kann.
  • Durch die vorliegende Erfindung wird eine Umschaltvorrichtung geschaffen, welcher die Mängel der bekannten Einrichtungen nicht anhaften und welche sich insbesodnere audi für Woltmann-Zähler mit zwei Meßbereichen oder solche Verbundzähler eignet. von denen der eine, welcher den oberen Teil des Meßbereichs erfaßt, ein \Voltmann-Zähler ist.
  • Die Erfindung bezieht sich im hesonderen auf Umschaltvorrichtungen, bei denen als Antrieb des Schaltgliedes (Ventil. Abdeckplatte am DrosselquerschnittA) ein Servomotoor mit vom Betriebsdruck angetriebenen Verstellglied (Kolben, Membran od. dgl.) und als Steuerung für die Zufuhr des Betriebsdrucks zum Servomotor ein drehzahlvergleichendes Differentialgetriebe dient. welches von der einen Seite durch die Zahlerwelle mit einer ihrer Drehzahl proportionalen ii geschwind igkeit. von der anderen Seite mit einer der gewollten Umschaltdurchflußstärlke entsprechenden konstanten VErgleichsgeschwindigkeit angetrieben wird.
  • Die Erfindung bestcvht inl wesentlichen darin. daß das drehzahlvergleichende Differentialgetriebe drei Sonnen räder besitzt, je die al le drei oei ihren Antrieh von der Zählerwelle empfangen, das mittlere über eine Schleifkuppiung. wobei seine Drehgeschwindigkeit durch eine Unruhe konstant gehalten wird. die beiden äußeren unter Zwischenschaltung je einer Übersetzung. die beim einen ein Vialfaches derjenigen heini anderen beträgt. und daß die Verschwenkung der Kreuzwellen der beiden zugehörigen Planetenräder beim einen im einen, heim anderen im umgekehrten Sinne steuernd auf die Schaltung wirkt.
  • Bei der erfindungsgemäßen ausbildung der Steuerung leiten bereits Gangunterschiede zwischen der konstanten Vergleichsgeschwindigkeit und der jeweiligen Geschwindigkeit der Zählerwelle in der Größenordnung geringer Bruchteile eines Prozents mit Sicherheit die Umschaltung ein. Es tindet daher auch praktisch keine Verlagerung des Umschaltpunkts statt. so daß sich die Umschaltung ohne Änderung des Fehlarwerts vollzieht. welcher bei Berücksichtigung der Eichtoleranzen für beide Meßbereiche für die Wahl <lc 1 Umschaltpunkts maßgebend war Dabei wird rd die zur Steurerung der Umschaltvorrichtung erforderliche Kraft vom Wirkdruck hergeleitet, jedech iiti r mittelbar ül über die vom entsprechenden Impuls abhangige Drehgeschwindigkei 1 zur Zählerwelle und es ist ion ei ii minimal ei.
  • Bruchteil der zur Verfugung stchenden Kräfte. der hier benötigt und von der Zählerwelle abgezweig@ wird. Denn die vorerwäbnte hochgradige Feinifühligkeit des erfindungsgemäßen Umsteuermechanismus erlaubt die Einschalung einer so starken Untersetzung, daß das Meßrad durch den Antrieb des mechanismus praktisch keine <1 je Fehlerkurve beeinflussende Belastung erfährt.
  • Die Erfindung und ihre Wirkungsweise sei im folgenden an Hand einiger iii der Zeichnung dar gestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
  • Fig. l zeigt in perspektivischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Steuervorrichtung für Woltmann-Zähler mit zwei Meßbereichen z. B. einer der eingangs erwähnten bekannten Bauarten.
  • Von der Zählerwelle 1 wird über ein Räderpaar 2. 3 und einen Mituehmer 4 eine chleifkupplung angetrieben. dercheine Seite 5 ihre Umdrehung über eine Zwischenlage 6 der anderen Seite 7 mitteilt, die ihrerseits auf Kugelii 8 gelagert ist. Der Kupplungsteil 7 trägt einen Stutzeio 9. in welchem eine an einem Teller 10 befestigte Spindel 11 leicht drehbar ist. Die Mitnahme des Tellers 10 durch den Kupplungsteil 7 erfolgt durch eine leder 12. Ani Teller 10 ist eine Welle 13 befestigt. auf welcher ein Zahnrad 14 Sitzt. dieses greift iii ciii Ritzel 15 ein. dessen Gang tlurch eine Unruhe tC. 17. lS über ein Hemmrad 19 konstant gehalten wird.
  • Die auf diese Weise gewonnene konstante Drehgeschwindigkeit der Welle 13 wird nun als Vergleichsgeschwindigkeit über das Räderpaar 20, 21 und die Welle 22 dem auf dieser elle befestigten mittleren Sonnenrad 23 eines mehrteiligen Differentialgetriebes übertragen. Auf der Welle 22 sind frei drehbar die weiteren Sonnenräder 24 und 25 und frei verschwenkhar die Kreuzradwellen 26 und 27 der hier als Reibräder ausgebildeten Planetenräder 28 und 20 angeordnet. Die drei Sonnenräder 23, 24, 25 werden durch die Kraft einer nicht gezeichneten Feder leicht zusammengedrückt. so daß das Anliegen der Planeten räder an den Sonnenrädern gewährleistet ist. t)ie beiden äußeren. Sonnenräder 24 und 25 empfangen ihren Antrieb ebenfalls von der Zählerwelle i . und zwar über ein Räderpaar 30. 3I und die Welle 32 sowie tlas weitere Räderpaar 33, 34 und die Welle 35. Auf dieser sind die beiden Räder 36 und 37 befestigt. von denen das Rad 36 mit dem Sonnenrad 24 unter tlas Rad 37 mit dem sonnenrad 25 des Vergleichsdifferentials im Fingriff steht, und die Anordnung ist so getroffen, daß das Übersetzungsverhaltnis zwischen den Rädern 37 und 25 ein gewolltes Vielfaches desjenigen zwischen den Rädern 36 und 24 beträgt.
  • Zur Beghrenzung der Schwenkhewegung der Kreuzradwellen 26 und 27 sind drei feste Anschläge vorgesehen. ein mittlerer. 38 dem in der Ruhestellung die Kreuzwellen 26 und 27 anliegen, die eine von der einen. die andere voll der anderen Seite, und zwei äußere. 39 und 40. zwischen denen cine Gabel 41, 42 in der einen Richtung unter der Wirkung der einen, in der anderen Richtung unter der Wirkung der anderen Kreuzradwelle verschieblich ist. Die Bewegung dieser Gabel 41, 42 wird über ein Gestänge 43 auf einen Pendelschalter übertragen. Dieser besteht aus einem Gabelpendel 44.
  • Welches bei 45 an einer Kurbel 46 leicht schwenkl>ar aufgehängt ist. deren Welle 47 ihren Antrieb von der Zählerwelle 1 über ein Räderpaar 48. 49. die Welle 50 und das Räderpaar 51, 52 empfängt. l.)as Gabelpendel 44 besitzt zwei Mitnehmer 53 und 54, welche mit einem um die Welle 55 schwenkbaren Hebel 56 zusammenwirken. Die Verdrehung der Welle 55 wird über einen Kurbeltrieb 57, 58 und das Gestänge 59 auf den steuerschieber 60 eines Servomotors übertragen. Dabei bildet die Kurbel 57, 58 zusammen mit einer an ihr befestigten Feder 61 ein Spannwerk, welches den Steuerschieber schlagartig in die jeweils einzunehmende, durch nicht gezeichnete Anschläge bestimmte. Endstellung überführt und darin festhält.
  • Als Servomotor kann lieispielsweise einer der in vielen Ausführungen bekannten Kolben- oder Membrandruckschalter dienen. dem der Betriebsdruck der Meßleitung die für die Schalthübe erforderliche Antriebsenergie liefer.t Die Ausbildung solcher Servomotoren ist nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Es sei hier nur ein Ausführungsbeispiel angegeben und so vieldarüber gesagt, wie zum guten Verständnis der vorliegenden Erfindung nützlich erscheint.
  • Fig. 2 zeigt einen solchen Servomotor. Das nicht dargestellte Schaltglied, sei es der Teller eines dem Zähler vorgeschalteten Ventils, sei es eine Abdeckplatte am Drosselquerschnitt einer der eingangs erwähnten Woltmann-Zähler-Bauarten. sitzt am Arheitsschaft 62 einer Membran 63. die in einem Gehäuse 64, 65 hin und her bzw. auf und ab lxeweglich ist. Die Hubarbeit dieses Schalters erfolgt unter der Wirkung des Betriebsdrucks der Meßleitung, welcher je nach der Stellung des Steuerschiebers 60 über eine der beiden Leitungen 66 und 67 der zugehörigen Nfembranseite zugeleitet wird. Dabei wird die Membran 63 und ihr Arbeitsschaft 62, welcher das Schaltglied betätigt, unter Verdrängung des auf der anderen Membranseite befindlichen Meßmittels von der einen in die andere Endstellung bewegt. Dieser Schaltvorgang wird durch Umsteuerung des Steuerschieber 60 seitens der erfindungsgemäßen Steuervorrichtung herbiegeführt.
  • Bei ihr (Fig. t) sind die Verhältnisse nun so zu wählen. daß die vom Uhrwerk 15. 10, 17, 18, 19 unter dem Antrieb der Zählerwelle I eingestellte konstante Drehgeschwindigkeit der Welle 13 derjenigen Teilbelastung des Zählers und damit derjenigen Drehzahl der Zählerwelle entspricht, bei welcher die Umschaltung vom einen auf den anderen Teil des Meßbereichs stattfinden soll.
  • Sinkt die Drehzahl des Zählers unter diesen Wert, so ffird die Drehgeschwindigkeit des Sonnenrades 25 kleiner als die konstante Vergleichsdrehzahl des Sonnenrades 23. Infolgedessen wird die Kreuzwelle 27 des Planetenrades 29 im Sinne der Drehrichtung des Sonnenrades 23 verschwenkt. bis sie gegen den Ast 41 der Gabel 41, 42 trifft. den sie bis zum Anschlag 39 verschiebt. Dabei nimmt sie über die Stange 43 das Gabelpendel 44 mit, dessen Mitnehmer 53 unter den Hebel 56 des Schaltwerks gelangt. Infolge der Kreisbewegung der Kurbel 46 wird das Gabelpendel 44 auch auf und ab bewegt, und der Mitnehmer 53 verschwenkt den hebel 56, wobei die Feder 61 seinen schlagartigen Übergang in die dieser Bewegung zugeordnete Endstellung bewirkt. Die Kurbel 57, 58 ist der Sichtbarkeit halber in einer etwas voreilenden Phase gezeichnet.
  • Dabei wird nun, ebenfalls schlagartig, auch der Steuerschieber 60 des Servomotors in die in Fig. 2 mit gestrichelten Linien eingetragene Stellung übergeführt, in welcher dem Servomotor das Meßmittel durch die Leitung 66 zugeführt wird, so daß dessen obenstehendes Stellglied (Membran 63) sich al>-wärts bewegt und die Umschaltung des Zählers auf den unteren Teil des Meßbereichs vollzieht.
  • Nach erfolgter Umschaltung strömt das Meßmittel nun nur noch durch einen dem unteren Teil des Meßbereichs zugeordneten Teil des dem Meßrad vorgeschalteten Drosselquerschnitts. Infolge dieser Querschnittsverringerung steigert sich aber die Strömungsgeschwindigkeit am Meßrad und damit dessen Drehgeschwindigkeit. Infolgedessen er- höht sich nun auch wieder die Drehgescllwindigkeit des Sonnenrades 25 über die Vergleichsgeschwindigkeit des Sonnenrades 23, und die Kreuzradwelle 27 wird im Sinne der Umdrehung des Rades 25 zurückverschwenkt, bis der Anschlag 38 dieser Bewegung ein Ende setzt und nur noch ein Gleiten der Räder 25, 29, 23 aneinander stattfindet.
  • Das Planetenrad 28 folgt dabei zunächst noch dem Drehsinn des Sonnenrades 23, weil das Übersetzungsverhältnis zwischen den Rädern 36 und 24 um ein Vielfaches kleiner ist als dasjenige zwischen den Rädern 37 und 25, bis sich dieKreuzradwelle26 am Anschlag 38 anlegt.
  • Steigt nun die Durchflußstärke wieder an, so steigt auch die Drehzahl des Sonnenrades 24 weiter an. Infolge der gewählten kleinen Übersetzung zwischen den Rädern 36 und 24 erreicht sie die Größe der Vergleichsgeschwindigkeit des Sonnenrades 23 etwa dann, wenn die Drehgeschwindigkeit der Zählerwelle im unteren Teil des Meßbereichs eine Größenordnung annimmt, welche etwa der größten Belastung des Zählers im oberen Teil seines Meßbereichs entspricht.
  • Bei weiterem Ansteigen derDurchflußstärke folgt das Planetenrad 28 der Drehbewegung des Sonnenrads 24 unter entsprechender Verschwenkung der Kreuzradwelle 26. Diese trifft dabei auf den Ast 42 der Gabel 4', 42, die sie bis an den festen Anschlag Ao verschiebt. Bei dieser Bewegung wird das Gabelpendel 44 im entsprechenden Sinne verschwenkt, und bei seiner Aufundabbewegung ergreift der Mitnehmer 54 den Hebel 56, dessen Stellung jetzt um etwa go0 von der gezeichneten Stellung abweicht, und legt ihn unter Überwindung der Spannung der Feder 61 um.
  • Dadurch wird zugleich auch der Steuerschieber 6o in die gezeichnete Stellung zurückgeschaltet, in welcher er den Betriebsdruck des Meßmittels über die Leitung 67 auf die Unterseite der Membran 63 des Servomotors leitet, während der Raum oberhalb der Membran durch die Leitung 66 entleert wird. Die Membran 63 bewegt sich demzufolge nunmehr aufwärts und nimmt über den Arbeitsschaft 62 die Rückschaltung in der beschriebenen Weise vor. Danach kann nun wieder der gesamte dem Meßrad vorgeschaltete Drosselquerschnitt vom Meßmittelstrom durchflossen werden, und die wieder sinkende Strömungsgeschwindigkeit am Meßrad läßt auch dessen Drehgeschwindigkeit wieder zurückgehen.
  • Die Übersetzungen zwischen den Rädern 37 und 25 einerseits und den Rädern 36 und 24 andererseits sind so gewählt, daß zwischen der Geschwindigkeit des Meßrads nach vollzogener Umschaltung im einen Sinne und der Geschwindigkeit, bei welcher die Umschaltung im entgegengesetzten Sinne erfolgt, eine Differenz verbleibt, derzufolge bei der nach der Umschaltung eintretenden Veränderung der Impulsverhältnisse am Meßrad ein ordnungswidriges Zurückschalten nicht stattfinden kann.
  • Natürlich sind die Übersetzungen zum Zählwerk hin dem jeweils wirksamen Drosselquerschnitt anzupassen. Dies kann z. B. einfach in der Weise erfolgen, daß durch die Äfembran 63 des Servomotors zugleich ein nicht gezeichnetes, verstellbares Übersetzungsgetriebe geschaltet wird. welches in den Zählwerksantrieb eingebaut ist.
  • Die Erfindung ist nicht an das oben beschriebene Ausführungsbeispiel gebunden und kann auch in verschiedener anderer Weise verwirklicht werden.
  • So kann man z. B. an Stelle der Reibräder 28 und 29 auch gewöhnliche Zahnräder verwenden.
  • In diesem Falle würde der Anschlag 3Si in Wegfall kommen und die Verschwenkung der entsprechend zu verkürzenden Kreuzradwellen 26 und 27 über Rutschkupplungen auf die Äste der Gabel 41, 42 wirksam gemacht werden könnten.
  • Ferner kann man beispielsweise das erfindungsgemäß Vergleichsdifferential aus zwei gewöhnlichen Differentialgetrieben zusammenbauen, indem man ein Sonnenrad des einen mit einem Sonnenrad des anderen kuppelt, wobei das Paar gekuppelter Sonnenräder an die Stelle des mittleren Sonnenrades 23 bei der Ausführung nach Fig. 1 tritt.
  • Die erfindungsgemäße Umsteuervorrichtung ist auch bei Verbundschaltungen von Mengenzählern anwendbar, und zwar nicht nur in solchen Fällen, in denen der Hauptzähler ein M7oltmann-Zähler ist, sondern auch dann, wenn der Hauptzähler irgendein beliebiger Mengenzähler für strömende Mittel, z. B. ein Drehkolbenzähler od. dgl., ist.
  • Bei Verbundschaltungen erfolgt der Antrieb der Welle I zweckdienlich mittels eines tSberholungsgetriebes seitens der beiden in Verbundschaltung befindlichen Zähler derart, daß der jeweils schneller laufende Zähler den Antrieb übernimmt.
  • Ein solches Uberholungsgetriebe ist in beispielsweiser Ausführung in Fig. 3 der Zeichnung perspektivisch dargestellt.
  • Es besteht hier aus einem Paar nach Art der Sonnenräder eines Differentialgetriebes frei drehbar auf der Welle I gelagerter Sperräder68, 69, von denen das eine über Räder 70, 71 vom ZählerA und das andere über Räder 72, 73 vom Zähler B angetrieben wird. Die Sperräder 68, 69 wirken mit zwei Klinken 74,/5 zusammen, die gleichsinnig gerichtet an einer T-förmigen Kurbel 76 sitzen, welche zwischen den Sperrädern 68, 69 auf der Welle 1 befestig; ist und ihr den Antrieb) liefert.
  • Läuft der Zähler A schneller. dann erfolgt der Antrieb über die Klinke 74. während die Klinke 7j über die Zähne des Slierrades 69 gleitet. Läuft der Zähler B schneller, dann erfolgt der Antrieb über die Klinke 75, während die Klinke 74 über die Zähne des Sperrades 68 gleitet.

Claims (10)

  1. PATENTANSPRUCHE I. Mengenzähler für in Rohrleitungen strömendeMittel mitlDrmschaltvorrichtung für zwei Meßhereiche. liei welchem als Kraftschalter ein Servomotor und als dessen Steuerungsvorrichtung ein drehzahlvergleichendes Differentialgetriebe dient, welches von der einen Seite durch die Zählerwelle mit einer ihrer Drehzahl proportionalen Geschwindigkeit, von der anderen Seite mit einer der Umschaltgeschwindigkeit ciotsprecbeioden Vergleichsgeschwindigkeit angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Vergleichsgetriebe drei Sonnenräder besitzt, die alle drei ihren Antrieb von der Zählerwelle empfangen, das mittlere über eine Gleitkupplung, wobei seine Drehgeschwindigkeit durch eine Unruhe od. dgl. konstant gehalten wird, die beiden antleren unter Zwischenschaltung je einer Ubersetzung, wobei dieKreuzwellen der zugehörigen Planeten räder als Antrieb für das Steuer des Servomotors dienen, die eine im einen, die andere im umgekehrten Sinne.
  2. 2. Mengenzähler mit Umschaltvorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Übersetzung von der Zählerwelle zu den beiden äußeren Sonnenrädern des Vergleichsdifferentials beim einen Sonnenrad ein gewolltes Vielfaches derjenigen beim anderen Sonnenrad beträgt.
  3. 3. Mengenzähler mit Umschaltvorrichtung nach den Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsühersetzungen zu den beiden äußeren Sonnenrädern des Vergleichsdifferentials so aufeinander abgestimmt sind, daß zwis&hen der Geschwindigkeit der Zählerwelle nach vollzogener Umschaltung und der Geschwindigkeit, bei welcher die Umschaltung im entgegengesetzten Sinne erfolgt, eine Differenz besteht.
  4. 4. Mengenzähler mit Umschaltvorrichtung nach den ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Planetenräder des Vergleichsdifferentials als Reibräder ausgebildet und zur Begrenzung der Schwenkbewegungen ihrer Kreuzwellen drei feste Anschläge X orgesehen sind, ein mittlerer, dem in der Ruhestellung die eine Kreuzwelle von der einen, die andere von der anderen Seite anliegt, und zwei äußere, zwischen denen eine Gahel in der einen Richtung unter der Wirkung der einen, in der anderen Richtung unter der Wirkung der anderen Kreuzwelle verschieblich ist und deren Bewegung auf das Steuer des Servomotors übertragen wird.
  5. 5. l,Iengenzähler mit Umschaltvorrichtung nach den Ansprüchen I bis 3 mit einer zwischen zwei Anschlägen verschieblichen Gabel nach Anspruch 4. dadurch gekennzeichnet, daß als Planetenräder des Vergelichsdifferentials gewöhnliche Zahnräder dienen und ihre Kreuzwellen je mit einer Schleifkupplung zusammenwirken. deren mitgenommener Teil bei seiner Verschwenkung die Gabel in die eine oder andere Izndstellung verschiebt.
  6. 6. Mengenzähler mit Umschaltvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gabel am einen Ende eines Gestänges sitzt, dessen anderes Ende an einem I'endel angelenkt ist, das seinerseits am Kurbelzapfen einer vom Zähler angetriebenen Kurhelwelle hängt und zwei Mitnelrmer besitzt, deren einer bei der Verschwenkung im einen Sinne, deren anderer bei der Verschwenkung im umzeichnet, daß der Arbeitsschaft des Servomotors umstellt.
  7. 7. Mengenzähler mit Umschaltvorrichtung nach den ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuer des Servomotors unter der Wirkung eines Kippspannwerks steht, welches von den Mitnehmern des Pendels im einen oder anderen Sinne betätigt wird und einen schlagartigen Übergang des Steuers aus der einen in die andere seiner beiden Endstellungen sichert.
  8. 8. Mengenzähler mit Umschaltvorrichtung nach den Ansprüchen I bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß das Vergleichsdifferential aus zwei gewöhnlichen Differentialgetrieben zusammengebaut ist unter Kupplung eines Sonnenrades des einen mit einem Sonnenrad des anderen.
  9. 9. Mengenzähler mit Umschaltvorrichtung nach den Ansprüchen I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Arheitsschaft des Servomotors zugleich mit der Umschaltvorrichtung für den zweiten Meßbereich auch ein verstellbares Übersetzungsgetriebe für den Zählwerksantrieb be tätigt.
  10. 10. Verbundzähler mit Umschaltvorrichtung nach den Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Haupt- und Nebenzähler mit den beiden Seiten eines Überholungsgetriebes verhunden sind, welches jeweils die Geschwindigkeit des schneller laufenden der beiden Zähler der Umsteuervorrichtung als Antrieb mitteilt.
    1 1. Verbundzähler mit einer Umschaltvorrichtung nach den Ansprüchen I und 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Überholungsgetriebe aus einem Paar nach Art der Sonnenräder eines Differentialgetriebes auf der Übertragungswelle gelagerter Sperräder besteht, deren eines vom Hauptzähler, deren anderes vom Nebenzähler angetrieben wird, wobei die Sperräder mit Klinken zusammenwirken, die gleichsinnig gerichtet an einer T-förmigen Kurbel sitzen, welche zwischen den Sperrädern auf der Übertragungswelle befestigt ist und ihr den von einer der beiden Klinken gegebenen Antrieb liefert.
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