DE830809C - Viererspule und Verfahren zu ihrem kapazitiven Abgleich - Google Patents
Viererspule und Verfahren zu ihrem kapazitiven AbgleichInfo
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Description
- Viererspule und Verfahren zu ihrem kapazitiven Abgleich Die Nebensprechstörungen bilden bei pupinisierten Fernsprechkabeln häufig ein schwieriges Problem. Durch die Pupinisierung entstehen im allgemeinen zusätzliche elektrische Unsymmetrien, die zu störendem Nebensprechen führen. Bei Viererausnutzung kommen durch die Viererspule weitere elektrische Unsymmetrien induktiver, kapazitiver und Ohmscher Natur hinzu. Die induktiven und Ohmschen Unsymmetrien, die nach dem Abgleichen der Viererspule übrigbleiben, kann man durch richtige Wahl der zugehörigen Stammspulen ausgleichen. Wesentlich schwieriger war bisher, wenn überhaupt möglich, der Ausgleich der kapazitiven Kopplungen, den man in der Viererspule selbst vornehmen muß.
- Bisher war lediglich bekannt, bei Pupinspulen in die Trennstege zwischen den Sektoren Scheiben aus hochpermeablem Stoff einzufügen zu dem Zweck, eine Beeinflussung benachbarter Wicklungssektoren durch magnetische Streufelder zu verhindern. Die Erfindung dagegen bezieht sich auf den kapazitiven Abgleich, und zwar auf den kapazitiven Abgleich von Viererspulen, der bisher häufig noch große Schwierigkeiten bereitete.
- Erfindungsgemäß sind bei einer Viererspule mit Sektorwicklung, wobei die Sektoren mit Hilfe von Trennstegen gegeneinander abgegrenzt sind, diese Trennstege zur gegenseitigen kapazitiven Abschirmung der Sektorwicklungen als elektrisch leitfähige Schirme ausgebildet, die zwecks Vermeidung elektrischer Kurzschlüsse in radialer Richtung verlaufende Unterbrechungsstellen besitzen. Zum kapazitiven Abgleichen können in bezug auf diese kapazitiven Schirme eine oder mehrere Windungen der obersten Wicklungslagen so lange verlagert werden, bis die U nsymmetrie verschwindet. Nach einer anderen Weiterbildung der Erfindung können statt dessen oder zusätzlich auf die Sektorwicklungen elektrisch leitende Schirme in Form von Metallplättchen oder von Drähten aufgebracht werden, die mit den an den Trennstegen befindlichen Schirmen elektrisch leitend verbunden sind und die hinsichtlich ihrer Anzahl oder ihrer Größe oder nach Zahl und Größe bis zum Verschwinden der Unsymmetrie geändert werden. Nach beiden Verfahren ist der kapazitive Abgleich von Viererspulen in einfacher Weise möglich. Das letztgenannte Verfahren eignet sich auch dazu, den Ausgleich der kapazitiven Kopplungen noch vorzunehmen, nachdem die Spule bereits in den Spulenbecher eingesetzt ist, was den besonderen Vorteil bietet, daß sich die Kopplungen beim Einbau in den metallischen Becher nicht noch nachträglich ändern können.
- Die kapazitiven Schirme an den Stegen sind vorteilhaft derart ausgebildet, daß sie jeweils die angrenzenden Teile der Sektorwicklungen außen noch ein Stück umfassen. Zu diesem Zweck können nach dem Wickeln der Sektoren über die Stege leitende Bandstücke gewunden sein, die mit den Schirmen an den Stegen in elektrisch leitender Verbindung stehen und deren Breite derart bemessen ist, daß sie die angrenzenden Teile der Sektorwicklungen noch bedecken.
- Um jedes Übergreifen elektrischer Felder mit Sicherheit auszuschließen, sind zweckmäßig die Schirme an den radialen Unterbrechungsstellen überlappt, wobei zur Vermeidung eines elektrischen Kurzschlusses eine isolierende Trennschicht eingefügt ist. Die einzelnen Schirme können zur besseren Festlegung der Kapazitätsbeziehungen untereinander und allenfalls mit den Spulenkernen und mit Erde elektrisch leitend verbunden sein.
- Die Zeichnung zeigt beispielsweise in einer Ausführungsform eine Viererspule nach der Erfindung. Abb. i stellt die Spule in einer Ansicht dar, Abb. 2 ein Stück der Spule teilweise im Schnitt, um die Ausbildung und Anordnung des Schirmes besser erkennen zu lassen.
- Die Spulenwicklung ist in den Sektoren i bis 4 gewickelt, die mittels der Trennstege 5 bis 8 gegeneinander abgegrenzt sind. In Abb. 2 bezeichnet 9 den Kern der Spule. Die Trennstege bestehen in dem dargestellten Beispiel aus der ringförmigen Isolierscheibe io und den aus Aluminiumband gebogenen Schirmen i i und 12, die mit Überlappung aufgebracht sind. Dabei sind zwischen den sich überlappenden Enden die isolierenden Trennschichten 13 und 14 eingefügt.
Claims (9)
- PATE IQTA\SPRÜCHE: i. Viererspule, deren \\'icklung in Sektoren unterteilt ist, die mit llilfe von Trennstegen gegeneinander abgeschirmt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Trein istege zur gegenseitigen kapazitiven Abschirmung der Sektorwicklungen als elektrisch leitfähige Schirme ausgebildet sind, die in radialer Richtung verlaufende Unterbrechungsstellen besitzen.
- 2. Viererspule nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die kapazitiven Schirme jeweils die angrenzenden Teile der Sektorwicklungen außen nexh ein Stück umfassen.
- 3. Viererspule nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schirme an den Unterbrechungsstellen unter Einfügung isolierender Trennschichten überlappt sind.
- 4. Viererspule nach Anspruch i, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, claß die kapazitiven Schirme untereinander elektrisch leitend verbunden sind.
- 5. Viererspule nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die kapazitiven Schirme finit dem Spulenkern elektrisch leitend verbunden sind.
- 6. Viererspule nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die kapazitiven Schirme geerdet sind.
- 7. Verfahren zum kapazitiven Abgleichen einer Viererspule gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in bezug auf die kapazitiven Schirme Windungen der obersten Wicklungslagen so lange verlagert werden, bis die Unsymmetrie verschwindet. B.
- Verfahren zuni kapazitiven Angleichen einer Viererspule gemäß einem der Ansprüche i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Sektorwicklungen zusätzliche elektrisch leitende Schirme aufgebracht werden, die mit den an den Trennstegen befindlichen Schirmen elektrisch leitend verbunden sind ttnd hinsichtlich Anzahl und/oder Größe der vorhandenen Unsymmetrie entsprechend bemessen werden.
- 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Abgleichen nach dem Einbau der Spule in den Becher vorgenommen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP13961D DE830809C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Viererspule und Verfahren zu ihrem kapazitiven Abgleich |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEP13961D DE830809C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Viererspule und Verfahren zu ihrem kapazitiven Abgleich |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE830809C true DE830809C (de) | 1952-02-07 |
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ID=7364890
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEP13961D Expired DE830809C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Viererspule und Verfahren zu ihrem kapazitiven Abgleich |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE830809C (de) |
-
1948
- 1948-10-02 DE DEP13961D patent/DE830809C/de not_active Expired
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