DE8290C - Neuerungen in dem Verfahren zur Herstellung von Filzunterlagen und Hüten - Google Patents

Neuerungen in dem Verfahren zur Herstellung von Filzunterlagen und Hüten

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DE8290C
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Germany
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hats
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CARL bortfeldt in Bremen
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A42HEADWEAR
    • A42CMANUFACTURING OR TRIMMING HEAD COVERINGS, e.g. HATS
    • A42C1/00Manufacturing hats
    • A42C1/08Hat-finishing, e.g. polishing, ironing, smoothing, brushing, impregnating, stiffening, decorating

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

1879.
Klasse 41.
CARL BORTFELDT in BREMEN. Neuerungen in dem Verfahren zur Herstellung von Filzunterlagen und Hüten.
Zusatz-Patent zu No. 94 vom 4. Juli 1877.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Juli 1879 ab. Längste Dauer: 8. Januar 1892.
Die Neuerungen betreffen:
a. die Appretur (Steife),
b. die Reinigung (das Schwenken),
c. das Bügeln von Filzunterlagen, sowie von Filz- und Seidenhüten.
a. Die Appretur.
Um eine gleichmäfsigere, wenig an die Oberfläche des Filzes tretende wasserfeste Steifung zu haben, verwende ich statt der in Spiritus gelösten Harze dieselben in mit Laugen verseiftem Zustande, trage diese Lösung entweder durch Pressung in den Filz oder zu Schaum geschlagen auf denselben. Nach dem Trocknen werden die Filze der Einwirkung von Wasserdampf und sauren (essigsauren) Dämpfen ausgesetzt. Die Essigsäure verbindet sich mit den zur Verseifung der Harze verwendeten Alkalien, so dafs die Harze, unlöslich im Wasser, niedergeschlagen werden. Die entstandenen essigsauren Salze werden durch Spülen in Wasser entfernt.
b. Die Reinigung, das sog. Schwenken.
Um die Oberfläche des Hutrandes von den aus der Appretur herrührenden Harzen zu reini-, gen, ist es gebräuchlich, den Rand in siedende verdünnte Lauge zu tauchen und in reinem Wasser abzuspülen. Bei hellfarbigen Hüten, sowie namentlich bei Filzunterlagen, welche im Kopf hell und im Rande schwarz gefärbt sind, hat dieses Verfahren sehr häufig ein Fleckigwerden der hellen Partie en zur Folge; das neue Verfahren vermeidet diese Fehler ganz und führt aufserdem bedeutend schneller zum Ziele.
Der Kessel F, Fig. 1, ist mit verdünnter Lauge, welche durch Dampf auf 80 Grad Re"aumur gehalten wird, bis zur punktirten Linie beschickt. Der zu reinigende Hut wird, wie punktirt angedeutet, auf die Form G gesteckt, die Welle A mittelst des Hebels E so weit gesenkt, dafs der Rand des Hutes von Lauge umgeben ist; nach kurzem Verweilen wird A hochgezogen. Die Kegelräder H und / berühren sich, und da C 750 Umdrehungen in der Minute macht, so wird die Flüssigkeit abgeschleudert, so dafs der Hut fast trocken abgenommen wird, um einem anderen Platz zu machen.
In den meisten Fällen ist dann ein Nachspülen nicht mehr nöthig; ist ein solches aber z. B. bei besonders empfindlichen Farben angezeigt, so wird diese Operation mit demselben Apparat ausgeführt, nur dafs der Kessel in diesem Falle mit reinem heifsen Wasser beschickt wird.
c. Das Bügeln
der Filz- und Seidenhüte wird jetzt von Hand in der Weise ausgeführt, dafs der auf der Form befindliche Hut, auf dem Tische ruhend, gebürstet, genetzt und mit dem heifsen Eisen überfahren wird, worauf dann das sog. Wischen erfolgt, d. h. der Hut wird auf eine Spindel gesteckt, welche eine Geschwindigkeit von ca. 600 Umdrehungen pro Minute hat, und durch Halten eines Polsters von Sammt oder weichen Leinen gegen die Oberfläche des Hutes wird diese recht glatt und glänzend gemacht.
Mein Verfahren besteht nun im wesentlichen darin, dafs der Hut auch beim Bürsten, Netzen und Ueberfahren sich dreht, wobei die Bürste, der Schwamm und das Eisen ruhig gegen die Oberfläche desselben gehalten werden.
Beschreibung des Bügelapparates,
Fig. 2 und 3.
Die Welle A empfängt ihren Antrieb direct von der Transmission; sie überträgt ihre Bewegung mittelst des Kegelrades und der Schraube der kleinen Welle B auf die Welle C im Verhältnifs von 15:1. Die Wellen A und C sind mit zwei Riemscheiben H, I und H11, I11 versehen. Die Welle D mit der Planscheibe G hat ebenfalls ein Scheibenpaar H1, I1, welches aber in umgekehrter Ordnung aufgekeilt ist. Bei der Arbeit bewegt sich die Welle A mit. 300 und C mit 20 Umgängen pro Minute, die Arbeitswelle D hingegen verharrt so lange ruhig, bis sie durch Einschaltung einer der vier Frictionsscheiben E E1 En E111 zum Mitgehen ge^ nöthigt wird. In Fig. 3 ist En zum Angriff
gebracht und die Planscheibe G wird jetzt die geringste Geschwindigkeit, io Umdrehungen pro Minute, annehmen. Würde, statt der eben gedachten, die Frictionsscheibe E eingeschaltet, so würde G die höchste Geschwindigkeit von 600 Umdrehungen erreichen; die Einschaltung von E1 würde 150 und die von E111 40 Umdrehungen verursachen.
Die Einschaltungsscheiben sind von ziemlich hartem Paragummi gefertigt und so gelagert, dafs ein einfaches Drehen an einem Knopf die Aus- und Einschaltung hervorruft. Alle sonstigen Theile des Apparates sind von Eisen.
Der Hut wird bei der Arbeit mit seiner Form, wie punktirt angedeutet ist, auf der Planscheibe G festgeklemmt. Man ertheilt dieser eine Geschwindigkeit von 150 Umdrehungen und giebt durch Gegenhalten der Bürste dem Hute Strich, dann vertauscht man die Bürste mit dem feuchten Schwamm, wobei die Einschaltungsscheibe E1 aufgehoben und En eingesetzt wird. Darauf wird der Hut bei 10 Umdrehungen pro Minute durch Gegenhalten des heifsen Eisens gebügelt, und schliefslich, nachdem er auf die Geschwindigkeit von 600 Umdrehungen gebracht ist, in der gebräuchlichen Weise gewischt. Die ganze Operation kann, je nach der Qualität des Hutes noch ein- oder zweimal wiederholt werden.
Ist ein festes Abpressen des Hutes angezeigt, so wird ein Gang von 40 Umdrehungen durch Einschaltung von E111 gegeben, und das heifse Eisen unter stärkerem Druck gegen die Oberfläche des trockenen Hutes gehalten.
Die Vortheile dieses neuen Verfahrens bestehen darin, dafs in verhältnifsmäfsig kürzerer Zeit die Qualität des Hutes gehoben, d. h. derselbe besser ausgearbeitet wird.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Steifung der Unterlagen und Filzhüte durch mit sauren Dämpfen zersetzte Lackseifen.
2. Der Apparat zum Schwenken und Spülen von Unterlagen und Filzhüten.
3. Der Apparat zum Bügeln, insbesondere der Betrieb mittelst Frictionswalzen zur Erzielung verschiedener Geschwindigkeiten.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT8290D Neuerungen in dem Verfahren zur Herstellung von Filzunterlagen und Hüten Active DE8290C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1222668B (de) * 1958-08-05 1966-08-11 Polymer Corp Verfahren zur Herstellung von geformten Polyamidgegenstaenden

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