DE828675C - Hemmwerksuhr, vorzugsweise Hemmwerksturmuhr - Google Patents

Hemmwerksuhr, vorzugsweise Hemmwerksturmuhr

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DE828675C
DE828675C DEP40377A DEP0040377A DE828675C DE 828675 C DE828675 C DE 828675C DE P40377 A DEP40377 A DE P40377A DE P0040377 A DEP0040377 A DE P0040377A DE 828675 C DE828675 C DE 828675C
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Germany
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clock
escapement
electric motor
tower
clocks
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DEP40377A
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English (en)
Inventor
Otto Ufert
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C3/00Electromechanical clocks or watches independent of other time-pieces and in which the movement is maintained by electric means
    • G04C3/16Electromechanical clocks or watches independent of other time-pieces and in which the movement is maintained by electric means incorporating an electro-dynamic continuously rotating motor

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Connection Of Motors, Electrical Generators, Mechanical Devices, And The Like (AREA)

Description

  • Hemmwerksuhr, vorzugsweise Hemmwerksturmuhr Turmuhren werden in der Regel als Pendeluhren ausgebildet, die entweder durch elektromotorisch oder von der Hand aufgezogene @Gewichte angetrieben werden, oder sie sind elektrisch betriebene Nebenuhren einer an anderer Stelle aufgestellten Hauptuhr.
  • Der Gedanke, freistehende Turmuhren, die unter Umständen große durch Schnee, Eis und Sturm verursachte Widerstände zu überwinden haben, durch einen Elektromotor anzutreiben, der von einer Hauptuhr gesteuert wird, die an geschützter Stelle aufgestellt ist, liegt nähe, da sich hierdurch, wenn auch mit erheblichen und. umfangreichen baulichen Mitteln und großen Kosten zwei Turmuhrpröble.me lösen lassen, nämlich erstens das Ganggenauigkeitsproblem, das bei motorisch angetriebenen Turrnnebenuhren allein von der Hauptuhr bestimmt wird, und zweitens das, Aufzugsproblem, das infolge des Motorantriebes wegfällt. Daneben sind aber noch zwei weitere Probleme zu lösen, und zwar die exakte starkstrommäßige Ein- und Ausschaltung des netzgespeisten Antriebsmotors des Zeigerwerkes, wobei zu bedenken ist, daß dieser Schaltvorgang 24 X 6o = 1440mal' täglich jahraus, jahrein zuverlässig funktionieren muß und die Einrichtung. zur Richtigstellung der Zeiger nach zeitwei,Ligem Aussetzen des Netzstromes. Der bauliche Umfang und die Kosten für die elektrisch betriebenen aus Haupt- und Nebenuhren bestehenden Turmuhranlagen sind aus diesen Gründen erheblich. höher als die Kosten der mechanisch durch Gewichte betriebenen Turmuhrantagen"da schon die Anlage der Nebenuhr allein kostenmäßig und in bauilicher Hinsicht genau so umfangreich und, kostspielig ist wie die gesamte Anlage einer durch Gewichte betriebenen Pendefuhr. Der zweite Nachteid der aus Haupt- und Nebenuhren bestehenden Turmuhran1agen besteht darin, daß viele 'kostspielige Sieherungsanlagen erforderlich sind. Um nur die zwei bekanntesten zu nermen, seien hier erwähnt: erstens die Einrichtungen, um das Außertrittfallen bei Arbeiten im Leitungsnetz zu vermeiden oder zu beheben, und zweitens die Einrichtungen, um beim Ausbleiben des Netzstromes eine Gegenreserve zu haben.
  • Auch der Antrieb von Turmuhren durch Synchronmotoren, bei deren Anwendung der Motor bekanntlich dauernd läuft und deren Gangregelung tremittel.bar durch den Drehstromgenerator im Kraftwerk erfolgt, ist nicht ideal. Zwei große Nachteile der Synchronuhren sind vor allem darin zu suchen, daß erstens die Ganggenauigkeit von der Frequenzgenauigkeit im Kraftwerk abhängt und zweitens beim Aussetzen des Netzstromes die Synchronmotoren und damit die Uhren. zum Stillstand kommen, werm nicht eine sogenannte Gangreserve, also eine Reserveantriebskraft vorgesehen wird, die das Zeigerlaufwerk in Betrieb hält. Die Anlage einer Gangreserve bei Synchronturmuhren ist aber ziemlich teuer, denn um eine brauchbare Lösung zu schaffen, müssen mehrere bedeutsame Forderungen erfüllt sein, die mit hohen Kosten verbunden sind. Es muß nämlich erstens eine zuverlässige Umschaltung vom Motorantrieb zum mechanischen Antrieb vorhanden sein. Zweitens darf das Anspringen -und Wirksamwerden des mechanischen Antriebes und Gehwerkes, .das unter Umständen sehr lange nicht in Anspruch genommen ist, im Bedarfsfall nicht durch verharztes oder verdicktes öl in Frage gestellt sein. Drittens muß die Gangreserve stets vdlll aufgezogen sehr, damit sie im Fall der Netzstromunterbrechung den Zeigerbetrieb genügend lange mit Sicherheit aufrechterhalten kann, und viertens muß -die Gangreserve auch genügend stark sein, um den verhäMnismäßig hohen Kraftbedarf des Zeigerbetriebswerkes der Turmuhren aufzubringen. Es geht aus diesen Forderungen hervor, daß durch diese Zusatzeinrichtungen Turmuhren, die durch Synchronmotoren betrieben werden, viel komplizierter und kostspieliger sind als die durch Gewichte und Pendel betriebenen Turmuhren.
  • Aus allen diesen Gründen werden Turmuhren noch heute zu einem sehr großen Teil alLs Pendeluhren ausgebildet, bei denen Gewichte den Antrieb des Zeigerwerkes bewirken. Bekanntlich wird nun die von den Gewichten ausgeübte Antriebskraft über Ketten, Seile o. dg). auf eine Trommel übertragen, die durch Zahnräder reit einer sehr hohen Übersetzung mit dem Laufwedc verbunden ist. Der verwickelte Aufbau elektrischer Aufzugsvorrichtungen und die zahlreichenTriebwerksteilezwischen der langsam luufenden Gewichtsrolle und dem gegenüber der Gewichtsrolle rasch bewegten Steigrad des Hemmwerkes zur 'Erzielung der großen erforiderlichen Übersetzung beeinflussen nun in einem ganz erheblichen Maße die Gestehungskosten der Turmuhren. Alle Bestrebungen aber, das Getriebe zwischen dem Pendelantriebemittel und dem Steigrad der Pende)uhren und -die elektrischen Aufzugsvorrichtungen selbst grundlegend zu vereinfachen, waren bisher zum Scheitern verurteilt, da es unmöglich war, das Steigrad ohne Zwischenräder direkt mit dem Antriebsmittel, gleichviel ob dieses das Gewicht oder der das Gewicht aufziehende Elektromotor war, zu verbinden..
  • Mit der Erfindung wird nun das scheinbar unlösbare Problem gelöst, eine Turmuhr zu schaffen, die als Pendeluhr ausgebildet ist und die elektrischen Antrieb hat bei der aber keinerlei Gewichte und der für die Gewichte erforderliche Fallraum erforderlich sind, bei der darüber hinaus .auch alle elektrischen Schaltmittel entfallen und die überdies auch noch ohne irgendein Getriebe zwischen dem elektrischen Antriebsmittel und dem Steigrad ist.
  • Erfindungsgemäß werden diese neuen und eigenartigen Wirkungen bei der Hemmwerksuhr dadurch erzielt, daß der Antrieb des Zeigerwerkes mittels eines mit dem Hemmwerk der Uhr gekuppelten Elektromotors erfolgt, durch den ständig ein elektrischer Strom fließt, dessen Spannung gegenüber der zur Erzielung der Nenndrehzahl bei der Nennlast erforderlichen Spannung wesentlich erniedrigt ist, beispielsweise auf die Hälfte oder den dritten Teil derselben, um das Drehmoment eines ständig durchflossenen Elelktromotors unmittelbar und dauernd auf das Hemmwerk zur Wirkung zu bringen.
  • Ein weiterer Gegenstand der Erfindung besteht darin, daß bei der oben gekennzeichneten Hemmwerksuhr der ständig von Strom durchflossene und mit dem Triebwerk (Hemmwerk) gekuppelte Elektromotor als Gleichstrornreihenschlußmotor ausgebildet ist. Diese Ausbildung wird gewählt, um bei der im Bau von Uhren so ungewöhnlich erniedrigten Spannung für den Betrieb eines Elektromotors die für den vorliegenden Zweck -besonders wichtige Eigenschaft der Reihenschlußmotoren für Gleichstrom auszunutzen, die darin besteht, daß praktisch nahezu unabhängig von der Spannung das Drehmoment konstant bleibt, während sich die Drehzahl entsprechend .der Verminderung der Spannung erniedrigt. ohne daß die Stromstärke und die Erwärmung des :Motors sich nachteilig erhöht.
  • Erhält ein:solcher Antrieb einer Hemmwerksuhr seinen Strom über einen von einem elektrischen Dauerladegerät ständig aufgeladenen Akkumulator, dessen Kapazität so bemessen ist, daß beim Aussetzen des Aufladestromes der Strom für den Elektromotor für mehrere Tage von der Batterie entnommen werden kann, dann ist damit eine Gangreserve geschaffen, die wirklich als sehr einfach angesehen werden muß.
  • Gegenüber den bekannten als Nebenuhren ausgebildeten Turmuihren werden durch die Erfindung die ganze teure und komplizierte Hauptuhrenanlage sowie die gesamte Schalteinrichtung für das exakte Ein- und Ausschalten des netzgespeisten Motors ersetzt durch@einen einfachen und billigen Elektromotor mit Pendel und Hemmwerk, undgegenüber den bekannten Pendelturmuhren kommen das ganze komplizierte Schaltwerk zum selbsttätigen Aufziehen der Gewichte, die Gewichte selbst, das Getriebe zwischen dem Steigrad und der Gewichtstrommel und die Gewichtstrommel vollständig ,in Fortfall. Die Anlage von Turmuhren nach der Erfindung ist beispiellos einfach betriebssicher, ohne große Kosten zu erstellen und erfordert genau so geringe Wartung wie die mit viel größerem Aufwand an Hilfseinrichtungen und Schaltwerken ausgerüsteten Uhren mit elektrischem Gewichtsaufzug und die aus 1-laupt- rund Nebenuhren bestehenden Turmuhranlagen. Unter Berücksichtigung der Tatsache, daß von zahlreichen Turmuhren 'zwar das Schlagwerk noch völlig intakt bzw. mit einfachen Mitteln. reparaturfähig ist, während das Zeigerantriebs-,verk demgegenüber erheblich schwieriger zu beseitigende Schäden aufweist, kommt ,der Erfindung besondere Bedeutung zu.
  • In den Abbildungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigt Abb. i den Antrieb in schematischer Darstellung,. Abb. 2 ein Schaltbild des Antriebsmotors und des Kraftspeichers.
  • In Abb. i bezeichnen im Uhrzeigerwerk in, und nt2 die Minutenzeiger, s, und s2 die zwei Stundenzeiger, nt3 und m4 die Minutenwellen, s3 und s4 die Stundenrohre, m. und yng die Minutenräder, s; und se die Stundenräder, w, und w, die Wechselrä.der und zu3 und u,4 die Wechseltriebe des Zeigerwerkes. Dieses erhält in bekannter Weise über die Winkelräd'ertriebe tr, t2, t3, t4 und t5, die Kardangelenke k" k2" k3 -und k4, den Gabelverbinder g, die Zeigerleitung N, und das Zeigerlaufwerk z2, z3, z4, z5 von dem Steigrad a sehnen Antrieb.
  • Gemäß der Erfindung ist nun die mit dem Steigrad a verbundene Steigradwelle b, welche durch den Anker c des Pendels d schrittweise freigegeben und gesperrt wird, über eine sehr lange, weiche spiralförmige Biegungsfeder f mit der Welle eines Getriebemotors h, d. h. eines Elelktromotors mit angeschlossenem Getriebe, das beispielsweise die Motordrehzahl im Verhältnis 1 :3oo herabsetzt, unmittelbar verbunden. Durch diesen Motor fließt ständig ein elektrischer Strom, dessen Spannung gegenüber derjenigen Spannung, die zur Erzielung der Normaldrehzahl des Motors bei der Nennlast erforderlich ist, wesentlich erniedrigt ist.
  • Der Motor 1i ist ein Gleichstromreihenschluß-oder Hauptschlußmotor, dessen Schaltung in Abb. 2 schematisch dargestellt ist. Er ist von kleinster Bauart und wird normal mit 36 Volt betrieben. Bei dieser Spannung ist seine Drehzahl bei der Normallast 2000 ]Umdrehungen in der Minute. Erfindungsgemäß ist der Motor h aber nicht an eine Stromquelle angeschlossen, die einen Strom von der normalen Spannung von 36 Volt liefert, sondern an einen 12-Volt-Akkumulator k, dessen Pluspol n mit der Kathode o eines Gleichrichters p verbunden ist, während der Minuspol r über eine Glättungsdrossel t mit der Anode u des Gleichrichters verhunden ist. Dieser Gleichrichter ist an das Netz R, S angeschlossen und liefert für den Akkumulator k einen Ladestrom dauernd von solcher Höhe. daß der Akikumulator ständig voll aufgeladen bleibt, während er den Motor h mit Strom versorgt. .Der Akkumulator stellt hierdurch einen Kraftspeicher dar, der beim Ausbleiben des Netzstromes in der Lage ist, den Strom für den Elektromotor h mehrere Tage zu liefern.
  • Durch diese Ausbildung ist ein Turmuhrenantrieb von größter Einfachheit und Betriebssicherheit geschaffen, der gegenüber allen bisher bekanntgewordenen elektrisch oder selbst durch Gewichte betriebenen Turmuhren überragende Vereinfachungen und Verbilligungen aufweist,während er gleichzeitig in seiner Betriebssicherheit den besten elektrischen Uhren entspricht.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Hemmweriksuhr, vorzugsweise Hemmwerksturmuhr, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Zeigerwerks mittels eines mit dem Hemmwerk (a, c) elastisch gekuppelten Elektromotors (h) erfolgt, durch den ständig ein elektrisc@ber Strom fließt, dessen Spannung gegenüber der zur Erzielung der Normaldrehzahl hei der Nennlast erforderlichem Spannung wesentlich erniedrigt ist, beispielsweise auf den dritten oder vierten Teil derselben.
  2. 2. Hemmwerksuhr, insbesondere Hem@rnwerksturmuhr nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der ständig von. Strom durchflossene und mit dem Hemmwerk (a, c) verbundene Elektromotor (h) a@Fs Gleich.stromreihenschlußmotor ausgebildet ist.
  3. 3. Hemirnwerksuhr, insbesondere Hemmwerksturmuhr nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromotor (h) seinen Strom von einem elektrischen, über ein Dauerladegerät (p) aufgeladenen Akkumulator erhält, dessen. Kapazität so bemessen- ist, daß er auch beim Aussetzen des für seine Aufladung erforderlichen Netzstromes den Strom für den Elektromotor für mehrere Tage liefern kann.
DEP40377A 1949-04-22 1949-04-22 Hemmwerksuhr, vorzugsweise Hemmwerksturmuhr Expired DE828675C (de)

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