DE825352C - Kraftfahrzeug mit selbsttragendem Wagenkasten - Google Patents

Kraftfahrzeug mit selbsttragendem Wagenkasten

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DE825352C
DE825352C DEK3735A DEK0003735A DE825352C DE 825352 C DE825352 C DE 825352C DE K3735 A DEK3735 A DE K3735A DE K0003735 A DEK0003735 A DE K0003735A DE 825352 C DE825352 C DE 825352C
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DE
Germany
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motor vehicle
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car
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DEK3735A
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Moise Alberto Kanetti
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D29/00Superstructures, understructures, or sub-units thereof, characterised by the material thereof
    • B62D29/02Superstructures, understructures, or sub-units thereof, characterised by the material thereof predominantly of wood

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Body Structure For Vehicles (AREA)

Description

  • Kraftfahrzeug mit selbsttragendem Wagenkasten Kraftfahrzeuge bestehen gewöhnlich aus einem Untergestell (Chassis), das den Motor, die Räder und die sonstigen zum Antrieb gehörigen Teile trägt, und einem Wagenkasten (Karosserie), der auf das Untergestell aufgesetzt und mit ihm verbunden ist. Diese Teilung des Fahrzeuges bietet zwar gewisse Erleichterungen beim Zusammenbau und für norivendig werdende größere Ausbesserungsarbeiten, hat aber andererseits den Nachteil, daß der Wagen verhältnismäßig schwer wird und infolgedessen der Benzinverbrauch im Verhältnis zu der Nutzlast groß ist.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, sog. selbsttragende Wagenkasten (Karosserien) zu bauen, die kein besonderes Untergestell aufweisen, bei denen vielmehr der Boden des Wagenkastens das Untergestell ersetzt. Man hat solche selbsttragenden Wagenkasten zur Verringerung des Gewichts aus Leichtmetall hergestellt. Es ergaben sich dabei aber verhältnismäßig verwickelte Bauteile, die man als Gußteile, Spritzteile o. dgl. herstellen mußte und die nicht nur die Herstellung verteuerten, sondern auch gegenüber den üblichen, aus einem Eisenuntergestell und einem leichten, aus dünnem Blech oder Sperrholz hergestellten Wagenkasten nur so geringen Gewichtsunterschied aufwiesen, daß eine tatsächliche Ersparnis an Kraftstoff für den Betrieb kaum zu erreichen war.
  • Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt, einen Wagen mit selbsttragendem Wagenkasten zu schaffen, der trotz hoher Festigkeit und gutem Aussehen ein sehr geringes Gewicht aufweist, so daß eine erhebliche Ersparnis an Betriebsstoff eintritt. Daneben sind die Kosten für den Werkstoff, der zur Herstellung des Wagens .benötigt wird, außerordentlich niedrig, und die einzelnen Teile lassen sich mit den einfachsten Werkzeugmaschinen rasch für den Serienbau fertigen, so daß auch kein besonders hohes Betriebskapital für den Serienbau erforderlich ist.
  • Gemäß der Erfindung erfolgt die Herstellung des gesamten selbsttragenden Wagenkastens im wesentlichen aus Holz oder einem leichten Kunststoff, der sich in ähnlicher Weise wie Holz verarbeiten läßt. Vorzugsweise weist der Wagenkasten einen aus gespundeten Brettern bestehenden Boden auf, während die Seitenteile und die Decke aus durch Nut und Feder miteinander verbundenen Leisten zusammengesetzt sind.
  • Die Zeichnung zeigt als Beispiel eine Ausführungsform der Erfindung, und zwar ist Fig. i eine schematische Seitenansicht eines Wagenkastens gemäß der Erfindung; Fig.2 ist ein Grundriß des Bodens und des Wagenkastens; Fig. 3 ist eine Aufsicht auf den Kasten; Fig. 4 ist ein Querschnitt durch Fig. 3 in Richtung der Linie IV-IV; Fig. 5 ist eine schaubildliche Darstellung eines Teiles der Decke des Wagenkastens und einer Querwand, und Fig. 6 zeigt schaubildlich einen Teil des Bodens. Der Boden des Fahrzeuges wird aus gespundeten Brettern i gebildet, bei denen die Federn 2 in die entsprechenden Nuten eingeklebt sind. Vorzugsweise wird dazu Kaltleim verwendet. Es wird zunächst eine Fläche 3 hergestellt, wie sie in Fig. 2 in strichpunktierten Linien angedeutet ist, und aus dieser Fläche die aus der Umrißlinie in Fig. 2 ersichtliche Bodenform ausgeschnitten. Auf den fertigen, mit dem Bezugszeichen 4 bezeichneten Boden werden zwei Längsbalken 5 und eine Anzahl von Querbalken 6 aufgesetzt und durch Leim und Anschrauben von unten her fest mit dem Boden verbunden. An den Kreuzungsstellen sind die Balken halb ausgeschnitten, damit sie in der gleichen Ebene verlegt werden können. Diese Balken sind aus Hartholz hergestellt, während man für den Boden und die übrigen noch zu-beschreibenden Teile des Wagenkastens gewöhnliches Bauholz, wie Kiefernholz o. dgl., verwenden kann. In gewissen Abständen voneinander, nämlich an den Stellen, an denen sich die Querbalken 6 befinden, werden U-förmige Gestelle 7 (Fig. 4) aufgesetzt. Diese Gestelle bestehen aus Holzbrettern, die in der üblichen Weise zu einem Rahmen zusammengefügt und verleimt sind. Der äußere Umfang dieser Gestelle ist entsprechend der gewünschten Form des Wagenkastens gestaltet. Die verschiedenen Gestelle 7 werden also verschiedene Außenform haben, je nach der Stelle, an der sie innerhalb des Wagenkastens stehen. Es werden also die an den Enden des Wagenikastens vorgesehenen Gestelle schmaler sein als die in der Mitte, die obere Fläche wird an den Enden eine einfache Wölbung aufweisen, während sie in der Mitte, wie aus Fig.4 zu ersehen, eine mehrfach gewölbte Form aufweist. Die Gestelle sind an den Balken 6 durch Verleimen und Verschrauben befestigt, und der von ihnen innen frei gelassene Raum 8 entspricht dem an der betreffenden Stelle im Wagenkasten benötigten.
  • Auf die Gestelle 7 werden in der Längsrichtung des Wagenkastens Leisten 9 aufgesetzt, die zweckmäßig sich von dem vordersten bis zu dem hintersten Gestell ? erstrecken. Diese Leisten, deren Stärke zweckmäßig etwa 16 bis 18 mm ist, werden durch Schrauben an sämtlichen Gestellen 7 befestigt, so daß sie also eine der Oberfläche des Wagens entsprechende Wölbung annehmen. Die Leisten 9 sind auf ihren beiden Seitenflächen mit Nuten io versehen, und in diese Nuten werden Federn i i eingeleimt. Es hat sich gezeigt, daß durch die doppelte Nutung und das Einsetzen der Federn eine bessere Nachgiebigkeit und ein besseres Anschmiegen der Leisten an die Form der sie haltenden Gestelle erreicht wird. Die Schrauben, mit denen die einzelnen Leisten an dem Gestell 7 befestigt sind, sind in Fig.5 mit 12 bezeichnet.
  • An der Vorder- und Hinterseite des Wagenkastens werden, um ein zu starkes Biegen der Leisten 9 zu vermeiden, Querleisten 13 (Fig. 3) verwendet, die an auf die Längsbalken 5 an ihren Enden aufzusetzende, entsprechend geformte Stützbretter angeschraubt sind. In den Ecken kann man, wie bei 14 in Fig. 3 gezeigt, die Leisten an ihren oberen Enden abschrägen, so daß die dort erforderliche kugelkappenförmige Gestalt entsteht.
  • Die Leisten werden auf ihrer Außenseite gut geglättet, so daß man sie durch Schleifen und Lackieren so bearbeiten .kann, daß sie sich von dem üblichen Aussehen von Stahlkarosserien wenig unterscheiden.
  • In die durch die Leisten erhaltene Wagendecke wird zunächst eine öffnung 15 ausgeschnitten, die zweckmäßig auf der Innenseite zur Verstärkung mit Leisten eingerahmt wird. Innerhalb dieses ausgeschnittenen Raumes liegen die Sitze für die fahrenden Personen. Es ist zu diesem Zweck auf den Längsträgern 5 eine Dielung angebracht, auf der die Sitze stehen bzw. befestigt sind. Außerdem ist hier, unter Benutzung des betreffenden Gerüstes 7, das Armaturenbrett angebracht. Seitlich sind an dem Wagenkasten, wie aus Fig. 1 zu ersehen, die Türen 16 ausgeschnitten. Die Türausschnitte werden innen durch entsprechende Leisten 17 verstärkt. Handelt es sich nicht um ein offenes, sog. Kabriolett, sondern um eine geschlossene, sog. Limousine, dann führt man die 13af1;eii 17 nach. oben hindurch und bildet sie zu entsprechenden Trägern für die Decke 18 aus. Die Ausschnitte i9 und 2o dieser Decke werden zweckmäßig verglast.
  • In der Decke des Wagenkastens werden ferner noch die in Fig. 3 angedeuteten Ausschnitte 21 und 22 gemacht, von denen der eine, 21, eine Tür erhält, die zu dem darunter befindlichen Gepäcikzaum führt, während der zweite Ausschnitt, 22, mit einer Tür versehen ist, die den darunterliegenden Motor zugängig macht. Die Türen werden zweckmäßig aus den ausgeschnittenen Teilen gebildet, so daß die ganze Oberfläche des Fährzeuges ein gleichmäßiges Aussehen aufweist.
  • Zweckmäßig verwendet man bei dem Fahrzeug einen Heckmotor, der zusammen mit dem Getriebe und dem Differential in Fig.2 durch die strichpunktierte Linie 23 angedeutet ist. Die Achsen 24 und 25 sind auf den Längsbalken 5 gelagert, und die Räder 26,27 liegen innerhalb des Wagenkastens, so daß also besondere Kotflügel nicht erforderlich sind. Der Bodenausschnitt für die Vorderräder 27 ist so gestaltet, daß sie sich zum Zwecke des Lenkens des Fahrzeuges in bekannter Weise schräg einstellen können.
  • Die Stoßstange, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist, wird zweckmäßig an den vorderen Enden der Längsbalken 5 befestigt.
  • Die Gestalt des Fahrzeuges kann den jeweiligen Wünschen angepaßt werden. Es ist also auch möglich, den Motor vorn und den Gepäckraum hinten anzubringen, der Kasten ;kann auch mehrtürig ausgeführt sein, auch ist die Breite und Länge und die Querschnittsform an den einzelnen Stellen des Wagens beliebig. Je nach der äußeren Form des Wagens kann sich eine abgeänderte Anordnung der Leisten 9, 13 und 14 ergeben, die die Decke und die Seitenwände des Kastens bilden. Man wird die Leisten aber so legen, daß die erforderlichen Wölbungen bei der verwendeten Holzstärke ohne übermäßige Beanspruchung der Holzfasern erzielbar sind. Dementsprechend kann man auch die Breite der einzelnen Leisten verschieden machen, also stärker zu biegende Leisten schmaler ausführen als solche, die verhältnismäßig gerade verlaufen.
  • Es hat sich gezeigt, daß auch bei einer Bemessung der Holzstärke in einer Weise, die eine vollkommen ausreichende Sicherheit bei starker Beanspruchung des Fahrzeuges gewährleistet, das Gewicht um ein Mehrfaches geringer ist als bei den bekannten Fahrzeugen der gleichen Größe. Ferner sind auch die Kosten des verwendeten Holzes im Vergleich zu den Kosten der sonst gebrauchten Baustoffe außerordentlich niedrig, so daß sich nicht nur gegenüber den bekannten Fahrzeugen ein stark gesenkter Anschaffungspreis, sondern auch erheblich niedrigere Betriebskosten ergeben, denn es können für die Erzielung der gleichen Geschwindigkeit und einer gleichen Tragfähigkeit erheblich kleinere Motoren verwendet werden, da ja die zu befördernde tote Last stark verringert ist. :1n Stelle von Holz können auch andere leichte Kunststoffe verwendet werden, die sich in ähnlicher Weise wie Holz bearbeiten oder durch Spritzen o. dgl: formen lassen, z. B. könnte man Kunstholz oder Kunstharz verwenden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Kraftfahrzeug mit selbsttragendem Wagenkasten, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte Wagenkasten im wesentlichen aus Holz oder einem Kunststoffhergestellt ist, der sich in ähnlicher Weise bearbeiten oder formen läßt wie Holz.
  2. 2. Kraftfahrzeug nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Wagenkasten einen aus gespundeten Brettern bestehenden Boden aufweist, während die Seitenteile und die Decke aus durch Nut und Feder miteinander verbundenen Leisten zusammengesetzt sind.
  3. 3. Kraftfahrzeug nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß je nach der erforderlichen Wölbung die die Seitenwände und den Deckel bildenden Leisten in der Längsrichtung oder Querrichtung verlaufen.
  4. 4. Kraftfahrzeug nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leisten beiderseits genutet und die Federn als besondere Teile in die Nuten eingelegt sind.
  5. 5. Kraftfahrzeug nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Fußboden durchLängs-und Querbalken verstärkt ist, die zur Lagerung des Antriebs der Räder und zur Aufnähme der Nutzlast dienen.
  6. 6. Kraftfahrzeug nach Anspruch i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Querbalken zum Tragen von Gestellen dienen, deren äußerer Umriß dem Umriß des Wagenkastens an der betreffenden Stelle entspricht, während sie im Innern den an der betreffenden Stelle benötigten freien Raum freigeben, und die zum Befestigen der die Seitenwände und die Decke des Wagens bildenden Leisten dienen, die vorzugsweise durch Sehrauben an diesen Gerüsten verbunden sind. . Verfahren zur Herstellung von Wagenkasten nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Seitenwände und Decke zunächst mit Hilfe der Leisten als geschlossene Flächen ausgeführt werden, in die dann zweckmäßig durch Verstärkungsleisten zu umrahmende Öffnungen an der Stelle der Sitze, des Motors und des Gepäckraumes sowie der Türen angebracht werden. R. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Herstellung der Tür und sonstigen Öffnungen ausgeschnittenenTeile, gegebenenfalls nach entsprechender Randverstärkung, als Türen und Deckel verwendet werden.
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