DE815337C - Grubenausbau unter Verwendung von Seilen - Google Patents

Grubenausbau unter Verwendung von Seilen

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DE815337C
DE815337C DEP8708A DEP0008708A DE815337C DE 815337 C DE815337 C DE 815337C DE P8708 A DEP8708 A DE P8708A DE P0008708 A DEP0008708 A DE P0008708A DE 815337 C DE815337 C DE 815337C
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ropes
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rope
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Application number
DEP8708A
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English (en)
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Edgar Tacke
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D17/00Caps for supporting mine roofs

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Load-Engaging Elements For Cranes (AREA)

Description

  • Grubenausbau unter Verwendung von Seilen 1)ie Erfindung bezieht sich auf einen Grubenausbau für Abbau- und Streckenbetriebe unter Verwendung von Seilen o. dgl. als Kappen. Die Seile sind zwischen Stempeln oder zwischen Befestigungsmitteln am Kohlenstoß und Stempeln derart gespannt, daß ihre Zugspannung durch den Gebirgsdruck selbsttätig erhöht werden kann.
  • Seile für den Ausbau von Strecken und Streben sind im Bergbau bekannt. Sie werden zwischen zwei oder mehreren Stempeln oder auch zwischen Befestigungsmitteln im Kohlenstoß und Stempeln im Streb gespannt. Dabei sind auch bereits Vorrichtungen mit Keilwirkung bekannt, die am Stempel eingebaut werden, um diese Seile in Spannung zu versetzen. Ferner ist es bekannt, die Seile nicht mir in Form eines einfachen Stranges von Iletestil;ttng zu Befestigung zu führen, sondern sie auch als endlose, fest miteinander verbundene Seile zu benutzen, die mehr als die doppelte Länge der auszubauenden Abbaubreite besitzen. Bei dieser bekannten Ausführung wird jedoch immer nur knapp die halbe Länge ausgenutzt, während der restliche Teil des Seiles spannungslos durchhängt oder auf dem Liegenden aufliegt. Der Ausbau in dieser Form ist unwirtschaftlich und der Arbeit im Streb hinderlich.
  • Die Erfindung bezweckt nun, einen Seilausbau zu verwirklichen, bei dem die ganze Seillänge für die Aufgaben einer Kappe herangezogen und die größtmögliche Sicherheit für den Bergmann erzielt wird. Zu diesem Zwecke benutzt die Erfindung ein endloses Seil, das in mehreren Windungen zwischen den Befestigungspunkten ausgespannt ist. Besonders vorteilhaft ist es, zwei Windungen zwischen zwei Befestigungspunkten zu benutzen, d. h. daß zwischen zwei Befestigungspunkten vier Seilstränge in gespanntem Zustand verlaufen. Zwischen diese Seilwindungen wird ein alle Seilstränge erfassendes Spannschild eingesetzt, das durch Verschieben zum Kohlenstoß hin die Seile in einen gewünschten Spannungszustand versetzt. Im unteren Teil des Spannschildes befinden sich zwei Bohrungen, durch welche die beiden unteren Stränge der Windungen hindurchgeführt werden und somit dem Spannschild eine Führung verleihen. Die obere Kante des Spannschildes weist zwei Einschnitte auf, in denen die oberen Seilstränge gleiten können. Die Bohrungen im Spannschild verlaufen schräg nach vorn zum Kohlenstoß hin abfallend, so daß das Spannschild in schräger Lage zu den Seilsträngen mühelos gleiten kann, gei Schwenkung des Spannschildes in eine etwa lotrechte Lage jedoch ein Verklemmen der unteren Seilstränge erfolgt. Bei der Bewegung des Spannschildes zum Kohlenstoß hin werden gleichzeitig mehrere Spannwirkungen ausgelöst. Dabei werden sowohl die oberen Stränge als auch die unteren Stränge seitwärts auseinandergespreizt und letztere außerdem noch vom Hangenden fort nach unten zum Liegenden hin abgespreizt. Es erfolgt also gleichzeitig eine Spannungserhöhung aller vier Seilstränge.
  • Die Befestigung der Seilschlingen am Kohlenstoß kann in einem gesicherten Haken erfolgen, während die Befestigung am Stempel durch Herumlegen um den Stempelkopf vorgenommen wird. Der Stempelkopf ist dabei nach Art eines Kegelstumpfes ausgeführt und besitzt an seinem unteren Teil einen vorspringenden Rand, der verhindert, daß die Seile im entspannten Zustand von dem Kopf abgleiten. Die am Hangenden anliegende Fläche des Stempelkopfes ist gewölbt und besitzt eine Spitze sowie ringförmige Vertiefungen zum Zwecke der Zentrierung. Drückt sich infolge des wachsenden Gebirgsdruckes der Stempelkopf in das Hangende ein, so werden die Seile durch das vordringende Gebirge nach unten über den zunehmenden Durchmesser des Kegelstumpfes gepreßt; ihre Spannung wird also selbsttätig durch den Gebirgsdruck erhöht. Der Stempelkopf kann als Sonderteil hergestellt und dann auf die verschiedensten Stempelarten aufgesetzt werden.
  • Ein Ausführungsbeispiel. des Erfindungsgedankens ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt Abb. i eine Seitenansicht des Seilausbaues gemäß der Erfindung mit Seilen in ungespanntem Zustande, Abb. 2 eine Seitenansicht des Seilausbaues nach Abb. i mit den Seilen in gespanntem Zustande, Abb. 3 ein Draufsicht nach Abb. 2, Abb.4 eine Vorderansicht einer Ausführungsform eines Spannschildes gemäß der Erfindung, Abb. 5 einen Schnitt durch den Stempelkopf gemäß der Linie V-V der Abb. 6, Abb. 6 eine Draufsicht auf den Stempelkopf.
  • In den Abbildungen bezeichnen i und i' die beiden Seilwindungen des Verspannungsausbaues, die zwischen der Befestigung 2 am Kohlenstoß und dem Stempel 3 verspannt werden. 4 bezeichnet das Spannschild, das im unteren Teil die beiden Boh= rungen 5 aufweist, durch die die Seilstränge i' hindurchgeführt sind. An dem oberen Teil des Spannschildes 4 befinden sich die beiden Einschnitte 6, in denen die Seilstränge i geführt sind. Zwischen beiden Einschnitten 6 ist die keilförmig vorspringende Nase 7 angeordnet, die beim Verschieben des Spannschildes zum Kohlenstoß hin die beiden oberen Seilstränge i führt und auseinanderspreizt. Da die Bohrungen 5 des Spannschildes 4 schräg nach vorn abfallend verlaufen, wird das Spannschild in schräger Lage, wie sie die Abb. i zeigt, zum Kohlenstoß hin verschoben, um dann an gewünschter Stelle in eine lotrechte Lage hochgeschwenkt zu werden, wie die Abb.2 zeigt. In dieser Lage wird das Spannschild infolge der Schrägbohrungen 5 durch die unteren Seilstränge i' verklemmt.
  • Die Seilwindungen i und i' werden am Stempel 3 um einen kegelstumpfförmig ausgebildeten Stempelkopf 8 herumgelegt. An dem unteren Ende hat dieser Stempelkopf 8 einen vorspringenden Rand 9, um bei entspanntem Zustand der Seile ein Abrutschen derselben vom Stempelkopf zu vermeiden. Die obere, an dem Hangenden anliegende Fläche io des Stempelkopfes ist gewölbt ausgeführt und weist die Zentrierspitze i i sowie den Zentrierring 12 auf.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Grubenausbau für Abbau- und Streckenbetriebe unter Verwendung von Seilen o. dgl. als Kappen, die zwischen Stempeln oder zwischen Befestigungsmitteln im Kohlenstoß und Stempeln verspannt sind, wobei ihre Zugspannung durch den Gebirgsdruck selbsttätig erhöht werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß das Seil als endloses Seil in mehrfacher, vorteilhafter zweifacher Windung zwischen Befestigung am Kohlenstoß und Stempel gespannt ist.
  2. 2. Grubenausbau nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Seilwindungen ein alle Seilstränge erfassendes Spann-. Schild (4) eingesetzt ist, das durchAuseinanderspreizen der Seilstränge die Verspannung erzeugt oder die Spannung erhöht.
  3. 3. Grubenausbau nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannschild (4) in seinem unteren Teil zwei Bohrungen (5) zur Aufnahme der beiden unteren Seilstränge (i') und an seiner oberen Kante zwei Einschnitte (6) für die beiden oberen Seilstränge (i) und zwischen diesen eine keilförmig vorspringende Nase (7) aufweist.
  4. 4. Grubenausbau nach den Ansprüchen i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen (5) für die unteren Seile innerhalb des Spannschildes schräg nach vorn abfallend verlaufen, derart, daß bei lotrechter Lage des Spannschildes zwischen den Seilen ein Verklemmen des Spannschildes an den unteren Seilen eintritt.
  5. 5. Grubenausbau nach den Ansprüchen i bis .4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bewegung des Spannschildes (4) zum Kohlenstoß hin eine mehrfache Spannwirkung auslöst, und zwar derart, daß sowohl die unteren (i') als auch die oberen Seilstränge (i) auseinandergespreizt und gleichzeitig die unteren Seilstränge (i') vom Hangenden fort nach dem Liegenden zu abgespreizt werden.
  6. 6. Grubenausbau nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung des endlosen Seiles um einen, am unteren Rande vorspringenden Stempelkopf (8) erfolgt, der sich kegelstumpfförmig zum Hangenden hin verjüngt, so das das absinkende Hangende die Seile auf diesem Kegelstumpf nach unten auf den größeren Durchmesser drückt und damit die Spannung in den Seilen selbsttätig erhöht.
  7. 7. Grubenausbau nach den Ansprüchen i 1»s 6, dadurch gekennzeichnet, daß die an das Hangende anliegende Fläche (io) des als Sonderteil ausgebildeten Stempelkopfes (8) gewölbt ist und eine Zentrierspitze (ii) und Zentrierringe (12) aufweist.
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