DE815196C - Stahl und Waermebehandlung fuer kopfgehaertete Schienen - Google Patents

Stahl und Waermebehandlung fuer kopfgehaertete Schienen

Info

Publication number
DE815196C
DE815196C DEB3799A DEB0003799A DE815196C DE 815196 C DE815196 C DE 815196C DE B3799 A DEB3799 A DE B3799A DE B0003799 A DEB0003799 A DE B0003799A DE 815196 C DE815196 C DE 815196C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rails
head
hardening
steel
carbon
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB3799A
Other languages
English (en)
Inventor
Sepp Dipl-Ing Ammareller
Alfred Duebbert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bochumer Verein fuer Gussstahlfabrikation AG
Original Assignee
Bochumer Verein fuer Gussstahlfabrikation AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bochumer Verein fuer Gussstahlfabrikation AG filed Critical Bochumer Verein fuer Gussstahlfabrikation AG
Priority to DEB3799A priority Critical patent/DE815196C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE815196C publication Critical patent/DE815196C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
    • C21D9/04Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for rails
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C38/00Ferrous alloys, e.g. steel alloys
    • C22C38/04Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing manganese

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Heat Treatment Of Articles (AREA)

Description

  • Stahl und Wärmebehandlung für kopfgehärtete Schienen Es ist bekannt, verschleißfeste Eisenbahnschienen herzustellen, indem man die Fahrfläche der Schienen aus der Walzhitze durch Eintauchen des Kopfes im fließenden Wasser härtet und die gehärtete Oberfläche des Kopfes durch die im Innern der Schiene verbliebene Wärme anläßt. Für solche Schienen wurde zunächst ein Stahl mit etwa 0,4 0/, C,0/, Mri und oj bis o,2 0/, Si verwendet. Von der Herstellerin dieser Schienen ist im Schrifttum (österreichische Patentschrift 153 175) angegeben worden, daß eine größere Härtesteigerung durch höheres Härten und geringeres Anlassen vom Standpunkt der Sicherheit der Schienen bedenklich sein würde.
  • Es ist in der Folgezeit bekanntgeworden, das gleiche Verfahren, Härten des Schienenkopfes aus der Walzhitze in Wasser mit nachfolgendem Anlassen der gehärteten Schicht durch die aus dem Innern des Schienenkopfes nachströmende Wärme, auf Schienen aus Stählen anzuwenden, die einen auf mindestens o,6 0/, erhöhten Siliziumgehalt besitzen, vorzugsweise auf Stähle mit 0,35 % C, 0,7 bis oß % Si und 0,7 bis o,9 0/, Mn.
  • Es hat sich herausgestellt, daß es entgegen den bisher vorliegenden Bedenken möglich ist, Schienen mit durchaus guter Zähigkeit bei noch erheblich gesteigerter Verschleißfestigkeit herzustellen, indem man Schienen aus einem Stahl mit etwa 0,35 bis 0,45 0/, C, I,3o bis i,go 0/, Mn und 0,4o bis i,o 0/, Si zunächst auf Temperaturen unterhalb der Anlaßtemperaturen erkalten läßt und sie dann an der Oberfläche des Kopfes, vorzugsweise mit induktiver oder Brennerheizung, auf Härtetemperatur erhitzt und ohne nachfolgendes Anlassen härtet. Dabei soll die Abkühlung von der Walzendtemperatur vor der Oberflächenhärtung so langsam erfolgen, daß kein Härtungsgefüge und keine Flockenbildung auftritt.
  • Trotz des verhältnismäßig hohen Gehaltes an C, Mn und Si haben sich die bisher gehegten Befürchtungen, man müsse im Hinblick auf die Zähigkeit der Schienen schon bei geringeren Gehalten an diesen Elementen die gehärteten Zonen des Schienenkopfes unbedingt anlassen, als unberechtigt erwiesen.
  • Es kann in manchen Fällen zweckmäßig sein, z. B. zur weiteren Erhöhung der Verschleißfestigkeit oder zur Erzielung besonderer Feinkörnigkeit, erfindungsgemäß Stähle der angegebenen Zusammensetzung zu verwenden, in denen jedoch der Kohlenstoffgehalt um einen gewissen Betrag, der diese Sollanalyse um bis zu etwa OJ5 0/, Kohlenstoff überschreitet, erhöht, dieser überschüssige Kohlenstoff aber durch mindestens einen starken Karbildbildner, wie Titan, Niob, Tantal oder Vanadin, abgebunden ist.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung läßt sich auch in der Weise anwenden, daß die induktiv oder mit Brennern auf Härtetemperatur erwärmte Oberfläche des Schienenkopfes erst in solchem Abstand von der Erwärmungsvorrichtung erfolgt, daß in der Oberfläche des Schienenkopfes ein Zwischenstufengefüge bzw. sorbitisch-troostitisches Gefüge entsteht.
  • Es ist möglich, die erfindungsgemäß hergestellten Schienen ohne Schaden auf der Baustelle zu biegen, etwa um sie in Kurven zu verlegen. Auf diese Weise erhält man eine Schiene mit wesentlich gesteigerter Verschleißfestigkeit, ausreichender Bruchsicherheit und Biegefähigkeit.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRCCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Schienen mit besonders hoher Verschleißfestigkeit, ausreichender Zähigkeit und Kaltbiegefähigkeit unter Anwendung des Kopffiärtens, dadurch gekennzeichnet, daß Schienen aus einem Stahl mit etwa 0,35 bis 0,45 0/, Kohlenstoff, 1,3 bis 1,9 0/, Mangan, 0,4 bis i,o 0/, Silizium, Rest Eisen mit den üb- lichen Eisenbegleitern, nach dem Walzen zunächst unter Vermeidung von Härtungsgefüge und Flockenbildung auf eine Temperatur unterhalb der Anlaßtemperaturen erkalten gelassen, darauf an der Oberfläche des Kopfes, vorzugsweise induktiv oder mit Brennern auf Härtetemperatur erhitzt und ohne nachfolgendes Anlassen gehärtet werden.
  2. 2. Die Anwendung des Verfahrens nach Anspruch i auf Schienen der im Anspruch i genannten Zusammensetzung, deren Stahl jedoch einen die angegebene Sollanalyse um bis zu etwa 0,15 0/, Kohlenstoff übersteigenden Kohlenstoffgehalt und solche Mengen mindestens eines starken Karbidbildners, wie Titan, Niob, Tantal oder Vanadin, besitzt, daß der überschüssige Kohlenstoff dadurch abgebunden ist. 3. Die Anwendung des Verfahrens nach Anspruch i auf Schienen der im Anspruch i oder 2 genannten Zusammensetzung mit der Maßgabe, daß das Abschrecken der vorzugsweise induktiv oder mit Brennern auf Härtetemperatur gebrachten Schienenoberfläche in solchem Abstand von der Erwärmungsvorrichtung erfolgt, daß in der Oberfläche des Schienenkopfes Zwischenstufengefüge bzw. sorbitisch-troostitisches Gefüge herbeigeführt wird.
DEB3799A 1950-05-23 1950-05-23 Stahl und Waermebehandlung fuer kopfgehaertete Schienen Expired DE815196C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB3799A DE815196C (de) 1950-05-23 1950-05-23 Stahl und Waermebehandlung fuer kopfgehaertete Schienen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB3799A DE815196C (de) 1950-05-23 1950-05-23 Stahl und Waermebehandlung fuer kopfgehaertete Schienen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE815196C true DE815196C (de) 1951-10-08

Family

ID=6953418

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB3799A Expired DE815196C (de) 1950-05-23 1950-05-23 Stahl und Waermebehandlung fuer kopfgehaertete Schienen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE815196C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3006695A1 (de) * 1980-02-22 1981-08-27 Klöckner-Werke AG, 4100 Duisburg Verfahren zum induktiven waermebehandeln von schienenkoepfen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3006695A1 (de) * 1980-02-22 1981-08-27 Klöckner-Werke AG, 4100 Duisburg Verfahren zum induktiven waermebehandeln von schienenkoepfen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69629161T2 (de) Verfahren zur herstellung von schienen mit hohem verschleisswiderstand und hohem widerstand gegen innere defekte
DE2919156A1 (de) Verfahren zur herstellung von hochwertigen schienen mit hoher schweissbarkeit
DE69521276T2 (de) Verfahren zum Herstellen eines Werkstückes aus Maschinenbaustahl und nach diesem Verfahren hergestelltes Werkstück
DE3617725C2 (de)
DE3832014C2 (de) Verfahren zur Herstellung hochfester nahtloser Stahlrohre
DE3616518A1 (de) Verfahren zum herstellen eines hochfesten stahls
DE815196C (de) Stahl und Waermebehandlung fuer kopfgehaertete Schienen
DE3033500A1 (de) Verfahren zur direkten waermebehandlung von warmgewalztem stahldraht
DE2820784A1 (de) Verfahren zur herstellung von schienen mit verbesserten eigenschaftswerten
DE2324750A1 (de) Herstellung von gehaertetem stahl
DE880753C (de) Herstellung von kopfgehaerteten Schienen
DE102012017143B3 (de) Verfahren zum Herstellen eines Bauteils mit bainitischem Gefüge und entsprechendes Bauteil
CH377540A (de) Rad für Schienenfahrzeuge und Verfahren zu dessen Herstellung
DE762326C (de) Stahl und Waermebehandlung fuer Schienen
DE689192C (de) Verfahren zur Abkuerzung des Tempervorganges
DE872958C (de) Herstellung von kopfgehaerteten Schienen
DE1239110B (de) Verwendung einer hochverschleissfesten Schienenstahllegierung
EP0065678B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur abschnittsweisen Wärmebehandlung von Bauteilen aus Eisenwerkstoffen
AT153175B (de) Verfahren zur Herstellung hochverschleißfester gehärteter Eisenbahnschienen.
DE2148722C3 (de) Verfahren zur Wärmebehandlung einer gewalzten Schiene
DE1964795C3 (de) Verfahren zur Wärmebehandlung von Stählen unmittelbar aus der Verformungswärme mit beschleunigter Abkühlung
AT120342B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Hartkopfschienen.
AT138015B (de) Verfahren zur Herstellung von Radreifen und sonstigen Gegenständen mit hoher Verschleißfestigkeit.
DE926913C (de) Verfahren zum Haerten von Stahl auf elektroinduktivem Wege
AT387985B (de) Verfahren zur herstellung von walzstahl