DE80C - Werkzeug zur Herstellung von Steinfassungen für Taschenuhren - Google Patents

Werkzeug zur Herstellung von Steinfassungen für Taschenuhren

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DE80C
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    • G04HOROLOGY
    • G04DAPPARATUS OR TOOLS SPECIALLY DESIGNED FOR MAKING OR MAINTAINING CLOCKS OR WATCHES
    • G04D3/00Watchmakers' or watch-repairers' machines or tools for working materials
    • G04D3/04Devices for placing bearing jewels, bearing sleeves, or the like in position
    • G04D3/042Devices for placing bearing jewels, bearing sleeves, or the like in position for bearing jewels

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Description

1877.
Klasse 83.
Fig. 2.
In Taschenuhren kommen vielfach Steine zur Verwendung, welche vermöge ihrer grofsen Härte, die Reibung bewegender Theile vermindern.
Diese Steine zu befestigen," sind an den betreffenden Stellen Steinfassungen in das Metall der Uhren geschnitten.
Solche Steinfassungen bestehen, wie aus (Fig. 1) ersichtlich, aus einer vertieften Senkung b, welche von einem hervorstehen-Flg- *· den Rande α umschlossen
wird. Dieser wird, nachdem der Stein in die Senkung b hineingelegt
ist, an den Stein. angedrückt, und letzterer so befestigt.
Zur Anfertigung dieser Steinfassungen sind aufser den grofsen und kostspieligen Maschinen auch kleine, wohlfeilere Handinstrumente vorhanden. Ein solches ist Gegenstand dieser Erfindung. Es besteht 1. aus der Centrirspritze mit Heft; 2. aus dem Stichelkloben mit Feder und 3. aus den zwei Schneidesticheln.
1. Die Centrirspitze α ist aus Rundstahl gefertigt und, wie aus Fig. 2 ersichtlich, vorn schlank, konisch zugespitzt. Ihrer ganzen Länge nach ist die Centrirspitze mit einer Nuth versehen, in welche die Schrauben g und ?n (Fig. 1) eingreifen, um den Stichelkloben sicherer zu führen.
Auf dem cylindrischen Theil der Centrirspitze ist ein Heft b befestigt, welches zur leichteren Handhabung dient.
2. Der Stichelkloben c, s aus Stahl, bildet vorn einen cylindrischen Theil c (Fig. 2), an welchen sich ein von zwei Seiten abgeflachtes Blatt ί schliefst. In den cylindrischen Theil ist vorn ein Loch gebohrt, welches zur Aufnahme der Schneidestichel dient.
Die drei Schrauben ο, ο und e durchdringen den so dargestellten Hohlcylinder und dienen zum Festschrauben der Stichel.
Die Feder f ist mittels der Schraube g auf dem Blatt des Stichklobens festgeschraubt und vorn knieförmig umgebogen Dieser vordere, umgebogene Theil ist mit einem länglichen Loche versehen, durch welches der Kloben c, s und die Centrirspitze α hindurchreichen. Die Schraube h dient zum Festschrauben des Klobens auf der Centrirspitze.
3. Die 2 Schneidestichel i und 2'1 sind aus halbrundem Stahl von solcher Stärke gefertigt, dafs Beide zusammengelegt gerade in die Bohrung des Stichelklobens frei hineinpassen.
Der vordere Stichel z1 ist, wie aus Fig. 3 ersichtlich, angeschliffen und schneidet
Fig. 3. den äufseren Rand c der Steinfassung ; der hintere Stichel i dagegen 1 ^ schneidet die innere Senkung b der-.
selben (Fig. 1).
·» Der Gebrauch ist folgender:
In denjenigen Theil der Uhr (ζ. Β. eine Plattine), in welchem eine Steinfassung geschnitten werden soll, wird ein etwas kleineres Loch als der Durchmesser des Steines, welcher gefafst werden soll, gebohrt und zwar um so viel kleiner, als die Randbreite der inneren Senkung {b, Fig. 1) der Fassung ausmachen soll.
Hierauf setzt man das Instrument mit der Centrirspitze senkrecht in das gebohrte Loch, schiebt den Stichelkloben soweit herunter, dafs die Stichel die Plattine berühren und schraubt durch leichtes Andrehen der Schraube h den Stichelkloben fest.
Nun nimmt man das Instrument aus dem Loche heraus und regulirt mittels der durch den Stichelkloben gehenden und in diev Nuth treffenden Schraube m den Abstand der Stichel von der Centrirspitze, und zwar so, dafs der Zahn des hinteren Stichels i soweit aus der Nuth der Centrirspitze hervortritt, als die Randbreite der inneren Senkung b (Fig. 1) angenommen war. Alsdann stellt man durch Anziehen der Schraube e und event. Nachlassen der Schraube ο den vorderen Stichel 21 soweit herunter, dafs die schneidende Spitze desselben nur so weit von dem Zahn des hinteren Stichels i entfernt bleibt, als der Rand α, Fig. 1, der Fassung, welcher ästehen bleiben soll, stark werden soll.
Ist auf diese Weise das Instrument gestellt, so beginnt das Schneiden der Fassung und zwar
setzt man die Centrirspitze wieder senkrecht in das Loch, setzt den Zeigefinger auf das Ende des Heftes und drillt das Instrument mittels des Mittelfingers und des Daumens nach rechts herum, anfänglich vorsichtig und dann schneller, wobei der Zahn des hinteren Stichels / die innere Senkung b, und die vordere 'Spitze des Stichels i1 den äufseren Rand c der Fassung in Fig. ι schneiden. Das Drillen setzt man so lange fort, bis die gewünschte Tiefe erreicht ist.
Damit ist das Schneiden der Fassung und die Function des Instrumentes beendet. Es wird nur noch der Stein in die Senkung hineingelegt und der Rand an den Stein angedrückt.
Das Nachschneiden alter Fassungen geschieht analog dem Schneiden neuer Fassungen und ist von grofsem Vortheil, indem häufig solche Fassungen wieder recht gut hergestellt werden können, die sonst gar nicht mehr brauchbar waren.
Hauptsächlich wird dies durch die Verstellbarkeit der Stichel erreicht, da sowohl der hintere Schneidezahn jeder beliebigen inneren Senkung, als auch die Schlitzweite "jeder Randstärke der Fassung angepafst werden kann.
Dieser Umstand mächt das Instrument zu einem für alle Fälle passenden, wogegen früher für verschiedene Randstärken besondere Schneidekloben vorhanden sein mufsten, deren Schneidezähne vorn verschieden weite Schlitze hatten.
Bei dieser neuen Construction ist das Anschärfen oder Nachfeilen der Zähne sehr leicht, indem jede Schnittkante freisteht und' für sich allein angefeilt oder geschliffen wird.
Dadurch wird ein besserer und leichterer Schnitt und somit eine bedeutend gröfsere Haltbarkeit der Zähne erzielt.
Schliefslich ist noch der Ersatz der Stichel leichter und mit weniger Kosten verknüpft, als j bei früher gebräuchlichen Instrumenten.
DE80DA 1877-07-21 1877-07-21 Werkzeug zur Herstellung von Steinfassungen für Taschenuhren Expired - Lifetime DE80C (de)

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