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Klavierstimmhammer Der Klavierstimmhammer nach der Erfindung stellt
eine Vereinigung eines Schlüssels 1a mit Vierkantloch mit einer umschaltbaren Knarre
dar, wobei der auswechselbare Schlüssel gleichzeitig als Achse für das Sperrad der
Knarre dient.
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Es sind zwei Ausfertigungen für die umschaltbare Knarre vorgesehen:
a) Die Knarre des Klavierstimmhatnmers nach Zeichnung \r. 121/t und 12c/2. Sie hat
vier Einstellungen, wie aus den Zeichnungen zu erkennen ist. c. Die Knarre kann
gesperrt werden für Linksgang und ist damit für das Entspannen der l,7.laviersaite
eingestellt; 2. sie kann gesperrt werden für Rechtsgang; die Schraube für die Klaviersaite
kann nunmehr rechtsherum gedreht werden. damit wird die Saitc gespannt: 3. die Knarre
kann gänzlich gesperrt werden für Links- und Rechtsgang, wie es beim endgültigen
Feinstimmen der Klaviersaiten erforderlich ist; 4. schließlich läßt sich noch durch
gleichzeitiges Ausschalten beider Sperrklinken f Leerlauf einschalten; diese Schaltstellutlg
hat jedoch weniger Bedeutung und ist nur der Vollständigkeit halber erwähnt.
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Die Umschaltung der Knarre erfolgt mittels eines Umschaltknopfes a
am Ende des Griffes. Dieser Knopf hat eine Nase b zum Einrasten in die für die verschiedenen
Schaltstellungen im Griffende angeordneten Rasten c und ist mit einem im Kopf vorgesehenen
Umschaltkolben d mit Nase verbunden. Dieser Umschaltkolben wird durch eine Schraubenfeder
e in Richtung der Sperrklinken f
bewegt. Je nach Stellung der Nase
an diesem
Umschaltkolben wird die eine oder die'andere der beiden
Sperrklinken an dem Einklinken in das Sperrad g gehindert. Dadurch wird erreicht,
daß die Knarre nur für jeweils einen Drehsinn den Schlüssel h betätigt.
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Wird der Umschaltkolben so weit zurückgezogen, daß beide Sperrklinken
in das Sperrad eingreifen können, ist die Knarre für beide Drehsinne gesperrt, und
der Stimmhammer kann sowohl für das Spannen als auch das Entspannen der Klaviersaite,
also zum Feinstimmen benutzt werden. Hierbei sitzt die Nase des Umschaltkolbens
auf dem Stielende auf und verhindert dadurch, daß der Umschaltkolben die Sperrklinken
ausschaltet.
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Dreht man den Umschaltknopf nun um 18o° und läßt ihn in das Stielende
einrasten, drückt die Nase des Umschaltkolbens gleichzeitig auf beide Sperrklinken,
so daß dann beide Sperrklinken ausgeschaltet sind (Leerlauf).
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Der Klavierstimmhammer ist so ausgebildet, daß jedes einer Abnutzung
unterliegende Einzelteil leicht ausgewechselt werden kann. Das Sperrad hat ein Vierkantloch
und sitzt auf einem Vierkant des eigentlichen Schlüssels.
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b) Die Knarre des Klavierstimmhammers nach Zeichnung Nr. 122 hat den
Vorteil, daß die Umschaltung mit dem Daumen erfolgen kann, ohne daß der Hammer losgelassen
zu werden braucht. Dies bedeutet eine beachtliche Vereinfachung der Umschaltung
gegenüber der Anordnung gemäß Zeichnung Nr. 12i/1 und 12i/2. Die Knarre nach Zeichnung
Nr. 122 besitzt drei Schaltstellungen. Diese sind i. für Linksgang, hierbei wird
das Umschaltsegment i mit dem Daumen bis zum Anschlag k nach links bewegt; 2. für
Feststellung, hierbei befindet sich das Umschaltsegment in Mittelstellung; 3. für
Rechtsgang, hierbei wird das Umschaltsegment mit dem Daumen nach rechts bewegt bis
an einen Anschlag k.
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Bei dieser Knarre erfolgt die Umschaltung mittels einer Umschaltnockenwelle
1. Die Welle besitzt zwei nebeneinanderliegende Nocken m, die wahlweise gegen die
Sperrklinken f drücken können und so die eine oder die andere Klinke am Eingriff
in das Sperrad g hindern.
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Auf der einen Seite der Nockenwelle ist auf einem Vierkant ein Schaltsegment
i angeordnet. Dieses Segment ist am Umfang gekordelt, so daß dadurch die Betätigung
mittels des Daumens erleichtert wird. Das Schaltsegment besitzt auf seiner Rückseite
drei Vertiefungen n, in die eine Kugel o durch eine Schraubenfeder p gedrückt werden
kann. Dadurch werden die drei Schaltstellungen festgelegt. Für die Endstellungen
ist außerdem noch zusätzlich je eine Anschlagschraube k vorgesehen.
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In der Mittelstellung des Schaltsegmentes betätigt keiner der beiden
Nocken eine der beiden Sperrklinken, so daß beide Klinken in das Sperrad eingreifest
können und damit der Schlüssel k für beide Drehsinne festgestellt ist.
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Die Anordnung der L''inschaltung gemäß Zeichnung Nr. 122 gestattet
außerdem eine Schränkung des Griffes des Klavierstimmliammers, so daß dem Griff
eine möglichst günstige Form gegeben werden kann.
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Durch die Vereinigung des Schlüssels li mit einer Knarre ist es möglich,
für den eigentlichen Schlüssel ein einfaches Vierkantloch an Stelle des sonst erforderlichen
teuren sternförmigen Loches anzuordnen. Das Vierkantloch hat den Vorteil billiger
Herstellung. Ferner nutzt ein Schlüssel mit dem Vierkantloch nicht so schnell a1)
wie der Sternschlüssel, der bedeutend kleinere Flächen hat. Dadurch werden gleichzeitig
die Schrauben am Klavier geschont. Mit Hilfe der Knarre ist es möglich, stets die
zum Anziehen oder Lösen der Schraube (beim Stimmen der Saiten) erforderliche günstigste
Stellung des Stimmhammers zu erreichen. Ein Umstecken des Stimmhammers ist nicht
mehr erforderlich. Dadurch werden Hammer und Schraube beträchtlich geschont. Auch
wird mit Hilfe des Klavierstimmllammers eine erhebliche Arbeitszeitersparnis möglich
sein. Dies tritt besonders beim Einziehen neuer Saiten in Erscheinung, wobei die
Schraube mehrere Umdrehungen machen muß und wobei sonst der Hammer dauernd umgesteckt
werden müßte.
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Die in Zeichnung Nr. 122 dargestellte umschaltbare Knarre mit Einbandbedienung
eignet sich auch ganz besonders als Universalwerkzeug durch Einsetzen von Spezialwerkzeugeinsätzen,
z. B. als Schraubenschlüssel, Winkelschraubenzieher, Windeisen zum Gewindeschneiden
sowie zur Betätigung von Reibahlen und Bohrern. Als Schraubenschlüssel würde dieses
Werkzeug außerordentlich gute Dienste leisten zum Anziehen oder Lösen von Schrauben
und Muttern an Flanschen, wobei sonst ein dauerndes Umsetzen des Schraubenschlüssels
erforderlich ist.