DE809331C - Elektrischer Schmelzofen mit Wirbelstromumruehrung des Bades durch unterhalb des Ofenbodens angebrachte Umruehrvorrichtungen - Google Patents

Elektrischer Schmelzofen mit Wirbelstromumruehrung des Bades durch unterhalb des Ofenbodens angebrachte Umruehrvorrichtungen

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DE809331C
DE809331C DEA241A DEA0000241A DE809331C DE 809331 C DE809331 C DE 809331C DE A241 A DEA241 A DE A241A DE A0000241 A DEA0000241 A DE A0000241A DE 809331 C DE809331 C DE 809331C
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DE
Germany
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furnace
poles
rotation
bath
electric melting
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Expired
Application number
DEA241A
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English (en)
Inventor
Ludwig Dr Dreyfus
Karl Erik Eriksson
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ABB Norden Holding AB
Original Assignee
ASEA AB
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B6/00Heating by electric, magnetic or electromagnetic fields
    • H05B6/02Induction heating
    • H05B6/22Furnaces without an endless core

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Crucibles And Fluidized-Bed Furnaces (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

  • Elektrischer Schmelzofen mit Wirbelstromumrührung des Bades durch unterhalb des Ofenbodens angebrachte Umrührvorrichtungen Um mit Hilfe von elektrodynamischen Kräften das Bad in elektrischen Schmelzöfen umzurühren, kann man sich verschiedener elektrischer Anordnungen bedienen. So wurde vorgeschlagen, feste, an Wechselstrom angeschlossene Spulen unterhalb des Ofenbodens anzuordnen. Die Spulen sind hierbei in der Regel mit Eisenkernen versehen und werden mit zwei- oder dreiphasigem Wechselstrom gespeist. Die wirkungsvollste Umrührung der Schmelze wird hierbei erreicht, wenn diese veranlaßt wird, im wesentlichen eine Bewegung auszuführen, die in Abb. i der Zeichnung dargestellt ist. Hier ist ersichtlich, wie die Schmelze diametral über den mittleren Teil des Ofens getrieben wird, was unter beschleunigter Bewegung erfolgt, und darauf gegen das Ofenfutter stößt, wo sie gezwungen wird, nach beiden Seiten entlang der Ofenwand abzubiegen, um dort verzögert zu werden. Die auf diese Weise entstehende Wirbelbildung bringt die Mischung zwischen der oberen und unteren Schicht der Schmelze zustande, die notwendig ist zur Erzielung zufriedenstellender metallurgischer Ergebnisse und die der eigentliche Zweck des Umrührens ist.
  • Es zeigt sich indessen, daß die Anordnung mit der Umrührspule und dem dazugehörigen Umformeraggregat ziemlich teuer wird, da für das Umrühren ein sehr niedrig frequenter Strom erforderlich ist, dessen Erzeugung ein kostspieliges Umformeraggregat erfordert. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung, bei der dieses Aggregat vollkommen entbehrlich wird.
  • Die vorliegende Erfindung, die sowohl bei elektrischen Lichtbogenöfen als auch bei Hochfrequenzöfen anwendbar ist, in denen das Bad einer Wirbelstromumrührung durch unter-halb des Bodens angebrachte Umrührvorrichtungen unterworfen wird, die im Bad einen niedrigfrequenten Strom induzieren, ist dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Magnetsysteme mit einem oder mit mehreren Tolpaaren dicht unterhalb des Ofenbodens rotieren, wobei die Rotationsachsen der Magnetsysteme sowohl mit der Ofensymmetrieachse zusammenfallen als auch ekzentrisch zu ihr in einem spitzen Winkel stehen können.
  • Auf den Zeichnungen sind drei verschiedene Ausführungsformen der Erfindung dargestellt. Abb. i zeigt, wie erwähnt, das gewünschte Strömungsbild in der Schmelze, Abb. 2 eine Ausführungsform mit einem mit der Ofenachse konzentrischen Magnetsystem; eine andere Ausführungsform geht aus Abb. 3 hervor, in der ein Magnetsystern dargestellt ist, das exzentrisch zur Ofenachse rotiert; die Abb. 4 und 5 zeigen im Schnitt bzw. in der Ansicht von unten die Anordnung von zwei in entgegengesetzten Umdrühungsrichtungen rotierenden Magnetsystemen.
  • Bei der Verwendung eines gleichgtromerregten Magnetsystems ist es naheliegend, dieses mehrpolig auszuführen, z. B. vier- oder sechspolig, wobei die Pole im gleichen Abstand von der Ofenachse und um diese rotierend angeordnet sind. Abb. 2 zeigt schematisch. eine vierpolige wahlweise Ausführung, bei der die vier Pole i bis 4 auf einem Ring 5 angeordnet sind, wobei die Pole mit wechselnder Polarität erregt sind. Der Ring 5 kann vermittels einer nicht gezeigten Antriebsvorrichtung konzentrisch zur Achse des zylinderförmigen Ofens 6 in Rotation versetzt werden. Dureffi diese Anordnung wird indessen die Schmelze nach einer gewissen Zeit in eine konstante wirbelfreie Drehbewegung versetzt, und eine Mischung der oberen und unteren Schicht der Schmelze findet nicht statt. Auf diese Weise erhält man also kein Strömungsbild gemäß Abb. i. Um Wirbel zu erzeugen, kann man jedoch die Bewegungsrichtung des Magnetsysterns regelmäßig umkehren, was aber recht unbequem ist, da das rotierende System ein großes Trägheitsmoment hat.
  • Eine bessere Lösung ist es, gemäß Abb. 3 ein ähnliches mehrpoliges, rotierendes Magnetsystem mit erheblicher Exzentrizität gegenüber der Ofenachse vorzusehen. Das Magnetsystem kann zweckmäßigerweise vier oder sechs Pole haben, das erste, dargestellt in Abb. 3, bei dem vier Pole i bis 4 mit abwechselnder Polarität - auf dem Ring 5 befestigt sind, der dazu bestimmt ist, um eine gedachte, durch die Schmelze gehende Achse zu rotieren, die nicht mit der Achse des Ofens 6 zusammenfällt. Hierhei wird jedoch ein zu großer Teil der Kraftlinien unwirksam, und der Durchmesser des Polsystems wird unbequem groß, wodurch die Konstruktion unförmig wird.
  • Eine wirkungsvollere Anordnung als nach Abb. 3 erhält man durch die Kombination zweier Magnetsysteme mit geringer Polzahl, beispielsweise mit je zwei Polen, wobei der Abstand zwischen den Schnittpunkten der Rotationsachsen mit dem Ofenboden ungefähr gleich dem doppelten Abstand zwischen diesen Rotationsachsen und der Achse eines zugehörigen Pols ist. Diese Ausführungsform ist in Abb. 4 dargestellt.
  • In Abb. 4 bezeichnet i das Mauerwerk des Ofens, der bis zu einer verhältnismäßig geringen Höhe mit der Schmelze 2 gefüllt ist, und 3 einen das Mauerwerk umgebenden Blechmantel, der unter dem Ofenboden, der zweckmäßigerweise einen Teil einer Kugelfläche bildet, aus unmagnetischem Material besteht.
  • Unter dem Boden sind zwei Magnetsysteme 4 und 5 angeordnet. jedes Magnetsystem besteht aus zwei gleichstromerregten Polen mit Polschuhen von solcher Formgebung und Anordnung, daß der Luftspalt zwischen diesen und dem Ofenboden im wesentlichen gleichbleibt. Die Rotationsachsen der Magnetsysteme sind hierbei ungefähr gegen den Mittelpunkt der Kugelflächt des Bodens gerichtet.
  • In der Abbildung si nd die Pole 6 und 7 des MagnetsYstcms 4 mit den Spulen 8 bzw. 9 und die Rotationsachse io des Systems gezeigt. Das andere Magnetsystem 5 steht in der dargestellten Lage rechtwinklig zum Magnetsystem 4. Seine Rotationsachse ist mit 13 und der sichtbare Pol mit ii bezeichnet.
  • In Abb. 5 ist die Lage der beiden Magnetsysteme in einem bestimmten Augenblick dargestellt, und die Bezeichnungen entsprechen denen in Abb. 4. Die Pole des Magnetsysterns 5 sind mit 14 und 15 und die Spulen mit ii und 12 bezeichnet. Die beiden Systeme sind für synchronen Antrieb mit einer solchen gegenseitigen Kupplung bestimmt, daß die Pole des einen Systems in die Pollücken des anderen Systems in der gleichen Weise eingreifen wie die Zähne zweier Zahnräder. Dadurch werden in der Schmelze zwei ineinander eingreifende Rotationsbewegungen erzielt, so daß sie im wesentlichen auf dieselbe Weise beschleunigt und verzögert werden, wie in Abb. i gezeigt. Dadurch, daß die Bodenschicht der Schmelze eine stärker beschleunigte Bewegung erhält als ihre obere Schicht, wird außerdem eine wirkungsvolle Mischung zwischen diesen Schichten erreicht. Die Rotationsperiodenzahl des Systems kann bei großen Ofen mit Vorteil niedrig, etwa i bis 2 Perioden pro Sekunde, gewählt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE- i. Elektrischer Schmelzofen mit Wirbelstromumrührung des Bades durch unterhalb des Ofenbodens angebrachte Umrührvorrichtungen, die im Bad einen niedrigfrequenten Strom induzieren, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Magnetsysteme mit einem oder mit mehreren Polpaaren dicht unterhalb des Ofenbedens rotieren, wobei die Rotationsachsen der Magnetsysteme sowohl mit der Ofensymmetrieachse zusammenfallen als auch exzentrisch zu ihr in einem spitzen Winkel stehen können.
  2. 2. Elektrischer Schmelzofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Rotationsachse oder -achsen so weit von der Symmetrieachse des Ofens abweicht oder abweichen, daß die Pole des Magnetsystems im wesentlichen unter dem Mittelteil des Ofens vorbeigehen. 3. Elektrischer Schmelzofen nach Anspruch i mit zwei oder mehreren rotierenden Magnetsystemen, dadurch gekennzeichnet, daß die Rotationsachsen der Magnetsysteme in solchem Abstand voneinander angegrdnet sind und der Abstand der Pole von ihrem Rotationszentrum derart bemessen ist, daß bei der aufeinander abgestimmten Rotation die Pole des einen Systems in die Lücken zwischen den Polen des anderen Systems eingreifen.
DEA241A 1948-11-08 1949-11-09 Elektrischer Schmelzofen mit Wirbelstromumruehrung des Bades durch unterhalb des Ofenbodens angebrachte Umruehrvorrichtungen Expired DE809331C (de)

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DEA241A Expired DE809331C (de) 1948-11-08 1949-11-09 Elektrischer Schmelzofen mit Wirbelstromumruehrung des Bades durch unterhalb des Ofenbodens angebrachte Umruehrvorrichtungen

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