DE809282C - Gleitfreier Reifen fuer Wagenraeder - Google Patents

Gleitfreier Reifen fuer Wagenraeder

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DE809282C
DE809282C DEP44588D DEP0044588D DE809282C DE 809282 C DE809282 C DE 809282C DE P44588 D DEP44588 D DE P44588D DE P0044588 D DEP0044588 D DE P0044588D DE 809282 C DE809282 C DE 809282C
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    • B60C9/2003Structure or arrangement of belts or breakers, crown-reinforcing or cushioning layers built-up from rubberised plies each having all cords arranged substantially parallel characterised by the materials of the belt cords
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Gleitfreier Reifen für Wagenräder Die Erfindung betrifft gleitfreie Reifen für Wagenräder. Es gibt bereits zahlreiche Vorschläge, um Laufflächen gleitfrei zu machen. So ist oft vorgeschlagen worden, in die Lauffläche auf die verschiedenste Weise metallische Einlagen einzubringen und dort zu verankern. Aber allen diesen Reifen ist der Erfolg versagt gewesen, da für die Metalleinlagen die verschiedenen Ursachen, warum sie dazu neigen, sich aus der Lauffläche herauszulösen, nicht erkannt und nicht berücksichtigt worden sind.
  • Diese Neigung, sich herauszulösen, hat im wesentlichen zwei Ursachen, die oft gemeinsam auftreten. An erster Stelle ist zu beachten, daß besonders bei den bekannten Reifen durch das Krümmen und Sichwenden die Metalleinlagen geschwächt, manchmal abgebrochen werden, was ihren Verlust zur Folge hat.
  • Gemäß der Erfindung versehen wir unseren verbesserten, gleitfreien Reifen mit einer oder mehreren Metalleinlagen aus Draht, welcher schraubenförmig gewunden und/oder an mehreren Stellen seiner Länge gewellt ist und dessen zwischen den Verankerungspunkten liegende Teile zurückspringend sind, damit sie sich, wenn sie in einem beträchtlichen Abschnitt längs oder quer deformiert werden, an keinem Punkt längs der Einlage verwinden oder drehen können. Dadurch wird die erste obengenannte Ursache des Versagens der bekannten Reifen beseitigt.
  • Der zweite Fehler der bekannten Reifen ist das Bestreben der metallischen Einlagen, sich zu lösen, weil der Radius des Reifens am Berührungspunkt mit dem Weg unter der Last herabgesetzt und dabei der Reifenumfang ebenfalls vermindert wird, so daß durch das Zusammendrücken der Gummilauffläche und die dabei sich ergebende Verformung der Lauffläche, Profilstücke oder Rippen Kräfte und Verwindungen entstehen, die die Metallteile lösen und herausbefördern.
  • Gemäß der Erfindung wird dieser zweite Mangel dadurch beseitigt, daß die Lauffläche . auf die Einlage derart vulkanisiert wird, da.ß die Gummilauffläche den Druck, der bei der Herabsetzung des Reifenradius an seinem Berührungspunkt mit dem Weg entsteht, in sich aufnimmt, was dadurch erreicht wird, daß die Gummilauffläche nach dem Vulkanisieren und, wenn der Reifen auf normalen Betriebsdruck aufgepumpt ist, unter einem ringsherum gehenden Druck steht, während er frei von jeder Last und in seinem Normalzustand ist, sobald er unter Last steht.
  • Dieser Druck kann nur in der Lauffläche se:bst erzeugt werden, indem diese auf die vorvulkanisierte Decke oder Unterlage aufvulkanisiert wird. Im wesentlichen besteht die Lauffläche aus um den Umfang laufenden Rippen. Darum ist die Erfindung in erster Linie auf die Wiederherstellung abgelaufener pneumatischer Reifen gerichtet, ist aber mit gleichem Vorzug auf neue Reifen anwendbar, wenn diese in zwei Arbeitsgängen vulkanisiert werden, beispielsweise wenn die tinlage einschließlich der Wülste, der Seitenwand, der Schultern und der Laufflächenunterlage im ersten, während die Lauffläche in einem weiteren Arbeitsgang aufvulkanisiert werden.
  • Die weiteren Einzelheiten werden in der nachfolgenden Beschreibung erläutert.
  • Die Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar.
  • Fig. i ist eine geschnittene Ansicht eines Reifenteils, Fig. 2 eine Teildraufsicht auf die Lauffläche der Reifen im neuen Zustand; Fig.3 gibt ebenfalls die Lauffläche der Fig.2 wieder, nachdem ihre äußeren Schichten teilweise abgenutzt sind; Fig.4 ist ein Querschnitt durch die Ringform mit Metalleinlagen; Fig. 5 zeigt die Ringform in einer Ansicht und Fig. 6 eine Metalleinlage im Aufriß.
  • Zur Ausführung der Erfindung hat der Reifen gleitsichere Metalleinlagen in Form schraubenförmiger Spulen a aus Stahl- oder anderem geeigneten Draht, der in passende Längen geschnitten wird und dessen Enden durch Ineinanderschlingen der Spulenwindungen miteinander verbunden sind, so daß flexible Ringe entstehen, deren äußerer Durchmesser dem Innendurchmesser der Ring- oder :\luldenform b gleich sind. Vor dem Einbringen in die Ring- oder Muldenform ist jeder Ring gewunden oder an vielen Punkten seiner Länge so gewellt oder gerunzelt, daß jede Einzelwindung eine Vieleckform aufweist, die wenigstens fünf und höchstens acht Seiten besitzt, die sich abwechselnd nach rechts und links wenden. Das Verhältnis zwischen Drahtstärke und Windungsdurchmesser soll vorzugsweise nicht mehr als i : 8 und nicht weniger als i : 16 betragen, damit die Starrheit der spulenartigen Einlage gewahrt bleibt, um den von der Straße auf den Reifen wirkenden Kräften ausreichend widerstehen zu können.
  • Die Runzeln oder Wellungen sollen so gekrümmt sein, daß sie den größtmöglichen Radius erhalten, der wenigstens dem der einzelnen Windung gleich sein soll, damit, wenn ein Teil des Reifens längs oder quer zusammengepreßt wird, jeder Teil der Spule über einen beachtlichen Abschnitt gleichmäßig verformt wird und kein Punkt auf dem Umfang den Wellungen oder Krümmungen irgendeine Verwindung erfährt. Ferner soll der Durchmesser der Windungen ungefähr gleich sein der Rippen- oder Profilstärke auf der Lauffläche.
  • Bei der praktischen Ausführung der Erfindung wird der Grund- oder Laufflächenteil der Reifeneinlage d freigelegt, um eine gleichmäßige saubere und rauhe Oberfläche zu erhalten. Auf ihr werden eine oder mehrere Schichten von Vulkanisierbindemitteln aufgetragen, und darauf wird der unvulkanisierte neue Laufflächengummi aufgebracht. Die Metalleinlagen a werden in Ausnehmungen in den Mulden- oder Formring gemäß Fig.4 und 5 eingelegt und hier durch ihre eigene Elastizität gehalten. Darauf wird der Mulden- oder Formring mit Gummi für die Lauffläche beschickt und das Ganze in bekannter Weise vulkanisiert. Der Formring b kann aus leichtem, elastischem ringsherum laufenden Bandstahl oder aus einem anderen geeigneten Werkstoff bestehen. In ihn sind Profilformungsglieder c eingerollt, eingepreßt oder in anderer Weise eingeformt, die vorwiegend gleichförmige, um den Umfang herumlaufende Rippenformen ergeben. Der Ring kann durch eine Dampfleitung e geheizt werden, die an dem äußeren Ring befestigt ist oder in anderer geeigneter Weise auf seiner äußeren Oberfläche oder auf einem Verstärkungsband f gehalten wird, das außen um den Ring herumläuft. Der Radius des Formringes ist kleiner als der Radius der Einlage, jedoch nicht kleiner, vorzugsweise sogar gleich dem Abrollradius des aufgepumpten Reifens, der dem Laufradius entspricht, der unter Last auf der Straße entsteht. Unter Abrollradius ist der senkrechte Abstand zwischen dem Radmittelpunkt und der Straße zu verstehen, wenn der Reifen auf Betriebsdruck aufgepumpt ist und unter Last steht.
  • Bei Verwendung eines Mulden- oder Formringes ist es zum Einbringen in die Form nötig, den Außendurchmesser des Reifenkörpers zu verkleinern. Zu diesem Zweck werden in einer Ausweitemaschine die Wülste voneinander entfernt und darauf der :Mulden- oder Formring aufgebracht. Wird nunmehr die Ausweitung der Wülste in axialer Richtung beendet, so federt der Reifen in seine alte Form und auf seinen alten Durchmesser zurück.
  • In einer Ausfülirtingsart der Erfindung kann der Formring in einer passenden Form mit eingegossenen Profilgliedern als fester Bestandteil gegossen werden, oder bei getrennten Gliedern werden diese am Ringkörper befestigt.
  • \Venii der Mulden- oder Formring am Reifen angebracht ist, wird ein flexibler Formungsschlauch in den Mantel eingelegt und ein Schnellverschlußkranz in irgendeiner art und Weise übergepaßt. Alsdann wird der Formungsschlauch auf einen Druck von ungefähr 2,8 kg/em2 aufgeblasen, um den Mantel und den darumliegenderi Formring in ihre zueinander passende Lage zu bringen. Dann wird der ganze Zusammenbau auf einen Formtisch oder eine Presse in üblicher Weise aufgelegt und der Schlauch weiter aufgeblasen bis auf den Forniungsdruck, worauf die Hitze für die entsprechende Formungszeit zugeführt wird.
  • Danach werden der Radkranz, der Schlauch und der Formring entfernt, nachdem in gleicher Weise wie oben die Wülste in einer Ausweitmaschine gespreizt werden. Die neue Lauffläche ist nun auf die Einlage vulkanisiert und weist in jeder Rippe eine fortlaufende Drahtspule auf, die in gleicher Ebene mit der Lauffläche liegt und deren am Rand Hervorschauende Windungen diagonal über die Rippen laufen, wie Fig. t und 2 zeigt.
  • L\'enn der Reifen auf ein Rad aufgebracht und aufgeblasen wird, dehnen sich die Einlagen auf ihre normale Größe, und die Lauffläche wird gestreckt. Die 'Metallspulen dehnen sich, da sie flexibel sind, mit der Lauffläche. Wenn sich der Reifen unter Last dreht, wird der Radius an der Berührungsfläche mit der Straße ungefähr auf das gleiche Maß herabgesetzt, das er im Formring hatte, in welchem der Reifen geformt und dessen Umfang dabei vermindert wurde. Da der Laufflächengummi unter Druck steht, ist die Wirkung dieser Umfangsherabsetzung kaum zu spüren, und jene Kräfte, welche durch Zusammendrücken entstehen und eine Verschiebung der Profilteile der Lauffläche verursachen, können nicht entstehen. Die Drahtspulen ziehen sich, da sie flexibel sind, mit der Lauffläche zusammen und bleiben daher an ihrem Platz im Gummi.
  • Bei Inbetriebnahme des Reifens bleiben die Metallteile in Form einer fortlaufenden schraubenförmig gewundenen Spule und stellen eine Serie metallischer Kreuzglieder a1 (Fig. i und 2) in der Oberfläche der Laufflächenrippen dar. Diese Kreuzglieder versuchen sich in Eis, Schnee oder Schmutz festzubeißen und greifen auf der harten Oberfläche des Weges fest an. Nach einiger Zeit nutzt die Verschleißneigung des Weges das Metall ab, so daß die fortlaufenden Metallspulen unterbrochen werden in eine Serie gewellter, U-förmiger Krampen, die fest in der Gummilauffläche eingebettet sind und eine mit metallischen Punkten a2 (Fig. 3) besetzte Gummioberfläche darstellen, die zickzackförmig längs jeder Gummirippe in der Lauffläche erkennbar sind.
  • Die Wellungen der Drähte verhindern durch ihre krampenartige U-Form, daß sie aus dem Gummi herausfallen, ermöglichen jedoch, daß letzterer sie umgibt. Es ist dabei wesentlich, daß der Gummi nicht an das Metall gebunden ist.
  • Beim Lauf der Reifen treten, besonders wenn der Druck auf die Straße durch Bremsen oder Antrieb verstärkt auf die Lauffläche wirkt, die Metallspitzen aus dem Gummi heraus und fassen in Eis oder Schnee oder in die griffige Oberfläche des Weges und verbessern die gleitfreien Eigenschaften des Reifens um ein Erhebliches.
  • Ein anderer Vorteil dieser metallischen Einlagen besteht darin, daß sie gegenüber in die Lauffläche einschneidenden Teilen, z. B. gebrochenem Glas, Kiesel u. a., erhöhten Schutz bieten. Sie verhüten also erheblich die Gefahr des Einstechens dadurch, daß sie das Eindringen von Nägeln, Kieseln u. dgl. verhindern.
  • Die Vorteile der gegenwärtigen Erfindung gegenüber früheren gleicher Art mit metallischen Einlagen bestehen vor allen Dingen in den Wellungen des Drahtes, die in besonders starkem Maße das Herausbefördern der Metalleinlagen verhindern und im Gebrauch gegen jene Kräfte arbeiten, welche in der Lauffläche entstehen und welche versuchen, daß die Einlagen herausgeworfen werden. Die besondere Bauweise der schraubenförmigen Drähte, wie sie oben beschrieben ist, setzen die Gefahr eines Bruchs der U-förmig geformten Krampen auf einen Mindestwert herab.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: t. Gleitfreier Reifen für Wagenräder, dadurch gekennzeichnet, daß er ein- oder mehrfache Einlagen aufgewundener oder in ihrer Länge mehrfach gekräuselter oder gewellter Metalleinlagen, die zwischen den Verankerungspunkten zum Teil zurücktreten, hat.
  2. 2. Gleitfreier Reifen ach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die oder jede Metalleinlage die Form eines Ringes (a) hat, dessen schraubenförmig gewickelter Draht aufgewunden oder an mehreren Punkten seiner Länge zu einer Vieleckform geknickt ist.
  3. 3. Gleitfreier Reifen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dessen Einlage ein Vieleck ist, das nicht weniger als fünf und nicht mehr als acht Seiten aufweist.
  4. 4. Gleitfreier Reifen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis zwischen der Drahtstärke und dem Durchmesser der Windungen nicht mehr als i:8 und nicht weniger als i : 16 beträgt.
  5. 5. Gleitfreier Reifen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Radius der Biegung an den Punkten ihrer Rundelung oder Wellung wenigstens gleich dem Radius der Windung ist.
  6. 6. Gleitfreier Reifen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gummilauffläche Einlagen enthält, die im unbelasteten Zustand unter einem in Umfangsrichtung verlaufenden Druck stehen.
  7. 7. Gleitfreier Reifen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Teile (a1, a2) der Metalleinlage in gleicher Oberfläche mit der Reifenlauffläche liegen.
DEP44588D 1948-06-02 1949-06-02 Gleitfreier Reifen fuer Wagenraeder Expired DE809282C (de)

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