DE807902C - Durch Kabel bediente Bremse fuer das Vorderrad von Fahrraedern - Google Patents

Durch Kabel bediente Bremse fuer das Vorderrad von Fahrraedern

Info

Publication number
DE807902C
DE807902C DEP50337A DEP0050337A DE807902C DE 807902 C DE807902 C DE 807902C DE P50337 A DEP50337 A DE P50337A DE P0050337 A DEP0050337 A DE P0050337A DE 807902 C DE807902 C DE 807902C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
brake
rod
cable
brake shoe
front wheel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP50337A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GUSTAV THUN FA
Original Assignee
GUSTAV THUN FA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GUSTAV THUN FA filed Critical GUSTAV THUN FA
Priority to DEP50337A priority Critical patent/DE807902C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE807902C publication Critical patent/DE807902C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62LBRAKES SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES
    • B62L3/00Brake-actuating mechanisms; Arrangements thereof
    • B62L3/02Brake-actuating mechanisms; Arrangements thereof for control by a hand lever

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Durch Kabel bediente Bremse für das Vorderrad von Fahrrädern Die Erfindung bezieht sich auf eine durch Kabel (Bowdenzug) bediente Bremse, kurz Kabelbremse genannt, für das Vorderrad von Fahrrädern. Diese haben gegenüber den durch Hebel bedienten Bremsen, hier genannt, den Vorteil, daß sie von der Bauform von Fahrradlenkstangen unabhängig sind und, gleichgültig ob es sich um Tourenräder, Rennräder oder Kinderräder handelt, überall ohne weiteres angebracht werden können. Sie sind auch wesentlich billiger als die bekannten Felgenbremsen, welche ebenfalls als Kabelbremsen ausgebildet sind.
  • Wie bei den Hebelbremsen die Führung der Bremsschuhstange in einer am Fahrradgabelkopf befestigten Nabe und die Rückführung der Bremsgestänge 'in die Ruhelage durch eine Rückholfeder erfolgt, muß auch bei einer Kabelbremse dieses Prinzip zur Anwendung kommen, nur muß die Rückholfeder mangels anderer Möglichkeiten in die Führungsstange des Bremsschuhs verlegt werden, wobei sie sich einerseits gegen die obere Stirn der Führungsstange, andererseits gegen einen festen Bauteil, der im Fahrradgabelkopf befestigt ist, abstützen muß, in welchem aber auch die Bremsschuhstange geführt werden muß. Die bekannte Anordnung sieht einen Blechkörper vor, der mit einer langen Schraube am Gabelkopf befestigt ist, ein Führungsauge für die Stange des Bremsschuhs hat und eine mit letzterer parallele Wange, die mit einem angenieteten Arm in den Hohlraum der Führungsstange eingreift, der als Widerlager für die Rückholfeder dient. Damit sich die Führungsstange gegenüber dem festen Widerlager senkrecht führen läßt, ist in dieser ein Langschlitz vorgesehen. Alle diese Teile sind unlösbar miteinander und dem Bremsschuh verbunden.
  • Der Bremsschuh muß aber unterhalb des Schutz= blechs des Vorderrads liegen. Das bedingt bei einer Hebelbremse, daß die Führungsstange für den Bremsschuh bei der Montage der Bremse von unten durch ein Loch im Schutzblech nach oben durchgesteckt wird. Das ist aber bei dem bekannten, starren Führungskörper, wie er oben beschrieben ist, nicht möglich, sondern der Ausschnitt im Schutzblech muß so groß sein, daß der gesamte Bremsschuh von oben her durchgesteckt werden kann. Das Schutzblech wird durch die große Aussparung geschwächt. Es dringt durch diese, insbesondere bei niedergebrachtem Bremsschuh, also beim Bremsen, Straßenschmutz nach oben, was das Schutzblech gerade verhindern sollte. Wenn die große Aussparung bei der Herstellung der Fahrräder, welche mit einer Kabelbremse ausgerüstet sein sollen, noch an sich keine Schwierigkeiten bietet, dann aber um so mehr, wenn an Stelle einer bisher an einem Fahrrad angebrachten Hebelbremse eine Kabelbremse angebracht werden soll, weil dabei Deformierungen des Schutzblechs, zum mindesten eine Zerstörung der Lackierung, fast unvermeidlich sind.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Kabelbremse so auszubilden, daß nur das Durchsteckloch für die Führungsstange einer Hebelbremse für die Montage benötigt wird.
  • Der Erfindungsgegenstand ist 'im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß als Halter der Bremse ein zweckmäßig als Bund ausgebildeter Körper dient, der eine in der Symmetrieebene längs geteilte Hülse trägt, in der eine Hohlstange des Bremsschuhs.geführt wird, deren Durchmesser ungefähr dem Durchmesser der Bremsschuhstange von Hebelbremsen entspricht, wobei gleichzeitig der Bund in einer seitlich offenen Gabel das Zugseil des Kabelzuges (Bowdenzug) hält und das Gegenlager für die Rückholfeder bildet.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß der Bund zwei Schlitze hat, in welche das aus zwei gleichgestalteten Halbschalen gebildete Gehäuse mit einer entsprechenden Aussparung in einer Schalenwandung eingreift, wobei die Halbschalen durch Schrauben fest, doch leicht lösbar miteinander verbunden sind.
  • Auf einige weitere Besonderheiten der Erfindung wird in der Beschreibung hingewiesen werden. Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt.
  • Abb. r zeigt ein Anwendungsbild, Abb.2 einen Längsschnitt, Abb. 3 eine Vorderansicht mit teilweisem Schnitt, Abb. 4 eine Einzelheit im Schnitt.
  • Im Gabelkopf d des Vorderrades eines Fahrrades befindet sich eine Schraube b, welche auf der Vorderseite des Rads einen Bund c hat. In diesem befinden sich zwei gegenüberliegende Schlitze d zur Aufnahme und Lagerung von zwei Schalen e, welche spiegelbildlich gleich sind und in geschlossenem Zustande, geschlossen durch zwei Schrauben f, einen Kasten ergeben, der mit einer entsprechenden .Aussparung um den Bund c und mit Stegkanten in die Schlitze d greift. In den schmalen Stirnseiten führt sich eine Hohlstange h, .welche unten den Bremsschuh i mit dem Bremsgummi j trägt. Am Bund c sitzt ein geschlitzter Arm, der ein Ende des Drahtseils yn des Bowdenzugs aufnimmt, dessen anderes Ende, wie bekannt, an einem Handhebel n. angreift, der mit einer Schelle an der Lenkstange o befestigt ist. Der das Drahtseil yn umgebende Schlauch p aus schraubenförmig gewickeltem Draht ist einerseits in einer Gewindemuffe q, andererseits am starren Schellenarm r abgestützt. Mit s ist eine Verdickung des Drahtes bezeichnet, mit welcher dieser sich gegen die Gabel k abstützt. Diese dient auch als Auflager für eine Federt, die im Rohr h sich befindet und mit dem anderen Ende gegen eine aufgeschraubte Kappe u drückt.
  • Wird der Handhebel n in Pfeilrichtung (Abb. r) bewegt, so drückt der nicht zusammendrückbare Drahtschlauch p auf die Muffe q, die Kappe u und das Rohr h und letzteres nach unten mit dem Bremsgummi j gegen .den Radreifen v. Damit das Rohr h dieser Bewegung folgen kann, ist es, eine an sich bekannte Maßnahme, im Bereich der Gabel k mit einem Längsschlitz w versehen. Die Feder t wird zusammengedrückt. Bei Entlastung des Handhebels n entspannt sich die Feder t und bringt die Bremse in den gezeichneten Freistand zurück, was an sich ebenfalls bekannt und allen Kabelbremsen eigentümlich ist.
  • Der Abstand der Bereifung vom Schutzblech x des Vorderrades ist nicht immer gleich groß. Er wechselt schon mit der Art der Bereifung, ob Ballonreifen, Rennreifen usw., welche alle verschiedenen Durchmesser haben. Auch der Bremsgummiklotz j nutzt sich ab. Andererseits ist der Ausschlag des Bremshebels n immer gleich groß. Es ist klar, daß der Bremsschuh keineswegs immer im gleichen gezeichneten Abstande von dem Schutzblech sich befinden kann, sondern eingestellt werden muß, damit sich der Bremsklotz j immer im richtigen gleichen Abstande von der Bereifung befindet.
  • Bei den bekannten Kabelbremsen ist der am Gabelkopf a befestigte Halter an der Halteschraube (auf der Zeichnung mit b bezeichnet) mit einer lösbaren Klemmschraube innerhalb eines Schlitzes so verbunden, daß er auf und ab, d. h. höher oder tiefer in bezug auf die Bereifung, eingestellt werden kann.
  • Eine von der Erfindung mit umfaßte Einstellung, die es gestattet, ohne Lösen einer Verbindung, also auch ohne Werkzeug, jede beliebige Einstellung zu erreichen, besteht in folgendem: Wie Abb.4 in größerem Maßstabe zeigt, ist der das Zugseil m umgebende, schraubenförmig dicht gewickelte Drahtschlauch p bis in die Hohlstange h geleitet. Die Gewindemuffe q läßt sich auf dem Drahtschlauch wie eine Mutter verschrauben. Wird aus der Stellung des Bremsschuhs nach Abb.2, welche immer die Anfangsstellung sein muß, durch Drehen der Gewindemuffe der Drahtschlauch aus der Hohlstange h herausgezogen, so wird seine Länge zwischen den Einspannpunkten, Handhebel n einerseits, Gewindemuffe q andererseits, vergrößert. Das bewirkt, daß die Hohlstange h nach unten in Richtung auf das Rad verschoben, also tiefer gestellt wird.
  • Bei der Anbringung der Kabelbremse nach der Erfindung wird folgendermaßen verfahren: Die Mufte q wird mit ihrem Gewinde am Schlauch p hochgeschraubt. Durch Abschrauben der Kappe wird die Verspannung der Feder t gelöst. Die Schalen e werden durch Lösen der Schrauben f freigelegt und vom Haltebund c abgezogen. In gleicher Weise wird das Rohr )c von der Gabel k gelöst und kann 11u11 einfach mitsamt der Feder t von dem Draht r11 abgezogen werden. Es wird durch ein Loch im Schutzblech x, das nicht größer ist als sein Durchmesser, von unten durchgesteckt, worauf der Zusamincnbau der Bremse in umgekehrter Folge erfolgen kann.
  • Es @%-ird mithin am Schutzblech x des Rades, das immer ein Loch zur Durchführung der Bremsschuhstange hat, nichts geändert.
  • Der Einbau der Bremse ist so einfach, daß er auch von der Hand eines Laien ausgeführt werden kann.
  • 1)1e Form des zweigeteilten Kastens e, e braucht nicht rechteckig prismatisch zu sein, auch kann eine leicht lösbare Verbindung zwischen diesem und der Gabelkopfschraube in anderer Weise erfolgen. Wesentlich ist nur, daß alle Bauteile einer Kabelbremse so beschaffen sind, daß sie leicht zusammengebaut und gelöst werden können, zu dein Zweck, die den Bremsschuh i tragende Stange /i so freizubekommen, daß sie allein von unten her in ein kleines, immer vorhandenes Loch im Schutzblech eingeführt \verden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Durch Kabel bediente Bremse für das Vorderrad von Fahrrädern, deren den Bremsschuh tragende Stange die Rückholfeder aufnimmt und deren Führung in einem Gehäuse erfolgt, das am Gabelkopf des Vorderrads befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungs- und Tragstange (h) für den Bremsschuh (i, j) mit seinen Führungs- und Tragorganen leicht lösbar verbunden ist. z. Bremse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Halter der Bremse zweckmäßig ein Bund (c) des Befestigungsbolzens (b) dient, der eine in der Symmetrieebene längs geteilte Hülse (e, e) trägt, in der die als Hohlstange gestaltete Führungs- und Tragstange (h) des Bremsschuhs (i, j) geführt ist, deren Durchmesser ungefähr dem Durchmesser der Bremsschuhstange von Hebelbremsen entspricht, wobei gleichzeitig der Bund (c) in einer seitlich offenen Gabel (k) das Zugseil (m) des Kabelzuges (Bowdenzug) hält und das Gegenlager für die Rückholfeder (t) bildet. 3. Bremse nach Anspruch i und ?, dadurch gekennzeichnet, daß der Bund (c) zwei Schlitze (d) hat, in welche die aus zwei gleich gestalteten Halbschalen (e) gebildete Hülse mit je einer Aussparung eingreift, wobei die Halbschalen (e) durch Schrauben (f) lösbar miteinander verbunden sind. .I. Bremse nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als zweites Gegenlager für die Rückholfeder (t) und den Schlauch (p) des Kabelzugs eine Schraubmuffe (q) und eine Schraubkappe (u) dienen, die den Abschluß des Ilohlstangenrohrs (h) bilden. 5. Bremse nach Anspruch i bis ,I, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspannung des Drahtschlauches (p) am Bremsgestänge mittels einer Schraubmuffe (q) als Stellmutter erfolgt, die sich zweckmäßig unter Zwischenschaltung einer Schraubkappe (u) gegen das Hohlstangenrohr (h) abstützt.
DEP50337A 1949-07-29 1949-07-29 Durch Kabel bediente Bremse fuer das Vorderrad von Fahrraedern Expired DE807902C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP50337A DE807902C (de) 1949-07-29 1949-07-29 Durch Kabel bediente Bremse fuer das Vorderrad von Fahrraedern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP50337A DE807902C (de) 1949-07-29 1949-07-29 Durch Kabel bediente Bremse fuer das Vorderrad von Fahrraedern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE807902C true DE807902C (de) 1951-07-09

Family

ID=7384340

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP50337A Expired DE807902C (de) 1949-07-29 1949-07-29 Durch Kabel bediente Bremse fuer das Vorderrad von Fahrraedern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE807902C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1035502B (de) * 1955-08-03 1958-07-31 Abrie & Kuehne Laufmantelbremse, insbesondere fuer Fahrraeder od. dgl.

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1035502B (de) * 1955-08-03 1958-07-31 Abrie & Kuehne Laufmantelbremse, insbesondere fuer Fahrraeder od. dgl.

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0812759B1 (de) Fahrtrichtungsanzeiger, insbesondere für motorisierte Zweiräder
DE2758984A1 (de) Kabelbetaetigungsvorrichtung fuer fahrzeuge
DE102015010858A1 (de) Fahrradbetätigungsvorrichtung
DE3046810A1 (de) Abschliessvorrichtung fuer zweiraeder oder aehnliche fahrzeuge
EP0440052A1 (de) Gepäckträger eines Zweirads
DE3844096A1 (de) Fahrradbremse
DE807902C (de) Durch Kabel bediente Bremse fuer das Vorderrad von Fahrraedern
DE3118035A1 (de) Vorrichtung zur befestigung von zubehoer, insbesondere von pedalrad-gangschaltungen, an den rahmenrohren von fahrraedern oder aehnlilchen fahrzeugen
DE2929984C2 (de) Seitenzugfelgenbremse für Fahrräder
DE10107965B4 (de) Schleppvorrichtung für ein Fahrzeug mit einer Zugstange
DE2360489A1 (de) Vorrichtung zum abschleppen von strassenfahrzeugen durch andere
DE10206230B4 (de) Sattel für ein Zweirad
CH685757A5 (de) Fahrradgepäckträger.
EP0335129A1 (de) Handbremshebel für Kraftfahrzeuge
DE132591C (de)
DE718619C (de) Auf den Fahrradreifen wirkende, durch Bowdenzug zu bedienende Handbremse fuer Fahrraeder
DE823988C (de) Vorrichtung zum voreilenden Verschwenken der Scheinwerfer von Fahr- und Motorraedern
AT151365B (de) Gegen Diebstahl gesicherte Fahrradpumpe.
DE102018128575B4 (de) Abstützvorrichtung
DE4224941A1 (de) Vorrichtung zur abfederung eines fahrradsattels
DE911468C (de) Laufmantelbremse fuer Fahr- und Motorraeder
DE1296037B (de) Bremsbetaetigungsvorrichtung fuer Felgenbremsen von Zweiradfahrzeugen
DE625883C (de) Radtraeger zum Befestigen eines oder mehrerer Ersatzraeder an einem Kraftwagen
DE102022113600A1 (de) Betätigungsvorrichtung für ein muskelkraftbetriebenes fahrzeug
DE202021106232U1 (de) Federnde Sattelstütze