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Uhr für Zonen- und Weltzeitgebrauch Allgemein bekannt und im Verkehr
sind bisher die i 2-Stunden-\ ormaluhren, die normalerweise die jeweilige betreffende
Zonenzeit anzeigen. Auch bekannt sind solche Uhren rnit einem 2d-Stunden-Zifferblatt.
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Weiterhin bekannt geworden sind Uhren mit einem verhältnismäßig komplizierten
Mechanismus, die zu einer. bestimmten Zonenzeit die Weltzeit anzeigen.
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In der neueren Zeit sind Vorschläge bekannt geworden, um mit Hilfe
einer Uhr sowohl die jeweilige Zonenzeit als auch Weltzeit sowie auch irgendwelche
anderen Zonenzeiten der Erde anzugeben. Insbesondere hat Coudenhove-Kalergi eine
Uhr vorgeschlagen, die als wesentliche Merkmale neben einem 12-Stunden-Zifferblatt
für die jeweilige Zonenzeit zwölf Fenster aufweist, die über jeder einzelnen Zitier
angebracht sind und durch die in den ersten r 2 Stunden alm-echselnd die ersten
zwölf Buchstaben des Alphabetes und nach weiteren zwölf Stunden die zweiten zwölf
Buchstaben des Alphabetes sichtbar «-erden. Die Verstellung dieser Buchstaben, die
zur Kennzeichnung und Ablesung der Weltzeit dienen sollen, soll bei diesem Vorschlag
automatisch durch die Uhr erfolgen.
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Zum Umrechnen der eigenen Zonenzeit in die entsprechenden anderen
Zonenzeiten wird dann neben dieser Weltzeit-Buchstabenskala noch zusätzlich ein
verstellbarer Ring benutzt mit einem in umgekehrter Folge bezifferten r2-Stunden-Zifferblatt.
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Demgegenüber macht es sich die Erfindung zur Aufgabe, eine Uhr zu
schaffen, mit deren Hilfe es ohne einen komplizierten Mechanismus möglich ist, auf
einfachste Weise neben der jeweiligen Zonenzeit
gleichzeitig auch
die Weltzeit ablesen zu können. Außerdem soll sie die Umrechnung der eigenen Zonenzeit
in alle anderen gewünschten Zonenzeiten der Erde ermöglichen sowie umgekehrt die
Umrechnung irgendeiner beliebigen Zonenzeit der Erde in die eigene Zonenzeit oder
auch in die Weltzeit.
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Der Zweck der Erfindung besteht darin, dem heutigen Bedürfnis des
modernen Menschen in der Zeit des Flugzeuges, Radios und Telefons gerecht zu werden,
das verlangt, daß man auf seiner eigenen Uhr ohne weiteres die Zonenzeiten, die
für Geschäftspartner oderFreunde in anderenKontinenten oder auch nur in anderen
Zonen maßgebend sind, sofort ablesen kann. Die Erfindung ermöglicht es, z. B. bei
Programmen örtlich weit entfernter Radiostationen, die als Sendezeit ihre eigene
Zonenzeit angeben, sofort festzustellen, zu welcher dieser fremden Zonenzeit entsprechenden
eigenen Zonenzeit des Benutzers der Uhr dieses Programm nun tatsächlich gesendet
wird. Gleichzeitig ermöglicht die Erfindung den richtigen Gebrauch aller evtl. in
Zukunft einzuführenden internationalen Radioprogramme, Flugzeug-, Schiffs- und Eisenbahnfahrpläne
auf Weltzeitbasis. Ebenso gestattet sie z. B. bei Telefongesprächen von Europa nach
Amerika oder Ostasien die augenblickliche Zonenzeit des anzurufenden Gesprächspartners
festzustellen.
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Der Fortschritt der Erfindung besteht gegenüber den bisher bekannt
gewordenen Ausführungen und Vorschlägen darin, daß sie ohne jedweden komplizierten
'.Mechanismus arbeitet und ohne große Veränderungen in das bisherige Uhrensystem
eingebaut werden kann. Eine solche Uhr kann genau so wie die bisher im Verkehr befindlichen
Uhren klein und handlich und dabei in ihrer Ausführung einfach und billig sein.
Außerdem ist die Einteilung der Weltzeitskala in 36o Grade in ihrer Anwendung einfacher
und zweckentsprechender als die von Coudenhove-Kalergi vorgeschlagene Verwendung
einer Buchstabenskala, da die neue Einteilung in natürlicher Weise der normalen
Gradeinteilung der Erdkugel von 36o° entspricht.
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Die Erfindung besteht darin, daß ein 24-Stunden-Zifferblatt für jede
beliebige Zonenzeit mit einem konzentrisch verstellbaren Ring mit einer gleichmäßig
geteilten Skala fü Weltzeit verbunden ist, die gleichzeitig zur Ermittlung der entsprechenden,
an anderen Orten herrschenden Zonenzeiten dient.
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Besondere Erfindungsmerkmale sind dabei, daß die Weltzeitskala zwecks
besserer Unterscheidungsmöglichkeit von der Zonenzeit nicht in Stunden, sondern
in Grade, und zwar in 36o°, eingeteilt ist, wobei o° oder 36o° der Datumsgrenze
zugeordnet ist, und daß die für die gebräuchliche Zonenzeit auf dem verstellbaren
Ring angeordnete Skala für Weltzeit in 36o Grade eingeteilt ist, während die für
die gebräuchlichen Zonenzeiten der Erde maßgebenden Meridiane entsprechend ihrer
tatsächlichen Graddifferenz auf der Erde von der Datumsgrenze besonders auf der
Skala des verstellbaren Ringes für Weltzeit markiert und/oder in geeigneter Weise
mit den von ihnen bestimmten Zonenzeiten, beispielsweise durch körperliche Merkmale,
bezeichnet sind.
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Es ist auch die Einteilung in zweimal i8o Grade möglich, wobei dann
der o° dem Meridian von Greenwich zugeordnet wird, jedoch ist die Handhabung der
Uhr bei von o° bis 36o° fortlaufender Skaleneinteilung einfacher und übersichtlicher.
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Ferner ist neu und vorteilhaft, daß zusätzlich ein Zifferblatt mit
Gradeinteilung von o bis 15 Grad vorgesehen ist, das zur Ermittlung der Stundenbruchteile
der gesuchten Uhrzeit mit Hilfe des großen Zeigers dient, wobei also i Grad = 4
Minuten, mithin 15 Grad = i Stunde entsprechen. Zweckmäßig liegt dieses zusätzliche
Zifferblatt konzentrisch innerhalb des 24-Stunden-Zifferblattes für die Zonenzeit
des Uhrträgers.
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Von besonderer Bedeutung bei der Erfindung ist, daß die grundsätzliche
Zuordnung des o. bzw. 36o. Grades zur Datumsgrenze die Markierung und/oder Beschriftung
der für die verschiedenen Hauptzonenzeiten maßgebenden Meridiane auf dem konzentrisch
verstellbaren Ring in der Weise bedingt, daß dann der jeweilige, für die verschiedenen
Zonenzeiten maßgebende Meridian der Ziffer 12 des 24-Stunden-Zifferblattes zugeordnet
wird.
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Die Erfindung läßt sich in verschiedener Weise ausführen. Sie ist
in der Zeichnung z. B. an einer Taschenuhr in zwei Ausführungsformen veranschaulicht,
und zwar zeigt Abb. i eine Vorderansicht der Uhr, Abb.2 die dazugehörige Seitenansicht,
letztere teilweise im Schnitt, während Abb. 3 und 4 in Vorder- und Seitenansicht,
teilweise im Schnitt, ein zweites Ausführungsbeispiel veranschaulichen.
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Eine an sich bekannte Uhr, beispielsweise Taschenuhr a, ist mit einem
24-Stunden-Zifferblatt b versehen. Um dieses herum liegt der konzentrisch verstellbare
Ring c, der in 36o Grade eingeteilt ist und auf dem die für die Hauptzonenzeit der
Erde maßgeblichen Meridiane d, dl, d2 usw. besonders markiert sind.
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Beispielsweise entsprechen auf dem Ring c die Markierungen d = 30°
ostaustralische Zeit, dl = 45° japanische Zeit, d2 = 6o° westaustralische Zeit,
d3 = i5o° osteuropäische Zeit, d4 = 165' mitteleuropäische Zeit, d, = 18o° westeuropäische
Zeit, de = 24o° Atlantic Standard Time, d7 = 255° Eastern Standard Time,
de = 270° Central Standard Time, d9 = 285° 1-lountain Standard Time, dlo
= 300° Pacific Standard Time.
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In der Mitte ist das Zifferblatt e mit der Gradeinteilung von o bis
15° vorgesehen.
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Die Handhabung der Uhr geschieht in folgender Weise: i. Zum Ablesen
der eigenen Zonenzeit des Uhrträgers, auf die die Uhr eingestellt ist, wird genau
so verfahren wie bei jeder gewöhnlichen Uhr, d. h. die Zeit wird abgelesen von den
Ziffern des 24-Stunden-Zifferblattes, auf die gerade der kleine und große Zeiger
zeigen.
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2. Zum Ablesen der Weltzeit, die bei dieser Uhr
in
Graden angegeben wird, wird der für den betreffenden Uhrenträger im Augenblick maßgebende
Meridian für seine eigene Zonenzeit, die auf dem konzentrischen Ring besonders markiert
ist, durch Verstellen des konzentrischen Ringes c auf die Ziffer 12 des 24-Stunden-Zifferblattes
eingestellt und dann entsprechend dem großen und kleinen Zeiger die Grade abgelesen,
wobei die Grade für den kleinen Zeiger von dem Ring c und für den großen Zeiger
von dem 15-Grad-Zifferblatt e abgelesen werden.
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Diese Möglichkeit bzw. deren Umkehrung gestattet ohne weiteres den
Gebrauch der Uhr z. B. für Radioprogramme, Flugzeugfahrpläne usw. auf Weltzeitbasis.
Ein Radioprogramm auf Weltzeitbasis würde dann beispielsweise lauten: Vortrag 255°
WZ, Reportage 28o° WZ, Konzert 285° WZ, Nachrichten 315° WZ.
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Die Berliner, Moskauer und New Yorker Rundfunkhörer, deren Uhren nach
der jeweiligen Zonenzeit gestellt sind, stellen lediglich den für ihre eigene Zonenzeit
maßgebenden Meridian, der auf dem konzentrischen Ring c besonders markiert ist,
auf die Ziffer 12 des 24-Stunden-Zifferblattes und lesen bei den im Programm angegebenen
Weltzeitgraden auf dem 24-Stunden-Zifferblatt die diesen Weltzeitgraden entsprechende
eigene Zonenzeit ab. So ist für den Berliner die mitteleuropäische Zeit, d. h. die
Markierung d4 = 165°, maßgebend. Diese Markierung des Ringes c wird auf die Ziffer
12 des 24-Stunden-Zifferblattes gestellt und nunmehr für das Konzert von 285° WZ
= 20 Uhr MEZ auf dem 24-Stunden-Zifferblatt abgelesen.
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3. Umrechnung der eigenen Zonenzeit in an anderen Orten gültige Zonenzeiten
oder Umrechnung fremder Zonenzeiten in die eigene Zonenzeit: Wenn ein Uhrenbesitzer,
für den z. B. die mitteleuropäische Zeit, also der 165°--2%l#eridian, maßgebend
ist, wissen will, welche Zeit seines New Yorker Geschäftspartners, für den die Eastern
Standard Time, also der 255°-Meridian, maßgebend ist, seiner eigenen augenblicklichen
Zonenzeit entspricht, so benutzt er die Uhr in folgender Weise: a) er liest seine
augenblickliche Uhrzeit, beispielsweise 8 Uhr, auf dem 24-Stunden-Zifferblatt b
ab; b) er verstellt den konzentrischen Ring c derart, daß der 165°-?@leridian auf
die Ziffer 12 zeigt und liest nunmehr auf der Skala des Ringes c mit Hilfe des kleinen
Zeigers eine Weltzeit von 1o5° ab. Daraufhin verdreht er den konzentrischen Ring
so, daß jetzt der für die Eastern Standard Time maßgebende 255°-Meridian auf die
Stundenziffer 12 zeigt. Daraufhin kann er dann die der Weltzeit von 1o5° entsprechende
Eastern Standard Time ohne weiteres auf dem 24-Stunden-Zifferblatt ablesen, denn
nunmehr zeigt die Weltzeit von 1o5° auf die für die Eastern Standard Time maßgebende
Zeit des 24-Stunden-Zifferblattes, und zwar würde in dem dargestellten Beispiel
8 Uhr mitteleuropäischer Zeit 2 Uhr morgens Eastern Standard Time entsprechen. Ebenso
ist es z. B. ohne weiteres möglich, die Umrechnung fremder Zonenzeiten in die eigene
Zonenzeit und fremder Zonenzeiten unter sich vorzunehmen. Dies kommt insbesondere
bei Radioprogrammen in Frage. Wenn z. B. ein Benutzer der Uhr, für den die mitteleuropäische
Zeit maßgebend ist, eine Radiosendung aus Los Angeles hören will, für dessen Lage
die Pacific Standard Time, also der 300'-Meridian, maßgebend ist und wobei die Radiosendung
laut Programm um 20 Uhr dortiger Zeit stattfinden soll, so muß der Benutzer der
Uhr in folgender Weise verfahren: Er dreht die Marke für Pacific Standard Time,
also den 300°-NIeridian des konzentrisch verstellbaren Ringes c, auf die Stundenziffer
12 und liest nunmehr mit Hilfe des Skalenstriches 2o der Skala b auf der Skala des
Ringes c die für die Pacific Standard Time 20 Uhr entsprechende Weltzeit von 6o°
ab. Nunmehr stellt er die für mitteleuropäische Zeit maßgebende Marke des konzentrischen
Ringes c, nämlich 165°, auf die Stundenziffer 12 der Skala b ein und liest für 6o°
Weltzeit eine mitteleuropäische Zonenzeit von 5 Uhr morgens des kommenden Tages
auf der Skala b ab.
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Die beispielsweise in Abb. 1 und 2 angegebene Ausführungsform zeigt,
daß der konzentrisch verstellbare Ring c außerhalb des Uhrglases angebracht ist
und etwas über dieses hinwegfaßt, um eine genaue Ablesung zu ermöglichen. Demgegenüber
stellt Abb.3 und 4 eine andere Ausführungsform dar, wobei der konzentrisch verstellbare
Ring c unterhalb des Uhrglases mit angebracht ist, uni ihn vor Verschmutzung bz
w. Beschädigung zu sichern. Ein Verstellen des Ringes würde in diesem Falle z. B.
durch ein kleines Zahnrad f oder durch eine Kronenachse mit Ritzel ermöglicht.
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Aber auch andere Ausführungsformen sind denkbar, so z. B. indem man
das Uhrglas selbst drehbar anordnet und mit der entsprechenden Gradeinteilung und
besonderen Markierungen und/oder Beschriftungen versieht.
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Es ist auch denkbar, die Einteilung einer Stunde Weltzeit in 15 Graden
gleichzeitig am Rande des Zifferblattes vorzunehmen.