DE803418C - Einrichtung zur Zerstoerung des Formaldehyds bei Beheizung von Raeumen mit offener Gasflamme - Google Patents

Einrichtung zur Zerstoerung des Formaldehyds bei Beheizung von Raeumen mit offener Gasflamme

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DE803418C
DE803418C DEP47485A DEP0047485A DE803418C DE 803418 C DE803418 C DE 803418C DE P47485 A DEP47485 A DE P47485A DE P0047485 A DEP0047485 A DE P0047485A DE 803418 C DE803418 C DE 803418C
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Germany
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formaldehyde
gas
rooms
heated
combustion
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DEP47485A
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Harald Gaertner
Hatto Weiss
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KOHLENSTOFFBIOLOGISCHE FORSCHU
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24C—DOMESTIC STOVES OR RANGES ; DETAILS OF DOMESTIC STOVES OR RANGES, OF GENERAL APPLICATION
    • F24C15/00—Details
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01D—SEPARATION
    • B01D53/00—Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/34—Chemical or biological purification of waste gases
    • B01D53/46—Removing components of defined structure

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Description

  • Einrichtung zur Zerstörung des Formaldehyds bei Beheizung von Räumen mit offener Gasflamme Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Einrichtung, durch welche Räume, insbesondere Gewächshäuser, mit bereits entschwefeltem Gas, infolge unmittelbarer Nachbehandlung seiner Verbrennungsprodukte, mit offener Gasflamme ohne pflanzenschädigende Wirkung dureh sich bildendes Formaldehyd beheizt werden können.
  • Die Einrichtung einer direkten Beheizung von Räumen mit offener Gasflamme ohne pflanzenschädigende Wirkung ermöglicht: 1. eine vollständige Ausnutzung der Heizkraft des Gases, 2. einwandfreie Kohlensäuredüngung von Pflanzen, da der Kohlensäuregehalt der Luft innerhalb optimaler wachstumsfördernder Grenzen bleibt, 3. durch die Ausbildung des Brenneraufsatzes als Lichtquelle die Schaffung vorteilbafter Lebensbedingungen für viele Langtagspflanzen während der Kurztage des NVinters.
  • Es ist bekannt, daß die Abgase von Gasflammen auf zahlreiene Pflanzenvertreter schädlich wirken.
  • Bislang hat man angenommen, daß die Verbrennungsprodukte des im Gas in geringen Spuren vorhandenen Schwefels diese Schädigungen verursachen.
  • Eingehende Untersuchungen haben jedoch ergeben, daß die durch den Schwefel bedingten Verbrennungsprodukte weniger schädigend sind als das bei der Verbrennung von Gas entstehende Formaldehyd.
  • Bei einer Raumbeheizung eines Gewächshauses mit offener Gasflamme enthält das Abgas eines mit geringem Luftüberschuß arbeitenden Gasbrenners 66 g Formaldehyd auf 100 Nm3 Abgas, dies ergibt für die Raumluft in delll Gewächshaus 4 g und mehr Formaldehyd auf loo Nm3 Luft.Eingehende Untersuchungen über den schädlichen Einfluß des Formaldehydgehaltes der Luft auf die Pflanzen und die Bestimmung der unteren Schädlichkeitsgrenze haben den Beweis erbracht, daß tatsächlich dieser Formaldehydgehalt auf die Pflanzen schädigend wirkt und daß erst ein Formaldehydgehalt von weniger als 0,5 g in 100 Nm3 Raumluft keinen schädigenden Einfluß hat. Weitere Versuche haben ergeben, daß bei der Verbrennung von Gas mit reinem Sauerstoff, bei guter Vormischung beider Stoffe, kein Formaldehyd entsteht. Jedoch ist die Anwendung von Sauerstoff für die Raumbeheizung aus wirtschaftlichen Gründen nicht tragbar. Dagegen wurde festgestellt, daß bei der Verbrennung von Gas und Luft die Entstehung von Formaldehyd nicht zu vermeiden ist, selbst bei idealer Vormischung von Gas und Luft vor der Verbrennung, obwohl eine solche Vormischung unbedingt erforderlich ist, um andere unvollkommene Verbrennungsprodukte (z. B. Kohlenoxyd) zu vermeiden. Es ist jedoch auf einfache Weise möglich, das sich bei der Verbrennung von Gas und Luft bildende Formaldehyd anschließend sofort zu zersetzen, so daß der Formaldehydgehalt der Raum luft unterhalb des zulässigen Grenzbereichs von 0,5 g in 100 Nm3 Luft bleibt.
  • Die Versuche ergaben die Notwendigkeit folgender Arbeitsweise: Zunächst erfolgt die Reinigung des Gases von seinem Schwefelgehalt, soweit erforderlich, nach den bekannten Verfahren, bei denen mit Hilfe eines Kontaktstoffes der im Gas vorhandene organische Schwefel in Schwefelwasserstoff überführt und dieser mittels Gasreinigungsmasse oder auf andere Weise entfernt wird. Das so gereinigte Gas wird zwecks vollständiger Verbrennung mit der erforderlichen Verbrennungsluft gut vorgemischt verbrannt.
  • Im Anschluß daran erfolgt eine Nachbehandlung der entstandenen Verbrennungsprodukte, welche Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist. Die Verbrennungsgase werden unmittelbar nach ihrer Entstehung durch einen mit dem Brenner fest verbundenen Keramìlkaufsatz mit zahlreichen Durclgängen für das Abgas geführt. Der Aufsatz erwärmt sich rasch über die Verbrennungstemperatur des Formaldehyds, die bei etwa 5000 liegt, so daß sich dasselbe beim Durchgang durch die Glühzone zersetzt. Die Wirkung wird noch verstärkt durch eine Durchtränkung des Aufsatzes mit Katalysatoren, wie z. B. Nickel.
  • Beispiel Formaldehydgehalt des Abgases ohne Keramikaufsatz 66 g in IOO Nm3 Abgas, bei Verwendung des Keramikaufsatzes ohne Katalysator 4,3 g in IOO Nm3 Abgas. Dementsprechend wird der Formaldehydgehalt in der Raumluft von 4 g in IOO Nm3 Luft auf o,I6 g in IOO Nm3 Luft gesenkt, liegt also weit unterhalb der biologisch schädigenden Konzentration.
  • PATENTANSPRCHE: 1. Einrichtung zur Zerstörung des Formaldehyds der Abgase bei Beheizung von Räumen mit offener Gasflamme, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gasbrenner ein Aufsatz angeordnet ist, der auf die Zersetzungstemperatur des Formaldehyds erwärmt wird.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch I, gekennzeichnet durch Anordnung des Aufsatzes derart, daß er durch die Verbrennung des Gases auf die notwendige Temperatur gebracht wird.
    3. Einrichtung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Brenneraufsatz Katalysatoren, z. B. Nickel, angewandt werden.
    4. Einrichtung nach Anspruch I, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufsatz, welcher erforderlich ist, um das sich bei der Verbrennung bildende Formaldehyd zu zersetzen, als Lichtquelle dient.
DEP47485A 1949-07-01 1949-07-01 Einrichtung zur Zerstoerung des Formaldehyds bei Beheizung von Raeumen mit offener Gasflamme Expired DE803418C (de)

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