DE79239C - Vorrichtung zum Veraschen von Glühkörperh für Gasglühlicht - Google Patents

Vorrichtung zum Veraschen von Glühkörperh für Gasglühlicht

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DE79239C
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Germany
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incandescent
burner
gas
bodies
incinerating
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Expired - Lifetime
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DENDAT79239D
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I. KRÜGER, Berlin C, Molkenmarkt 5
Publication of DE79239C publication Critical patent/DE79239C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F21LIGHTING
    • F21HINCANDESCENT MANTLES; OTHER INCANDESCENT BODIES HEATED BY COMBUSTION
    • F21H3/00Manufacturing incandescent mantles; Treatment prior to use, e.g. burning-off; Machines for manufacturing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Incineration Of Waste (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIF
KLASSE 26: Gas - Bereitung und -Beleuchtung
J. KRÜGER in BERLIN. Vorrichtung zum Veraschen von Glühkörpern für Gasglühlicht.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. Februar 1894 ab.
Bisher erfolgt die Veraschung von Glühkörpern (Glühstrümpfen), wie sie für Gasglühlicht Verwendung finden, in der Weise, dafs der Arbeiter, wie in Fig. 1 der Zeichnung dargestellt ist, einen gewöhnlichen Bunsenbrenner A mit erhobenem Arm schräg gegen den an einem Halter aufgehängten Glühkörper B richtet und mit der Flamme des Brenners den Kopf des Glühkörpers umspült, bis derselbe etwa bis zu der punktirten Linie heruntergebrannt ist, was durchschnittlich etwa eine Minute dauert. Der übrige Theil brennt dann von selbst weiter. Der Brenner wird dann zu dem nächsten Glühkörper geführt und hier derselbe Vorgang wiederholt u. s. f. Das Halten des Brenners mit erhobenem Arm ist aber sehr unbequem und ermüdend, zudem wird der Arbeiter häufig durch den Zuleitungsschlauch behindert.
Ein weiterer und sehr wesentlicher Uebe.lstand ist darin zu erblicken, dafs bei der schrägen Lage des Brenners das leichtere Gas aus den seitlichen Lufteinlafsöffnungen des Brenners, wie punktirt in Fig. 1 angedeutet, austritt; dieses Gas geht einmal für die Ver-.brennung verloren, bewirkt aber andererseits auch eine Verschlechterung der Luft in dem Arbeitsraume.
Diese Uebelstände werden nun in der Weise vermieden, dafs ein feststehender Bunsenbrenner verwendet wird, der eine solche Gestalt erhält, dafs er erstens eine nach unten brennende, ringförmige Flamme giebt, und dafs zweitens die Gasdüse und die Luftöffhungen ihre senkrechte Lage wie bei einem aufrechtstehenden gewöhnlichen Bunsenbrenner bei behalten. Die zu veraschenden Glühkörper werden dem Brenner nach und nach zweckmäfsig vermittelst besonderer Einrichtungen zugeführt.
Auf der Zeichnung ist die ganze Vorrichtung in.Fig. 2 in Seitenansicht und in Fig. 3 im Grundrifs dargestellt.
Auf einem Zapfen h der zweckmäfsig am Werktisch festgeschraubten Platte α, welche den Fufs des Brenners bildet, ist senkrecht ein Rohr b befestigt, das wie bei einem gewöhnlichen Bunsenbrenner in seinem unteren Theil mit einer Gasdüse b1 und Luftöffnungen b'1 versehen ist, die durch eine Hülse c überdeckt sind. Das Rohr b ist oben rechtwinklig umgebogen und am Ende mit einem ringförmigen Rohr d verbunden, das an der Unterseite mit einer Anzahl schräg nach unten, nach der Mitte hin gerichteten Düsen e für den Austritt des Gas- und Luftgemisches versehen ist. Das vqn unten in das Rohr b geleitete Gas mischt sich in dem unteren Theil des Rohres mit Luft und verbrennt dann, aus den Düsen e ausströmend, mit nach unten gerichteten, einen Kegel bildenden Flammen.
Das unbequeme Halten des Bunsenbrenners ist durch diese Vorrichtung vollkommen beseitigt und ebenso ein Ausströmen von Gas aus den Luftöffnungen unmöglich gemacht.
Die Zuführung der Glühkörper kann durch folgende Einrichtung bewirkt werden.
Auf den Zapfen h der Fufsplatte a des Brenners ist eine mit Schlitz g versehene Scheibe / aufgeschoben und durch einen vorgesteckten Stift i befestigt, so dafs sie sich frei um den Zapfen h drehen kann.
Die Scheibe besitzt am Rande eine Reihe Oeffnungen bezw. kurze Röhrchen k. In diese Röhrchen werden die Träger / der zu veraschenden Glühkörper m gesteckt, so dafs sie bei entsprechender Stellung der Scheibe genau unter dem Mittelpunkt des ringförmigen Brenners d zu stehen kommen. Durch Drehen der Scheibey kann man auf diese Weise nach und nach jeden Glühkörper der Flamme des Brenners aussetzen und ihn dadurch verbrennen.
Um die Verbrennung durch die directe Flamme des Brenners nur soweit erforderlich zu bewirken und ihn dann allein . weiter brennen zu lassen, wie oben beschrieben, kann das Gaszuleitungsrohr mit einem mit Anschlag versehenen Hahn ausgestattet sein, der bei genügender Verbrennung des GlUhkörpers eine Verkleinerung der Flamme ermöglicht. Hierdurch wird der Gasverbrauch vermindert und die Luft des Arbeitsraumes weniger verschlechtert.
Um den Arbeiter vor der Wärme des Brenners etwas zu schützen, kann ein Schutzblech η mit einer durch eine Glimmerplatte ο verdeckten Schauöffnung angebracht werden.
Die Einrichtung zur Zuführung der Glühkörper kann natürlich abgeändert werden, man könnte z. B. die Scheibe f auch um einen anderen Mittelpunkt drehbar machen bezw. auch die Glühkörper auf einer geradlinig zu verschiebenden Unterlage, einem Schieber, anordnen, obgleich die dargestellte Anordnung durch Einfachheit und geringen · Raumbedarf den Vorzug verdient. Ebenso könnte man statt der rohrförmigen Gasdüsen e auch Schlitze in dem Rohr d anwenden. Um eine schnellere Verbrennung der Glühkörper zu bewirken, könnte man auch den Brenner für Prefsgas einrichten, d. h. demselben das Gas unter hohem Druck und vorheriger Beimischug von Luft zuführen, wozu nur unwesentliche Abänderungen des ringförmigen Brenners bezw. der Gaszuführung erforderlich sind.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Vorrichtung zum Veraschen von Glühkörpern für Gasglühlicht, bestehend aus einem Bunsenbrenner bezw. Brenner für Prefsgas oder für Prefsluft und Gas, mit aufrechtem Mischrohr (b) und ringförmigem Brenner (dj, dessen Ausströmungsöffnungen (Düsen, Schlitze etc.) schräg nach unten und einwärts gerichtet sind, so dafs die Flamme von aufsen auf die Glühkörper trifft.
  2. 2. In Verbindung mit dem zu i. gekennzeichneten Brenner eine Vorrichtung (drehbare Scheibe ff J oder ein Schieber), welche die Glühkörper nach einander durch Drehung oder Verschiebung in die Flamme des Bunsenbrenners zu führen gestattet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT79239D Vorrichtung zum Veraschen von Glühkörperh für Gasglühlicht Expired - Lifetime DE79239C (de)

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