DE7702949U1 - Anschlußkörper in einem Gerät 'zur wiederholten Entnahme von Meßproben aus Flüssigkeiten - Google Patents
Anschlußkörper in einem Gerät 'zur wiederholten Entnahme von Meßproben aus FlüssigkeitenInfo
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Description
Gebrauchsmusteranmeldung G 77 02 949.3 Bodenseewerk Perkin-Elmer ft Co GmbH
Anschlußkörper in einem Gerät zur wiederholten Entnahme von Meßproben aus Flüssigkeiten
Die Neuerung betrifft einen Anschlußkörper in einem Gerät zur wiederholten Entnahme von Meßproben aus Flüssigkeiten und zur
Zufuhr von Meß-, Blind- und Eichproben aus einem Probengefäß zu einem Analysengerät wie einem Atomabsorptionsspektrometer
mittels Fördervorrichtungen.
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Bei einem bekannten Gerät (DT-OS 25 07 260) sind Meßproben in Probengefäßen auf einem Drehtisch angeordnet. Diese Meßproben
werden bei der schrittweisen Weiterdrehung des Drehtisches nacheinander in eine Betriebsstellung gebracht. Ein Dosierrüssel
taucht in die sich jeweils in der Betriebsstellung befindliche Meßprobe ein. Durch eine Dosierpumpe wird eine
definierte Menge von Meßprobe in den Dosierrüssel angesaugt. Der Dosierrüssel schwenkt dann zu einer Graphitrohrküvette
eines Atomabsorptionsspektromotors, und durch die Dosierpumpe wird die angesaugte Meßprobe in das Graphitrohr der Graphitrohrküvette
ausgestoßen.
Der Dosierrüssel schwenkt anschließend zurück. Durch eine Schwenkbewegung eines Trägers, auf welchem der Drehtisch
angeordnet ist, ist inzwischen statt des Probengefäßes ein Spülgefäß in die Betriebsstellung unter den Dosierrüssel
gelangt. Der Dosierrüssel taucht jetzt in das Spülgefäß. Mit dem Dosierrüssel ist ein Spülflüssigkeitsbehälter über eine nur
in einer Richtung fördernde Spülpumpe verbunden. Durch diese Spülflüssigkeitsspülpumpe wird Spülflüssigkeit aus dem
Spülflüssigkeitsbehälter durch den Dosierrüssel und in das Spülgefäß gedrückt. Dadurch werden die Reste der zuletzt
dosierten Probe aus dem Dosierrüssel herausgespült und eine Verschleppung zwischen den nacheinander untersuchten Proben
verhindert. Der Dosierrüssel taucht dann nach Zurückschwenken des Trägers in das nach Weiterschalten des Drehtisches nunmehr
in der Betriebsstellung befindliche nächste Probengefäß ein.
Bei diesem bekannten Gerät wird jede Probe einzeln in ein zugehöriges Probengefäß abgefüllt, und die Probengefäße werden
auf dem Drehtisch angeordnet. Dies setzt eine manuelle Probenahme voraus.
Es ist häufig erforderlich, bei Meßreihen, bei denen nacheinander
verschiedene Proben untersucht werden, nach einer bestimmten Anzahl solcher Meßproben eine Eichung des
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Geräts vorzunehmen. Zu diesem Zweck ist es bekannt, in den Drehtisch an bestimmten Stellen Eichproben einzusetzen, wobei
durch eine Markierung an dem Drehtisch dann, wenn sich eine Eichprobe in der Betriebsstellung befindet, eine Umschaltung
des Analysengerätes auf "Eichung" erfolgt (DT-PS 2 111 609). Dabei wird die Kapazität des Drehtisches vermindert, da ein
Teil der Plätze des Drehtisches für eine Eichlösung sowie eine Blindlösung benötigt werden. Auch bei dieser bekannten
Anordnung ist eine manuelle Probenahme und Einsetzen der verschiedenen Probengefäße in einen Drehtisch erforderlich.
Die beiden vorerwähnten bekannten Geräte sind nicht geeignet zur laufenden automatischen Überwachung z.B. von Abwässern oder
Flüssigkeiten, die in einer Leitung strömen.
Um ein Gerät zur wiederholten Entnahme von Meßproben aus Flüssigkeiten und zur Zufuhr von Meß-, Blind- und Eichproben zu
einem Analysengerät, z.B. einem Atomabsorptionsspektrometer, zu schaffen, welches in der Lage ist, wiederholte Meßproben aus
strömenden Flüssigkeiten, technischen Bädern o.dgl. zu entnehmen, welches weiterhin nach einer vorgegebenen Anzahl von
Meßproben eine Eichung des Analysengerätes ermöglicht und welches so flexibel ist, daß nach vorgegebenen Programmen
Meßproben an verschiedenen Stellen genommen werden können oder die Eichung mit einer oder mehreren Eichlösungen erfolgt, kann
das Probengefäß als Überlaufgefäß ausgebildet sein, wenigstens
ein Meßprobe enthaltendes Gefäß, ein Blindprobe enthaltender Behälter und ein Eichprobe enthaltender Behälter über je eine
nur in einer Richtung fördernde Pumpe mit dem Probengefäß verbunden sein, jede der besagten Pumpen durch einen gesonderten
Pumpenantrieb antreibbar sein und ein Steuergerät vorgesehen sein, durch welche die Pumpenantriebe in einer vorgegebenen
Reihenfolge ansteuerbar sind.
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Die Neuerung bezieht sich auf die räumliche Ausgestaltung eines Anschlußkörpers für ein solches Gerät.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Anschlußkörper für ein Gerät der vorstehend geschilderten Art zu schaffen,
über den Meß-, Eich- und Blindproben dem Probengefäß zuführbar sind.
daß der Anschlußkörper vier in einer Ebene liegende, um jeweils
90 gegeneinander versetzte Anschlüsse, die durch vier Kanäle
mit einer gemeinsamen Verbindungsstelle miteinander verbunden
sind, und einen Anschlußstutzen in einer dazu senkrechten Ebene |
aufweist, der durch einen Kanal an die Verbindungsstelle ange- J
schlossen ist. [
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung eines Gerätes, bei dem der neuerungsgemäße Anschlußkörper Verwendung findet.
Fig. 2 bezeichnet einen Vertikalschnitt durch einen
bei dem Gerät von Fig. 1 verwendeten Probenspender.
Schnitt eines neuerungsgemäßen Anschlußkörpers, über welchen die Pumpen mit der zum Probengefäß
führenden Leitung verbunden sind.
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Fig. 4 ist eine zugehörige Draufsicht.
Fig. 5 zeigt einen Vertikalschnitt durch einen das
Proben- und das Spülgefäß enthaltenden Block.
Fig. 6 ist eine zugehörige Draufsicht.
Fig. 7 zeigt den zeitlichen Verlauf der Arbeitsweise der verschiedenen Pumpen bei der Anordnung von
Fig. 1.
Im Strahlengang eines Atomabsorptionsspektrometers 10 befindet sich eine übliche Graphitrohrküvette 12. In die Graphitrohrküvette
ist eine zu untersuchende flüssige Probe mittels eines Dosierrüssels 14 einbringbar. Die Graphitrohrküvette wird durch
Hindurchleiten von elektrischem Strom aufgeheizt. Dabei erfolgt eine Trocknung der Probe sowie eine Veraschung. Schließlich
wird das Graphitrohr auf eine solche Temperatur aufgeheizt, daß die restliche Probensubstanz atomisiert wird und innerhalb des
Graphitrohres eine Atomwolke bildet. Die dabei entstehende Schwächung des durch das Graphitrohr hindurchtretenden
Meßstrahlenbündels liefert ein Maß für die Menge eines gesuchten Elements in der Probe. Mit einer Eichprobe bekannter
Konzentration kann eine Eichung des Atomabsorptionsspektrometers 10 erfolgen, derart, daß die Menge oder Konzentration des
gesuchten Elements in einer unbekannten Meßprobe unmittelbar angezeigt oder aufgezeichnet wird. Das ist bekannte und daher
nicht mehr im einzelnen beschriebene Technik.
Der Dosierrüssel 14 ist mit einer Dosierpumpe 16 verbunden,
die von einem Antrieb 18 antreibbar ist. Weiterhin ist der Dosierrüssel 14 über eine nur in einer Richtung fördernde
Spülpumpe 20, die von einem Antrieb 22 angetrieben wird, mit einem Spülflussigkeitsbehälter 24 verbunden. Durch die
Dosierpumpe 16 kann eine definierte Menge von Probenflüssigkeit
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aus einem Gefäß angesaugt werden. Der Dosierrüssel 14 wird dann
durch einen Schwenkantrieb 26 aus einem besagten Gefäß heraus in eine öffnung der Graphitrohrküvette 12 verschwenkt. Die
Dosierpumpe 16 stößt daraufhin die Probenflüssigkeit aus dem Dosierrüssel 14 aus, so daß die Probe in das Graphitrohr
eingebracht wird.
Anschließend wird der Dosierrüssel 14 zurückgeschwenkt und taucht dann in ein Spülgefäß ein. Mittels der Spülpumpe 20 wird
Spülflüssigkeit aus dem Spülflüssigkeitsbehälter 24 durch den
Dosierrüssel 14 in das Spülgefäß gedrückt, so daß der Dosierrüssel gereinigt wird. Üblicherweise ist der Dosierrüssel
14 vor dem Ansaugen der Probenflüssigkeit vollständig mit
Spülflüssigkeit gefüllt, so daß die Dosierpumpe 16 nicht direkt
mit der Probenflüssigkeit in Berührung kommt, sondern eine entsprechende Menge Spülflüssigkeit ansaugt. Zur Trennung von
Spülflüssigkeit und Probenflüssigkeit wird üblicherweise (was
hier nicht dargestellt ist) eine geringe Luftmenge angesaugt, bevor der Dosierrüssel· in die Probenfiüssigkeit eintaucht.
Damit wird zwischen Probenflüssigkeit und Spülflüssigkeit eine
kleine Luftblase gebildet. Auch dies ist eine bekannte Technik, die daher hier nur schematisch dargestellt ist.
Bei der Abbildung von Fig. 1 sind ein Spülgefäß 28 und ein Probengefäß 30 vorgesehen, die beide als Überlaufgefäße
ausgebildet sind. Die überlaufende Flüssigkeit kann über einen Abfiuß 32 abfließen. Durch einen Antrieb 34 ist wahlweise das
Spülgefäß 28 oder das Probengefäß 30 in eine Betriebsstellung bewegbar, in welcher der Dosierrüssel 14 in das betreffende
Gefäß 28 oder 30 eintauchen kann. Das Probengefäß ist über eine Leitung 36 sowie eine Verzögerungsleitung 38 mit einem
Knotenpunkt 40 verbunden, in weichem die Auslaßseiten verschiedener, noch zu beschreibender Pumpen miteinander verbunden
sind.
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Mit 42 ist ein Probenspender bezeichnet, der ein schalenförmiges
Gefäß 44 aufweist. Auf dem Grunde des schalenförmigen Gefäßes 44 ist ein Ablauf 46 gebildet. Von dem Grund des
Gefäßes 44 nach oben ragt ein ein Überlaufgefäß bildender
Kanalkörper 48, in welchem von unten her ein enger Zulaufkanal 50 mündet. Die konstruktive Ausbildung des Probenspenders 42
ist unten anhand von Fig. 2 näher beschrieben. Eine zu untersuchende Flüssigkeit W1 wird über den Zulaufkanal 50 in
das Überlaufgefäß des Kanalkörpers 48 eingeleitet, strömt in
das schalenförmige Gefäß 44 und fließt über den Ablauf 46 ab. Aus dem Überlaufgefäß des Kanalkörpers 48 wird mittels einer
nur in einer Richtung fördernden Pumpe 52 Probenflüssigkeit angesaugt und über eine Leitung 55 zu dem Knotenpunkt 40
gefördert. Die Pumpe 52 weist einen Zylinder 54 auf, in welchem ein Kolben 56 verschiebbar geführt ist. Der Zylinder 54 steht
über ein als Rückschlagventil ausgebildetetes Einlaßventil 58 mit dem Überlaufgefäß des Kanalkörpers 48 und über ein als
Rückschlagventil ausgebildetes Auslaßventil 60 mit der Leitung 54 in Verbindung. Der Kolben 56 wird über ein Getriebe 62 von
einem Motor 64 angetrieben.
In ähnlicher Weise ist ein zweiter Probenspender 42' und eine
zweite Pumpe 52' ausgebildet, durch welche eine zweite Probenflüssigkeit W2 wahlweise zu dem Knotenpunkt 40 und in das
Probengefäß 30 förderbar sind. Entsprechende Teile des Probenspenders 42" und der Pumpe 52' sind mit den gleichen
Bezugszeichen versehen wie die Teile des Probenspenders 42 und der Pumpe 52, jedoch ebenfalls mit einem Strich (') versehen.
Mit dem Knotenpunkt 40 ist weiterhin ein eine Eichprobe enthaltender Behälter 66 über eine Pumpe 68 verbunden. Die
Pumpe 68 ist ebenfalls eine nur in einer Richtung fördernde Pumpe mit einem Zylinder 70, einem Kolben 72, einem als
Rückschlagventil ausgebildeten Einlaßventil 74 und einem ebenfalls als Rückschlagventil ausgebildeten Auslaßventil 76.
Der Kolben 7 2 ist in dem Zylinder 70 von einem Motor 78 über ein Getriebe 80 bewegbar.
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Mit dem Knotenpunkt 40 ist ferner über eine Leitung 82 und eine nur in einer Richtung fördernde Pumpe 84 ein Blindprobe
enthaltender Behälter 86 verbunden. Die Pumpe 84 enthält einen Zylinder 88, einen darin beweglichen Kolben 90, ein als
Rückschlagventil ausgebildetes Einlaßventil 92 und ein ebenfalls als Rückschlagventil ausgebildetes Auslaßventil
Der Kolben ist von einem Motor 96 über ein Getriebe 98 bewegbar.
Die Antriebsmotoren 64,64',78 und 96 sind von einem Steuergerät
98 steuerbar, wie durch die Leitungen 100,102,104 bzw. 106 angedeutet ist. Das Steuergerät 98 steuert außerdem während
jeder einzelnen Messung den Antrieb 18 der Dosierpumpe 16, den Antrieb 22 der Spülpumpe 20, den Antrieb 34 und den Schwenkantrieb
26. Gleichzeitig werden über Ausgänge 108,110 bei Betätigung der Pumpe 84 bzw. bei Betätigung der Pumpe 68
Steuersignale auf das Atomabsorptionsspektrometer 10 gegeben, welche einen automatischen Nullabgleich ("Auto-Null") bzw. eine
automatische Eichung ("Auto-Konzentration") bewirken. Durch einen Vorwahlschalter 112 kann eingestellt werden, nach wie
vielen Meßproben jeweils eine Eichung vorgenommen wird. In dem dargestellten Beispiel wird nach jeweils zwanzig Messungen
statt einer Meßprobe über Pumpe 52 oder 52' eine Blindprobe über Pumpe 84 und eine Eichprobe über Pumpe 68 in das Probengefäß
30 gedrückt und die Messung mit dieser vorgenommen.
In Fig. 2 ist der Probenspender 42 im einzelnen dargestellt. Der Probenspender enthält ein schalenförmiges Gefäß 44 von
zylindrischer Grundform. Auf dem Grund des Gefäßes 44 ist ein Ablauf 46 gebildet. Vom Grund des Gefäßes 44 erstreckt sich ein
zylindrischer Kanalkörper 48 nach oben. Der Kanalkörper 48 sitzt zentral in dem Gefäß 44, so daß das Gefäß einen Ringraum um den
Kanalkörper 48 herum bildet. Von der Unterseite her ist in dem Kanalkörper ein enger zentraler Zulaufkanal 50 vorgesehen, der
in einem an der Unterseite des Gefäßes vorgesehenen
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• t ■■ ->
· ·
• t · ·
Anschlußstutzen 114 endet. Von oben her ist in dem Kanalkörper
48 eine zentrale Sacklochbohrung 116 vorgesehen, auf deren Grund der Zulaufkanal 50 mündet. Die Sacklochbohrung 116 weist
im oberen Teil des Kanalkörpers 48 eine Erweiterung 118 auf. Im
unteren Teil der Sacklochbohrung 116 unterhalb der Erweiterung 118 zweigt ein Auslaufkanal 120 ab, über welchen die der
Sacklochbohrung 116 über den Zulaufkanal zufließende Flüssigkeit
in das Gefäß 144 abfließen kann. Die Sacklochbohrung 116 bildet somit das Überlaufgefäß des Kanalkörpers 48. In dem
erweiterten Teil 118 der Bohrung ist das (in Fig. 2 nicht dargestellte) Einlaßventil 58 der die Meßprobe fördernden Pumpe
52 angeordnet.
In Fig. 3 und 4 ist die konstruktive Ausbildung des Knotenpunktes 40 dargestellt. Der Knotenpunkt 40 wird von einem
blockartigen Anschlußkörper 122 gebildet, dieser Anschlußkörper weist vier in einer Ebene liegende, um jeweils 90 gegeneinander
versetzte Anschlüsse 124,126,128 und 130 auf. Diese Anschlüsse sind durch vier sich schneidende Kanäle 132,134,136
bzw. 138 miteinander verbunden. Der Anschlußkörper weist einen sich senkrecht zu der besagten Ebene erstreckenden Anschlußstutzen
140 auf, welcher über einen Kanal 142 mit dem Schnittpunkt 144 der besagten vier Kanäle 132,134,136 und 138
verbunden ist. In der erweiterten Bohrung des Anschlußstutzens 140 sitzt das (in Fig. 3 nicht dargestellte) Auslaßventil 76
der die Eichprobe fördernden Pumpe 68. Mit den Anschlüssen 124,126 und 128 sind die Leitungen 55 und 55' bzw. 82 verbunden,
d.h. die Ausgangsanschlüsse der drei Pumpen 52,52' bzw. 84. An den Anschluß 130 ist die von den Pumpen zu dem Probengefäß
führende Leitung 38,36 (Fig. 1) angeschlossen.
In Fig. 5 und 6 ist die konstruktive Ausbildung des Probengefäßes und des Spülgefäßes dargestellt. Das Spülgefäß 28 und das
Probengefäß 30 sind in einem langgestreckten Block 146 im Abstand voneinander vorgesehen. Der Block weist von der Oberseite her
zwei im Abstand voneinander angeordnete Vertiefungen 148,150 auf, an die sich in Längsrichtung des Blocks
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146 verlaufende längliche Ausnehmungen 152 bzw. 154 anschließen. Proben- und Spülgefäß 30 bzw. 28 sind am Ende je
einer der Ausnehmungen 152 bzw. 154 angeordnet. Die Ausnehmungen sind auf ihrem Grunde unter dem Spülgefäß 28 hindurch miteinander
verbunden und stehen mit einem gemeinsamen Auslauf 156 auf der Unterseite des Blocks 146 in Verbindung. Der Auslauf
156 ist mit einem Schlauchanschluß 158 versehen. Die von den Pumpen 52,52', 68 bzw. 84 zu dem Probengefäß 30 führende
Leitung 38,36 ist über einen Anschlußstutzen 160 mit einem in dem unteren Teil des Probengefäßes 30 mündenden Längskanal
des Blocks 146 verbunden. Der Block ist durch den Antrieb 34 längsverschiebbar, so daß abwechselnd das Proben- oder das
Spülgefäß 30 bzw. 28 in der Betriebsstellung unter dem Dosierrüssel vorgesehen ist.
Eine zu untersuchende Flüssigkeit wird aus der Sacklochbohrung
116 des Probenspenders 42 mittels der Pumpe 52 angesaugt und über Leitung 55 und Knotenpunkt 40 sowie die Verzögerungsleitung
36 und die Leitung 38 in das Probengefäß 30 gepumpt. Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, wird die Probenflüssigkeit über den
Längskanal 162 am Grunde des Probengefäßes 30 eingeleitet.
Dadurch wird erreicht, daß die alte. Probe aus dem Probengefäß 30 wirksam verdrängt wird. Um die zu messende neue Probe mit
der Pumpe 52 in das Probengefäß 30 zu transportieren, muß die Pumpe 52 bei jeder Probenahme mehrfach betätigt werden. Das ist
in Fig. 7 in der obersten Zeile dargestellt. Als Beispiel sind dort neun Pumpbewegungen gezeigt. Es kann erforderlich sein,
die von der Pumpe 52 (oder der Pumpe 52') angesaugte Probenflüssigkeit
durch eine definierte Menge von Blindprobe zu verdünnen. Zu diesem Zweck wird während der letzten drei Hübe
der Pumpe 52 in gleicher Weise die Pumpe 84 betätigt, so daß diese ebenfalls und synchron mit der Pumpe 52 drei Hübe
ausführt. Die Gesamtmengen der von den Pumpen 52 und 84 geförderten Flüssigkeiten werden dann vermischt über die
Leitungen 55 bzw. 82 und 38 in das Probengefäß geleitet.
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Bei gleicher Kolbengeschwindigkeit der Pumpen 52 und 84 wird
dabei die Verdünnung durch das Durchmesserverhältnis der Kolben 56 und 90 bestimmt. Es gilt
c cwi ' d wi
"m j 2 j 2
dW1 + dBl
C = Mischkonzentration
m
m
Cw1 = Konzentration des gesuchten Bestandteils
in der Probenflüssigkeit W1
d .. = Durchmesser des Kolbens 56 dBl = Durchmesser des Kolbens 90
Die drei Hübe der beiden Pumpen 52 und 84 fördern ein mehrfaches des in der Verzögerungsleitung 38, der Leitung 36 und dem
Probengefäß 30 enthaltenen Flüssigkeitsvolumens, so daß dann in dem Probengefäß 30 nur noch die Mischung der Probenflüssigkeit
W1 und der Blindprobe aus dem Behälter 86 vorhanden ist. Da Beginn und Ende der Kolbenbewegungen nicht genau synchronisiert
werden können, ist zwischen dem Knotenpunkt 40 und dem Probengefäß 30 die Verzögerungsleitung 38 vorgesehen, so daß
die Säule von möglicherweise nicht richtig gemischter Flüssigkeit in der Verzögerungsleitung 38 verbleibt und bei der
nächsten Probendosierung herausgespült wird.
Je nach der Programmierung des Steuergeräts 98 wird eine erste Probenflüssigkeit W1 oder eine zweite Probenflüssigkeit W2 und
ggf. bei entsprechender Erweiterung der Anlage eine dritte oder vierte Probenflüssigkeit in der beschriebenen Weise dosiert. Das
Probengefäß 30 befindet sich dabei in der Betriebsstellung,
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wobei der Dosierrüssel 14 in das Probengefäß eintaucht. Es wird
dann in der beschriebenen Weise eine Meßprobe in die Graphitrohr küvette 12 überführt.
Nach Untersuchung einer vorgegebenen Anzahl von Meßproben, die an dem Vorwahlschalter 112 eingestellt ist, erfolgt eine
Eichung. Zu diesem Zweck wird über die Pumpe 84 Blindprobe in das Probengefäß 30 gepumpt. Zu diesem Zweck wird der Motor 96
von dem Steuergerät 98 angesteuert. Gleichzeitig wird ein Signal über den Ausgang 108 auf das Atomabsorptionsspektrometer
10 gegeben. Um die Verschleppung in den Leitungen 38,36 und dem Probengefäß 30 zu beseitigen, wird auch die Pumpe 84 mehrfach,
beispielsweise dreimal, betätigt. Mit der dann im Probengefäß 30 enthaltenen Blindprobe erfolgt in gleicher Weise wie mit den
Meßproben eine Messung, aufgrund derer ein Nullabgleich des Atomabsorptionsspektrometers erfolgt. In der gleichen Weise
wird anschließend mittels der Pumpe 68 eine Eichprobe aus dem Eichprobe enthaltenden Behälter 66 in das Probengefäß gepumpt.
Die Eichprobe wird ebenfalls in der beschriebenen Weise in die Graphitrohrküvette überführt. Aufgrund des erhaltenen Meßergebnisses
wird die Anzeige des Atomabsorptionsspektrometers geeicht.
Die Erfindung macht es möglich, statt einer Eichprobe auch nacheinander mehrere Eichproben unterschiedlicher Konzentration
in gleicher Weise in das Probengefäß 30 zu pumpen.
Wenn sich die Konzentration der Probenflüssigkeiten W1 und W2
nicht sprungartig ändert, sind zur Überführung der Probe in das Probengefäi'3 30 unter Umständen nur drei Hübe der Pumpen 52 bzw.
52' und 84 erforderlich, um in der beschriebenen Weise verdünnte Probenflüssigkeit in das Probengefäß 30 zu bringen.
Das ist in den letzten beiden Zeilen von Fig. 7 dargestellt, von denen die obere Zeile das Arbeiten der Pumpe 52 und die
untere Zeile das Arbeiten der Pumpe 84 veranschaulicht.
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Claims (1)
1 * I 14·· · . t
Gebrauchsmusteranmeldung G 77 02 Bodenseewerk Perkin-Elroer & Oo. GmbH
Schutzanspruch
Anschlußkörper in einem Gerät zur wiederholten Entnahme von Meßproben aus Flüssigkeiten und zur Zufuhr von Meß-,
Blind- und Eichproben aus einem Probengefäß zu einem Analysengerät wie einem Atomabsorptionsspektrometer mittels Fördervorrichtungen
,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlußkörper (122) vier in einer ersten Ebene liegende, um jeweils 90° gegeneinander
versetzte Anschlüsse (124, 126, 128, 130) und vier
von den Anschlüssen nach innen in den Anschlußkörper hinein verlaufende und in eine gemeinsame Einmündung (144) einmündende
Innenkanäle (132, 134, 136, 138) aufweist, sowie einen Anschlußstutzen (140) in einer zu der ersten senkrechten
Ebene und einen von dem Anschlußstutzen nach innen in den Anschlußkörper hinein verlaufenden und in die Einmündung
(144) einmündenden weiteren Innenkanal (142).
7702949 19.10.78
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE7702949U1 true DE7702949U1 (de) | 1978-10-19 |
Family
ID=1320178
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE7702949U Expired DE7702949U1 (de) | Anschlußkörper in einem Gerät 'zur wiederholten Entnahme von Meßproben aus Flüssigkeiten |
Country Status (1)
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- DE DE7702949U patent/DE7702949U1/de not_active Expired
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