DE767975C - Einrichtung zur traegheitsfreien Verstaerkungsgradsteuerung in Hochfrequenzsystemen - Google Patents

Einrichtung zur traegheitsfreien Verstaerkungsgradsteuerung in Hochfrequenzsystemen

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DE767975C
DE767975C DEA80816D DEA0080816D DE767975C DE 767975 C DE767975 C DE 767975C DE A80816 D DEA80816 D DE A80816D DE A0080816 D DEA0080816 D DE A0080816D DE 767975 C DE767975 C DE 767975C
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DE
Germany
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gain control
amplifier
gain
inertia
secondary emission
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Expired
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DEA80816D
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English (en)
Inventor
Manfred Von Ardenne
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Siemens APP und Maschinen GmbH
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Siemens APP und Maschinen GmbH
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S7/00Details of systems according to groups G01S13/00, G01S15/00, G01S17/00
    • G01S7/02Details of systems according to groups G01S13/00, G01S15/00, G01S17/00 of systems according to group G01S13/00
    • G01S7/28Details of pulse systems
    • G01S7/285Receivers
    • G01S7/34Gain of receiver varied automatically during pulse-recurrence period, e.g. anti-clutter gain control

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  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
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Description

  • Einrichtung zur trägheitsfreien Verstärkungsgradsteuerung in Ho chfrequenzsystemen Für eine Anzahl hochfrequenztechnischer Probleme, insbesondere für die Impulsecholotung, ist es wichtig, über Einrichtungen zur trägheitsfreien Verstärkungsgradsteuerung zu verfügen, die im Gegen.satz zu einer kontinuierlichen Verstärkungsgradregelung, wie sie beispielsweise bei der Fadingregulierung vorgenommen wird, eine sprunghafte Änderung des Verstärkungsgrades innerhalb extrem kurzer Zeiten von großen auf kleine Werte, und umgekehrt, gestatten, ohne daß durch den Steuervorgang Ein- und Ausschwingvoigänge ausgelöst werden, wie sie beispielsweise Koppftingsglieder verursachen.
  • Eine Verstärkungsgradsteuerung, bei der diese Forderung gegeben ist und die gleichzeitig auch ohne Einfluß auf die Frequenzcharakteristik des Verstärkers ist, hat bei spielsweise hohe Bedeutung bei der Durch führung der Impulsechomethode. Diese arbeitet bekanntlich folgendermaßen: Von einem Ultrakurzwellen- oder Dezimeterwellensender werden, möglicherweise gerichtet, Impulse ausgesendet, die von extrem kurzer Dauer sind, beispielsweise 10-6 his io-7 Sekunden. Die in dieser Weise ausgesandten Wellenpakete werden an einem Objekt, dessen Vorhandensein, oder Entfernung nachgewiesen werden soll, reflektiert, Diese Reflektionen werden von einem Empfänger hoher Empfindlichkeit, der möglicherweise ebenfalls gerichtet arbeiten kann, aufgenommen. Der Empfänger ist ebenso wie der Sender so ausgebildet, daß er Modulationsfrequenzen bis zu IoG bzw. Io7Hz in dem obigen Beispiel frequenzunabhängig verstärkt.
  • Dann ist die Schärfe der Impulse an der Ausgangsseite des Empfängers von etwa der gleichen Güte wie die Schärfe des Steuerimpulses im Sender; man kann mit hoher Genauigkeit mit Hilfe eines Elektronenstrahloszillographen, beispielsweise mit Hilfe des Polarkoordinatenoszillographen, den Zeitabstand zwischen Hauptimpuls und Echoimpuls messen. Auf diese Weise wird, da die Laufgeschwindigkeit der Wellen bekannt ist, die Entfernung des reflektierenden Objektes bestimmt, und bei den genannten Impulsschärfen sind heute schon grundsätzlich Wellenwege von nur wenigen Metern Länge ausreichend, um Hauptsignal und Echo trennen zu können.
  • Der Grund dafür, daß praktisch die Trennung von Hauptsignal und Echo bei weitem nicht so weit erreicht werden kann, wie dies theoretisch zu erwarten wäre, liegt darin, daß das Hauptsignal selbst bei Anwendung einer Richtwirlçung bei Sender und Empfänger das Echosignal um Größenordnungen an Feldstärke übertrifft. Man hilft sich hier meist so, daß Sender und Empfänger räumlich vonein ander getrennt werden. Dies bedeutet jedoch eine wesentliche Verkomplizierung des Verfahrens, und nicht immer ist die räumliche Trennung möglich. Eine Empfangsschaltung ohne Kopplungsglieder und E.inschwingvorgänge, bei der auch enorme Übersteuerungen durch das Hauptsignal keine Nachwirkungen haben würden, könnte allein durch die Tatsache des Zeitunterschiedes die Trennung zwischen Hauptsignal und Echo gestatten.
  • Aber auch bei einer solchen Schaltung würde das Überwiegen der Amplitude des Hauptsignals die Ablesung der Zeitdifferenz gewaltig erschweren. Erst durch eine nicht Einschwingvorgänge auslösende und trägheitsfreie Verstärkun;gsgradsteuerung könnten diese Schwierigkeiten behoben werden. Der Empfangsverstärker würde dann während der Dauer des Hauptsignals mit sehr kleinem Verstärkungsgrad zu arbeiten haben und sofort nach Beendigung des Hauptsignals mit vollem Verstärkungsgrad. Dies bedeutet, daß die Verstärknngssteuerung innerhalb einer Zeit von der Größenordnung Ioff bis Io" Sekunden den Verstärkungsgrad um einige Größenordnungen heben muß.
  • Bei den üblichen Verstärkeranordnungen, bei denen eine Verstärkungsgradändernng durch eine sprunghafte Anderung bei Gitterspannung einer Regelröhre vorgenommen wird bzw. bei denen der Steuervorgang begleitet wird von einer Änderung der Gleichstrom- oder Gleichspannungsarbeitspunkte, sind Ein- und Ausschnvingvorgänge unvermeidlich. Bei normalen Verstärkerröhren entstehen bei einer plötzlichen Verstärkungsgradänderung um derart hohe Beträge. wie sie beispielsweise die Impulsechomethode erfordert, vielfach auch insofern Schwierigkeiten, als die Wechselstromkomponente des Anodlenstromes stets mit einer beträchilichen Gleichstromkomponente verknüpft ist. Soweit bisher bekannt ist, kann man mit ihnen nur entweder langsam vor sich gehende Verstärkungsgradregelungen ohne Einschwingvorgänge vornehmen, die auch nur im Niederfrequenzbereich genügend frequenzunabhängig sind (z. B. durch in Gitterkreisen liegende Potentiometer), oder aber man muß. wenn man mit den an sich trägheitsfrei arbeitenden üblichen Elektronenröhren eine sprunghafte Verstärkungsgradsteigernng innerhalb der erwähnten kurzen Zeit vornehmen will, die zwangläufig auftretenden und meist sehr störenden Ein- und Ausschwingvorgänge in den Kopplungsgliedern in Kauf nehmen.
  • Jedenfalls bereitet die Unterdrückung oder Vermeidung dieser nachteiligen Ein- und Ausschwingvorgänge bei den normalen Verstärkerschaltungen kaum überwindbare Schwierigkeiten.
  • Es ist bekannt, daß sich bei Sekundärelektronenvervielfachern der Verstärkungsgrad durch Änderung der Fokussierung zwischen den einzelnen, ohne Sopplungsglieder lediglich durch Elelitronenkopplung miteinander im gleichen Vakuum verbundenen Stufen regeln läßt.
  • Es sind auch Verstärkereinrichtungen bekannt, welche eine Gleichrichtung und Sekundäremissionsverstärkung im gleichen Vakuum eines Elektronenstrahlrohres mit Glühkathode vornehmen, ohne daß znvischen Gleichrichterteil und Verstärkerteil besondere Kopplungsgl ieder erforderlich sind.
  • Hierbei wird der von der Glühkathode emittierte Elektronenstrom durch ein geeignetes Spannungsgefälle so weit beschleunigt, daß er durch ein Linsensystem zu einem schmalen Strahlenbündel konzentriert und durch ein Steuerelektrodenpaar von der zu verstärkenden Wechsel spannung in einer Ebene nach zwei entgegengesetzten Richtungen ablenkbar ist. Unmittelbar vor der gleichzeitig die erste Parallelektrode des Sekundärelektronenverstärkerteiles darstellenden Anode ist eine Blende angeordnet, die mit zwei nach entgegengesetzten Richtungen sich öffnenden keilförmigen Durchbrechungen versehen ist.
  • Liegt an den Ablenkelektroden keine Spannung, so trifft der Elektronenstrahl die LIitte dieser Blende, so daß auf die dahinterliegende Anode entweder keine Elektronen auftreffen oder daß die durch die Blendenausschnitte hindurchtretenden Ele.ktronenstrahlen(bü,schel gleich stark sind. Durch eine dachförmige Ausgestaltung der Anode werden die Strahlenbündel zwei gleich ausgebildeten Sekundärelektronenverstärkersystemen zugeführt, die sich im gleichen Vakuum befinden. Bei einer Ablenkung des Elektronenstrahles im positiven Sinne durch die an die Ablenkplatten angelegte Spannung verschiebt sich das Stärkeyerhältnis der auf die dachförmig geneigten Hälften der ersten Sekundärkathode auftretenden Elektronenstrahlenbüschel nach der einen, bei einer Ablenkung im negativen Sinne nach der anderen. Seite. Auf diese Weise werden die beiden Hälften des Wechselstroms wie beim Gegentaktverstärker getrennt verstärkt.
  • Diese Einrichtung erfordert eine verhältnismäßig hohe Beschleunigungsspannung für den Elektronenstrahl. Da bekanntlich die Beeinflußbarkeit eines Elektronenstrahlenganges mit der Größe der Elektronlenlges,chwindiig!keit abnimmt, ist es außerdem schwierig, sehr kleine Wechselstromamplitnden unmittelbar zu verstärken. Die Ansprechempfindlichkeit dieser bekannten Verstärkeranordnung ist also verhältnismäßig gering.
  • Durch die Erfindung werden die obenerwähnten Forderungen für eine trägheitsfreie Verstärknngsgradsteuerung dadurch erfüllt, daß mindestens der erste Teil der Verstärkeranordnung aus einem mehrstufigen Sekundärelektronenvervielfacher besteht und die Verstärkungsgradsteuerung durch eine Änderung der Fokussierung in diesem Sekundäremissiongsverstärker erfolgt, der mit dem Eingangsgleichrichter ohne mit Zeitkonstante behafteten Kopplungsgliedern ausschließlich durch Elektronenkopplung im gleichen Vakuum verbunden ist.
  • Auf diese Weise läßt sich eine völlig von Ein- und Ausschwingvorgängen freie Verstärkungsgradsteuerung vornehmen. Außerdem wird durch die Elektronlenkopplung des Einga-ngsgleichrichters mit dem Sekuodärelektronenvervielfacher der weitere Vorteil erreicht, daß man. im Gleichrichterteil mit niedrigen Spannungen auskommt und dadurch eine äußerst empfindliche Verstärkeranordnung verhält. Dabei ist es zweckmäßig, in den S ekundärelektronenvervielf acher ein Diodensystem einzubauen, das bekanntlich schon bei ganz niedrigen Diodenspannungen von nur einigen Volt arbeiten kann. Als besonders. vorteilhaft erweist sich hierbei die Möglichkeit, im Anlaufstromgebiet zu arbeiten, in dem sich eine äußerst steile Charakteristik erreichen läßt. Die Elektronenkopplung zwischen dem Seku,ndäremissionsverstärker und dem Eingangsgleichrichter, z. B. dem Diodensystem, kann beispielsweise in der Weise geschehen, daß die Anode der Diodenstrecke durchlöchert ist und eine mehr oder weniger große Anzahl Elektronen auf die erste Sekunr därkathode des Sekundäremissionsverstärkers auftrifft. Die trägheitslose und nicht von Ein- und Ausschwingvorgängen begleitete Empfindlichkeitssteuerung kann bei diesem Verstärker auf verschiedenste Weise erfolgen.
  • Bzi den Sekundäremissionsverstärkertypen, wo die Fokussierung der 5 ekundärelektronen auf die folgende Fangelektrode durch elektrostatische Mittel erfolgt, kann die Verstärkungsgradsteuerung in der Weise geschehen, daß die Fokussierspannung verändert wird.
  • Diese Steuerung ist bei vielstufigen Einheiten verhältnismäßig empfindlich, da bei diesen der Verstärkungsgrad bei schlechter Fokussierung außerordentlich schnell abnimmt. Selbstverständlich muß, wenn die Steuerung trägheitsffei sein soll, die Fokussierspannung an den verschiedenen. Elektroden auch trägheitsfrei veränderbar sein. Da die Fokulssierelektrodlen eine unvermleildlliche Eilgenkapazi,tät besitzen, darf der Spannungsteiler bzw. der innere Generatorwiderstand für die Fokussierspannung nicht zu hochohmig gewählt werden.
  • Bei der Echolotung geschieht die Herabregelung des Verstärku1lgsgrades während der Zeit des Hauptsignals am besten durch eine Spannung, die unmittelbar von dem Impulse geber am Sender, der zwangläufig kleinen Innenwiderstand haben muß, abgezweigt wird.
  • Der Sekundärem.issionsverstärker kann beispielsweise in der Zworykinschen Bauart ausgeführt sein. An die Endstufe des Sekundäremissionsverstärkers kann eventuell unter Zwischenschaltung eines Verstärkers normaler Bauart ein Oszillograph angeschaltet werden.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Einrichtung zur trägheitsfreien Verstärkungsgradsteuerung in Hochfrequenzsystemen, insbesondere bei der Impulsecholotung, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens der erste Teil der Verstärkeranordnung aus einem mehrstufigen Sekundärelektronenvervielfacher besteht und die Verstärkungsgradsteuerung durch eine Änderung der Fokussierung in diesem Sekundäremissionsverstärker erfolgt, der mit dem Eingangsgleichrichter ohne mit Zeitkonstante behaftete Kopplungsglieder ausschließlich durch Elektronenkopplung im gleichen Vakuum verbunden ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Sekundäremissionsvers tärker als Eingangsgleichrichter ein Diodensystem eingebaut ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Anode des Diodensystems durchlöchert und so angeordnet ist, daß eine Anzahl Elektronen der Diodenstrecke auf die erste Sekundärkathode des Sekundäremi ssionsverstärkers auftrifft.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch i oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fokussierung durch eine vom Lotungsimpulsgeber des zwechmäß ig mit kleinem Innenwiderstand ausgerüsteten Senders abgezweigte Spannung während der Dauer des Lotungsimpulses derart geändert ist, daß während dieser Zeit der Verstärkungsgrad herabgesetzt, nach Aufhören des Impulses aber sofort ohne Verzögerung die volle Verstärkung wirksam ist.
    Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technil; sind im Erteilung verfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Französische Patentschrift Sr. 772 58I: USA.-Patentschriften Sr. X 920 863.
    2 05I 693; Elektrische Nachrichten -Technik, I936, Heft S.65; Zeitschrift für technische Physik. I936, Nr. 2, S. I78; I936, Sr. 6, S. I82: Zeitschrift »Physika«, I935, Bd. 2. S. 793 ff.
DEA80816D 1936-10-22 1936-10-22 Einrichtung zur traegheitsfreien Verstaerkungsgradsteuerung in Hochfrequenzsystemen Expired DE767975C (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1920863A (en) * 1932-10-07 1933-08-01 Jr Matthew S Hopkins Amplification of radiant energy
FR772581A (fr) * 1933-05-02 1934-11-02 Telefunken Gmbh Montage pour contrôler automatiquement le coefficient d'amplification d'un appareil
US2051693A (en) * 1935-12-31 1936-08-18 William G H Finch Multistage re-emission amplifier

Patent Citations (3)

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