DE895200C - Kathodenstrahlroehre - Google Patents
KathodenstrahlroehreInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J29/00—Details of cathode-ray tubes or of electron-beam tubes of the types covered by group H01J31/00
- H01J29/46—Arrangements of electrodes and associated parts for generating or controlling the ray or beam, e.g. electron-optical arrangement
- H01J29/52—Arrangements for controlling intensity of ray or beam, e.g. for modulation
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Description
Die Erfindung betrifft die Verbesserung einer Kathodenstrahlröhre zur Ausübung des Verfahrens
zur unmittelbaren Steuerung der Zahl der Elektronen in dem Kathodenstrahl mittels einer von den
Elektronen des Strahles durchflogenen Steuerelektrode, wie es im Patent 762 701 beschrieben ist.
Bei dem Verfahren nach dem Patent 762 701 werden die Elektronen einem einfachen oder mehrfachen
Beschleunigungs- und einem unmittelbar anschließenden Verzögerungsvorgang auf die Geschwindigkeit
Null oder ungefähr Null unterworfen, und die Intensitätssteuerung des Strahles durch die obenerwähnte Steuerelektrode wird an
einer Stelle vorgenommen, an der die Elektronengeschwindigkeit im wesentlichen Null ist. Dabei
benutzt man zur Intensitätssteuerung des Kathodenstrahles vorzugsweise eine der Verzögerungselektroden, und zwar insbesondere die erste. Außerdem
besitzt die Röhre in bekannter Weise Vorrichtungen, um den Strahl über dem Schirm abzulenken,
sowie elektrostatische oder elektromagnetische Einrichtungen, um den Strahl zu einem kleinen Punkt
auf dem Schirm zu fokussieren. Den Beschleunigungselektroden soll eine positive Spannung gegenüber
der Kathode erteilt werden, während das Potential der Bremselektrode gleich oder nahezu
gleich dem der Kathode sein soll. Die Form und Anordnung der Elektroden und der Potentiale wird
derart getroffen, daß, wenn die Spannung der Bremselektrode in negativer Richtung geändert
wird, der zur ersten Beschleunigungselektrode fließende Strom wächst. Die genannte Beschreibung
behandelt auch eine Hochvakuumkathodenstrahlröhre mit einer indirekt geheizten Kathode und mit
einer Anode, bei der zwischen Kathode und Anode ίο mindestens vier Hilfselektroden angeordnet sind,
wobei zwei Beschleunigungselektroden und eine Bremselektrode eingerechnet sind und die letztere
zugleich als Modulator dient. Eine der erwähnten Beschleunigungselektroden kann auf einer beliebigen
Seite der Bremselektrode liegen, wobei die Anordnung so getroffen sein soll, daß, wenn die Beschleunigungselektroden
auf geeignetem Potential positiv gegen die Kathode und Bremselektrode etwa auf Kathodenpotential liegen, eine Spannungsänderung
der Bremselektrode ins Negative, auf die Kathode bezogen, ein Anwachsen des 'Stromes zu
der zwischen Kathode und Bremselektrode liegenden Beschleunigungselektrode zur Folge hat.
In Betrieb werden bei den oben beschriebenen Kathodenstrahlröhren 'die Elektronen zu der ersten
B'eschleunigungselektrode hin beschleunigt, dann durch die Modulationselektrode abgebremst und
durch die zweite Beschleunigungselektrode wieder beschleunigt, die gleichzeitig als eine der beiden
Anoden wie bei einer Elektronenlinse zur Fokussierung des Elektronenbündels auf dem Schirm
dienen kann. Die an die Elektroden angelegten Potentiale sind so gewählt, daß die Elektronen in
dem Bremsfeld der Modulationselektrode auf eine sich von Null kaum unterscheidende Geschwindigkeit
verlangsamt werden. Die Helligkeit des vom Kathodenstrahl auf dem Schirm erzeugten Fleckes
wird durch Veränderung der negativen Spannung der Modulationselektrode gegenüber der Kathode
beeinflußt. Die Kathode kann indirekt geheizt sein und in einer vorn durch eine Lochblende abgeschlossenen
Metallröhre, wie sie unter dem Namen Kathodenschirm bekannt ist, angebracht wenden. Diese Röhre ragt nach hinten über die
Kathode hinaus. Die anderen Elektroden außer der zweiten Anode haben gewöhnlich die Form von
Metallröhren mit Lochblenden, wobei die Wandstärke dieser Blenden höchstens ein Zehntel des
Durchmessers der Blendenöffnung beträgt. Die Erfindung gibt eine Kathodenstrahlröhre der
oben beschriebenen Art an, bei der die Steuerempfindlichkeit der Strahlintensität innerhalb des
Arbeitsbereiches größer ist als bei bekannten Röhren. Diese Empfindlichkeit wird durch die negative
Vorspannung, die zur Verriegelung des Strahles nötig ist, gemessen, wobei die Empfindlichkeit
natürlich am größten ist, wenn diese Spannung am kleinsten ausfällt, vorausgesetzt, daß der Strom bei
der Modulationsspannung Null ungeändert bleibt. Gemäß der Erfindung ist bei einer Kathodenstrahlröhre
der oben beschriebenen Art, wie sie bei dem Verfahren nach Patent 762 701 verwendet
werden soll, zur Erhöhung der Steuerempfindlichkeit die Ausdehnung der Öffnung der in der
zylinderförmigen Steuerelektrode angeordneten Blende in Richtung des Kathodenstrahles größer als
ein Zehntel des Durchmessers der Blendenöffnung senkrecht zum Kathodenstrahl. Dabei kann entweder das Material, aus dem die Blende gefertigt
ist, die erforderliche Stärke haben, oder es können mehrere längs des Elektronenweges hintereinander
angeordnete Lochblenden geringer Materialstärke verwendet sein.
Der Durchgriff des Anodenfeldes durch die dicke oder mehrfache Modulatorblende ist geringer als
der durch eine dünne Blende; daher ist die zur Auslöschung des Strahles nötige Spannung geringer als
bei einer dünnen Blende. Bei vielen Arten von Kathodenstrahlröhren würde die Einführung einer
dicken Modulatorlochblende wenig oder keine Vergrößeirung
der Empfindlichkeit bringen, weil die Strahlintensität bei Modulatorspannung Null auch
fallen würde. Wenn jedoch eine positive Elektrode zwischen der Kathode und der etwa auf Kathodenpotential
liegenden Modulationselektrode vorhanden ist und letztere gemäß vorliegender Erfindung
ausgeführt ist, so wird die Strahlintensität bei der Modulatorspannung Null durch die wirksame
Länge der Lochblende nicht sehr beeinflußt, und die Empfindlichkeit der Röhre wird vergrößert.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand der schematischen Darstellungen näher beschrieben, von
denen
Abb. ι den Teil der Elektrodenanordnung einer der- Kathodenstrahlröhren zeigt, wie sie im Patent
762 701 beschrieben ist, und
lAbb. 2 bis 8 Schnitte von verschiedenen Formen der Modulations- und Abbremselektrode, die gemäß
der Erfindung ausgeführt sind, wiedergaben.
In Abb. ι ist eine Kathode 1 gezeichnet, die in
einer Kathodenschirmelektrode 2 angeordnet ist und die auf oder etwa auf Kathodenpotential liegt.
Eine erste Beschleunigungselektrode 3, eine Modulations- und Bremselektrode 4 und eine zweite Beschleunigungselektfode
oder erste Anode 5 haben die Form von Metallröhren mit dem gleichen Durchmesser wie der Kathodenschirm 2. Die Röhre des
ersten Beschleunigers 3 ist kurz und hat eine Lochblende 7 an dem der Kathode abgewandten Ende.
Die Modulatorröhre 4 ist langer als die des Beschleunigere und hat eine Lochblende 8 auf der
Kathodenseite von der Röhrenmitte aus. Die erste Anode 5 ist viel länger als die Modulatorelektrode 4
und hat eine Lochblende 9 an dem der Kathode zugewandten Ende und eine zweite Lochblende 10
ungefähr zwei Drittel der Röhre von diesem Ende entfernt. Die zweite Anode hat die Form einer
Röhre 6 mit erheblich größerem Durchmesser als die anderen Elektroden, wobei die zugewandten
Enden der beiden Anodenröhren 5 und 6 im wesentliehen in einer Ebene liegen. Alle Röhren sind
koaxial angeordnet.
Wenn eine Kathodenstrahlröhre, wie in Abb. 1 gezeigt wird, mit einer Blende in der Modulationselektrode, deren Dicke ein Zehntel des Durch-
messers der darin befindlichen Öffnung nicht über-
steigt, hergestellt wird, kann ein befriedigender Fleck des Strahles auf dem in dem Kolben angebrachten
Schirm erreicht werden, sofern geeignete Spannungen an die verschiedenen Elektroden
gelegt werden. So kann der Kathodenschirm 2 auf Kathodenpotential liegen, das als Null betrachtet
werdensoll, der erste !Beschleuniger 3 auf niedrigem
positivem Potential, der Modulator 4 auf veränderlichem negativem Potential, die erste Anode 5 auf
höherem positivem Potential und die zweite Anode 6 auf noch höherem positivem Potential. Die
Empfindlichkeit einer solchen Röhre ist jedoch nicht so groß, wie es oft wünschenswert ist, und bis jetzt
war es nicht möglich, die Empfindlichkeit zu erhöhen, ohne die Fleckschärfe auf dem Schirm zu vermindern.
Gemäß der Erfindung wird die wirksame Materialstärke rund um die Blendenöffnung der
Modulationselektrode wesentlich vergrößert, und auf diese Weise kann die Empfindlichkeit erhöht
werden, ohne die Form der Modulationskennlinie bemerkenswert zu verändern.
Zum Beispiel ist bei einem Versuch, wo der Modulator 4 wie in Abb. 1 eine Lochblende S aus
dünnem Material mit einer Öffnung von 1,9 mm im Durchmesser aufwies, die negative zur Sperrung
des Strahles nötige Spannung 20 Volt, während, wenn, wie in Abb. 2 gezeigt wird, außer dieser
Blende eine zweite Blende 8' aus dünnem Material .mit einer Öffnung von 2,5 mm im Durchmesser angeordnet
ist, und zwar im Abstand von 1 mm von der Blende 8 an der Kathodenseite derselben, die
Sperrspannung auf 12 Volt reduziert ist. Die Stärke des Materials, das die Blendenöffnung
umgibt, ist auf diese Weise in der Wirkung auf ι mm vergrößert, obwohl das tatsächlich für die
Blenden verwendete Material dünn sein kann.
Mit der beschriebenen besonderen Blendenanordnung wird die Form der Modulationskennlinie
gegenüber der mit der einzelnen Blende nicht nennenswert geändert, obwohl die Steilheit vergrößert
wird. Die Fokussierung ist auch im wesentlichen unbeeinflußt. Durch Abänderung der Größe
der Blendenöffnungen und ihres Abstandes können jedoch gewisse Änderungen in der Kennlinienform
verursacht werden.
Die Blendenöffnungen können, wenn es erwünscht ist, gleichen Durchmesser haben, oder die Blende
mit größerem Durchmesser kann auch weiter von der Kathode entfernt sein als die Lochblende mit
dem kleineren Lochdurchmesser.
Eine der oben beschriebenen ähnliche Wirkung kann mit einer einzigen Blende aus dünnem Material
erzielt werden, wenn man die Stärke des die Öffnung unmittelbar umgebenden Materials vergrößert.
So kann die Blende mit einem Flansch oder einem Röhrchen rund um die Öffnung versehen
werden. Das Röhrchen kann, wie in 8a in Abb. 3 bezeichnet, zylindrische Form haben und gibt dann
fast die gleiche Wirkung wie zwei Öffnungen gleichen Durchmessers, oder es kann konisch sein,
wie mit 86 in Abb. 4 bezeichnet, oder sein Durchmesser kann längs der Röhrenachse beliebig veränderlich
sein, wobei es die Wirkung von Öffnungen verschiedenen (Durchmessers hat. Die Wirkungsweise
von mit einem Röhrchen versehenen Blendenöffnungen gleicht der von Lochblenden, die einen
entsprechenden Abstand voneinander haben, vorausgesetzt, daß die Entfernung zwischen solchen
Blenden (und entsprechend die Ausdehnung des Röhrchens längs der Achse in der mit dem Röhrchen
versehenen Blende) nicht ungewöhnlich groß ist. Der Abstand zwischen den Blenden ist gewöhnlich
geringer als der Durchmesser einer der Blendenöffnungen. Die Röhrchen können entweder in der
Richtung nach der Kathode hin oder in der entgegengesetzten Richtung am Durchmesser zunehmen.
Eine weitere Anordnung, welche der mit mehreren Blenden fast gleichzusetzen ist, sieht den Gebrauch
von verhältnismäßig dickem Material für die Blende vor (Abb. 5). So ist eine einzelne Blende
von ι mm Stärke mit einer konisch von 1,9 mm an der einen Seite bis 2,5 mm auf der anderen Seite zulaufenden
Öffnung, wie Abb. 6 zeigt, in ihrer Wirkung den in Abb. 2 dargestellten zwei Blenden
näherungsweise gleichwertig. Die Öffnung kann auch in anderer Form hergestellt sein.
Drei oder mehr Blenden können verwendet werden, und die öffnungen darin können je nach den
Umständen gleich oder verschieden sein. In dem in Abb. 7 gezeigten Beispiel sind drei Blenden vorgesehen,
und die Öffnung in der mittleren Blende 8 ist kleiner als die in den beiden äußeren Blenden 8C
und 8d. Die gleiche öffnung kann auch in einer
einzigen Blende aus dickerem Material hergestellt sein, wobei die Öffnung aus drei Teilstücken von
zylindrischer Form (mit verschiedenen Durchmessern, den öffnungen in den drei getrennten
Blenden entsprechend) besteht, die durch konische Teile miteinander verbunden sind.
Andererseits können die Grenzflächen der Öffnung in dem dickeren Material gebogen sein, wie
Abb. 8 zeigt, z. B. kann ihre Begrenzungslinie in einer die Achse enthaltenen Ebene halbkreisförmig
sein.
Wenn die Modulationsblende die in Abb. 8 gezeigte oder die fast gleichartige aus drei Lochblenden
gebildete Form nach Abb. 7 hat, wobei die Öffnungen in den äußeren Blenden größer als die in
der mittleren Blende sind, so wird zweckmäßig die Größe der Blendenöffnung in der Mitte so klein
gewählt, wie es ohne Verringerung des in der Röhre bei Modulätorspannung Null fließenden Stromes
durch Rückkehr von Elektronen vom Modulator möglich ist, und die Lochdurchmesser an den Enden
der Blende werden so ausgeführt, daß Empfindlichkeit und Röhrenstrom (Strahlstrom) möglichst
groß werden.
Claims (4)
120 Patentansprüche:
i. Kathodenstrahlröhre zur Ausübung des Verfahrens zur unmittelbaren Steuerung der
Zahl der Elektronen im Kathodenstrahl mittels einer von den Elektronen des Strahls durch-
flogenen Steuerelektrode nach Patent 762 701, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung der
Steuerempfindlichkeit die Ausdehnung der Öffnung der in der zylinderformigen Steuerelektrode
angeordneten Blende in Richtung des Kathodenstrahls größer ist als ein Zehntel des
Durchmessers der Blendenöffnung senkrecht zum Kathodenstrahl.
2. Kathodenstrahlröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende mit einem
in Richtung des Kathodenstrahls zylindrisch oder konisch verlaufenden Ansatz versehen ist.
3. Kathodenstrahlröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendenscheibe
aus entsprechend dickem Material besteht.
-
-
4. Kathodenstrahlröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle einer einzigen
Blende mehrere parallele Lochblenden in entsprechendem Abstand hintereinander angeordnet
sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 5520 10.53
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Family
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Family Applications (1)
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| GB (1) | GB447493A (de) |
Families Citing this family (5)
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|---|---|---|---|---|
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| US2597363A (en) * | 1951-06-29 | 1952-05-20 | Ibm | Cathode-ray storage tube |
| US3374379A (en) * | 1964-03-02 | 1968-03-19 | Nippon Columbia | Low second grid voltage electron gun |
| US4318027A (en) | 1978-04-12 | 1982-03-02 | Rca Corporation | High potential, low magnification electron gun |
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-
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-
1935
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| US2112378A (en) | 1938-03-29 |
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