DE750152C - Verfahren zur Herstellung eines Elektrolyteinsatzes fuer Trockenelemente - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Elektrolyteinsatzes fuer Trockenelemente

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DE750152C
DE750152C DEM136128D DEM0136128D DE750152C DE 750152 C DE750152 C DE 750152C DE M136128 D DEM136128 D DE M136128D DE M0136128 D DEM0136128 D DE M0136128D DE 750152 C DE750152 C DE 750152C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M6/00Primary cells; Manufacture thereof
    • H01M6/22Immobilising of electrolyte

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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Primary Cells (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Elektrolyteinsatzes für Trockenelemente Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Elektrolyteinsatzes für Trockenelemente.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, den Elektrolyten in die Zelle oder Batterie dadurch einzubringen, daß zwischen der Zinkelektrode und dem Depolarisator ein mit Elektrolytlösung getränktes Papierblatt oder mehrere mit Elektrolytlösung getränkte Löschpapierblätter eingelegt wurden. Bei diesem bekannten Verfahren ergab sich jedoch unter anderem die Schwierigkeit, daß infolge mangelnder Gleichmäßigkeit in der Verteilung .des Elektrolyten die Wirksamkeit der Zelle beeinträchtigt wurde, und daß insbesondere beim Zusammensetzen der Batterie leicht Elektrolytlösung aus der Elektrolytpackung herausgepreßt wurde. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, das die gleichmäßige Verteilung des Elektrolyten in der Elektrolytpackung gewährleisten soll.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der aus mehreren dünnen Schichten eines festen durchlässigen Materials bestehende Elektrolyteinsatz dadurch hergestellt, daß alle diese Schichten oder ein Teil davon mit einem dünnen Überzug eines halbfesten (pastenförmigen) Elektrolyten versehen werden, worauf J sie übereinandergelegt und zu einer geschichteten Packung zusammengepreßt werden, welche die ganze Elektrolytmenge enthält.
  • Dieses erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht weiterhin die Konzentration des Elektrolyten durch die Packung hindurch abzustufen, etwa dadurch, daß verschiedene zu einer Packung vereinigte Schichten mit Elektrolytpaste verschiedener Konzentration überzogen werden. Es können auch in einer Packung verschiedene Elektrolyte verwendet werden, dadurch daß eine oder mehrere Schichten mit dem einen halbfesten Elektrolyten und eine oder mehrere weitere Schichten mit einem oder mehreren anderen halbfesten Elektrolyten überzogen werden.
  • Ein Ausführungsbeispiel einer nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Batterie ist in den Figuren dargestellt.
  • Fig. i zeigt einen Schnitt durch eine fertige Batterie.
  • Fig. a zeigt eine perspektivische Ansicht einer Elektrolytwaffel oder -packung, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt ist und von der ein Blatt teilweise abgebogen ist.
  • In Fig. z ist die Erfindung auf eine Batterie mit Plattenelektroden angewendet, bei der jede der Zinkplatten 5 auf der einen Seite mit einem Kohleelement oder einem Kohleüberzug 6 versehen ist und diese Plattenpaare in gewissen Abständen parallel zueinander angeordnet sind, wobei Depolarisatortabletten ;7 eingefügt sind und eine Elelztrolytwafiel bzw.-packung.8 zwischen jederDepolarisatortablette und der Zinkfläche der angrenzenden Platte 5 liegt.
  • Die Endelektrode 9 hat keine Kohleschicht, jedoch ist eine Elektrolytpackung zwischen der Innenseite dieser Elektrode und der angrenzenden Depolarisatortablette angeordnet.
  • Der ganze Elementsatz ist dann mit einer geschichteten elastischen Haut io überzogen, welche die Batterie vollständig einschließt und die einzelnen Zellen voneinander isoliert.
  • Die Haut io überzieht in der Darstellung auch die Endstreifen 13, jedoch wird selbstverständlich vor dein Gebrauch der Batterie der Überzug hier entfernt, um die Metallstreifen freizulegen.
  • Die überzogene Batterie kann in einen geeigneten Behälter eingesetzt werden.
  • Die Elektrolytpackung wird aus mehreren Stücken i.1. aus dünnem Blattmaterial gebildet, von denen jedes mit Elektrolyt überzogen ist, wobei die überzogenen Blätter aufeinandergelegt und zusammengepreßt oder verdichtet werden, um die in Fig. 2 dargestellte geschichtete Waffel bzw. Packung zu bilden.
  • Das oberste Blatt dieser Packung ist in der Fig. a zur Veranschaulichung teilweise von (lein übrigen Paket abgehoben; es ist jedoch so gedacht, daß in der endgültigen Form sämtliche Blätter in der Packung dicht aufeinanderliegen, wobei immer zwei aneinandergrenzende Blätter eine Elektrolytschicht zwischen sich einschließen.
  • Das Blattmaterial muß genügend dünn sein, damit die Packung nach der Aufschichtung elektrisch leitend ist und der innere Widerstand der Zelle nicht unerwünscht groß wird. Ein Vorteil der Verwendung von dünnem Blattmaterial besteht darin, daß die Dicke der Packung und die Abmessungen der fertigen Batterie nicht unerwünscht groß werden.
  • Außerdem muß das -Material auch nach der Anfeuchtung mit dem Elektrolyten genügend zähe sein, damit es der Handhabung nach dem Aufbringen der Elektrolytschicht widerstehen kann. Weiterhin ist ein zähes :Mater ial auch noch deshalb erforderlich, damit die Packung beim Gebrauch in der Trockenbatterie zusaninienhält.
  • Es wurde gefunden, daß Papier von der als Manilapapier bekannten Art besonders für den ins Auge gefaßten Zweck geeignet ist, da es zähe und genügend absorptionsfähig ist und seine Zähigkeit auch nach dein Anfeuchten finit der Elektrolytschicht beibehält. Der Elektrolytüberzug durchdringt die einzelnen Blätter und wird gleichmäßig über und durch die ganze Packung verteilt.
  • Die Anzahl der zur Bildung der Packung übereinandergelegten Stücke bzw. Blätter ''hängt von den besonderen Umständen ab, unter denen gearbeitet werden soll, und der iiGi-nialen Entladungsdauer der Batterie, in welch,. die Packung eingesetzt werden soll; jedoch werden vorzugsweise nicht weniger als vier Blätter verwendet. Es können aber auch bis zu zehn oder mehr Blätter verwendet werden, wobei ihre Anzahl auch von der Sorte (Grad) oder Stärke des verwendeten Papiers abhängt.
  • Bei Verwendung von dünnem Manilapapier, dessen Stärke in der Größenordnung von etwa o,o-2_# min liegt, wurde gefunden, daß für Batterien mit geringer Stromentnahme ein Mittelwert von sechs oder sieben übereinandergeschichteten Blättern geeignet ist. Für stark beanspruchte Batterien kann dickeres Papier verwendet «-erden.
  • Die Stärke der Blätter, ihre Anzahl und das 1laterial, aus dein sie hergestellt sind, sind voneinander abhängige Faktoren, da die Blätter eine Wandung für ein Gehäuse für den Elektrolyten bilden sollen, das einen geringen Widerstand besitzen, dem Elektrolyten die notwendige Beweglichkeit lassen, ihn zurückhalten und dabei verhindern soll, (laß er an den Kanten in größerem Ausmaß herausquillt.
  • In ein und derselben Packung brauchen die einzelnen Blätter nicht dieselbe Stärke zii besitzen oder aus demselben Material zu bestehen.
  • Der Elektrolyt, der aus irgendeiner geeigneten Lösung bestehen uiid in l)ehannter @,#'eise zubereitet sein kann, wird in Halbfester Form aufgebracht, und zwar entweder auf die fertig zugeschnittenen Blätter oder umgekehrt auf eine zusammenhängende Bahn. die darin anschließend in Stücke vnn der gewünschten Gröle -zerteilt wird.
  • Der Elektrolyt kann in bekannter Weise mit einer Bürste oder anderen mechanischen Mitteln aufgebracht lverden, oder aber das Papier kann in ein Elektrolvtbad eingetaucht oder durch ein solches hindurchgeführt werden, worauf der Überschuß des Elektrolyten entweder mechanisch oder durch Schwerewirküng entfernt wird.
  • Zum Beispiel kann eine zusammenhängende Papierbahn vor dem Zerschneiden des Papiers in Stücke in der für die Schichtung der Packung erforderlichen Stärke mit pastenförinigem Elektrolyten überzogen «-erden, wobei das Papier von einer Walze getragen wird, die an der Seite des den Elektrolyten enthaltenden Behälters angeordnet ist, und das Pa- Pier durch das Band bzw. den Elektrolyten und darauf zwischen zwei OOuetschrollen oder Kratzern hindurchläuft, die von dem Papier den Überschuß des Elektrolyten entfernen und eine Schicht von der gewünschten Dicke auf einer oder jeder Seite des Papiers zurücklassen.
  • Bei manchen Elektrolytarten ist es wegen ihrer Konsistenz schwierig, das Papier durch den Elektrolyten hindurchzuführen; in diesem Fall kann eine Rollenzuführung vorgesehen sein, die aus einer oder mehreren Rollen oder endlosen Bändern besteht, welche in dem Elektrolyten oder durch ihn laufen und so aus-"gebildet sind, daß sie eine gewisse Menge des Elektrolyten aus dem Bad auf das Papier bringen, das über die Rollen oder das Band läuft oder in Berührung mit denselben steht.
  • Bei den erfindungsgemäßen Ausführungen wird der pastenförmige Elektrolyt gleichförmig verteilt, da nur ein verhältnismäßig dünner Überzug auf jedes Blatt aufgebracht zu werden braucht und es auf diese Weise leichter ist, einen gleichmäßigen Überzug zu erhalten als in den Fällen, in denen eine dicke Lage eines pastenförmigen Elektrolyten auf ein einziges Stück Papier aufgebracht wird. Bei der letzten Anordnung besteht die große Gefahr, daß der Elektrolyt sich verlagert oder beim Zusammenbau der Batterie auf der einen Seite herausgedrückt wird, so daß zum Schluß die Elektrolytschicht *auf der einen Seite der Zelle dünner als auf der anderen ist, wodurch schädliche lokale Einwirkungen auf die Elektroden möglich werden.
  • Wenn dagegen mehrere überzogene Blätter nach der Erfindung übereinandergeschichtet werden, ist es schwierig, wenn nicht unmöglich, den pastenförmigen Elektrolyten auf der einen Seite der Packung herauszudrücken, da der Überzug auf jedem Blatt dünn ist; während es möglich ist, durch Ubereinanderlegen einer geeigneten Anzahl von überzogenen Blättern der Packung jede gewünschte Elektrolytmenge einzuverleiben, ist doch keine freie Elektrolytmasse vorhanden, die verlagert oder herausgepreßt werden könnte, da die Lagen aus Papier oder anderem Material den Elektrolyten in seiner Lage festhalten.
  • Auf diese Weise wird es möglich, eine Elektrolytpackung von jeder gewünschten Dicke herzustellen und jede gewünschte Elektrolytmenge unterzubringen, ohne eine ungleichförmige Verteilung des Elektrolyten befürchten zu müssen.
  • Bei der Ausführung nach der Erfindung ist infolge der gleichmäßigen Verteilung des Elektrolyten der innere Widerstand der Zelle gering, wobei gleichzeitig eine beträchtliche Lebensdauer erzielt wird.
  • Außerdem werden die während des 4ntladungsvorganges der Zelle gebildeten unlöslichen Salze durch die von vornherein gleichmäßige Verteilung des Elektrolyten gleichmäßig verteilt, wodurch die Lebensdauer -und die Wirksamkeit der Batterie ebenfalls gesteigert werden.
  • Vorzugsweise wird als Elektrolytträger Papier verwendet, da die gewünschte Festigkeit der Packung und das gewünschte Fassungsvermögen zum Festhalten des Elektrolyten in seiner Lage mit dünnen und feingradigem Papier am -besten erzielt werden können, jedoch kann auch Gewebe, wie feines Leinen o. dgl., verwendet werden.
  • Ein wichtiger Vorteil der Erfindung besteht darin, daß zwei oder mehr verschiedene Elektrolyten in die Packung eingebracht werden können, beispielsweise dadurch, daß ein oder mehrere Blätter mit einem halbfesten Elektrolyten und ein oder mehrere weitere Blätter mit einem anderen halbfesten Elektrolyten überzogen werden, so daß nach der LTbereinanderschichtung der Blätter. zu der vollständigen Packung eine wirksame Vereinigung der beiden Chemikalien entsteht.
  • Beispielsweise kann für einen Elektrolyten, der die Chloride von Quecksilber, Zink und Ammonium enthält, das Quecksilberchlorid auf ein Blatt der Packung aufgebracht werden, das neben das Zink zu liegen kommt, und die übrigen Chloride werden auf weitere Blätter aufgebracht, wobei der Gehalt an Zinkchlorid nach der Seite der Packung zunimmt, die der Kohleelektrode am nächsten zu liegen kommt.
  • Der Grad oder die Dicke der Blätter kann verändert werden, um den besonderen Anforderungen der Batterie Rechnung zu tragen. Es können auch zwei oder mehr Sorten oder Dicken beim Aufbau einer Packung verwendet werden, insbesondere wenn zwei oder mehr Elektrolyten verwendet werden.
  • Die Erfindung ermöglicht die Schaffung einer idealen Elektrolytmenbran, die, wie festgestellt wurde, im Gebrauch vollständig zufriedenstellend arbeitet und frei ist von den Übelständen, die bei den bisher gebräuchlichen Verfahren zur Herstellung von -Elektrolytpackungen angetroffen wurden.
  • Gemäß der Erfindung kann der Elektrolyt auf Streifen, Rollen oder große Blätter aufgebracht werden. Diese Streifen, Rollen oder Blätter können nachträglich zerschnitten werden, um eine Packung von den gewünschten Abmessungen zu erhalten.
  • Die Erfindung kann vorzugsweise bei Trockenbatterien der vorstehend mit Bezug auf die Zeichnungen beschriebenen Gattung angewendet werden, sie kann jedoch auch bei Lagerbatterien angewendet werden, die mit pastenförmigen Elektrolyten gefüllt und vor dein Gebrauch durch Zusatz von Wasser betriebsfertig gemacht werden.
  • Selbstverständlich ist das erfindungsgemäße Verfahren nicht nur bei der in den Figuren dargestellten ebenen Elektrolytpackung anwendbar, sondern auch bei solchen Batterien, bei denen die Elektrolytpackung liolilzylinderförmig gestaltet ist und eine sogenannte Beutelelektrode umgibt. In diesem Falle wird die Elektrolytpackung vorteilhaft in der Weise hergestellt, daß die einzelnen mit halbfestem Elektrolyten überzogenen Schichten einzeln um die heutelelektrode so herumgelegt werden, daß sich die Stoßstellen der einzelnen Blätter nicht sämtlich auf demselben Halbmesser befinden, sondern gegeneinander gestaffelt angeordnet sind. Dadurch wird der Stoll zweier Kanten des unteren Blattes jeweils durch das Barüberliegende Blatt überdeckt. Es ist auf diese Weise möglich, die \acliteile der übereinanderliegenden Stoßkanten zu vermeiden, ohne jedoch die Blätter selbst überlappen zu lassen, wodurch das Paket an der Verbindungsstelle die doppelte Stärke erhalten würde.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines Elektrolvteinsatzes für Trockenelemente, der aus mehreren Schichten eines durchlässigen Materials besteht, dadurch gekennzeichnet, daß alle diese aus dünnem und festem illaterial bestehenden Schichten oder ein Teil davon mit einem dünnen L`berzug eines Halbfesten (pastenförmigen) Elektrolyten versehen werden, worauf sie übereinandergelegt und zu einer geschichteten Packung zusammengepreßt werden, welche die ganze Elektrolytmenge enthält. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration des Elektrolyten durch die Packung hindurch abgestuft wird. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und .2, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Schichten mit einem halbfesten Elektrolyten und eine oder mehrere weitere Schichten mit einem oder mehreren anderen halbfesten Elektrolyten überzogen werden. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Packung aus vier bis zehn Blatt Manilapapier, dessen Stärke in der Gröf)enordnung von o,o25 min liegt, hergestellt wird. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften .... N r. 123 480, 303 545, insb. S. 2, Zeile 32-39, 395 15-1, insb. S. i, Zeile 36-39 u. S.
  2. 2, Zeile 9 bis 22, 494718 (alle s1.2ib); britiselie Patentschriften . . . . Nr. 426 654, insb. S.
  3. 3, Zeile 32-6.I, 312 828, ins1i. S. i, Zeile 32 ff.; USA.-Patentschriften .... Nr.1486172, i11,1>. S.,2, Zeile 27-45, 1 166 817, insb. S. 1, Zeile 61 ff.
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