DE74658C - Farbentafel zur Zusammenstellung harmonisch wirkender Farben - Google Patents

Farbentafel zur Zusammenstellung harmonisch wirkender Farben

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DE74658C
DE74658C DE189374658D DE74658DD DE74658C DE 74658 C DE74658 C DE 74658C DE 189374658 D DE189374658 D DE 189374658D DE 74658D D DE74658D D DE 74658DD DE 74658 C DE74658 C DE 74658C
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DE189374658D
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E. kreutzer in Wiesbaden, Zimmermannstr. 7
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01JMEASUREMENT OF INTENSITY, VELOCITY, SPECTRAL CONTENT, POLARISATION, PHASE OR PULSE CHARACTERISTICS OF INFRARED, VISIBLE OR ULTRAVIOLET LIGHT; COLORIMETRY; RADIATION PYROMETRY
    • G01J3/00Spectrometry; Spectrophotometry; Monochromators; Measuring colours
    • G01J3/46Measurement of colour; Colour measuring devices, e.g. colorimeters
    • G01J3/52Measurement of colour; Colour measuring devices, e.g. colorimeters using colour charts
    • G01J3/522Measurement of colour; Colour measuring devices, e.g. colorimeters using colour charts circular colour charts

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  • Spectrometry And Color Measurement (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, bei der Zusammenstellung von Farben, bei Anordnungen von farbigen Stoffen in Seide, Sammet, Leinen, Wolle, Tuch, Leder, Filz, Glas, Papier, Krystall, Lackwaaren, Blumen etc. ein zuverlässiges, praktisches und mit Hülfe der jedem Exemplar beizugebenden Erläuterung auch leicht verständliches Hülfsmittel zu bieten.
Die Farbentafel besteht aus zwei über einander liegenden, um einen gemeinschaftlichen Drehpunkt A zu einander verstellbaren concentrischen Farbenkreisen B und C, von denen der gröfsere B sich allmälig in die entsprechenden helleren Farbentöne a, b und c, der kleinere C sich allmalig in die entsprechenden dunkleren, mit Schwarz gemischten Farbentöne if, e unaf abstuft und im äufsersten Kreisring D durch die tertiären Farben Gelbbraun, Rothbraun und Blaubraun umschlossen wird.
■ Beide Farbenkreise sind durch 12 Radien in 12 farbige Felder zerlegt. Der innere Kreis C enthält die primären, secundären und Mischfarben , der äufsere B ist aufserdem mit Abtönungen der 12 Farben versehen. Beide Kreise zeigen in allen Lagen die unmittelbare Wirkung der Farben zu einander.
Aufserdem sind beide Farbenkreise mit gleichen Zahlen 1 bis 12 und jeder mit einem pfeilförmigen Zeiger E und F versehen.
Sind die Spitzen der Zeiger gegen einander gerichtet, so ist die Stellung der Farbentafel eine gleichmäfsige, beide Scheiben B und C zeigen dieselben Farben. Wird jedoch die obere Scheibe C um ein Feld vorwärts gedreht, so dafs deren Zeiger F auf den zwischen dem ersten und zweiten Felde der gröfseren Scheibe B — zwischen Gelb und Orange — gelegenen Theilstrahl fällt, also nach F1 gelangt, und nun das Grün 12 der Scheibe C neben dem Gelb 1 der Scheibe B steht, so befinden sich nunmehr alle ringsum auf den beiden Farbenkreisen neben einander liegenden Farben im schlechten Gegensatz oder Contrast, d. h. alle aus dieser Stellung der Farbentafel sich ergebenden Farbenzusammenstellungen neben einander befindlicher Farbenpaare sind unschön.
Dieselben werden etwas erträglicher, wenn die kleine Scheibe C noch um ein Feld vorwärts rückt, so dafs also deren Zeiger F auf die zwischen Orange 2 und Zinnoberroth 3 der grofsen Scheibe gelegene Theillinie fällt und damit nach F11 gelangt.
Durch Vorwärtsrücken der kleinen Scheibe C um ein weiteres Feld, wobei der auf derselben befindliche Zeiger .F nach FUI gelangt, bessern sich die neben einander liegenden Farbenpaare ϊ und 4, 2 und 5, 3 und 6, 4 und 7 u. s. w. ■
Wird die kleine Scheibe C nun noch um ein Feld vorwärts gedreht, so dafs deren Zeiger F nunmehr auf den zwischen 4 Carminroth und 5 Purpurroth der grofsen Scheibe B gelegenen Theilstrahl nach FIV fällt, so bilden die sämmtlichen, nun neben einander liegenden Farben 1 und 5, 2 und 6, 3 und 7, 4 und 8, 5 und 9 u. s. w. brauchbare Farbenpaare von
grofser Schönheit. Ebenso brauchbar sind die Zusammenstellungen aus den helleren oder dunkleren Abstufungen dieser Farben.
Dreht man die kleine Scheibe so weiter, dafs deren Zeiger F ebenfalls nach unten gerichtet ist, also nach FVI gelangt, so bilden sämmtliche jetzt neben einander liegende Farben ι und 7, 2 und 8, 3 und 9, 4 und 10 u. s. w. ebenfalls Farbengegensä'tze von grofser Schönheit, die sogen, harmonischen Gegensätze oder Contraste, die Farbencomplemente oder Complementärfarben. Ebenso ergeben sich gute Zusammenstellungen aus den helleren oder dunkleren Abstufungen dieser Farben.
Dieselbe Stellung der beiden Scheiben B und C — beide Zeiger E und F nach unten gerichtet — dient auch dazu, brauchbare Farbenpaare mit den im äufsersten Kreisring D befindlichen drei tertiären Farben (dritter Ordnung) Gelbbraun, Rothbraun und Blaubraun zu bestimmen.
Mit Gelbbraun sind dies die auf der kleinen Scheibe C liegenden und in dieser Lage von dem Gelbbraun umschlossenen Farben: 4, 5, 6, 7, 8 und 9.
Mit Rothbraun sind dies die auf der kleinen Scheibe C liegenden und in dieser Lage von dem Rothbraun umschlossenen Farben: 8, 9, 10, 11, 12 und i. ·
Mit Blaubraun sind dies die auf der kleinen Scheibe C liegenden und in dieser Lage von dem Blaubraun umschlossenen Faben: 12, 1, 2, 3, 4 und 5 und deren sämmtliche hellere und dunklere Abstufungen.
Gute Zusammenstellungen von drei Farben werden hervorgerufen, wenn die kleine Scheibe C so gedreht wird, dafs deren Zeiger auf die zwischen 4 und 5 — Carminroth und Purpurroth — der grofsen Scheibe B gelegene Theillinie nach FIV fällt.
Diejenige Farbe, welche als Grund- oder Ausgangsfarbe der ganzen Zusammenstellung dienen soll, wird auf der kleinen Scheibe C mit ι bezeichnet und alsdann die fünfte und die neunte Farbe der grofsen Scheibe B hinzugenommen, z. B. ι Gelb und 5 Purpurroth sowie 5 Purpurroth und 9 Türkisblau befinden sich hier bereits neben einander, man hat also nur nöthig, das doppelt vorhandene Purpurroth einmal ausfallen zu lassen, wodurch die Zusammenstellung oder das Trio Gelb und Purpurroth und Türkisblau gebildet wird.
Ist die Ausgangsfarbe Orange, so wird dieses mit 1 bezeichnet und die fünfte Stufe ist alsdann Purpurviolett, die neunte Stufe Blaugrün u. s. w.
Ist die Grund- oder Ausgangsfarbe einer dreifachen Farbenstellung, z. B. gleich Gelbbraun, so setze man dasselbe als 1 anstatt des Gelb, so dafs nun das Trio Gelbbraun - Purpurroth-Türkisblau entsteht.
Ist die Grundfarbe Rothbraun, so setze man dasselbe als 1 anstatt eines Roth, z. B. das Zinnoberroth.
In diesem Falle heifst das Trio Rothbraun-Ultramarinblau-Gelbgrün.
Ist die Grundfarbe Blaubraun, so setze man dasselbe als 1 anstatt eines Blau, z. B. Türkisblau.
In diesem Falle heifst das Trio Blaubraun-Purpurroth-Gelb u. s. w.
Ebenso können brauchbare Trios durch Verbindung aller oben genannten guten Farbenpaare mit Weifs, Schwarz, Grau, Bronze, Silber oder Gold gebildet werden.
Zur Erzielung farbiger Doppelpaare, vierfache Zusammenstellung, wird die kleine Scheibe C so gedreht, dafs beide Pfeilspitzen E und F nach unten gerichtet sind, der Zeiger F also nach FIV gelangt. Bezeichnet man die gegebene Grund- oder Ausgangsfarbe mit 1, so nehme man nach der ersten Farbe, welche auf der grofsen Scheibe B liegt, die siebente Farbe der kleinen Scheibe C, hierauf die fünfte Farbe der grofsen Scheibe B und die elfte Farbe der kleinen Scheibe C, wodurch jedesmal in den Stufen 1 und 7 sowie .5 und 11 harmonische Paare entstehen, welche neben einander gestellt von vorzüglicher Wirkung sind.
Ebenso ergeben sich wirkungsvolle Zusammenstellungen aus den helleren oder dunkleren Abstufungen dieser Farben.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Farbentafel, bestehend aus zwei concentrisch auf einander drehbaren Scheiben, von denen die obere auf 12 gleichen Sectoren die primären, secundären und Mischfarben enthält, während die untere mit Abtönungen der 12 Farben und auf ihrem äufseren Rand mit 3 Tertiärfarben versehen ist, zu dem Zwecke, harmonisch wirkende Farben zusammenzustellen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE189374658D 1893-03-24 1893-03-24 Farbentafel zur Zusammenstellung harmonisch wirkender Farben Expired DE74658C (de)

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