DE745679C - Vorrichtung zum Abscheiden von Flugasche und Flugstaub in Rauchgasen - Google Patents
Vorrichtung zum Abscheiden von Flugasche und Flugstaub in RauchgasenInfo
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Description
- Vorrichtung zum Abscheiden von Flugasche und Flugstaub in Rauchgasen Es sind Vorrichtungen zum Abscheiden von Flugasche und Flugstaub aus Rauchgasen bekannt, bei denen in der Abscheidungskammer mehrere übereinanderliegende, quer zur Strömungsrichtung geneigte Ablage flächen angeordnet sind. Auf diesen Ablagerflächen sollen die Staubteilchen seitwärts in besondere Auffangschächte bzw. Kanäle abfließen. Man hat bereits vorgeschlagen, die Ablagerflächen aus Wellblechen herzustellen, wobei die quer zur Strömungsrichtung der Gase verlaufenden Wellentäler Rinnen bilden, -in welchen sich die Staubteilchen absetzen und dann abfließen sollen. Abgesehen davon, daß sich Wellbleche unter der Wirkung der Wärme verwerfen und d auch den chemischen Einflüssen der Gase nur verhältnismäßig kurze Zeit standhalten, wird durch die Verwendung der Wellbleche nur eine ungenügende Wirkung erreicht, da aus den verhältnismäßig flachen, in Richtung der Gase nach einer Wellenlinie verlaufenden Vertiefungen der abgesetzte Staub wieder aufgewirbelt und mitgerissen werden kann. Die an der Unterseite der Wellbleche befindlichen Wellentäler geben weiterhin zu den Absetzvorgang störenden Wirbelbildungen Anlaß. Man hat auch bereits vorgeschlagen,. die Ablagerflächen aus feuerfesten Formsteinen zu bilden, welche von einer Eisenkonstruktion getragen wurden. Die Eisenkonstruktion wurde hierbei von den feuerfesten Steinen umkleidet, wodurch sich an der Oberseite und in manchen Fällen auch an der Unterseite dieser Ablagerflächen quer zur Strö, mungsrichtung der Gase verlaufende, sehr flache, aber breite Vertiefungen bildeten.
- Diese Rinnen waren nicht zu dem Zwecke der Unterstützung der Absetzwirkung vorgesehen.
- Ihre Wirkung ist gegenüber derjenigen von Wellblechen wesentlich ungünstiger.
- Weiter sind Vorrichtungen bekannt, bei welchen der Gas strom durch zickzackförmig angeordnete Kanäle geführt wird, um durch diese Ablenkungen eine Staubbindung herbeizuführen. An den Seitenwänden dieser Kanäle sind Profile, sogenannte Fangtaschen, angebracht, die den Staub dem Staubsammeltrichter zuführen. Diese Vorrichtungen haben den großen Nachteil, daß durch die angebrachten Fangtaschen sich Wirbelräume bilden, die infolge ihrer ungünstigen Aus-Wirkung auf die Staubbindung zu vermeiden -sind.
- Durch die Erfindung werden nun die erstgenannten Vorrichtungen dadurch verbessert, daß die Flächen an der Oberseite aus nebeneinanderliegenden, durch eine im Verhältnis zur breite aber tiefe, durch dünne, senkrechte Wände voneinander getrennte, die Staubteilchen vollkommen der Strömungswirkung des Kaminzuges entziehende Auffangrinnen gebildet sind und gerade Unterflächen besitzen. Die Absetzwirkung dieser Vorrichtung wird auf diese Weise gegenüber den bekannten Bauarten bedeutend gesteigert, da der störende Einfluß der strömenden Luft auf den bereits abgesetzten Staub wirksam unterbunden ist. Die Absetzfläche selbst wird durch die Vielzahl der nebeneinander angeordneten, im Verhältnis zur Breite tiefen Rinnen über ihre ganze Erstreckung, d. h. auch an den Stellen der bei Wellblech stets vorhandenen Wellenberge voll ausgenutzt, wobei dann weiterhin durch die glatte Ausbildung der Unterfläche jede Möglichkeit zur Wirbelbildung bescitigt ist.
- Die Ä\-Tirkung dieser Absetzflächen wird noch unterstützt, wenn zwischen den einzelnen Flächen senkrecht zur Ströinungsrichtung unter einem kleinen Winkel zickzackförmig schräggestellte Ablenker eingebaut sind. Die Abgase werden dabei in ihrem auf die Kammer gleichmäßig verteilten Zustand fast ohne Änderung auch über die Ablagerflächen geführt, so daß jede Ablagerfläche in vollem Umfang ausgenutzt wird.
- Fig. I zeigt einen Schnitt durch die eigentliebe Abscheidungskammer e mit übereinanderliegenden Auffangflächen f, einem Staubsammelschacht k und mit diesem von der Hauptabscheidungskammer e völlig abgeschlossenen Staubzugstrichter l sowie links die Ansicht auf zwischen den Auffan,,-flächen f angeordnete Ablenker g.
- Fig. II zeigt einen Längsschnitt durch eine Vorkammer b mit regelbaren Leitklappen c und Leitflächen d sowie durch die Hauptabscheidungskammer e mit der Ansicht auf den Staubschacht k mit den profilierten Auffangflächen f und durch den Staubabzugstrichter 1.
- Fig. III zeigt den Grundriß der Vorkammer b der Hauptabscheidnngskammer e, den Staubschacht k sowie eine Draufsicht auf die Auffangflächen f. mit den Ablenkern g, den Rauchkanal a# mit den regelbaren lçeitklappen c und den Kaminanschluß m.
- Fig. IV ziegt das rinnenförmige Profil i der Auffangflächen f.
- Die Rauchgase strömen mit einer hestimmten Geschwindigkeit von dem Rauchgaskanal a in die Vorkammer b, wobei sie durch die regelbaren Leitklappen c und die in der Vorkammer angeordneten Leitflächen d auf den gesamten Ouerschnitt der Hauptabscheidungskammer e gleichmäßig verteilt werden. Dadurch erhalten die Rauchgase in der Hauptabscheidungskammer eine überall gleichgroße geringe Geschwindigkeit; denn ohne gleichmäßige Verteilung der Rauchgase auf den Kammerquerschnitt wird der Gasstrom immer seinen kürzesten Weg zum Kamin nehmen und dadurch die Strömung der Rauchgase niemals den ganzen Kammerquerschnitt zur Beruhigung und Abscheidung ausnutzen können. Die Gase strömen von der Vorkammer b gleichmäßig verteilt zwischen den einzelnen schräg angebrachten, profilierten Auffangflächen f der Hauptabscheidungskammer e hindurch. Hierbei treffen sie ohne störende Wirbelbildung auf in der Strömungsrichtung angeordnete Ablenker g, welche unter einem kleinen Winkel d zur Längsachse der Kammer angeordnet sind, wodurch eine gesteigerte Staubbindung gewährleistet ist. Da die Staubteilchen einer dauernden Fallbewegung, aber auch einer ständigen Strömung durch den Kaminzug unterworfen sind, so folgt, daß die Abstände it der einzelnen Auffangflächen möglichst klein sein müssen. Die abgeschiedenen Staubteilchen sammeln sich in den Rinnen i der Auffangflächen f (s. Abb. 4), in denen sie vollkommen der Strämungswirkung des Kaminzuges entzogen sind und nach dem in der Kammermitte angeordneten Staubschacht k fließen, wie dies in Fig. I dargestellt ist. Der Staubschacht k ist mit dem Staubabzngstricbter I weitgehend von der Hauptabscheidungskammer e abgeschlossen, so daß der abgeschiedene Staub nicht mehr aufgewirbelt werden kann.
- Die profilierten Ruffangflächen bestehen aus Tonplatten o. dgl. mit einer entsprechenden Feuerfestigkeit, die gegen chemische Einflüsse, Wärmeübertragung oder Abkühlung unempfindlich sind, sowie einem Verschleiß oder einem Verziehen nicht unterliegen.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Kammer zur Abscileidung von Flugasche und Flugstaub in Rauchgasen mit mehreren in Abständen übereinanderliegenden, quer zur Strömungsriclltung geneigten Flächen, die quer zur Strömungsrichtung verlaufende Rinnen besitzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Flächen (j) an der Oberseite aus nebeneinanderliegenden, durch eine im Verhältnis zur Breite aber tiefe, durch dünne, senkrechte Wände voneinander getrennte, die Staubteilchen vollkommen der Strömungswirkung des Kaminzuges entziehende Auffangrinnen (i) gebildet sind und gerade Unterflächen besitzen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den einzelnen Flächen senkrechte, zur Strömungsrichtung unter einem kleinen Winkel zickzackförmig schräggestellte Ablenker (g) eingebaut sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST59265D DE745679C (de) | 1939-12-03 | 1939-12-03 | Vorrichtung zum Abscheiden von Flugasche und Flugstaub in Rauchgasen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST59265D DE745679C (de) | 1939-12-03 | 1939-12-03 | Vorrichtung zum Abscheiden von Flugasche und Flugstaub in Rauchgasen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE745679C true DE745679C (de) | 1944-05-19 |
Family
ID=7468124
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST59265D Expired DE745679C (de) | 1939-12-03 | 1939-12-03 | Vorrichtung zum Abscheiden von Flugasche und Flugstaub in Rauchgasen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE745679C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4796546A (en) * | 1986-08-14 | 1989-01-10 | Gotaverken Energy Systems Ab | Combustion plant including a circulation fluid bed |
-
1939
- 1939-12-03 DE DEST59265D patent/DE745679C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US4796546A (en) * | 1986-08-14 | 1989-01-10 | Gotaverken Energy Systems Ab | Combustion plant including a circulation fluid bed |
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