DE743953C - Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung der Abgase von mit Sauerstoff gespeisten Verbrennungsmotoren in U-Booten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung der Abgase von mit Sauerstoff gespeisten Verbrennungsmotoren in U-Booten

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DE743953C
DE743953C DEM150390D DEM0150390D DE743953C DE 743953 C DE743953 C DE 743953C DE M150390 D DEM150390 D DE M150390D DE M0150390 D DEM0150390 D DE M0150390D DE 743953 C DE743953 C DE 743953C
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DE
Germany
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exhaust gases
oxygen
submarines
elimination
combustion engines
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DEM150390D
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English (en)
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Dr Richard Schweizer
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63GOFFENSIVE OR DEFENSIVE ARRANGEMENTS ON VESSELS; MINE-LAYING; MINE-SWEEPING; SUBMARINES; AIRCRAFT CARRIERS
    • B63G8/00Underwater vessels, e.g. submarines; Equipment specially adapted therefor
    • B63G8/36Adaptations of ventilation, e.g. schnorkels, cooling, heating, or air-conditioning
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01NGAS-FLOW SILENCERS OR EXHAUST APPARATUS FOR MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; GAS-FLOW SILENCERS OR EXHAUST APPARATUS FOR INTERNAL-COMBUSTION ENGINES
    • F01N5/00Exhaust or silencing apparatus combined or associated with devices profiting by exhaust energy
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02TCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO TRANSPORTATION
    • Y02T10/00Road transport of goods or passengers
    • Y02T10/10Internal combustion engine [ICE] based vehicles
    • Y02T10/12Improving ICE efficiencies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung der- Abgase von mit Sauerstoff gespeisten Verbrennungsmotoren in U-Booten Es ist bereits Bongeschlagen worden, Verbrennungsmotore für U-Boote mit Sauerstoff aus Flaschen zu speisen und die Albgase aufzuspeichern. Die Aufspeicherung der Abgase im U-Boot ist aber praktisch nicht durch, führbar, da die=hierdurch bedingte Gewichtszunahme den Vorteil, ohne elektrische Kräfte auszukommen, wieder aufhebt.
  • Es ist auch nicht mehr neu, aus den Abgasen von mit Sauerstoff gespeisten Verbrennungsmotoren in U-Booten die Kohlensäure mit Hilfe von Druckwasser zu binden und den Rest der Abgase mit dem Sauerstoff dem Motor wieder zuzuführen. Für die Lösung der Kohlensäure kommt nur Seewasser, also stark salzhaltiges Wasser, in 'Betracht. Da die Aufnahmefähigkeit dieses Wassers für Kohlensäure auch bei Anwendung von Druck nicht sehr groß ist, sind zur Förderung der Kohlensäure verhältnismäßig große Wassermengen und somit auch schwere Pumpen nötig. Der Raum des Bootes wird hierdurch stärk beschränkt und ein großer Teil der Motorenleistung für die Förderung des Wassers beansprucht.
  • Auch der bekanntgewordene Vorschlag, zum Beseitigen der Kohlensäure Laugen zu verwenden, ist undurchführbar; denn es ist eine Unmöglichkeit, einen solchen Vorrat an Lauge mitzunehmen, wie er zum Binden der insbesondere bei ausgedehnter Unterwasserfahrt erzeugten großen Kohle3säuremengen erforderlich wäre.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung verwendet nun an Stelle von wäßrigen Lösungen von. Natrium-, Kalium- oder Calciumhydroxyd Ammoniak, das ein niedrw@es Molekulargewicht hat und in Flaschen komprimiert, also nicht in Wasser gelöst, mitgeführt wird.
  • Die Verwendung von Ammoniak hat außerdem noch folgende Vorteile: An der Natrium-(Kalium-) Carbonat- bzw. Bicarbonatbildung sind zwei Molekülarten, nämlich NaOH -(KOH) und C02, beteiligt, an der Ammoniumbicarbonatbldung drei :\-lolekül.arten, nämlich NH3, C O@ und H@ O. Die Elemente des Wassers sind der Natrium-und Kaliumverbindung bereits durch das technische Herstellungsverfahren angelagert, während bei der Ammoniumbicarb:o,iiatb@i;1-dung das Wasser sich erst im Motorzvlinder durch Verbrennung des Kohlenwasserstoffs (Treiböl) mit dem mitgeführten Sauerstoff bildet.
  • Nach dem heutigen Stand der technischen Verfahren läßt sich für bootsmäßige Verhältnisse die Natrium- und KaliumbicarbGnatstLife nicht eIrnhalten, aus Gründen der Betriebssicherheit müßte vielmehr das neutrale Carbonat dargestellt werden, während umgekehrt Ainmoniumbicarbonat innerhalb eines leicht einzuhaltenden Temperaturbereiches vollkommen beständig ist und das netitralieAm#m,o,niumcarbonat sich sofort in das Carbamat umlagert. Demnach sind zur Bindung von i Mol CO. (= 44 g) notwendig : 17 g NH3 oder 8o- NaOH oder i i 2 g K O H.
  • Weitere 'Nachteile für die Verwendung von Ätznatron und Ätzkali ergeben sich im praktischen Gebrauch. Die Anwendung in Form des festen Körpers scheidet von vornherein wegen der Unmöglichkeit aus, einen gleichmäßigen- schnellen und quantitativen Umsatz zwischen dem festen Körper und dem gasförmigen Reaktionsteilnehmer zu erzielen. In Betracht kommen lediglich wäßrege Alkalilaugen, die Gewichtsbilanz verschiebt sich also noch mehr zuungunsten von i\Ta O H und K O H, da NH3 als solches angewandt werden kann. Die Mitnahme von festem Ätzalkali und Auflösungen an Bord bringt beim Einsatz der Boote im Salzwasser der Ozeane beträchtliche Schwierigkeiten. Der Vorgang dauert längere "Zeit, so daß die Boote nicht sofort tauchklar sind. Ferner enthält .das Salzwasser neben Natriumchlori.d bedeutende Mengen Magnesium- und Calcitimsalze, die beim Zumischen des Wassers als lästiger, schlammiger Niederschlag ausfallen. Weiter entsteht beim Auflösen von Ätzkali in Wasser eine starke Hitze, die im Boot nur schwierig abgeführt werden kann. Deshalb müßte ein beträchtlicher Vorrat .bereits fertiger Lauge an Bord mitgeführt werden.
  • Für wäßrige Alkalilaugen wären zusätzliche Förden-, Einspritz- und Filtereinrichtungen notwendig, dagegen wird Ammoniak durch eigenen Druck gefördert. Ein gewisser Teil der überschüssigen Motorenabwärme kann außerdem zum _#Inwärmen -des Ainmoniakbehälters benutzt werden, um die entzogene Verdampfungswärine auszugleichen.
  • Beim fortlaufenden oder gelegentlichen Herausschaffen der Natrium- und Kaliumcarbonatlösung wird in dem umgebenden Meerwasser eine Trübung durch Magnesium-und Calciumcarbo,niatfällung lie rvorgerufen, was bei durchsichtigem Wasser zur Entdekkung des Bootes führen kann. Ammoniumbicarbonatlöstung wirkt auf Meerwasser eicht ein-Auf .der anderen Seite ist die Frage des Behältergewichts nicht von entscheidender Bedeutung. Schon bei Verwendung einer handelsüblichen a3-kg-Ammoniakflasche statt einer io-kg-Flasche verbessert sich das Verhältnis Inhalt : Tatlast von i : 2,5 auf i : i,8. Großbehälter sind noch wesentlich günstiger. Da verflüssigtes Ammoniak einen vergleichsweise niedrigen Dampfdruck aufweist, ist nur ein gesetzlicher Prüfdruck von 3o Atin. vorgeschrieben, so daß für ortsfeste Anlagen im Boot Leichtstahl- oder Leiclitinetallbehälter (die bis zti _#o bis 6o Atni. zugelassen sind) verwendet werden können.
  • Über Wasser arbeitet der Motor in der üblichen Weise, indem die Verbrennungsluft aus der Atmosphäre angesaugt wird und die Abgase wieder in die Luft abströmen.
  • Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung in einer Ausführungsforen im folgenden näher erläutert: Das aus dein Zvlinder i kommende Abgas geht durch den COlabscheider a und kommt in den Absatlgebehälter 3. Im wesentlichen bestehen die .i#bgase aus Sauerstoff, Kohlensäure, Kohlenmonoxyd und Wasserdampf. Vom Absaugebehälter geht ein Teil der Abgase über den Kühler 4, in den ein Filter eingebaut ist, und kommt aus dem Kühler mit der zuin Wiederansaugen günstigsten Temperatur in den Mischer 3. In diesen Mischer strömt gleichzeitig entsprechend dosiert (natürlich werden vor dein -Mischer auch die Abgase dosiert) Sauerstoff aus dem mitgeführten Sauerstoffbehälter. Dein Mischer wird außerdem noch aus dein Behälter ii der doch urverbrannte und freie Sauerstoff, der aus den Abgasen zurückgewonnen wird, zugeführt. Der übrige Teil der Abgase, die nicht zur Wiederverbrennung verwendet werden, kommt aus dem _-#Usaugebehälter 3 in den Erhitzer 6. Pier werden die Abgase auf die Reaktionstemperatur erwärmt und alsdann in den Reaktionsbehälter;, in dem die Abgase mit dem An.moniak gemischt werden, geführt. Gleichzeitig strömt in diesen Behälter aus dem Vorratsraum 8 die zur Bindung der Kohlensäure nötige Menge Ammoniak. Bei wasserstoffarmen Treibstoffen wird in diese Kammer eine entsprechende Menge Wasserdampf eingeführt. Die sich hier nun abspielende L msetzung entspricht der folgenden Gleichung: N H3 + CO, + H.0 = (N H,) H # CO3. Bei der angewandten Temperatur sublimiert das gebildete Aminoniulnbicarbonat und gelangt mit dem überschüssigen Sauerstoff in die Auflösungsvorrichtung 9. Durch :diesen Behälter wird nun mittels,der Pumpe io Wasser gepumpt und die Salzlösung in den Behälter ii geleitet. Dort werden die flüssigen und gasförmigen Bestandteile geschieden, die Flüssigkeit über die Pumpe 12 mit Rückschlagventil 13 nach außen gedrückt, während das Gas, bestehend aus Sauerstoff und vielleicht aus geringen Mengen nicht umgesetzter Kohlensäure, das unter Umständen die Hauptmenge des Kohlenmonoxyds enthält, wieder in den Mischer 5 zurückgeführt wird.
  • Die Gaszufuhr zum Mischer 5 Lind die Brennstoffzufuhr können mechanisch so gekoppelt werden, .daß sie bei gemeinsamer Betätigung das gewünschte Mischungsverhältnis mit Sicherheit ergeben. Dies ist aber nur bei an Kohlenmonoxyd armen Abgasen möglich.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Beseitigung .der Abgase von mit Sauerstoff gespeisten Verbrennungsmotoren in U-Booten,. ,dadurch gekennzeichnet, daß man die Kohlensäure der Abgase mit Ammoniak bindet und die gebildeten Ammoniumcarbonate in Wasser gelöst kontinuierlich aus dem U-Boot entfernt, während der Rest der Abgase mit dem Sauerstoff dem Motor wieder zugeführt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen an den Motor (i) angeschlossenen blab,scheider (2), einen Absaugebehälter (3) für die Abgase, an dem über einen Erhitzer (6) ein Reaktionsbehälter (7), in dem die Abgase mit dem Ammoniak gemischt werden, angeschlossen ist, ein Auflösegefäß (9) für die gebildeten Salze mit Wasserpumpe (io), einen Behälter zur Trennung der Salzlösung von den Resten der Abgase mit Ausstoßvorrichtung (12, 13) für die Salzlösung und eine Leitung zur Zurückführung von Resten der -Abgase in den Verbrennungsraum über einen Mischer (5). Zur Abgrenzung des @Anmeldungsgegenständes vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in D-etracht gezogen worden: deutsche Patentschrift ..... Nr. 303:226.
DEM150390D 1941-03-29 1941-03-29 Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung der Abgase von mit Sauerstoff gespeisten Verbrennungsmotoren in U-Booten Expired DE743953C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1211028B (de) * 1957-08-15 1966-02-17 Frederick C Binter Verfahren zum Reinigen der Abgase von Dieselmotoren

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE303226C (de) *

Patent Citations (1)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE303226C (de) *

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