DE74027C - Hahn zur Herstellung von Brauselimonade und dergl - Google Patents
Hahn zur Herstellung von Brauselimonade und derglInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B67—OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
- B67D—DISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B67D1/00—Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
- B67D1/0042—Details of specific parts of the dispensers
- B67D1/0081—Dispensing valves
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT^
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Hahn, welcher dazu dient, bei der Herstellung
von Brauselimonade, Schaumwein u. dergl. der Flasche mit der kohlensäarehaltigen Flüssigkeit
gleichzeitig ein bestimmtes Quantum Fruchtsaft, Essenz, Zuckerlösung oder dergleichen zuzuführen.
Auf beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 den neuen Hahn im Längenschnitt, und zwar in
der Stellung, bei welcher die mit Kohlensäure imprägnirte Flüssigkeit gleichzeitig mit dem
Fruchtsaft in die Flasche übergeführt wird.
Fig. 2 zeigt zwei Querschnitte nach den Linien I-I, II-II der Fig. 1 und
Fig. 3 und 4 zeigen gleiche Querschnitte bei zwei weiteren Arbeitsstellungen des Hahnes.
Fig. 5 und 6 stellen eine Constructionsabänderung dar.
In diesen Figuren sind nur die Schnitte 1 und 2 schraffirt, während die Schraffur in den
anderen Figuren unterlassen ist, um die Anordnung der Kanäle deutlicher hervortreten
zu lassen.
Das Küken A ist durch die Scheidewand a
(Fig. ι und 2) in zwei gleiche Kammern 1 und 2 getheilt, deren jede drei Kanäle ede bezw.
c1 d1 e1 enthält, welche mit den entsprechenden
Stutzen C C1 und D des Kükengehäuses B, je
nach der Arbeitsstellung des Kükens A, correspondiren. Das Kükengehäuse B ist mit
einem Kloben b, Fig. 2, versehen, der zum festen Einspannen des Hahnes dient.
Der Stutzen C1 dient zur Zuführung des Fruchtsaftes, Stutzen D zur Zuführung der
kohlensäurehaltigen Flüssigkeit und Stutzen C, der mit einer Gummipolsterung zur Schonung
und Abdichtung der angedrückten Flasche ausgestattet ist, leitet die mit dem Fruchtsaft gemischte
kohlensäurehaltige Flüssigkeit in die Flasche.
Der Arbeitsgang bei Benutzung des Hahnes ist folgender:
Der Stutzen D, Fig. 1, wird durch eine Rohr- oder Schlauchverschraubung mit dem
die kohlensäurehaltige Flüssigkeit enthaltenden Behälter verbunden, nachdem der Hahn in der
gezeichneten Lage an dem Kloben b festgespanrit ist, und ebenso wird Stutzen C1 durch
einen Schlauch mit dem Fruchtsaftgefäfs verbunden. Die zu füllende Flasche ist mit der
Mündung fest gegen die Gummidichtung des Stutzens C gedrückt, und es wird angenommen,
dafs beide Kammern 1 und 2 des Kükens A mit Fruchtsaft gefüllt sind. Die kohlensäurehaltige
Flüssigkeit tritt dann, durch den Gasdruck gezwungen, durch Kanal d in die Kammer
ι des Kükens A, mischt sich hier wirbelnd mit dem Fruchtsaft und strömt darauf durch
die Oeffnung c des Kükens und die Bohrung des Stutzens C in die darunter gehaltene Flasche.
Die in letzterer vorhandene Luft wird zusammengeprefst, steigt in die Kammer 1 zurück,
füllt sie allmälig an und verhindert einen weiteren Uebertritt der kohlensauren Flüssigkeit, sobald sie die Spannung der
Kohlensäure angenommen hat. Die Gröfse der Kammer 1 ist nun vortheilhaft so zu bemessen,
dafs die Flasche vollkommen gefüllt ist, wenn der geschilderte Gleichgewichtszustand hergestellt
ist.
Nun wird das Hahnküken A um 90 ° gedreht (Fig. 3). Der Eintritt der kohlensaure-
haltigen Flüssigkeit ist verschlossen, da Kanal d nach links gewandert ist, ebenso sind die Oeffnungen
cc1 von den Stutzen C C1 fortgedreht
und werden durch das Hahngehäuse B abgeschlossen. Dagegen stehen nun die Kanäle e e1
mit den Oeffnungen der Stutzen C C1 in Verbindung.
Die Verbindung des Saftstutzens C1 mit der Kammer 2 ist ohne Wirkung, da, angenommen
ist, dafs Kammer 2 bereits mit Saft gefüllt ist.
Anders verhält es sich mit Kanal e1, der die
mit geprefster Luft gefüllte Kammer 1 mit dem Füllstutzen C verbindet, denn dieser Kanal
bewirkt die zum Arbeiten nothwendige Entlüftung der Kammer 1. Wird bei der Stellung
Fig. 3 des Hahnes die gefüllte Flasche unter dem Stutzen C fortgenommen, so bläst die
Kammer 1 durch Kanal e1 ab, so dafs sich diese Kammer sofort wieder mit Saft füllt, sobald
man das Hahnküken um weitere 900 gedreht hat (Fig. 4). Natürlich hat man vor
dieser Drehung eine andere leere Flasche unter den Füllstutzen C gebracht, da mit vollendeter
Drehung, also gleichzeitig mit der Neufüllung der Kammer 1, auch die Füllung der neuen
Flasche beginnt. Die Bohrung d1 der Kammer
2 steht dann in Verbindung mit dem Stutzen D und die Kükenöffnung c1 mit dem
Stutzen C. Die mit Kohlensäure imprägnirte Flüssigkeit tritt also durch Stutzen D und
Kanal dl in Kammer 2, mischt sich dort mit dem Fruchtsaft und strömt durch Oeffnung c1
und Stutzen C in die Flasche. Die hierbei aus der Flasche verdrängte Luft steigt in Kammer
2 zurück und schliefst den Uebertritt der kohlensäurehaltigen Flüssigkeit ab , sobald
Gleichgewichtsdruck hergestellt ist. Nun wird wieder Küken A um 90° gedreht, so dafs es
wieder die Stellung Fig. 3 mit dem Unterschied einnimmt, dafs sich jetzt Kammer 2
rechts, Kammer 1 dagegen links befindet. Kammer 2 bläst dann ab, um sich nach einer
weiteren Drehung um 90 ° ähnlich wie in Fig. 2 mit Saft zu füllen, während aus Kammer 1
wieder die Füllung der an Stutzen C angedrückten Flasche erfolgt und damit der geschilderte
Arbeitsgang von neuem beginnt.
Das Küken A wird also schrittweise stets nur nach einer Richtung gedreht, öffnet und
schliefst hierbei den Zuflufs der mit Kohlensäure imprägnirten Flüssigkeit automatisch, ohne
dafs ein Verlust eintritt, und führt mit dieser Flüssigkeit gleichzeitig eine abgemessene Menge
von Fruchtsaft oder dergleichen in die Flasche.
Hierbei ist es natürlich unwesentlich, wie die Stutzen und Kanäle zu einander angeordnet
sind; das wesentliche Kennzeichen des neuen Hahnes besteht darin, dafs die eine Kammer
des Kükens die Mischung des Fruchtsaftes etc. gleichzeitig mit der Ueberleitung der kohlensäurehaltigen
Flüssigkeit bewirkt.
Die Fig. 5 und 6 zeigen eine Abänderung, die darin besteht, dafs durch Verschiebung
der Scheidewand und der Kanäle gröfsere Dichtungsflächen geschaffen sind und der
Stutzen D zum Stutzen C um 90° versetzt ist.
Anstatt das Küken, wie dargestellt, mit zwei Kammern auszuführen, kann man dasselbe bei
entsprechender Vergröfserung natürlich auch mit mehreren Kammern ausstatten.
Claims (2)
1. Ein Hahn zur Herstellung von Brauselimonade u. dergl., welcher dadurch gekennzeichnet
ist, dafs ein Kükengehäuse (B) mit dem Stutzen (D) zur Zuführung der
Kohlensäureflüssigkeit, dem Füllstutzen (C) und dem Saftstutzen (C1) ausgestattet ist,
während das Küken (A) mit zwei oder mehreren Kammern versehen ist, die derart
den Stutzen entsprechende Kanäle enthalten, dafs bei Drehung des Kükens eine mit Saft
gefüllte Kammer die Verbindung' des Zuleitungsstutzens (D) mit dem Füllstutzen (C)
herstellt.
2. Bei dem unter 1. beanspruchten Hahn die Anordnung von Entlüftungskanälen in der
Art, dafs die Entlüftung der Saftkammer bei Abschlufs des Füllstutzens durch diesen
erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE74027C true DE74027C (de) |
Family
ID=347110
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT74027D Expired - Lifetime DE74027C (de) | Hahn zur Herstellung von Brauselimonade und dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE74027C (de) |
-
0
- DE DENDAT74027D patent/DE74027C/de not_active Expired - Lifetime
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