DE7400919U - Befestigungseinrichtung - Google Patents
BefestigungseinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Befestigungseinrichtung und bezieht sich insbesondere auf eine dichtende Befestigungseinrichtung
zum Befestigen eines dünnen Werkstückes an einer Unterlage.
Auf dem Gebiet der Ausbildung von Gebäudeaußenfassaden hat
sich in den letzten fünfundzwanzig Jahren ^ine größere Veränderung
durch den Wechsel von einer Holz-auf-Holz-Bauweise zu einer Blech-auf-Holz- oder Blech-auf-Stahl-Bauweise ergeben.
Holz hat die Eigenschaft, um ein Befestigungsmittel herum dicht abzuschließen. Bei der Anbringung von Blechverkleidungen
muß jedoch zur Erzielung einer einwandfreien Abdichtung unter dem Kopf des Befestigungsmittels ein
elastisches Dichtglied angebracht sein. Derzeit verwendete Unterlegscheiben aus Neopren und O-Ringe sind hochdruckelastische
Dichtungen, besitzen jedoch keine guten Dehnungseigenschaften oder einen guten Widerstand gegen Rutschen oder
Gleiten. Ein Nagel, der als Befestigungsmittel in feuchtes Holz eingetrieben ist, wird beim Trocknen des Holzes häufig
bis zu etwa 1,3 mm aus dem Holz heraustreten und die Verbindung undicht machen. Werden als Befestigungsmittel
Schrauben mit motorisch angetriebenen Schraubwerkzeugen eingeschraubt, besteht insbesondere bei Großserienfertigung oder
/2
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Akkordarbeit die Gefahr, daß das Befestigungsmittel zu stark oder zu schwach angezogen wird. In beiden Fällen kann es bei
Verwendung der üblichen Befestigungseinrichtung ebenfalls zu Undichtheiten kommen.
Befestigungsmittel an sich mit einem üb=r eine konische oder
gekrümmte Fläche an den Schaft angeschlossenen Kopf sind bereits bekannt und beispielsweise in der US-Patentschrift
3 221 588 beschrieben. Jedoch werden diese Befestigungsmittel ohne elastische Unterlegscheiben für verschiedene Anwendungsfälle eingesetzt und erfüllen in ihrem jeweiligen Milieu verschiedene
Aufgaben. Außerdem sind Befestigungsmittel mit einstückig oder fest angeschlossenen Unterlegscheiben, beispielsweise
aus der US-Patentschrift 3 247 752 bekannt, jedoch wirken derartige Befestigungsmittel und der Unterlegscheibenteil
nicht in der Weise aufeinander ein wie bei der Befestigungseinrichtung nach der Erfindung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln eine wirtschaftlich herstellbare Befesiägungseinrichtung
zu schaffen, die die gestellten Forderungen in besonders zuverlässiger Weise erfüllt.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß mit einer aus einem Befestigungsmittel, wie z.B. ein Nagel, eine Schraube, ein
Stift, ein Niet ο.dgl., und einer Unterlegscheibe bestehenden Befestigungseinrichtung gelöst, die eine enge mechanische
Verbindung zwischen dein dünnen Y/erkstück und der Unterlage
und im Bereich dieser Verbindung eine verbesserte Abdichtung schafft. Dies trifft auch in den Fällen zu, wo ein Nagel
aus der Unterlage heraustritt oder eine Sehraube zu schwach angezogen ist. Zudem ist durch das Aufeinandereinwirken des
Befestigungsmittels und der Unterlegscheibe etwa mögliches Überdrehen oder zu starkes Anziehen ausgeschlossen. Auch bei
Eintreiben, Einschrauben o.dgl. unter einem Winkel läßt sich mit der Befestigungseinrichtung nach der Erfindung eine
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ausreichende Abdichtung erzielen. Das Befestigungsmittel drängt das dünne Werkstück durch Umbiegen (Ausbördeln) in
die Unterlage, um die mechanische Verbindung und die Abdichtunq zu verstärken und den Schubwiderstand zu erhöhen.
Eine bevorzugte Ausbildungsform des Kopfes des Befestigungs-._
mittels erlaubt ein gesichertes unmittelbares Ausrichten des Befestigungsmittels und ein selbsttätiges schnelles
Außereingriffbringen eines Antriebswerkzeuges vom Befestigungsmittel. Als Ergebnis der verbesserten mechanischen
Haltekraft und des erhöhten Abdichtungsvermögens der erfindungsgemäßen Befestigungseinrichtung lassen sich in Verbindung
mit Unterlegscheiben verwendete übliche, beträchtlich größere Befestigungsmittel durch Befestigungsmittel mit
kleinen Abmessungen ersetzen.
Diese verbesserten Ergebnisse sind bei der Befestigungseinrichtung
nach der Erfindung durch das Aufeinandereinwirken eines schalltrichterförmigen Übergangsstückes zwischen dem
Kopf und dem Schaft und der elastischen Unterlegscheibe erzielt. Die Unterlegscheibe liegt unter Reibschluß am Schaft
des Befestigungsmittels an. Beim Eintreiben des Befestigungsmittels
in ein dünnes Werkstück und in eine Unterlage wirken die Unterlegscheibe und das schalltrichterförmige Übergangsstück
aufeinander eiii.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der folgenden Beschreibung.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen
mehrerer Ausführungsbeispiele mit weiteren Einzelheiten
erläutert. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine Schnittansicht der Befestigungseinrichtung nach der Erfindung, bei der das Befestigungsmittel
in Gestalt eines Nagels in teilweise eingetriebenem Zustand dargestellt ist.
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Fig. 2 eine Schnittansicht der Befestigungseinrichtung nach der Erfindung in teilweise eingedrungenem
oder teilweise aus der Unterlage herausgezogenem oder herausgedrängtem Zustand,
Fig. 3 eine Schnittanninht der Befestigungseinrichtung
nach der Erfindung, bei der das Befestigungsmittel in Gestalt einer Schraube in voll eingedrungenem
Zustand dargestellt ist,
Fig. 4 eine Schnittansicht der Befestigungseinrichtung • nach der Erfindung bei unter einem Winkel in das
Werkstück und die Unterlage eingedrungenem Befestigungsmittel, und
Fig. 5 eine Draufsicht auf eine spezielle Ausbildungsform des in der Befestigungseinrichtung nach der Erfindung
verv/endbaren Kopfes des Befestigungsmittels.
Die in Fig. 1 bis 4 dargestellte Be: .^igungseinrichtung
nach der Erfindung ist in ihrer Gesamtheit mit 10 bezeichnet und aus einem Befestigungsmittel 11 und einer elastischen
Unterlegscheibe 14 zusammengesetzt. Das Befestigungsmittel 11 weist einen Kopf 16 und einen Schaft 12 auf, die mit einem
gekrümmten Übergangsstück 13 aneinander angeschlossen sind. Das Übergangsstück 13 geht zur Vermeidung einer definierten
Trennstelle allmählich in-<Len Schaft 12 über. Das Übergangsstück
13 ist entlang eines evolventenförmigen Radius gekrümmt, läßt sich jedoch leichter als von der Form des Schalltrichters
oder Schallbechers eines Signalhornes beschreiben und wird nachfolgend als schalltrichter- bzw. schallbecherförmig
bezeichnet.
Der Schaft 12 des Befestigungsmittels 11 kann die Gestalt eines Nagels (Fig. 1), einer Schraube (Fig. 3)>
eines Nietes, eines Stiftes oder eines beliebigen anderen geeigneten Befestigungsmittels
haben, das zum Befestigen eines dünnen
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Werkstückes an einer Unterlage verwendet wird. Der in Fig. 1 dargestellte Nagel weist eine Mehrzahl von herkömmlich ausgebildeten
Haltenuten 18, der Schaft 12 der in Fig. 3 gezeichneten Schraube eine Mehrzahl von herkömmlichen Gewindegängen
21 auf.
Der Kopf 16 des Befestigungsmittels kann ebenfalls mit vielfältig
verschiedener Gestalt und Konfiguration ausgebildet sein. Fig. 2 bis 5 zeigen eine bevorzugte Ausbildungsform des
Kopfes 16 des Befestigungsmittels. Der Kopf 16 weist einen durch ebene Flächen 20 bestimmten sechseckigen Außenumfang
auf, wobei die ebenen Flächen 20 untereinander durch kurze bogenförmige Flächen 26 verbunden sind (Fig. 5). Der Kopf 16
ist zum Einsetzen eines Eintreibwerkzeuges mit einer tiefen
Ausnehmung in Gestalt eines Kreuzes 19 versehen. Die Kombination der kreuzförmigen Ausnehmung 19 mit dem sechseckigen
Außenumfang 20 erlaubt ein unmittelbares Ausrichten des Befestigungsmittels, das dadurch für motorisch angetriebene
Eintreibwerkz.eugß geeignet ist. Der Befestigungsirdttelkopf
16 ist verhältnismäßig dünn oder von geringer axialer Ausdehnung A (Fig. 1). Der dünne Kopf 16 läßt sich so weit eintreiben,
daß er mit der elastischen Unterlegscheibe 14 flächengleich abschließt (Fig. 3). Durch die Gechskantflächen
20 wird die Belastung am Außenumfang des Kopfes 16 aufgenommen,
um, wie nachstehend näher erläutert, zu starkes Eintreiben zu verhindern.
Die Unterlegscheibe 14 ist normalerweise eine flache Unterlegscheibe
aus einem elastischen "'erkstoff, beispielsweise aus einem Vinyl-Kunststoff, wie z.B. PVC, Andere elastische
Werkstoffe, wie z.B. Neopren, sind verwendbar. Da jedoch die Unterlegscheibe 14 und das schallbecherförmige Übergangsstück
13 aufeinander einwirken, sind mit billigeren elastischen Werkstoffen immer noch die gegenüber den in Verbindung mit den
derzeit benutzten Befestigungsmitteln verwendeten teureren Werkstoffen verbesserten Eigenschaften erzielbar.
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Die erfindungsgeraäß ausgebildete Befestigungseinrichtung 10
findet speziell "beim Verbinden eines dünnen Werkstückes 25 mit einer Unterlage 17 Anwendung. Dieses dünne Werkstück ist
normalerweise aus Metall, beispielsweise aus Stahl oder Aluminium. Die Unterlage 17 ist normalerweise ein Bauwerksteil
aus Holz oder Stahl.
Die Unterlegscheibe 14 liegt unter Reibschluß am Schaft 12 des Befestigungsmittels 11 an und ist normalerweise mit sehr
kleinem Abstand unter dem schallbecherförmigen Übergangsstück 13 angeordnet. Beim Eintreiben des Befestigungsinittels 11 in
das dünne Werkstück 25 und die Unterlage 17 gleitet die
Unterlegscheibe 14 nach oben, um mit dem schallbecherförmigen Übergangaäück 13 zusammenzuarbeiten bzw. auf dieses einzuwirken
(Fig. 1). Bei weiterem Eintreiben des Befestigungsmittels
11 wölbt sich die ebene Unterlegscheibe 14 im Bereich
des Übergangsstückes 13 nach oben, wie in Pig. 2 in übertriebener
Darstellung gezeigt ist. Bei weiterem Eintreiben des Befestigungsinittels 11 in die in !Fig. 3 gezeichnete Endstellung
geschehen mehrere Dinge. Das schallbecherförmige Übergangsstück 13 tritt aus der Unterseite der Unterlegscheibe
14 aus und verformt das dünne Werkstück 25 ähnlich wie beim Ausbördeln in der Weise, daß der erhaltene verformte
Teil oder Innenbördel 22 des dünnen Werkstückes 25 in die Unterlage 17 eindringt. Das Ergebnis hiervon ist, daß das
schallbecherförmige Übergangsstück 13 das Befestigungsmittel 11 gegen das Werkstück 25 abstützt. Dies unterscheidet sich
von der Verwendung einer Schraube oder eines Nagels mit einem an der Unterseite ebenen Kopf, wobei die Unterlegscheibe 14
zwisehen dem Kopf und dem dünnen Werkstück gequetscht wird.
Das schallbecherförmige Übergangsstück 13 drückt ebenfalls nach unten auf den Werkstoff der Unterlegscheibe 14, um diese
mit ihrer Unterseite zur abdichtenden Anlage am Werkstück 25 zu bringen. Durch die Konfiguration des schallbecherförmxgen
Übergangsstückes wird der elastische Werkstoff der Unterlegscheibe 14 im Bereich um das vom Befestigungsmittel 11 im
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Werkstück 25 und in der Unterlage 17 ausgebildete Loch kräftig zusammengedrückt.
Das"Befestigungsmittel 11 wird so weit eingetrieben, daß sein
Kopf 16 mit der Oberseite der Unterlegscheibe 14 flächengleich abschließt. Bei Benutzung eines automatischen
Eintreibwerkzeuges, das an den Sechskantflächen 20 eines Befestigungsmittelkopfes 16 mit einem Steckschlüsselkopf
angreift, löst sich das Eintreibwerkzeug selbsttätig vom Kopf 16, sobald dieser mit der Unterlegscheibe 14 flächengleich
ist, da dann keine Verbindung mehr zwischen dem Steckschlüsselkopf des Eintreibwerkzeuges und dem Befestigungsmittelkopf
besteht. Aufgrund des Aufeinandereinwirkens bzw.
Zusammenwirkens zwischen dem schallbecherförmigen Übergangsstück 13 und der elastischen Unterlegscheibe 14 läßt sich
das Befestigungsmittel 11 auch unter einem Winkel zum Werkstück 25 und su einer Unterlage 17 eintreiben und erzielt
dennoch die angestrebte Verbindung und Abdichtung (Pig. 4).
Genauer ausgedrückt, beim Aufwärtsgleiten der Unterlegscheibe 14 entlang des schallbecherförmigen Übergangsstückes 13
spreizt sich die Unterlegscheibe an der oberen Innenfläche, wodurch die äußere untere Lippe nach unten gekehrt wird
(Pig. 2). Dies führt zur Ausbildung einer Dichtmanschette, deren Höhe die anfängliche Dicke der Unterlegscheibe übersteigt.
Drängt der Kopf 16 des Befestigungsmittels nach oben, wird daher die Unterlegscheibe 14 entlang des schau lbecherförmigen
Übergangsstückes 13 nach unten gedrängt und hält dadurch die Abdichtung aufrecht (Pig. 2). Zudem wird die
Unterlegscheibe 14 beim Aufwärtsgleiten am Übergangsstück
unter Spannung gesetzt. Ein Werkstoff, wie z.B. Vinyl-Kunststoff,
der verhältnismäßig wenig zusammendrückbar, jedoch hochelastisch ist, wird daher wieder die anfängliche ungedehnte
Größe annehmen und dabsi weiterhin abdichten.
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Es wurden eine Reihe von Versuchen durchgeführt, die die unterschiedliche
Wirkung des Zusammenarbeitens zwischen dem schallbecherförmigen
Übergangsstück und einer elastischen Unterlegscheibe im Vergleich mit herkömmlichen Befestigungseinrichtungen
zeigen. Die Ergebnisse dieser Versuche, die sich sowohl auf die mechanische Festigkeit als auch auf die Dichtheit bezogen,
sind in Tabelle 1 bzw. 2 aufgeführt und nachfolgend näher erläutert. Jedes der aufgeführten Ergebnisse stellt den Mittelwert
aus mehreren Versuchen dar.
Prüfung der mechanischen Festigkeit von aus Befestigungsmittel und Unterlegscheibe bestehenden Befestigungseinrichtungen
Versuch 1
Eindringwiderstand
Erfindung^emäß e
Ausbildung
Schraube Nr. 6x1 S ehr aub e nk ο ρ f Durehm.
etwa 7,937 mm
etwa 209,55 kp
Herkömmliche Ausbildung
Eingschaftnagel (ring shank nail) 9 Gauge, Länge etwa
44,45 mm, Hagelkopf-Durchm. etwa 12,7 mm
etwa 198,67 kp
Versuch 2
Haltekraft
Haltekraft
bei etwa 15»875 mm
Eindringtiefe etwa 1 55,' 58 kp
bei etwa 31,75 mm Eindringti efe etwa 81,2 kp
Versuch 3
Ablöse- oder
Trennfestigkeit etwa 158,75 kp
etwa 139,25 kp
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Dichtheitsprüfung von aus Befestigungsmittel und Unterlegscheibe
bestehenden Befestigungseinrichtungen
Erfindungsgemäße Ausbildung
Vinyl-Kunststoff-Dichtung
Herkömmliche Ausbildung
Ringschaftnagel Neopren-Dichtung
Versuch 1
Metall gegen Holz bei etwa 76,2 mm WS
Versuch 2
Metall gegen Isolierstoff bei etwa 76,2 mm WS
= etwa 3,81 mm dicht
Hx= etwa 3,81 mm
dicht
= flächengleich undicht-
Hx = flächengleich undicht
Versuch 3
Dichtungskraft (Dichtungsdruck) bei etwa 25,4 mm WS 152,5 ιωα Y/S
etwa 28,35 P etwa 28,35 P
etwa 907 ρ etwa 3629 P
H = Überstand des Schrauben- oder Nagelkopfes über die Dichtung bei nicht zusammengedrückter Dicke.
Der Versuch 1 in Tabelle 1 bezieht sich auf Versuche, die an einem an seinen Enden frei aufliegenden Stahlblech 29 Gauge
von hoher Zugfestigkeit zur Bestimmung des Eindring- oder Durchschiebewiderstandes für die Befestigungseinrichtung in
erfindungsgemäßer Ausbildung und für die herkömmliche Befestigungseinrichtung durchgeführt wurden. Die jeweiligen
Proben wurden zvischen den starren Endauflagern in das Blech
eingetrieben und vollständig durch dieses hindurohgeschoben.
Die zum Versuch 1 ungegebenen Ergebnisse zeigen, daß der Kopf
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der erfindungsgemäßen Befestigungseinrichtung größeren Durchschiebewiderstand
bietet, obgleich sein Durchmesser nur etwa, 7,937 mm beträgt, gegenüber einem Kopfdurchmesser von etv/a
12,7 mm bei einem herkömmlichen Befestigungsmittel. Der Grund hierfür liegt in dem vom schallbecherförmigen Übergangsstück
ausgebördelten Rand des Bleches, das, analog zu einem gerippten Blech, stärker ist. Der herkömmliche Ringschaftnagel besaß
einen in üblicher V/eise gestalteten Kopf mit ebener Unterseite .
Versuch 2 in Tabelle 1 zeigt lediglich im Vergleich, wieviel
Kraft aufgebracht werden muß, um die Schraube Nr. 6 bei einer Eindringtiefe von etwa 15,875 mm und einen Ringschaftnagel
9 Gauge, Länge etv/a 44,45 mm, bei einer Sindringtiefe von etwa 31»75 mm aus einem großen Tannenholzblock herauszuziehen.
Bei einem Vergleich der Ergebnisse des Versuches 2 mit denen des Versuches 1 ergibt sich, daß sich die Befestigungseinrichtung
nach der Erfindung leichter· aus Hüls herausziehen
alc durch das dünne Blech hindurchschieben läßt. Dies trifft
auch auf den getesteten herkömmlichen Ringschaftnagel zu.
Bei dem zur Prüfung der Ablöse- oder Trennfestigkeit durchgeführten
Versuch 3 in Tabelle 1 werden die Wirkungen eines Sturmwindes o.dgl simuliert, wobei das Blech von einer Unterlage
weggerissen wird und tatsächlich im Bereich des Befestigungsmittels einreißt und sich von diesem löst. Zum
Durchführen des Versuches 3 wurde ein Stahlblech, 29 Gauge, von hoher Zugfestigkeit sowohl von einer erfindungsgsmäßen
und einer herkömmlichen Befestigungseinrichtung abgelöst. Die Ergebnisse zeigen, daß trotz des kleineren Kopfdurchmessers
des erfindungsgeirlßen Befestigungsmittels eine
größere Kraft erforderlich war, um das Blech vom Befestigungsmittel zu lösen. Diese Verbesserung ist darauf zurückzuführen,
daß der schallbecherförmige Kopf durch die elastische Unterlegscheibe hindurchdringt und tatsächlich am Blech anliegt,
um die Abstützung und den Schubwiderstand zu verstärken.
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Die in Tabelle 2 enthaltenen Dichtheitsversuche dienten dem
Vergleich zwischen einem Befestigungsmittel nach der Erfindung in Verbindung mit einer Unterlegscheibe aus Vinyi-Kunststoff
und einem herkömmlichen Ringschaftnagel in Verbindung mit einer Neopren-Unterlegscheibe. Die Abmessungen dur verwendeten
Befestigungsmittel wurden so gewählt, daß der endgültige Lochdurchmesser im Blech für alle Versuche gleich blieb. Beim
Versuch 1 wurde ein dünnes Blech an einer Holzunterlage befestigt und das Befestigungsmittel dann so weit wieder
herausgetrieben bis Lecken eintrat. Auf jedes Befestigungsmittel wurde ein zylindrisches Rohr mit einer Wassersäule
von etwa 76,2 mm aufgesetzt. Zum Zeitpunkt der beginnenden Undichtheit wurde die Höhe des Befestigungsmittelkopfes über
dem Metall (Blech) gemessen. Bei der Befestigungseinrichtung nach der Erfindung wurden Anzeichen von Undichtheit bei einem
Kopfabstand von etwa 3,81 mm festgestellt. Bis zu diesem Abstand blieb die Verbindung dicht. Beim herkömmlichen Ringschaftnagel
mit Heopren-Unterlegscheibe trat Lecken ein,
unmittelbar nachdem der Nagel in die freie Höhe (Dicke) der nicht zusammengedrückten Dichtung herausgetrieben
war.
Eine Dichtheitsprüfung gleicher Art wurde bei einer Blech-Isolierstoff
-Verbindung vorgenommen (Versuch 2, Tabelle 2). Die Ergebnisse waren die gleichen wie beim Versuch 1.
Zur Feststellung des Dichtung?druckes wurde eine aus einem
Befestigungsmittel und einer Unterlegscheibe bestehende Befestigungseinrichtung freihängend durch ein dünnes Metall-Werkstück
hindurchgeführt und sodann durch Anbringen von Gewichten am freien Ende des Befestigungsmittels belastet.
Es wurde das Gewicht ermittelt, das erforderlich war, um gegen eine Wassersäule von etwa 25,4 bzw. etwa 152,5 mm in
einem Rohr abzudichten. Aus den Ergebnissen des Versuches 3 wird deutlich, daß bei beiden Wassersäulenhöhen zur Abdichtung
zwischen den Elementen der erfindungsgemäßen Befestigungseinrichtung
ein Gewicht von lediglich etwa 28,35 P erforderlich
?IMS1t
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war. Diese Ergebnisse sind günstig im Vergleich mit den bei
der Kombination aus Ringschaftnagel und Neopren-Unterlegscheibe benötigten Gewichten von etwa 907 bzw. etwa 3629 p.
LiG Dichtung wird, durch Shs durch Atisbördeln bewirkte Eindringen
des dünnen Werkstückes in die Unterlage in so wirksamer V/eise unterstützt, daß nach vollständiger Entfernung
der Befestigungseinrichtung nac?a der Erfindung in der Holzunterlage
lediglich in dem vom Befestigungsmittel unterhalb des Metall-Bördels ausgebildeten Loch Feuchtigkeit bzv/. Fasse
feststellbar ist. Außerdem wurde in praktischen Versuchen an Metall-Bedachungen an der Befestigungseinrichtung nach der
Erfindung keine Leckstelle festgestellt, während bei herkömmlichen Befestigungseinrichtungen mit einem Befestigungsmittel
und einer Unterlegscheibe unter gewöhnlichen Einsatabedingungen gewisse Undichtheiten auftraten.
/13
7100111 man
Claims (4)
1. Befestigungseinrichtung zum Befestigen von dünnen Werkstücken,
mit einem Befestigungsmittel mit Kopf wie z.B. einem
Nagel, einer Schraube/ einem Stift, einem Niet o. dgl., und einer deesen Schaft unter Reibschluß umschlingende elastischen
Unterlegscheibe, dadurch gekennzeichnet , daß der Kopf (6) des Befestigungsmittels (11) mit einem schallbecherförmigen
Übergangsstück (13) allmählich in den Schaft (12) übergeht.
2. Befectigungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf (16) einen sechseckigen
Außenumfangsrani von im Vergleich zum Kopfdurchmesser geringer axialer Dicke (A) aufweist.
3. Befestigungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Kopf (16) auf seiner Oberseite
einen Kreuzschlitz (19) aufweist,
4. Befestigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet , daß die axiale Erstreckung des Übergangsstücks (13) größer als die Dicke der
Unterlegscheibe ist.
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7*00319
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US32350373 | 1973-01-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7400919U true DE7400919U (de) | 1976-06-10 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7400919U Expired DE7400919U (de) | 1973-01-15 | Befestigungseinrichtung |
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| Country | Link |
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