DE73659C - Verfahren zur Herstellung von Insectenleim - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Insectenleim

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DE73659C
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M. LUCAS in Jena, Bürgergarten
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01MCATCHING, TRAPPING OR SCARING OF ANIMALS; APPARATUS FOR THE DESTRUCTION OF NOXIOUS ANIMALS OR NOXIOUS PLANTS
    • A01M1/00Stationary means for catching or killing insects
    • A01M1/14Catching by adhesive surfaces
    • A01M1/18Adhesive bands or coatings for trees

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Insectenleim, welcher ganz speciell zur Vertilgung des Obstspanners bestimmt ist. Dieses Insect verheert häufig die Obstplantagen Deutschlands, und alle Versuche, die Brut desselben durch Abbrennen zu vernichten, waren resultatlos. Auch die bisher gegen Nonnenraupen in Nadelwaldungen verwendeten Insectenleime oder auch die schon bei Obstbäumen stellenweise verwendeten, mit Leim bestrichenen Bandagen waren erfolglos, was namentlich in der geringen Klebrigkeit der bisher verwendeten Leime, in dem üblen Geruch und vor allem auch darin seinen Grund hat, dafs die Leime sehr rasch eintrockneten oder, durch Regen schädlich beeinflufst, ihre Klebkraft nach kurzer Zeit verloren.
Der nach vorliegendem Verfahren hergestellte Leim besitzt diese Uebelstände nicht. Sein Geruch wirkt nach den Beobachtungen auf die Insecten anlockend; in Büchsen verpackt, hält er sich sehr lange, und auf die Bäume gestrichen, behält er seine Klebkraft ebenfalls monatelang.
Der Insectenleim besteht aus Holztheer, Syrup und Leinöl und wird in folgender Weise hergestellt:
Zunächst werden 7 Theile Holztheer bis zum Sieden erhitzt und hierauf unter stetem Erhitzen und Umrühren 2 Theile Syrup zugesetzt, worauf noch 1 Theil Leinöl beigefügt wird. Das ganze Gemisch wird hierauf bis zum Sieden vorsichtig erhitzt, worauf der Leim zum Gebrauch fertig ist; vor seiner Verwendung wird er wieder etwas angewärmt. An Stelle von Leinöl kann auch Rüböl angewendet werden.
Es ist für das Endproduct von aufserordentlicher Wichtigkeit, dafs Holztheer zur Herstellung benutzt wird. Sogenanntes Carboleum oder gar Steinkohlentheer sind vollständig unbrauchbar und liefern keinen dünnflüssigen Leim von nur annähernd so guter Klebkraft und Dauerhaftigkeit.
Der Leim wird in der Flugzeit der Obstspanner, welche gewöhnlich, je nach der Gegend, in die Zeit vom August bis September fällt, auf die Bäume oder Papierbandagen gestrichen. Es empfiehlt sich vor allem, genarbtes Papier als Bandage zu verwenden. Die Bandage wird vortheilhaft nicht als flacher Ring um die Bäume gewickelt, sondern als Ring, der nahe seinem unteren Rande eine wulstartige Erhöhung aufweist, welche den Leim am. Herabfliefsen hindert, wobei sich dicht über dem Wulst eine dicke Leimrinne bildet, so dafs ersterer seine Klebkraft ganz besonders lange beibehält. Die Leimbandage wird an dem unteren Theil des Stammes in der Weise, wie es die Zeichnung darstellt, befestigt, und hält die Weibchen des Obstspanners fest, welche, da sie keine Flügel haben, zum Zwecke des Eierlegens den Baum hinaufzuklettern versuchen; auch zahlreiche den Weibchen folgende Männchen des Obstspanners, sowie andere Insecten finden auf dem Leimring ihren sicheren Tod.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Insectenleim, darin bestehend, dafs kochender Holztheer (7 Theile) mit Syrup (2 Theile) und Leinöl (1 Theil) vermischt und das Gemisch noch bis zum Aufsieden erhitzt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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