DE736281C - Vorrichtung zum kontinuierlichen Extrahieren von fluessigen oder festen Stoffen - Google Patents

Vorrichtung zum kontinuierlichen Extrahieren von fluessigen oder festen Stoffen

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DE736281C
DE736281C DEB174264D DEB0174264D DE736281C DE 736281 C DE736281 C DE 736281C DE B174264 D DEB174264 D DE B174264D DE B0174264 D DEB0174264 D DE B0174264D DE 736281 C DE736281 C DE 736281C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D47/00Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent
    • B01D47/16Apparatus having rotary means, other than rotatable nozzles, for atomising the cleaning liquid

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  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum kontinuierlichen Extrahieren von flüssigen oder festen Stoffen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Extrahieren von flüssigen oder mehr oder weniger fein verteilten festen Stoffen im Gegenstrom, vorausgesetzt, daß die miteinander in Berührung gebrachten Flüssigkeiten gegenseitig unmischbar oder nur teilweise mischbar sind und daß die festen Stoffe in den mit ihnen in Berührung gebrachten Flüssigkeiten unlöslich oder nur teilweise löslich sind und daß außerdem die miteinander in Berührung gebrachten Flüssigkeiten oder festen Stoffe verschiedene spezi fische Gewichte besitzen.
  • Anwendungsbeispiele sind folgende: Die Behandlung von MineralöLen mit seichtiven Lösungsmitteln, Schwefelsäure, Fullererde, Propan, Alkalien, die Behandlung von Golderz mit Cyankaliumlösungen, die Extraktion von vegetabilischen Ölen aus Samen u. a. mehr.
  • Die Vorrichtungen für diese Anwvendungsgebiete bestehen im wesentlichen aus einer in mehrere aufeinanderfolgende Rühr- und Beruhigungszonen untergeteilten Gegenstromkolonne. Derartige Vorrichtungen sind in der Technik bereits vielfach angewandt worden.
  • Gegenüber den bekannten Vorrichtungen dieser Art weisen die Vorrichtungen gemäß der vorliegenden Erfindung jedoch grundsätzliche Abänderungen auf, wodurch sich dieselben nicht nur in ihrer Bauart, sondern auch in ihrer Anwendung von den bekannten TÇonstruktionen völlig unterscheiden. Während nämlich bei den bekannten Bauarten die Beruhigungszonen aus mit Füllkörpern gefüllten Räumen bestehen oder aus Räumen bestehen, die von Einbauten völlig frei sind, wendet die vorliegende Bauart in den Beruhigungszonen Bündel aus ineinandergestecliten Rohren von ähnlichem Querschnitt an, welche es auch bei einer geneigten Lage der Vorrichtung erlauben, dlaß sich in den Zwischenräumen je zwei benachbarte Rohre, wenn dieselben' konzentrisch zur Achse angeordnet sind, oder in jedem Rohr, wenn dieses einen Teil eines Rohrbündels ausmacht, zwei ununterbrochene, in entgegengesetzter Richtung fließende Strömungen bilden. Dadurch werden folgende Vorteile erzielt: Jede der beiden Strömungen geht in ununterbrochenem Fluß, so daß das Hindernis in der Strömung beseitigt wird, welches in den bekannten Vorrichtungen vorhanden ist, weil dort die Tröpfchen der entgegengesetzt fflellenden Flüssigkeiten immer erneut ihren Weg durcheinanLder hindurch bahnen müssen.
  • Somit wird auch vermieden, daß das Anprallen der Tröpfchen gegeneinander oder gegen die Füllkörper, wie es in den bekannten Vorrichtungen der Fall ist, in manchen Fällen die Bildung einer Emulsion anstatt eine glatte Trennung der Phasen bewirkt.
  • Dieser ununterbrochene Fluß der Phasen erlaubt es, die Geschwindigkeit der Strömung zu erhöhen, wodurch die Leistung der Vorrichtung vergrößert wird. Eine Abnahme des Extraktions- oder Diffusionseffektes ist durch die höhere Geschwindigkeit nicht vorhanden, weil man einmal die Kanäle eng genug wählen kann, um das Verllältnis zwischen ÄVir-Iiung und Geschwindigkeit bestmöglich zu gestalten, und zweitens, weil an den Berührungsflächen der beiden entgegengesetzt strömenden Phasen eine Verlangsaniung der Geschwindigkeit der flüssigen Schichten eintritt, so daß die an diese Grenzschichten unmittelbar anliegenden Schichten der Phasen wegen ihrer größeren Geschwindigkeit die Grenzschichten überholen, um selbst zu Grenzschichten zu werden. Es erfolgt dadurch eine Art des Gegeneinanderabrollens der Schichten jeder Phase, so daß, wenn der Weg lang genug gewählt worden ist, jede Schicht der fließenden Phasen zur Grenzschicht wird und dadurch die beste Gelegenheit für eine Diffusion gegeben wird. Die Überlegenheit dieser Arbeitsweise ist ohne weiteres ersichtlich, wenn man in Erwägung zieht, daß bei den mit Füllkörpern gebauten Kolonnen der innere Schichtenteil des Tropfens nur erreicht werden kann, wenn derselbe zersplittert ist, was, wie schon dargelegt, eine größere Arbeit erfordert wegen des dazu nötigen Anprallens.
  • Ferner erlaubt die vorliegende Bauart auch, ein flüssig-festes Phasensystem zu behandeln, was in den bekannten, mit Füllkörpern ausgesetzten Vorrichtungen überhaupt nicht erreichbar ist, da sie es nicht erlauben, daß die feste Phase hindurchfließen kann.
  • Es ist zwar schon bekannt, feste Stoffe in stehenden Behältern auszulaugen, die abwechselnd mit Rühr- und Beruhigungszonen ausgerüstet sind, wobei letztere nur durch eine Anzahl radial gerichteter Wände in einzelne Abschnitte unterteilt, also nicht mit Füllkörpern versehen sind. Damit wird ebenso wie bei dem Erfindungsgegenstand eine freie Bewiegung des Gutes im Extraktionsmittel erreicht. Jedoch wird durch die Anordnung gemäß der vorliegenden Erfindung eine Unterteilung der in gegenseitiger Einwirkung miteinander stehenden Stoffe in mehrere einzelne dünne Schichten und damit eine Extraktion in einem geringen Zeitraum erreicht.
  • Diese Vorteile ergeben sich nicht nur aus der erfindungsgemäßen Bauart, sondern werden auch prinzipiell dadurch erzielt, daß bei der Konstruktion der Vorrichtung darauf geachtet ist, daß die entgegengesetzte Bewegung der Phasen zueinander in den Beruhigungszonen so geregelt ist, daß in dieser immer Strömungen vorhatlden sind, die erlauben, daß während der Bewegung eine rasche und vollständige Trennung der Pha seii erfolgen kann.
  • Um diese Strömungen zu erzielen und um die Trennung der Phasen zu erleichtern. ist erfindungsgemäß der Raum in den Beruhigungszonen durch entsprechende Vorrichtungen zweckmäßig in zueinander parallel Wege geteilt, indem diese entweder aus zueinander konzentrischen Rohren oder aus zu der Welle parallel angeordneten Rohrbündel bestehen.
  • Auch aus theoretischen Betrachtungen ersieht man, daß diese möglichst weitgehende Reduktion der Ävegbreite am zweckmäßigsten ist, um die Vorteile einer raschen Sedimontierung herbeizuführen, wenn man dic Formeln von R e y n o l d # = vd/µ@ < 2320 (wobei v = mittlere Strömungsgeschwindigkeit, d = Rohrdurchmesser, µ = Viscosität der Flüssigkeit und e = spezifisches Gervicllt bedeuten) sowie diejenige von S t o k e γ1-γ2 v = 2/g r2 (wobei v = Geschwindig-µ keit, g = Erdbeschleunigung, r = Radius der fallenden Teilchen, γ1 = Dichte des fallenden Teilchens, γ2 = Dichte des flüssigen Teilchens und tut = Zähigkeit der Flüssigkeit bedeutenj betrachtet, woraus die Wichtigkeit des Wertes des Durchmessers der Kanäle hervorgeht. Je kleiner der Wert des Durchmessers, desto ruhiger wird die Strömung und desto schneller die Sedimentierung bei einem mehr oder weniger geneigten Stand der Beruhigungszonen bzw. der ganzen Vorrichtung, so daß die sich ausscheidenden Teilchen nur einen Weg zu durchströmen haben, weicher praktisch dem Durchmesser der Kanäle gleichkommt.
  • Aus der Betrachtung der Stokeschen Formel folgt, daß die Größe des Radius der fallenden Teilchen bei der vorliegenden Bauart von untergeordneter Bedeutung ist, weil diese Teilchen sofort von den Strömungen erfaßt werden.
  • Weiterhin konnte der Rauminhalt der Rührzonen klein gehalten werden, weil ill diesen Räumen eine innigere Berührung der Phasen stattfindet, so daß gleichzeitig cliC Konzentration des Extraktes im Lösungsmittel konstant bleibt, indem hier den Gegenstrom der Phasen und dessen Extraktionseffekt augenblicklich aufhört.
  • Der ProzeR verläuft vollständig selbsttätig unter Anwendung der Erdschwere oder, .in einigen Fällen, unter Anwendung der Zentrifugalkraft, derart, daß ein Gegenstrom erzeugt wird, wie nachstehend beschrieben ist.
  • In den beiliegenden Zeichnungen sind einige Aus führungs formen des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
  • Abb. 1 stellt einen Längsschnitt durch einen geneigt angeordneten Gegenstromapparat dar, welcher für ein flüssig-flüssiges System von Phasen bestimmt ist.
  • Abb. 2 ist ein Querschnitt nach der Linie II-II des in Abb. I im Längsschnitt wiedergegebenen Gegenstromapparates, welcher in seinem oberen Teil eine Rührkammer und in seinem unteren Teil eine Beruhigungskammer zeigt.
  • Abb. 3 stellt einen Längsschnitt durch einen geneigt angeordneten, für die Behandlung eines flüssig-festen Phasensystems bestimmten Gegenstromapparat dar, welcher mit zur Achse desselben geneigt angeordneten Kanälen versehen ist.
  • Abb. 4 stellt einen Längsschnitt durch einen geneigt angeordneten Gegenstromapparat mit umlaufenden zylindrischen Kanälen für ein flüssig-flüssiges Phasensystem dar.
  • Abb. 5 stellt einen Querschnitt des Apparates der Abb. 4 nach der Linie V-V dar.
  • Abb. 6 stellt einen Längsschnitt durch einen geneigt angeordneten Gegenstromapparat mit umlaufenden kegelstumpfförmigen Kanälen für ein :ELüssig-flüssiges Phasensystzem dar.
  • Abb. 7 stellt einen Querschnitt des Apparates der Abb. 6 nach der LiniFe VII-VII dar.
  • Abb. 8, 9, I0, II unid 12 sind Bruchstücke von Längs schnitten besonderer Bauformen von umlaufenden zylinldrischen oder kegel stumpfförmigen Kanälen, deren Ein- und Austrittsöffnungen verschieden gewölbte Oberflächen bilden.
  • Abb. I3 und I4 zeigen Teilausschnitte besonderer Kanalformen im Ouerschnitt.
  • In den Abb. I und 2 ist I der äußere Mantel eines zylindrischen, geneigt angeordneten Gefäßes; 2 stellt eine umlaufende Welle dar welche auf der einen Seite des Gefäßes mit einer Riemenscheibe 3 versehen ist; 4 und 5 zeigen die Zuführungen der miteinander in Berührung zu bringenden schwereren und leichteren Flüssigkeiten in die Rührzonen, an den Stellen 6 und 7 treten die leichten und schweren Flüssigkeitsphasen nach erfolgter Behandlung aus. Die Kanäle 8 sind, wie Abb. 2 erkennen läßt, aus gleichentfernten ebenen Platten gebildet, welche parallel zur Welle 2 verlaufen und im Querschnitt gesehen Sehnen des runden äußeren Mantels I bilden, während in der axialen Richtung die genannten Platten in Querebenen enden, welche durch die punktierte Linie 8 a ange deutet sind. Die Rührzonen g sind somit ihrerseits durch die zwei gegenüberliegenden Querebenen 8 a begrenzt, die nur so weit voneinander entfernt sind, daß die Rührarme Io der Welle 2 Platz finden können. Die Kanäle, welche sich an beiden Enden des Apparates befinden, sind länger als die dazwischlenliegenden Rührzonen. Die Endsammelkammern für die behandelten Flüssigkeiten sind mit 11 bezeichnet, während 12 Träger darstellen, welche am Älantel 1 befestigt sind, um die Welle 2 zu stützen. Zur Kontrolle der eintretenden oder austretenden Flüssigkeiten werden die bekannten Schließ- und Regelvorrichtungen angewendet, die in den Abbildungen nicht gezeigt sind. Wenn eine dritte Phase in das System eingelassen wird, kann zum Beispiel ein weiterer Eintritt 4a angebracht werden, der die Flüssigkeit in eine dazwischenliegende Rührkammer einführt.
  • Die Arbeitsweise des Apparates ist folgende: Die leichtere Phase tritt durch 5 ein und füllt den Apparat bis zur Höhe des Austritts 6. Die Welle 2 wird dann in Bewegung gesetzt, und die schwere Phase sinkt durch die Eintritte 4 und 4a und verdrängt eine gleiche Menge der leichten Phase, welche den Apparat durch Austritt 6 verläßt. Die schwere Phase, welche in 4a eintritt, kann in der schweren Phase, welche durch 4 eintritt, oder in der leichten Phase, welche durch 5 eintritt, löslich sein oder nicht. Wenn dieselbe in der schweren Phase löslich ist, so wird sie als eine einzige Lösung im Gegenstrom zu der leichteren Phase nach unten fallen, während das spezifische Gewicht dieser Lösung höher ist als dasjenige der leichten Phase. Wenn dieselbe nicht löslich ist, so wird sie auch nach unten fallen, weil ihr spezifisches Gewicht immer höher ist als dasjenige der leichten Phase. Wenn dieselbe in der leichten Phase löslich ist, muß das spezifische Gewicht der zustande kommenden Lösung niedriger sein als dasjenige der schweren, durch 4 eintretenden Phase, und dann wird diese Lösung nach oben, im Gegenstrom zu der nach unten fallenden schweren Phasen laufen.
  • Angenommen, daß die schwere durch M eintretende Phase in der leichten Phase unter den oben angegebenen Bedingungen löslich ist und eine einzige leichtere Phase sich bildet, wird die schwere Phase durch die Kanäle 8 nach unten fließen und in die darauffolgenden Rührzonen 9 eintreten, während die leichte Phase im Gegenstrom durch die Kanäle 8 nach oben fließt, um in die Rührzonen g einzutreten, von wo sie in die obenliegenden Ruhekanäle 8 fließt und von dort zur Kammer II und zum Austritt 6 gelangt.
  • Die schwere Phase setzt ihre nach unten iaufende Bahn fort, indem sie abwechselnd durch alle Beruhigungs- und Rührkammern fließt, bis sie zur unteren Sammelkammer II gelangt und durch Austritt 7 den Apparat verläßt. Eine proportional kontrollierte Menge der leichten Phase tritt fortwährend durch Eintritt 5 ein und fließt im Gegenstrom zur schweren Phase nach oben und, nachdem sie die durch 4a eintretende schwere Phase aufgelöst hat, gelangt sie zum Austritt 6 und verläßt den Apparat. Die größere Länge der Kammern 8 an den beiden Enden des Apparates dient dazu. eine vollständige Trennung der behandelten Phasen herbeizuführen, bevor dieselben den Apparat verlassen.
  • In Abb. 3, welche besonders für die Behandlung von festen Stoffen bestimmt ist, stellt I3 den geneigt angeordneten äußeren Niantel dar, welcher eine rechteckige Gestalt erhält; 14 ist die von einer (nicht gezeigten) Riemenscheibe angetriebene Welle. Mit 15 wird der Eintritt der fein verteilten festen Phase in die Rührkammer 21 gezeigt. 16 stellt den Eintritt in die Rührkammer 21 der flüssig-en leichten Phase dar. I7 ist der Austritt der extrahierten festen Phase; I8 ist eine Förderschnecke für die extrahierte feste Phase; Ig ist der Austritt der in Berührung gebrachten leichten Phase; 20 stellt die gegen die Welle 14 geneigt angeordneten Kanäle dar, während die Platten, welche die Kanäle bilden, verschiedene Längen haben, um eine bessere Sedimentierung der feineren festen Teilchen zu ermöglichen. Diese in gleichem Abstand voneinander angeordneten flachen Platten reichen von der einen zur gegenüberliegenden Mantelseite I3 des Gegenstromapparates, während. in der Längsrichtung gesehen, die Platten in Querebenen 20a beginnen und abwechselnd an Querebenen 20b und 20c enden.
  • Die Rührkammern 21 sind somit durch die zwei gegenüberliegenden Querebenen 20a und 2oC begrenzt, deren Abstand voneinander nur gerade so groß zu sein braucht, daß man die Rührarme 23 unterbringen kann. In den Beruhigungskammern 24 an den beiden Enden des Gegenstromapparates braucht diese WIaßnahine nicht beachtet zu werden. Die Welle 14, von Trägern 22 gestützt, trägt die Rührarme 23, während 24 die Sammelliammern an beiden Enden sind und x3a Dampfmäntel zeigen, welche dazu dienen, die Phasen zu erwärmen. Die Hähne 2 1a dienen zur Entleerung der Rührzonen, wenn der Apparat außer Betrieb ist, während die Öffnungen 21b dazu dienen, die in der flüssigen Phase möglicherweise entstandenen Gase entweichen zu lassen.
  • Die Arbeitsweise dieses Apparates ist ähnlich derjenigen von Apparat 1, mit dem einzigen Unterschied, daß eine zweite schwere Phase weggelassen ist, die Neigung der Platten, welche die Kanält 20 darstellen, das Abwärtslaufen der festen Teilchen erleichtert und daß die Förderschnecke 18 den Austritt I7 vollständig verschließt, so daß die extrahierte schwere feste Phase mechanisch entleert wird, und zwar in einer Weise, welche der leichten Phase nicht erlaubt, durch die genannte Öffnung 17 den Apparat zu verlassen.
  • Der Raum, welcher von 20b und 20c begrenzt ist, dient dazu, die Sedimentierung der gröberen festen Teilchen zu erleichtern, so daß dieselben, durch die Ruhezonen von den feineren Teilchen getrennt, nach unten fallen, während in dieser Weise der Lauf der feineren Teilchen nicht gestört wird, Die Elemente I3a dienen dazu, die Elemente 2Ia zu erwärmen, während 21b für die Entweichung der Gase dienen. Diese besonderen Teile 13a, 21a und 21b sind nur im Notfalle zu gebrauchen.
  • In den Abb. 4 und 5 stellt 25 den geneigt angeordneten äußeren Mantel dar. Diese Bauart ist besonders angezeigt, wenn die Differenz in den spezifischen Gewichten der Phasen gering ist. Die umlaufende Welle 26 trägt die Riemenscheibe 27; der Eintritt 2.9 der schweren Phase steht mit der Rührkammer 33 in Verbindung; der Eintritt 29 der leichten Phase steht mit einer anderen Rührkammer 33 in Verbindung; 30 ist der Austritt der behandelten leichten Phase; 3I ist der Austritt der behandelten schweren Phase; 32 stellen die zylindrischen, konzentrischen umlaufenden Kanäle dar, welche aus zylindrisch gewölbten Platten bestehen, deren Enden in zur Achse 26 senkrecht stehenden Ebenen liegen und mit der Welle 26 durch Träger verbunden sind, welche denjenigen der Abb. 6 und 7 für die kegelstumpfförmige Bauart ähnlich und mit 47 bezeichnet siiirl.
  • 33 stellen die Rührkammern dar; 34 sind die Rührarme, welche an der Achse 36 befestigt sind, und 35 sind die Endsammelkamrnern an beiden Enden.
  • Wie schon gesagt, kann diese Bauart auch in der horizontalen. Lage arbeiten.
  • Der Arbeitsgang ist demjenigen des Apparates von Abb. 1 ähnlich, nur ist eine dritte Phase weggelassen, aber die Trennung der Phasen in den Beruhigungszonen wird beschleunigt durch Fliehkräfte, welche in den Beruhigungszonen durch die umlaufende Bewiegung der zylindrischen Kanäle hervorgerufen werden.
  • Abb. 6 und 7 zeigen eine Bauart mit um-1 aufwenden kegelstumpfförmigen Beruhigungszonen, welche besonders vorgesehen sind, wenn die schwerere Phase eine Neigung zum Anhaften hat. 36 zeigt den äußeren Mantel, und 37 ist die umlaufende Welle mit Riemenscheibe 38. 39 ist der Eintritt der schweren Phase in die Rührzone 44; 40 ist der Eintritt der leichten Phase in eine andere Rührzone 44, und 41 ist der Austritt der schweren Phase nach der Extraktion; 42 ist der Austritt der leichteren Phase, ebenfalls nach der Extraktion. DiekegelstumpfförmigenlKanäle 43 bestehen aus kegelstumpfförmig gewölbten Platten, welche mit der Welle 3.7 durch die Stützen 47 verbunden sind und mit derselben umlaufen. Die Enden dieser kegelstumpfförmig gewölbten Platten liegen in Ebenen, welche zu der Welle 37 senkrecht sind.
  • 44 sind die Rülirkammern, 45 die Rühr arme, welche von der Welle 37 getragen werden; 46 sind die Endsammelkammern an beiden Enden.
  • Der Apparat kann auch in einer geneigten Lage arbeiten.
  • Die Arbeitsweise dieses Apparates ist folgende: Die schwere Phase, welche entweder fest oder flüssig sein kann, tritt durch 39 ein.
  • Nach Mischung in der Kammer 44 mit der flüssigen leichten Phase tritt sie in die kegelstumpfförmigen Kanäle 43 ein und wird durch die zentrifugale Kraft in die nächste Rührkammer 44 gefördert. Dann gelangt sie zum Austritt 4'. Die leichte Phase wird mechanisch durch den Eintritt 40 getrieben und durchläuft die Beruhigungs- und Rührzonen, bis sie durch den Austritt 41 den Apparat verläßt.
  • Abb. 8, 9 und 10 zeigen besondere Konstruktionen der Rührzonen 33 der Bauart nach Abb. 4.
  • Abb. I I und 12 zeigen besondere Konstruktionen der Rührzonen 44 der Bauart nach Abb. 6 und 7.
  • Bei den Ausführungen gemäß der Abb. 8 bis 12 sind die Rührarme vergrößert, so daß sie den Dimensionen der vergrößerten Rührkammern entsprechen. Ein Apparat kann aus einem einzigen Typ dieser Formen von Beruhigungszonen oder aus einer Zusammensetzung von verschiedenen Bauarten bestehen.
  • Abb. I3 zeigt einen Querschnitt von einem Kanal, welcher in Verbindung mit der in Abb. I und 3 gezeigten Bauart anzuwenden ist. Dieser besteht aus Platten 50, während d:ie Kanäle zwischen zwei Platten durch die Diaphragmen 51 weiter begrenzt sind. Die so gebildeten Kanäle können naturgemäß durch Reihen von Röhren ersetzt werden.
  • Abb. 14 zeigt im Querschnitt gewellte Kanäle.

Claims (5)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1. Vorrichtung zum kontinuierlichen Extrahieren von flüssigen oder festen Stoffen mit einem Lösungsmittel unter Verwendung einer senkrecht oder geneigt angeordneten, in mehrere aufeinanderfolgende Rühr- und Beruhigungszonen unterteilten Gegenstromkolonne, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils in den zwischen den Rührzonen befindlichen Beruhigungszonen konzentrisch zueinander um die Rührerwelle angeordnete feststehende oder mit letzterer umlaufende Rohre eingebaut sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die konzentrisch zueinander angeordneten Rohre kegelstumpfförmig ausgebildet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Rohrschüsse abwechselnd verschiedene Längen besitzen.
  4. . 4. Vorrichtung nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Rohrschüsse in verschiedenen Ebenen liegen, derart, daß sie eine gekrümmtQ vorzugsweise kegelförmige oder kugelförmige Gestalt aufweisen.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch I, dahin abgeändert, daß jeweils in den zwischen den Rührzonen befindlichen Bertihigungszonen parallel zur Rührerwelle Rohrbündel von vorzugsweise rechteckigem Querschnitt angeordnet sind.
DEB174264D 1935-05-25 1936-05-26 Vorrichtung zum kontinuierlichen Extrahieren von fluessigen oder festen Stoffen Expired DE736281C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1129457B (de) * 1958-03-26 1962-05-17 Graesser Ltd R Vorrichtung zur Gegenstromextraktion zweier nicht mischbarer Fluessigkeiten
DE1913955A1 (de) * 1969-03-14 1970-09-24 Graesser Ltd R Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Feststoffen mit Fluessigkeiten

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