DE7315134U - Vorrichtung zum Falschdrallen eines Garnes mittels Reibung - Google Patents
Vorrichtung zum Falschdrallen eines Garnes mittels ReibungInfo
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Description
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Γ6.Ν.1 ANWALT». <
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« · • · IW.'NJEMANN |
2, | C | |
| DR. M. KÖHLER | DIPL-ING. C | . GERNHARDT | 12 | ||
| MÖNCHEN | HAMBURG | ||||
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W. 41 330/73 AH 19. April 1973
Chavanoz S.A. Chavanoz (Frankreich)
Vorrichtung zum Falschdrallen eines Garnes mittels Reibung
Die Erfindung "betrifft eine Falschdrallspindel zur Texturierung eines in Bewegung befindlichen Garnes.
Es ist seit langem ein Verfahren zur Texturierung eines sich in Bewegung befindlichen Garnes, um dessen
Elastizitäts- und/oder Bauschigkeits- und/oder Griffeigenschaften
zu beeinflussen, bekannt. Dieses Verfahren besteht allgemein darin, das in Bewegung befindliche
Garn über eine (oder mehrere) ebenfalls in Bewegung befindliche Reibflächen laufen zu lassen, um dem Garn einen
provisorischen Drall zu erteilen, der mittels irgendeiner zweckdienlichen Einrichtung wärmefixiert wird.
Es sind bisher zahlreiche Vorrichtungen zur Durchführung
dieses Verfahrens verwirklicht worden, doch hat "bisher keine davon in großtechnischen Maßstab vollkommen
zufriedengestellt.
In einer der bekanntesten Vorrichtungen zum Falschdrallen mittels Reibung besteht die Spindel im wesentlichen
aus rotierenden zylindrischen Rohren mit parallelen Achsen, wobei das Garn durch das Innere der Rohre
läuft und sich dabei wenigstens an einem Teil der äußeren Ränder derselben, die mit Reibelementen ausgestattet
sind, reibt. In der Praxis haben diese Reibelemente, die im allgemeinen aus Kautschuk bestehen, die Form von
Ringen, deren Innenfläche, an der das Garn sich reibt, eine gekrümmte Drehfläche ist.
Solche Spindeln sind vor allem in der französischen Patentschrift 1 183 720, der italienischen Patentschrift
698 433 und der französischen Patentanmeldung Nr. 72/04-397
mit dem Titel "Vorrichtung zum Falschdrallen mittels Reibung" , die am 8. .Februar 1972 von der Anmelderin eingereicht
wurde, beschrieben.
Der größte Lachteil dieser Vorrichtungen besteht darin,
daß der dem Garn erteilte Drall nicht reguliert werden kann. Da die Oberfläche der Reibelemente glatt ist, kommt
es zu Gleiteffekten, wodurch es nicht möglich ist, die im Falle der herkömmlichen Spindeln, die mit einer Drallverriegelung
ausgerüstet sind (beispielsweise Sperrkreuz) » die Drallblockierung genau zu kontrollieren.
Es treten daher Schwankungen im Drallausmaß des Garnes über dessen Länge hinweg, und somit in der Fixierungszone
auf, was zu Änderungen der Eigenschaften des
nes in Längsrichtung und demzufolge zu Mängeln des gewebten oder gestrickten Endproduktes führt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wurde nun eine neuartige Spindel zum Falschdrallen mittels Reibung gefunden,
die diesen Nachteil ohne g3oichzeitige Herabsetzung der
Produktionsgeschwindigkeit durch eine genaue Bestimmung der Zone, in der die Drallrichtung geändert wird, überwindet.
Der Einfachheit halber wird diese Lone in der Folge kurz mit "Drallblockierungszone11 bezeichnet.
Die Erfindung betrifft insbesondere eine Falschdrallspindel eines in Bewegung befindlichen Garnes mittels
Reibung* die wenigstens zwei Reibelemente umfasst, gegen deren Oberfläche das in Bewegung befindliche Garn reibt,
und die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Oberfläche von wenigstens einem der Reibelemente, gegen die das
Garn reibt, eine Drehfläche ist, die in der Nähe
des mittleren Teiles ihrer Mantellinie einen, ziemlich scharfen Grat aufweist, und deren Längsachse der Rotationsachse
des Reibelementes entspricht. Dieser Grat ermöglicht es, während des Arbeitens eine genau bestimmte
Biockierungszone zu erhalten. Auf diese Weise bewegt
sich der Großteil des durch die Reibelemente, die stromauf des Grates liegen, erzeugten Dralles aufwärts in den
Fixi erungs of en.
Nachfolgend wird das "mit einem Grat versehene Reibelement" kurz mit "Drallblockierungselement" bezeichnet.
In einer Ausführungsform besteht die Falschdrallvorrichtung mittels Heibung eines in Bewegung befindlichen
Garnes aus zwei zylindrischen Drehrohren mit parallelen
Achsen, die an jedem ihrer Enden mit einem Reibring versehen sind, wobei der Faden durch das Innere der Rohre
und Ringe läuft und mit der Oberfläche derselben in Kontakt ist und ist dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche
von wenigstens einem Reibring, gegen den das Garn reibt, eine Drehfläche ist, deren Längsachse der
des Rohres entspricht, an dem der Ring montiert ist, und die einen ziemlich scharfen Grat aufweist, der sich in
der Nähe des Mittelteiles der Mantellinie derselben befindet.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Grat des Drallblockierungselementes abgerundet und auf jeder
Seite durch zwei Führungsflächen verlängert, mit denen das Garn, während es sich fortbewegt, in Kontakt ist. Diese
Führungsflächen haben entweder eine gerade oder eine sehr leicht gekrümmte Mantellinie. Eventuell können die Mantellinien
der Führungsflächen untereinander von leicht abweichender Form sein. Das Drallblockierungselement befindet
sich am äußeren Ende eines der Rohre, vorzugsweise an dem des letzten Rohres, falls die Verrichtung mehrere Rohre
umfasst.
Im allgemeinen ist der Krümmungsradius des Grates des Drallblockierungselementes sehr klein und beträgt 0,05mm
bis 1 mm. In der Praxis ist ein Krümmungsradius von 0,1 mm
sehr gut geeignet. Die Länge der Mantellinien der Führungsflächen, die eine Verlängerung des Grates darstellen, liegt
zwischen 5rm und 20 mm, und der von den Mantellinien eingeschlossene
Winkel zwischen 80 und 110 Grad. In der Praxis sind eine Länge von 8 mm und ein Winkel von 90 Grad
geeignet.
Selbstverständlich variieren diese Parameter, nämlich
Krümmungsradius des Grates, Länge der Führungsflächen und durch die Flächen eingeschlossener Winkel je nach dem Ma-
terial und dem Titer der "behandelten Garne ,
und die Erfindung beschränkt sich nicht auf die vorste hend genannten Zahlenwerte.
Die Reibringe können aus Jedem geeigneten Material gefertigt werden, das es ermöglicht, dem Garn einen
Falschdrall mittels Reibung zu erteilen. Der als ßlokkerungselement
dienende Ring besteht vorzugsweise aus einem polierten Material von hoher Härte und geringer
Elastizität. Vorteilhafterweise wird als Material für die Reibringe und das Blockierungselement ein Material
der Art verwendet, wie sie in der vorstehend erwähnten französischen Patentanmeldung 72/04-397 der Anmelderin beschrieben
sind, d.h. ein poliertes Material mit erhöhter Härte und geringer Elastizität.
Im Nachstehenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand von Zeichnungen näher erläutert.
Die beigefügte Figur Λ stellt einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Falschdrallspindel mittels
Reibung dar.
Fig. 2 stellt einen vergrößerten Querschnitt des Drallblockierungselementes dar.
Nach der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform
der Erfindung besteht die Falschdrallspindel aus zwei parallelen Rohren (Ό und (2), die frei rotierend auf einem
auf dem Grundrahmen der Maschine angebrachten Träger montiert sind. Die beiden letztgenannten Elemente sind
aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit der Zeichnung nicht abgebildet. Ein auskuppelbarer Riemen ($) treibt das
rotierende Rohr (1) in der einen oder anderen Richtung an. Da die Rohre ('I) und (2) in direktem Kontakt sind, wird
die Drehoewegung von Rohr (1) auf Rohr (2), das also in entgegengesetzter Richtung wie Rohr (1) dreht,
übertragen. Die Enden der Rohre (1) und (2) sind mit Reibringen (4-, 5, 6, 7)» die fest mit den genannten Roh-
ren verbunden sind, versehen, und werden demzufolge mit der gleichen Geschwindigkeit wie diese angetrieben.
Gemäß der Erfindung sind drei dieser Reibringe (4, 5 und 6) Ringe der herkömmlichen Art, deren Innenfläche glatt
/ffifivex ist, während die Oberfläche des letzten Ringes (7),
mit der das Garn in Berührung ist, einen ziemlich scharfen Grat (8) besitzt. Im vorliegenden Pail bestehen diese
vier Ringe aus Keramik mit einem hohen Gehalt an Titanoxyd oder gefrittetem Aluminium.
Der Ring (7), der als Drallblockierungselement dient, ist in Fig. 2 dargestellt. Wie aus dieser Abbildung ersichtlich.,
ist die Oberfläche, mit der das Garn in Kontakt ist, mit einem leicht abgerundeten Grat (8) versehen,
der auf beiden Seiten durch zwei Teile (9) und (10), die einen sehr großen Krümmungsradius haben und einen
Winkel von etwa 90° einschließen, verlängert ist. Zum leichteren Abheben des Garnes ist der Teil (9) mit einer
Ausklinkvorrichtung (11) von geringer Länge versehen.
Im vorliegenden Pail befindet sich dieser Ring (7) am unteren Teil des Rohres (1). Auf diese Weise läuft
das Garn (12), das aus dem (nicht abgebildeten) Wärmebehandlungsofen herauskommt, nacheinander über die Reibelemente
(4-, 5i 6), bevor es über die Bio cki erungs vorrichtung
(7) läuft. Daher bewegt sioh der von den Ringen (4-, 5» 6)
erteilte Drall in seiner Gesamtheit stromauf bis zum Ofen und das Garn wird, nachdem es über (7), und insbesondere
über den Grat (8) gelaufen ist, der somit die Rolle einer Drallblockierung hat, vollkommen entdrallt.
Die Erfindung ermöglicht die Herstellung eines makellosen
Fadens von sehr regelmäßiger Texturierung, der hinsichtlich Griff-, Bauschigkeits- und Elastizitätseigenschaften
von hervorstechender Güte ist, und der auch mit verschie-
denen Spindeln jederzeit in der selben Qualität hergestellt
werden kann.
Bei der vorstehend beschriebenen Vorrichtung sind
die Reibelementa und das Biockierungselement an den
Enden der beiden Drehrohre befestigt. Die Erfindung umfasst jedoch ebenfalls jegliche !Falschdrallvorrichtung
mittels .Reibung, die wenigstens eine als Drallblockierung dienende Reibfläche umfasst.
Die Spindel könnte beispielsweise aus einer Reihe von Reibscheiben oder -ringen bestehen, wobei eine der
Scheiben oder einer der Ringe eine Oberfläche aufweist, die einen scharfen Grat umfasst, wobei das Garn mit den
genannten Flächen in Berührung ist.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Falschdrallen eines in Bewegung befindlichen Garnes mittels Reibung,
<?\e wenigstens zwei Reibelemente umfasst, an deren Oberflächen das in Bewegung
befindliche Garn reibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche von wenigstens einem der Reibelemente (4,
5, 6, 7)» an der das Garn (12) sich reibt, eine Drehfläche
ist, die einen ziemlich scharfen Grat (8) aufweist, der sich in der Nähe des mittleren Teiles der
Mantellinie derselben befindet, und deren Längsachse der Rotationsachse des Reibelementes (7) entspricht.
2. Vorrichtung zum Falschdrallen eines in Bewegung befindlichen Garnes mittels Reibung, die zwei zylindrische
Drehrohre umfasst, deren Enden mit Reibringen versehen sind und deren Achsen parallel verlaufen, wobei
das Garn durch das Innere der Rohre und Ringe läuft und mit der Oberfläche der Ringe in Kontakt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche von wenigstens einem der Reibringe (4-, 5, 6, 7)i an der das Garn sich reibt,
eine Drehfläche ist, deren Längsachse der des Rohres (1) entspricht, auf dem der Ring (7) montiert ist, ul.„ die
einen ziemlich scharfen Grat (8) aufweist, der sich in der Nähe des mittleren Teiles ihrer Mantellinie befindet.
3. Vorrichtung zum Falschdrallen mittels Reibung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Grat (8) der Oberfläche des Drallblockierungselementes (7) abgerundet ist und auf jeder Seite durch Führungsflächen
(9, 10) verlängert ist, deren Mantellinien einen sehr großen Krümmungsradius haben.
4-, Vorrichtung zum Falschdrallen mittels Reibung
nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß die Mantel-
,y
-ί 9 - '·· U
linien der Führungsflachen (9» 10) Geraden sind und
einen Winkel von 80 "bis 110° einschließen.
5. Vorrichtung zum Falschdrallen mittels Reibung
nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Krümmungsradius
des Grates (8) des Drallblockierungselementes (7) zwischen 0,05 mm und 1 mm liegt und daß die
Länge der Mantellinien der Führungsflächen (9» 10),
durch die der Gratyverlängert ist, zwischen 5 mm und
20 mm liegt.
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