DE7303796U - Sicherheitsgurtanordnung, insbesondere fuer kraftfahrzeuge - Google Patents
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Description
Sicherheitsgurtanordnung, insbesondere für Kraftfahrzeuge
Die Neuerung bezieht sich auf eine Sicherheitsgurtanordnung, wie sie insbesondere in Kraftfahrzeugen zur Anwendung gelangt,
in Verbindung mit einer Gurtspannvorrichtung, die durch einen
bei Überschreitung einer kritischen Fahrzeugverzögerung ansprechenden Sensor in Tätigkeit gesetzt wird und die aus einer
im normalen Betriebszustand des Fahrzeuges durch eine Sperre, die durch den Sensor betätigbar ist, unter Vorspannung
gehaltenen Feder besteht und bei der Mittel vorgesehen sind, die unabhängig vom möglichen Federweg den Gurtspannweg in
Abhängigkeit von einer bestimmten für den Gurtbenutzer verletzungsgefährlichen GurtSpannkraft begrenzen. Die sensor-
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gesteuerte Gurtspannvorrichtung bewirkt im Verzögerungsfall
ein spontanes Vorspannen des Gurtbandes am Körper des Gurtbenutzers zur Beseitigung der Gurtlose, als ein wesentliches
Kriterium einer angestrebten Verminderung der Belastung des , Gurtbenutzers im Verzögerungsfall, was entsprechende Untersuchungen,
die die Gurtbenutzer durch relativ festes Anschnallen am Fahrzeugsitz möglichst frühzeitig an der Fahrzeugverzögerung
und damit an einer größeren Energieaufnahme durch plastische Fahrzeugverformung teilhaben ließen, bestätigt haben.
Nun muß allerdings das verzögerungsabhängige Vorspannen des Qurtbandes in einer äußerst kurzen Zeit abgeschlossen sein,
in einer Zeit also, die am Beginn der im Verzögerungsfall einsetzenden Gurtbelastung liegt und sich bei einem Frontalaufprall
mit einer Geschwindigkeit von etwa 25 km / h in der Größenordnung von etwa 30 ms bewegt. Hierzu bedarf es natürlich
- bezogen auf die Belastbarkeit des menschlichen Körpers - einer relativ hohen Kraft, welche unter Umständen ein erträgliches
Maß überschreiten kann, zumal die zur Erzeugung dieser Gurtvorspannkraft dienende Feder der Gurtspannvorrichtung ungeachtet
der vorhandenen GurtIose mit stets maximaler Kraft entspannt. Unterschiedliche Korpulenz des Gurtbenutzers bleibt
dabei ebenso unberücksichtigt wie beispielsweise unterschiedlich auftragende Bekleidung. Bei einem beleibten Gurtbenutzer
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oder einem Gurtbenutzer mit erheblich auftragender Winterbekle i dung wird beispielsweise der gesamte Federweg ala Spannweg ausgenutzt« während bei einem schlanken Gurtbenutzer bzw.
bei dünner Sonunerbekleidung das Gurtband schon nach einem
geringen Spannweg ohne Lose anliegen wird, obwohl die Spannkraft noch einwirkt. Das kann somit schon vor der eigentlichen
Unfallverzögerung zu Verletzungen des Gurtbenutzers führen, vornehmlich, wenn die Auslegung der Feder so getroffen ist,
daß bei vollem Federweg (beleibter Insasse) sich eine für den Insassen gerade noch ohne Verletzung durch den Gurt erträgliche
Gurtvorspannung ergibt, weil dann nämlich bei einem schlanken Insassen infolge höherer Federkraft bei kleinem Spannweg ein
erträgliches Maß überschritten ist.
Hier setzt die Neuerung ein, der die Aufgabe zugrunde liegt, eine Sicherheitsgurtanordnung der eingangs erläuterten Art
dahingehend weiter zu entwickeln, daß unabhängig von einem durch maximale Kraftausnutzung der Gurtspannvorrichtung bedingten Gurtspannweg eine Vorspannung des Sicherheitsgurtbandes
unter Berücksichtigung unterschiedlicher Korpulenz und / oder Bekleidung selbsttätig erfolgen kann, ohne jegliche Verletzungsgefahr für den Gurtbenutzer.
Dieses Ziel wird neuerungsgemäß dadurch erreicht, daß als
Mittel zur Gurtkraftbegrenzung ein von der Feder in einem Gehäuse verschiebbar antreibbarer Kolben vorgesehen ist, der
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über eine bei Überschreitung eines gewählten Grenzwertes der
GurtSpannkraft wirksam werdende Sollbruchstelle mit einer in
Gurtbelastungsrichtung selbstsperrenden« an einem Gurtende angelenkten Kolbenstange wirkverbunden ist.
Das durch einen Sensor verzögerungsabhängig eingeleitete Vorspannen des Gurtbandes bleibt hierdurch nur bis zu einer durch
besondere Ausbildung und Dimensionierung der Sollbruchstelle
vorbestimmten, für den Gurtbenutzer noch erträglichen Gurtkraft wirksam, unabhängig von dem an sich größtmöglichen Federweg.
Als Sollbruchstelle können mit Vorteil ein die Kolbenstange und den Kolben radial verbindender Stift oder eine an der
Kolbenstange angeordnete ringförmige Querschnittsverengung dienen.
In zweckmäßiger Ausbildung kann ferner das im wesentlichen Kolben, Kolbenstange und Feder aufnehmende Gehäuse zylinderförmig geformt, und der Kolben kann durch eine in Abhängigkeit
von der Fahrzeugverzögerung betätigbare Sperre in einer die Feder gespannt haltenden Ausgangslage gehalten sein. Die
Betätigung der Sperre kann vorteilhaft von einem in Abhängigkeit von der Fahrzeugverzögerung durch einen Sensor steuerbaren Elektromagnet besorgt werden, wobei als Sperre ein die
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Genaueewand radial durchgreifender Verriegelungsbolzen dient.
Eine Stirnfläche des Gehäuses kann mit Vorteil am Fahrzeugboden formschlüssig angelenkt sein, während die andere Gehäusestirnfläche eine an sich bekannte Klemmvorrichtung trägt, die einen
in Gurtbelastungsrichtung unter Federkrafteinwirkung die
Kolbenstange kraftschlüssig in Sperrstellung haltenden Reibkegel aufweist.
Die Neuerung umfaßt aber als Alternativlösung auch eine Sicher»
heitsgurtanordnung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, die mit einer mittels expandierendem Druckgas arbeitenden Gurtspannvorrichtung arbeitet.
Bekannte Gurtspannvorrichtungen dieser Art bestehen im wesentlichen aus einem einseitig an der Fahrzeugkarosserie angelenkten
hohlzylindrischen Gehäuse, in dem eine durch eine in Abhängigkeit, z. B. von einer bestimmten Fahrzeugverzögerung sensorgesteuert zur Entladung bringbare Druckgaspatrone bei ihrer
Entladung bewirkt, daß ein mit einem Gurtende verbundener Kolben aus einer, einer gewissen Gurtlose entsprechenden Ausgangsstellung entlang eines stets gleich großen, möglichen
Kolbenweges in eine Endstellung schnellt, in welcher der Gurt am Körper des Gurtbenutzers straff gespannt sein soll
(Society of Automotive Engineers, Nr. 720 433). Aber auch diesen
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Spannvorrichtungen haften die gleichen bereite eingangs erläuterten
Nachteile an, die daraus resultieren, daß ohne Rücksicht auf eine durch unterschiedliche Korpulenz oder Bekleidungsdicke
bedingte mehr oder weniger große Gurtlose eine gegebene maximale GurtSpannkraft stets über einen maximalen
unveränderlichen Gurtspannweg zur Vorspannung des Gurtes wirkt.
Nach der neuerungsgemäßen Alternativlösung können bei einer
Sicherheitsgurtanordnung mit Gurtspannvorrichtung der vorstehend
genannten Art, bei der Kolbenstange und Kolben durch Mittel miteinander verbunden sind, die unabhängig vom möglichen Gurtspannweg
bei Erreichen einer bestimmten, für den Gurtbenutzer verletzungsgefährlichen GurtSpannkraft den Spannvorgang beenden
als Mittel zur Gurtspannkraftbegrenzung vorteilhaft entweder
eine bei Überschreitung eines Grenzwertes der GurtSpannkraft
wirksam werdende Sollbruchstelle an der Kolbenstange vorgesehen sein, die mit einer an sich bekannten in Gurtbelastungsrichtung
selbstsperrenden Klemmvorrichtung zusammenwirkt oder ein in der Verbindung zwischen Kolben und Kolbenstange angeordnetes
unter Federkraft schließendes Ventil derart vorgesehen sein, daß bei Überschreitung eines Grenzwertes der Gurtvorspannkraft
eine die Bückstellkraft einer Ventilfeder überwindende Relativbewegung zwischen Kolben und Kolbenstange
das Ventil öffnet und die einsetzende Gurtbelastung die
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Kolbenstange selbsttätig arretiert. In besonderer Ausbildung der als Ventil wirkenden Sollbruchstelle zwischen Kolben und
Kolbenstange kann ferner der Kolben axialverschiebbar auf
der eine Ventilöffnung aufweisenden Kolbenstange gelagert und durch eine Ventilfeder gegen einen flanschförraigen Rand
der Kolbenstange abgestützt sein, derart, daß in Ruhestellung des Kolbens die durch die Ventilfeder bewirkte relative Lage
der Ventilöffnung das Ventil geschlossen hält und bei Überschreitung eines Grenzwertes der GurtSpannkraft und damit
Überwindung der Rückstellkraft der Ventilfeder das Ve/ilil
öffnet.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Neuerung sind anhand /on Ausführungsbeispielen in den Zeichnungen dargestellt bzw.
anschließend erläutert.
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Fig. 1 den Fahrersitz in einem teilweise dargestellten Personenkraftfahrzeug mit
Dreipunkt-Sicherheitsgurtanordnung und Gurtspannvorrichtung in perspektivischer
Ansicht«
Fig. 2,3 eine Ausführungsform der Gurtspannvorrichtung im Längsschnitt,' einmal im gespannten
und entspannten Zustand,
Fig. 4,5 eine weitere Ausführungsform einer Gurtspannvorrichtung im Längsschnitt, im
gespannten und entspannten Zustand,
Sollbruchstelle zwischen Kolben und Kolbenstange anhand eines Ausschnittes der
Gurtspannvorrichtung im Längsschnitt,
ein Zustandsbild der Sollbruchstelle nach Fig. 6,
Fig. 8 eine weitere Ausführungsform einer Sollbruchstelle in Form eines Ventils als Teillängsschnitt und
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In Fig. 1 bezeichnet 1 den Fahrersitz eines Personenkraftfahrzeuges,
2 die linke Vordertür, 3 den mittleren Seitenholm der Karosserie (Türsäule), 4 die Lenksäule
und 5 den Kardantunnel. Die in Fig. 1 erkennbare Dreipunkt-Sicherheitsgurtanordnung
besteht aus einem Schultergurt 6, einem Beckengurt 7 und einem gemeinsamen Zugteil
8, welches ein Gurtschloß 9 trägt, an dem die beiden zusammenlaufenden Enden von Schulter- und Beckengurt
mittels einer Schloßzunge 10 lösbar befestigt sind. Das gemeinsame Zugteil 8 ist über eine allgemein mit 11 bezeichnete
Gurtspannvorrichtung in dem Befestigungspunkt
12 am Kardantunnel verankert. Die anderen beider Befestigungspunkte 13, 14 der Gurtanordnung befinden sich an der
TürsauIe bzw. am Fahrzeugboden.
Die allgemein mit 11 bezeichnete Gurtspannvorrichtung nach
den Fig. 2 und 3 ist mit einer Druckfeder 15 ausgerüstet, welche - wie Fig. 2 zeigt - innerhalb eines hohlzylindrischen
Gehäuses 16 zwischen einem an einem sensorgesteuerten Sperriegel 17 abgestützten Kolben 18 und dem
Gehäuseboden 16* unter Vorspannung eingespannt ist. Der Kolben nimmt in einem Ringflansch 18* eine den Gehäuseboden
16' nach außen durchdringende Kolbenstange 19 auf und verbindet diese mit dem Kolben über einen in fluchtenden
Radialbohrungen angeordneten Abscherstift 20. Das freie Ende der Kolbenstange 19' dient zur Verbindung mit
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dem dem Gurtschloß entgegengesetzten Gurtende des Zugteiles
8 (Pig. 1), während der Gehäuseboden 16'' mit einem Lagerauge 21 den Befestigungspunkt 12 (Fig. 1)
am Kardantunnel bildet. Eine an sich bekannte in Gurtbelastungsrichtung (Pfeilrichtung) wirkende Klemmvorrichtung
besteht aus einem innerhalb des Gehäuses 16 angeordneten, am Gehäuseboden 16' abgestützten und durch einen Sprengring
22 fixierten Ringkörper 23 mit einem die Kolbenstange umschließenden unter der Wirkung einer am Gehäuseboden 16'
abgestützten Druckfeder 24 stehenden Klemmkmus 25. Der
Sperriegel 17 kann durch einen schematisch angedeuteten Elektromagnet 26 aus seiner Sperrstellung gezogen werden,
sobald der Elektromagnet durch geeignete auf bestimmte
Fahrzeugverzögerung ansprechende Sensoren erregt wird. Der
] Impuls für den Elektromagnet kann von einem auf eine sol-
' ehe Verzögerung ansprechenden Pendel ausgehen, analog wie
' bei den bekannten selbsttätigen Gurtaufro.I!vorrichtungen,
'■ oder aber von einem Kontakt an der Stoßstangenbefestigung,
wie es im Hauptpatent zu Fig. 7 dargestellt und erläutert
ist.
Die Funktion der Gurtspannvorrichtung bei einem Fahrzeug-
! aufprall ist aus Fig. 3 ersichtlich. Hiernach läßt der in-
folge starker Fahrzeugverzögerung durch Sensor und mit Hilfe des Elektromagneten kurzzeitig gegen den Widerstand
einer nicht dargestellten Druckfeder gezogene Sperriegel
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die Druckfeder 15 zur Entspannung kommen, wodurch der Kolben entgegen der Gurtbelastungsrichtung (Pfeilrichtung)
bewogt wird und hierbei die Gurte 6, 7, 8 (Fig. 1) spannt. Bs sei angenommen,, daß, wenn der Kolben 18 die strichpunktiert
eingezeichnete Stellung 18a erreicht hat, die bei 19 entgegen Pfeilrichtung angreifende GurtSpannkraft
(Federkraft) ein für den Gurtbenutzer gerade noch erträgliches Maß (Grenzwert) erreicht hat. Der Scherstift 20
(Fig. 2) ist so ausgelegt, daß er bei diesem Grenzwert der die Gurtvorspannung bewirkenden Gurtkraft abschert,
so daß der Kolben sich infolge der überschüssigen Federkraft von der Kolbenstange 19 löst und ar einer am Gehäuseboden
16·' angeordneten dämpfend wirkenden Kunststoffschicht
27 zum Stillstand kommt. Die Kolbenstange wird jedoch im Moment des Abscherens des Scherstiftes infolge der in Pfeilrichtung
an ihr angreifenden Gurtbelastung durch die Klemmvorrichtung 23, 24, 25 selbsttätig gegen Rückzug gesichert.
Eine Alternativlösung für eine Gurtspannvorrichtung 111
zeigen die Fig. 4 und 5. Die Vorspannkraft wird hier anstelle einer Druckfeder mit Hilfe einer Sprengladung erzeugt.
Für gleiche oder entsprechende Teile zu den vorhergehenden Figuren sind jeweils gleiche, jedoch um hundert
erhöhte Bezugszahlen verwendet. In einem von den Böden 116',
116'' geschlossenen Gehäuse 116 ist ein Kolben 118 mit
Kolbenstange 119 axial verschiebbar angeordnet. Eine vor-
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zögerungsabhängig durch Sensor zündbare Gaspatrone 28
ist in dem Gehäuseboden 116* seitlich so angeordnet, daß bei ihrer Zündung das expandierende Gas durch einen
innerhalb des Bodens 116* angeordneten Ringkanal 29 gegen die Rückseite des Kolbens 118 geleitet wird. Der Kolben
1st analog dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 über einen nach einem Grenzwert der gerade noch für den
Gurtbenutzer erträglichen Gurtverspannkraft ausgelegten Abscherstift 120 mit der Kolbenstange verbunden. Nadi dem
Zündvorgang der Gaspatrone werden Kolben und Kolbenstange durch den Gasdruck wiederum entgegen der die Gurtbelastungsrichtung anzeigenden Pfeilrichtung bewegt, und in der
strichpunktiert gezeichneten Lage 118a soll die bei 119* angreifende GurtSpannkraft den genannten Grenzwert erreicht haben, so daß der Scherstift 120 abschert und der
Kolben infolge der überschüssigen Gaskraft von der Kolbenstange gelöst und in seine Endlage zur Anlage an dem elastischen (127) Gehäuseboden 116'· gebracht wird. Nach dem
Abschervorgang wird die Kolbenstange in gleicher Weise wie
vorherbeschrieben ■ durch die Klemmvorrichtung 123, 124,
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125 gegen Rückzug ge sperrt Λ e ine in dem Gehäuse angeordnete
öffnung 30 wird das z.B. Luft-Volumen 34 (Fig.4) abgeleitet.
In den Fig. 6 und 7 ist eine Sollbruchstelle 31 zur Verbindung zwischen Kolben 218 und Kolbenstange 219 als Alternativlösung mit gleicher Auslegung und analoger Wirkung zu
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dem vorherbeschriebenen Abscherstift vorgesehen. Sobald die an der Kolbenstange 219 in Pfeilrichtung wirkende
Gurtvorspannkraft die Bruchlast der die Sollbruchstelle 31 darstellenden Einkerbung erreicht hat, reißt der
Kolben infolge der überschüssigen Gas- oder Federkraft von der Kolbenstange ab (Fig. 7).
Eine weitere Alternativlösung zur Verbindung von Kolben und Kolbenstange zeigen die Fig. θ und 9. Hier übernimmt
ein zwischen Kolben 318 und Kolbenstange 319 angeordnetes Ventil die vorherbeschriebenen Funktionen von Abscherstift
oder Einkerbung als Sollbruchstellen. Dieses Ventil wird durch einen flanschförmigen Bund 319* am Kolbenstangenende
und eine sich an dem Bund und dem Kolben 318 abstützende
Ventilfeder 32 in Verbindung mit einer in der Kolbenstange angebrachten Längsnut 33 sowie der axial verschiebbaren
Lagerung des Kolbens 318 auf der Kolbenstange 319 gebildet.Die
einer gewissen Gurtlose entsprechende Stellung von Kolben und Kolbenstange zueinander zeigt Fig. 8. Sobald nach der
Zündung der Gaspatrone und einsetzender Bewegung von Kolben und Kolbenstange in Pfeilrichtung (Fig. 8) zum Vorspannen
der Gurte die Gurtkraft an der Kolbenstange die nach einem Grenzwert der Erträglichkeitsgrenze des Gurtbenutzers
bemessene Rückstellkraft der Ventilfeder 32 übersteigt- vergleiche Fig. 9 - öffnet der Gasdruck den durch
die Nut 33 gebildeten Ventildurchlaß und läßt den Gasdruck entweichen, so daß die Kolbenstange nicht über die zulässige
Gurtvorspannkraft hinaus angezogen werden kann.
tansprüche
Claims (9)
1. Sicherheitsgurtanordnung, insbesondere für Kraftfahrzeuge,
mit einer Gurtspannvorrichtung, die durch einen bei Überschreitung einer kritischen Fahrzeugverzögerung ansprechenden Sensor in Tätigkeit gesetzt wird und aus einer
im normalen Betriebszustand des Fahrzeuges durch eine Sperre unter Vorspannung gehaltenen Feder besteht, wobei
die Sperre durch den Sensor betätigbar ist und
bei der Mittel vorgesehen sind, die den Gurtspannweg In
Abhängigkeit von einer bestimmten für den Gurtbenutzer verletzungsungefährlichen GurtSpannkraft begrenzen,
dadurch gekennzeichnet, daß als Mittel zur GurtSpannkraftbegrenzung ein von der Feder (15) in einem Gehäuse
(16, 16', 16") verschiebbar antreibbarer Kolben (18)
vorgesehen ist, der über eine bei Überschreitung eines gewählten Grenzwertes der GurtSpannkraft wirksam werdende
Sollbruchstelle (20, 31, 32, 33) mit einer in Gurtbelastungsrichtung selbstsperrenden, an einem Gurtende
angelenkten Kolbenstange (19) wirkverbunden ist.
2. Sicherheitsgurtanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Kolbenstange (19) und Kolben (18) radial verbindender Stift (20) als Sollbruchstelle dient.
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3. Sicherheitsgurtanordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (219) eine
ringförmige Querschnittsverengung (31) als Sollbruchstelle aufweist.
4. Sicherheitsgurtanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das im wesentlichen Kolben,
Kolbenstange und Feder aufnehmende Gehäuse als Zylinder ausgebildet und daß der Kolben durch eine in Abhängigkeit
von der Fahrzeugverzögerung betätigbare Sperre (17) in einer die Feder (15) gespannt haltenden Ausgangslage
gehalten ist.
5. Sicherheitsgurtanordnung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß ein in Abhängigkeit von der Fahrzeugverzögerung durch einen Sensor steuerbarer
Elektromagnet (26) mit einem als Sperre dienenden, die Gehäusewand radial durchgreifenden Verriegelungsbolzen
(17) in Wirkverbindung steht.
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6. Sicherheitsgurtanordnung nach den Ansprüchen 4 und 5 .__
v^ sowie einem der vorhergehenden Schutzansprüche, |
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse mit einer |
Stirnfläche (16% 116M) am Fahrzeugboden formschlüssig ί
angelenkt ist (12) und an seiner anderen Stirnfläche (16*, 116') eine an sich bekannte Klemmvorrichtung
(22, 23, 24, 25) aufweist, die einen in Gurtbelastungsrichtung unter Federkrafteinwirkung die Kolbenstange
kraftschlüssig in Sperrstellung haltenden Reibkegel (25)
aufweist.
7. Sicherheitsgurtanordnung nach Anspruch 1 und eineai der
übrigen Ansprüche, mit einer Gurtspannvorrichtung, die aus einem im normalen Betriebszustand des Fahrzeuges unter
Verschluß gehaltenen und bei Überschreitung einer kritischen Fahrzeugverzögerung durch einen hierauf ansprechenden
Sensor zur Expansion bringbaren Druckgas sowie einem hiervon antreibbaren, mit dem Gurt über eine Kolbenstange
verbundenen Kolben besteht und bei der Mittel vorgesehen sind, die unabhängig vom möglichen Gurtspannweg bei Erreichen
einer bestimmten, für den Gurtbenutzer verletzungsungefährlichen GurtSpannkraft den Spannvorgang beenden,
dadurch gekennzeichnet, daß als Mittel zur Gurtspannkraftbegrenzung zwischen Kolben (118) und Kolbenstange (119)
angeordnete,eine bei Überschreitung eines Grenzwertes der GurtSpannkraft wirksam werdende Sollbruchstelle (31, 120)
vorgesehen ist, die mit einer an sich bekannten in Gurtbelastungsrichtung
selbstsperrenden Klemmvorrichtung (22, 23, 24, 25) zusammenwirkt.
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8. Sicherheitsgurtanordnung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß als Mittel zur GurtSpannkraftbegrenzung ein in der Verbindung zwischen Kolben (318)
und Kolbenstange (319) angeordnetes unter Federkraft schließendes Ventil (32, 319; 33) vorgesehen ist, derart,
daß bei Überschreitung eines Grenzwertes der Gurtvorspannkraft eine die Rückstellkraft einer Ventilfeder (32)
überwindende Relativbewegung zwischen Kolben und Kolbenstange das Ventil öffnet und die einsetzende Gurtbelastung
die Kolbenstange selbsttätig arretiert.
9. Sicherheitsgurtanordnung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (318) axial verschiebbar auf der eine Ventilöffnung (33) aufweisenden
Kolbenstange (319) gelagert und durch eine Ventilfeder (32) gegen einen flanschförmigen Rand (319') der Kolbenstange abgestützt ist, derart, daß in Ruhestellung des
Kolbens die durch die Ventilfeder bewirkte relative Lage der Ventilöffnung das Ventil geschlossen hält und bei
Überschreitung eines Grenzwertes der GurtSpannkraft und
damit die Überwindung der Rückstellkraft der Ventilfeder das Ventil öffnet.
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Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19737303796 DE7303796U (de) | 1973-02-01 | 1973-02-01 | Sicherheitsgurtanordnung, insbesondere fuer kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19737303796 DE7303796U (de) | 1973-02-01 | 1973-02-01 | Sicherheitsgurtanordnung, insbesondere fuer kraftfahrzeuge |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE7303796U true DE7303796U (de) | 1977-03-31 |
Family
ID=31956003
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19737303796 Expired DE7303796U (de) | 1973-02-01 | 1973-02-01 | Sicherheitsgurtanordnung, insbesondere fuer kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE7303796U (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
EP0599810A2 (de) * | 1989-05-13 | 1994-06-01 | HS Technik und Design Technische Entwicklungen GmbH | Vorrichtung zum Straffen eines Sicherheitsgurtes in einem Fahrzeug, insbesondere Kraftfahrzeug |
-
1973
- 1973-02-01 DE DE19737303796 patent/DE7303796U/de not_active Expired
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
EP0599810A2 (de) * | 1989-05-13 | 1994-06-01 | HS Technik und Design Technische Entwicklungen GmbH | Vorrichtung zum Straffen eines Sicherheitsgurtes in einem Fahrzeug, insbesondere Kraftfahrzeug |
EP0599810A3 (en) * | 1989-05-13 | 1994-06-15 | Hs Tech & Design | Device for tensioning a safety belt in a vehicle, in particular a motor vehicle. |
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