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Vorrichtung zur Bildung einer linearen Anzeige des Meßwertes bei Wiegeeinrichtungen,
insbesondere bei Neigungswaagen, und waagenähnlichen anderen Meßgeräten Die Erfindung
betrifft eine Vorrichtung zur Bildung einer linearen Anzeige des Meßwertes bei Wiegeeinrichtungen,
insbesondere bei Neigungswaagen, und anderen waagenähnlichen Meßgeräten, z. B. radizierenden
Strömungsmessern, Mengenumwertern u. dgl., bei welchen ein Lastband über eine an
der Welle eines Neigungshebels befestigte zentrische Kreisscheibe oder über eine
feste oder verstellbare exzentrische Kreisscheibe geführt ist. Sie besteht darin,
daß an der Welle des Neigungshebels außer der Lastzugscheibe oder' an einem anderen
mit der Welle des Neigungshebels verbundenen Drehzapfen weitere Kreisscheiben befestigt
sind, die je ein beiderseitig mit gleich schweren Hängegewichten belastetes Band
oder Faden tragen und über einen mehr oder weniger großen Winkelbereich ihres Umfanges
an den Stellen, die beim Ausschlag mit dem Band oder Faden zusammenwirken, nach
einer die Ausschlagfehler berichtigenden Kurve ausgebildet sind.
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Es ist bekannt, die Ausschlagfehler einer Neigungswaage durch eine
Kurvenscheibe oder durch einen nach einer oder nach zwei Richtungen hin verstellbaren
Kurvenscheibenexzenter zu beseitigen, an der bzw. dem der veränderliche und meist
große Lastzug wirkt. Doch können hierdurch an sich nur Ausschlagfehler positiven
Vorzeichens behoben werden. Treten negative Ausschlagfehler auf, so ist die ganze
Kurve nachzuarbeiten. Das gilt ebenso für den verstellbaren Kurvenscheibenexzenter,wenn
durch die Exzenterv erstellung alle Ausschlagfehler positiv gemacht werden. Die
genaue Herstellung der Kurve ist aus diesem Grunde und ferner auch noch deshalb
schwierig, weil der Lastzug groß, mit dem
Ausschlag stark veränderlich
und wegen des veränderlichen Hebelarmes keine ständig bleich gerichtete oder lotrechte
Lage des Lastzugbandes gewährleistet ist, was die genaue Bestimmung der Stelle erschwert,
an welcher ein dem Ausschlagfehler entsprechendes bestimmtes Maß herzustellen ist.
Ein Nachteil ist es hierbei außerdem, daß der Ausschlagwinkel des Neigungsgewichtdrehzapfens
klein ist. Beim verstellbaren Exzenter erfordert ferner jede Exzenterverstellung
zahlreiche und daher langwierige Einstellwiederholungen. Denn jede Exzenterverstellung
hat eine Neueinstellung des Neigungsgewichtes zur Wiederherstellung der richtigen
Lage i%1 bei `;'1--I_ast zur Folge. Es ist somit nicht nur die Herstellung der Kurve
schwierig, es gestaltet sich auch die Eichung schwierig, mühsam und zeitraubend.
Auch besteht die Gefahr des U nbrauchbarwerdens des kostspieligen Arbeitsstückes.
Ist der Ausschlag an der Ableseskala für die Gewichtseinheit groß, so ist mit den
erwähnten bekannten Eichv orrichtungen und Eichverfahren keine genügend genaue heseitigung
der Ausschlagfahler zu erwarten und zu erreichen.
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All die erwähnten Nachteile sind mit der Einrichtung. nach der Erfindung
vermieden. Gleich, ob eine zentrisch zylindrische Lastscheibe oder ein fest angeordneter
Lastzugexzenter oder auch ein verstellbarer kreisrunder Lastzugexzenter verwendet
wird, es werden in allen Fällen die Ausschlagfehler nach der in bekannter "'eise
erfolgten Herstellung der richtigen Lagen o-Last und '/,-Last aufgenommen, die Hebelarmunterschiede
an der Kurvenscheibe bzw. der zentrischen Kreisscheibe oder das Abschleifmaß an
der Kurvenscheibe vom Umfang der zentrischen l.-,reisscheibe den aufgenommenen Ausschlagfehlern
im gleichen Verhältnis linear proportional gemacht, welch einfache Beziehung darauf
beruht, daß die Hängegewichte im ganzen Ausschlagbereich konstant sind und nicht
stark veränderlich wie der Lastzug. Dann werden die Ausschlagfehler bei einer bestimmten
Größe des in seinem Hebelarm änderbaren Hängegewichtes bzw. der in ihren Hebelarmen
änderbaren Hängege@@1chte alle zu Null. Ist so die Wirkung des Hängegewichtes änderbar.
so ist der Lastzug in den einzelnen lagen gegeben und nicht zu ändern. Es können
weiter alle Ausschlagfehler, sowohl die Ausschlagfehler positiven als auch die-
negativen. Vorzeichens, in der gleichen gleich einfachen Weise behoben werden. die
positiven Ausschlagfehler finit der einen, die negativen Ausschlagfehler mit der
anderen zweiten Kurvenohne dah ir-endeine Einstellwiederholung notwendig wird. Ein
weiterer Vorzug der l#-'inriclittnig nach der Irrfindung ist darin zu erblicken,
daß die Scheiben für die Hängebe« ichte an einem besonderen Drehzapfen, dein Hängegewichtdrehzapfen,
angeordnet werden können, welcher einen viele Male gröcJeren .l#,tissclilagwinkel
ausführt. Da die Hängegewichte hierdurch viel kleiner ausfallen als der Lastzug,
so verursacht die gleiche Ungenauigkeit in der Herstellung der Kurve auf den Kurvenscheiben
einen viel geringeren verbleibenden Ausschlagfehler bzw. eine viel kleinere Überberichtigung,
welche nach dem gleichen Verfahren, Anordnung zweier weiterer Kurvenscheiben, Aufnahme
der verbleibenden Ausschlagfehler usw., nun um so genauer zu beseitigen sind, als
die Hängegewichte wegen der viel kleineren verbliebenen Ausschlagfehler ebenfalls
um eiii Vielfaches kleiner ausfallen, die gleiche Ungenauigkeit der Kurven auf den
beiden Kurvenscheiben nunmehr nur einen kleinen Bruchteil der schon vorher klein
gemachten verbliebenen Ausschlagfehler verursacht. Auf diese Weise kann die Genauigkeit
wieder jedesmal ihne jede Einstellwiederholung immer weiter getrieben werden, bis
schließlich keine wahrnehmbaren Ausschlagfehler mehr feststellbar sind, der Zeiger
also in allen Lagen praktisch vollkommen fehlerfrei steht, mag der -'-,usschlag
an der Skala für die Gewichtseinheit noch so groß sein. In allen Lagen, in denen
die Atisschlagfehle-r einmal zu Null geniaclit «-orden sind, bleiben sie Null. Es
ist ;aber nicht nur keine Einstellwiederholung erforderlich, sondern auch kein Nacharbeiten
der Kurve. Die Gefahr des Unhrauchbarwerdens des Werkstückes besteht nicht. Außerdem
können die Kurven auf den Kurvenscheiben auf einer Schleifbank mit Schneckenvorschub
des Arbeitsstückes bei Vermeidung jeglichen toten Ganges, durch Hängegewichte, bei
einer Grobskala als Zählerscheibe und einer Feinskala, welche viele Umdrehungen
macht, leicht so genau hergestellt, der ebenso leicht genau zu ermittelnde Hebelarinunterschied
der beiden Hängegewichte an der Kurvenscheibe und der zentrischen Kreisscheibe oder
der Abstand der Kurve vom Umfang der zentrischen Kreisscheibe so genau eingestellt
werden, daß die Ungenauigkeiten in der Herstellung der Kurven wegen ihrer Kleinheit
nur Ausschlagfeliler verursachen, welche selbst bei größter Ablesegenauigkeit unwahrnehnibar
klein bleiben. Ebenso kann auch die Stelle, an welcher das Abschleifmaß auszuführen
ist, mit einem Schneckentrieb sehr genau eingestellt werden, da ja die :@usschlagwinkel
am Hängegewichtdrelizapfen den Wiegegewichten oder lfeßwerten genau linear proportional
sind, da die Fäden oder Bänder, an denen die Hängegewichte hängen, immer eine genau
lotrechte l._agc einnehmen, desgleichen das Verbindungsband
zum
Neigungsgewichtdrehzapfen. Die Eichung ist so bestimmt und sicher, ein-Fach und
genau durchzuführen. Aber auch die Herstellung ist vereinfacht und verbilligt, weil
statt der nachzuarbeitenden Kurvenscheibe, an welcher der Lastzug wirkt, oder an
Stelle des kostspieligen verstellbaren Kurv enscheibenexzenters eine kreisrunde
zentrische Lastscheibe verwendet werden kann, der Lastzug daher auch immer seine
senkrechte Lage oder allgemein die gleiche Richtung beibehält.
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In der schematisch gehaltenen Zeichnung ist die Erfindung in vier
Ausführungs- bzw. Anwendungsbeispielen veranschaulicht.
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Abb. r zeigt die in der Lage o bei o-Last gezeichnete Einrichtung
zur Beseitigung der rAusschlagfehler bei zentrisch zylindrischer Lastscheibe und
bei einem Neigungsgewicht, ,welches bei o-Last senkrecht unterhalb dem Neigungsgew
ichtdrehzapfen liegt, mit einer einzigen Kurve auf einer Kurvenscheibe allein durch
zwei gleich schwere Hängegewichte, von denen das eine an der Kurvenscheibe, das
andere an einer zentrischen Kreisscheibe hängt, Abb. a die hierdurch in eine gerade
Linie übergeführte ursprüngliche Kurve der (aufgenommenen) Ausschlagfehler, Abb.
3 zeigt die in der Lage 1f 2 bei '12-Last gezeichnete Einrichtung zur Beseitigung
der Ausschlagfehler bei zentrisch zylindrischer Lastscheibe und einem Neigungsgewicht,
welches sich bei '/2 -Last senkrecht unterhalb der Drehachse der Welle des Neigungsgewichtes
befindet, durch zwei Hängegewichte an zwei Kurvenscheiben mit je einer Kurve und
einem Hängegewicht an einer zentrischen Kreisscheibe und Abb. 4 die hierdurch in
eine gerade Linie umgebildete ursprüngliche Kurve der (aufgenommenen) Ausschlagfehler,
welche die gleiche ist wie bei einer Neigungswaage mit einem verstellbaren kreisrunden
Lastzugexzenter, bei der das Neigungsgewicht bei o-Last senkrecht unterhalb der
Drehachse der Welle des Neigungsgewichtes liegt; in Abb. 5 ist eine der Abb. 3 ähnliche
in der Lage o bei o-Last gezeichnete Einrichtung zur Beseitigung der Ausschlagfehler
nach Abb. 4. durch zwei Hängegewichte an zwei Kurvenscheiben mit je einer Kurve
und einem Hängegewicht an der zentrischen Kreisscheibe wiedergegeben, Abb. 6 und
7 zeigen die beiden Kurvenscheiben mit je zwei Kurven und insgesamt drei Hängegewichten,
je eines an den beiden Kurvenscheiben und eines an einer zentrischen Kreisscheibe,
in der Lage o bei o-Last für eine Neigungswaage, bei welcher das Neigungsgewicht
bei 1f2 Last senkrecht unterhalb der Drehachse der Welle des Neigungsgewichtes liegt
und der Lastzug auf einen verstellbaren Exzenter wirkt, wozu Abb. 8 die zu berichtigende
Kurve der Ausschlagfehler wiedergibt.
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Nach Abb. i, 3 und 5 sind a der Drehzapfen des Neigungshebels b mit
dem Neigungsgewicht c, d seine Drehachse, e die kreisrunde zentrische Lastscheibe
(Abb. r und 3), f der radial in der Richtung (1-g verstellbare kreisrunde Lastzugexzenter
(Abb.5) mit der Mitte g an Stelle der zentrisch zylindrischen Lastzugscheibe e (wie
in Abb. r und 3), h das Lastzugband, welches zum nicht gezeichneten Lasthebel führt,
i das Verbindungsband oder der Verbindungsfaden vom Neigungsgewichtdrehzapfen a
zum Hängegewichtdrehzapfen h mit seiner Drehachse L und ni, it die Kreisicheiben
für das Verbindungsband i oder den Verbindungsfaden i.
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Nach Abb. r hängen am zentrischen Kreisumfang der am Hängegewichtdrehzapfen
k befestigten zentrischen Kreisscheibe o das Hängegewicht p zur kraftschlüssigen
Anspannung des Verbindungsfadens i und das Hängegewicht q, welches dem auf der anderen
Seite der Drehachse L liegenden und an der sich über den gesamten maximalen Ausschlagwinkel
erstreckenden einzigen Kurve Y wirkenden Hängegewicht s in der Lage o bei o-Last
und ebenso in der Lage';, bei 1J,-Last das Gleichgewicht hält, weil die beiden gleich
großen Hängegewichte q und s in diesen Lagen o und 1f1 an dein gleichen Hebelarm
um die Drehachse 1, dem Radius der zentrischen Kreisscheibe o, wirken und die Kurve
r in den Lagen o und 1 f, in den Umfang der zentrischen Kreisscheibe o übergeht.
An Stelle des Fadens oder Bandes i könnten auch Zahnräder zur kraftschlüssigen Verbindung
der beiden Drehzapfen a und h dienen. Wird der Abstand 0 R = R - R' der Kurve r
(Hebelarm R' der Kurve i- in bezug auf die Drehachse L) vom Umfang der zentrischen
Kreisscheibe o (mit dem Radius R) in jeder Lage den entsprechenden Ausschlagfehlern
t = u - v (Abb. z) der aufgenommenen und als Ordinate in Abhängigkeit
vom Wiegegewicht oder der Belastung (wahrere Meßwert v als Abszissen, unter
15° geneigte gerade Linie v) aufgetragenen Ablesungen u (angezeigter Meßwert
it, Kurve u) an der Ableseskala in gleichem Verhältnis linear proportional gemacht,
welche Auswertung in einer vorgedruckten Tabelle, in welche die Ausschlagfehler
t" = u, - vr und sodann das in einfachster Weise zu errechnende Abschleifmaß
für die einzelnen Lagen x oder Belastungen x eingetragen wird, so-
wird die Kurve it der Zeigerablesungen ii
an der Skala durch die
beiden gleich schweren Hängegewichte q und s an der zentrischen Kreisscheibe o und
an der Kurve r der einzigen Kurvenscheibe in die unter d.5° gegen die Ordinatenachsen
geneigte gerade Linie z umgeformt und geradegestreckt, womit die Ausschlagfehler
t beseitigt sind, da dann der als Ordinate aufgetragene Meßwert (Ablesung
v) in jeder Lage x (bei jedem Wiegegewicht :i#, bei jeder Belastung
x) dem wahren A°Teßwert vx (= dem als Abszisse aufgetragenen wahren Meßwert v, =
Wiegegewicht v,) entspricht. Die beiden Hängegewichte p und q können, da sie stets
an dem gleichen Hebelarm, dem Radius R der zentrischen Kreisscheibe o, wirken, vereinigt
werden, so daß an Stelle der zwei Gewichte p und q an der zentrischen Kreisscheibe
o das einzige Gewicht p-q, wenn das Gewicht p größer als das Gewicht q ist,
statt des Gewichtes p bzw. an Stelle des Gewichtes q das einzige Hängegewicht q-p
tritt, wenn das Gewicht q größer als das Gewicht p ausfällt. Es sind sonach
nur die beiden Hängegewichtes und p-q bzw. q-p erforderlich, das Hängegewicht s
an der Kurvenscheibe (r) und das Hängegewicht p-q bzw. q-p an der zentrischen
Kreisscheibe o. Mit dem konstanten Teil des Zuges am Verbindungsfaden ä oder am
Verbindungsbande i halten sich sodann die Hängegewichte s und p-q bzw. q-p in den
Lagen o und 1/, das Gleichgewicht. Dabei ist vorausgesetzt, daß die richtigen Lagen
o und '/, in bekannter üblicher Weise, Verstellung des Neigungsgewichtes c, herbeigeführt
worden sind. In Umkehrung dieses soeben beschriebenen Verfahrens kann natürlich
auch in üblicher Weise von der richtig eingestellten Lage ausgegangen werden, um
durch zwei Kurven r,, r_ statt einer Kurve r und einem bzw. Zwei Hängegewichten
s, s,, s. die Ausschlagfehler bei o- und 1/,-Last statt den bei 1/2-Last zu beheben.
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Nach Abb. 3 schlägt das Neigungsgewicht c aus der lotrechten Lage
1/2 nach beiden Seiten hin um den gleichen Betrag aus, wobei die Kurve rt, der Zeigerablesungen
nach Abb. ,4 mit den Ausschlagfehlern +. t,, - t_ bei zentrischer Lastzugkreisscheibe
e erhalten wird. Durch zwei an je über eine Hälfte des maximalen :'-#usschlagwinkels
des Drehzapfens k sich erstreckenden Kurven r,, r. wirkende Hängegewichte s" s"
(insgesamt zwei Kurvenscheiben) und zwei gleich schwere Hängegewichte s,, s. an
der zentrischen Kreisscheibe o auf der gegenüberliegenden Seite der Drehachse
I wird wieder die Kurve rr, in die unter .I5° gegen die Ordinatenachsen geneigte
gerade Linie v übergeführt, damit alle 'Ausschlagfeltler t,, t, im ganzen
Meßbereich zum Verschwinden gebracht, wenn die ' radialen Abstände A R" der Kurven
r,. i'. VOM Umfang der zentrischen Kreisscheibe o in den einzelnen Lagen x den aufgenommenen
Ausschlagfehlern t", t.., bei den gleichen Belastungen x irn gleichen Verhältnis
a R"t"xit"";.@ nach der Beziehung
linear proportional gemacht worlen sind. Die gleiche Fehlerkurve 7t, (Abb..I) und
die gleiche @,nordnung der Kurven r" y-., und det-Hängegewichte s,, s@ am Hänge
gewichtdrehzapfen k ergibt sich bei N eigungsivaagen, bei denen nach Abb. 5 das
Neigungsgewicht c in der Lage o bei o-Last senkrecht unterhalb der Drehachse
cl der Welle a des Neigungshebels h liegt und das Lastzugband h an
einem verstellbaren kreisrunden Exzenter f angreift. 1fit der Kurve r, auf der einen
Kurvenscheibe werden mit den beiden gleich großen Hängegewichten s, die Ausschlagfehler
-:- t, positivenVorzeichens, mit der Kurte r., auf der zweiten anderen Kurvenscheibe
werden nach und bei der gezeichneten Anordnung mit den beiden Hängegewichten s.,
die Ausschlagfehler - t. negativen Vorzeichens in genau der gleichen und gleich
einfachen Meise berichtigt und zu Null ,gemacht. Die an der zentrischen Kreisscheibe
o wirkenden Hängegewichte s, und s.. werden mit dem Hängegewicht p, durch welches
das Verbindungsband i oder der Verbindungsfaden i kraftschlüssig angespannt wird,
zu dem einzigen Hängegewicht (Sainnielgewicht) p -r s, -s.,
vereinigt
und zusammengefaßt. Zur bequemen Gewichtsübertragung und zur fehlerfreien Änderung
der an den Kurven r-,, r_ und der an der zentrischen Kreisscheibe hängenden Gewichtes,,
s2 utn gleiche Beträge As,. As, bei der Eichung wird in an sich bei der Eichung
bekannter Weise zu beiden Seiten von der Drehachsel je ein genügend große Sammelgewicht
in Form von kleinen Kugeln oder auch Schrot in behelfsmäßigen Leichtmetallbehältern
angehängt, von dein Gewicht s.. an der Scheibe o auf der gleichen Seite von s, das
Gewichts, (As,) weggenommen und in den an der Kurve ;-, hängenden Behälter gegeben,
bis die Ausschlagfehler t, verschwunden sind, ebenso wird auf der anderen Seite
der Drehachse I vom Gewicht .s, an der Scheibe o auf der gleichen Seite von ,s@
das Gewicht s... (As.,) weggenommen und in den an der Kurve t:, hängenden
Behälter hinzugegeben. bis die :1"usschlagfehler t. alle verschwunden sind. Sodann
ersetzt man die beiden Gewichte an der zentrischen Kreisscheibe o durch das einzige
Hängegewicht p +s, - s. in Stabforin, desgleichen hierauf nacheinander die Gewichtes,
und s.= an den ; beiden Kurvenscheiben durch Gewichte i» Stabform derart, daß hierbei
z. B. bei o-Last
stets die Lage o, richtig erhalten bleibt. Denn
dann bleiben auch die anderen Zeigerlagen richtig erhalten, und die Hängegewichte
sind richtig ersetzt. Die Eichung ist hiernach einfach und bestimmt, zielsicher
und genau ohne jede Einstellwiederholung oder Nacharbeiten der Kurven durchzuführen.
In der Lage o bei o-Last wird das Neigungsgewicht c in Abb. 3 durch ein nicht gezeichnetes
Hängegewicht am Neigungsgewichtdrehzapfen a im Gleichgewicht gehalten. Die stabförmigen
Hängegewichte s1, s, und p + s1 - s. können in üblicher Weise in dünnwandigen Blechröhren
geführt und auch durch Stift und Schlitz in einfacher Weise gegen Drehen gesichert
werden.
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Wirkt bei der Anordnung einer Neigungswaage nach Abb. 3 (Neigungsgewicht
c bei 1/2-Last 'senkrecht unterhalb der Drehachse d des Neigungshebels b) der Lastzug
am Bande h auf einen verstellbaren kreisrunden Exzenter (f, Abb. 5) statt auf eine
zentrische Lastzugkreisscheibe e (wie in Abb. 3), so wird nach Abb. 8 die Kurve
u2 der (aufgenommenen) Ausschlagfehler erhalten, nach welcher durch das bekannte
Eichverfahren der Exzenterverstellung allerdings erst nach zahlreichen Einstellwiederholungen
bereits fünf Ablesepunkte auf die Gerade v zu liegen kommen und die aufgenommenen
Ausschlagfehler -E- t1, - t2, -f- t3, - t4 sind, die in der gleichen beschriebenen
Weise nach Abb.6 und 7 durch die Hängegewichte st an den Kurven r1, r, auf einer
ersten Kurvenscheibe zur Beseitigung der positiven Ausschlagfehler -1- t, und -j--
t3 und durch die Hängegewichte s. an den Kurven r., r4 auf einer zweiten Kurvenscheibe
zur Beseitigung der negativen Ausschlagfehler -t@ und -t4 zu Null gemacht werden,
indem der Hebelarmunterschied -f- R,; zwischen der zentrischen Kreisscheibe o und
den abgeschliffenen Kurven r1, r2, r3, r4 den aufgenommenen Ausschlagfehlern t1,
t2, t3, t4 111 dem gleichen Verhältnis
linear proportional gemacht wird und damit die Fehlerkurve u2 in die gerade Linie
v umgeformt wird. Wegen der symmetrischen Anordnung zur Lage 1/a (Abb. 3) nimmt
auch die Kurve -it, der Ausschlagfehler t einen symmetrischen Verlauf. Es
ist dannn der Größe nach t,;:-- t4 und t2 = t3, weshalb die beiden Kurvenscheiben
mit r1 = r4 und r2 = r3 vollkommen gleich ausfallen und um i8o° versetzt
aufeinandergelegt, gemeinsam aus zwei zentrischen Kreisscheiben o herausgearbeitet
und abgeschliffen werden können. Ebenso wird dann s1 = s2. Hier befinden sich also
auf einer Kurvenscheibe zwei Kurven r1, r3 b,w. r2, r4, welche Vereinfachung dadurch
zustande kommt, daß das Abschleifmaß A R, im gleichen Verhältnis den aufgenommenen
Ausschlagfehlern tr linear proportional gemacht wird.
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Wenn die Kurve u der aufgenommenen Ausschlagfehler t irgendeine beliebige
Form aufweist und beliebig oft, @z. B. y-mal, die Gerade v schneidet, so werden
diese Ausschlagfehler wieder in der gleichen beschriebenen Weise durch zwei Hängegewichte
s1 und s. an zwei Kurvenscheiben zu Null gemacht, von denen die eine Scheibe die
Kurven r1, r3, r;" r, . . . r,-2 zur Beseitigung der positiven Ausschlagfehler
+ t, die andere zweite Kurvenscheibe die Kurven r2, r4, r,, rg . . . r,_1 zur Beseitigung
der negativen Ausschlagfehler - t erhält, da die Hebelarmunterschiede A R, in den
einzelnen Lagen x den aufgenommenen Ausschlagfehlern t, bei den einzelnen Belastungen
x in dem gleichen Verhältnis
linear proportional gemacht werden.
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Es können sich demnach auf jeder von den zwei Kurvenscheiben beliebig
viele Kurven befinden, die Ausschlagfehler werden stets im ganzen Meßbereich mit
nur zwei Hängegewichten s1, s2 beseitigt. Je öfter die Ablesekurve it die Gerade
v schneidet, um so kleiner -fallen die Ausschlagfehler t'aus, um so kleiner
dann auch die Hängegewichte s1, s., um so kleinere Restfehler bleiben bestehen,
um so genauer wird die Fehlerbeseitigung, da dann die gleiche Ungenauigkeit A A
R,. der Kurven r naturgemäß wegen der kleineren Hängegewichte s1, s, einen um so
kleineren verbleibenden Ausschlagfehler verursacht. Setzt man daher das beschriebene
Verfahren fort, indem man auf einer Kurvenscheibe für die Beseitigung der verbliebenen
positiven Ausschlagfehler + t etwa vier oder auch mehr Kurven, auf der anderen zweiten
Kurvenscheibe ebenso für die Beseitigung der verbliebenen negativen Ausschlagfehler
- t auch wieder vier oder auch mehr Kurven nach der Beziehung
aus der zentrischen Kreisscheibe o herausschleift, so werden die Ausschlagfehler
t im ganzen Meßbereich und in der Folge die Hängegewichte s1, s2 immer kleiner.
Auf diese Weise, indem man die Beseitigung der verbleibenden Ausschlagfehler fortsetzt,
gelingt es daher unter allen Umständen, selbst bei
gröl:)tein Skalenausschlag
für die Gewichtsein-1leit oder bei größter Ablesegenauigkeit, die statischen Ausschlagfehler
zum Verschwinden und absolut vollkommen auf Null zu bringen. Da indes auf einer
Schleifbank mit Schneckenvorschub des Werkstückes (Kurvenscheiben) und Vermeidung
jeglichen Totganges (etwa durch Hängegewichte) die Einstellung des Abschleifmaßes
A R. in den einzelnen Lagen :v in äußerst genauer Weise (starke Vergrößerung von
AR, bei zwei Ableseskalen, Grobskala als Zählerscheibe und Feinableseskala, welche
viele Umdrehungen ausführt) vorgenommen werden kann, die Lagen x- ebenso durch einen
Schneckentrieb äußerst genau herzustellen sind, so fallen die Ungenauigkeiten L10
R, der Kurven )- so gering aus, daß zumeist eine einzige Eichung genügt und höchstens
eine zweite Nacheichung erforderlich wird, um alle Ausschlagfehler unwahrnehmbar
klein lti erhalten. Es wird dabei meist genügen, die Ausschlagfehler t für die Lasten
aufzunehmen
und Zwischenwerte durch lineares Interpolieren etwa von Ax-= i,25-' zu L1X=
1,25
zu ermitteln.
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Weist die aufgenommene Ausschlagfehlerkurve tt bzw. t Spitzen
und Zacken auf, so können diese ausgeglichen und der zu erwartende Zackenausgleichfehler
entgegengesetzten Vorzeichens kann im voraus beseitigt werden, indem an der anderen
Kurvenscheibe ( für die Beseitigung der Ausschlagfehler entgegengesetzten Vorzeichens)
in der gleichen Lage mit J R"_.. eine Kurve r" im Zackenausgleichbereich aus der
-zentrischen Kreisscheibe o herausgeschliffen wird, deren radialer Abstand AR" vom
Umfang der zentrischen Kreisscheibe o den Ordinatenunterschieden A t" zwischen der
angenommenen Zackenaus-Isleichkurve lt" bzw. t" und der aufgenoininenen Ausschlagfehlerkurve
tt 1)ziv. t (A t" = zta - tt = tu - t) im gleichen Verhältnis
wie bei den übrigen Kurven r linear proportional gemacht wird, was inliner möglich
ist, weil diese Stellen x" des Zackenausgleichbereiches auf der anderen Kurvenscheibe
stets zentrisch kreisrund und somit zum Abschleifen frei sind, da die Ausschlagfehler
t nur entweder positiv oder negativ sein können.
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``erden die Kurvenscheiben am Neigungsgeii-ijIitdrelizapfen a. angeordnet,
so ist der maximale Aüsschlagwinkel a"", in ungünstiger Weise klein. Die Kurven
r können dann aus einer einzigen zentrischen Kreisscheibe o herausgeschliffen werden.
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Natürlich könnten die Kurven r näherungsweise in üblicher Weise durch
Kreisbögen oder noch genauer durch je zwei Kreisbögen i-on verschiedenem Radius
ersetzt werden. Bei hinreichender Wiederholung des beschriebellen Eichverfahrens
und :Anwendung einer größeren Zahl von Hängegewichten s und voll Kreisbögen kann
auch hierdurch eine hohe Genauigkeit ohne jede Einstellwiederholung erzielt werden.
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Die beschriebene Einrichtung ist auch bei 'Viegeeinrichtungen anderer
Art oder bei waagenähnlichen anderen Meßgerä ten, z. B. bei radizierenden Strömungsnlengenniessern,
bei Mengenumwertern tt, dgl., zu veni-endeii.