DE726099C - Vorrichtung zur Bildung einer linearen Anzeige des Messwertes bei Wiegeeinrichtungen, insbesondere bei Neigungswaagen, und waagenaehnlichen anderen Messgeraeten - Google Patents

Vorrichtung zur Bildung einer linearen Anzeige des Messwertes bei Wiegeeinrichtungen, insbesondere bei Neigungswaagen, und waagenaehnlichen anderen Messgeraeten

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DE726099C
DE726099C DEK159319D DEK0159319D DE726099C DE 726099 C DE726099 C DE 726099C DE K159319 D DEK159319 D DE K159319D DE K0159319 D DEK0159319 D DE K0159319D DE 726099 C DE726099 C DE 726099C
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Dipl-Ing Max Kiblbeck
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MAX KIBLBECK DIPL ING
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Description

  • Vorrichtung zur Bildung einer linearen Anzeige des Meßwertes bei Wiegeeinrichtungen, insbesondere bei Neigungswaagen, und waagenähnlichen anderen Meßgeräten Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bildung einer linearen Anzeige des Meßwertes bei Wiegeeinrichtungen, insbesondere bei Neigungswaagen, und anderen waagenähnlichen Meßgeräten, z. B. radizierenden Strömungsmessern, Mengenumwertern u. dgl., bei welchen ein Lastband über eine an der Welle eines Neigungshebels befestigte zentrische Kreisscheibe oder über eine feste oder verstellbare exzentrische Kreisscheibe geführt ist. Sie besteht darin, daß an der Welle des Neigungshebels außer der Lastzugscheibe oder' an einem anderen mit der Welle des Neigungshebels verbundenen Drehzapfen weitere Kreisscheiben befestigt sind, die je ein beiderseitig mit gleich schweren Hängegewichten belastetes Band oder Faden tragen und über einen mehr oder weniger großen Winkelbereich ihres Umfanges an den Stellen, die beim Ausschlag mit dem Band oder Faden zusammenwirken, nach einer die Ausschlagfehler berichtigenden Kurve ausgebildet sind.
  • Es ist bekannt, die Ausschlagfehler einer Neigungswaage durch eine Kurvenscheibe oder durch einen nach einer oder nach zwei Richtungen hin verstellbaren Kurvenscheibenexzenter zu beseitigen, an der bzw. dem der veränderliche und meist große Lastzug wirkt. Doch können hierdurch an sich nur Ausschlagfehler positiven Vorzeichens behoben werden. Treten negative Ausschlagfehler auf, so ist die ganze Kurve nachzuarbeiten. Das gilt ebenso für den verstellbaren Kurvenscheibenexzenter,wenn durch die Exzenterv erstellung alle Ausschlagfehler positiv gemacht werden. Die genaue Herstellung der Kurve ist aus diesem Grunde und ferner auch noch deshalb schwierig, weil der Lastzug groß, mit dem Ausschlag stark veränderlich und wegen des veränderlichen Hebelarmes keine ständig bleich gerichtete oder lotrechte Lage des Lastzugbandes gewährleistet ist, was die genaue Bestimmung der Stelle erschwert, an welcher ein dem Ausschlagfehler entsprechendes bestimmtes Maß herzustellen ist. Ein Nachteil ist es hierbei außerdem, daß der Ausschlagwinkel des Neigungsgewichtdrehzapfens klein ist. Beim verstellbaren Exzenter erfordert ferner jede Exzenterverstellung zahlreiche und daher langwierige Einstellwiederholungen. Denn jede Exzenterverstellung hat eine Neueinstellung des Neigungsgewichtes zur Wiederherstellung der richtigen Lage i%1 bei `;'1--I_ast zur Folge. Es ist somit nicht nur die Herstellung der Kurve schwierig, es gestaltet sich auch die Eichung schwierig, mühsam und zeitraubend. Auch besteht die Gefahr des U nbrauchbarwerdens des kostspieligen Arbeitsstückes. Ist der Ausschlag an der Ableseskala für die Gewichtseinheit groß, so ist mit den erwähnten bekannten Eichv orrichtungen und Eichverfahren keine genügend genaue heseitigung der Ausschlagfahler zu erwarten und zu erreichen.
  • All die erwähnten Nachteile sind mit der Einrichtung. nach der Erfindung vermieden. Gleich, ob eine zentrisch zylindrische Lastscheibe oder ein fest angeordneter Lastzugexzenter oder auch ein verstellbarer kreisrunder Lastzugexzenter verwendet wird, es werden in allen Fällen die Ausschlagfehler nach der in bekannter "'eise erfolgten Herstellung der richtigen Lagen o-Last und '/,-Last aufgenommen, die Hebelarmunterschiede an der Kurvenscheibe bzw. der zentrischen Kreisscheibe oder das Abschleifmaß an der Kurvenscheibe vom Umfang der zentrischen l.-,reisscheibe den aufgenommenen Ausschlagfehlern im gleichen Verhältnis linear proportional gemacht, welch einfache Beziehung darauf beruht, daß die Hängegewichte im ganzen Ausschlagbereich konstant sind und nicht stark veränderlich wie der Lastzug. Dann werden die Ausschlagfehler bei einer bestimmten Größe des in seinem Hebelarm änderbaren Hängegewichtes bzw. der in ihren Hebelarmen änderbaren Hängege@@1chte alle zu Null. Ist so die Wirkung des Hängegewichtes änderbar. so ist der Lastzug in den einzelnen lagen gegeben und nicht zu ändern. Es können weiter alle Ausschlagfehler, sowohl die Ausschlagfehler positiven als auch die- negativen. Vorzeichens, in der gleichen gleich einfachen Weise behoben werden. die positiven Ausschlagfehler finit der einen, die negativen Ausschlagfehler mit der anderen zweiten Kurvenohne dah ir-endeine Einstellwiederholung notwendig wird. Ein weiterer Vorzug der l#-'inriclittnig nach der Irrfindung ist darin zu erblicken, daß die Scheiben für die Hängebe« ichte an einem besonderen Drehzapfen, dein Hängegewichtdrehzapfen, angeordnet werden können, welcher einen viele Male gröcJeren .l#,tissclilagwinkel ausführt. Da die Hängegewichte hierdurch viel kleiner ausfallen als der Lastzug, so verursacht die gleiche Ungenauigkeit in der Herstellung der Kurve auf den Kurvenscheiben einen viel geringeren verbleibenden Ausschlagfehler bzw. eine viel kleinere Überberichtigung, welche nach dem gleichen Verfahren, Anordnung zweier weiterer Kurvenscheiben, Aufnahme der verbleibenden Ausschlagfehler usw., nun um so genauer zu beseitigen sind, als die Hängegewichte wegen der viel kleineren verbliebenen Ausschlagfehler ebenfalls um eiii Vielfaches kleiner ausfallen, die gleiche Ungenauigkeit der Kurven auf den beiden Kurvenscheiben nunmehr nur einen kleinen Bruchteil der schon vorher klein gemachten verbliebenen Ausschlagfehler verursacht. Auf diese Weise kann die Genauigkeit wieder jedesmal ihne jede Einstellwiederholung immer weiter getrieben werden, bis schließlich keine wahrnehmbaren Ausschlagfehler mehr feststellbar sind, der Zeiger also in allen Lagen praktisch vollkommen fehlerfrei steht, mag der -'-,usschlag an der Skala für die Gewichtseinheit noch so groß sein. In allen Lagen, in denen die Atisschlagfehle-r einmal zu Null geniaclit «-orden sind, bleiben sie Null. Es ist ;aber nicht nur keine Einstellwiederholung erforderlich, sondern auch kein Nacharbeiten der Kurve. Die Gefahr des Unhrauchbarwerdens des Werkstückes besteht nicht. Außerdem können die Kurven auf den Kurvenscheiben auf einer Schleifbank mit Schneckenvorschub des Arbeitsstückes bei Vermeidung jeglichen toten Ganges, durch Hängegewichte, bei einer Grobskala als Zählerscheibe und einer Feinskala, welche viele Umdrehungen macht, leicht so genau hergestellt, der ebenso leicht genau zu ermittelnde Hebelarinunterschied der beiden Hängegewichte an der Kurvenscheibe und der zentrischen Kreisscheibe oder der Abstand der Kurve vom Umfang der zentrischen Kreisscheibe so genau eingestellt werden, daß die Ungenauigkeiten in der Herstellung der Kurven wegen ihrer Kleinheit nur Ausschlagfeliler verursachen, welche selbst bei größter Ablesegenauigkeit unwahrnehnibar klein bleiben. Ebenso kann auch die Stelle, an welcher das Abschleifmaß auszuführen ist, mit einem Schneckentrieb sehr genau eingestellt werden, da ja die :@usschlagwinkel am Hängegewichtdrelizapfen den Wiegegewichten oder lfeßwerten genau linear proportional sind, da die Fäden oder Bänder, an denen die Hängegewichte hängen, immer eine genau lotrechte l._agc einnehmen, desgleichen das Verbindungsband zum Neigungsgewichtdrehzapfen. Die Eichung ist so bestimmt und sicher, ein-Fach und genau durchzuführen. Aber auch die Herstellung ist vereinfacht und verbilligt, weil statt der nachzuarbeitenden Kurvenscheibe, an welcher der Lastzug wirkt, oder an Stelle des kostspieligen verstellbaren Kurv enscheibenexzenters eine kreisrunde zentrische Lastscheibe verwendet werden kann, der Lastzug daher auch immer seine senkrechte Lage oder allgemein die gleiche Richtung beibehält.
  • In der schematisch gehaltenen Zeichnung ist die Erfindung in vier Ausführungs- bzw. Anwendungsbeispielen veranschaulicht.
  • Abb. r zeigt die in der Lage o bei o-Last gezeichnete Einrichtung zur Beseitigung der rAusschlagfehler bei zentrisch zylindrischer Lastscheibe und bei einem Neigungsgewicht, ,welches bei o-Last senkrecht unterhalb dem Neigungsgew ichtdrehzapfen liegt, mit einer einzigen Kurve auf einer Kurvenscheibe allein durch zwei gleich schwere Hängegewichte, von denen das eine an der Kurvenscheibe, das andere an einer zentrischen Kreisscheibe hängt, Abb. a die hierdurch in eine gerade Linie übergeführte ursprüngliche Kurve der (aufgenommenen) Ausschlagfehler, Abb. 3 zeigt die in der Lage 1f 2 bei '12-Last gezeichnete Einrichtung zur Beseitigung der Ausschlagfehler bei zentrisch zylindrischer Lastscheibe und einem Neigungsgewicht, welches sich bei '/2 -Last senkrecht unterhalb der Drehachse der Welle des Neigungsgewichtes befindet, durch zwei Hängegewichte an zwei Kurvenscheiben mit je einer Kurve und einem Hängegewicht an einer zentrischen Kreisscheibe und Abb. 4 die hierdurch in eine gerade Linie umgebildete ursprüngliche Kurve der (aufgenommenen) Ausschlagfehler, welche die gleiche ist wie bei einer Neigungswaage mit einem verstellbaren kreisrunden Lastzugexzenter, bei der das Neigungsgewicht bei o-Last senkrecht unterhalb der Drehachse der Welle des Neigungsgewichtes liegt; in Abb. 5 ist eine der Abb. 3 ähnliche in der Lage o bei o-Last gezeichnete Einrichtung zur Beseitigung der Ausschlagfehler nach Abb. 4. durch zwei Hängegewichte an zwei Kurvenscheiben mit je einer Kurve und einem Hängegewicht an der zentrischen Kreisscheibe wiedergegeben, Abb. 6 und 7 zeigen die beiden Kurvenscheiben mit je zwei Kurven und insgesamt drei Hängegewichten, je eines an den beiden Kurvenscheiben und eines an einer zentrischen Kreisscheibe, in der Lage o bei o-Last für eine Neigungswaage, bei welcher das Neigungsgewicht bei 1f2 Last senkrecht unterhalb der Drehachse der Welle des Neigungsgewichtes liegt und der Lastzug auf einen verstellbaren Exzenter wirkt, wozu Abb. 8 die zu berichtigende Kurve der Ausschlagfehler wiedergibt.
  • Nach Abb. i, 3 und 5 sind a der Drehzapfen des Neigungshebels b mit dem Neigungsgewicht c, d seine Drehachse, e die kreisrunde zentrische Lastscheibe (Abb. r und 3), f der radial in der Richtung (1-g verstellbare kreisrunde Lastzugexzenter (Abb.5) mit der Mitte g an Stelle der zentrisch zylindrischen Lastzugscheibe e (wie in Abb. r und 3), h das Lastzugband, welches zum nicht gezeichneten Lasthebel führt, i das Verbindungsband oder der Verbindungsfaden vom Neigungsgewichtdrehzapfen a zum Hängegewichtdrehzapfen h mit seiner Drehachse L und ni, it die Kreisicheiben für das Verbindungsband i oder den Verbindungsfaden i.
  • Nach Abb. r hängen am zentrischen Kreisumfang der am Hängegewichtdrehzapfen k befestigten zentrischen Kreisscheibe o das Hängegewicht p zur kraftschlüssigen Anspannung des Verbindungsfadens i und das Hängegewicht q, welches dem auf der anderen Seite der Drehachse L liegenden und an der sich über den gesamten maximalen Ausschlagwinkel erstreckenden einzigen Kurve Y wirkenden Hängegewicht s in der Lage o bei o-Last und ebenso in der Lage';, bei 1J,-Last das Gleichgewicht hält, weil die beiden gleich großen Hängegewichte q und s in diesen Lagen o und 1f1 an dein gleichen Hebelarm um die Drehachse 1, dem Radius der zentrischen Kreisscheibe o, wirken und die Kurve r in den Lagen o und 1 f, in den Umfang der zentrischen Kreisscheibe o übergeht. An Stelle des Fadens oder Bandes i könnten auch Zahnräder zur kraftschlüssigen Verbindung der beiden Drehzapfen a und h dienen. Wird der Abstand 0 R = R - R' der Kurve r (Hebelarm R' der Kurve i- in bezug auf die Drehachse L) vom Umfang der zentrischen Kreisscheibe o (mit dem Radius R) in jeder Lage den entsprechenden Ausschlagfehlern t = u - v (Abb. z) der aufgenommenen und als Ordinate in Abhängigkeit vom Wiegegewicht oder der Belastung (wahrere Meßwert v als Abszissen, unter 15° geneigte gerade Linie v) aufgetragenen Ablesungen u (angezeigter Meßwert it, Kurve u) an der Ableseskala in gleichem Verhältnis linear proportional gemacht, welche Auswertung in einer vorgedruckten Tabelle, in welche die Ausschlagfehler t" = u, - vr und sodann das in einfachster Weise zu errechnende Abschleifmaß für die einzelnen Lagen x oder Belastungen x eingetragen wird, so- wird die Kurve it der Zeigerablesungen ii an der Skala durch die beiden gleich schweren Hängegewichte q und s an der zentrischen Kreisscheibe o und an der Kurve r der einzigen Kurvenscheibe in die unter d.5° gegen die Ordinatenachsen geneigte gerade Linie z umgeformt und geradegestreckt, womit die Ausschlagfehler t beseitigt sind, da dann der als Ordinate aufgetragene Meßwert (Ablesung v) in jeder Lage x (bei jedem Wiegegewicht :i#, bei jeder Belastung x) dem wahren A°Teßwert vx (= dem als Abszisse aufgetragenen wahren Meßwert v, = Wiegegewicht v,) entspricht. Die beiden Hängegewichte p und q können, da sie stets an dem gleichen Hebelarm, dem Radius R der zentrischen Kreisscheibe o, wirken, vereinigt werden, so daß an Stelle der zwei Gewichte p und q an der zentrischen Kreisscheibe o das einzige Gewicht p-q, wenn das Gewicht p größer als das Gewicht q ist, statt des Gewichtes p bzw. an Stelle des Gewichtes q das einzige Hängegewicht q-p tritt, wenn das Gewicht q größer als das Gewicht p ausfällt. Es sind sonach nur die beiden Hängegewichtes und p-q bzw. q-p erforderlich, das Hängegewicht s an der Kurvenscheibe (r) und das Hängegewicht p-q bzw. q-p an der zentrischen Kreisscheibe o. Mit dem konstanten Teil des Zuges am Verbindungsfaden ä oder am Verbindungsbande i halten sich sodann die Hängegewichte s und p-q bzw. q-p in den Lagen o und 1/, das Gleichgewicht. Dabei ist vorausgesetzt, daß die richtigen Lagen o und '/, in bekannter üblicher Weise, Verstellung des Neigungsgewichtes c, herbeigeführt worden sind. In Umkehrung dieses soeben beschriebenen Verfahrens kann natürlich auch in üblicher Weise von der richtig eingestellten Lage ausgegangen werden, um durch zwei Kurven r,, r_ statt einer Kurve r und einem bzw. Zwei Hängegewichten s, s,, s. die Ausschlagfehler bei o- und 1/,-Last statt den bei 1/2-Last zu beheben.
  • Nach Abb. 3 schlägt das Neigungsgewicht c aus der lotrechten Lage 1/2 nach beiden Seiten hin um den gleichen Betrag aus, wobei die Kurve rt, der Zeigerablesungen nach Abb. ,4 mit den Ausschlagfehlern +. t,, - t_ bei zentrischer Lastzugkreisscheibe e erhalten wird. Durch zwei an je über eine Hälfte des maximalen :'-#usschlagwinkels des Drehzapfens k sich erstreckenden Kurven r,, r. wirkende Hängegewichte s" s" (insgesamt zwei Kurvenscheiben) und zwei gleich schwere Hängegewichte s,, s. an der zentrischen Kreisscheibe o auf der gegenüberliegenden Seite der Drehachse I wird wieder die Kurve rr, in die unter .I5° gegen die Ordinatenachsen geneigte gerade Linie v übergeführt, damit alle 'Ausschlagfeltler t,, t, im ganzen Meßbereich zum Verschwinden gebracht, wenn die ' radialen Abstände A R" der Kurven r,. i'. VOM Umfang der zentrischen Kreisscheibe o in den einzelnen Lagen x den aufgenommenen Ausschlagfehlern t", t.., bei den gleichen Belastungen x irn gleichen Verhältnis a R"t"xit"";.@ nach der Beziehung linear proportional gemacht worlen sind. Die gleiche Fehlerkurve 7t, (Abb..I) und die gleiche @,nordnung der Kurven r" y-., und det-Hängegewichte s,, s@ am Hänge gewichtdrehzapfen k ergibt sich bei N eigungsivaagen, bei denen nach Abb. 5 das Neigungsgewicht c in der Lage o bei o-Last senkrecht unterhalb der Drehachse cl der Welle a des Neigungshebels h liegt und das Lastzugband h an einem verstellbaren kreisrunden Exzenter f angreift. 1fit der Kurve r, auf der einen Kurvenscheibe werden mit den beiden gleich großen Hängegewichten s, die Ausschlagfehler -:- t, positivenVorzeichens, mit der Kurte r., auf der zweiten anderen Kurvenscheibe werden nach und bei der gezeichneten Anordnung mit den beiden Hängegewichten s., die Ausschlagfehler - t. negativen Vorzeichens in genau der gleichen und gleich einfachen Meise berichtigt und zu Null ,gemacht. Die an der zentrischen Kreisscheibe o wirkenden Hängegewichte s, und s.. werden mit dem Hängegewicht p, durch welches das Verbindungsband i oder der Verbindungsfaden i kraftschlüssig angespannt wird, zu dem einzigen Hängegewicht (Sainnielgewicht) p -r s, -s., vereinigt und zusammengefaßt. Zur bequemen Gewichtsübertragung und zur fehlerfreien Änderung der an den Kurven r-,, r_ und der an der zentrischen Kreisscheibe hängenden Gewichtes,, s2 utn gleiche Beträge As,. As, bei der Eichung wird in an sich bei der Eichung bekannter Weise zu beiden Seiten von der Drehachsel je ein genügend große Sammelgewicht in Form von kleinen Kugeln oder auch Schrot in behelfsmäßigen Leichtmetallbehältern angehängt, von dein Gewicht s.. an der Scheibe o auf der gleichen Seite von s, das Gewichts, (As,) weggenommen und in den an der Kurve ;-, hängenden Behälter gegeben, bis die Ausschlagfehler t, verschwunden sind, ebenso wird auf der anderen Seite der Drehachse I vom Gewicht .s, an der Scheibe o auf der gleichen Seite von ,s@ das Gewicht s... (As.,) weggenommen und in den an der Kurve t:, hängenden Behälter hinzugegeben. bis die :1"usschlagfehler t. alle verschwunden sind. Sodann ersetzt man die beiden Gewichte an der zentrischen Kreisscheibe o durch das einzige Hängegewicht p +s, - s. in Stabforin, desgleichen hierauf nacheinander die Gewichtes, und s.= an den ; beiden Kurvenscheiben durch Gewichte i» Stabform derart, daß hierbei z. B. bei o-Last stets die Lage o, richtig erhalten bleibt. Denn dann bleiben auch die anderen Zeigerlagen richtig erhalten, und die Hängegewichte sind richtig ersetzt. Die Eichung ist hiernach einfach und bestimmt, zielsicher und genau ohne jede Einstellwiederholung oder Nacharbeiten der Kurven durchzuführen. In der Lage o bei o-Last wird das Neigungsgewicht c in Abb. 3 durch ein nicht gezeichnetes Hängegewicht am Neigungsgewichtdrehzapfen a im Gleichgewicht gehalten. Die stabförmigen Hängegewichte s1, s, und p + s1 - s. können in üblicher Weise in dünnwandigen Blechröhren geführt und auch durch Stift und Schlitz in einfacher Weise gegen Drehen gesichert werden.
  • Wirkt bei der Anordnung einer Neigungswaage nach Abb. 3 (Neigungsgewicht c bei 1/2-Last 'senkrecht unterhalb der Drehachse d des Neigungshebels b) der Lastzug am Bande h auf einen verstellbaren kreisrunden Exzenter (f, Abb. 5) statt auf eine zentrische Lastzugkreisscheibe e (wie in Abb. 3), so wird nach Abb. 8 die Kurve u2 der (aufgenommenen) Ausschlagfehler erhalten, nach welcher durch das bekannte Eichverfahren der Exzenterverstellung allerdings erst nach zahlreichen Einstellwiederholungen bereits fünf Ablesepunkte auf die Gerade v zu liegen kommen und die aufgenommenen Ausschlagfehler -E- t1, - t2, -f- t3, - t4 sind, die in der gleichen beschriebenen Weise nach Abb.6 und 7 durch die Hängegewichte st an den Kurven r1, r, auf einer ersten Kurvenscheibe zur Beseitigung der positiven Ausschlagfehler -1- t, und -j-- t3 und durch die Hängegewichte s. an den Kurven r., r4 auf einer zweiten Kurvenscheibe zur Beseitigung der negativen Ausschlagfehler -t@ und -t4 zu Null gemacht werden, indem der Hebelarmunterschied -f- R,; zwischen der zentrischen Kreisscheibe o und den abgeschliffenen Kurven r1, r2, r3, r4 den aufgenommenen Ausschlagfehlern t1, t2, t3, t4 111 dem gleichen Verhältnis linear proportional gemacht wird und damit die Fehlerkurve u2 in die gerade Linie v umgeformt wird. Wegen der symmetrischen Anordnung zur Lage 1/a (Abb. 3) nimmt auch die Kurve -it, der Ausschlagfehler t einen symmetrischen Verlauf. Es ist dannn der Größe nach t,;:-- t4 und t2 = t3, weshalb die beiden Kurvenscheiben mit r1 = r4 und r2 = r3 vollkommen gleich ausfallen und um i8o° versetzt aufeinandergelegt, gemeinsam aus zwei zentrischen Kreisscheiben o herausgearbeitet und abgeschliffen werden können. Ebenso wird dann s1 = s2. Hier befinden sich also auf einer Kurvenscheibe zwei Kurven r1, r3 b,w. r2, r4, welche Vereinfachung dadurch zustande kommt, daß das Abschleifmaß A R, im gleichen Verhältnis den aufgenommenen Ausschlagfehlern tr linear proportional gemacht wird.
  • Wenn die Kurve u der aufgenommenen Ausschlagfehler t irgendeine beliebige Form aufweist und beliebig oft, @z. B. y-mal, die Gerade v schneidet, so werden diese Ausschlagfehler wieder in der gleichen beschriebenen Weise durch zwei Hängegewichte s1 und s. an zwei Kurvenscheiben zu Null gemacht, von denen die eine Scheibe die Kurven r1, r3, r;" r, . . . r,-2 zur Beseitigung der positiven Ausschlagfehler + t, die andere zweite Kurvenscheibe die Kurven r2, r4, r,, rg . . . r,_1 zur Beseitigung der negativen Ausschlagfehler - t erhält, da die Hebelarmunterschiede A R, in den einzelnen Lagen x den aufgenommenen Ausschlagfehlern t, bei den einzelnen Belastungen x in dem gleichen Verhältnis linear proportional gemacht werden.
  • Es können sich demnach auf jeder von den zwei Kurvenscheiben beliebig viele Kurven befinden, die Ausschlagfehler werden stets im ganzen Meßbereich mit nur zwei Hängegewichten s1, s2 beseitigt. Je öfter die Ablesekurve it die Gerade v schneidet, um so kleiner -fallen die Ausschlagfehler t'aus, um so kleiner dann auch die Hängegewichte s1, s., um so kleinere Restfehler bleiben bestehen, um so genauer wird die Fehlerbeseitigung, da dann die gleiche Ungenauigkeit A A R,. der Kurven r naturgemäß wegen der kleineren Hängegewichte s1, s, einen um so kleineren verbleibenden Ausschlagfehler verursacht. Setzt man daher das beschriebene Verfahren fort, indem man auf einer Kurvenscheibe für die Beseitigung der verbliebenen positiven Ausschlagfehler + t etwa vier oder auch mehr Kurven, auf der anderen zweiten Kurvenscheibe ebenso für die Beseitigung der verbliebenen negativen Ausschlagfehler - t auch wieder vier oder auch mehr Kurven nach der Beziehung aus der zentrischen Kreisscheibe o herausschleift, so werden die Ausschlagfehler t im ganzen Meßbereich und in der Folge die Hängegewichte s1, s2 immer kleiner. Auf diese Weise, indem man die Beseitigung der verbleibenden Ausschlagfehler fortsetzt, gelingt es daher unter allen Umständen, selbst bei gröl:)tein Skalenausschlag für die Gewichtsein-1leit oder bei größter Ablesegenauigkeit, die statischen Ausschlagfehler zum Verschwinden und absolut vollkommen auf Null zu bringen. Da indes auf einer Schleifbank mit Schneckenvorschub des Werkstückes (Kurvenscheiben) und Vermeidung jeglichen Totganges (etwa durch Hängegewichte) die Einstellung des Abschleifmaßes A R. in den einzelnen Lagen :v in äußerst genauer Weise (starke Vergrößerung von AR, bei zwei Ableseskalen, Grobskala als Zählerscheibe und Feinableseskala, welche viele Umdrehungen ausführt) vorgenommen werden kann, die Lagen x- ebenso durch einen Schneckentrieb äußerst genau herzustellen sind, so fallen die Ungenauigkeiten L10 R, der Kurven )- so gering aus, daß zumeist eine einzige Eichung genügt und höchstens eine zweite Nacheichung erforderlich wird, um alle Ausschlagfehler unwahrnehmbar klein lti erhalten. Es wird dabei meist genügen, die Ausschlagfehler t für die Lasten aufzunehmen und Zwischenwerte durch lineares Interpolieren etwa von Ax-= i,25-' zu L1X= 1,25 zu ermitteln.
  • Weist die aufgenommene Ausschlagfehlerkurve tt bzw. t Spitzen und Zacken auf, so können diese ausgeglichen und der zu erwartende Zackenausgleichfehler entgegengesetzten Vorzeichens kann im voraus beseitigt werden, indem an der anderen Kurvenscheibe ( für die Beseitigung der Ausschlagfehler entgegengesetzten Vorzeichens) in der gleichen Lage mit J R"_.. eine Kurve r" im Zackenausgleichbereich aus der -zentrischen Kreisscheibe o herausgeschliffen wird, deren radialer Abstand AR" vom Umfang der zentrischen Kreisscheibe o den Ordinatenunterschieden A t" zwischen der angenommenen Zackenaus-Isleichkurve lt" bzw. t" und der aufgenoininenen Ausschlagfehlerkurve tt 1)ziv. t (A t" = zta - tt = tu - t) im gleichen Verhältnis wie bei den übrigen Kurven r linear proportional gemacht wird, was inliner möglich ist, weil diese Stellen x" des Zackenausgleichbereiches auf der anderen Kurvenscheibe stets zentrisch kreisrund und somit zum Abschleifen frei sind, da die Ausschlagfehler t nur entweder positiv oder negativ sein können.
  • ``erden die Kurvenscheiben am Neigungsgeii-ijIitdrelizapfen a. angeordnet, so ist der maximale Aüsschlagwinkel a"", in ungünstiger Weise klein. Die Kurven r können dann aus einer einzigen zentrischen Kreisscheibe o herausgeschliffen werden.
  • Natürlich könnten die Kurven r näherungsweise in üblicher Weise durch Kreisbögen oder noch genauer durch je zwei Kreisbögen i-on verschiedenem Radius ersetzt werden. Bei hinreichender Wiederholung des beschriebellen Eichverfahrens und :Anwendung einer größeren Zahl von Hängegewichten s und voll Kreisbögen kann auch hierdurch eine hohe Genauigkeit ohne jede Einstellwiederholung erzielt werden.
  • Die beschriebene Einrichtung ist auch bei 'Viegeeinrichtungen anderer Art oder bei waagenähnlichen anderen Meßgerä ten, z. B. bei radizierenden Strömungsnlengenniessern, bei Mengenumwertern tt, dgl., zu veni-endeii.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zur Bildung einer Iiliea- ren Anzeige des Mel)wertes bei Wiegeein- richtungen, insbesondere bei Neigungs- waagen und waagenähnl ichen andere il Hell- geräten (z. B. radizierenden Strömungs- messern, 1leilgennmwertern u. dgl.), bei welchen ein Lastband über eine an der Welle eines @,"eigungshebels befestigte zentrische oder über eine feste oder ver- stellbare exzentrische Kreisscheibe ge- führt ist, dadurch gekennzeichnet, daß all der Welle (a) des -Neigtingsllel>els (b) außer der Lastzugscheibe (e) oder an einem finit der Welle des Neiguiigsl)ellels verbundenen anderen Drehzarten (l,#) weitere Kreischeiben (o) befestigt silid. die je ein beiderseitig finit gleich schweren Hängegewichten (s, !1, s1, 8..) belastetes Fand oder Faden tragen und über einen mehr oder weniger großen Winkelbereich ihres Umfanges all (]en Stellen, die beine Ausschlag mit dein Band oder Fadeil zti- sannnenwirken, nach einer die Atisschlag- fehler berichtigendentti-i-e (r: r*l, 7-:@: rl. )-2, 1'g, 1'4; )"l. )"_, r l, Y4 . . . )y#-1) ;lilsgel)il,let sind. 2. Vorrichtung nach Anspruch i da- durch gel:ennzeicliiiet, dalder radiale A1)- s s tand (AR,) der Kurven ( r; rl, ;,.,: r1, r.,. r31 j 4 # r1., j#:2# r3, r4. . jy-1)` vom Unifang der zentrischen Kreisscheibe (o) in den einzelnen Lagen (x) den aufgenoininenen Ausschlagfehlern (t; t1, t_: t1, 411 t3, 14; 'l- t., t3, t4 ... t,_1) linear.proportional und i-orteilhafterweise im gleichen Verhältnis linear proportional gemacht wird.
DEK159319D 1940-11-21 1940-11-21 Vorrichtung zur Bildung einer linearen Anzeige des Messwertes bei Wiegeeinrichtungen, insbesondere bei Neigungswaagen, und waagenaehnlichen anderen Messgeraeten Expired DE726099C (de)

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