DE72587C - Verfahren und Vorrichtung, um Zeichnungen vorübergehend für Lichtpausverfahren geeignet zu machen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung, um Zeichnungen vorübergehend für Lichtpausverfahren geeignet zu machen

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DE72587C
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Germany
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alcohol
gasoline
same
baths
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Application number
DENDAT72587D
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English (en)
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C. HOHL in Zweibrücken
Publication of DE72587C publication Critical patent/DE72587C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C11/00Auxiliary processes in photography
    • G03C11/22Preparing plates or films for the manufacture of photographic negatives by non-photographic processes

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Details Or Accessories Of Spraying Plant Or Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 57: Photographs.
CARL HOHL in ZWEIBRÜCKEN.
zu machen.
Gegenwärtiger Erfindung liegt ein Verfahren mit den hierzu nöthigen Apparaten zu Grunde, um auf mehr oder weniger starkem Papier gefertigte Zeichnungen ohne Nachtheil für dieselben direct für den Lichtpausprocefs verwenden zu können.
Zu letzterem Zweck mufsten bisher von derartigen Zeichnungen vorerst Copien auf Pauspapier genommen werden, um so geeignete Negative zu erhalten. Dies war nicht nur zeitraubend, sondern auch kostspielig, abgesehen davon, dafs die Genauigkeit der so hergestellten Pausen oft zu wünschen übrig liefs.
Diese Uebelstände zu beseitigen und eine directe Herstellung der Lichtpausen von den Originalzeichnungen zu ermöglichen, ist der Zweck vorliegender Erfindung.
In erster Linie handelt es sich hierbei darum, das mit der betreffenden Zeichnung versehene Papier, mag dies nun dick oder dünn sein, so stark transparent zu machen, dafs es irf Bezug auf Lichtdurchlässigkeit dem gewöhnlichen Pauspapier vollständig gleichkommt. Dies geschieht mittelst destillirten oder gereinigten Paraffin Öls.
Die Zeichnung wird mit der Rückseite nach oben auf eine Tischplatte geheftet und das OeI mit etwas Watte so lange auf dieselbe aufgetragen, bis dasselbe langsam in das Papier eindringt, worauf nochmals eine dicke Schicht OeI aufgetragen wird; in diesem Zustand läfst man die Zeichnung so lange liegen, bis auch dieses OeI vollständig in die Poren des Papiers gedrungen ist und sich keine weifsen Stellen mehr zeigen. Das Papier wird dadurch aufserordentlich transparent, so dafs sich auch die feinsten Linien haarscharf auf der Rückseite zeigen.
Käme nun die Zeichnung in diesem Zustand in einen Lichtpausapparat, so würde sich namentlich bei hohem Druck das Fett auf der Rückseite herauspressen und dem anliegenden Lichtpauspapier mittheilen. Um dies zu verhindern, überzieht man, nachdem das Fett ganz eingezogen bezw. das übrige mit trockener Watte abgerieben worden ist, die Zeichnung auf der Rückseite mit einer feinen Schicht hellen Alkohollackes von folgender Zusammensetzung: 58 pCt. luftgebleichter Schellack, ,38,5 pCt. absoluter Alkohol, 3,5 pCt. Copaviabalsam. Von diesem Lack wird mittelst Pinsels oder Watte ein zweimaliger Ueberzug gegeben. Jeder derselben ist in ca. 5 Minuten trocken; dabei mufs nachgesehen werden, ob sich keine blöde Stelle auf der Rückseite mehr zeigt, bezw. ob überall gleich gut gedeckt ist. Sodann (oder auch vorher) wird das etwa auf die Vorderseite durchgedrungene OeI mittelst Watte abgerieben. Die Zeichnungen dürfen im transparenten Zustande vor dem Belichten nicht geknickt, sondern nur gerollt werden, da sonst an der Lackschicht schadhafte Stellen entstehen könnten.
Die . dergestalt präparirten Zeichnungen erhalten sich längere Zeit in diesem transparenten Zustande. Da jedoch zuweilen Aenderungen derselben nothwendig werden und sie überhaupt beim fortwährenden Gebrauch nicht fett
sein dürfen, müssen sie, nachdem die erforderlichen Abdrücke davon genommen sind, wieder in ihren früheren Zustand gebracht, d. h. entfettet werden. Dies geschieht durch Einlegen in Benzinbäder. Das Benzin zieht das Paraffinöl innerhalb 2 Stunden wieder vollständig aus dem Papier heraus. Da das erste Bad trübe und unrein wird, ist es zweckmäfsig, die Zeichnung noch in ein zweites, reines Bad zu legen. Das vom ersteren Bad verbleibende Benzin kann noch zu verschiedenen gewerblichen Zwecken Verwendung finden. Das Benzin vom zweiten dagegen kann wieder für eine neue Zeichnung benutzt werden.
Um das Baden der Zeichnung auf leichte Weise vornehmen zu können und hierbei von den Benzingasen wenig belästigt zu werden, bedient man sich des in der Zeichnung dargestellten Apparates.
Derselbe besteht aus einem Bassin a, das durch einen dachförmigen, auf einer Dichtung c sitzenden Deckel b verschlossen ist. An einer Schmalseite des Bassins ist über dem Boden ein Schlitz d angebracht, durch welchen ein nahezu den ganzen Boden bedeckender perforirter Schieber e mittelst der Handgriffe f aus- und eingeschoben werden kann, der am Boden auf Blechschienen gelagert ist.
Ueber diesem Schieber e sind an den Längsseiten des Bassins mehrere horizontale Flacheisen G befestigt (Fig. 1 und 2), welche die beim Baden auf dem Schieber liegende Zeichnung stets gleichmäfsig in der Flüssigkeit halten und ein Werfen derselben verhindern. An einer Ecke des Bassinbodens ist ein Ablaufrohr h mit Hahn angeordnet.
Nachdem man am Schieber e die Muttern e\ mittelst welcher er an der betreffenden Bassinwand befestigt wird, gelöst hat, zieht man denselben an den Handgriffen f so weit heraus, dafs man die Zeichnungen bequem darauf lagern kann, sodann wird er wieder hineingeschoben und mit einer Dichtungs-Zwischenlage mittelst der Muttern e1 an das Bassin angeprefst. Sodann wird nach Lösen des Stopfens i so viel Benzin eingefüllt, dafs die Flüssigkeit bis über die Eisen g reicht.
Waren die Zeichnungen etwa 2 Stunden im Bade, so wird die Flüssigkeit abgelassen und durch neue ersetzt, in welcher die Zeichnung, um völlig entfettet zu werden, nur 1 Stunde zu liegen braucht. Die Zeichnungen können im lackirten Zustande in die Bäder gebracht werden.
In den Bädern kann man stets eine gröfsere Anzahl Zeichnungen zusammen behandeln, wodurch man sowohl Zeit, als auch Arbeit und Material spart. Zu diesem Zweck kann man auf dem Schieber e mehrere an den Rändern mit Flacheisen eingefafste Gitter e2 auf einander setzen (Fig. 2 a und 4a) und mit je einer Zeichnung belegen. Unter dem Bassinboden sind zwei ausziehbare, um Scharniere drehbare Schieberstützen k angebracht, welche bei ausgezogenem Schieber aufgestellt werden.
Sobald die Zeichnungen aus dem zweiten Bade herauskommen, werden sie in einen Trockenkasten / (Fig. 6 und 7) gelegt. In diesem sind an den Schmalseiten in gleicher Höhe Winkel m befestigt, welche zum Auflegen von Querbalken η dienen. Diese sind oben mit Löchern n1 versehen, in welche die die Zeichnungen 0 tragenden Leisten ρ mittelst Zapfen eingesetzt werden. Eventuell können die unteren Etagen in Wegfall kommen und die Zeichnungen an den Lappen η ρ der oberen Etage vertical aufgehängt werden.
An' der Kastenrückwand sind Stützen q zum Anlehnen des Deckels r beim Oeffnen desselben und aufserdem ein ins Freie führendes Gasableitungsrohr s angeordnet, in welches eine zum gleichen Zweck dienende Leitung t des Bassins α einmündet (Fig. 9, Grundrifs). Letztere zweigt vom Bassin unterhalb des Deckelfalzes ab (Fig. 5) und ist mit einem Hahn versehen, welcher zum Entfernen der Gase aus dem Bassin, nach dem Ablassen des Benzins aus demselben, geöffnet wird.
Den auf der Rückseite der Zeichnung befindlichen Lack kann man in kurzer Zeit mittelst reinen Alkohols wieder vollständig beseitigen, falls man es nicht vorzieht, denselben für immer auf der Zeichnung zu belassen, die er in keiner Weise beeinflufst, da er farblos und infolge des Gehaltes an Copaivabalsam geschmeidig ist.
Zum Entfernen des Lackes heftet man die Zeichnungen an den vier Ecken auf eine Tischplatte fest, schüttet auf eine gröfsere Fläche hier und da etwas Spiritus, welchen man mit einer reinen Bürste gut verreibt, um ihn dann sofort mit einem sauberen Lappen herunter zu wischen.
Um das neue Verfahren auch in dieser Beziehung rationell zu gestalten, empfiehlt es sich, zur Lackentfernung den in der Zeichnung (Fig. 10 bis 14) dargestellten Apparat zu benutzen.
Derselbe besteht aus einem bügeiförmigen Gestell u, das auf einem Tisch n> ruht, dessen Seitenwangen mit Schlitzen ν' versehen sind (Fig. 12), in welchen eine Bürstenwalze χ mit ihrer Achse mittelst Justirschrauben verstellbar gelagert ist. Zu beiden Seiten der Walze χ sitzen auf der gleichen Achse Zahnräder y, die mit Zahnstangen yl der Tischplatte w in Eingriff stehen. Auf dem Bügel u befindet sich ein Spiritusbehälter ^, der mit zwei mit Hähnen versehenen Ablaufrohren ^1 versehen ist, die zu beiden Seiten der Walze χ in je ein parallel zu dieser liegendes, von Trägern t gehaltenes Vertheilungsrohr jl münden.
Die Zeichnung wird auf den Tisch w geheftet, hierauf öffnet man die der Zeichnung zugewendete Leitung ^1 und bewegt durch Drehen der Kurbel o1 die Bürstenwalze über die Zeichnung hin, wodurch der aus den Löchern u' der Vertheilungsrohre zufliefsende Spiritus von der rohrenden Walze auf dem Papier verrieben wird. Ein ein - bis zweimaliges Hin - und Herbewegen der Walze genügt, um die Zeichnung vom Lack vollständig zu befreien.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren, um Papier- oder Cartonzeichnungen zur directen Abnahme von Lichtpausen vorübergehend transparent zu machen, darin bestehend , dafs die Zeichnungen mittelst destillirten Paraffinöls transparent gemacht und letzteres durch einen Ueberzug von hellem Alkohollack von darauf zu legendem Lichtpauspapier isolirt wird, während dieselben zur Wiederherstellung in ihren früheren Zustand in Benzinbädern entfettet und durch Abreiben mit Spiritus von ihrer Lackbildung befreit werden.
    Zur Anwendung der unter i. gekennzeichneten Benzinbäder einen Apparat, bestehend aus einem mit Ablaufrohr und einem verschliefsbaren, zum Einbringen der Zeichnungen dienenden Schieber (e) versehenen Bassin (aj, das eventuell durch eine Ventilationsleitung (t) mit einem Trockenkasten (I) verbunden sein kann, der mit einer aus Querbalken und Latten gebildeten Einrichtung zum Aufhängen der Zeichnungen und einem Abzugsrohr für die sich entwickelnden Gase versehen ist.
    Zur Entfernung der unter i. gekennzeichneten Lackschicht eine Vorrichtung, bestehend aus einer in einem bügeiförmigen Gestell verstellbar gelagerten Bürstenwalze (χ), welche durch ein Zahn- bezw. Kurbelgetriebe über die Zeichnung bewegt wird und dabei mittelst des aus einem Behälter durch Vertheilungsrohre auf dieselbe fliefsenden Alkohols den Lack entfernt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT72587D Verfahren und Vorrichtung, um Zeichnungen vorübergehend für Lichtpausverfahren geeignet zu machen Expired - Lifetime DE72587C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1989012255A1 (fr) * 1988-06-02 1989-12-14 Heinz Sovilla Image, notamment image de publicite, procede et film photographique destines a la realiser

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1989012255A1 (fr) * 1988-06-02 1989-12-14 Heinz Sovilla Image, notamment image de publicite, procede et film photographique destines a la realiser

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