DE725072C - Verfahren zur Herstellung von Aminoarylsulfonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aminoarylsulfonen

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DE725072C
DE725072C DEG95375D DEG0095375D DE725072C DE 725072 C DE725072 C DE 725072C DE G95375 D DEG95375 D DE G95375D DE G0095375 D DEG0095375 D DE G0095375D DE 725072 C DE725072 C DE 725072C
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Germany
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aminoarylsulfones
aminophenyl
sulfones
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ammonia
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Expired
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DEG95375D
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English (en)
Inventor
Dr Rudolf Von Capeller
Dr Friedrich Felix
Dr Richard Sallmann
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BASF Schweiz AG
Original Assignee
Gesellschaft fuer Chemische Industrie in Basel CIBA
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  • Verfahren zur Herstellung von Aminoarylsulfonen Es wurde gefunden, daß man Am.inoarylsulfone herstellen kann, wenn man solche Arylsulfone, die im Kern ein zur Sulfang.ruppe o,- oder p-s.tändiges Halogenatom und keine Nitrogruppe enthalten, mit Ammoniak unter Druck behandelt.
  • Man erhält nasch -diesem Verfahren die Aminoarylsulfone mit guter Ausbeute, und das Verfahren führt in den meisten Fällen auch ohne Anwendung von Alkohol oder anderen Lösungsmitteln zum Ziel. Temperatur und Druckverhältnisse richten sich in allen Fällen nach der Beschaffenheit der Ausgangsstoffe. Je nach ,der Anzahl der Substituenten, z. B. weitere Sulfon@grupp;en, Sulfonsäuregrupp.en, die die Beweglichkeit des auszutauschenden Halogenatoms beeinflussien, wird man die Umsetzungstempieratumen und die Ammo-
    niakmenge zu wählen haben. In gewissen
    Fällen arbeitet man zweckmäßig in Gegen-
    wart von Katalysatoren, wie Metallsalzen,
    Kupfer, Salzen .des Kupfers. Nach dem vor-
    liegenden Verfahren wird eine Reihe Sulfone,,
    die die Aminogruppe in o- -oder p-Stellung
    zur Sulfongruppe enthalten, leicht zugäng-
    lich, z. B. i-Aminophenyl-2-alkyl-, -aralkyl-
    und -arylsulfone, i-Aminophenyl-2-methyl-,
    -äthyl- oder -propylsulfone, i-Aminophenyl-
    2-benzylsulfon, i-Aminophenyl-2-phenyl- oder
    -methylphenylsulfone, ferner die @entsprechen-
    den i-Aminophenyl-4-alkyl-, -aralkyl- und
    -arylsulfone, i - Aminophenyl - q. - äthylsulfon,
    i -Aminophenyl-4-b enzylsulf on.
    Diese Sulfone können auch weitere Sub-
    stituenten, wie Alkylgruppen, Oxyalkylgruppen,
    Sulfonsäuregruppenoder weitere Sulfiongrup-
    pen, Sulfamidgruppen, weitere Halogenatome enthalten. Man kann besonders leicht i-Aminophenyl-2 # 4-dialkylsulfone herstellen, z. B. i-Am.inophenyl-2 # 4-:dimethylsulfon, -diäthylsulfon, ferner i-Aminoph,enyl-2 # 4-@dibeiizylsulfon. Es lassen sich auch Di.sulfone herstell-en, die verschiedene Sulfongruppen enthalten, wie i-Aminophenyl-2-bienzyl-4-äthyldisulfon oder i-Aminophenyl-2-äthyl-4-phenyldisulfon. Als Ausgangsstoffe dienen in allen Fällen die entsprechenden i-Halogenverbin-'dungen, wobei es sich um Chlor- oder Bromverbindungen handeln kann.
  • Das Verfahren gestattet die Herstellung von Zwischenprodukten für die Gewinnung von Az.ofarbstoffen in einfacherer Weise, als dies bisher möglich war. Während früher Aminoarylsulfone mit mehr als einer Sulfongruppe derart hergestellt wurden, daß zunächst Thioäther von Arylaminen in die Thioäther der ci)Aminothi,azole umgewandelt wurden, diese durch Behandeln mit verseifenden Mitteln unter Abspaltung von Amm)niak in die Mercaptoverbindung umgesetzt werden mußten, welch. letztere einer Alkylierung und nachherigen Oxydation unterworfen wurden. wobei die Bildung der gesuchten Aminoarylsulfone mit mehr als einer Sulfongruppe eintrat, kann man diese Produkte nun viel einfacher herstellen. Nachdem nun gefunden worden ist, daß man Halogenatome enthaltende Arylsulfone durch Behandeln mit Ammoniak in die Aminoarylsttlfone überführen kann, lassen sich solche Produkte, von Chlorbenzol ausgehend, sehr leicht herstellen, indem dieses durch Behandeln mit Chloarsulfonsäure in das Disulfoch.l.orid, letzteres in die Disulfinsäure umgewandet werden kann. Durch Alkylieren der Disulfineäureerhältman die Sulfone, welchie nun gemäß dem Verfahren durch Behandeln mit Ammoniak die gesuchten Zwischenprodukte liefern. Am,in@oarylsulfone mit nur einer Sulfongruppe lassen sich nach dem vorliegenden Verfahren ebenfalls einfach. herstellen, indem man auch, aus: gehend von Chlorbenzol, ohne Bildung von Isomeren leicht die gewünschten Produkte erhalten kann. Es ist also nicht mehr notwendig, über die Disulfide und Mercapt.overbindungen zu arbeiten, was eine wesentliche Vereinfachung bedeutet. Es war auch nicht ohne «veiteres vorauszusehen, daß der Austausch des Halogenatoms gegen die Aminogruppe leicht gelingen würde, da solche Umsetzungen bisher nur in den Fällen ausgeführt wurden, wo neben der Sulfongruppe noch eine Nitrogruppe anwesend war. Beispiel 3o Teile i-Chlorphenyl-2 # 4-diäthylsulfon werden zunächst mit i 5o Teilen 24@?"@@igem Ammoniak in einem geschlossenen Gefäß während io bis 2o Stunden auf 13o bis 135v erhitzt. Durch Abdestillieren des Alkohols erhält man das i Aminophe:nyl-2 # 4-riiäthylsulfon, das man, wenn nötig, durch Kristallisieren aus Alkohol reinigen kann.
  • In gleicher Weise werden i-Chlorphenyl-2 # 4-dimethyldisulfon, i-Chlorphenyl-2 # 4-dipropyldisulfon, i-Chlörphenyl-2 #4-dibutyldisulfon, i - Chlorphenyl-2 # 4-dibenzyldisulfon und i-Chlorphenyl-2-benzyl-4-äthylsulfon in die entsprechenden Aminosulfone übergeführt.
  • Bei der Herstellung von Ami@nomonosulfo, nen, wie i-Amiaiobenzol-4-äthylstilfon aus i-Chlorbenzol-4-äthylsulfon, ist es zweckmäßig, bei höheren Temperaturen. die z. B. zwischen i 5o bis Zoo liegen können, und bei Drucken, die bis 9o und i oo Atm. betragen können, zu arbeiten. Letzteres wird am besten durch Einpressen von Ammoniak während der Umsetzung bewerkstelligt, gegebenenfalls in Gegenwart von Katalysatoren, wie Kupferaminverbindun;gen bzw. metallischem Kupfer.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Aminoarylsulfonen, dadurch. gekennzeichnet, daß man Arylsulfane, die im Kern ein zur Sulfongruppe o- oder p-ständiges Halogenatom und keine Nitrogruppen enthalten, mit Ammoniak unter Druck behandelt.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daf> in Gegenwart von Kupferverbindungen als Katalysator gearbeitet wird.
DEG95375D 1936-05-26 1937-05-06 Verfahren zur Herstellung von Aminoarylsulfonen Expired DE725072C (de)

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