DE720591C - Verwendung eines Werkstoffes mit bestimmten physikalischen Eingenschaften als Bandage-Werkstoff - Google Patents

Verwendung eines Werkstoffes mit bestimmten physikalischen Eingenschaften als Bandage-Werkstoff

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DE720591C
DE720591C DEH160524D DEH0160524D DE720591C DE 720591 C DE720591 C DE 720591C DE H160524 D DEH160524 D DE H160524D DE H0160524 D DEH0160524 D DE H0160524D DE 720591 C DE720591 C DE 720591C
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Vacuumschmelze GmbH and Co KG
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Heraeus Vacuumschmelze AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C19/00Alloys based on nickel or cobalt

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verwendung eines Werkstoffes mit bestimmten physikalischen Eigenschaften als Bandage-Werkstoff Es ist bekannt, Werkzeuge, z. B. Ziehsteine und Ziehringe, aus sog. Hartmetallen herzustellen, d. h. aus Werkstoffen, die als Grundbestandteil ein oder mehrere Carbide, Boride, Silicide, Titanide, Nitride von Metallen, wie Wolfram, Molybdän, Tantal, Titan, Zirkon, Vanadin, oder ähnliche harte Stoffe enthalten sowie gegebenenfalls weichere Bindemetalle, z. B. Chrom, Eisen, Kobalt, Nickel, Kupfer, die gegebenenfalls durch Zusatz weiterer Stoffe gehärtet.sind, insbesondere solcher, die eine Ausscheidungshärtung bewirken.
  • Bekannt ist weiter, daß derartige Hartmetalle für manche Zwecke, z. B. Ziehsteine und Ziehringe, bisweilen zu spröde sind und bei Benutzung reißen oder springen. Es ist bekannt, derartige Werkstücke in Bandagen einzusetzen und gegebenenfalls in einem Bandagenwerkstoff zu sintern. Diese Bandagen bestanden z. B. aus Eisen oder Stahl oder aus anderen normalen Werkstoffen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man gemäß der Erfindung zu Werkstücken, insbesondere Ziehsteinen oder Ziehringen, kommt, die besonders wenig zum Reißen und Springen neigen.
  • Die Erfindung betrifft die Verwendung eines Werkstoffs mit einer Wärmeausdehnung von mehr als 13 X ro-6; einer Kriechgrenze bei 65o° von mehr als zzkg/mm2 und einer Streckgrenze bei 65o° von mehr als 15 kg/mm2 als Bandagenwerkstoff zum Heißaufziehen oder Einlöten bei der Herstellung von Werkzeugen aus Hartmetall mit umgebender Bandage, insbesondere für derartige Ziehringe und Ziehsteine. Aus derartigen Werkstoffen bestehende Bandagen sind besonders geeignet, um infolge starker Zusammenziehung bei dem Aufschrumpfen, die beim Abkühlen nach dem E,inlöten der Ziehringe in die Bandage eintritt, dem Werkstück eine hohe mechanische Druckvorspannung zu erteilen und dadurch die im Betrieb auftretenden Zugspannungen aufzunehmen und unschädlich zu machen. Beispielsweise kommen als Bandagenwerkstoff Legierungen aus Eisen mit 2¢ bis 3o %, insbesondere etwa 27% Nickel, 3 bis 7 0,'0, insbesondere etwa 5 % Molybdän, gegebenenfalls neben üblichen Desoxydations-und Verarbeitungszusätzen, wie Silicium, Mangan, Magnesium, Kohlenstoff, in Frage.
  • Weitere in Frage kommende Legierungen bestehen aus Eisen mit 18 bis 250/0 Nickel und 2 bis iooio Mangan.
  • In diesen Legierungen kann das Nickel teilweise oder ganz durch Kobalt ersetzt «erden. Auch diese Legierungen können gegebenenfalls noch übliche Desoxydations- und Verarbeitungszusätze enthalten.
  • Eine weitere in Betracht kommende Legierungszusammensetzung ist: 3o bis 4oo,'o, insbesondere etwa 35 @;ö Nickel, 2o bis 30 ö;o, insbesondere etwa 25 0;ö Kobalt, i o bis 2o %, insbesondere etwa 15 % Chrom, 3 bis 7 0,ö, insbesondere etwa 5 0!o Moly'odän, 3 bis 7 %, insbesondere etwa 5 % Wolfram, o bis 5 % Titan, o bis i o % Tontal, o bis 8 O/o Zirkon, o bis 12 % Thorium, o bis 8 % Vanadin, o bis 5 % Niob, Rest, aber mindestens 30'o, Eisen, gegebenenfalls neben üblichen Desoxydations-und Verarbeitungszusätzen. Wolfram und Molybdän können sich dabei gegenseitig zum Teil oder ganz ersetzen.
  • Die an dritter Stelle genannte Legierung besitzt eine geringere Wärmeausdehnung als die -zuerst genannten Legierungen, hat aber eine höhere Kriechgrenze; infolgedessen bleibt die Schrumpfung über einen größeren Temperaturbereich wirksamer als bei der zuerst genannten Legierung.
  • Hartmetallringe-- mit Bandagen, die unter Verwendung der vorstehend angegebenen Werkstoffe hergestellt sind, lassen sich zum Ziehen von Rohren bis zu 3oo mm Durchmesser verwenden, wobei die Rohre aus Werkstoff hoher Festigkeit bestehen können und trotzdem scharfe Abnahme der Wandstärke erzielt werden kann. Man kann dabei noch Hartmetallzusammensetzungen wählen, die bei hoher Härte verhältnismäßig spröde sind und deshalb bei Benutzung üblicher Bandagen unter der Ziehbeanspruchung reißen würden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Die Verwendung eitles Werkstoffes mit einer Wärmeausdehnung von mehr als 13 'i o-6, einer Kriechgrenze bei 650e von mehr als 12 kg/mm° und einer Streckgrenze bei 65o° von mehr als 15 kg/mm= als Bandagewerkstoff zum Heißaufziehen oder Einlöten bei der Herstellung von Werkzeugen aus Hartmetall mit umgebender Bandage, insbesondere für derartige Ziehsteine und Ziehringe.
  2. 2. Die Verwendung einer Legierung aus 2.1 bis 300-ö Nickel, 3 bis 7 ob Molybdän. Rest Eisen undVerunreinigungen für den gemäß Anspruch i zti verwendenden Werkstoff.
  3. 3. Die Verwendung einer Legierung mit 30 bis .loo;ä Nickel, 20 bis 300'o Kobalt, i o bis 2o ojo Chrom, 3 bis 7 t? ä Molybdän, 3 bis 7(),70 Wolfram, o bis 5 01'() Titan, o bis i o o'o Tontal, o bis 8 0 o Zirkon, o bis 120'o Thor, o bis 8 0"o Vanadin, o bis 5 0;'o Niob, Rest Eisen (mindestens 3(J0) ;und Verunreinigungen für den gemäß Anspruch i zu verwendenden Werkstoff. Die Verwendung einer Legierung mit 18 bis 25o,ö Nickel und oder Kobalt, 2 bis i o ofo Mangan, Fest Eisen und Verunreinigungen für den gemäß Anspruch i zu verwendenden Werkstoff.
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