DE72050C - Verfahren und Apparat zur Ozonerzeugung mit Hilfe eines elektrischen Drehfeldes - Google Patents
Verfahren und Apparat zur Ozonerzeugung mit Hilfe eines elektrischen DrehfeldesInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Vorliegende Erfindung findet mit. Vortheil Anwendung bei Ozonerzeugungsapparaten, bei
welchen ein combinirtes elektrostatisches Kraftfeld mit rotirender Richtung der Kraftlinien
verwendet wird. Die beiliegende Zeichnung stellt die verschiedenen Formen des Ozonröhrensystems
dar, welches in der einfachsten Form aus vier Röhren gebildet ist, welche »ein Element« darstellen oder aber aus einer
beliebigen Anzahl solcher Elemente zusammengestellt werden kann, wobei der Zwischenraum
zwischen je vier Röhren je einem Element entspricht.
In der Zeichnung stellt:
Fig. ι die einfachste Anordnung von vier
Röhren in Vorderansicht dar;
Fig. ι a und 1 b sind Wellenformen;
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt derselben;
Fig. 3 und 4 zeigen die Details einer Anordnung mit 25 Röhren in Vorderansicht und
Querschnitt;
Fig. 5 stellt deren Draufsicht dar und
Fig. 7 und 8 zeigen die Anordnung von vier Röhren für den Fall, wenn die gekühlten
Elektroden mit vollständig freibleibender metallischer Oberfläche hergestellt werden und die
elektrische Substanz im Zwischenraum der vier Röhren in Stabform angebracht wird;
Fig. 9 und 10 zeigen diese Anordnung für
16 Röhren;
Fig. 11 zeigt eine analoge Anordnung (siehe
Fig. 4) für den Fall, wenn die elektrische Substanz durch einen isolirten Metalldraht ersetzt
wird.
Der Apparat, auf sein einfachstes Element reducirt, besteht aus einem Bündel von vier
Röhren abcd, Fig. 1, welche aus von innen
versilberten oder mit sonstigem guten Leiter versehenen Glasröhren gebildet sind und mit
einer Pappe, bestehend z. B. aus Natriumsilicat und Kreide, fest zusammengeklebt werden
können, oder aus emaillirten Metallröhren bezw. aus einfachen Metallröhren, die aufsen
mit einer dünnen Schicht von Zinn oder Platin, Gold, Silber, Nickel oder Aluminium der oxydirenden
Wirkung des Ozons eine Zeit lang oder überhaupt widerstehenden Metallen überzogen
sind und durch Glasringe (s. rr in
Fig. 7 und 8) von einander in genügender Entfernung erhalten werden, damit die Funkenbildung
zwischen zwei Röhren vermieden wird. Zwei in der Diagonalrichtung befindliche Röhren
α und b sind mit den entgegengesetzten Polen einer Wechselstromquelle und zwei
andere c und d mit den Polen eines zweiten Wechselstromkreises, deren Periode der ersten
gegenüber um J/4 oder beliebigen Bruchtheil
der Periode verschoben ist, verbunden. In dem zwischen den vier Röhren befindlichen
Raum entsteht infolge dieser Anordnung ein elektrostatisches Drehfeld, d. h. ein elektrisches
Kraftfeld, in welchem die elektrischen Kraftlinien rotiren.
Die Enden dieser Röhren sind aus einander gebogen, so dafs der Sauerstoff, welcher der
Einwirkung' der Entladungsstrahlen ausgesetzt werden soll, in den Zwischenraum der Röhren
leicht hineingeführt werden kann. Das ent-
stehende Ozon strömt am anderen Ende des Apparates aus. Wie aus dem Bisherigen ersichtlich,
ist man durch einfache Anordnung vor allen anderen Vortheilen in den Stand gesetzt,
eine relativ bedeutende Geschwindigkeit des Sauerstoffes verwenden und mithin eine
grofse Menge Ozon in der Zeiteinheit herstellen zu können, da man jener Geschwindigkeit
entsprechend den Röhren die für die Dauer der Einwirkung nöthige grofse Länge ohne
jede Schwierigkeit geben kann. Die neue Wirkung der Anwendung in der Phase verschobener
Wechselströme besteht darin, dafs je zwei benachbarte Elektroden während der Hälfte der Periode gleiche, während der anderen
Hälfte jedoch entgegengesetzte Polarität besitzen (s. Fig. i). Hierdurch wird sowohl
zwischen den neben einander liegenden wie auch zwischen den gegenüberliegenden Röhren
sich die Nothwendigkeit ergeben, dafs während gewisser Theile jeder Periode elektrische Entladungsstrahlen
entstehen. Es gilt dieses während der ersten und dritten Viertelperiode, und zwar sowohl bei den sinuswellenförmigen, als
auch in noch höherem Mafse bei den durch Interruption hervorgerufenen doppelphasigen
Wechselströmen, deren Wellenformen in Fig. 2 skizzirt sind.
Es wird also kein einziges Molecül des Sauerstoffes der Wirkung der Entladung entzogen
werden können, während bei gewöhnlichem Wechselstrom jene Partikelchen des Gases, welche zwischen je zwei neben einander
befindlichen gleichnamigen Stäben sich entlang ziehen, den Entladungsstrahlen niemals ausgesetzt
sein würden.
Fig. 3 veranschaulicht die Anordnung nebst den Entladungsstrahlen, während Fig. 4 diejenige
mit gewöhnlichem Wechselstrom zeigt. Da nun bei der Ausübung des Verfahrens nach
der Erfindung ca. 600 Perioden zur Anwendung gelangen, so erhellt hieraus die wesentlich vollkommenste
Wirkungsweise derselben. Fernerhin ist zu bemerken, dafs vier solcher Röhren, wenn man mit verschobenen Phasen arbeitet
und die dazwischen befindlichen Glasröhren einen genügenden Durchmesser aufweisen, an
sich schon eine sehr grofse elektrische Capacität besitzen müssen.
Es werden somit durch den Gegenstand der Erfindung sämmfliche Vortheile, welche die
concentrischen Röhren besitzen, erreicht und der für gewerbliche Herstellung des Ozons
hochwichtige Vortheil erlangt, dafs die Spannung der Elektroden so lange gesteigert werden
kann, wie man nur irgend will, was bei concentrischen Röhren, die sehr genau centrisch
gelagert sein müssen, nicht der Fall sein kann, da sonst die Entladungsstrahlen nur an einzelnen
Stellen, d. h. an den naheliegenden Punkten entstehen.
Durch Versuchsreihen kann nachgewiesen werden, dafs mit vier Elektroden dieselbe
Menge Ozon hergestellt worden ist, wie man mit einem concentrischen Berthelot-Apparat
herstellen kann. Man kann selbst in einem ganz kleinen Raum viele Tausende solcher
Röhren anbringen, während Berthelot bezw. Dr. Frölich (Siemens & Halske) kaum 5 bis 10 ihrer Apparate stufenweise neben einander
reihen können. Der Erfindungsgegenstand leistet demgemäfs zum ersten Male den Anforderungen einer wirklich fabrikmäfsigen
Herstellung Genüge.
Die Röhren, welche die Elektroden meines Doppelcondensators bilden, werden zu gleicher
Zeit zur nöthigen continuirlichen Abkühlung des Apparates benutzt. Zu diesem Behufe läfst
man in den Röhren kaltes Wasser oder eine nicht gefrierende Flüssigkeit oder irgend ein
bei Kältevorrichtungen anwendbares Gas circuliren, sei es z. B. die aus Druckluftmotoren
heraustretende kalte Auspuff luft, so dafs dadurch dem Sauerstoffstrahl, welcher zwischen
den Röhren fliefst, die zur Ozonbildung höchst
wichtige Abkühlung zugesichert wird. Mit Vorliebe verwendet man zur Kühlung Sauerstoff
in all jenen Fällen, wo derselbe von hoher Spannung, z.B. der nach dem Brinschen
Verfahren in Stahlflaschen mit 120 Atm. Druck in Handel gebrachte, zur Verfügung
steht. Dadurch, dafs Gas von hoher Spannung auf die gewöhnliche Atmosphärenspannung
herunterexpandirt wird, kann bekanntlich eine sehr niedrige Temperatur erzeugt werden. Man
führt zu diesem Zweck den Sauerstoff während seiner Expansion in die Röhren behufs Abkühlung
des ganzen Apparates und nachher in die Zwischenräume zurück, um ihn in Ozon umzuwandeln. Derselbe Sauerstoff, den man
in Ozon überführt, besorgt also vorher die nöthige Abkühlung des Apparates. Die Fig. 3,
4, 5 und 6 geben ein deutliches Bild eines solchen Apparates, wenn derselbe für gröfsere
Mengen von Ozon bestimmt ist und zu diesem Zweck aus zahlreichen Röhren zusammengesetzt
wurde. Das Ganze ist eigentlich in dem dargestellten Falle aus vier Systemen von
Röhren gebildet, deren Bedeutung oben, wo nur von einem, einzigen Element die Rede ist,
betont wurde. Alle zu demselben System gehörenden Röhren sind mit demselben Pol in
Verbindung. Die Zeichen +_ und +" bedeuten
jene Röhren, welche mit einem bezw. anderem Pol des einen Wechselstromes, die
Zeichen x/ und /x hingegen jene Röhren,
welche mit den einen oder anderen Elektroden des in der Phase verschobenen Wechselstromes
in leitender Verbindung stehen. Es ist leicht einzusehen, dafs diese Röhren auch vieleckig,
anstatt in Quadratform, an einander gereiht werden können, in welchem Falle dann bei
Anwendung von mehrphasigen anstatt zweiphasigen Strömen in dem Zwischenraum der
Röhren ebenfalls ein rotirendes elektrostatisches Kraftfeld entsteht. Die Verbindungen sind in
diesen Figuren durch Querröhrchen hergestellt, welche gleichzeitig dazu dienen, die kühlende
Flüssigkeit oder Gas in die Ozonisirröhren zu führen. Im Falle zur Abkühlung Wasser
oder schlecht leitende Flüssigkeiten verwendet werden, beugt man durch entsprechende Isolirung
der Möglichkeit eines Kurzschlusses zwischen zweien der erwähnten Systeme vor. Gleichzeitig werden jene Querröhrchen, welche
auch zur elektrischen Verbindung dienen und zu diesem Zweck mit gutleitender innerer Fläche
versehen sind, von einander in entsprechender Entfernung angebracht, damit Funkenbildungen
trotz der entstehenden hohen Spannung ausgeschlossen sind.
Die Verbindung zwischen den Querröhren und Hauptröhren ist in den erwähnten Figuren
vermittelst Ansätze hergestellt. Bei jenen Querröhren, welche zu gleicher Zeit die elektrische
Verbindung vermitteln, verwendet man passende Metallrohransätze, bei jenen hingegen, welche
nur zur Leitung der kühlenden Flüssigkeit dienen, sind diese Ansätze aus Nichtleitern
hergestellt. Wird Gas oder eine schlechtleitende Flüssigkeit zur Kühlung verwendet,
so können Röhren, welche in derselben Reihe neben einander sich befinden, trotzdem sie mit
zwei verschiedenen Polen in Verbindung stehen, mit demselben Querrohr mittelst solcher
nichtleitenden Ansätze verbunden werden, wie dies in der Zeichnung (Fig. 3 bis 6) ersichtlich.
In diesen Figuren sind die Verbindungen mit dem Pol +_ des einen Wechselstromes und
mit dem Pol x/ des anderen verschobenen Stromes auf der einen Seite des Apparates,
die Verbindung mit dem Pol T bezw. /x auf
der anderen Seite des Apparates angedeutet. Die entsprechenden Querröhren, welche diese
Verbindungen vermitteln, sind also mit leitender innerer Fläche und daran sich anschliefsenden
leitenden Ansätzen versehen, während die anderen nur der Kühlungsflüssigkeit als Kanal
dienenden Querröhren gar keine leitende Fläche besitzen.
Der Sauerstoff tritt an einem Ende des Apparates in denselben und dringt durch den
zwischen den Querröhren freibleibenden Raum in die Zwischenräume der Hauptröhren, wo
er der ozonisirenden Wirkung der Entladungsstrahlen ausgesetzt wird und als Ozon am anderen
Ende des Apparates heraustritt und aufgefangen wird.
Zum Zweck einer intensiven Kühlung ist es zweckmäfsiger, dafs das zu kühlende Gas mit
den gekühlten Metallflächen ohne Zwischenlage von schlechten Wärmeleitern, wie Glas
u. s. w., direct in Berührung komme. Um dies zu erreichen, giebt man noch "dem Ozonapparat
die für vier Röhren in Fig. 7 und 8 und für gröfsere Batterien in Fig. 9 und 10 ersichtliche Anordnung. Die röhrenförmigen
Elektroden sind daselbst in directer Berührung mit dem Sauerstoff und die kühlende Wirkung
der in den Röhren fliefsenden Kälteflüssigkeit kommt vollkommen zur Geltung.
Um dem Apparat nichtsdestoweniger eine bedeutende elektrische Capacität zu sichern und
zu gleicher Zeit die Entladungsstrahlen immer gegen die Mitte der zwischen den Röhren befindlichen
Räume zu dirigiren, ist in. jedem der Zwischenräume je ein Glasstab oder ein
mit Alkohol oder Wasser u. s. w. gefülltes Glasrohr angebracht, welche Substanzen infolge
ihrer höheren Dielektricitätsconstanten im elektrischen Kraftfelde dieselbe Rolle spielen wie
z. B. Weicheisen im magnetischen Felde, d. h. sie concentriren die Kraftlinien.
Ein ähnlicher Zweck führte zur Anordnung, welche in Fig. 11 dargestellt und eine Modifkirung
der in Fig. 4 ersichtlichen Anordnung enthält. Eben zur Verhinderung des Umstandes,
dafs ein grofser Theil der Kraftlinien seinen Weg in dem Glase nehme, ist daselbst
in jedem der Zwischenräume ein sorgfältig isolirter Metalldraht angebracht, der die Richtung
der Kraftlinien gegen die Mitten der Zwischenräume zu sichert.
Es ist zu bemerken, dafs bisher das Ozon nicht zwischen unbelegten Elektroden erzeugt
wurde. Der Gedanke, zwecks Wasserkühlung unbelegte metallische röhrenförmige Elektroden
zu verwenden und dennoch die Condensation zu sichern, und zwar in der Art, dafs das Dielektricum
in Form von innen gekühlter Glasröhren in Zwischenräumen angebracht wird, ist unbedingt neuartig.
In der Anordnung von Fig. 10 geschieht die Zu - und Ableitung der Kälteflüssigkeit,
welche als schlechter Elektricitätsleiter, wie Gase,- Benzine, Petroleum u. s. w., ins Auge
gefafst wird, in sehr einfacher Weise. Die Enden der Röhren befinden sich in dicht hergestellten
Räumen, welche mit der Kühlungsmaschine in Verbindung stehen. Die Zuführung des Sauerstoffes und Ableitung des Ozongemisches
ist schematisch angeordnet, ebenso wie die Hülle des Apparates, welcher unter
anderem als ein mit Filz versehener Holzkasten hergestellt werden kann, in welchem eine die
Röhren enthaltende, aber von denselben sorgfältig isolirte Weifsblechhülle, deren Stirnwände
also aus Isolirmassen verfertigt sein müssen, innen befestigt ist.
Eine der charakteristischen Eigenschaften obigen Systems besteht in der bedeutenden
elektrischen Capacität, welche die so an einander gereihten Röhren besitzen, und infolge
dessen in der Leichtigkeit, durch diese Capa-
citä't selbst die nöthige hohe Potentialdifferenz zwischen den Elektroden des Ozonapparates
hervorzurufen, trotzdem man zum Laden des letzteren nur Ströme mit gewöhnlicher niedriger
Spannung verwendet. Es genügt zu diesem Zweck, in jedem der beiden in der Periode verschobenen Stromkreise je einen
Widerstand L1 bezw. L2, Fig. 6, einzuschalten,
welche die entsprechend berechnete, unter sich gleiche Selbstinduction besitzen. Diese Selbstinduction
wird in Verbindung mit der Capa-
T di
cität jene Spannungen hervorrufen, welche zur Entstehung der Entladungsstrahlen in den
Zwischenräumen der Röhren nothwendig ist.
Die Erklärung dieses Umstandes liegt im
Folgenden:
. Eine Selbstinductionsspirale wirkt in einem Stromkreise, wenn letztere keine elektrische
Capacität besitzt wie eine elektromotorische Gegenkraft, und zwar berechnet sich dieselbe
bekanntlich aus folgender Formel:
2 π
JA2·
-cos 2 π
wo L den Selbstinductionscoefficienten, R den
elektrischen Widerstand, E0 den Maximalwerth der elektromotorischen Kraft an den Klemmen
der Dynamomaschine, T die Dauer einer Periode und den Phasenverschiebungswinkel
bedeuten.
Der Maximalwerth von e kann noch geschrieben werden:
en =
V-
L2
-En-
Unter der Wurzel steht ein die Einheit nie erreichender Bruch, infolge dessen kann e0 den
Werth von Zi0 bei noch so grofsem Werthe von L nicht erreichen.
Anders steht aber die Sache, sobald man
V-
eine Capacität c in den Stromkreis einschaltet, denn dann wird, wie nachgewiesen und wie
leicht gerechtfertigt werden kann, der Werth von en folgender:
Z.2
-En-
Hier kann nun der Wurzelfactor gröfser als die Einheit sein, denn der Nenner kann kleiner
werden als der Zähler, und zwar in dem Grenzfalle, wo die Capacität und der Selbstinductionscoefficient
der Bedingung:
2 7Γ
genügt, wird die entstehende Spannung: 2 π L
en =
En,
kann also durch die Wahl von T und des Verhältnisses -=- so grofs gemacht werden, wie
XV
man will. Nun wiegt aber gerade in diesem Falle die Capacität die Selbstinduction auf,
d. h. der Strom erhält eine Intensität, gleich als wenn gar keine Selbstinduction im Stromkreise
vorhanden wäre, mit anderen Worten, die Intensität berechnet sich einfach aus dem
Ohm'sehen Gesetz. Dies ist eben die Folge
jenes Umstandes, dafs bei Erfüllung obiger Bedingung die Spannung, welche zwischen den
Elektroden der Capacität entsteht, gleich, aber von entgegengesetzter Richtung ist als jene,
welche an den Klemmen, der Selbstinductionsspirale entsteht. Beide Spannungen halten sich
also das Gleichgewicht und beeinflussen die Stromintensität gar nicht. Jeder von sich ist
aber von beträchtlichem Werthe. Wir sehen also, dafs die Neutralisirung der Selbstinduction
in einem Stromkreis sich als Reaction in Form von hoher Spannung sowohl an den Klemmen
der Spirale, wie auch zwischen den Platten der Capacität (sei es Ozonapparat oder
gewöhnlicher Condensator) vorfindet. Diese Verhältnisse wurden bisher weder von Blakesley, noch von anderen festgestellt.
Wie aus der Formel von e0 ersichtlich,
Wie aus der Formel von e0 ersichtlich,
Claims (1)
- kann die so erzeugte Spannung fernerhin auch durch Erhöhung der Stromstärke gesteigert werden, da nach dem Ohm'sehen Gesetz:und also:Jl0 = Kl0en —2 7ΓLInPaten τ-An Sprüche:
Verfahren zur Ozonisirung von Sauerstoff, gekennzeichnet durch die Anwendung eines durch mehrphasige Wechselströme hergestellten elektrischen Drehfeldes, welches zwischen den wirkenden Elektroden Entladungen wechselnder Polarität erzeugt, durch welche der zu ozonisirende Sauerstoff möglichst ausgiebig bearbeitet wird.Eine Ausführungsform des durch Anspruch ι. geschützten Verfahrens, bei welcher die für die Entladungsstrahlen erforderliche Spannungserhöhung des mit geringer Spannung eingeführten Wechselstromes unter Benutzung derCapacität desOzonisirungsapparates durch Einschaltung von Selbstinductionsspulen erzielt wird.Zur Ausführung des durch Anspruch 1. oder 2. geschützten Verfahrens ein Ozonisirungsapparat, in welchem zur Concentrirung der Entladungsstrahlen zwischen den metallenen Elektroden ein Körper von hoher Dielektricitätsconstante angeordnet ist.
Das durch Anspruch 1. oder 2. geschützte Verfahren mit der besonderen Einrichtung, dafs die Röhren durch die Expansion des mit hoher Spannung zugeführten zu ozonisirenden Sauerstoffes gekühlt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE72050C true DE72050C (de) |
Family
ID=345306
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT72050D Expired - Lifetime DE72050C (de) | Verfahren und Apparat zur Ozonerzeugung mit Hilfe eines elektrischen Drehfeldes |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE72050C (de) |
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