DE718643C - Einrichtung zur Messung der chemischen oder physikalischen Eigenschaften von Stoffen, insbesondere des Wassergehaltes - Google Patents

Einrichtung zur Messung der chemischen oder physikalischen Eigenschaften von Stoffen, insbesondere des Wassergehaltes

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DE718643C
DE718643C DEL94225D DEL0094225D DE718643C DE 718643 C DE718643 C DE 718643C DE L94225 D DEL94225 D DE L94225D DE L0094225 D DEL0094225 D DE L0094225D DE 718643 C DE718643 C DE 718643C
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Paul Lippke
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N27/00Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means
    • G01N27/02Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating impedance
    • G01N27/22Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating impedance by investigating capacitance
    • G01N27/226Construction of measuring vessels; Electrodes therefor

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Description

  • Einrichtung zur Messung der chemischen oder physikalischen Eigenschaften von Stoffen, insbesondere des Wassergehaltes Die chemische Industrie verwendet mit Vorteil zur Kontrolle vieler Arbeitsvorgänge elektrische Einrichtungen, bei denen mit Hilfe von elektrischen Strömen die physikalischen oder chemischen Eigenschaften der Werkstoffe geprüft werden. Insbesondere werden solche Einrichtungen vielfach zur Bestimmung des Wassergehaltes in den Werkstoffen benutzt. Hierfür sind Einrichtungen im Gebrauch, die sowohl kontinuierlich als auch an Mustern die Prüfung hinsichtlich des Wassergehaltes oder der sonstigen Eigenschaften ausführen.
  • Bei diesen Einrichtungen, gleichgültig ob sie zur Prüfung des Wassergehaltes oder zur Prüfung anderer chemischer oder physikalischer Eigenschaften verwendet werden, treten besondere Schwierigkeiten dann auf, wenn das Meßgut eine gegenüber dem Meßorgan abweichende Temperatur besitzt. Die Temperaturänderungen, die sich beim Ausgleich der Temperaturdifferenz einstellen, bewirken nämlich eine räumliche Veränderung des Meßorgans und eine Veränderung der elektrischen oder dielektrischen Konstanten des Meßgutes: es ergibt sich somit ein Meßfehler, der zwei Ursachen besitzt. Beide Ursachen verlaufen stetig und sind voneinander nicht zu trennen.
  • Um genaue Messungen auszuführen, ist es notwendig, den endgültig vollzogenen Temperaturaustausch abzuwarten und die sich dann einstellende gemeinsame Temperatur des Meßorgans und des Meßgutes festzustel--len und zur Berichtigung des erzielten Meßwertes heranzuziehen.
  • Dieser Vorgang ist um so mehr erklärlich, wenn man berücksichtigt, daß zur Erzielung höchster Wirkung des Meßgutes eine möglichst enge Annäherung zwischen den wirksamen Flächen des Meßorgans und dem Meßgut angestrebt werden muß. Diese Meßorgane sind entweder in der Form eines Kondensators oder auch in der Form einer Spule ausgebildet. Sie haben die Aufgabe. entweder im laufenden Strom oder in bestimmten Mengen das Meßgut aufzunehmen und den meßströmen auszusetzen. Diese Meßorgane erleiden also bei dem unmittelbaren Wärmekontakt eine Temperaturveränderung, die sich in einer Veränderung der elektrischen Werte des meßorgans auswirken muß. Andererseits erfährt das Meßgut in den an das Äießorgan angrenzenden Teilen zuerst und in den übrigen Teilen dann später eine Temperaturveränderung, die in bekannter Weise eine Veränderung der elektrischen Konstanten der verschiedenen Schichten des Materials hervorruft.
  • Eine andere Schwierigkeit tritt bei den heute bekannten Meßorganen für derartige Zwecke dadurch auf, daß durch aggressive Meßgüter das Meßorgan zerstört und teilweise irn Aleßgut selbst aufgelöst wird.
  • Wiederum ändern sich die elektrischen Werte des Meßorgans und des Meßgutes in einer Weise. die nicht überprüfbar ist. Die Folge hiervon sind erhebliche Meßfehler.
  • Die vorliegende Erfindung beseitigt diese Mängel an den Einrichtungen zur Prüfung der physikalischen oder chemischen Eigenschaften von Stoffen mit Hilfe elektrischer oder magnetischer Felder dadurch, daß das Meßorgan für diese Einrichtungen, z. B. ein Kondensator oder eine Spule, aus einem keramischen Körper hergestellt ist, auf den die zur Messung benötigten metallischen Schichten oder Leitungen durch Einbrennen aufgebracht und durch eine keramische Schicht (Glasur) vor der unmittelbaren Berührung mit dem Meßgut geschützt sind.
  • Durch das der Erfindung entsprechende Meßorgan für die obengenannten Meßeinrichtungen ergeben sich folgende Vorteile: Die keramischen Körper haben an sich die Eigenschaft. ihre elektrischen und räumlichen Werte itl Abhängigkeit von der Temperatur nur in sehr geringem Maße zu verändern.
  • Außerdem sind keramische Stoffe gegen den Nngriff aggressiver Nießgüter beständig. Da mit würde also der Nachteil der Veränderung der räumlichen und elektrischen Werte des meßorgans vollkommen vermieden werden.
  • Ein besonderer Vorteil ergibt sich noch dadurch, daß die metallischen Schichten oder Leitungen durch die enge Bindung mit dem schwer veränderlichen lseramischen Stoff, die durch das Aufbrennen entsteht, selbst nur noch in geringer Weise den Temperatureinflüssen unterliegen. Durch die erfindungsgemäß benannte Anwendung eines keramischen Schutzes für die aufgebrannten dünnen Metallschichten oder -leitungen werden diese wesentlichen Teile vor dem mechanischen oder chemischen Angriff des Meßgutes geschützt. Es ist also nicht möglich, daß sich Teile des Meßorgans verändern und in das Meßgut übertreten. Eine chemische Veränderung des Meßgutes aus diesem Grunde ist also auch nicht möglich.
  • Der wichtigere Vorteil ergibt sich jedoch aus der Tatsache, daß. die keramischen Stoffe eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit und eine geringe Wärmekapazität besitzen. Die metallischen Leitungen und Schichten, die für das Meßorgan benötigt werden, haben nur ein so geringe Masse, daß ihre Wärmekapazität nur eine unbedeutende Rolle spielt. Andererseits sind diese geringen Metallmassen jedoch durch das Aufbrennen auf den keramischen Körper außerordentlich stabil, so daß mechanische Veränderungen auch nicht auftreten können. Durch die gesamte Anordnung er gibt sich nunmehr der wesentliche Vorteil, daß der Wärmeausgleichvorgang bei versichedener Temperatur des Meßorgans und des Meßgutes nur eine sehr geringe Zeit benötigt; dieses ist jedoch ein wichtiger Punkt für die Durchführung genauer Messungen.
  • Es sind, insbesondere in der Hochfrequenztechnik, keramische Trägerkörper mit aufgebrannten Metallteilen in der Form von Spulen oder Kondensatoren bereits seit langem bekannt. Sie haben gegenüber der Verbindung von anderen Isolierstoffen mit festen Metallteilen die oben schon benannten, erheblichen Vorteile. Diese keramischen Bauteile der Hochfrequenztechnik sind jedoch bisher nicht für die Untersuchung von Stoffen verwendet worden. Sie sind auch ohne den gemäß der vorliegenden Erfindung angebrachten besonderen Schutz der Metallteile durch eine zweite keramische Schicht (Glasur) für den gedachten Zweck nicht verwendbar. In der Regel werden leicht angreifbare Metalle, z.
  • Silber, auf den keramischen Stoff gebrannt.
  • Die Schicht ist sehr dünn, so daß sowohl mechanische als auch chemische Angriffe eine bedeutende und rasche Veränderung der elektrischen Werte dieser Bauteile verursachen.
  • Die Anbringung von Glasuren zum Schutz von Oberflächen gegenüber mechanischen oder chemischen Angriffen ist an sich auch bekannt; sie haben sich in bester Weise für die verschiedensten Aufgaben bewährt. Ein solches Schutzverfahren ist jedoch bei Meßorganen für Einrichtungen zur Prüfung der physikalischen oder chemischen Eigenschaften von Stoffen bisher nicht zur Anwendung gelangt, so daß durch die der Erfindung entsprechende Verbindung von keramischen Bauteilen mit Metallauflagen, die durch eine weitere keramische Schicht geschützt sind, sich eine vorteilhafte Bauart für Meßorgane dieser Art ergibt.

Claims (1)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H : Einrichtung zur Messung der chemischen oder physikalischen Eigenschaften von Stoffen, insbesondere des Wassergehaltes, mit Hilfe eines elektrischen oder magnetischen Feldes, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßorgan, z. B. ein Kondensator oder eine Spule, aus einem keramischen Körper besteht, auf den die zur Messung benötigten metallischen Schichten oder Leitungen durch Einbrennen aufgebracht und durch eine keramische Schicht (Glasur) geschützt sind.
DEL94225D 1938-02-13 1938-02-13 Einrichtung zur Messung der chemischen oder physikalischen Eigenschaften von Stoffen, insbesondere des Wassergehaltes Expired DE718643C (de)

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