DE71545C - Ziegelofen mit durch die Ofengase heizbarem Trockenschuppen - Google Patents

Ziegelofen mit durch die Ofengase heizbarem Trockenschuppen

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DE71545C
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DE
Germany
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drying
kiln
furnace
drying room
air
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT71545D
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English (en)
Original Assignee
O. G. H. STIFFT in Mittenwalde i. M
Publication of DE71545C publication Critical patent/DE71545C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27D—DETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
    • F27D13/00—Apparatus for preheating charges; Arrangements for preheating charges
    • F27D13/005—Drying of green clay prior to baking

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um den Betrieb der Ring- oder Oblongöfen von der Jahreszeit unabhängig zu machen, d. h. um ein ununterbrochenes Arbeiten auch während des Winters zu ermöglichen, wird der Brennofen mit einem verhältnifsmäfsig grofsen Trockenschuppen oder Trockenraum, in welchem eine starke Luftbewegung erhalten wird, in der Art verbunden, dafs die aus dem Brennofen abziehenden Heizgase bezw. heifsen Luftmengen abgesaugt und in den Trockenraum getrieben werden, wo sie unter fortwährender Bewegung zur Trocknung der von der Ziegelpresse kommenden, auf Wagen verladenen Steine benutzt werden. Hierbei werden die Steine, welche der Trocknung entsprechend vorrücken, dem Brennofen ununterbrochen zugeführt, ohne dafs ein Umladen nothwendig wird. Die Geschwindigkeit der Luftbewegung im Trockenraum mufs, um ein Rissigwerden der frischen Steine zu vermeiden, so geregelt sein, dafs sie gegen den Brennofen am stärksten und gegen das Maschinenhaus am schwächsten ist. Wenn die aus dem Brennofen abgesaugten Feuerungsgase zur gehörigen Trocknung der im Trockenraum sich in langsam fortschreitender Bewegung befindlichen Steine nicht genügen, so kann eine Erhöhung des Hitzgrades im Trockenraum, mit Leichtigkeit folgendermafsen erzielt werden: Man legt in die Brennkammern oder einzelne derselben Rohre ein, die mit der Aufsenluft in Verbindung stehen und durch welche Luft von aufsen angesaugt wird; letztere erhitzt sich auf ihrem Wege durch die Brennkammern an dent glühenden Wandungen der Rohrleitung und wird als heifse Luft in den Trockenraum getrieben.
In Fig. ι und 2 ist ein mit einer derartigen Trockenanlage ausgerüsteter Oblongofen im Vertical- und Horizontalschnitt zur Anschauung gebracht.
A ist das Maschinenhaus, B die Trockenanlage und C der Brennofen. Der sich an den Maschinenraum A anschliefsende Trockenraum B bildet einen langen Schuppen und ist mit vier Fahrgleisen α ausgestattet, die von dem Maschinenhaus zum Trockenraum und zum Brennofen führen und an ihren Kreuzungspunkten Drehscheiben b besitzen. Unterhalb der Schienengleise α sind Kanäle c angeordnet, aus welchen durch einen Exhaustor d oder mehrere solcher die beim Trockenprocefs nach unten sinkende kältere und mit Feuchtigkeit gesättigte Luft abgesaugt und ins Freie befördert wird. Der Kanal e führt vom Fuchs zum Ventilator f, der zum Ansaugen der aus dem Ofen C abgehenden Heizgase dient. Der Ventilator f mündet zweckmä'fsig in ein mit mehreren Auslässen versehenes, quer im Trockenraum angeordnetes Rohr g·, damit die vom Ventilator angesaugten Heizgase oder Luft möglichst gleichmäfsig im Trockenraum B vertheilt werden.
Zur weiteren Vertheilung der von dem Ventilator f angesaugten heifsen Luft im Trockenraum B dienen in der Zeichnung nicht dargestellte, entsprechend vertheilte Windräder oder Windflügel, welche so angeordnet sind, dafs sie die heifse Luft in der Nähe des Brennofens schneller, in gröfserer Entfernung vom Brennofen langsamer bewegen, damit ein Reifsen der in den Trockenraum eingeführten frischen Steine nicht stattfindet.
Die Längs- und Querkanäle c des Trockenraumes B., sowie der Heifsluftkanal e werden zweckmäfsig mit Absperrschiebern ausgestattet, um das Absaugen der feuchten kalten Luft und die Zuführung der heifsen.Luft dem Bedürfnifs entsprechend zu regeln.
Der Trockenraum B mufs eine solche Länge haben, dafs den auf den Wagen verladenen, von der Presse i kommenden Steinen bei einmaligem Durchlaufen des Trockenraumes so viel Feuchtigkeit entzogen ist, dafs die Ueberführung der Steine in den Brennofen ohne Gefahr des Rissigwerdens bewirkt werden kann.
Wie schon erwähnt, kann die Hitzezuführung noch dadurch gesteigert werden, dafs durch Einlegung nach aufsen mündender Rohre Heizflächen zur Ueberhitzung der durch den Ventilator angesaugten Aufsenluft geschaffen werden. Durch die im Trockenraum geschaffene Luftbewegung und durch die Absaugung der bei der Trocknung von den Steinen abgegebenen Feuchtigkeit wird der ganze Trockenprocefs sehr wesentlich beschleunigt und ist auf diese Weise ermöglicht, auch während des Winters den Brennofen in Betrieb halten zu können.
Da dem der Leistungsfähigkeit des Brennofens C entsprechend grofs gehaltenen Trockenraum B ununterbrochen heifse Luft, welche daselbst in fortwährender Bewegung erhalten wird, zugeführt und die naturgemäfs nach unten sinkende kältere feuchte Luft ununterbrochen abgeführt wird, so wird der Trocknungsprocefs derart beschleunigt, dafs im Vergleich zu den bisherigen Trockenschuppen, in welchen nur Lufttrocknung stattfand, ungefähr 3/4 an Bodenfläche gespart wird. Hierzu kommt noch eine weitere bedeutende Ersparnifs durch Vermeidung der Trockengerüste und des sonst erforderlichen mehrmaligen Umpackens der rohen Fabrikate, welche hierbei sehr oft beschädigt oder zerbrochen wurden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zur Ermöglichung eines continuirlichen Ziegelbetriebes die Anordnung eines mit einem Gleissystem ausgestatteten Trockenschuppens (BJ, in welchem Fahrgleise (a) so angelegt sind, dafs sie vom Maschinenhaus (A) durch den Trockenraum (B) hindurch zum Brennofen (C) führen und wobei zwischen ihnen Kanäle (c) zum directen Absaugen der bei der Trocknung abgegebenen Feuchtigkeit angelegt sein können, während die Zuführung der zur Trocknung dienenden Heizgase, welche, im Trockenraum angelangt, in fortwährender Bewegung erhalten werden, direct aus dem Brennofen erfolgt, und welche Hitzezuführung noch dadurch gesteigert werden kann, dafs durch Einlegung nach aufsen mündender Rohre in den Brennraum (C) Heizflächen zur Ueberhitzung der durch Ventilatoren angesaugten und in den Trockenschuppen (B) getriebenen Aufsenluft geschaffen werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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