DE714280C - Verfahren und Einrichtung zur Ermittlung giftiger Stoffe, insbesondere chemischer Kampfstoffe, auch in physiologisch nicht reizender Konzentration - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Ermittlung giftiger Stoffe, insbesondere chemischer Kampfstoffe, auch in physiologisch nicht reizender Konzentration

Info

Publication number
DE714280C
DE714280C DEH151805D DEH0151805D DE714280C DE 714280 C DE714280 C DE 714280C DE H151805 D DEH151805 D DE H151805D DE H0151805 D DEH0151805 D DE H0151805D DE 714280 C DE714280 C DE 714280C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
flame
air
fuel
substances
copper wire
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH151805D
Other languages
English (en)
Inventor
Gerhard Budan
Dr-Ing Helmut Hartmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HELMUT HARTMANN DR ING
Original Assignee
HELMUT HARTMANN DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HELMUT HARTMANN DR ING filed Critical HELMUT HARTMANN DR ING
Priority to DEH151805D priority Critical patent/DE714280C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE714280C publication Critical patent/DE714280C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N21/00Investigating or analysing materials by the use of optical means, i.e. using sub-millimetre waves, infrared, visible or ultraviolet light
    • G01N21/62Systems in which the material investigated is excited whereby it emits light or causes a change in wavelength of the incident light
    • G01N21/71Systems in which the material investigated is excited whereby it emits light or causes a change in wavelength of the incident light thermally excited
    • G01N21/72Systems in which the material investigated is excited whereby it emits light or causes a change in wavelength of the incident light thermally excited using flame burners

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Ermittlung giftiger Stoffe, insbesondere chemischer Kampfstoffe, auch in physiologisch nicht reizender Konzentration Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung, die es gestatten, Giftstoffe und giftige Gase, insbesondere sämtliche Kampfstoffe,. unterhalb ihrer Reizgrenze in der Luft und anderen Stoffen, z. B. Lebensmitteln, festzustellen.
  • Es ist bekannt, daß eine Anzahl von Gasen und . Dämpfen eine Flammenfärbung hervorrufen. Auch eine Reihe von flüchtigen Metallverbindungen verleihen der Flamme eine für das Metall charakteristische Färbung. Insbesondere aber erteilen alle halogenhaltigen Stoffe oder auch Vei-bindungen der Pseudohalogene mit geeigneten Metallen oder Oxyden, insbesondere mit Kupferoxyd, in der Flamme erhitzt, dieser eine lebhafte Färbung. Eine Reihe von Gasen, Dämpfen oder Schwebstoffen vermögen eine Lumineszenz oder, wenn der Reaktionskörper anschließend mit Chemikalien behandelt wird, eine wahrnehmbare chemische Reaktion zu ergehen.
  • Weiterhin ist es bekannt, verdächtige oder zu untersuchende Luft in eine Flamme zu leiten und dort mit einem Körper, z. B. einer Kupferdralitspfrale-. in Verbindung zu bringen, der mit dem Fremdstoff oder dessen Rea.ktionsprodukten reagiert und der Flamme eine Färbung erteilt, eine Lumineszenz,erregt oder anschließend mit Chemikalien behandelt eine dem Fremdstoft- entsprechende chemische Reaktion ergibt.
  • Demgegenüber besteht das Neue vorliegender Erfindung dann, daß ein Brennstoff in einen -in an sich bekannter Weise zur Anreicherung von Fremdstoffen dienenden Adsorptionskörper geleitet und so zur Verbrennung gebracht wird, daß der Adsorptionskörper derart mit der Flamme in Verbindung kommt. daß die adsorbierten Bestandteile desorbiert werden und dabei in die Flamme gelangen.
  • Der technische Fortschritt dieses Verfahrens besteht in der größeren Empfindlichkeit des Nachweises von Fremdstoffen gegenüber bekannten Verfahren, die ein einfaches Einbringen des beladenen Adsorptionskörpers in eine Flamme oder gar nur das direkte Einleiten der zu untersuchenden Luft in eine Flamme vorsehen. Dadurch also, daß der die Reaktionsflamme erzeugende Brennstoff erfindungsgemäß vor seiner Entzündung in den beladenen Adsorptionskörper und dann erst in demselben zur Entzündung gebracht wird, ist es möglich. eine kleinere Menge Fremdstoff zu erkennen als bei den bisher bekannten Verfahren.
  • Außerdem wird erfindungsgemäß der Adsorptionskörper in einem Gefäß, vorzugsweise einem oxydierten Kupferdrahtkörbehen, untergebracht, das zugleich der an sich bekannte Reaktionskörper ist. I)er technische Forzschritt dieser Einrichtung liegt Ül einer weiteren Steigerung der Nachweisempfindlichkeit gegenüber Einrichtungen, die eine getrennte Anordnung von Adsorptionskörper und Reaktionskörper in der Flamme vorsehen.
  • Dem bisher Bel-annten gegenüber neu ist weiterlnn, daß der zur Erzeugung der Flamme dienende Brennstoff in einem Kügelchen oder äbnlichen Behälter innerhalb oder oberhalb des das Adsorptionsmittel enthaltenden und gleichzeitig der Erzeugung einer Flamme färbung dienenden Gefäßes angeordnet ist daß dieses Gefäß mit einer Haut aus Lack o. dgl. überzogen ist, um Verunreinigungen von außen zu vermeiden und um den Luft strom zweckentsprechend zu leiten. und daß schließlich die ganze Einrichtung mit einer abziehbaren Hülse derart verschlossen ist, daß diese beim Abziehen mittels eines Zunders, z. B. eines Streichholzes, den Verbrennungsvorgang einleitet, Als eine der möglichen, allen diesen Bedingungen genügende zweckmäßige Konstruktion hat sich die in der beiliegenden Zeichnung schematisch dargestellte Einrichtung $erwiesen.
  • In dieser Zeichnung ist Abh, I ein Querschnitt durch den gesamten Apparat, Abb. 2 ein Querschnitt durch eine Vorrichtung zur Untersuchung fester und flüssiger Stoffe.
  • Die zu untersuchende Luft wird mit. Hilfe eines Pumpwerks oder des durch eine Flamme entstehenden Sogs durch das in dem oxydierten Kupfedrahtkörbchen 1 befindliche Adsorptionmittel 2, das aus den Schichten a und b besteht, gesaugt. Um der Luft nur den Eintritt bei A zu gestatten, sind die übrigen Teile des Körbchens mit einer brennbaren Haut verschlossen. Pber dem Adsorptionsmittel ist der mit dem Brennstoff 3 gefüllte Behälter 4 angeordnet, in der Weise, daß bei Erwärmung z. B. mittels eines Streichholzes der Brennstoff in das Adsorptionsmittel und dort zur Verbrennung gelangt. Kommen nur einzelne solcher Brenner zu.r Verwendung, so ist das Ganze mit einer bei B abziehbaren hülse verschlossen. Das gleiche gilt für die Au saugöffnung 5, die bis zur Inbetriebnahme mit einer leicht zu durchstoßenden Haut verschlossen ist. um Verunreinigungen zu vermeiden.
  • Für die Benutzung im Gelände und um schnell hintereinander folgende Untersuchungen zu ermöglichen, können auch mehrere solcher Brenner in einem Magazin 6 aufgestapelt werden, aus dem sie durch die Einrichtung 7, die zugleich das Durchsaugen der Luft ermöglicht, einzeln in den Zylinder 8 geschoben werden, wo dann das Entzünden des Brennstoffes 3 entweder durch eine am Brenner selbst angebrachte, nach dem Prinzip des Streichholzes arbeitende Vorrichtung oder die einem Feuerzeug ähnliche Einrichtung 9 bewirkt wird. Die Entfernung des Brenner, aus dem Zylinder bewirkt ebenfalls die Einrichtung 7.
  • Die Untersuchung fester und flüssiger Körper erfolgt in der in Abb. 2 dargestellten Einrichtung. Durch das Gefäß 10 wird mit tels eines Gummiballes 11 ein Luftstrom gedrückt, der den bei C angeordneten Brenner in oben beschriebener Weise durchströmt.
  • Der in dem Behältner 10 bedindliche zu untersuchende Stoff wird mittels der bei E ange ordneten Flamme erhitzt. so daß die dadurch flüchtig gehenden giftigen Stoffe oder deren Zersetzungspriodukte in das Adsorptionsmittel gelangen.

Claims (3)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1. Verfahren zur Ermitztlung giftiger Stoffe. insbesondere chemischer kampfstoffe. auch in physiologisch nicht reizen der Konzentration, bei dem die zu untersuchende Luft oder die aus anderen Stoffen flüchtig gebenden Bestandteile in eine Flamme geleitet werden, wo mittels eines in der Flamrne befindlichen oder mit ihr in verbindung stehenden Körprs, gleichgültig welchen Aggregatzustandes, eine z. B. auf Flammenfärbung, Lumineszenz oder anschließender chemischer Reaktion des betreffenden Körpers beruhende Untersuchung der Luft oder anderer Stoffe vor genommen wird, dadurch gekennzeichnet. daß ein Brennstoff in einen in an sich bekannter Weise zur Anreicherung der Fremdstoffe dienenden .Ndsorptionskörper geleitet und so zur Verbrennung gebracht n-ird, daß der Adsorptionskörper derart mit der Flamme in Verbindung kommt, daß die adsorbierten Bestandteile desorbiert werden und dabei m die Flamme gelangen.
  2. 2. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Adsorptionsmittel in einem Gefäß, vorzugsweise in einem oxydierten Kupferdrahikörb chen, untergebracht ist, daß dieses Kupferdrahtkörhchen zugleich der an sich bekannte Reaktionskörper ist und daß die drei mitreinander in Verbindung stehenden Teile, der Adsorptionskörper, das Kupferdrahtkörbchen sowie der Brennstoffbehälter, durch eine leicht abziehbare Hülse sowie durch eine leicht entfernbare Haut verschlosen sind und die Entzündung des Brennstoffes durch die Entfernung der die Einrichtung von; der Außenluft abschließenden Hülse bewirkt wird.
    @
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeiochnet, daß dieselbe in einem Magazin untergebracht ist, aus dem sie absatzweise durch eine Vorrichtung, die zugleich das Durchleiten der Luft, das Entfernen der Hülse und das Einschieben der Einrichtung in einen Zylinder bewirkt, entnommen wird.
DEH151805D 1937-05-30 1937-05-30 Verfahren und Einrichtung zur Ermittlung giftiger Stoffe, insbesondere chemischer Kampfstoffe, auch in physiologisch nicht reizender Konzentration Expired DE714280C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH151805D DE714280C (de) 1937-05-30 1937-05-30 Verfahren und Einrichtung zur Ermittlung giftiger Stoffe, insbesondere chemischer Kampfstoffe, auch in physiologisch nicht reizender Konzentration

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH151805D DE714280C (de) 1937-05-30 1937-05-30 Verfahren und Einrichtung zur Ermittlung giftiger Stoffe, insbesondere chemischer Kampfstoffe, auch in physiologisch nicht reizender Konzentration

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE714280C true DE714280C (de) 1941-11-26

Family

ID=7181255

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH151805D Expired DE714280C (de) 1937-05-30 1937-05-30 Verfahren und Einrichtung zur Ermittlung giftiger Stoffe, insbesondere chemischer Kampfstoffe, auch in physiologisch nicht reizender Konzentration

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE714280C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2424689C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Analysieren von Quecksilber
DE2948218A1 (de) Verfahren zur messung von gas-, dampf und aerosolbestandteilen in der pruefluft und ein pruefroehrchen zur durchfuehrung des verfahrens
DE714280C (de) Verfahren und Einrichtung zur Ermittlung giftiger Stoffe, insbesondere chemischer Kampfstoffe, auch in physiologisch nicht reizender Konzentration
DE2030153B2 (de) Verfahren zur reinigung eines luftoder gasstromes von verbrennbaren dampfoder gasfoermigen verunreinigungen und adsorptionsfilteranlage zur durchfuehrung des verfahrens
DE2241647A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur verringerung des gehaltes von co oder anderer schaedlicher verunreinigungen in der atemluft
Renwick et al. Effects of sulfur dioxide on volatile terpene emission from balsam fir
DE158928C (de)
DE10355400A1 (de) Multikomponenten Mineralstoffpräparate und Verfahren zur Herstellung von Multikomponenten-Mineralstoffpräparaten
DE2932444C3 (de) Verfahren zum Abtrennen störender Bestandteile aus einer Flüssigkeit und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE439195C (de) Verfahren zur Herstellung von farbigem Rauch
DE69510625T2 (de) Verfahren fuer die diffusion eines riechenden stoffs
DE257154C (de)
DE1648968A1 (de) Verfahren zur qualitativen und quantitativen Spektralanalyse mittels Entladungen an elektrisch verdampften Fluessigkeitsfaeden
DE148463C (de)
DE533061C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen und/oder Desinfizieren geschlossener Raeume
DE2001700A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Atomabsorptions- oder Atomfluoreszenz-Spektralanalyse
DE2002933A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Eich-und Pruefgaskonzentrationen fuer Gasanalysengeraete im ppm- und pp-Bereich
DE3544977C2 (de)
DE716641C (de) Einrichtung zur Ermittlung des Gehaltes der Luft an Giftstoffen
DE139786C (de)
DE171882C (de)
DE456752C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Zerstaeuben von Fluessigkeiten und zum Einfuehren dieser zerstaeubten Fluessigkeiten in Gase
DE329542C (de)
DE3423164A1 (de) Vorrichtung zur vermeidung der explosionsgefahr in raeucherkammern fuer fleischereien, fischbratereien usw. bei gleichzeitiger eliminierung der geruchs- und schadstoffe
DE390142C (de) Verfahren zur lonisierung der Luft