DE7127635U - Vorrichtung zur Vermessung von Gleisanlagen - Google Patents

Vorrichtung zur Vermessung von Gleisanlagen

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Description

PATE'NTAtt W'ALT j\
DiPL.-PHYS. DR. WALlHER JUNIl/S 3 Hannover '
ABTESTIl/SSE 30 · TELEFON II «3 JO 16". 7 · 1971
Dr.J/A
Mcj-ne Akte: 251
Diplom-Ingenieure
Helmut Sieke, Rainer Sieke, 5001 Wulferode, An der Trift 5
Vorrichtung zur Vermessung von Gleisralagen
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Vermessung von Gleisanlagen vor, während und/oder nach Bau- oder Reparaturarbeiten am Schotterbett der Gleisanlage.
Bei der Durchführung von Stopf-, Rieht-, Verdicht-, Bauoder Reparaturarbeiten am Schotter'oett der Gleisanlage muß z.B. der Schotter aufgenommen werden, gereinigt werden und dann wieder in das Bett eingefüllt werden. Das Gleis wird hierbei angehoben und es wird eine Stopfung desSchotters vorgenommen. Hierbei wird die Lage des Gleises so stark verändert, daß eine Messung der Lage des Gleises notwendig ist, um am Ende der Reparaturarbeit eine einwandfreie Gleisanlage zu haben.
Die Messung wird bisher mit einer einzigen Meßstelle durchgeführt , mit der nach und nach das gesamte Gleis schrittweise abgetastet wird. Es ist auch bekannt, diese einzige Heßstelle in einem Fahrzeug anzuordnen, welches schrittweise verschoben wird.
Nactieil des schrittweisen Messens init einer Meßstelle ist es,
-2-
■ · ; r
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daß in vielen Fällen in der Schiene liegende kürzere Höhenfehler, Senken, Abweichungen und sonstige Ungenauigkeiten nicht zu ermitteln sind.
Derartige Ungenauigkeiten Gin·? auch nicht zu ermitteln, wenn die Prüfung mit Hilfe einer Stahlsaite durchgeführt wird, da die Stahlsaite an zwei mit weiten Abstand voneinander liegenden Punkten am Gleis angehalten wird.
Die schrittweise Messung hat nicht tiur den Nachteil einer erheblichen Ungenauigkeit, sondern den weiter η Nachteil, daß für die Messung relativ viel Zeit notwendig ist, so daß hierdurch das schnelle kontinuierliche Arbeiten moderner Gleishebe-, Schotterreinigungs- und Gleisstopfmaschinen gehemmt wird.
Die vorliegende Erfindung schafft e ne Möglichkeit, um Gleisanlagen sehr schnell mit sehr hoher Genauigkeit auch während des langsamen Fahrens zu vermessen.
Die Erfindung besteht darin, daß in einem auf dem zu vermessenden Gleis fahrbaren Fahrzeug mehrere Meßstellen pro Schiene in der jeweiligen Fahrtrichtung hintereinander vor und/oder zwischen den Fahrachsen angebracht sind und daß Mittel vorgesehen sind, die einen Vergleich d'jr Meßwerte ermöglichen.
Auf diese Weise wird es möglich, Gleisanlagen sehr exakt zu vermessen, weil die vielen Meßstellen und die vorgesehenen Mittel zum Vergleich der Meßwerte sehr schnell ein exaktes Bild der Gleislage vermitteln. Diese Messung kann auch während der Fahrt durchgeführt werden, so daß diese Vorrichtung auf Gleishebe-, Rieht- oder Gleisstopfmaschinen angeordnet werden kann*
Eine Möglichkeit der Ausführung ist es, daß mehrere Taster an einem im Fahrzeug gelagerten Normal befestigt sind und für eine mechanische, optische, pneumatische, hydraulische, elektrische, magnetische oder elektro-magnetische Messung oder für eine Wellenlängenmessung des Abstandes zwischen dem und der Scniene hergerichtet sind.
Durch das im Fahrzeug gelagerte Normal wird für mehrere Meßstellen eine Möglichkeit eines einwandfreien Bezugspunktes geschaffen. Dieses im Fahrzeug gelagerte Normal kann sich auf den Fahrzeugrahmen abstützen. Falls das Fahrzeug nicht allzu lang ist und eine erhebliche Hebung des Gleises zwischen den Achsen des Fahrzeuges vorgenommen wird, ist es zweckmäßig, mit Hilfe von Mikrometerschrauben beispielsweise eine Einstellmöglichkeit für das Normal zu schaffen.
Eine andere Möglichkeit zur Ausbildung der Vorrichtung besteht darin^ daß die Meßstellen an einer gegen die Schiene zu drückenden elastischen Meßlatte angeordnet sind und zur Messung der Verbiegung und/oder Verbindung der Meßlatte ausgelegt sind.
Die elastische Meßlatte wird für die Messung an die Schiene angedrückt. Ihre Verbiegung und/oder iore Verbindung kann durch einfache Weggeber, aber auch durch Dehnungsmeßvorrich— tungen bestimmt werden. Im einfachsten Falle wird die Meßlatte an derjenigen Seite, an der sie nicht an den Schinen anliegt, mit Dehnungsmeßstreifen beklebt, die zum Messen in einer Brückenschaltung geeignet sind. Es ist aber auch möglich, parallel zur Heilatte ein Normal vorzusehen und die Abstände zwischen dem Hormal und der Heßlatte zu messen.
Zweckmäßig ist es, wenn jeder Me .latte ein Integrierglied bzw. ein 31ter zugeordnet ist. Denn es ist zweckmäßig, die Messung während der Arbeiten am Gleis durchzuführen, damit
diese Arbeiten beendet werden können, wenn die richtige Lage des Gleises mit HxIfe der Messung festgestellt iat. Durch das Integrierglied bzw. durch das Filter wird ein Hittelwert der gemessenen Größe dem Anzeigegerät zugeführt, so daß die in das Gleis durch die Arbeitsgeräte eingebrachten
t sind
Pur die Auswertung ist es zweckmäßig, wenn je zwei Meßstellen einen Differenzbildner zugeordnet sind. Auf diese weise läset sich am leichtesten beurteilen, an welchen Stellen die Arbeit verstärkt durchgeführt werden muß und an welchen Stellen mit der Arbeit aufgehört werden kann. Zweckmäßig ist es weiter, wenn für sämtliche Meßstellen oder eine Gruppe von Meßstellen ein Anzeigegerät zur Anzeige derjenigen Meßstelle und/oder desjenigen Wertes vorgesehen ist, der die größte und/oder kleinste Amplitude oder Veränderung erfahren hat.
Aber nicht nur an einer "lazigen Schiene des Gleises lassen sich diese Messung an durchführen: Wenn man die Messungen an beiden Schienen des Gleises gleichzeitig durchführt, co kann man unter Benutzung von Formalen, die eine Ebene darstellen und nach einer Ebene ausgerichtet sind, selbsttätig eine Steuerung der Arbeiten an der Gleisanlage vornehmen» und zwar auch dann, wenn schwierige Gleisanlagen herzustellen, sind.
Das lesen der vorliegenden Erfindung ist anhand von in der Zeichnung schematisch dargestellten Aueführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ausführung eines Meßfahrzeuges. Fig. 2 eine andere Ausführung des Meßfahrzeuges. Fig. 3 eine Darstellung einer Meßlatte.
-5-
In dem Fahrzeug 1 sind Stopfwerkzeuge 2 an^eordne«. Diese Stopfwerkzeuge 2 stopfen den Schotter unter die Schwellen $ der Schienen 4. Hierdurch oder durch zusätzliche rlebeeinrichtungen heben sich die Schienen etwas an. Dieses Anheben wird dadurch gemessen, daß Meistäbe 5 auf die Kreuzungspunkte Schiene 4- - Schwelle 3 gesetzt sind, deren Abstand /on einem ia Fahrzeug 1 gslügsrtcn Normal δ mit Hilfe von Grebexn 7 gemessen wird. Diese Geber 7 können in der verschiedensten Weise ausgeführt sein. Es kennen induktive Geber sein, aber auch pneumatische, aber auch in vieler anderer Weise arbeitende Geber. Die aus diesen Gebern 7 kommenden Signale werden Differenz.ildnern zugeführt und von diesen werden sie einer Schreibanlage 9 zugeführt.Die Signale der Differenzgeber 8 können aber auch einem Programmrechner zugeführt werden, der nicht nur die Auswertung der Messung vornimmt, sondern gleichzeitig auch die Steuerung der Stopfwerkteuge 2 vornimmt. Das Normal 6 ist ein Balken, der an seinen beiden Enden gelagert ist. An einem Ende ist die Lagerung mit einer Mikrometerschraube 10 versehen, damit der Balken in der erforderlichen Weise eingestellt werden kann. Hit dem Fahrzeug 1 können die Messungen schrittweise durchgeführt werden, es ist aber auch möglich, das Fahrzeug während der Messung zu fahren, indem man dxe Meßstäbe 5 auf der Schiene 4 schleifen läßt oder indem man am unteren Ende der Meßstäbe 5 exakt gelagerte Rollen oder Taster vorsieht.
Bas Fahrzeug der Fig. 2 arbeitet mit Meßlatten, welche sowohl von oben als auch von der Seite her gegen die Schie; .v 4 gedrückt werden. Die Meßlatte 11 wird durch Federn 12 von oben her gegen die Schiene 4 gedruckt. Die Meßlatte 13 wird von der Seite her gegen die schiene 4 gedrückt. Die Meßlatte 11,13 ist ein sehr elastisches flaches Stahlprofil, welches an vielen Stellen mit Dehnungsmeßstreifen 14 beklebt ist. Mittels dieser Dehnungsmeßstreifen 14 läßt sich dio Irümeung dar Meßlatte an den einzelnen Stellen feststellen.
712783523.3.«
Die mittels Brückenschaltungen ermittelten Meßergebnisse der einzelnen Meßstellen werden wiederum Integriergliedern zugeführt und sodann in Differenzbildnern und Schreibern bzw. in Programmrechnern weiterverarbeitet und zur Steuerung der Werkzeuge ausgenutzt.

Claims (1)

Schutzansprüche :
1. Vorrichtung zur Vermessung von Gleisanlagen vor, während und/oder nach Bau- oder Reparaturarbeiten am Schotterbett der Gleisanlage,
gekennzeichnet durch
ein auf dem zu vermessenden Gleis fahrbares Fahrzeug (1) mit zwei oder mehr Meßaufnehmern, die hintereinander vor und/oder zwischen den Pahrzengachsen angebracht sind, pro Cchiene«
2, Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Fahrzeug ein Normal in Form einer stabilen langen Latte gelagert ist an der mehrere Meßaufnehmer (7) in Form von Tastern für eine mechanische, optische, pneumatische, hydraulischet elektrische oder magnetische Messung oder für eine Wellenlängenmessung angeordnet sind.
Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßaufnehmer an einer gegen die Schiene (4-) zu drückenden elastischen Keßlatte (11,13) angeordnet sind und zur Messung der Verbiegung und/oder der Verwin-ung der Meßlatte (11,13) ausgelegt s: id.
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