DE710857C - Kolben fuer Brennkraftmaschinen - Google Patents

Kolben fuer Brennkraftmaschinen

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DE710857C
DE710857C DES130767D DES0130767D DE710857C DE 710857 C DE710857 C DE 710857C DE S130767 D DES130767 D DE S130767D DE S0130767 D DES0130767 D DE S0130767D DE 710857 C DE710857 C DE 710857C
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piston
bell
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heat
core
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DES130767D
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Sulzer AG
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Sulzer AG
Gebrueder Sulzer AG
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02FCYLINDERS, PISTONS OR CASINGS, FOR COMBUSTION ENGINES; ARRANGEMENTS OF SEALINGS IN COMBUSTION ENGINES
    • F02F3/00Pistons 
    • F02F3/0015Multi-part pistons
    • F02F3/0023Multi-part pistons the parts being bolted or screwed together

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Pistons, Piston Rings, And Cylinders (AREA)

Description

  • Kolben für Brennkraftmaschinen Die Erfindung betrifft einen Kolben für Brennkraftmaschinen, bei dem in bekannter Weise eine zentral auf dem Kolbenboden befestigte Wärmeschutzplatte aus widerstandsfähigem Baustoff vorgesehen ist. Die Erfindung besteht darin, daß die Wärmeschutzplatte auf dem Boden einer aus normalem Kolbenbaustoff, z. B. aus Gußeisen, bestehenden, als Kolbenringträger dienenden Glocke aufliegt, die einen die Wärme gut leitenden Kern aus Aluminium o. dgl. umschließt.
  • Der Boden von Brennkraftmaschinenkolben ist, da er die Begrenzung des Verbrennungsraumes bildet, sehr hohen Gastemperaturen ausgesetzt. Ist er ungekühlt, so kann die ihm zugeführte Wärme nur durch Wärmeleitung nach den kälteren Teilen des Kolbens, also dem zum Teil mit Kolbenfedern besetzten Kolbenmantel und von dort an die gekühlte Lauffläche des Motorzylinders abgeleitet werden. Die vom Wärmestrom innerhalb des Kolbenmaterials zu durchlaufende Leitstrecke wächst demnach etwa proportional dem Kolbendurchmesser. Je größer der Durchmesser des Kolbens ist, desto höher werden die Temperaturen an der Oberfläche des Kolbenbodens ansteigen.
  • So kommt es, daß z. B. unter den besonders schweren Bedingungen, welche in schnellaufenden und hochbelasteten Zweita,ktdieselmaschinen vorliegen, ungekühlte Kolben, welche aus einem einzigen Gußeisenstück bestehen, schon oberhalb eines Durchmessers von nur 70 mm zu versagen beginnen. Für größere Durchmesser hat man auf dem Kolbenboden eine in bekannter Weise in der Regel zentral befestigte Wärmeschutzplatte anzuordnen. Diese besteht zweckmäßig aus einem hochtemperaturbeständigen Stahl, der dauernd Temperaturen von 6oo bis 700° C verträgt, ohne Schaden zu erleiden.
  • Die Verwendbarkeit von ungekühlten Kolben, die in dieser Weise gebaut sind, findet aber bei schnellaufenden und hochbelasteten Zweitaktdieselmaschincn wiederum eine Grenze bei einen Kolbendurchmesser von etwa Zoo mm, oberhalb der die Temperaturen der Kolbenoberfläche auch die für den hochtemperaturbeständigen Stahl zulässigen Werte übersteigen. Bis jetzt war es nicht möglich, schnelllaufende und hochbelastete Zweitaktdieselmaschinen mit einem größeren Zylinderdurch messer als Zoo mm ohne Kühlung der Kolbeu= durch ein besonderes Kühlmittel zu bauen.' Das Gebiet der ungekühlten Kolben wird' durch die Erfindung ganz erheblich, und zwar auf mehr als doppelt so große Durchmesser erweitert.
  • Der Wegfall der Kolbenkühlung durch besondere Kolbenkühlmittel ermöglicht eine wesentliche Vereinfachung in der Herstellung und im Betrieb von Brennkraftmaschinen und somit eine Verbilligung der Anschaffung und der Unterhaltung. Welche Schwierigkeiten die Zufuhr des Kühlmittels zum Kolben, insbesondere die Abdichtung dieser Zufuhr bereitet, geht aus den zahlreichen Vorschlägen zur Behebung dieser Schwierigkeiten hervor. Die Schwierigkeiten verdoppeln sich noch, ,wenn bei Seeschiffen Seewasser zur Kühlung für die Kolben verwendet wird. Hierbei muß auf jeden Fall verhindert werden, daß Seewasser in das Schmieröl gelangt.
  • Im kalten Zustand kann der die Wärme gut leitende Kern in dem Mantel der Glocke so viel Spiel haben, daß er sich erst in warmem Zustand satt in den Mantel einzuschmiegen und die Wärme auf den Mantel zu übertragen hat. Die Wärmeschutzplatte kann auch in außerhalb der Kolbenachse liegenden Punkten am Boden der Glocke und dieser wieder am Kern befestigt sein, jedoch so, daß ihre gegenseitige radiale Verschiebbarkeit aufrechterhalten bleibt. Die Wärmeschutzplatte kann überdies mit der Glocke durch kurze, mit selbstschmierendem :Metall (z. B. Gußeisen) unterlegte, nur schwach angezogene Schrauben verbunden sein.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist auf der Zeichnung schematisch dargestellt.
  • Fig. i zeigt einen Schnitt durch den Kolben einer Brennkraftmaschine.
  • Fig. 2 stellt auf der linken Seite eine teilweise :Ansicht von oben und auf der rechten Seite eine teilweise Ansicht von unten auf die Wärmeschutzplatte dar.
  • Fig.3 ist eine Ansicht der Bußeisernen Glocke von oben.
  • Der Brennkraftzvlinder hat einen Mantel i, in welchen die Laufbüchse 2 eingesetzt ist. Auf der Laufbüchse 2 ist der Zylinderdeckel 3 angeordnet, welcher über einen Anpreßring .. mit dem Mantel i durch Schrauben 5 verbunden ist. Die Hohlräume 6 und 7 sind wassergekühlt. Ein Einspritzventil8, das durch Düsen 9 Brennstoff einspritzt, kann von einer nicht gezeichneten Pumpe bedient werden.
  • Der Kolben der Verbrennungskraftmaschine besteht aus einer Wärmeschutzplatte i i, die aus hochtemperaturbeständigem Stahl besteht, einer Bußeisernen Glocke 12, auf deren Boden ;.die Wärmeschutzplatte i i aufliegt und deren .;Mantel 13 als Träger der Kolbenringe 14 dient, und aus einem die Wärme gut leitenden `Kern 15, z. B. aus Aluminium, der die dem Boden der Glocke i2 durch die Wärmeschutzplatte i i noch zugeführte Wärme an den Mantel 13 der Glocke ableitet. In dem Mantel 13 der Glocke 12 legt sich gegen den obersten Dichtungsring 14ein ringförmiger Fortsatz 10.
  • Unter der Wärmeschutzplatte i i liegt die Glocke 12, wobei ein zentraler Bolzen 16 der Wärmeschutzplatte i i in den gut leitenden Kern 15 versenkt ist. Dieser zentrale Bolzen 16 ist mit einer Verschraubung 17 in die Wärmeschutzplatte i i eingelassen und wird durch eine Mutter 18 angezogen, unter die eine Scheibe 19 gegen den Kern 15 gelegt ist.
  • Die Elemente des Kolbens, d. h. die Wärmeschutzplatte i i, die Bußeiserne Glocke 12 und der die Wärme gut leitende Kern 15 sind nur in der Achse des Kolbens durch den zentralen Bolzen 16 verbunden, in radialer Richtung können die Elemente frei gegeneinander verschiebbar sein. In kaltem Zustand kann der die Wärme gut leitende Kern 15 so viel Spiel 2o haben, daß er erst in warmem Zustand sich an den Mantel 13 anschmiegt und erst dann seine Wärme auf den Mantel überträgt.
  • Es sind verschiedene Sicherheitsbolzen 21 vorgesehen, die in kaltem Zustand die Rufbiegung des Randes der Wärmeschutzplatte 11, in warmem Zustand die Ausknickung von Teilen der Platte i i verhindern und außerdem noch die Platte bei einem Festfressen des ringförmigen Fortsatzes 1o halten. Diese Bolzen 21, die durch eine Mutter 2.1 gesichert sind, sind nur schwach von Hand angezogen und mit selbstschmietenden (z. B. Bußeisernen) Distanzhülsen 23 unterlegt, so daß sie ein Schieben auf den Unterlagen, wie es infolg^c der Dehnungen der Platte notwendig ist, gefahrlos ertragen.
  • Ferner sind Bolzen -22 vorgesehen, um die CTnterseite 26 des Kolbens mit der Glocke 1 2 zu verbinden. Das Ansteigen der Oberflächentemperaturen der Wärmeschutzplatte i i auf eine genügende Temperatur geschieht in der Hauptsache durch Drosselung des Wärmestromes an einigen schmalen Auflagestegen (Isolierstegen) 25; die gleichzeitig als Dichtungsfläche gegen die Verbrennungsgase wirken. Diese Isolierstege 25 können entweder von der Wärmeschutzplatte i i oder von der Bußeisernen Glocke 12 oder sowohl von der Wärmeschutzplatte i i wie auch von der Bußeisernen Glocke 12 getragen werden.
  • Fig. 2 zeigt links die Wärmeschutzplatte i i in Ansicht von oben, und rechts in Ansicht von unten. In letzterer Ansicht sind die Bohrungen für die Sicherheitsbolzen 21 und der zentralen Bolzen 16 zu- erkennen.
  • Fig. 3 zeigt eine Ansicht der gußeisernen Glocke 12- bzw. des Trägers der Kolbenringe 14 und des ringförmigen Fortsatzes io von oben. Die Sicherheitsbolzen 2i stehen in Ver= bindung mit dem wärmeleitenden Kern i5 und mit,der Wärmeschutzplatte i i, -die Bolzen 22 in Verbindung mit dem unteren Teil 26 des Kolbens und der Glocke 12.
  • Die Isolierstege 25 werden am besten konzentrisch angeordnet. Wenn die Platte i i, z. B. beim Verbrennungsvorgang, von oben erwärmt wird, tritt zunächst infolge Wölbung der Platte nur in der Mitte ein axialer Wärmestrom auf. Dann kommt aber schon der nächste Steg in Kontakt mit der Unterlage, worauf auch hier ein axialer Wärmestrom zu fließen beginnt, der die Wölbung wieder aufhebt, so daß wieder ein neuer Steg an die Unterlage gedrückt wird. Das Spiel wiederholt sich, bis alle Stege 25 gleichmäßig tragen.
  • Die Platte i i schmiegt sich also so lange ihrer Unterlage stabil an, als sie von oben beheizt wird. Unstabilität kann jedoch eintreten, wenn infolge irgendwelcher Umstände die Platte i i schon in unbeheiztem Zustand in der Mitte nicht berührt bzw. am äußeren Rand aufliegt. Die Beheizung wird darin in der Mitte stärker als an dem die Unterlage berührenden Rand, und die Platte würde nach oben auskn.icken. Dieses Ausknicken wird durch den zentralen Bolzen 16 verhindert, der die Platte i i in der Mitte stets in Kontakt halten soll. Die Beherrschung der radialen Dehnungsdifferenzen wird von den Bolzen 21 erreicht.
  • Von den Stegen 25 aus strömt die Wärme in den Boden der Glocke 12. Der innere, d. h. der näher an der Kolbenachse gelegene Teil dieses Wärmestromes durchfließt den Boden in hauptsächlich axialer Richtung und tritt in den Kern 15 über,- dann durch dessen Mantelfläche, die in warmem Zustand ja in Kontakt mit dem Mantel der Glocke 12 steht, in den letzteren und schließlich durch die Kolbenringe und die übrigen Teile des Kolbenmantels in den wassergekühlten Zylindereinsatz 2 und 3.
  • Der äußere Teil des Wärmestromes dagegen fließt schräg nach außengerichtet vom Boden der Glocke 12 unmittelbar deren Mantel zu und geht dann ebenfalls durch die Kolbenringe auf den wassergekühlten Zylindereinsatz 2 und 3 über.
  • Hierdurch wird erreicht, daß die Temperatur des Bodens der Glocke 12 über deren Halbmesser annähernd konstant ist, im besonderen also eine überhitzung der mittleren Teile des Bodens vermieden wird. Der innere `Teil des Wärmestromes hat zwar den längsten Weg zurückzulegen, verläuft aber dafür 'auf dem größten Teil seines Weges in dem die Wärme gut leitenden Baustoff des Kerns 15, während der äußere Teil des Wärmestromes seinen kürzeren Weg ganz in dem die Wärme schlechter leitendep Baustoff der Glocke 12 zu durchlaufen hat.
  • Da ferner der größte Teil des Wärmewiderstandes in den die Wärme stark drosselnden Stegen 25 liegt, gelingt es, die Wärmeschutzplatte i i recht gleichmäßig auf der einerseits für ihren Baustoff noch zulässigen, andererseits aber zur wirksamen Abwehr der Wärme auch erforderlichen Temperatur von etwa 700° C zu halten, die Glocke 12, den Kern 15 und schließlich die Kolbenringe 14 dagegen auf Temperaturen, die für deren Baustoffe und Betriebsbedingungen ausreichend niedrig sind.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Kolben für Brennkraftmaschinen mit einer zentral auf dem Kolbenboden befestigten Wärmeschutzplatte aus widerstandsfähigem Baustoff, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeschutzplatte (ii) auf dem Boden einer aus normalem Kolbenbaustoff, z. B. aus Gußeisen, bestehenden, als Kolbenringträger dienenden Glocke (i2) aufliegt, die einen die Wärme gut leitenden Kern (i5) aus Aluminium o. dgl. umschließt.
  2. 2. Kolben nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in kaltem Zustand der die Wärme gut leitende Kern (i5) in dem Mantel der Glocke (i2) Spiel hat und sich erst in warmem Zustand satt in den Mantel einschmiegt und die Wärme auf den Mantel überträgt.
  3. 3. Kolben nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeschutzplatte (i i) auch in außerhalb der Kolbenachse liegenden Stellen am Boden der Glocke (i2) und dieser wieder am Kern (i5) unter Aufrechterhaltung ihrer gegenseitigen radialen Verschiebbarkeit befestigt ist. q.., Kolben nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeschutzplatte (ii) mit der Glocke (i2) durch kurze, mit selbstschmierendem Metall (z. B. Gußeisen) unterlegte, nur schwach angezogene Schrauben (2i) verbunden ist.
DES130767D 1938-02-10 1938-02-10 Kolben fuer Brennkraftmaschinen Expired DE710857C (de)

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DE (1) DE710857C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1141491B (de) * 1959-10-30 1962-12-20 Mahle Kg Mehrteiliger Brennkraftmaschinenkolben

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1141491B (de) * 1959-10-30 1962-12-20 Mahle Kg Mehrteiliger Brennkraftmaschinenkolben

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