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Förderband Die Erfindung bezieht sich auf ein Förderband, insbesondere
in muhen Betrieben wie Bergwerksanlagen u. ä., in denen große Anforderungen hinsichtlich
Festigkeit und Dauerhaftigkeit an das Band gestellt werden. All-
gemein wird
von sölchen Bändern verlangt, daß sie in der Längsrichtung nur eine geringe Dehnung
aufweisen, damit bei belastetem Band der Durchhang zwischen je zwei Stützrollen
nicht zu groß wird. Dagegen ist es bei Bändern zum Fördern von kleinstückigem Schüttgut,
z. B. Köhle, Steine, Sand, Erde usw., sehr erwünscht, wenn das Förderband eine Querelastizität
besitzt, die nicht nur ermöglicht, daß das Band zwischen den seitlichen, etwas geneigt
liegenden Stützrollen und den waagerecht angeordneten Stützrollen eine Trogform
annimmt, sondern daß es diese Form zwischen je zwei Tragrollensätzen auch behält.
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Mit den bekannten Bandausführungen sind diese Forderungen aber nicht
erfüllbar, denn während Gummi zwar die Eigenschaft der Querelastizität besitzt,
weist er aber zugleich eine große Längselastizität auf, die einen unerwünscht _großen
Durchhang ergibt und zugleich ein die Haltbarkeit des Bandes beeinträchtigendes
ständiges Nachspannen erfordert. Man hat schon versucht, diese Nachteile dadurch
zu beheben, daß man die Förderbänder aus Gummi mit einer Einlage aus einer oder
mehreren Gewebeschichten mit in Längsrichtung des Bandes verlaufenden Kettenfäden
und rechtwinklig zu diesen verlaufenden Schußfäden versah. Hierdurch ist zwar eine
größere Festigkeit des Bandes, die zugleich eine Erhöhung der Haltbarkeit bedeutet,
und eine Verringerung der Längsstreckung erreicht, dafür wurde aber gleichzeitig
die Querelastizität eingebüßt.
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Gemäß -der Erfindung sollen diese Mängel dadurch beseitigt werden,
daß die Gewebieeinlage mit Schrägschuß versehen ist, d. h. daß die Schußfäden nicht
im rechten Winkel zu den in Längsrichtung des Bandes verlaufenden Kettenfäden stehen,
sondern in einem
Winkel von etwa 4.5" bzw. dem Supplement dieses.
zu ihnen liegen. Vorteilhaft könnet: bei der Anordnung mehrerer Gew:beeinlag-#ri
die Schußf.'iden z«-eier benachbarter Einlag-,n sich kreuzen.
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Diese Aasbildung der Gewebeeinlagen erweist sich als außerordentlich
zweckmäßig, denn während jetzt die Längsdehnung des Bandes durch die Kettenfäden
der Gewebeeinlagen begrenzt ist und das gewünschte Mali des Durchhanges nicht überschreitet,
gibt der Schrägschuß dem Förderband die gewünschte Querelastizität, denn die Schräglage
der Schußfäden ermöglicht eine Dehnung des Förderbandes in der Breite. Auf diese
Weise erhält das Förderband zugleich eine besonders hohe Festigkeit, denn die Schußfäden
nehmen infolge ihrer schrägen Anordnung noch einen Teil der Zugkraft auf, so daß
die sonst den Zug allein aufnehmenden Kettenfäden teilweise entlastet werden.
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Ein weiterer Vorteil der neuen Ausführung besteht darin, daß durch
die Schräglage der Schußfäden die Einreißfestigkeit der Kanten außerordentlich erhöht
wird. Da Förderbänder vorwiegend durch Einreißen der Seitenkaaitc;: unbrauchbar
werden. so wird durch der Schrägschul@ die Lebensdauer wesentlich verlängert. Die
Wirkung kann noch dadurch gesteigert werden, daß die Gewebeeinlagen nicht aus geschnittener
Breitware, sondern aus Bandgeweben bestehen, die beiderseitig eine feste Seifkante
aufweisen. Diese Verbesserung der Bandhefestigkeit ermöglicht es, entweder das Förderband
höher zu belasten oder aber bei gleichbleibender Belastung ein wesentlich dünneres
und leichteres Band zu wählen, was eine mehrfache Ersparnis- sowohl an Werkstoff
als auch an Antriebskraft ergibt.
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In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel
schaubildlich dargestellt, und zwar handelt es sich um ein Förderband mit vier Gewebeeinlagen
a, wobei sich die Schußfäden der benachbarten Einlagen kreuzen. Während die Kettenfäden
c in bekannter Weise parallel zu den Kanten des Förderbandes laufen, sind die Schußfäden
b zu den Kettenfäden c in. einem Winkel von etwa 45 bzw. dem Gegenwinkel angeordnet.
jede Gewebeeinlagea ist beiderseitig gummiert und mit der benachbarten Gewebeeinlage
a durch Vulkanisation verbunden. Auf die obere und untere Seite dieser zusammengefaßten
Gewebeeinlagen a ist dann je eine stärkere Gummischicht il aufvulkanisiert. Damit
das die Brauchbarkeit des Förderbandes schädigende Einreihen der Kanten möglichst
vermieden wird, sind die Gewebeeinlagen a des dargestellten Betspieles nicht aus
geschnittener Breitware, sondern als Bänder mit --fQster Selfkante f gedacht. Wird
hierdurch die Festigkeit des Bandes an sich wesentlich erhöht, so ist noch ein besonderer
Kantenschutz in der Weise vorgesehen, daß zu beiden Seiten der Gewebeeinlagen a
noch ein Voll-JimMistreifen ä angeordnet ist, der die Gewebekanten/ einhüllt. auf
diese Weise liegen die Gewebeeinlagen a vollstlindig in Gummi eingebettet und sind
fest mit ihm verbunden, so daß alle Beanspruchungen des Bandes von dein Gewebe b,
c aufgenommen werden. Die in der Längsrichtung des Förderbandes verlaufenden Kettenfäden
e verringern die sonst bei Reingummibändern vorhandene übergroße Längsdehnung auf
ein zuträgliches Maß, während die schräge Lage der Schußfäden b eine sonst bei Geweben
unmögliche Querelastizität ergibt. Ferner trägt die Schrägschußausführung dazu bei,
daf.i der Widerstand ,gegen das seitliche Einreißen des Förderbandes erheblich wächst,
während die Schußfäden b gleichzeitig einen Teil der in Läingsrichtung des Bandes
wirkenden Zugkraft aufnehmen.
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Infolge der gesteigerten Festigkeit und Haltbarkeit des Förderbandes
eignet sich dieses nicht nur zum Fördern großstückigen Fördergutes, sondern besonders
für solches Gut, bei dem eine erhöhte Querelastizität von Vorteil ist.
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Natürlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte Beispiel beschränkt,
vielmehr sind auch andere Ausführungen und Änderungen möglich. So kann die Zahl
der Gewebeeinlagen a den jeweiligen Anforderungen entsprechend gewählt werden. Ferner
kann das neue Band nicht mir als Förderband, sondern gegebenenfalls auch vorteilhaft
als Treibriemen verwendet werden.