DE70185C - Verfahren zur Gewinnung von Salzen im Glockenapparat - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Salzen im Glockenapparat

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DE70185C
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Germany
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bell
acid
salts
extraction
box
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DENDAT70185D
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A. SAUER in Gottesberg, Schlesien
Publication of DE70185C publication Critical patent/DE70185C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/12Separation of ammonia from gases and vapours

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMTS
Zur Gewinnung von Salzen aus Säuren und Basen im flüssigen oder gasförmigen Zustande, z. B. von Ammoniaksalzen und namentlich des schwefelsauren Ammoniums, bedient man sich vielfach des kurz nachbeschriebenen Verfahrens und Apparates.
Will man durch Sättigen von Schwefelsäure mit Ammoniakgas schwefelsaures Ammonium gewinnen, so wird das aus Gaswasser in einem besonderen Destillirapparat entwickelte Ammoniakgas durch eine Rohrleitung a1 b in die im sogenannten Sättigungskasten c befindliche Säure geleitet. Es wird das Gas so lange von der Säure absorbirt, bis letztere neutralisirt ist. Hierbei bildet sich auf dem Kastenboden ein Niederschlag von Ammoniaksalz.
Da nun während dieses Vorganges zum Theil giftige Gase, wie namentlich Schwefelwasserstoff, entweichen, ist innerhalb des Kastens c über dem Zuführungsrohr b eine unten offene Glocke d angeordnet, welche diese Gase unter sich aufnimmt und durch ein Rohr dl und Apparat d? nach einem Kamin oder dergl. hin abführt.
Andererseits hat aber die Glocke den Nachtheil, dafs die Säure unter der Glocke von der übrigen im Kasten befindlichen abgeschlossen ist, sobald die Salzkrystalle sich um und bis in die Glocke hinein abgelagert haben. Es können alsdann die eingeführten Ammoniakgase nicht mehr in die nicht unter der Glocke befindliche äufsere Säure gelangen, sondern werden nur noch von der Säure in der Glocke so lange absorbirt, bis letztere neutralisirt ist. Ist dieser Zeitpunkt eingetreten, so entweicht das Ammoniakgas unausgenutzt durch d1 d2, während die äufsere Säure noch ungesättigt ist.
Man vermeidet dies durch Fortrühren und Fortkratzen der Salze von der Glocke.
Um das lästige Rühren und Fortkratzen zu ersparen und die Arbeit zu vereinfachen, sowie auch rationeller zu gestalten, wird hiermit folgende neue Arbeitsweise vorgeschlagen.
Ist der Zeitpunkt der Sättigung der Säure durch das Ammoniakgas oder allgemein durch eine Base nahe gerückt, so fängt man an, mittelst eines Löffels, einer Pumpe, eines Injectors oder dergl. von der aufserhalb der Glocke im Kasten c sich befindenden Säure etwas durch einen Trichter e in die Glocke zu giefsen, so dafs diese noch ungesättigte Säure sich mit der innerhalb der Glocke befindlichen vermischt, und wiederholt diese Arbeit so oft, bis die Sättigung der gesammten Säure erreicht ist; oder man stellt auf anderem mechanischen Wege einen beständigen Zufiufs von der äufseren Säure von oben zu der unter der Glocke befindlichen her. Zum Schlufs, wenn die Sättigung erreicht ist, giefst man etwas Wasser durch das Zuführungsrohr e, damit sich dasselbe durch Auskrystallisiren von Salz nicht verstopft.
Durch diese leicht ausführbare Arbeit wird das lästige Rühren und Hervorkratzen des sich niederschlagenden Salzes, welches die innere von der äufseren Säure trennt, vermieden, denn durch den erzeugten Säurestrom von innen nach aufsen wird das Salz aus dem Raum um und unter der Glocke verdrängt. Vor allen Dingen kommt die Base fortwährend so lange mit ungesättigter Säure ,in Berührung, als überhaupt noch solche vorhanden ist.
Ist nun die sämmfliche Säure neutralisirt, so wird die Base, wie bekannt, in einen zweiten
Apparat durch Rohr α1 geleitet, nachdem Hahn α1 geschlossen worden. Das Salz im Kasten c wird ausgeschöpft und zu der verbleibenden Mutterlauge neue Säure gegeben. Hierauf kann nach Beendigung der Arbeit im zweiten Apparat die im ersten wieder aufgenommen werden und dieser Wechsel sich beständig wiederholen. Man kann auch mit einem Apparat arbeiten, doch ist dies natürlich unvortheilhaft.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüch:
    Verfahren zur Gewinnung von Salzen im Glockenapparat, darin bestehend, dafs eine Zuführung der im Sättigungskasten (c) aufserhalb der Glocke befindlichen Säure zu der unter der Glocke befindlichen von oben stattfindet, wodurch ein Säurestrom vom Innern der Glocke nach aufsen erfolgt und die zugeführte Base beständig mit ungesättigter Säure bis zur Sättigung der letzteren in Berührung kommt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT70185D Verfahren zur Gewinnung von Salzen im Glockenapparat Expired - Lifetime DE70185C (de)

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