DE69925374T2 - Spinales osteosynthesesystem mit verbesserter stabilität - Google Patents
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Description
- Die Erfindung betrifft Wirbelsäulen-Osteosynthesesysteme, und zwar besonders für die vordere Befestigung.
- Man kennt Wirbelsäulen-Osteosynthesesysteme für die vordere Befestigung, in denen das Verbindungselement von einer Platte gebildet ist, und andere, in denen es durch eine Stange gebildet ist. Aufgrund ihres Raumbedarfes sind die Plattensysteme nur mit Schwierigkeit, ja sogar überhaupt nicht, auf endoskopischem Wege benutzbar. Außerdem gestattet es ihre begrenzte Abmessung (Länge) nur, sie für einfache Korporektomien zu verwenden, die nur einen einzigen Wirbel, vielleicht zwei, betreffen. Es ist unmöglich, eine Skoliose mit dieser Art von System zu behandeln. Schließlich ist eine Platte nur schwierig an die Morphologie der Wirbel anpaßbar, wo sie verankert ist. Die Stangensysteme weisen übrigens im allgemeinen recht voluminöse Anschlußstücke auf, die nicht immer auf endoskopischem Wege verwendbar sind.
- Man kennt im übrigen nach dem Dokument FR-2 731 344, das der WO-96/27340 entspricht, eine Wirbelsäulen-Osteosynthesevorrichtung, die ein Anschlußstück mit zwei Schenkeln umfaßt, die zwischeneinander eine Verbindungsstange festklemmen können, wobei die Schenkel geeignet sind, auf einer Wirbel-Sockelschraube aufgeschoben werden zu können. Die Stange ist zwischen den Schenkeln unter Zwischenschaltung eines Rings mit kugeliger Fläche aufgenommen, der auf der Stange aufgeschoben ist, um die Winkelausrichtung des Anschlußstücks in Bezug auf die Stange vor dem Festklemmen einzuregulieren. Diese Vorrichtung, die für eine teilweise hintere Befestigung der Wirbelsäule auf den Wirbelsockeln gut geeignet ist, liefert, was eine teilweise vordere Befestigung der Wirbelsäule anbelangt, jedoch nicht immer eine ausreichende Steifigkeit.
- Das Dokument US-5 613 968 offenbart ein Osteosyntesesystem, in dem ein Anschlußstück zwei längliche Verbindungselemente aufnimmt.
- Ein Ziel der Erfindung ist es, ein unterschiedliches Wirbelsäulen-Osteosynthesesystem zu liefern, das zu einer vorderen bzw. vorhergehenden Befestigung geeignet ist, leicht zu montieren ist, eine gute Steifigkeit des Systems auf der Wirbelsäule sicherstellt und eine Montage auf endoskopischem Weg ermöglicht.
- In Hinblick auf das Erreichen dieses Ziels sieht man nach der Erfindung ein Wirbelsäulen-Osteosynthesesystem gemäß Anspruch 1 vor.
- So verleiht die Anwesenheit zweier Verbindungselemente dem System eine sehr hohe Steifigkeit, ohne seinen Zusammenbau komplizierter zu machen, ohne das Volumen seiner verschiedenen Einzelstücke zu erhöhen (was eine Montage auf endoskopischem Wege ermöglicht), und unter völliger Beibehaltung der Möglichkeit zur Regulierung der Winkellage des Anschlußstücks bezüglich des ersten Verbindungselements. Das erfindungsgemäße System erfordert bei beiden Verbindungselementen keine identische Biegung. Außerdem kann die Anzahl der Anschlußstücke wenig erhöht bleiben.
- Außerdem steuert die Form des zweiten Verbindungselements die relative Winkellage der Verbindungsstücke, die an diesem befestigt sind. Man kann demnach von vornherein diese Winkellage entsprechend der vorhergehenden Krümmung vorsehen und wählen, die man diesem Element bei der Herstellung oder besser beim chirurgischen Eingriff verleiht.
- Vorteilhafterweise weist das zweite Verbindungselement einen geringeren Krümmungs- bzw. Biegewiderstand auf als das erste Verbindungselement.
- So hat das erste Verbindungselement hauptsächlich eine Funktion des Tragens des Anschlußstücks und das zweite Verbindungselement hat hauptsächlich eine Funktion der Winkelpositionierung relativ zu den Anschlußstücken.
- Vorteilhafterweise weist das Anschlußstück zwei Schenkel auf, die dazu geeignet sind, mindestens eines der beiden Verbindungselemente festzuspannen.
- Vorteilhafterweise weisen die Schenkel erste Enden, durch die sie miteinander verbunden sind, und zweite, freie Enden auf.
- So vereinfacht man die Herstellung des Anschlußstücks. Indem man außerdem in zweckmäßiger Weise die Nachgiebigkeit des Anschlußstücks und/oder den Durchmesser des zweiten Verbindungselements auswählt, kann man dieses Element seitlich zwischen die freien Enden der Schenkel einführen, was die Montage vereinfacht.
- Vorteilhafterweise ist das Anschlußstück dazu geeignet, das zweite Verbindungselement durch seitliches Einschieben zwischen die freien Enden aufzunehmen.
- Vorteilhafterweise sind die Schenkel dazu eingerichtet, gleichzeitig die beiden Verbindungselemente festzuspannen.
- Vorteilhafterweise weist das Verankerungsorgan eine Wirbelschraube auf, und mindestens ein erster der beiden Schenkel ist dazu geeignet, mit der Schraube in Eingriff zu gelangen.
- Vorteilhafterweise weist die Wirbelschraube eine Gewindeöffnung auf, und das System umfaßt eine Festspannschraube, die dazu eingerichtet ist, eine Schrauben-Mutter-Verbindung mit dieser Öffnung herzustellen und auf einem der Schenkel aufzusitzen, um die Schenkel festzuspannen.
- Vorteilhafterweise weist das System eine zweite Wirbelschraube auf, wobei der erste Schenkel dazu geeignet ist, gleichzeitig mit den beiden Wirbelschrauben in Eingriff zu stehen.
- Vorteilhafterweise ist das System derart ausgebildet, daß das zweite Verbindungselement, wenn es am Anschlußstück befestigt ist, sich für sein Lösen vom Anschlußstück in einer Bewegungsbahn der zweiten Wirbelschraube erstreckt.
- So verhindert man völlig den unzeitigen Beginn des Lösens der zweiten Schraube.
- Vorteilhafterweise umfaßt das System einen Ring, der dazu eingerichtet ist, auf dem ersten Verbindungselement aufgezogen zu werden und zwischen den Schenkeln aufgenommen zu werden, um die Winkellage des ersten Verbindungselements vor dem Festspannen der Schenkel zu wählen.
- Andere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden noch aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform ersichtlich, die als nicht einschränkendes Beispiel vorgelegt wird. In den beigefügten Zeichnungen ist:
-
1 eine Perspektivansicht des erfindungsgemäßen Systems; -
2 eine Explosions-Perspektiv-Teilansicht des Systems der1 ; -
3 und4 jeweils eine Perspektivansicht von oben bzw. von unten und zeigt eines der Anschlußstücke des Systems der1 ; -
5 eine Ansicht eines Ringes des Systems der1 , zur Hälfte im Aufriß und zur Hälfte im Axialschnitt; -
6 eine Ansicht des Anschlußstücks der3 , wie es die erste Stange aufnimmt, zum Teil von unten und zum Teil im Schnitt; -
7 eine Teil-Perspektivansicht, die den Kopf der Hauptschraube zeigt; und -
8 eine Darstellung des Systems der1 , wie es auf Wirbeln befestigt ist. - Es wird auf die
1 und2 Bezug genommen; das erfindungsgemäße System umfaßt in der vorliegenden Ausführungsform eine erste, längliche Verbindungsstange2 oder Hauptstange mit kreisförmigem Querschnitt, eine zweite, längliche Verbindungsstange3 oder Nebenstange mit kreisförmigem Querschnitt, sowie mehrere Untergruppen4 , die gleichzeitig an diese anzuschließen sind. Jede dieser Untergruppen, von denen nur zwei in1 und sichtbar sind, und nur eine einzige in2 sichtbar ist, umfaßt ein Anschlußstück6 , eine erste Wirbelschraube oder Hauptschraube8 , eine Klemmschraube10 , eine zweite Wirbelschraube oder Nebenschraube12 und einen Ring13 . - Im vorliegenden Beispiel besteht das Verbindungsstück
6 aus einem einzigen Teil. Die unterschiedlichen Teile des Systems bestehen aus biokompatiblem Metall. - Es wird auf die
3 und4 Bezug genommen; das Anschlußstück6 umfaßt zwei Schenkel16 , die sich einander gegenüber und mit einem Abstand voneinander erstrecken, wobei sie dem Anschlußstück insgesamt ein U-Profil verleihen. Das Anschlußstück6 umfaßt eine Symmetrieebene S, die in den3 und6 sichtbar ist und die sich senkrecht zur Breite der Schenkel16 sowie parallel zu ihrer Länge erstreckt. So umfaßt jeder Schenkel ein erstes Ende und ein zweites Ende. Die Schenkel sind miteinander durch ihre ersten Enden verbunden. Die zweiten Enden sind freie Enden. Unter Bezugnahme auf6 weist auf Höhe des Ursprungs der Schenkel16 , das heißt, ihres ersten Endes, das Anschluß stück zwei innere, koaxiale Zylinderflächen18 ,20 mit einer Achse22 senkrecht zur Ebene S und mit unterschiedlichen Radien auf. Die Fläche20 mit größerem Radius besteht aus zwei nicht zusammenhängenden Teilen und erstreckt sich beiderseits der Fläche18 mit kleinerem Radius, wobei sie durch die Ebene S durchsetzt ist. Die beiden Flächen18 ,20 bilden an ihren Verbindungsstellen zwei kreisförmige Kanten24 mit der Achse22 . - Es wird Bezug auf die
5 und6 genommen; der Ring13 weist eine zylindrische Innenfläche26 und eine kugelige Außenfläche28 auf, die zueinander koaxial sind. Die zylindrische Innenfläche26 hat einen Radius, der etwa gleich ist dem der Hauptstange2 , und zwar derart, daß der Ring13 , der auf einer Seite längs seiner Achse gespalten ist, durch gleitende Einstellung auf der Hauptstange2 aufgenommen werden kann. Im übrigen kann der Ring13 zwischen den Schenkeln16 gegenüber den zylindrischen Flächen18 ,20 angeordnet werden. Die Außenfläche28 des Rings hat einen Radius, der dafür in dieser Lage geeignet ist, wobei die Kanten24 des Anschlußstücks6 in Linienberührung mit der kugeligen Außenfläche28 des Rings13 stehen und ihm als Auflagen dienen. In dieser Lage und vor dem Festklemmen der Schenkel16 kann die Winkellage der Hauptstange2 , die in den Ring13 eingeschoben ist, in zwei zueinander senkrechten Ebenen über eine Amplitude von beispielsweise 15° beiderseits einer Mittellage der Stange eingestellt werden, in der die Stange zur Ebene S senkrecht steht. - Es wird auf die
3 und4 Bezug genommen; die Schenkel16 weisen zwei jeweils glatte, zylindrische Ausnehmungen auf, die im Beispiel zwei durchgehende Öffnungen30 sind, die sich zueinander koaxial erstrecken. Die Hauptschraube8 ist eine zweiteilige Schraube und weist zu diesem Zweck in an sich bekannter Weise einen mit Gewinde versehenen Körper auf. Es wird Bezug auf7 genommen; sie weist einen Kopf32 auf, der eine zylindrische, glatte Außenfläche34 hat. An der Verbindungsstelle zwischen dem Kopf und dem Körper umfaßt die Schraube einen kleinen, ringförmigen Kragen36 , der eine untere, ebene, zu einer Längsachse der Schraube senkrechte Fläche und eine obere, kegelstumpfförmige Fläche38 hat, wobei der schmalere Querschnitt des Kegelstumpfes auf der Seite des Kopfes32 der Schraube liegt. Der Kopf32 weist eine mit Gewinde versehene Öffnung39 koaxial zum Schraubenkörper und, in die Gewindefläche der Öffnung39 eingebracht, eine nicht kreisförmige Form auf, wie etwa eine sechsseitige, sechskantige Vertiefung. Die Klemmschraube10 umfaßt einen Gewindekörper42 , der geeignet ist, eine Schrauben-Mutter-Verbindung mit dieser Öffnung39 herzustellen, sowie einen Schraubenkopf44 , der mit Innensechskant versehen ist. Der Kopf44 hat eine untere, kugelige, konvexe Außenfläche46 , deren schmalster Querschnitt der Spitze der Schraube zugewandt ist. - Der eine der Schenkel
16 des Anschlußstücks6 , den wir der Deutlichkeit halber hier unteren Schenkel nennen werden, weist eine Verlängerung50 auf, die sich in der zu den zylindrischen Flächen18 ,20 des Anschlußstücks entgegengesetzten Richtung erstreckt. Es handelt sich hier um den Schenkel, der dazu bestimmt ist, dem Wirbel benachbart zu sein. Diese Verlängerung weist das zweite, freie Ende des Schenkels auf. Die beiden Schenkel16 sind geeignet, gleichzeitig auf den Kopf32 der Hauptschraube8 aufgeschoben zu werden, die in die Öffnungen30 vom unteren Schenkel her eingeführt ist, gegen die die obere Fläche38 des Kragens36 in Anschlag gelangt. Man führt dann die Klemmschraube10 in den Kopf32 der Hauptschraube8 vom oberen Schenkel16 her ein. Das Festziehen der Klemmschraube10 im Kopf32 der Hauptschraube8 ruft die Annäherung der Schenkel16 gegeneinander hervor, und unter anderem auch die Blockierung der ersten Stange2 in der gewählten Lage bezüglich des Anschlußstücks6 durch Reibung. - Die Öffnung
30 des unteren Schenkels16 hat einen unteren Rand, der vom oberen Schenkel abgewandt ist und dazu bestimmt ist, sich auf der Seite des Wirbels zu befinden, der eine kugelige, konkave Vertiefung40 aufweist, die dazu bestimmt ist, mit der oberen Fläche38 des Kragens36 in Berührung zu gelangen, um durch Reibung eine Blockierung des Anschlußstücks6 gegenüber Drehung bezüglich der Achse der Hauptschraube8 herzustellen. Die Öffnung30 des oberen Schenkels16 hat einen oberen Rand, der vom unteren Schenkel abgewandt ist und dazu bestimmt ist, vom Wirbel abgewandt zu sein, der eine kugelige, konkave Vertiefung40 aufweist, die dazu bestimmt ist, mit der unteren kugeligen, konvexen Fläche46 des Kopfes44 der Klemmschraube10 in Berührung zu gelangen und diese sowie die Hauptschraube8 so zu befestigen zu gestatten, wobei dabei die Winkelausrichtung der Hauptschraube8 in Bezug auf das Anschlußstück einreguliert wird. - Die Verlängerung
50 weist eine Ausnehmung in Form einer Durchgangsöffnung52 auf. Der untere Schenkel16 ist auf Höhe der Verlängerung50 in einer Richtung gekrümmt, die vom oberen Schenkel16 abgewandt ist, so daß die Achsen der Öffnungen30 und52 keineswegs parallel sind. Die Nebenschraube12 ist eine Wirbelschraube, die hier einteilig ist, und weist einen mit Gewinde versehenen Körper und einen Kopf56 mit einer unteren, kugeligen, konvexen Fläche58 auf, deren schmälster Querschnitt sich auf der Seite des Körpers befindet. Ihr Kopf weist einen Innensechskant auf. Die Öffnung52 der Verlängerung hat einen oberen Rand60 , der zur Seite des anderen Schenkels16 gerichtet ist und dazu bestimmt ist, vom Wirbel abgewandt zu sein, und eine kugelige, konkave oder bevorzugt kegelstumpfförmige Form60 aufzuweisen, die dazu bestimmt ist, mit der unteren, kugeligen, konvexen Fläche58 des Kopfes56 der Nebenschraube12 in Berührung zu gelangen, wobei gestattet ist, die Winkelausrichtung dieser Schraube in Bezug auf das Anschlußstück6 einzuregulieren. - Man kann in den Dokumenten FR-2 731 344 und WO-96/27340 gewisse Merkmale des Anschlußstücks wiederfinden, die hier nicht in größerer Einzelheit ausgeführt werden.
- Der untere Schenkel
16 kann gebogen werden, um seine Krümmung zu betonen oder zu verringern, damit sie besser an die Form des vorderen Teils ihres bestimmungsgemäßen Wirbels angepaßt wird. Wenn er einmal gebogen ist, wird dieser Schenkel16 nicht mehr auf verformende Biegung belastet, da er ja durch zwei Schrauben8 ,12 über seine Länge hinweg am Wirbel befestigt ist. Die beiden Schrauben, nämlich die Hauptschraube8 und die Nebenschraube12 , sind selbstschneidend und weisen Gewinde für Knochen auf. - In einer Ausführungsvariante weist die Hauptschraube
8 nicht einen Innensechskant in ihrer Gewindeöffnung39 auf, sondern der Kragen36 hat eine sechseckige Form oder weist zwei parallele und einander diametral gegenüberliegende Abflachungen auf, die mit einem Klemmschlüssel zusammenwirken können, um diese Schraube8 bezüglich des Anschlußstücks in Drehung zu versetzen. - Die beiden Verbindungsstangen
2 ,3 haben jeweils eine geradlinige, profilierte Form mit einem Profil, das hier kreisförmig ist. Die Nebenstange3 hat quer zu ihrer Längsachse einen Querschnitt mit einem Durchmesser, der kleiner ist als der der Hauptstange2 . Die Hauptstange2 hat zum Beispiel einen Durchmesser von 6 mm. Der Durchmesser der Nebenstange3 wird zum Beispiel zwischen 30% und 80% des Durchmessers der Hauptstange2 umfassen. Dieser geringe Durchmesser gestattet es dem Chirurgen, die Krümmung der Nebenstange3 zu wählen, die der der Abstufung des behandelten Rückgrats entspricht. Dagegen hat, da ja die Ringe13 eine relative Abwinkelung zwischen den beiden Anschlußstücken6 gestatten, es die Hauptstange2 nicht nötig, gebogen zu werden. Sie kann demnach einen bedeutenden Durchmesser haben, um sehr robust zu sein. - Die Schenkel
16 des Anschlußstücks weisen entsprechende zylindrische Vertiefungen74 auf, die in die Flächen der Schenkel einander gegenüberliegend eingebracht sind. Die Vertiefungen74 erstrecken sich einander gegenüberliegend und haben zueinander parallele Achsen, die senkrecht zur Symmetrieebene S verlaufen. - An dem oberen Schenkel
16 erstreckt sich die Vertiefung74 an einem freien Ende des Schenkels derart, daß die Öffnung30 zwischen den Flächen18 ,20 einerseits und der Vertiefung74 andererseits angeordnet ist. Am unteren Schenkel16 erstreckt sich die Vertiefung74 zwischen den beiden Öffnungen30 und52 am Ursprung der Verlängerung50 . Sie geht in die Öffnung52 derart über, daß sie deren Rand60 anschneidet. - Die Nebenstange
3 ist dazu bestimmt, in der Vertiefung74 des unteren Schenkels16 in einer einzigen Winkellage bezüglich des Anschlußstücks aufgenommen zu werden, und zwar senkrecht zur Symmetrieebene S. Das Anschlußstück und die Stange sind derart bemessen, daß die Nebenstange seitlich zwischen die freien Enden der Schenkel eingeführt werden kann (das heißt, ohne die Stange mit dem einen Ende in das Anschlußstück einzufädeln). Vor dem Festklemmen ist der Raum zwischen den Schenkeln größer als der Durchmesser der Stange, die demnach leicht eingeführt werden kann. Wenn man dann die beiden Schenkel16 in einer Richtung aufeinander zu festklemmt, gelangt die Vertiefung74 des obere Schenkels in Berührung mit der Nebenstange3 , die sich so in Oberflächenberührung mit jeder der beiden Vertiefungen befindet, was eine reibungsbedingte Blockierung der Nebenstange3 in Bezug auf das Anschlußstück6 herstellt, welche so starr aneinander befestigt sind. - Die Nebenstange
3 wird in die Vertiefung74 der unteren Schenkels eingelegt, nachdem die Nebenschraube12 in die Öffnung52 eingeführt wurde. Die Lage der Vertiefung74 im unteren Schenkel hat zur Folge, daß sich die Nebenstange3 nun in der Bewegungsbahn des Kopfes der Nebenschraube12 bei deren Lösen aus dem Eingriff mit dem Anschlußstück und bei deren Austritt aus der Öffnung52 erstreckt. Wenn demzufolge die Nebenstange3 erst einmal am Anschlußstück befestigt ist, kann die Nebenschraube12 nicht mehr vom Anschlußstück getrennt werden. - Der obere Schenkel
16 des Anschlußstücks weist an seinem freien Ende eine Kerbe76 auf, die einen Einschnitt über der Vertie fung74 bildet, mit der sie fluchtet, und erleichtert die Handhabung mittels eines Werkzeugs für die Klemmschraube12 , trotz der Sperrigkeit des oberen Schenkels. - Das Einsetzen einer solchen Vorrichtung erfolgt in der folgenden Weise, wobei man Bezug auf
8 nimmt: nach der Freilegung des betroffenen Wirbels70 und der beiden benachbarten Wirbel72 führt man eine Korporektomie durch, wobei man, wenn dies möglich ist, deren jeweilige Platten beibehält. Für jede Untergruppe4 stellt man vorab eine Bohrung auf der lateralen Seite des zugeordneten Wirbels72 mit dem gleichen Abstand von der oberen und unteren Platte her, sowie an der Grenze des hinterst gelegenen Viertels des Wirbelkörpers. Man führt dann die Hauptschraube8 in diese Vorbohrung bis zum Anschlagkragen36 ein. Das Anschlußstück6 wird dann auf der Hauptschraube8 positioniert, das durch den konischen Bereich38 der Hauptschraube8 , die sich an die Vertiefung40 des Anschlußstücks6 anpassen wird, gegenüber einer Translationsbewegung blockiert ist. Man nimmt nun die Anpassung des unteren Schenkels16 des Anschlußstücks6 auf dem Wirbel vor, wobei man den Schenkel durch Zurückziehen des Anschlußstücks einstellen kann, um den unteren Schenkel16 mehr oder weniger zu biegen, der der vorderste Teil des Anschlußstücks ist. - Man schraubt nun die Nebenschraube
12 relativ zur Hauptschraube8 in die zweite Öffnung52 des unteren Schenkels16 ein, und zwar bis zur Berührung des kugeligen Sitzes60 der Verlängerung, die zu diesem Zweck vorgesehen ist, mit dem kugeligen Teil58 der Nebenschraube12 . Es ist erwünscht, das Anschlußstück6 so parallel wie möglich auf den Platten anzubringen. - Nachdem die beiden Nachbarwirbel
72 bestückt wurden, ordnet man die Hauptstange2 an, indem man sie durch das eine Ende in den Ringen13 der Anschlußstücke6 einfädelt, und man reguliert die Winkellage einer jeden Untergruppe4 bezüglich dieser Stange2 ein. Man führt dann von der Seite her die Nebenstange3 in die Vertiefungen74 der Anschlußstücke6 ein, nachdem man sie vor her von Hand gebogen hat, um die Krümmung zu erhalten, die an der entsprechenden Wirbelabstufung erforderlich ist. Im Fall eines Fehlers kann diese Stange3 seitlich wieder entnommen werden, um ihre Krümmung zu korrigieren, und dann wieder eingesetzt werden.1 zeigt das System vor dem Festspannen der Schenkel. Das endgültige Festspannen erfolgt dank der Klemmschraube10 , die in die Hauptschraube8 eingeführt wird und so das Anschlußstück6 zusammendrückt, um seine beiden Schenkel16 gegeneinander zu klemmen. Während dieses Festklemmens wird die Klemmkraft zunächst auf die Hauptschraube2 gelenkt, und zwar über den Ring13 , bis die Vertiefung74 des oberen Schenkels in Berührung mit der Nebenstange3 gelangt. Dann wird die Klemmkraft auf die zwei Stangen2 ,3 verteilt. So ist die Reaktionskraft auf Höhe des Paares Hauptschraube8 /Klemmschraube10 im wesentlichen koaxial zu diesen. - Unabhängig von der Anwesenheit der Verlängerung
50 und der Nebenschraube12 kann man auch die Merkmale einsetzen, die sich auf die erste Schraube8 mit der Klemmschraube10 beziehen. - Wenn dies vorteilhafter ist, könnte der verlängerte Schenkel auch der sein, der dazu bestimmt ist, vom Wirbel am weitesten entfernt zu sein.
Claims (11)
- Wirbelsäulen-Osteosynthesesystem, das mindestens ein Verankerungsorgan (
8 ,12 ), ein längliches Verbindungselement (2 ) und ein Anschlußstück (6 ) umfaßt, das dazu eingerichtet ist, am Verankerungsorgan (8 ,12 ) und am Verbindungselement (2 ) befestigt zu werden, indem man eine Winkelposition des Verbindungselements bezüglich des Anschlußstücks wählt, dadurch gekennzeichnet, dass das System, besonders zur vorhergehenden Befestigung, ein zweites, längliches Verbindungselement (3 ) aufweist, wobei das Anschlußstück (6 ) dazu eingerichtet ist, gleichzeitig an den beiden Verbindungselementen (2 ,3 ) befestigt zu werden, und dass das System derart ausgestaltet ist, dass das zweite Verbindungselement (3 ) nur in einer Winkelposition bezüglich des Anschlußstücks am Anschlußstück (6 ) befestigt werden kann. - Osteosynthesesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Verbindungselement (
3 ) einen geringeren Krümmungswiderstand aufweist als das erste Verbindungselement (2 ). - Osteosynthesesystem nach irgendeinem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlußstück (
6 ) zwei Schenkel (16 ) aufweist, die dazu eingerichtet sind, mindestens eines der beiden Verbindungselemente (2 ,3 ) festzuspannen. - Osteosynthesesystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel erste Enden, durch die sie miteinander verbunden sind, und zweite, freie Enden aufweisen.
- Osteosynthesesystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlußstück dazu eingerichtet ist, das zweite Verbindungselement durch seitliches Einschieben zwischen die freien Enden aufzunehmen.
- Osteosynthesesystem nach irgendeinem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (
16 ) dazu eingerichtet sind, gleichzeitig die beiden Verbindungselemente (2 ,3 ) festzuspannen. - Osteosynthesesystem nach irgendeinem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungsorgan (
8 ,12 ) eine Wirbelschraube aufweist, und dass mindestens ein erster der beiden Schenkel (16 ) dazu eingerichtet ist, mit der Schraube (8 ,12 ) in Eingriff zu gelangen. - Osteosynthesesystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirbelschraube (
8 ) eine Gewindeöffnung (39 ) aufweist, und dass das System eine Festspannschraube (10 ) aufweist, die dazu eingerichtet ist, eine Schrauben-Mutter-Verbindung mit dieser Öffnung herzustellen und auf einem der Schenkel (16 ) aufzusitzen, um die Schenkel festzuspannen. - Osteosynthesesystem nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass es eine zweite Wirbelschraube (
12 ) aufweist, und dass der erste Schenkel (16 ) dazu eingerichtet ist, gleichzeitig mit den beiden Wirbelschrauben (8 ,12 ) in Eingriff zu stehen. - Osteosynthesesystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass es derart ausgebildet ist, dass das zweite Verbindungselement (
3 ), wenn es am Anschlußstück (6 ) befestigt ist, sich in einer Bewegungsbahn der zweiten Wirbelschraube (12 ) erstreckt, und zwar für sein Lösen vom Anschlußstück (6 ). - Osteosynthesesystem nach irgendeinem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Ring (
13 ) aufweist, der dazu eingerichtet ist, auf dem ersten Verbindungselement (2 ) aufgezogen zu werden und zwischen den Schenkeln (16 ) aufgenommen zu werden, um die Winkellage des ersten Verbindungselements (2 ) vor dem Festspannen.
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