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Technischer Bereich
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Die
Erfindung betrifft das Gebiet der Filtration und etwas genauer rotierende
Scheibenvorrichtungen.
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Technischer Hintergrund
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Filtrationsvorrichtungen
werden verwendet, um eine oder mehrere Komponenten eines Fluids
von anderen Komponenten zu trennen. Übliche Verfahren, die in derartigen
Vorrichtungen durchgeführt
werden, weisen auf: Klassische Filtration, Mikrofiltration, Ultrafiltration,
Umkehrosmose, Dialyse, Elektro-Dialyse, Verdunstung durch eine Membran,
Wasserabspaltung, Siebung, Affinitätstrennung, Affinitätsreinigung,
Affinitätssorption,
Chromatographie, Gelfiltration und bakteriologische Filtration.
Der hier verwendete Ausdruck „Filtration" umfasst alle derartigen
Trennverfahren genauso wie irgendwelche andere Verfahren, die einen
Filter verwenden, der ein oder mehrere Komponenten eines Fluids
von den anderen Komponenten des Fluids trennt.
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Filtrationsverfahren
machen Gebrauch von der grösseren
Filterdurchlässigkeit
einiger Fluidkomponenten im Vergleich zu anderen. Der hier verwendete
Ausdruck „Filter" umfasst jeden beliebigen
Artikel, der aus jedem beliebigen Material hergestellt ist, das
ein oder mehrere Komponenten eines Fluids durch diesen Filter hindurch
passieren lässt,
um diese Komponenten von anderen Komponenten des Fluids zu trennen.
Somit umfasst der Ausdruck „Filter" metallische und
polymerische Stofffilter, semipermeable Membranen und anorganischen
Siebmaterialien (d.h. Ceolithe, Keramik). Ein Filter kann jede Gestalt
oder Form, z.B. gewebte oder nicht gewebte Strukturen, Fasern, Membrane,
Siebe, Folien, Filme und deren Kombinationen haben.
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Die
Komponenten des Fluids, das durch den Filter hindurchgeht, enthält das „Permeat" und die Komponenten,
die nicht hindurchgehen (z.B. die durch den Filter zurückgewiesen
werden oder durch den Filter gehalten werden) enthalten das „Retentat". Die wertvolle Fraktion
eines Filtrationsprozesses kann das Retentat oder das Permeat sein;
in einigen Fällen
können
auch beide nützlich
sein.
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Ein
gewöhnliches
technisches Problem in allen Filtrationsvorrichtungen ist das Zusetzen
und Verstopfen des Filters. Ein Permeat, das von der an der Zufuhrseite
des Filters angrenzenden Fluidschicht durch den Filter hindurchgeht,
hinterlässt
eine an oder auf der Seite des Filters angrenzende Retentatschicht
mit einer anderen Zusammensetzung als die des zugeführten Ausgangsfluids.
Dieses Material kann den Filter zusetzen und seine Poren verstopfen,
(d.h. den Filter verunreinigen), oder als eine stagnierende Grenzschicht
verbleiben, die entweder den Transport der Komponenten behindert,
die versuchen, durch den Filter zu der Seite des Permeatproduktes
des Filters hindurch zukommen. Mit anderen Worten, der Massentransport
pro Flächeneinheit
durch den Filter pro Zeiteinheit (d.h. Strömung) wird reduziert und das
inhärente
Siebvermögen
des Filters wird nachteilig beeinflusst.
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Generell
ist ein Verunreinigen des Filters naturgemäß chemisch, was eine aktivierte
Adsorption von Substanzen in dem Zufuhrfluid zu dem inneren (Pore)
und äusseren
Oberflächenbereich
des Filters einschließt.
Wenn nicht die chemischen Eigenschaften der Filteroberfläche verändert werden,
um Adsorption zu verhindern oder zu reduzieren, sind ein häufiger und
teurer Filteraustausch oder Reinigungsoperationen erforderlich.
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Eine
der üblicherweise
am meisten auftretenden Gründe
für Verschmutzen
entsteht durch die niedrige Oberflächenenergie (z.B. eine wasserabweisende
Eigenschaft) vieler Filter.
U.S.
4,906,379 und 5,000,848, die der Membrex, Inc., dem Inhaber
der vorliegenden Anmeldung, übertragen
worden ist, offenbart eine chemische Abänderung, um die freie Oberflächenenergie
(wasseranziehende Eigenschaft) von Filteroberflächen zu erhöhen. (Alle Dokumente, die aufgeführt, diskutiert
oder auf die in dieser Anmeldung auf andere Art und Weise Bezug
genommen werden, sind hierin in ihrer Gesamtheit für alle Zwecke
eingeschlossen.) Im allgemeinen wurde jedoch einer oberflächenverändernden
Chemie relativ wenig Aufmerksamkeit gewidmet, um ein Filterverunreinigen
zu reduzieren.
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Im
Gegensatz zu der chemischen Natur der meisten Verunreinigungsprobleme
ist die Bildung einer Grenzschicht in der Nähe der Oberfläche des
Filters physikalischer Natur, was sich aus der Unausgeglichenheit
in dem Stoffaustausch von Komponenten des Zufuhrfluids in Richtung
auf die Filteroberfläche
im Vergleich zur Rückführung von
der Grenzschicht zu dem zugeführten
Ausgangsfluid ergibt. Eine gewisse Kraft (z.B. mechanisch, elektrokinetisch)
muß verwendet
werden, um den gewünschten
Stoffaustausch von der Filteroberfläche weg zu fördern. Ungünstigerweise
sind wenige Strategien entwickelt worden, die ein adäquates Rückmischen
fördern,
um die Grenzschicht zu reduzieren oder ihre Bildung zu vermeiden.
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Die üblichste
Strategie ist die sogenannte „Kreuzstrom-Filtration" („CFF") oder „Tangentialstrom-Filtration" („TFF"). Im Prinzip wird
das Zufuhrfluid über
(d.h. parallel zu) die äussere
Fläche
des Filters mit einer Geschwindigkeit verpumpt, die hoch genug ist,
um die Grenzschicht zu zerstören
und eine Rückvermischung
in Gang zu bringen. In der Praxis jedoch hat der Kreuzstrom mehrere
Nachteile. Zum Beispiel muss die Apparatur so ausgelegt sein, dass
höhere
Fließraten,
die erforderlich sind, zu handhaben sind, wobei derartig höhere Fließraten allgemein
ein zirkulierendes Retentat erfordern. Jedoch kann eine Rückführung gewissen
Stoffen Schaden zufügen,
die in dem Fluid vorhanden sind (z.B. Zellen, Proteine) und diese
für eine
weitere Verwendung (z.B. Testen) unbrauchbar machen.
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Ein
anderer Lösungsweg,
die stillstehende Grenzschicht zu eliminieren, hat eine Entkopplung
der Zufuhrstrommenge von dem angewandten Druck zur Folge. Mit diesem
Lösungsweg
wird ein strukturelles Bauteil der Filtrationsvorrichtung, besser
als das Zufuhrfluid, verstellt, um eine Rückvermischung und Verringerung
der Grenzschicht herbeizuführen.
Der bewegliche Körper
kann der Filter selbst oder ein Körper sein, der sich in der
Nähe des
Filterelementes befindet. Einige von den wenigen Vorrichtungen mit
beweglichem Körper,
die die Filtration ohne energieineffiziente Turbulenz verbessert
haben, sind in
U.S. 4,790,942 ,
U.S. 4,876,013 und
U.S. 4,911,847 (übertragen
an Membrex, Inc.) erläutert.
Diese drei Patente offenbaren jedes die Verwendung einer Filtervorrichtung,
die äussere
und innere zylindrische Körper
aufweisen, die einen ringförmigen
Spalt zur Aufnahme von Zufuhrfluid bilden. Die Oberfläche von
wenigstens einem dieser Körper,
die den Spalt bilden, ist die Oberfläche eines Filters, wobei ein
oder beide der Körper
rotiert werden können.
Eine induzierte rotierende Strömung
zwischen diesen Zylindern ist ein Beispiel für eine nichtstabile Schichtenbildung
des Fluids, die durch Zentrifugalkräfte verursacht werden. Der
Beginn dieser Instabilität
kann mit Hilfe einer kennzeichnenden Zahl, bekannt als die Taylor-Zahl,
beschrieben werden. Über
einem gewissen Wert der Taylor-Zahl erscheint ein wirbliges Strömungsprofil,
das sogenannte Taylor-Wirbel
aufweist. Dieser Typ einer zweiten Strömung verursacht einen hocheffizienten
nicht-turbulenten Schub an der Filteroberfläche bzw. den Filteroberflächen, der
die unbewegliche Grenzschichtdicke verringert und somit den Permeatfluss
erhöht.
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Im
Gegensatz zu einer klassischen Kreuzstromfiltration erlauben die
Vorrichtungen nach
U.S. 4,790,942 ,
U.S. 4,876,013 und
U.S. 4,911,847 eine Schubrate
nahe der Filtrationsfläche
zu und ermöglichen, dass
der transmembrane Druck unabhängig
geregelt werden kann. Weil diese zwei Betriebsparameter unabhängig sind
und hohe Zufuhrraten nicht verlangt sind, um den Permeatfluss zu
verbessern, kann des weiteren die Zufuhrrate eingestellt werden,
um nichtgleichmäßige Verteilungen
des transmembranen Drucks zu vermeiden. Entsprechend ermöglichen
mechanisch betriebene Systeme dieses Typs eine genaue Regelung hinsichtlich
der Trennung.
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Rotierende
Scheibenfiltervorrichtungen lassen auch eine Scherkraft nahe der
Filtrationsfläche
und einen transmembranen Druck zu, der unabhängig geregelt werden muß. In solchen
Vorrichtungen ist das Zufuhrfluid zwischen der Scheibe und der gegenüberliegenden
Filterfläche
angeordnet, die den Fluidfilterspalt bildet, wobei ein oder beide
Scheiben und eine Filterfläche
rotiert werden. Siehe z.B.
U.S.
5,143,630 und 5,254,250 (beide an Membrex, Inc. übertragen).
Zusätzliche
Dokumente, die rotierende Laufräder,
rotierende Scheiben, Filter, rotierende Scheibenfiltervorrichtungen
sowie anderen Filtervorrichtungen, die mechanische Agitation verwenden,
und Dichtungen umfassen folgende Dokumente:
U.S. 1,762,560 ;
U.S. 3,445,821 ;
U.S. 3,477,575 ;
U.S. 3,884,813 ;
U.S. 4,025,425 ;
U.S. 4,066,546 ;
U.S. 4,132,649 ;
U.S. 4,216,094 ;
U.S. 4,311,589 ;
U.S. 4,330,405 ;
U.S. 4,376,049 ;
U.S. 4,592,848 ;
U.S. 4,708,797 ;
U.S. 4,717,485 ;
U.S. 4,781,835 ;
U.S. 4,867,878 ;
U.S. 4,872,806 ;
U.S. 4,906,379 ;
U.S. 4,950,403 ;
U.S. 5,000,848 ;
U.S. 5,599,164 ; österreichische Patentschrift
258313; veröffentlichte
europäische
Anmeldung Nr. 0 226 659, 0 227 084, 0 304 833, 0 324 865, 0 338
433, 0 443 469 und 0 532 237; deutsche Patentschrift 343 144; veröffentlichte
PCT Anmeldung WO 93/12859; veröffentlichte
PCT Anmeldung WO 97/19745 (entsprechend der
U.S. 5,707,517 , im Besitz von Membrex,
Inc.);
U.K. 1,057,015 ;
Aqua Technology Ressource Management, Inc., „Wie Ihr Fluid-Prozess-Budget
davon abgehalten werden kann, verschwendet zu werden", eine 3-Seiten-Broschüre; Aqua
Technology Ressource Management, Inc., eine 4-Seiten-Broschüre (ohne
Titel), die „den
technologischen Hintergrund", „Überwindung
einer Konzentrationspolarisierung", etc.; Fodor, „mechanische Dichtungen: Konstruktionslösungen für störungsfreie
sterile Anwendungen",
Bioprozesstechnik-Symposium, die amerikanische Gesellschaft des
Maschinenbauwesens [The American Society of Mechanical Engineers]
(1990), Seite 89–98;
Ingersoll-Rand, „Aufwertung
ihres gesamten Filter- und/oder Waschbetriebs mit der neuen nach
herkömmlichem Handwerk
hergestellten dynamischen Eindick-/Wascheinrichtung", Bulletin Nr. 4081,
4 Seiten (2/86); Ingersoll-Rand, „patentiertes Filter-/Waschvermögen lässt gleichzeitiges
Waschen und Filtern zu",
Bulletin Nr. 4060, 4 Seiten (8/83); Lebeck, Grundsätze und
Auslegungen von mechanischen Flächenfiltern,
Seiten 17–20,
107, 146 (John Wiley & Sons,
Inc. 1991); Molga und Wronski, „dynamische Filtration bei
der Gewinnung hochreinen Materials – Modellierung des Waschprozesses", Verfahren von der
königlichflämischen
Gesellschaft der Ingenieure, Antwerpen, Belgien, Oktober 1988, Band
4, Seiten 69–77;
Murkes und Carlsson, Kreuzstromfiltration – Theorie und Praxis, Seiten
69–99,
John Wiley & Sons,
New York (1988); Parkinson, „ein
neuer Separator macht sein Debut";
Chemieingenieurwesen (Januar 1989), eine Seite Nachdruck durch Aqua
Technology Ressource Management, Inc.; Rudniak und Wronsky, „Dynamische
Mikrofiltration in der Biotechnologie", erster Tätigkeitsbericht:: Ingenieurwesen
für Bioverfahren,
Institut für
Chemotechnik und Verfahrenstechnik, Technische Universität Warschau,
Warschau, Polen, Juni 26–30,
1989; Schweigler und Stahl, „Scheibenfilter
zur Entwässerung mineralischer
Schlämme
mit hoher Leistung",
Filtration und Separation, Januar/Februar, Seiten 38–49 (1990);
Shirato, Murase, Yamazaki, Iwata und Inayoshi, „Strömungsbild in einer Filterkammer
während
einer dynamischen Filtration mit einer mit Nuten versehenen Scheibe", Internationale
chemische Verfahrenstechnik, Band 27, Seiten 304–310 (1987); Snowman, „Dichtungstechnologie
in Gefriertrocknern",
in Symposion der Bioverfahrenstechnik, die amerikanische Gesellschaft
der Maschinenbauingenieure [The American Society of Mechanical Engineers]
(1989), Seiten 81–86;
Todhunter, „Erhöhung der
Lebensdauererwartung mechanischer Dichtungen im aseptischen Einsatz", Symposium der Bioverfahrenstechnik,
die amerikanische Gesellschaft der Maschinenbauingenieure [The American
Society of Mechanical Engineers] (1989), Seiten 97–103; Watabe, „Experimente
zur Fluidreibung einer rotierenden Scheibe mit Lamellen", Bulletin der „JSME", Band 5, Nr. 17,
Seiten 49–57
(1962); Wisniewski, „Zu
erwartende Wirkungen von Betriebsbedingungen an der Dichtungsgrenzfläche auf
biologischen Materialien",
Symposium biologischer Verfahrenstechnik, die amerikanische Gesellschaft
von Maschinenbauingenieuren [The American Society of Mechanical
Engineers] (1989), Seiten 87–96;
Wronski, „Filtracja
dynamiczna roztworow polimerow",
Inz. i Ap.Chem., Nr. 1, Seiten 7–10 (1983); Wronski, Molga
und Rudniak, „Dynamische
Filtration in der Biotechnologie",
Biologische Verfahrenstechnik, Band 4, Seiten 99–104 (1989); Wronski und Mroz, „Energieverbrauch
in dynamischen Scheibenfiltern",
Filtration und Trennung, November/Dezember, Seiten 397–399 (1984);
Wronski und Mroz, „Probleme
der dynamischen Filtration",
Berichte des Instituts für
chemische Verfahrenstechnik, Technische Universität Warschau T.XI,
z. 3–4,
Seiten 71–91
(1982); und Wronski, Rudniak und Molga, „Resistenzmodell für dynamische
Mikrofiltration bei hoher Scherung", Filtration und Separation, November/Dezember,
Seiten 418–420
(1989).
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Herkömmliche
rotierende Scheibenfiltervorrichtungen verwenden gestapelte Filterscheibenanordnungen.
Die meisten dieser Vorrichtungen weisen traditionell Scheibenfilter
auf, die durch eine mittig angeordnete Welle in Drehung versetzt
werden, wobei die Filterelemente an der Welle befestigt sind. Einige
rotierende Scheibenvorrichtungen benutzen feststehende Filterscheiben,
die voneinander durch drehende Elemente, die an der Welle befestigt
sind, getrennt sind. Murkes und Carlsson, Kreuzstromfiltration – Theorie
und Praxis, John Wiley & Sons,
New York (1988) 3.15 auf Seite 91. Bei diesem
Vorrichtungstyp umgibt ein einziges stationäres Filterelement die mittig
angeordnete drehende Antriebswelle.
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Die
Wirksamkeit der drehenden Scheibenfiltervorrichtungen hängt zu einem
großen
Teil an den Strömungswegen
des Zufuhrfluids und des Fluids von Retentat und Permeat. Einrichtungen,
die mögliche
Anreicherung von zurückgehaltenen
Arten, verursacht durch Begrenzungen beim Durchflußweg, können entweder eine
Veränderung
des Aufbaus einer sich drehenden Scheibe (z.B. Hinzufügen von
Lamellen oder Nuten) oder eine Veränderung der Zufuhrkanäle oder
beides aufweisen. In einigen Konstruktionen wird das Zufuhrfluid
in der Nähe
des Umfangs des Filters und der Scheibe bzw. der Filter und der
Scheiben zugeleitet. In anderen Konstruktionen wird das Zufuhrfluid
in der Nähe
der Drehachse (Längsachse
des/der Filter und Scheibe/Scheiben) zugeleitet und das Zufuhrfluid
kann dem/den Fluidfilterspalt(en) über drehende Hohlwellen zugeleitet
werden, die Öffnungen
(oder Düsen)
aufweisen, um das zugeführte
Produkt an eine oder beide Seiten des Filterträgerelements zu leiten.
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Man
hat herausgefunden, dass in einigen Fällen während der Nutzung einer drehenden
Scheibenfiltervorrichtung die Scheiben und der angrenzende Filter,
die den Fluidfilterspalt bilden, miteinander in Berührung stehen
können,
was im höchsten
Maße unerwünscht ist
(z.B, das Verbinden oder Reiben einer Scheibe mit einem Filter kann
die Leistungsanforderungen signifikant anwachsen lassen, der Filter
kann beschädigt werden
und die Drehlager können
einen vorzeitigen Verschleiß oder
Ausfall erfahren). Entgegen der gesamten Entwicklungsarbeit, die
die rotierende Scheibenfiltervorrichtungen betrifft, besteht immer
noch ein Bedarf an drehenden Scheibenfiltervorrichtungen, die eine
derartige Berührung
und die daraus folgenden Probleme vermeiden können.
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Offenbarung
der Erfindung
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Derartige
Vorrichtungen sind nun entwickelt worden. Gemäß dieser Erfindung wurde überraschenderweise
herausgefunden, dass in Kombination mit den anderen Elementen der
Erfindung ein Vorsehen einer zweiten Zufuhreinrichtung in dem aktiven
Bereich einer Scheibe, die einen Fluidfilterspalt bildet, diese
Probleme signifikant mildert und andere Vorteile schafft. Dies war
insbesondere überraschend,
weil ein Einbringen der zweiten Zufuhreinrichtung in dem inaktiven
(nichtaktiven) Bereich der Scheibe diese Probleme nicht zu mildern
oder die Vorteile dieser Erfindung zu liefern schien. Der aktive
Bereich der Scheibe ist der Abschnitt der Scheibe, der sich gegenüber dem
aktiven Bereich des Filters befindet (welcher der „aktive
Filterbereich" ist). Somit
sind der aktive Filterbereich des Filters und der aktive Bereich
der Scheibe die Bereiche, die sich an dem Filterspalt einander gegenüberliegen,
der diese zwei aktiven Bereiche bestimmt. Werden die bevorzugten
spiralförmigen
Nuten auf der Scheibe verwendet, korrespondiert der aktive Bereich
der Scheibe typischerweise mit dem mit Nuten versehenen Bereich,
weil Nuten typischerweise nicht auf der Scheibe plaziert sind, ausgenommen
dort, wo sie direkt dem Filter gegenüber liegen, um den Fluidfilterspalt
zu bilden.
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Die
zweiten Zufuhreinrichtungen sind wünschenswerterweise Durchgangslöcher (Löcher in
der Scheibe). Bei einer Verwendung der zweiten Zufuhreinrichtung
in Kombination mit den anderen Elementen der Vorrichtung wird angenommen,
dass die Nettokräfte
(Drücke),
die auf die zwei einen Spalt bildenden Flächen wirken und die dazu tendieren,
diese zwei Flächen
aneinander zu bewegen, verringert werden. Andere angenommene unerwartete
Vorteile der Erfindung liegen darin, dass jedes Schwächen des
Filterverfahrens, das in dem Spalt durchgeführt wird, vermieden wird, und
die Tendenz zum Verschmutzen des Filters, der diesen Spalt bildet,
vermindert oder eliminiert wird. Diese Vorteile, genauso wie auch
andere, werden durch diese Offenbarung dem Fachmann klar.
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Diese
Erfindung betrifft eine rotierende Scheibenfiltervorrichtung zur
Filterung von Zufuhrfluid in einem Fluidfilterspalt in Permeat und
Retentat, wobei die Vorrichtung einen Filter und eine Scheibe aufweist,
welche dazwischen den Fluidfilterspalt bilden, wobei mindestens
einer von diesen beiden, der Filter und die Scheibe, drehbar ausgebildet
ist, und wobei die Vorrichtung Einrichtungen entweder zum Drehen
des Filters oder der Scheibe oder von beiden aufweist, wobei das
Fluid aus dem Fluidfilterspalt, welches durch den Filter hindurchgeht,
das Permeat ist, und das Fluid, welches nicht durch den Filter hindurchgeht,
das Retentat ist; wobei die Vorrichtung ebenfalls folgendes aufweist:
- a) ein Filterträgerelement mit einer Hauptfläche, wobei
die Hauptfläche
einen Filter mit (i) einem aktiven Bereich, (ii) einem Umfangsbereich
und (iii) einer im wesentlichen senkrecht zu dem aktiven Filterbereich
stehenden Längsachse
aufweist;
- b) eine Scheibe mit ersten und zweiten gegenüberliegend angeordneten Hauptflächen, wobei
die zweite Hauptfläche
(i) einen aktiven Bereich, (ii) einen Umfangsbereich und (iii) eine
im wesentlichen senkrecht zum aktiven Bereich stehende Längsachse
aufweist; wobei der aktive Bereich der Scheibe und der aktive Filterbereich
des Filters zwischen sich den Fluidfilterspalt bilden, wobei der
aktive Bereich der zweiten Hauptfläche der Scheibe ein Teil der
zweiten Hauptfläche
der Scheibe ist, welcher gegenüberliegend
zu dem aktiven Filterbereich des Filters angeordnet ist, wobei der
aktive Bereich der zweiten Hauptfläche der Scheibe mindestens
eine Spiralnut aufweist, die mit dem Fluid in Fluidverbindung steht,
wenn sich das Fluid in dem Fluidfilterspalt befindet, wobei die
Spiralnut einen Öffnungswinkel
Y in Polarkoordinaten von mindestens zehn Grad auf der zweiten Hauptfläche der
Scheibe aufweist;
- c) eine Drehrichtung zum Drehen entweder der Scheibe oder des
Filters um die jeweilige Längsachse
oder zum Drehen von beiden, so dass sich die Scheibe und der Filter
in Bezug zueinander drehen und ein Pumpvorgang erzeugt wird, der
darauf gerichtet ist, das Fluid in dem Fluidfilterspalt bei der
Längsachse
des Filters auf dessen Umfangsbereich hin zu bewegen; und
- d) eine erste Zuführeinrichtung
zur Zuführung
von Zufuhrfluid zu dem Fluidfilterspalt bei der Längsachse des
Filters und bei der ersten Hauptfläche der Scheibe, wobei die
Vorrichtung gekennzeichnet ist durch:
- e) eine zweite Zuführeinrichtung
in der Scheibe zur Zuführung
von Fluid bei der ersten Hauptfläche
der Scheibe durch den aktiven Bereich der zweiten Hauptfläche der
Scheibe zu dem Fluidfilterspalt, wobei die zweite Zuführeinrichtung
ein oder mehrere Löcher
durch die Scheibe hindurch aufweist, wobei ein jedes solches Loch
mindestens ungefähr
0,1 R von der Längsachse
der Scheibe entfernt angeordnet ist, wobei R der gleichwertige Kreisradius
dieser Scheibe ist.
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Die
spezielle Konstruktion der rotierenden Scheibenfiltervorrichtung
ist nicht kritisch. Jede Konstruktion kann verwendet werden, solange
wie die Vorteile gemäß dieser
Erfindung erreicht werden können.
Diese Erfindung kann somit mit jeder rotierenden Scheibenfiltervorrichtung,
die offenbart, beschrieben oder auf die in den hier Bezug genommenen
Dokumenten ansonsten verwiesen wird, einschließlich der Patente und Anmeldungen,
die Membrex, Inc. innehat, verwendet werden.
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In
bevorzugten Ausführungen
ist jede Scheibe generell eben und hat zwei Flächen, wobei ein Filter jeder
Hauptfläche
der Scheibe gegenüber
angeordnet ist, und wodurch zwei Fluidfilterspalte mit jeder Scheibe gebildet
werden. In anderen bevorzugten Ausführungen sind drei oder mehr
Fluidfilterspalten durch mehrere Scheiben und Filterträgerelemente
bestimmt. In noch anderen bevorzugten Ausführungen sind die Scheiben an
eine vertikale Drehwelle montiert, die Fluidfilterspalten innerhalb
des zu filternden Fluidstoffes enthalten (wobei das Fluid innerhalb
eines Gehäuses
enthalten sein kann), trägt
der Umfang der Filterträgerelemente Retentat-Begrenzungsmittel,
um den Retentatstrom aus den Fluidfilterspalten in die Fluidsubstanz
zu begrenzen, und weist das untere Filterträgerelement eine Öffnung auf,
durch die Fluid, das gefiltert werden soll, aufwärts hindurch und in die Fluidfilterspalten
strömt.
In noch anderen bevorzugten Ausführungen
hat jede von einer oder mehreren drehenden Scheiben eine oder mehrere
spiralförmige
Nuten, die in Fluidverbindung mit dem Fluid in dem Fluidfilterspalt
stehen.
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Der
Begriff „spiral" kann in vielfacher
Art und Weise definiert sein, aber eine einfache Definition ist
darin zu sehen, dass eine Spirale der Weg eines Punkts in einer
Ebene darstellt, der sich um einen Mittelpunkt in der Ebene bewegt,
während
er kontinuierlich sich von dem Mittelpunkt entfernt oder sich auf
den Mittelpunkt zu bewegt. Eine „Nut" ist eine allgemein längliche
Vertiefung, hohl oder eine Höhlung,
die sich von der Oberfläche
der Scheibe oder Filter zu der darunterliegenden Fläche der
Scheibe oder des Filters erstreckt, wo die Länge der Nut generell parallel
zu der Oberfläche
ist. Die „spiralförmige Nut" muss nicht eine
wirkliche Spirale entlang der gesamten Länge der Nut sein.
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Der
hierin benutzte Begriff „gegenüber angeordnet" bedeutet, dass sich
zum Beispiel zwei Flächen
auf gegenüberliegenden
Seiten desselben Elementes befinden, wie zum Beispiel die zwei Hauptflächen eines Stück Papiers
sich gegenüberliegend
angeordnet sind, oder dass zwei Elemente sich über einen gewissen Spalt oder
Grenze gegenüberliegen,
wie zum Beispiel die Fläche
einer Scheibe und die Fläche
eines Filters auf gegenüberliegenden
Seiten eines Fluidfilterspaltes (d.h. einen Fluidfilterspalt bildend)
gegenüber
angeordnet sind.
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Der
Begriff „im
wesentlichen parallel" bedeutet,
dass die zwei Linien oder Ebenen oder Elemente, die im wesentlichen „parallel" sind, nicht einen
Winkel miteinander bilden, der größer als etwa 30 Grad ist („im wesentlichen
parallel" wird des
weiteren im folgenden definiert).
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„Nahe beabstandet" bedeutet, dass zwei
Linien oder Ebenen oder Elemente gerade so weit auseinander liegen,
dass sie in Wechselwirkung stehen oder zusammen arbeiten können, um
eine gewünschte
Funktion durchzuführen.
In dem Fall der gegenüberliegenden
Flächen
der Scheibe oder des Filters bedeutet „nahe beabstandet" üblicherweise, dass solche Flächen nicht
mehr als 100 mm auseinander liegen, in diesem Zusammenhang wird „nahe beabstandet" im folgenden weiter
definiert.
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Eine
oder mehrere Scheiben und ebenso vorzugsweise ein oder mehrere Filterträgerelemente
sind in einigen Ausführungen
an ein oder mehrere Teile der Vorrichtung „angehängt", wobei die letztere zusammen betrachtet
als „das
erste Element" anzusehen
ist. Ein oder mehrere drehende Elemente (ein oder mehrere der Scheibe(n)
und/oder des/der Filters) drehen sich während der Filtration. Somit
muss eine „drehbare
Aufhängung" Verwendung finden,
um an dem ersten Element drehbar angehängt zu sein, wobei die drehbare
Welle jene ein oder mehrere drehende Elemente trägt. Die drehbare Aufhängung kann
jede passende Einrichtung sein, z.B. Lager, Lippendichtungen, dynamische
Dichtungen, Laufbuchsen, Dichtung oder Stopfbuchsenpackungen. Die
drehbare Aufhängung
wird vorzugsweise über
dem normalen Niveau des zu filternden Fluids liegen, wodurch die
Notwendigkeit für
Dichtungen an drehenden Teilen entfällt und wodurch eine allgemein
einfachere, weniger kostenaufwendige und weniger kritische Art einer
drehbaren Aufhängung
im Einsatz ermöglicht
wird (z.B. ein einfaches Drehlager).
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Der
Begriff „hängen an" sollte so verstanden
werden, dass er einschließt:
angebracht sein an, befestigt sein an, gebunden an und/oder aufgehängt an;
es sollte jedoch auch darunter verstanden werden, dass eine freitragende
Aufhängung
eingeschlossen ist; und es sollte auch darunter verstanden werden,
dass eine Aufhängung
eingeschlossen ist, die zu jeder beliebigen räumlichen Orientierung (ob vertikal,
horizontal oder diagonal) der Scheiben und Filter führt; und
es sollte auch darunter verstanden werden, dass sowohl eine direkte als
auch indirekte Aufhängung
gemeint ist (z.B. wo ein erstes Filterträgerelement direkt an dem ersten
Element angehängt
ist und das zweite Filterträgerelement
lediglich direkt an dem ersten Filterträgerelement und nicht an dem
ersten Element befestigt ist, wobei in diesem Fall das zweite Filterträgerelement
sozusagen indirekt an dem ersten Element aufgehängt ist).
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Für eine Vorrichtung,
in der die Scheiben und Filterträgerelemente
an demselben unitären
Element aufgehängt
sind, ist es klar, dass sie an dem „ersten Element" aufgehängt sind.
Bei einigen Vorrichtungen können
jedoch zwei oder mehrere Teile (z.B. Bleche, Strukturträger, Getriebegehäuse, Motor)
der Vorrichtung (einige oder alle, die zusammen befestigt oder nicht
befestigt werden können) „das erste
Element" darstellen.
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Ein
Hinweis darauf, ob zwei oder mehr Teile der Vorrichtung gemeinsam „das erste
Element" bilden, ist
daraus zu erfahren, ob sie (was jedoch nicht notwendigerweise sein
muss) zusammen von einem oder mehr oder wichtigen Teilen der Vorrichtung
entfernt werden können
(z.B. der Rest der Vorrichtung oder der Rest des Gehäuses oder
der Behälterteil
der Vorrichtung, der das zu filternde Fluid aufnimmt), um die Scheibe
und die Filterträgerelemente
zusammen von den anderen Teilen der Vorrichtung zu entfernen. Wenn
die Scheiben und Filterträgerelemente
zusammen von der Vorrichtung entfernt werden können, indem der eine oder mehrere Vorrichtungsteile
entfernt werden können,
an die die Scheiben und Filterträgerelemente
aufgehängt
sind, können
dieses eine oder mehrere Vorrichtungsteile, an denen die Scheiben
und Filterträgerelemente
aufgehängt sind,
entsprechend gemeinsam als „das
erste Element" betrachtet
werden, wobei die Scheiben und Filterträgerelemente in dieser Vorrichtung „an dem
ersten Element aufgehängt" sind. Des weiteren
wird in dieser Vorrichtung „das
erste Element" als „entfernbar" betrachtet. Eine „Entfernbarkeit
des ersten Elementes" ermöglicht es
den Filterträgerelementen
und Scheiben, als eine Einheit entfernt zu werden, zum Beispiel
für Wartung
und ohne den Rest der Vorrichtung auseinanderbauen zu müssen.
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Es
gibt einen anderen Weg, in Erwägung
zu ziehen, ob die Scheiben und/oder Filterträgerelemente „an dem
ersten Element aufgehängt" sind, die zum Beispiel
für eine
Vorrichtung verwendet werden können,
in der die Scheiben und Filterträgerelemente
an ein oder mehrere Teil (e) der Vorrichtung aufgehängt ist/sind
und in der dieses eine oder mehrere Teil e) der Vorrichtung generell
nicht von anderen wichtigen Teilen der Vorrichtung entfernbar ist/sind.
Eine solche Vorrichtung kann zum Beispiel eine sein, bei der Scheiben
und Filterträgerelemente
an dem oberen Teil einer Vorrichtung hängen und wo der obere Teil
(der ein oder mehrere Teil e) aufweisen kann) nicht von dem Rest
der Vorrichtung entfernbar ist, einschließlich mehrerer Füße, auf
denen sie steht (zum Beispiel sie steht in einem See oder einer
anderen Fluidmasse). In dieser Vorrichtung ist auch in Erwägung gezogen,
dass die Scheiben und Filterträgerelemente „an dem
ersten Element aufgehängt „ sind, weil
die Scheiben und Filter alle in einer freitragenden Art in „generell
derselben Richtung" aufgehängt sind (weil
sie alle von dem oberen Teil nach unten hängen).
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Die
Richtung einer Aufhängung
ist die Gesamtrichtung einer Aufhängung von dem Trägerelement
zu dem aufgehängten
Element, wobei eine Richtung irgendwelche Krümmungen oder Biegungen ignoriert.
Unter „generell
dieselbe Richtung" ist
gemeint, dass die Richtung einer Aufhängung der Scheiben und die
Richtung einer Aufhängung
der Filterträgerelemente
mit maximal einem spitzen Winkel zueinander liegen, d.h. ein Winkel
weniger als 90 Grad, wünschenswerterweise
weniger als 45 Grad, am wünschenswertesten
weniger als 30 Grad, vorzugsweise weniger als 15 Grad und am bevorzugtesten
liegen sie nicht bei einem Winkel zueinander, der 5 Grad überschreitet.
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Eine
Aufhängung
von Scheiben und Filterträgerelementen
an das erste Element ist nicht unvereinbar mit den Scheiben, den
Filterträgerelementen,
dem Aufbau von Scheiben und Filterträgerelementen und/oder der Welle,
die die Scheiben trägt im
Hinblick auf in Kontaktkommen oder Stabilisiertwerden oder Befestigtwerden
auf gewisse Weise direkt oder indirekt durch/an einen anderen Teil
der Vorrichtung oder durch/an einem Teil des „natürlichen Behälters" (z.B. der Boden eines Sees), der das
zu filternde Fluid enthält.
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Ein
oder mehrere der Filter/Filterträgerelemente,
die einen Fluidfilterspalt bilden, können (aber nicht notwendigerweise)
Begrenzungseinrichtungen aufweisen, um den Retentatfluß aus dem
Fluidfilterspalt in die Fluidmasse zu begrenzen (und auch zu leiten).
Ohne jegliche Begrenzungseinrichtung fließt das Retentat, das die einen
oder mehrere Fluidfilterspalt(en) verlässt, in einem weiteren radialen
Abstand von der Rotationsachse (Längsachse) als von der äusseren
Peripherie der Scheiben und der Filterträgerelemente. Die Komponente der
Drehgeschwindigkeit des Retentats, das radial ausserhalb des/der
Fluidfilterspalt(en) strömt,
wobei die Rotationskomponente durch die Rotation der einen oder
mehrerer Scheibe(n) oder Filter mitgeteilt wird, bringt das Fluid
in der Fluidmasse radial ausserhalb des/der Fluidfilterspalt(en)
dazu, in dieselbe Richtung zu drehen, wie sich die Scheiben und
Filter drehen. Eine Rotation dieses radial beabstandeten Fluids,
die sehr kräftig
sein kann, tendiert wiederum dazu, es noch schwieriger zu machen,
eine Flotation von weniger dichten Materialien oder ein Absetzen
von dichten Materialien in demselben Behälter zu erreichen, wenn eine
solche Flotation gewünscht
ist. Die Rotation dieses radial beabstandeten Fluids ist tendenziell
die Ursache dafür,
dass Gas (Luft) in das zu filternde Fluid eingesaugt wird.
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Folglich
ist es wünschenswert,
das ausfließende
Retentat von den Peripherien des Fluidfilterspaltes bzw. der Fluidfilterspalten
zu regeln. Eine derartige Regelung kann dadurch erreicht werden,
indem man eine Barriere oder einen Damm in der Nähe der äusseren Peripherie des Filterträgerelementes
bzw. der Filterträgerelemente
schafft, um den Ausgang des Retentats aus dem/den Fluidfilterspalt(en)
in die radial beabstandete Flüssigkeit
wirkungsvoll zu begrenzen. Eine vollständige Barriere würde jedes
Retentat daran hindern, die Spalten zu verlassen, und würde im wesentlichen
jede Rotation der radial beabstandeten Flüssigkeit verhindern. Weil es üblicherweise
wünschenswert
ist, etwas Retentat den/die Spalt(en) entweichen zu lassen, können Öffnungen
in der Barriere oder dem Damm plaziert werden. Ein Ausrichten des
Stroms des ausströmenden
Retentats gegen die Drehrichtung tendiert dazu, gegen die Komponente
der Drehgeschwindigkeit zu agieren und die Tendenz des radial beabstandeten
Fluids, sich zu vermischen oder zu rotieren, herabzusetzen. Einrichtungen
zum Leiten des ausströmenden
Retentatflusses können Öffnungen
oder Düsen
in oder auf der Barriere sein, die gegen die Drehrichtung zeigt.
Die Öffnungen
oder Düsen
oder anderen Einrichtungen können
den ausströmenden
Retentatfluss in irgendeine andere geeignete Richtung lenken. Eine
Verwendung der Barriere oder des Damms verhindert tendenziell ein übermäßiges Aufrühren (z.B.
Verwirbeln) der Fluidmasse und läßt zu, dass
sich ruhige Zonen in dem Behälter
bilden, z.B. um eine Flotation des weniger dichten Materials und
ein Absetzen dichteren Materials zuzulassen. Die Begrenzungseinrichtungen
können
dazu gedacht sein, nicht nur das Strömungsbild in dem Fluidfilterspalt
von dem Strömungsbild
in der zugeführten
Fluidmasse wesentlich zu entkoppeln, sondern auch den Druck in dem
Fluidfilterspalt von dem Druck in der zugeführten Fluidmasse zu entkoppeln.
Somit kann durch die Begrenzungseinrichtung der Druck in dem/den
Fluidfilterspalt(en) beträchtlich
höher liegen
als der Druck in der zugeführten
Fluidmasse.
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Filterträgerelemente
werden wünschenswerterweise
verwendet, die ohne Schwierigkeiten in ihre Position gesetzt oder
aus ihrer Position herausgenommen werden können im Hinblick auf die drehbaren
Scheiben, um zu vermeiden, dass die Scheiben von der Welle entfernt
werden müssen,
um ein Entfernen der Filterträgerelemente
zu ermöglichen.
Derartig leicht entfernbare Filterträgerelemente können jede
beliebige Form haben, jedoch sollten sie generell D-förmig oder
kreisförmig
in der Draufsicht sein. In jedem Fall kann ein Ausschnitt eine Aussparung
schaffen, z.B. für
die Drehwelle, an welcher die eine oder mehrere Scheibe(n) befestigt
sind. Zwei generell D-förmige
Filterträgerelemente
können
in ihre Stellung gebracht werden (nahe einer Scheibe), so dass ihre
geraden Seiten sich einander gegenüber liegen und dadurch zusammen
einen generell kreisförmigen
Aufbau bilden. In diesem Fall wird jedes Filterträgerelement
in der Mitte seiner geraden Seite einen allgemein halbkreisförmigen Ausschnitt
für die
Welle oder Aufhänghülse haben.
Ein allgemein kreisförmiges,
leicht zu entfernendes Filterträgerelement
wird üblicherweise
einen radialen Ausschnitt haben, der sich von der Peripherie zur
Mitte des Filterträgerelementes
erstreckt, um die notwendige Aussparung für die Welle oder Hülse zu schaffen.
Egal welche Form das Filterträgerelement
aufweist, zwei oder mehrere Filterträgerelemente können mechanisch
miteinander verbunden sein, um zu ermöglichen, dass sie als eine
Einheit (eine Filterträgerelement-Kartusche)
in und aus der Position im Hinblick auf die Scheiben bewegt werden
können.
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Andere
Merkmale, Aspekte und Vorteile der Erfindung werden für einen
Fachmann offensichtlich sein.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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Zur
Erleichterung des Verständnisses
der folgenden Beschreibung der Erfindung sind die nachfolgenden
Zeichnungen vorgesehen. Es zeigen:
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1 eine
Seitenansicht eines Teils einer Vorrichtung dieser Erfindung, die
zwei Fluidfilterspalten hat, jedoch ohne den Tank, in dem die Substanz
des zu filternden Zufuhrfluids enthalten ist;
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2 eine
vergrößerte Teilansicht,
die ein Teilstück
der Drosseleinrichtung zur Drosselung des Flusses von Retentat aus
den Fluidfilterspalten zeigt;
-
3 eine
Unteransicht einer bevorzugten rotierenden Scheibe, die in der Vorrichtung
nach 1 Verwendung findet, die Spiralnuten zeigt;
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4 eine
Querschnittsansicht der Scheibe nach 3 entlang
der Linie 4 – 4
der 3;
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5 eine
schematische Draufsicht eines bevorzugten Filterträgerelements,
mit einem allgemeinen kreisförmigen
Umfang und einen länglichen
Ausschnitt, um eine Aussparung für
die Welle vorzusehen;
-
6 eine
schematische Draufsicht eines bevorzugten Trägerelements des Filters, das
eine D-förmige
Gestalt und eine zentrale, halbkreisförmige Aussparung aufweist,
um Raum für
die Welle vorzusehen.
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7 zwei
der Filterträgerbauteile
nach 6, die zusammengesetzt sind;
-
8 eine
drehbare Welle, die 5 Scheiben trägt, wobei jede Scheibe zwei
gegenüberliegende
Hauptflächen
aufweist und wobei jede Fläche
Spiralnuten aufweist, deren Aufbau in einer Vorrichtung verwendet werden
kann, die eine Multiplizität
von alternierenden Scheiben und Filtern in überlappender Anordnung aufweist;
und
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9 eine
Kartusche, die fünf
D-förmige
Filterträgerbauteile
aufweist, wobei diese Bauteile strukturell so miteinander verbunden
sind, dass sie in und aus einer rotierenden Scheibenfiltervorrichtung
als Einheit bewegt werden können
und die auch fluidmäßig so miteinander
verbunden sind, dass ein Permeat von allen fünf der Filterträgerbauteile
zu zwei Sammelvorrichtungen fliessen und durch gemeinsame Düsen abgeleitet
werden können.
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Beste Art
und Weise zur Durchführung
der Erfindung
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Der
Aufbau der rotierenden Filtervorrichtung dieser Erfindung ist nicht
kritisch und es kann irgendeine Konstruktion Verwendung finden,
so lange die Vorrichtung die Anforderungen der Ansprüche erfüllt und
die Vorteile dieser Erfindung bietet. Somit liegt es innerhalb des
Rahmens dieser Erfindung, eine rotierende Scheibenoberfläche aufzuweisen,
die selbst auch wenigstens zum Teil eine Filteroberfläche darstellt,
obwohl dies nicht bevorzugt wird. Es liegt also innerhalb des Rahmens
der Erfindung, zwei gegenüberliegende,
mit geringem Zwischenraum angeordnete Oberflächen zu haben, die den Fluidfilterspalt
bilden, und eine oder die andere oder beide der Oberflächen rotieren
zu lassen, wobei in diesem Fall eine der Filterflächen als
die Scheibe angesehen wird. Entsprechend schließt die Verwendung der Bezeichnung „Scheibe" deren Oberfläche nicht aus,
die gegenüberliegt
und hilft, den Filterspalt auch als Filteroberfläche zu bilden. Ähnlich schließt die Verwendung
der Bezeichnung „Filter", bezogen auf ein
Bauelement, durch das Permeat hindurchgeht und dessen Oberfläche eine
zweite Oberfläche
darstellt, die gegenüberliegt
und hilft, den Fluidfilterspalt zu formen, eine Drehung der Filteroberfläche nicht
aus. Vorzugsweise drehen sich jedoch lediglich die Scheiben, wobei
die Scheiben keine Filtrationsfähigkeit
besitzen, wobei die Filter (und Filterträgerelemente, die die Filter
tragen) nicht drehbar aufgehängt
sind und deshalb nicht rotieren und wobei die gesamte Filtrationsfähigkeit
in den Filtern liegt.
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Wenn.
der Filter, der gegenüberliegt
und die Bildung eines Fluidfilterspaltes ermöglicht, irgendwelche Nuten,
Lamellen oder andere Vorsprünge
aufweisen soll, sollte der Filter steif genug sein, die erforderliche Form
beizubehalten. In dem Fall können
feste Filtermaterialien, wie Metall (z.B. Sintermetall, Keramiken
oder Glas) geeignet sein. Jedoch wird bevorzugt, dass der Filter
selbst nicht irgendwelche Nuten oder Lamellen aufweist und dass
die Scheibenoberfläche,
die die Bildung eines Fluidfilterspaltes ermöglicht, irgendwelche Nuten oder
Lamellen aufweist, die verwendet werden.
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Der
Filter kann aus irgendeinem Material hergestellt sein, solange wie
der Filter die geforderten Funktionen in Übereinstimmung mit der Erfindung
durchführen
kann und andererseits chemisch und physisch unter seinen jeweiligen
Arbeitsbedingungen geeignet ist. Entsprechend kann der Filter aus
Polymer, Metall, Keramik oder Glas bestehen und kann irgendeine
Form oder Gestalt haben. Somit kann der Filter aus Partikeln, einem Film
oder aus Fasern bzw. aus einer Kombination aller drei vorhergenannten
Stoffe gebildet sein. Der Filter kann gewebt oder nicht gewebt sein.
Allgemein haben nicht gewebte Metallfilter gewisse vorteilhafte
Eigenschaften im Vergleich mit polymeren Filtern: sie sind leichter
zu sterilisieren, haben allgemein eine höhere chemische Beständigkeit
und Wärmebeständigkeit,
können
leichter gereinigt werden und besitzen eine signifikant bessere
strukturelle Unversehrtheit und Steifigkeit. Wenn zwei oder mehr
Filter in einer Vorrichtung verwendet werden, können sie dasselbe oder unterschiedliches
Material sowie dieselben oder unterschiedliche Filtrations- oder
Siebcharakteristiken aufweisen.
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Der
verwendete Filter kann ein Filter mit asymmetrischer Oberfläche sein.
Eine asymmetrische Filterfläche
ist ein Filter, dessen zwei Hauptflächen unterschiedliche Verteilung
von Porengrößen aufweisen,
derart, dass die durchschnittliche oder mittlere Porengröße auf einer
Fläche
signifikant kleiner ist als die durchschnittliche oder mittlere
Porengröße auf der
anderen Fläche.
Die asymmetrische Filterfläche
ist wünschenswerterweise
in einer Vorrichtung nach dieser Erfindung mit der Fläche, die
eine kleinere durchschnittliche oder mittlere Porengröße aufweist,
so orientiert, dass sie dem Fluidfilterspalt gegenüberliegt
und mit der Fläche,
die die größere durchschnittliche
oder mittlere Porengröße hat,
so orientiert ist, dass diese von dem Spalt weg weist. Ein bevorzugter
Metallfilter dieses Typs ist der DYNALLOY-Fasermetallfilter, der
durch „Fluid
Dynamics of DeLand, Florida",
auf den Markt gebracht worden ist. Die Verwendung eines Metallfilters
kann dann vorteilhaft sein, wenn ein oder mehrere elektrische Felder
auch in der Vorrichtung zur Anwendung kommen oder wenn der Filter
eine Ladung zu tragen hat.
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Ein
oder mehrere elektrische Felder können in axial, radial oder
nicht radial oder nicht axialen Richtungen angewandt werden. Die
Felder können
nützlich
sein, indem sie bei der Trennung helfen und können unter Verwendung einer
bekannten Technologie angewandt werden. Folgende Begriffe werden
hier verwendet: „axial" bedeutet längs oder
parallel zu der Drehachse des einen oder mehrerer rotierender Bauteile
und „radial" bedeutet längs oder
parallel zu einem Radius der Ebene einer Scheibe oder eines Filters
(d.h. senkrecht zu der Drehachse des einen oder mehrerer Bauteile).
Das Feld kann das Ergebnis von direkter oder alternierender Spannung
sein, z.B. eines hochfrequenten alternierenden Potentials. Ein oder
mehrere Felder in verschiedenen Richtungen können angewandt werden, die
zusammen zu einem einzelnen eingeprägten Feld führen werden. Ein oder mehrere
Felder können
variiert werden als eine Funktion der Zeit, d.h. ein radiales Feld
und ein axiales Feld in überlappender
Ein-/Aus-Synchronisation. Somit sollte der Begriff „ein elektrisches Feld" wie es hierin Verwendung
findet, so verstanden werden, dass alles voraus angeführte angeschlossen
ist.
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Die
Schlüsselfunktion
eines Filters liegt darin, das Permeat frei durchzulassen und das
Retentat nicht durchzulassen. Um dieses effizient durchzuführen, sollte
das Permeat den Filter adäquat
anfeuchten. Ein Indikator für
die Anfeuchtung ist der Berührungswinkel,
den ein Tropfen des Permeats bildet, wenn dieser sich auf der Filterfläche befindet
(siehe
U.S. 4,906,379 und
5,000,848). Allgemein gesprochen gilt folgendes: Je kleiner der
Berührungswinkel,
desto größer die
Anfeuchtung und umgekehrt, je größer der
Berührungswinkel, um
so geringer die Anfeuchtung.
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Ein
Tropfen eines gewonnenen Permeats, das in einer Vorrichtung nach
dieser Erfindung eingesetzt wird, hat normalerweise einen Berührungswinkel
auf dem Filter, der in dieser Vorrichtung Verwendung findet, von
weniger als 45 Grad, wünschenswert
weniger als 40 Grad, wünschenswerter
weniger als 35 Grad, am wünschenswertesten
weniger als 30 Grad, vorzugsweise weniger als 25 Grad, noch bevorzugter
weniger als 20 Grad und am bevorzugtesten weniger als 15 Grad. Der
Kontaktwinkel wird gemessen, indem das Verfahren verwendet wird,
dass in
U.S. 4,906,379 (siehe
z.B. Spalte 10, Zeile 42 und folgende) und
U.S. 5,000,848 (siehe z.B. Spalte
12, Zeile 46 und folgende).
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Weil
Wasser eine hochenergetische Flüssigkeit
ist, hauptsächlich
wegen der Wasserstoffbindung, und weil Wasser oft in den Filtrationsvorgängen ein
Permeat ist, werden für
die Verwendung in der Vorrichtung dieser Erfindung hydrophile Filter
bevorzugt. Filter, deren Oberflächenenergie
erhöht
worden ist, um ihre hydrophile Eigenschaft anzuheben, können verwendet
werden. Somit sind Filter mit einer hohen Oberflächenenergie (z.B. solche von
regenerierter Zellulose und solche in Übereinstimmung mit
U.S. 4,906,379 ) eine bevorzugte
Sorte von Filtern. Solche Filter sind durch polare Substanzen, wie
z.B. Wasser, leichter angefeuchtet, aber widersetzen sich einem
Anfeuchten durch nicht polare Substanzen, wie z.B. organische Verbindungen. Derartige
Oberflächen
von Filtern mit hoher Energie haben auch eine verringerte Tendenz,
durch Materialien mit geringen Energieeigenschaften, wie z.B. Proteine
oder andere organische Substanzen, verunreinigt zu werden. Bevorzugte
Filter, die in dieser Erfindung mit einer rotierenden Scheibe Verwendung
finden, sind in Übereinstimmung
mit der
U.S. 4,906,379 hergestellt
und werden von der Firma Membrex, Inc., unter der Handelsmarke „UltraFilic" (registriert) auf
den Markt gebracht. Die UltraFilic Membran ist aus einem modifizierten Polyacrylnitril
(PAN) und seine Oberfläche
ist chemisch verändert,
um extrem hydrophil zu sein („hyperhydrophil").
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Eine
Vorrichtung dieser Erfindung, die einen Filter verwendet, der Wasser
durchlaufen läßt (Permeat), aber Öl nicht
durchlässt,
wird eine besondere Verwendung beim Trennen von Wasser und Öl, z.B.
beim Reinigen von Ölverschmutzungen
oder beim Recycling einer wässrigen
Lösung
zur Reinigung in einem System zum Waschen von Teilen. Alternativ
kann ein Filter verwendet werden, der relativ hydrophob (niedrige
Oberflächenenergie)
ist und das Öl
passieren läßt und das
Wasser zurückhält. Andere
speziell vorteilhafte Kombinationen der Vorrichtung dieser Erfindung
und Filter mit gewissen inhärenten
Eigenschaften (z.B. hohe Rückhalterate
von gewissen Materialien, aber schneller und leichter Permeation
von ihren begleitenden Komponenten in dem Zufuhrfluid) werden den
Fachleuten offensichtlich sein. Eine Verwendung derartiger Filter
in Kombination mit der Vorrichtung der Erfindung wird Vorteile schaffen,
die ohne die Kombination nicht erzielbar sind.
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Der
Filter kann Poren irgendeiner Größe oder
einer vorgesehenen Form haben, wenn dieser für das Zufuhrfluid und das Permeat
geeignet ist, und kann eine gewünschte
Trennung schaffen. Der Filter mag eine enge oder weite oder andere
Verteilung der Porengrößen und
-form aufweisen und kann asymmetrisch sein und wie ein Filter mit
asymmetrischer Oberfläche
verwendet werden. Der Filter kann einen relativ scharfen Grenzpunkt
bezüglich
des Molekulargewichtes aufweisen.
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Die
Filtermatrix und insbesondere eine polymerische Filtermatrix kann
auch Liganden haben, die für Anwendungen
einer selektiven Sorption daran angehängt sind (d.h. Innenaustausch-Sorption
und Gelatbildung). Passende Liganden umfassen irgendeinen Liganden,
der in der Lage ist, sich an die Matrix, einem Zwischenstoff oder
einem Derivat der Matrix anzuhängen.
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Bevorzugte
Liganden weisen auf: (a) Gruppen mit einer innenselektiven Affinität (solche
wie Gelator- und Käfigtypen),
die selektiv anorganische Ionen binden, und (b) Gruppen bioselektiver
Affinität,
die selektiv biologisch aktive Substanzen binden. Der Bestand an
Liganden mit Affinität
ist groß und
schnell anwachsend. Meistens sind derartige Liganden von der Natur
abgeleitet (d.h. Substanzen von biologischem Ursprung), während andere
vollständig
oder teilweise synthetisch sind (d.h. biologisch nachgebildete Substanzen).
Bevorzugte Liganden, bevorzugte Verfahren zum Anhängen von
Liganden an Membranfilter und bevorzugte Membranfilter sind in
U.S. 4,906,379 offenbart.
Andere brauchbare Liganden und Verfahren zum Anhängen der Liganden an die Filter
werden Fachleuten im Gebiet der Affinitätssorption, der Gelatbildung
im Zusammenhang mit der Immobilisierung von Enzymen. Der hierin
verwendete Begriff „Liganden
einer selektiven Sorption" umfasst alle
Liganden, die zuvor aufgeführt
wurden.
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Meistens
kann jedes beliebige Fluid, das gefiltert werden soll, gefiltert
werden, indem eine Vorrichtung nach dieser Erfindung zum Einsatz
kommt, aber sie findet eine spezielle Anwendung bei der Filterung
von Einsatzgut, das einen hohen Gehalt an Feststoffen, Fluids aus
gemischten Phasen und biologischem Fluids aufweisen.
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Fluids
mit hohem Anteil an Feststoffen können z.B. sein: biologische
Fluids, Fluids, die Partikel mit Affinität enthalten (z.B. Partikel
mit einer Affinität
bei selektiver Sorption), Partikel eines Innenaustausch-Harzes, katalytische
Partikel, adsorptive Partikel, absorptive Partikel und Partikel
eines inerten Trägers.
Die Partikel eines inerten Trägers
können
selbst einen Katalysator, Harz, Reaktanten sowie ein Mittel zur
chemischen Reaktion (z.B. Aktivkohle etc.). Fluid mit gemischten
Phasen enthalten Systeme, die flüssig/fest,
flüssig/flüssig und flüssig/gasförmig sein
können.
Das Fluid kann mehr als zwei Phasen enthalten. Die Flüssigphasen
können
alle wässrig
oder nicht wässrig
sein oder können
eine oder mehrere wässrige
Phase(n) und eine oder mehrere nicht wässrige Phase(n) miteinander
bilden. Die Phasen können
nicht mischbar sein, z.B. zwei wässrige
Phasen, die nicht mischbar sind, weil jede Phase einen unterschiedlichen
gelösten
Stoff hat. Das Fluid kann gasförmige,
flüssige
und feste Phasen aufweisen. Reaktion und/oder Wärmetransport können den
Filtrationsvorgang dieser Erfindung begleiten und finden innerhalb
oder ausserhalb einer Vorrichtung dieser Erfindung statt.
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Biologische
Fluids sind Fluids, die von Materialien abstammen oder Materialien
enthalten, die von biologischen Organismen stammen (z.B. aus dem
Tierreich oder Pflanzenreich) oder deren Bestandteile, die lebende
und nichtlebende Dinge (z.B. Viren) umfassen. Somit umfasst der
Begriff, „biologische
Fluids": Blut; Blutserum;
Plasma; spinale Fluids; Molkereifluids (z.B. Milch und Milchprodukte);
des weiteren Fluids, die Hormone, Blutzellen oder genetisch konstruierte
Materialien enthalten; des weitren Fluids, die aus Verfahren aus der
Fermentierung stammen (einschließlich der Brühen aus
der Fermantation und Reaktionsmittel, ein Zwischenprodukt und Produktströme aus der
Bier- und Weinherstellung sowie Ströme aus der Behandlung von Abwasser);
des weiteren Fluids, die aus Mikrobenmaterial bestehen oder diese
enthalten, Impfmaterialien, Pflanzenextrakte oder Pflanzen- oder
Fruchtsäfte
(z.B. Apfelsaft oder Orangensaft); sowie Fluids, die Mikroorganismen
enthalten (z.B. Bakterien, Fungizide und Viren), und so weiter.
Die Vorrichtung ist besonders im Zusammenhang mit Fluids nützlich,
die druckempfindliche oder scherempfindliche Bestandteile, z.B.
Zellen (Blutzellen, Hybridome der Mammalia, pathogene Materialien,
d.h. Bakterien in einer Fluidprobe, die konzentriert worden sind,
um einen Nachweis zu ermöglichen;
etc.) enthalten. Die Vorrichtung ist nützlich für zu filternde Fluids, die
Arzneimittel, Vorläufer
oder Derivate davon enthalten. Die Vorrichtung ist auch im allgemeinen
zum Filtern von organischen Bestandteilen nützlich (einschließlich Ölen aller
Typen, d.h. Petroleumöl
und Speiseöl) als
einzelne oder gemischte Phasen (Öl/Wasser).
Die Vorrichtung ist auch zum Filtern von Fluids nützlich,
die grenzaktive Stoffe, Emulsionen, Liposome, natürliche oder
synthetische Polymere, Abwässer
von Arbeitsgängen
des Abgradens und Polierens (z.B. Fluids von Trommelputz- und Schleifvorgängen), industrielle
und städtische Abwässer und
wässrige,
halbwässrige
und auf Lösungsmittel
basierende Reiniger enthalten.
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Mehrere
Scheiben und/oder mehrere Bauelemente zum Halten des Filters, die
die Filter tragen, können
in einer Vorrichtung entsprechend dieser Erfindung verwendet werden.
Somit liegt es innerhalb des Bereichs der Erfindung, einzelne Scheiben
zu haben, die zwischen zwei Filtern positioniert sind, und dadurch zwei
Filterspalten zu bilden. In einer derartigen Vorrichtung sollten
eine oder beide der Hauptflächen
der Scheiben wünschenswerterweise
jeweils wenigstens eine Spiralnut aufweisen. Es liegt also innerhalb
des Rahmens dieser Erfindung, dass eine derartige Vorrichtung mehrere
alternierende Scheiben und Filterträgerelemente in überlappender
Anordnung aufweist, d.h. Scheiben und Filterträgerelemente in alternierender
Anordnung, sodass mehrere Filterspalten gebildet werden. In diesem
Fall könnten
die Scheiben auf einer gemeinsamen Welle befestigt werden, um sich
gemeinsam zu drehen, und das Permeat könnte von den Filtern zu einem
gemeinsamen Verteiler zur Sammlung fliessen. In einer Vorrichtung,
die in überlappender
Anordnung mehrere Scheiben und Filterträgerelemente aufweist, kann
jede Fläche,
die einen Fluidfilterspalt bildet, ein oder mehrere Spiralnuten
haben.
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Unabhängig davon
welche von den Elementen (d.h. der Filter oder die Filter, die Scheibe
oder die Scheiben oder Kombinationen davon) sich drehen, kann die
Drehung bei einer konstanten Geschwindigkeit oder bei sich verändernden
Geschwindigkeiten und in einer einzigen Richtung oder in alternierenden
Richtungen erfolgen. Wenn zwei oder mehrere Elemente rotieren, können sie
in dieselbe oder in unterschiedliche Richtungen und bei derselben
oder unterschiedlichen Geschwindigkeiten rotieren. Das rotierende
Element bzw. die rotierenden Elemente mögen periodisch seine bzw. ihre
Richtung bzw. Richtungen der Drehung umdrehen (d.h. oszillieren).
Wenigstens eine dieser Scheiben und Filterpaar, das jeden Fluidfilterspalt
bildet, sollte im Hinblick auf das andere drehen. Somit sollten
der Filter und die Scheiben, die einen Fluidfilterspalt bilden, nicht
in dieselbe Richtung und mit derselben Geschwindigkeit rotieren.
Vorzugsweise sind der Filter oder die Filter (und deshalb das Filterträgerelement
oder die Filterträgerelemente)
unbeweglich und die Scheibe oder die Scheiben rotieren lediglich
in eine Drehrichtung. Ein Abziehen des Permeats, das durch die Filter
passiert, wird vereinfacht, wenn die Filterträgerelemente während der
Filtration stationär
bleiben.
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Die
Scheibe oder Scheiben und/oder der bzw. die Filter können sich
axial (sich annähernd
rechtwinklig zu der Rotationsebene hin und her bewegend) verschieben,
ob oder ob nicht es oder sie die das Rotationselement bzw. die Rotationselemente
sind. Die Scheibe bzw. die Scheiben und/oder der bzw. die Filter
können auch
in Vibration oder Oszillation versetzt werden, um die Filtration
zu unterstützen.
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Jeder
Filter ist wünschenswerterweise
an einem Filterträgerelement
befestigt, das die Funktion hat, den Filter zu stützen und/oder
ein Sammelnetz für
das Permeat zu schaffen. Eine derartige Trägervorrichtung ist wünschenswert,
insbesondere wenn der Filter selbst keine wesentliche strukturelle
Festigkeit hat. Vorzugsweise ist ein Netzwerk von Durchgängen zur
Sammlung des Permeats in dem Filterträgerbauteil in Fluidverbindung
mit der Abstromseite des Filters (von dem Fluidfilterspalt wegweisend)
vorgesehen, sodass das Permeat, das den Filter passiert, in die
Durchgänge
zur Sammlung des Permeats fließt.
Es kann irgendein Verfahren zur Befestigung der Filter an den Filterträgerelementen
verwendet werden, vorausgesetzt, es behindert nicht in unzulässiger Weise
einen Betrieb der Vorrichtung. Das Verfahren zur Montage des Filters
verringert vorzugsweise nicht in signifikanter Weise den Bereich
der aktiven Filtration des Filters, jedoch kann eine derartige Reduktion
in manchen Fällen
erforderlich sein.
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Das
Filterträgerelement
kann jede beliebige Größe oder
Form haben vorausgesetzt es können
die Vorteile gemäß der Erfindung
erreicht werden. Es können
zwei oder mehr Filterträgerelemente
in einer Ebene angeordnet werden, um eine aus Filterträgerelementen
bestehende Gruppe zu bilden, die dazu beiträgt einen Spalt für die Filtration
von Fluid zu definieren. So können
zum Beispiel zwei D-förmige
Bauteile angeordnet werden (mit halbkreisförmigen Ausschnitten für die Achse
usw.), die mit ihren geraden Seiten nahe beieinander liegen, um
eine Gruppe von Filterträgerelementen
zu bilden, die einen kreisförmigen
Aussenumfang aufweisen.
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Es
ist wünschenswert,
dass jedes der einen oder mehreren der einen Fluidfilterspalt bildenden
Filterträgerelemente
nahe ihrem Umfang Drosseleinrichtungen aufweisen, die die Strömung des
Retentats aus dem Fluidfilterspalt in den Flüssigkeitskörper begrenzen (und ebenso
ausrichten). Wenn die Drosseleinrichtungen hoch genug sind (d.h.
sie erstrecken sich ausreichend weit weg von der Ebene des Filterträgerbauteils,
zum Beispiel rechtwinklig oder diagonal weg von der Ebene des Filterträgerelements),
dann können
sie nahe den benachbarten Filterträgerelementen liegen oder diese
berühren.
In diesema& Fall
kann die Drosseleinrichtung aus einer Wand bestehen, die den Bereich
höheren
Druckes und höherer
Fluidbewegung (die Flüssigkeit
zwischen den Scheiben und den Filterträgerelementen und die Flüssigkeit
zwischen dem Umfang der Scheiben und den Filterträgerelementen
und der Innenfläche
der Drosseleinrichtung) von dem Bereich geringeren Druckes und geringerer
Fluidbewegung trennen (den übrigen
Teil der Fluidsubstanz einschließlich des Volumens, das radial
von der Außenoberfläche der
Drosseleinrichtung entfernt ist und des Volumens, das axial entfernt, d.h.
axial außerhalb
oder jenseits der zwei äußeren Filterträgerelemente
liegt).
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Die
Drosseleinrichtung kann auch dazu verwendet werden, einen Bereich
höheren
Druckes (einen inneren Bereich, dessen äußere Grenze die Drosseleinrichtung
bildet und zum Beispiel die zwei äußeren Filterträgerelemente)
von einem Bereich geringeren Druckes zu trennen (den Bereich außerhalb
des inneren Bereichs, d.h. die zu filternde Fluidsubstanz). Ein
höherer
Druck kann in dem Fluidfilterspalt für ein vorgegebenes Fluid dadurch
erreicht werden, dass man die Geometrie und die Drehzahl der Vorrichtung
anpasst. Die Geometrie der Vorrichtung umfasst die Größe und die
Form der zwei Oberflächen,
die den Spalt definieren, die Glätte
dieser Oberflächen,
die Breite des Spaltes, ob dort auf einer der beiden Oberflächen irgendwelche
Vertiefungen oder Lamellen oder andere konkav oder konvex ausgebildete
Teile vorhanden sind und wenn diese der Fall ist ihre Anzahl, Größe Form
und relative Lage.
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Wenn
sich das Fluid in den entsprechenden Teilbereichen geringeren Druckes
und geringerer Fluidbewegung ausreichend langsam bewegt und wenn
die Fluideigenschaften (zum Beispiel die Oberflächenspannung, die Viskosität und die
Dichte) zufriedenstellend sind, dann kann in diesem Bereich die
Flotation und das Absetzen durchgeführt werden. Dies ist nützlich,
z.B. bei Teilsystemen zur Separation in einem Waschsystem für wässrige Teile,
bei denen von den Teilen entferntes Öl durch eine Reinigungslösung und
Partikel (z.B. Metallstaub), die von der Reinigungslösung in
das Teilsystem zur Separation mitgeführt werden, durch Flotation (des Öls) und
durch Absetzen (des Metallstaubes) von der wässrigen Reinigungslösung abgetrennt
werden können.
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Die
Ausführung
der Drosseleinrichtung (wenn sie eingesetzt wird) ist nicht kritisch
und es kann jede Ausbildung, Form, Anordnung oder Größe eingesetzt
werden so lange, wie die Drosseleinrichtung die beabsichtigte Funktion
ausüben
kann. Obwohl Drosseleinrichtung, die an keinem Filterträgerelement
befestigt ist, in der Vorrichtung vorgesehen sein kann (zum Beispiel
ein hohles zylindrisches Bauteil, das zwischen dem Umfang der Filterträgerelemente
und der verbleibenden zu filternden Fluidsubstanz angeordnet ist,
d.h. zwischen dem Umfang der Filterträgerelemente und der zylindrischen
Wand des Gehäuses),
ist es für
die Drosseleinrichtung vorzuziehen, dass sie von den Filterträgerelementen
gehalten wird (d.h. für
die Filterträgerelemente,
dass sie die Drosseleinrichtung aufweisen), zum Beispiel so, dass
die Drosseleinrichtung als Einheit mit den Filterträgerelementen
entfernt werden kann. Eine Drosseleinrichtung, die nicht von den
Filterträgerelementen
gehalten wird (zum Beispiel eine zylindrische Wand) kann an dem
ersten Bauteil hängen
oder kann an einer anderen Gefäßwand befestigt
sein (zum Beispiel an der Seitenwand oder dem Boden des Gefäßes).
-
Die
Drosseleinrichtung kann eine kreisförmige Staueinrichtung oder
einen Rand aufweisen, der nahe am Außenumfang angeordnet ist und
der um ein ausreichendes Maß aus
der Ebene des Filterträgerelements vorsteht.
Somit kann der Rand in nur einer Richtung aus der Ebene des Filterträgerelements
vorstehen (zum Beispiel nach oben) oder er kann in beiden Richtungen
und weg von der Ebene des Filterträgerelement vorstehen (d.h.
sowohl nach oben wie nach unten). Es ist wünschenswert, dass die Filterträgerelemente
Drosseleinrichtungen tragen und diese Einrichtungen im wesentlichen
das Fluid in dem Bereich hohen Druckes von dem Fluid in dem ruhigen
Bereich isolieren. Zwischen der Drosseleinrichtung eines Filterträgerelements
und dem geeigneten Teil des benachbarten Filterträgerelementes
kann wahlweise eine kompressible Einrichtung eingesetzt werden,
um eine flüssigkeitsdichte
Abdichtung zu erreichen. Wenn die Drosseleinrichtung von dem (den)die
Filterträgerelement(en)
gehalten wird, dann kann die Drosseleinrichtung an dem Umfang des
(der) Filterträgerelements
(Filterträgerelemente)
angeordnet werden; die Drosseleinrichtung sollte indessen einen so
großen
radialen Abstand aufweisen, dass sie die erwünschte Funktion erfüllen kann.
Wenn zum Beispiel der Fluidfilterspalt 100 mm breit ist, kann jedes
Filterträgerelement
eine Drosseleinrichtung halten und diese Einrichtungen können oberhalb
und unterhalb der Ebene des Filterträgerelements ungefähr 50 mm
vorstehen. Alternativ kann die Drosseleinrichtung 100 mm oberhalb
der Ebene des Filterträgerelements
vorstehen und unterhalb der Ebene des Filterträgerelements überhaupt
nicht. In den meisten Fällen
ist es wünschenswert, dass
das Retentat mit dem Rest der zu filternden Fluidsubstanz wieder
gemischt wird. Dieses Wiedermischen kann zum Beispiel in der zu
filternden Fluidsubstanz außerhalb
der Drosseleinrichtung für
die Retentatströmung
geschehen, oder gerade bevor es zu dem Fluidfilterspalt geführt wird
(zum Beispiel in dem ringförmigen Bereich
zwischen der die Scheibe drehenden Welle und der die Filterträgerelemente
tragenden Buchse), oder in dem das Fluid filtrierenden Spalt selbst.
Ein solches Wiedervermischen ist aus verschiedenen Gründen wünschenswert,
was die Vermeidung extremer Konzentrationsgradienten einschließt, die
durch das Auftreten und „Auswaschen" von Feststoffen
oder anderen Stoffen aus dem Fluidfilterspalt entstehen und die
sonst dazu neigen sich anzusammeln und den Filter schneller vollzusetzen
oder zu verstopfen.
-
Wenn
die Drosseleinrichtung eine beträchtliche
Wiedervermischung verhindert, dann kann es notwendig sein, an der „Innenwand" die Strömung des
Retentats ableitende Mittel vorzusehen (zum Beispiel Öffnungen),
die von der Drosseleinrichtung gebildet werden, um zu erreichen,
dass das Retentat den Bereich hohen Druckes verläßt. Es kann ebenso wünschenswert
sein, Mittel zur Lenkung der Strömung
des Retentats vorzusehen, um die Strömung des Retentats, die den
Bereich hoher Strömung
verläßt, so zu
lenken, dass jeder störenden
Einwirkung ( zum Beispiel Verwirbelung) auf die Flüssigkeit
in dem Volumen mit radialem Abstand entgegengewirkt wird, die sonst
durch die Rotation der sich drehenden Bauteile (üblicherweise die Scheiben)
entstehen würde.
Dementsprechend können Öffnungen
in der Innenwand vorgesehen sein, die durch die Drosseleinrichtung
gebildet werden, wobei die Öffnungen
gegenüber
der Rotationsrichtung der rotierenden Bauteile einen Winkel bilden;
es können
auch Düsen
sein, die entgegen der Rotationsrichtung ausgerichtet sind. Diese Öffnungen
und/oder Düsen
können
auch so ausgerichtet sein, dass die Strömung des Retentats aus diesen unter
einem Winkel zu der Rotationsebene (zum Beispiel senkrecht) ausströmt, um innerhalb
des Fluidbereichs andere Strömungsmuster
von geringerem Druck zu erhalten.
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Die
Drosseleinrichtung für
den Fluidfilterspalt wird oft einen wesentlichen Teil des von der
Drosseleinrichtung eingenommenen Nennbereichs ausfüllen. Somit
wird der Prozentsatz des Nennbereichs, der von der Drosseleinrichtung
eingenommen wird oft bei wenigstens 85% liegen, üblicherweise bei wenigstens
90%, erstrebenswert sind wenigstens 92%, erstrebenswerter sind wenigstens
94%, am erstrebenswertesten wenigstens 95%, bevorzugt wenigstens
96%, bevorzugter wenigstens 97% und am bevorzugtesten wenigstens
98%, und manchmal soviel wie 99% des Nominalbereichs, der von der
Drosseleinrichtung eingenommen wird. Mit anderen Worten wird der
offene Bereich, der durch die Öffnungen
der Drosseleinrichtung definiert ist oft bei weniger als 15% liegen, üblicherweise
bei weniger als 10%; erstrebenswert sind weniger als 8%, erstrebenswerter
sind weniger als 6%, am erstrebenswertesten sind 5%, bevorzugt weniger
als 4%, bevorzugter weniger als 3%, am bevorzugtesten 2% und manchmal
weniger als 1% des Nennbereichs, der von der Drosseleinrichtung
eingenommen wird. Zu diesem Zweck wird als von der Drosseleinrichtung
eingenommener Nominalbereich für
den Fluidfilterspalt der Innenumfang der Drosseleinrichtung (der
bei einer zylindrischen Drosseleinrichtung der Innendurchmesser
ist) multipliziert mit der Höhe
des Fluidfilterspaltes genommen. Als Höhe des Fluidfilterspaltes wird
der Abstand von der Mittelebene der Scheibe bis zu der Mittelebene
des gegenüber
liegenden Filterträgerelements
genommen, das diesen Spalt definiert.
-
Das
zuzuführende
Fluid kann in den Filterspalt kontinuierlich oder chargenweise zugeleitet
werden. Das Permeat kann kontinuierlich oder chargenweise abgeführt werden.
Das Retentat kann kontinuierlich oder chargenweise abgeführt werden.
Das Retentat, das ein oder mehrere Stoffe enthalten kann, die aus
dem zugeführten
Fluid konzentriert wurden, kann das erwünschte Produkt sein, zum Beispiel
für Untersuchungen. Das
Permeat kann aus dem zugeführten
Fluid bestehen, aus dem Partikel oder andere Stoffe, die bei folgenden
Untersuchungen stören
würden,
durch die Filtervorrichtung entfernt wurden. Eine Untersuchung des
Retentats und/oder Permeats kann auf das Vorhandensein oder die
Konzentration von irgendwelchen chemischen oder biologischen Stoffen
gerichtet sein, oder auf eine oder mehrere physikalische oder chemische
Eingenschaften (zum Beispiel den PH-Wert, die Temperatur, die Viskosität, das Ausmaß einer
Reaktion, das spezifische Gewicht, auf Chloridionen, Antikörper, Bakterien,
Viren und andere Mikroorganismen, wie zum Beispiel Cryptosporidium
Oozysten und Giardia Zysten, DNA Fragmente, Zucker, Äthanol und
toxische Metalle, toxische Stoffe und ähnlichem). Somit kann die Vorrichtung
dieser Erfindung außerdem
Einrichtungen für
eine physikalische und/oder chemische Untersuchung des Retentats
und/oder Permeats enthalten, zum Beispiel für eine oder mehrere der oben
genanten Arten und/oder Eingenschaften (Merkmale).
-
Jede
beliebige Methode kann eingesetzt werden, um zu filtrierendes Fluid
in einem oder in mehreren Filterspalten einzubringen; es ist aber
erstrebenswert das Fluid nahe der Längsachse in den Spalt einzubringen,
d.h. nahe der Rotationsachse. Somit kann zum Beispiel zugeführtes Fluid
durch die rotierende Welle fließen
oder durch eine um die Welle angeordnete Buchse (die einen ringförmigen Bereich
zwischen der Welle und der Buchse bildet) und in den Fluidfilterspalt
durch Öffnungen
in der Welle oder der Buchse fließen; es können auch ein oder mehrere
Spalte in einem natürlichen
Fluidkörper
eingetaucht sein ( zum Beispiel in einen Teich oder See) oder in
einen Fluidkörper,
der in einem Gefäß (oder
Gehäuse)
enthalten ist; es können
auch ein oder mehrere dieser und anderer Strömungsmethoden eingesetzt werden.
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In
einer besonders bevorzugten Ausbildung, wird das die Fluidfilterspalten
verlassende Retentat zu den Fluidfilterspalten zurückgeführt. Zum
Beispiel kann das die Fluid-Filterspalten verlassende Retentat in Rohren
zu dem ringförmigen
Bereich zwischen (i) der rotierenden Welle geführt werden, durch die die Scheiben
rotiert werden und (ii) zu der um die Welle angeordneten Buchse,
die die Filterträgerelemente
trägt,
wobei dieser ringförmige
Bereich mit einem oder mehreren der Fluidfilterspalten in Verbindung
stehen kann. Die Drosseleinrichtung und geeignete Rohre können so
angeordnet sein, dass das Zurückführen des
Retentats zu den Fluidfilterspalten erreicht wird, wobei ein Teil
oder die Gesamtmenge des Retentats, das die Fluidfilterspalte verlässt zurückgeführt werden
kann. Frisches (nicht zurückgeführtes) Fluid
(aus dem zu filternden Flüssigkeitskörper) kann
mittels beliebiger Einrichtungen in den Fluidfilterspalt eingebracht
werden, einschließlich
dadurch, dass das Fluid durch Eingangsöffnungen in der Buchse strömt (wenn
eine Buchse verwendet wird, die mit den Fluidfilterspalten in einer
fluiden Verbindung steht), oder dadurch, dass es durch eine Öffnung in
einem oder in mehreren der Filterträgerelemente einströmt (zum
Beispiel durch das Filterträgerelement,
das am weitesten von dem ersten Element entfernt ist) oder durch
eine beliebige Kombination dieser und anderer Mittel. Frisches zuzuführendes
Fluid und jedes zurückgeführte Retentat
kann oder kann auch nicht gemischt sein, bevor es in die Fluidfilterspalten
einströmt.
Zum Beispiel kann eine solches Mischen in dem ringförmigen Bereich zwischen
der Buchse und der Welle vorgenommen werden, oder gerade vor dem
Eintritt in einen der Fluidfilterspalten.
-
Das
Gefäß oder das
Gehäuse,
in dem das Fluid enthalten ist, kann ein Teil der Vorrichtung sein.
Das Gehäuse
(einschließlich
dem Boden, der Abdeckung, und/oder den Seiten) kann von jeder Größe oder
Form sein, und aus jedem Material bestehen, so lange als das Gehäuse die
Funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung
nicht negativ beeinflußt.
Im allgemeinen wird das Gehäuse
nicht größer sein,
als es vernünftigerweise erforderlich
ist, (1) um die Scheibe(n) und den (die) Filter unterzubringen und/oder
aufzuhängen,
und (2) um eine ausreichend große
zu filternde Fluidmasse vorzusehen (wenn das Gehäuse dazu benutzt wird, das
Fluid zu halten), und (3) um eine ausreichende Menge für eine Flotation
und/oder ein Absetzen vorzusehen (wenn eine Flotation und/oder ein
Absetzen in dem gleichen Gefäß durchgeführt werden
sollen). Es ist keineswegs notwendig, ein Gehäuse zu verwenden, oder das
Gehäuse
oder ein Teil seines Bodens, seiner Abdeckung und/oder seiner Seiten
kann offen sein und die Vorrichtung mit dem Gehäuse kann in einem Fluidkörper eingebracht
werden (zum Beispiel in einen See, oder einen Fermentationstank),
um Permeat und/oder Retentat herzustellen, zum Beispiel für Untersuchungen.
Ein teilweises oder vollständiges
Untertauchen der Vorrichtung kann es dem Fluid ermöglichen
in den Fluidfilterspalt zu strömen.
Der Pumpvorgang der Vorrichtung (zum Beispiel erzeugt durch die
Rotation der Scheibe(n)) kann auch dazu eingesetzt werden, das zuzuführende Fluid aus
der aus Fluid bestehenden Flüssigkeitsmasse
in den Filterspalt zu leiten.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
kann auf viele verschiedene Arten eingesetzt werden, zum Beispiel
zur Überwachung
einer Reaktion (zum Beispiel durch Untersuchung oder zur Herstellung
eines untersuchungsfähigen
Fluids aus dem Reaktionsmedium in einem Reaktor oder aus einem aus
einem Reaktor ausströmenden
Medium), oder als integraler Bestandteil einer Reaktoreinrichtung
(zum Beispiel zur Abtrennung von Katalysatoren aus einem aus dem
Reaktor fließenden
Strom zur Zurückführung zu
dem Reaktor, oder für eine
Regeneration, oder zur kontinuierlichen Entfernung eines Stoffes
und/oder von Nebenprodukten und/oder zum kontinuierlichen Wiederauffrischen
von Nährstoffen
in einem Reaktor für
Zellkulturen, oder bei der Behandlung von biologischem Abwasser
(zum Beispiel um den aktivierten Schlamm zurückzuhalten, der zur Ernährung des
organischen Stoffes verwendet wurde), oder als Teil einer Wiederaufbereitungsanlage
(zum Beispiel für
die Trennung von Stoffen oder Nebenprodukten, Verunreinigungen usw.,
die aus einer Reaktion oder aus einem Verfahrensablauf stammen).
Die Vorrichtung kann an Ort und Stelle in jeder Art von Reaktionsgefäß untergebracht
werden (zum Beispiel in einem Reaktor), in einer Rohrleitung (zum
Beispiel in Rohren, aus denen das Fluid aus dem Reaktor strömt, oder
in Rohren mit Schraubenstrahl) und für jeden Zweck (zum Beispiel zur
Herstellung eines untersuchungsfähigen
Fluids), wo eine Filtration kontinuierlich oder diskontinuierlich durchgeführt werden
muß.
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Obwohl
es keine theoretischen oberen oder unteren Grenzen für den Durchmesser
der Scheiben und der Filter gibt, werden, mit Rücksicht auf die Rotationsgeschwindigkeit,
die irgendwo von unter 100 U/min bis zu 1000 U/min oder höher variieren
kann, und mit Rücksicht
auf die Technik, die Fabrikation und Kosteneinschränkungen,
weist (weisen) das (die) rotierende(n) Teil (e) der Filtriervorrichtung
selten mehr als ein oder zwei Meter im Durchmesser auf. Um somit
die Kapazität
der erfindungsgemäßen Vorrichtung über die
Kapazität
hinaus zu erhöhen,
die durch die Scheiben und Filter von annähernd einem oder zwei Metern
vorgegeben sind, wird die Filterkapazität je nach Bedarf vorzugsweise
durch das Hinzufügen
von zusätzlichen
Scheiben und/oder Filtern erhöht.
Ohne Rücksicht
auf die Durchmesser von Scheiben und Filtern, kann die Kapazität immer
durch das Hinzufügen
von mehr Scheiben oder Filtern zu einer einzigen Vorrichtung erhöht werden;
dies kann auch dadurch geschehen, dass man zwei oder mehr Vorrichtungen
in Serie oder parallel miteinander verbindet.
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Trägerbauteile
für die
Scheiben und/oder den Filter können
an einer Vielzahl von unterschiedlichen Aufhängemitteln in einem gemeinsamen
Gehäuse
montiert werden, die von einem gemeinsamen Bauteil (zum Beispiel
einem Oberteil) usw. hängen.
So können
zum Beispiel in einem Gehäuse
zur Aufnahme des zu filternden Flüssigkeitskörpers zwei oder mehr rotierende
Wellen untergebracht sein, wo eine oder beide Wellen an der Oberseite
oder der Seite der Vorrichtung aufgehängt sind und jede Welle eine
oder mehrere Scheiben und/oder einen oder mehrere Sätze von
Filterträgerelementen
aufweist, die an der Oberseite oder der Seite der Vorrichtung aufgehängt sein
können.
Ein Gestell (zum Beispiel ein Aufsatz, der auf mehreren Beinen montiert
ist, so dass er in einem Reaktionsgefäß oder in einem See stehen
kann) könnte
zwei oder mehrere rotierende Wellen tragen, auf denen zwei unterschiedliche
Sätze von
Scheiben montiert sind.
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Die
Scheibe kann aus beliebigem Material hergestellt sein und jede Konstruktion
oder Form aufweisen, vorausgesetzt sie hat die erforderlichen physikalischen
und chemischen Eigenschaften, so dass sie ihre Funktion entsprechend
der vorliegenden Erfindung ausüben
kann. Da die Scheibe entsprechend der vorliegenden Erfindung rotieren
kann und da es wünschenswert
ist, dass die Scheibe sich während
des Filtervorgangs nicht deformiert, ist es notwendig, dass die
Scheibe ein gewisses Minimum an struktureller Steifigkeit aufweist.
Die Scheibe sollte auch vorzugsweise chemisch relativ inert gegenüber der
zuzuführenden
Flüssigkeit
sein. Im allgemeinen wird die Scheibe aus Metall hergestellt, obwohl
auch andere Materialien, wie zum Beispiel Keramik, Glas und Polymere
eingesetzt werden können.
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Die
Oberfläche
der Scheibe, die den Filterspalt zugewandt ist, einschließlich der
Innenfläche(n)
von irgendwelchen Vertiefungen, ist vorzugsweise relativ glatt (außer für das Vorhandensein
der zweiten Zuführeinrichtung).
Vorzugsweise ist die Oberfläche
des Filters einschließlich
irgendwelcher in dem Filter eingesetzter Vertiefungen relativ glatt.
Eine rauhe Oberfläche
begünstigt
bei geringen Umdrehungszahlen das Entstehen turbulenter Strömung in
dem Fluid innerhalb des Filterspaltes, wobei sich diese Strömung negativ
auf den Wirkungsgrad auswirkt und einen oder mehrere Bestandteile
der zu filternden Flüssigkeit
negativ beeinflussen kann. Somit ist es erwünscht, dass die Strömung des
Fluids in den Filterspalten für
das Fluid im Grunde genommen nicht turbulent, im wesentlichen nicht
turbulent, vorzugsweise im wesentlichen nicht turbulent und am bevorzugtesten
vollständig
nicht turbulent ist. Es ist erstaunlich, dass obwohl das Vorhandensein
von zweiten Zuführmitteln,
zum Beispiel von Bohrungen, die von einer Hauptfläche der
Scheibe durch die Scheibe zu dem aktiven Bereich der anderen Hauptfläche der
Scheibe führen,
die den Filterspalt für
das Fluid definiert, die Bildung von Turbulenzen in dem Filterspalt
des Fluids zu fördern
scheint, solche zweite Zuführmittel
ein integraler Bestandteil dieser Erfindung sind im wesentlichen
nicht turbulente Strömung
in dem Fluidfilterspalt nicht zerstören und dazu beitragen, die
Vorteile dieser Erfindung zu erreichen.
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Im
allgemeinen sind der Umfang der Scheibe und des Filters und ebenso
der Filterträgerelemente kreisförmig ausgebildet,
obwohl andere Formen eingesetzt werden können. Es ist wünschenswert,
dass das Zentrum des Filters mit dem Zentrum des Filterträgerelements übereinstimmt
und dass diese Zentren auf der Rotationsachse des (der) rotierenden
Bauteils/Bauteile liegen und ebenso auf der Längsachse der Scheibe(n) und
des (der) Filterträgerelements/Filterträgerelemente.
Der Umfang der Scheibe und des Filterträgerelements hat normalerweise
annähernd
die gleiche radiale Entfernung von der Rotationsachse. Normalerweise
wird eine Scheibenoberfläche
einem einzigen Filterträgerelement
zugewandt sein und deren Umfang wird annähernd den gleichen Abstand
von der Rotationsachse aufweisen. Die Oberfläche des Filters ist vorzugsweise
eben. In Abhängigkeit
vom Typ des Filters und seiner Oberfläche kann die Oberfläche mikrokonkave
und mikrokonvexe Teile aufweisen; ihre Anwesenheit ist jedoch kein
Widerspruch zu einer Filteroberfläche, die im wesentlichen als
eben betrachtet wird. Wenn außerdem
die Filteroberfläche
eine oder mehrere Vertiefungen aufweist, und selbst dann, wenn diese
Vertiefungen fast die gesamte Filteroberfläche einnehmen und eine Tiefe
von 5 mm oder mehr haben, so hindert das nicht, die Filteroberfläche als
im wesentlichen eben zu betrachten. In ähnlicher Weise ist auch die
Scheibenoberfläche,
die dazu beiträgt
den Fluidfilterspalt zu definieren, ebenfalls vorzugsweise im wesentlichen
eben, wobei das Vorhandensein von mikrokonkaven und mikrokonvexen
Teilen und Vertiefungen mit einer Tiefe von 5 bis 10 mm oder mehr
nicht davon abhalten, die Filteroberfläche als im wesentlichen eben
zu betrachten.
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Obwohl
die Scheibe und die Filteroberfläche
vorzugsweise eben sind (zum Beispiel zur Erleichterung der Herstellung),
müssen
sie nicht notwendigerweise eben sein. Zum Beispiel kann eine von
ihnen oder können
beide axiale Querschnitte aufweisen, die konisch, trapezoidförmig oder
gekrümmt
sind. In der Tat kann jede Form eingesetzt werden, vorausgesetzt,
dass die Vorteile der Erfindung noch erzielt werden können. Da die
Breite des Fluidfilterspaltes radial verschieden sein kann (d.h.
wenn der Abstand von der Rotationsachse, die die Längsachse
der rotierenden Welle ist, variiert), können die zwei Oberflächen, die
den Spalt definieren, in ihren Zentren oder an ihrem Umfang einen
geringeren Abstand voneinander aufweisen. Wenn beide Flächen die
gleiche Querschnittsgröße und Form
haben, dann können
sie so orientiert sein, das die Spaltbreite konstant ist, zum Beispiel
dort, wo sowohl die Scheibe als auch der Filter konisch und ineinander
verschachtelt sind.
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Vorzugsweise
weisen weder die Scheibe noch der Filter irgendwelche nicht spiralig
vorstehende Teile auf (zum Beispiel nicht spiralig verlaufende Lamellen
oder Flügel),
die sich in den Fluidfilterspalt erstrecken, da ihre Gegenwart dazu
beiträgt,
zum Beispiel den Wirkungsgrad negativ zu beeinflussen, denn sie
begünstigen
bei geringeren Drehzahlen das Entstehen von Turbulenzen.
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Vorzugsweise
sind die Scheibenoberfläche
und die Filteroberfläche,
die den Filterspalt definieren, „im wesentlichen parallel „ ausgerichtet,
d.h. die Ebenen der zwei Oberflächen
weisen keinen Winkel zueinander auf, der größer als 30 Grad ist; wünschenswert
sind 20 Grad, wünschenswerter
15 Grad vorzugsweise 10 Grad und am meisten wird ein Winkel bevorzugt,
der 5 Grad nicht überschreitet.
Auch dann, wenn ein Bauteil (die Scheibe oder der Filter) genau
gesagt, nicht eben ist (zum Beispiel konische Scheiben und Filter),
werden diese Bauteile so betrachtet, als hätten sie in ihrer allgemeinen
Orientierung eine Hauptfläche,
und diese Fläche sollte
auch dazu benutzt werden, zu bestimmen, ob die Flächen im
wesentlichen parallel sind.
-
Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
kann horizontal, vertikal oder diagonal angeordnet sein, d.h. die Rotationsachse
der Scheibe und/oder des sich drehenden Filterträgerelements (wenn vorhanden)
kann horizontal, vertikal oder diagonal angeordnet sein. In einer
vertikal ausgerichteten Vorrichtung mit einer Scheibe und einem
Filter kann die Scheibe oberhalb des Filters oder der Filter oberhalb
der Scheibe angeordnet sein. Ohne Rücksicht auf die Anzahl der
Scheiben und Filter und die Orientierung der Vorrichtung ist es
wünschenswert,
dass der Fluidfilterspalt während
der Filtration mit Fluid gefüllt
ist.
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Die
Rotation der Scheibe(n) und/oder des (der) Filterträgerelements
(-elemente) kann durch beliebige direkte oder indirekte Mittel erreicht
werden, zum Beispiel durch einen elektrischen Motor, einen Motor,
der über
Riemenscheiben und Antriebsriemen oder ein Getriebe gekuppelt ist,
oder durch einen magnetischen Antrieb. Somit brauchen die rotierenden
Bauteile (zum Beispiel die Scheiben ) nicht auf einer Welle montiert
sein, die sie antreibt. Eine axiale Translationsbewegung der Scheibe(n)
oder des (der) Filterträgerelemente(s)
und eine Vibrationsbewegung kann durch Verwendung bekannter technischer
Einrichtungen erreicht werden.
-
Im
Gegensatz zu den klassischen Filtervorrichtungen mit Querströmung kann
bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
erreicht werden, dass die Druckhöhe
nahe der Filteroberfläche
und der durch die Membran gerichtete Druck oder das durch die Membran gerichtete
Druckdifferential („TMP") im wesentlichen
voneinander unabhängig
sind. (Trotz der Tatsache, das der hier benutzte Filter keine Membran
zu sein braucht, wurde der Begriff „durch die Membran gerichteter
Druck „ beibehalten,
da dies ein allgemein verwendeter Begriff ist). Das erfindungsgemäße Filtersystem
ermöglicht
eine genaue Steuerung der Trennung und kann auf verschiedene Weise
betrieben und gesteuert werden. Zum Beispiel kann für eine gegebenen
Menge Fluidzufuhr, die Geometrie der Vorrichtung, den Filter und
die Umdrehungsgeschwindigkeit der rotierenden Bauteile, die Strömung des
Permeats durch eine das Permeat abziehende Pumpe (Dosierpumpe, zum
Beispiel eine peristaltische Pumpe) und die Konzentration des Retentats
(Volumenkonzentration) gesteuert werden, die ihrerseits durch Einstellung
der Zufuhrmenge zur Strömungsmenge
des Permeats überwacht
werden kann. Eine Steuerung des Systems kann auch durch Strömungssteuerventile
und Drucksteuerventile erreicht werden. Einige Vorteile der vorliegenden
Erfindung sind durch die Tatsache verwirklicht worden, das wesentliche
Betriebsparameter (Druckhöhe,
durch die Membran gerichteter Druck, Zufuhrmenge, Menge des Retentats
und Permeats) zu einem wesentlichen Teil unabhängig voneinander gesteuert
und gehandhabt werden können.
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Das
Steuerungssystem für
die Filtriervorrichtung kann für
eine kontinuierliche oder diskontinuierliche Zuführung oder Abführung von
Zufuhrfluid und/oder Permeat und/oder Retentat ausgelegt sein. Die
Ausführungsart
der peripheren Einrichtungen, die in Verbindung mit der Filtriervorrichtung
eingesetzt werden, ist nicht kritisch. Es kann eine ab Lager lieferbare
Technologie für
die Zugabe, das Sammeln und das Abziehen von Fluid, für die Steuerungseinrichtung
und die Rotationseinrichtung usw. verwendet werden. Die Ausführungsart und
die Auswahl dieser ganzen peripheren Einrichtung liegt im Können des
durchschnittlichen Fachmanns.
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Im
allgemeinen kann der Betriebsdruck und der durch die Membran gerichtete
Druck in der Vorrichtung jeden beliebigen Wert annehmen, soweit
er nicht den Filtervorgang stört
oder die zu- und
abgeführten
Fluide nicht negativ beeinflußt.
Somit kann ein durch die Membran gerichteter Druck eingesetzt werden,
der nur wenig über
dem atmosphärischen
Druck liegt, oder es kann ein solcher durch die Membran gerichteter
Druck eingesetzt werden, der wesentlich höher liegt. Im allgemeinen werden
niedrigere durch die Membran gerichtete Drucke bevorzugt, weil sie
dazu beitragen sich auf der Oberfläche oder innerhalb des Filters
aufbauende Feststoffe zu minimieren. Im allgemeinen werden niedrigere
durch die Membran gerichtete Drücke
auch deshalb vorgezogen, weil sie dazu beitragen, die Vorrichtung
billiger zu machen. Es kann jedoch in einigen Fällen wünschenswert sein, zur Unterstützung der
Filtration höhere
Betriebsdrücke
einzusetzen. Wenn zum Beispiel mit Kohlensäure versetzte Getränke behandelt
werden, dann muss der Betriebsdruck ausreichend hoch gehalten werden,
um eine Entgasung zu verhindern. Ein höherer Druck in dem Fluidfilterspalt
kann auch wünschenswert sein,
um die Filtration zu beschleunigen. Ein höherer Druck in dem Fluidfilterspalt
kann auch den Einsatz einer Vakuumpumpe für das Abführen von Permeat ermöglichen.
Es kann auch wünschenswert
sein andere Kräfte einzusetzen,
zum Beispiel elektromotorische Kräfte, um die Filtration in bestimmten
Fällen
zu unterstützen.
Es werden vorzugsweise eine oder mehrere Spiralnuten auf einer oder
mehreren der jeden Filterspalt definierenden Oberflächen eingesetzt
und vorzugsweise rotiert die jeden Spalt definierende Scheibe und
weist eine oder mehrere Spiralnuten auf, wobei der Filter, der jeden
Fluidfilterspalt definiert, nicht rotiert und auch keine Spiralnuten
aufweist.
-
Eine
Nut besteht aus einer langen, schmalen Rinne oder Vertiefung. Sie
kann auch als eine längliche konkave
Rille oder Vertiefung angesehen werden, deren Länge in einer zu der Oberfläche parallelen
Ebene liegt, in der die Nut vorgesehen ist. Der Begriff „spiralförmig" kann auf vielerlei
Weise definiert werden; aber eine einfache Definition besteht darin,
dass eine Spirale der Weg eines Punktes in einer Ebene ist, der
sich um einen zentralen Punkt in der Ebene bewegt, während er
sich kontinuierlich von dem den zentralen Punkt weg oder auf diesen
zu bewegt.
-
Die
hier vorzugsweise eingesetzten Spiralnuten sind, aber müssen nicht,
durchlaufend sein. Eine Oberfläche
kann mehr als eine Spiralnut aufweisen, wobei die Spiralen in unterschiedlichen
Abständen
von dem Zentrum der Oberfläche
anfangen und/oder enden können.
Wenn mehr als eine Spiralnut auf der Oberfläche vorhanden ist, dann können sich
die Nuten überkreuzen
und brauchen nicht die gleiche Form oder den gleichen Kurvenverlauf
oder den gleichen zentralen Punkt oder den gleichen Querschnitt
oder die gleiche Weite haben. Die Spiralen müssen nicht am Umfang der Oberfläche enden.
Die Spiralen brauchen nicht auf dem (den) rotierenden Bauteil(en)
angebracht zu sein. Wenn jedoch vorzugsweise eine oder mehrere Spiralnut(en) auf
der Oberfläche
der Scheibe vorgesehen ist/sind und die Scheibe rotiert, dann wird
das Fluid nahe der Rotationsachse in den Fluidfilterspalt eingeleitet,
wobei die Nuten wahre Spiralen sind, die nahe der Rotationsachse
beginnen und sich bis zum Umfang der Scheibe erstrecken, wobei sie
sich nicht miteinander kreuzen.
-
Die
Nuten sind vorzugsweise auf der Oberfläche ausgerichtet und die Oberfläche wird
in einer solchen Richtung gedreht, dass die am Außenumfang
endende Nut von der Richtung der Rotation weg zeigt. Das trägt dazu
bei, die Aufprallkräfte
des die Nuten verlassenden Fluids zu verringern.
-
Die
hier vorzugsweise eingesetzten Nuten haben einen konkaven Querschnitt
und weisen gewöhnlich keine
konvexen Stellen auf.
-
Die
Innenfläche
des Querschnitts der Nuten ist als glatte kontinuierliche Kurve
ausgebildet, zum Beispiel als Abschnitt einer Ellipse oder eines
Kreises oder Kombinationen daraus. Die Nut kann auch gerade verlaufende
Wände aufweisen
und kann zum Beispiel im Querschnitt rechteckig, rechtwinklig oder
quadratisch sein. Der Querschnitt kann auch gerade und gekrümmte Bereiche
aufweisen. Eine hier eingesetzte Nut hat vorzugsweise eine konstante
Breite und Tiefe; diese Dimensionen können entlang der Länge der
Nut auch variieren.
-
Der
Quotient aus Nutbreite zum Radius der Scheibe (oder des Filters)
beträgt
gewöhnlich
0,001 bis 0,6, vorzugsweise 0,01 bis 0,5 und am bevorzugtesten 0,01
bis 0,4. Die Breite kann entlang der Nut derart variieren, dass
sich der Quotient aus Nutbreite und der radialen Lage verändert. Es
können
auch Quotienten aus Nutbreite zu Scheibenradius (oder Filterradius)
außerhalb
des Bereichs von 0,001 bis 0,6 eingesetzt werden, wenn die anderen
Parameter (zum Beispiel Umdrehungsgeschwindigkeit) so angepasst
werden können,
dass die Vorteile der Erfindung erhalten bleiben.
-
Die
Trennung zwischen den beiden den Filterspalt definierenden Oberflächen und
die Rotationsgeschwindigkeit beeinflussen die Reinigungswirkung
oder den Druck und somit die Strömung.
Die Reinigungswirkung ist, allgemein gesprochen, umgekehrt proportional
zur Breite des Spaltes. Die Wirkung einer Spaltveränderung
hat wenigstens innerhalb eines bestimmten Bereichs eine meßbare, aber
relativ kleine Wirkung auf die Strömung, d.h. die Beziehung zwischen
der Spaltbreite und dem Wanddruck (d.h. der Größe des Druckes auf die Membranoberfläche) ist
nicht ausgeprägt.
Auf jeden Fall wird an irgendeinem Punkt die Filteroberfläche und
die ihr gegenüberliegende
Scheibe für
die Rotation wenigstens eines der Bauteile zu weit entfernt sein, um
noch eine günstige
Wirkung auf die Strömung
auszuüben.
Andererseits werden unter anderem mit Rücksicht auf konstruktive Toleranzen
an irgendeinem Punkt die beiden Oberflächen, die den Filterspalt definieren, zu
nahe beisammen sein, um noch eine Rotation des einen oder anderen
oder der beiden Bauteile zu ermöglichen.
Dementsprechend gibt es einen nützlichen
Arbeitsbereich für
die Spaltbreite für
jede besondere Filtriervorrichtung für ein gegebenes einzuspeisendes
Fluid. Die zwei einander gegenüber
liegenden Oberflächen, die
den Fluidfilterspalt definieren, sollten „dicht beieinander liegen" und somit wird die
Spaltbreite gewöhnlich innerhalb
eines Bereiches von 1 bis 100 mm liegen, oft bei 1 bis 50 mm, erwünscht sind
1 bis 25 mm, bevorzugt 1 – 15
mm und am bevorzugtesten 1 bis 10 mm. Abstände außerhalb des Bereichs von 1
bis 100 mm können vorgesehen
werden, wenn die anderen Parameter so angepasst werden, dass die
Vorteile der Erfindung erhalten bleiben. Die Spaltweite kann für eine gegebene
Vorrichtung zum Beispiel in einem Fall, wo die Scheibe(n) oder der
(die) Filter nicht eben sind (zum Beispiel zwei konische Oberflächen, die
aufeinander zu oder voneinander weg laufen), variieren. Mit anderen
Worten kann der Fluidfilterspalt in radialer Richtung variieren. Eine
solche Variation kann vorteilhaft sein, um einen konstanten durchschnittlichen
Druck aufrecht zu erhalten, wenn die Viskosität des zugeführten Fluids als Ergebnis einer
Konzentration von einem oder mehreren Stoffen (wie zum Beispiel
bei einer Entwässerung)
ansteigt.
-
Die
Rotationsgeschwindigkeit beeinflusst die Strömung: höhere Rotationsgeschwindigkeit
erhöht
die Reinigungswirkung und niedrigere Rotationsgeschwindigkeit verringert
die Reinigungswirkung. Es kann jede beliebige Rotationsgeschwindigkeit
eingesetzt werden, die mit der Konstruktion der Vorrichtung und
mit der Druckempfindlichkeit des zu behandelnden Fluids übereinstimmt.
Die Geschwindigkeit beträgt üblicherweise 50
bis 2000 U/min; wünschenswert
sind 100 bis 1500 U/min, bevorzugt werden 100 bis 1200 U/min und
am bevorzugtesten sind 100 bis 1100 U/min. Werte außerhalb
dieses Bereichs von 50 bis 2000 U/min können angewandt werden unter
der Voraussetzung, das die Vorteile der Erfindung noch erzielt werden
können.
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Andere
Variablen, die die Leistungsfähigkeit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
beeinflussen, umfassen: zum Beispiel die Anzahl der spiralförmigen Nuten
auf der Oberfläche,
die Länge,
Breite und Tiefe der Nuten, ihre Querschnittsform, die Glätte der
den Filterspalt definierenden Oberflächen und die Parameter, die
die Rheologie des Fluids, einschließlich der Viskosität, die Dichte
definieren, ob sie Partikel enthält
(zum Beispiel Zellen) und die Größe, Form
und Konzentration dieser Partikel. Wie in der
U.S. 5,143,630 herausgestellt wird, beeinflusst
auch der Öffnungswinkel,
unter dem sich eine Spiralnut erstreckt (Winkel Y in
1 des
Patents) und der Kurvenverlauf der Nut (bezogen auf Winkel T in
2 des
Patents) die Leistungsfähigkeit.
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Noch
andere Variable, die die Leistungsfähigkeit beeinflussen, sind
die Größe, Form
und der Ort von die Strömung
des Retentats drosselnden Einrichtungen, die Anzahl, Größe, Form
und die Anordnung von irgendwelchen die Strömung des Retentats ausrichtenden
Mitteln und ob einiges oder alles des ausströmenden Retentats, das durch
die Drosseleinrichtung fließt
zu dem(n) Fluidfilterspalt(en) zurückgeführt wird und wenn dies geschieht,
wie dies durchgeführt
wird.
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Vor
diesem Hintergrund wenden wir uns nun den beigefügten Zeichnungen zu, in denen
verschiedene Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung dargestellt sind.
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Mit
Bezug auf die 1 – 4 weist
die rotierende Scheibenfiltervorrichtung 20 auf: eine erste
Platte 22, eine zweite Platte 24, einen Motor 26,
eine Welle 28, die eine Längsachse 30 hat, eine
Hülse 32,
zwei Filterträgerelemente 34 und
eine rotierende Scheibe 36, die eine erste (obere) Hauptfläche 94 und
eine gegenüberliegende
zweite (untere) Hauptfläche 96.
Die Nut 38 am unteren Ende der Welle 38 verbindet
kraftschlüssig
die Scheibe 36 mit der Welle 28. Es gibt zwei
Fluidfilterspalten 40, die parallel zueinander liegen.
Jeder Spalt wird durch einen Filter 42, der auf einer kreisförmigen Platte 44 (die
den Hauptteil des Filterträgerbauteils 34 bildet),
und durch die entsprechende, gegenüber angeordnete Hauptfläche der
Scheibe 36 gebildet. Die Vorrichtung 20 kann oben
auf einem Behälter
(nicht dargestellt) plaziert sein, der das zu filternde Fluid enthält, so dass
die zweite Platte 24 auf Stützen über dem oberen Teil des Behälters aufliegt.
Das obere Niveau der Fluidsubstanz, die gefiltert werden soll, würde unterhalb
der Bodenfläche
der zweiten Platte 24 sein. Somit muß die drehbare Aufhängung 56,
in der die Welle sich dreht, nicht auch noch gegen ein Fluid abgedichtet werden.
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Jedes
Filterträgerelement 34 hat
eine kreisförmige,
sich am Umfang befindende Lippe 46, die über und unter
die Platte 44 eines Filterträgerelementes 34 vorragt.
Die zwei Lippen 46 an den angrenzenden Filterträgerelementen
treffen sich längs
einer kreisförmigen
Bahn, die in radialer Richtung einen Abstand von der Längsachse 30 aufweist.
Ein kompressibles Bauteil (z.B. ein O-Ring) 48 liegt entlang
der kreisförmigen
Bahn und schafft eine im wesentlichen fluiddichte Abdichtung zwischen
den zwei Lippen 46. Alternativ kann eine Lippe 46 an
einem Filterträgerbauelement
so ausgelegt sein, dass sie von den angrenzenden Filterträgerelementen
so aufgenommen wird, dass eine Barriere oder fluiddichte Abdichtung
geschaffen wird, um den Fluss des Retentats zu begrenzen. Die Aufnahmeanordnung
kann auch verwendet werden, um bei der Ausrichtung der Filterträgerelemente
während
des Zusammenbaus eines Filterträgerelementes/einer
Scheibe oder während des
Zusammenbaus einer Kartusche von Filterträgerelementen (wie unten beschrieben)
in richtiger Konfiguration zu helfen. Ein kompressibles Bauteil
(z.B. der O-Ring) muß nicht
verwendet werden.
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Während eines
normalen Betriebs verursacht die Drehung der Scheibe 36 eine
Zirkulation des Fluids innerhalb jedes Fluidfilterspaltes 40 und
einen nach aussen gerichteten Pumpvorgang (d.h. eine Bewegung des
Fluids in dem Spalt von der Längsachse 30 in
Richtung auf die umlaufenden, am Umfang befindlichen Lippen 46).
Sich verändernde
Druckunterschiede über
(rechtwinklig zu) den Platten 44 als eine Funktion des
radialen Abstandes von der Längsachse 30 tendiert
dazu, eine Deformation der Platten 44 zu verursachen, was wiederum
zu einer radialen Veränderung
der Seite der Fluidfilterspalten führt. Rippen 50 haben
die Tendenz, dieses Verbiegen (Deformation) von Platten 44 zu
verhindern und dadurch relativ konstante Weiten von Fluidfilterspalten
aufrecht zu erhalten. Alternativ können die Rippen radial von
der Hülse 32 vorragen,
um dadurch eine Deformation (Verbiegen) der Filterträgerelemente
zu begrenzen.
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Eine
Antriebssäule 52,
die ein Teil einer Welle 28 ist, ist mit ihrem oberen Ende
mit dem Rotor eines Motors 26 verbunden und ist fest an
ihrem unteren Ende mit dem Ende der Welle 28 verbunden.
Ein ringförmiger
Spalt 54 befindet sich zwischen der Welle 28 und
der Hülse 32.
Weil die Hülse 32 im
Hinblick auf die Längsachse
der Drehung einer Welle 28 (d.h. einer Achse 30)
zentriert ist und weil das obere Filterträgerelement 34 mit
der Hülse
verbunden ist und mit Hinblick auf diese Hülse zentriert ist, ist das
oberste Filterträgerelement
im Hinblick auf die Drehachse der Welle und der Scheibe zentriert.
Das untere Filterträgerelement
ist im Hinblick auf das obere Filterträgerelement ausgerichtet und
mit diesem Element verbunden, und durch seine Verbindung mit dem
oberen Filterträgerelement
(indirekt) mit der Hülse 32 verbunden.
Deshalb sind beide Filterträgerelemente
mit dem „ersten
Element" verbunden,
das aus den Platten 22 und 24 besteht. Die Büchse 32 dreht
sich nicht. Somit verbleiben die Filterträgerelemente stationär und die
Scheibe dreht sich im Hinblick auf diese Trägerelemente, wenn der Motor 26 die
Welle 28 dreht, an der die Scheibe fest montiert ist. Die
drehbare Aufhängung
des rotierenden Elementes (die Scheibe) an dem „ersten Element" ist durch das Bezugszeichen 56 angezeigt
und befindet sich über
dem normalen Niveau des Fluids, das zu filtern ist, wenn eine Vorrichtung 20 in
der Substanz des zu filternden Fluids plaziert wird.
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Eine
rotierende Aufhängung 56 ist
zweckdienlicherweise in 1 als ein Drehlager dargestellt,
das in einer Platte montiert ist (hier, die zweite Platte 24);
jedoch wird die drehbare Aufhängung
oft (und manchmal vorzugsweise) das Drehlager oder die Drehlager
in dem Getriebegehäuse,
Motor oder anderen beweglichen Einrichtungen sein, die die Antriebssäule 52,
die einen Teil der Welle 28 darstellt, drehen. Es gibt
in diesem Zusammenhang keine rotierende Aufhängung in irgendeiner der Platten
(d.h. die Antriebssäule
oder Welle wird durch ein Loch in den Platten ohne irgendeine Lagerung
hindurch laufen, die sich an diesem Punkt befindet).
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Löcher 58 in
der Seitenwand der Hülse 32 (typischerweise
4 Löcher,
nur zwei von diesen sind gezeigt, aber mehr oder weniger können Verwendung
finden) sorgen dafür,
dass das Fluid im und/oder aus dem Spalt oder aus dem ringförmigen Bereich 54 zwischen
Hülse 32 und
Welle 28 von und/oder zu der Fluidsubstanz strömen kann,
in welchem die Vorrichtung eingetaucht ist. Der ringförmige Bereich 54 steht
in Fließverbindung mit
dem oberen Fluidfilterspalt 40 und über Einrichtungen, die im folgenden diskutiert
werden, besteht auch eine Fließverbindung
zu dem unteren Fluidfilterspalt 40.
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Eine
zentral sich befindende, kreisförmige Öffnung 60 in
jedem der Filterträgerelemente 34 wird
durch seinen inneren Rand 62 gebildet. Die Welle 28 erstreckt
sich durch die zentrale Öffnung
in dem oberen Filterträgerelement 34 und
eine zentrale Öffnung 60 in
dem unteren Filterträgerelement 34 sorgt
dafür,
dass das zu filternde Fluid zu den oberen und unteren Fluidfilterspalten 40 fließen kann
(während
des Filtervorgangs ist die Vorrichtung 20 in dem zu filternden
Fluid eingetaucht, um bis zu einem Niveau unter der zweiten Platte 24 gefiltert
zu werden). Das Fluid, das durch die Öffnung 60 in das am
Boden befindliche Filterträgerelement
eintritt, fließt
sogleich in den unteren Fluidfilterspalt 40. Die Löcher 64 befinden
sich in dem inaktiven Bereich der Scheibe 36 und die Löcher 66 (zweite
Zufuhreinrichtung) sind in dem aktiven Bereich der Scheibe vorhanden. Ein
gestrichelter Kreis 68 in 3 verdeutlicht
die innere Peripherie des aktiven Bereichs der Scheibe 36.
In dieser Ausführung
ist der aktive Bereich der Scheibe derselbe wie der mit Nuten versehene
Bereich der Scheibe, da der mit Nuten versehene Bereich an jeder
Scheibenfläche
direkt gegenüber
dem aktiven Filterbereich des jeweiligen Filters vorhanden ist.
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Halbkreisförmige Öffnungen
in der Umfangslippe 46 eines oberen Filterträgerelementes 34 liegen
mit identischen Öffnungen
in der Umfangslippe 46 des unteren Filterträgerelementes 34 in
einer Linie, um kreisförmige Öffnungen 70 in
der „inneren
Wand" zu bilden,
die gebildet wird, wenn zwei Filterträgerelemente mit einem kompressiven
Element 48 dazwischen (wie in 2 gezeigt)
aneinander liegen. Diese Öffnungen 70 gestatten
es einem Retentat, Fluidfilterspalten 40 zu verlassen.
In einem kompressiblen Element 48 kann es einen Spalt geben,
in dem jede der kreisförmigen Öffnungen 70 durch
die halbkreisförmigen Öffnungen
in den Umfangslippen 46 derart gebildet sind, dass die
kreisförmigen Öffnungen
durch ein kompressibles Element 48 (das sonst diese horizontal
halbieren würde)
nicht partiell blockiert sind.
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Mit
Bezug auf 1 wird der innere Rand 62 des
oberen Filterträgerelements 34 an
der Büchse 32 befestigt.
Diese Befestigung kann unter Verwendung irgendeiner passenden teilpermanenten
Befestigungseinrichtung (z.B. Stiften, Bolzen oder Schraubengewinde)
oder, falls gewünscht,
irgendeiner permanenten Befestigungseinrichtung hergestellt sein
(z.B. mit Kleber versehen), obwohl teilpermanente Befestigungseinrichtungen
bevorzugt sind, so dass das obere Filterträgerelement von der Hülse abgebaut
werden kann. Das untere Filterträgerelement 34 wird
an das obere Filterträgerelement 34 angrenzend
mit den halbkreisförmigen Öffnungen
in den zwei Filterträgerelementen
gehalten, die genau mittels Bolzen ausgerichtet sind, die durch die
jeweiligen Bolzenlöcher
(nicht gezeigt) hindurchgehen, die sich in einer Lippe 46 jedes
der zwei Filterträgerelemente
befinden. Die Öffnungen
in jedem der zwei Filterelemente, die die kreisförmigen Öffnungen 70 (s. 2)
bilden, sind gleichmäßig um die
Umfangslippen 46 beabstandet abgeordnet. Rippen 50 sind
ebenfalls gleichmäßig beabstandet
um jedes Filterträgerelement 34 angeordnet.
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3 zeigt
die Bodenfläche
der Scheibe 36 nach 1, und 4 stellt
eine Querschnittsansicht der Scheibe entlang der Linie 4 – 4 nach 3 dar.
Eine Scheibe 36 mit einem Rand 72 ist an dem unteren
Teil der Welle 28 (siehe 1) mittels
einer Nut 38 befestigt. Die Mitte der Scheibe 36 fällt mit
der Mitte jeder der zwei Filterträgerelemente 44 und
der Längsachse 30 der
Welle 28 (siehe 1) zusammen. Die Bodenfläche der
Scheibe (3 und die rechte Seite der 4)
und die obere Fläche
der Scheibe (siehe die linke Seite der 4) haben
jeweils 15 mit gleichem Abstand gebildete Spiralnuten 74,
die mit 24 Grad einzeln beabstandet sind. Eine gestrichelte Linie 76 bezeichnet
den Boden eines der Spiralnuten, die durch Spiralstege 78 voneinander
getrennt werden. Spiralnuten 74 begrenzen an ihren äusseren
Enden an einem Rand (Peripherie) 72 und an ihren inneren
Enden an einem ohne Nuten versehenen mittleren Abschnitt. Die Scheibe 36 ist
generell symmetrisch um die Mittelebene 80, mit der folgenden
bedeutenden Ausnahme: Bevor sie die Oberfläche der Scheibe 36 erreicht
(siehe linke Seite in 4) endet eine Vertiefung 82,
sonst könnte
eine Mutter 38 die Scheibe 36 nicht an dem Ende
der Welle 28 festhalten.
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Auf
der unteren Hauptfläche
der Scheibe (siehe 3) separiert ein gestrichelter
Kreis 68 den zentralen Bereich, der den inaktiven oder
nichtaktiven Bereich der Scheibe darstellt, von dem aktiven Bereich
der Scheibe, der die Spiralnuten aufweist. Mit Bezug auch auf 1 liegt
der obere aktive Bereich der Scheibe (der aktive Bereich auf der
oberen Hauptfläche)
gegenüber
dem Filter 42 auf dem oberen Filterträgerelement 44 und
der untere aktive Bereich der Scheibe (der aktive Bereich auf der
unteren Hauptfläche)
liegt dem Filter 42 an dem unteren Filterträgerelement 44 gegenüber. Auf
jedem der zwei Hauptflächen
ist der aktive Bereich durch einen imaginären Kreis 68 und durch
eine äussere
Umfangsregion (Rand) 72 nahe der Längsachse 30 der Scheibe
größenbeschränkt. Löcher 64,
die innerhalb des inaktiven Bereichs der Scheibe vorhanden sind, befinden
sich nicht einem jeweiligen oberen oder unteren Filter 52 gegenüber. Löcher 66,
die innerhalb des aktiven Bereichs der Scheibe sind, sind sowohl
oberen und unteren Filtern 42 gegenüber angeordnet. (Um bezüglich 4 keine
Verwirrung aufkommen zu lassen, Löcher 66, die in 1 und 3 gezeigt
werden, sind nicht in 4 dargestellt).
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5 zeigt
eine schematische Draufsicht eines möglichen Filterträgerelementes,
das eine allgemein kreisförmige
Peripherie 84 und einen radialen Ausschnitt 86 aufweist,
der an seinem inneren Ende in einer Öffnung 88 endet. Die
radiale Aussparung gestattet, dass das Filterträgerelement in eine Richtung
allgemein rechtwinklig zu der Hülse
und der Welle bewegt werden kann, an der die Scheiben befestigt
sind, wie dies in dem U.S. Patent Nr. 5,254,250 beschrieben ist.
Somit kann jedes Filterträgerelement
von dem Aufbau von überlappenden,
alternierenden Scheiben und Filterträgerelementen abgebaut und entfernt
werden, ohne dass die Scheiben und Filterträgerelemente in alternierender
Folge entfernt werden müssen.
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6 stellt
eine schematische Draufsicht eines anderen möglichen Filterträgerelements,
das in der vorliegenden Verwendung findet, dar. Dieses D-förmige Filterträgerelement
besitzt eine halbkreisförmige äussere Peripherie 88,
einen sich in der Mitte befindenden, halbkreisförmigen Ausschnitt 90 und
einen geraden Abschnitt 92. Es können, wie in 7 dargestellt,
zwei derartige D-förmige
Filterträgerelemente
mit ihren geraden Seiten nahe an oder einander berührend (ein
Spalt zwischen zwei geraden Seiten würde es dem Retentat gestatten,
von Stufe zu Stufe zu fliessen) angeordnet zu werden. Diese D-förmige Konfiguration gestattet
auch jedem der Filterträgerelemente
der Anordnung hinzugefügt
oder von der Anordnung der Scheiben und Filterträgerelemente entfernt zu werden,
ohne dass irgendeine der Scheiben von der Welle entfernt werden muß. Somit
müssen
die Filterträgerelemente
keine unitären
Elemente sein und es kann jegliche Größe und Form verwendet werden,
um die Fläche
der Filterträgerelemente
zu bilden, die einen Filter trägt,
der einen Fluidfilterspalt bildet (mit seiner gegenüberliegenden
Scheibe).
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8 zeigt
eine vielfache Anordnung von Scheiben 36, die auf eine
Welle 28 montiert sind. Jede Scheibe hat mehrere Spiralnuten 74 auf
jeder seiner ersten Hauptfläche 94 und
zweiten Hauptfläche 96.
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9 zeigt
eine Anordnung (Kartusche) 98 von fünf D-förmigen Filterträgerelementen
nach 6. Jedes D-förmige
Element hat eine gerade Seite 92, eine halbkreisförmige Peripherie 88,
einen in der Mitte angeordneten halbkreisförmigen Ausschnitt 90,
eine erste (obere) Hauptfläche 100 und
eine zweite untere Hauptfläche.
Die drehbare Welle 28 wird in dem verlängerten, in der Mitte befindlichen
Durchgang eingesetzt, der durch die halbkreisförmigen Löcher gebildet wird, die wiederum
durch halbkreisförmige
Ausschnitte 90 gebildet werden, wenn eine ähnliche
spiegelbildliche Kartusche in der zusammengesetzten rotierenden
Scheibenfiltervorrichtung an die Kartusche 98 herangebracht
wird (gerade Seiten 92 unmittelbar anschließend an
die geraden Seiten der spiegelbildlichen Kartusche). Die fünf D-förmigen Filterträgerelemente
der Kartusche 98 sind durch die Elemente 104 mechanisch
miteinander verbunden. Zwei Elemente 104 verbinden auch
die Filterträgerelemente
fluidströmungsmäßig miteinander,
um gemeinsames Permeat durch Stutzen 106 zu entfernen. Die
Kartusche 98 kann in der rotierenden Scheibenfiltervorrichtung
unter Verwendung von Bolzen (nicht dargestellt) montiert werden,
die durch die Bolzenlöcher 108 jeweils
zwei in den Elementen 104 hindurchgehen. Jede Kartusche
der Filterträgerelemente
kann hinsichtlich der Scheiben als Einheit in Position gebracht
werden, was dabei behilflich ist, die Fluidfilterspalten zu bilden.
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In
diesen Zeichnungen sind die dargestellten Vorrichtungen sämtlich vertikal
ausgerichtet (Welle 28 ist vertikal ausgerichtet), wobei
das oberste Filterträgerelement
an das „erste
Element" (das eine
ersten Platte 22 und eine zweite Platte 24 aufweist)
direkt befestigt ist und das unterste und oberste Element an eine
Hülse um die
Welle, die die Scheibe dreht, befestigt ist. Wie zuvor bemerkt,
muß die
Vorrichtung nicht vertikal ausgerichtet sein. Des weiteren muß es nicht
das erste Filterträgerelement
in der Anordnung der Filterträgerelemente und
Scheiben sein, welches an dem ersten Element befestigt ist, und
es müssen
weder das eine oder die mehreren Filterträgerelemente nicht an eine derartige
Hülse befestigt
werden.
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Beispiel
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Operationsläufe werden
unter Verwendung einer Vorrichtung durchgeführt, die einer in 1 gezeigten ähnelt, wobei
ein Hauptunterschied darin liegt, dass die experimentelle Vorrichtung
zwei D-förmige
Filterelemente hat, die eine vollständige essentielle kreisförmige Fläche eines
Filterelements über
der drehenden Scheibe bildet und wobei zwei D-förmige Filterelemente eine vollständige essentielle
Oberfläche
eines Filterelementes unter der drehenden Scheibe (siehe 7)
bildet. Der äussere
Durchmesser eines jeden „kreisförmigen" Filters, der durch
die zwei D-förmigen
Filter gebildet wird, war 14,625 Inch (37,15 cm) und die in der Mitte
gelegene, kreisförmige
Aussparung (die Öffnung
in 7 wird durch die zwei halbkreisförmigen Ausschnitte 90 gebildet)
war etwa 2,687 Inch (6,82 cm) im Durchmesser. Die Filter, die in
jedem der vier Filterträgerelemente
verwendet wurden, waren UltraFilic (registriert) Filter von Membrex.
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Die
Drucksensoren wurden oberhalb und unterhalb der rotierenden Scheibe
unterhalb der jeweiligen Filter an vier unterschiedlichen radialen
Abständen
von der Längsachse
(Drehpol oder Drehachse) der Welle, auf der die Scheibe montiert
war, plaziert. Diese vier radialen Abstände waren annähernd 2,5
Inch [6,35 cm] (ein imaginärer
Kreis von 5 Inch [812,7 cm] Durchmesser, dessen Mittelpunkt die
Längsachse
der Welle ist), 3,75 Inch [9,52 cm] (ein imaginärer Kreis von 7,5 Inch [19,5
cm Durchmesser]), 4,75 Inch [12,06 cm] (ein imaginärer Kreis
von 9,5 Inch [24,13 cm Durchmesser], und 6 Inch [15,24 cm] von der
Längsachse
(ein imaginärer Kreis
von 12 Inch) [30,48 cm Durchmesser]. Somit war das innerste Paar
der Sensoren (einer unter dem Filter über dem oberen Fluidfilterspalt
und einer unter dem Filter unterhalb des unteren Fluidfilterspaltes)
2,5 Inch [6,35 cm] von der Drehachse (oder auf einem imaginären Kreis
von 5 Inch [12,7 cm] Durchmesser).
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Jede
Scheibe hat Spiralnuten auf jeder seiner zwei Hauptflächen, wie
dies in 3 gezeigt ist und wurde mit
600 U/min mit Wasser als Prozessfluid gedreht. Der Druck in den
Spalten bringt das Wasser dazu, durch den Filter (Permeat) hindurchzugehen,
und sowohl Permeat als auch Retentat zu versuchen, das System zu
verlassen. Die obere Spaltweite (zwischen dem oberen Teil der Scheibe
und der gegenüberliegend
angeordneten Filteroberfläche)
wurde auf 0,36 Inch [0,91 cm] und die untere Spaltweite (zwischen
dem oberen Teil der Scheibe und der gegenüberliegend angeordneten Filterfläche) wurde
auf 0.08 Inch [0,20 cm] festgelegt.
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Jede
Scheibe war annähernd
13,75 Inch [3,93 cm] im Durchmesser. Der mittlere, nicht mit Nuten
versehene Abschnitt der Scheibe betrug etwa 2,75 Inch [6.99 cm im
Durchmesser]. Mit anderen Worten begannen die Spiralnuten bei etwa
2,75 Inch [6.99 cm] im Durchmesser (wo der ohne Nuten versehene
mittlere Abschnitt endete) und die Nuten endeten an dem Umfang der
Scheibe (13,75 Inch [34.93 cm] im Durchmesser).
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Vier
Löcher
(0,3 Inch [0.76 cm] im Durchmesser) ragen symmetrisch in den mittleren,
ohne Nuten ausgestatteten Abschnitt jeder Scheibe bei 90 Grad Winkeln
zueinander angeordnet, wobei die Nord-Süd-Löcher etwa 2 Inch [5,08 cm]
für sich
und die Ost-West-Löcher
etwa 2 Inch [5,08 cm] für
sich betrugen. In einigen Durchläufen
wurden die in der Mitte befindlichen Löcher verstopft. Verschiedene
Scheiben hatten unterschiedliche Zahlen und Positionen von Löchern mit
0,3 Inch [0,76 cm] im Durchmesser, die von dem aktiven (mit spiralförmigen Nuten
versehenen) Bereich einer Hauptfläche der Scheibe bis zu dem
aktiven (mit Spiralnuten versehenen) Bereich der anderen Hauptfläche der
Scheibe verliefen. Der innerste Satz von Löchern (wenn sie verwendet wurden)
in dem aktiven Bereich befand sich längs eines imaginären Kreises,
der die Scheibe überlagert
und einen Durchmesser von 3,21 Inch [8,15 cm] hat. Mit anderen Worten,
die am innen liegendsten Löcher
waren bei einem radialen Abstand von der Mitte der Scheibe (der
Drehachse) von 1,6 Inch [4,06 cm] zu finden. Die anderen drei Sätze von
Löchern
(wenn sie verwendet wurden) lagen entlang imaginärer Kreise, die einen Durchmesser
von 4,97 Inch [12,62 cm], 7,91 Inch [20,09 cm] und 10,75 Inch [27,31
cm]. Die Löcher
längs eines
imaginären
Kreises waren gleichmäßig beabstandet.
Mit anderen Worten, wenn fünf
Löcher
für einen der
imaginären
vier Kreise verwendet wurden, lagen die Löcher bei etwa 72 Grad (360
: 5) einzeln beabstandet.
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Indem
die Differenz zwischen den oberen und unteren Drücken an jedem der vier radialen
Positionen verwendet wurde und indem verschiedener Annahmen getroffen
wurden, wurde die Netzkraft auf jede Scheibe berechnet. Die Ergebnisse
sind in der folgenden Tabelle dargestellt.
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Im
Lauf 1 liegt die Kraft, die auf die Scheibe in Richtung auf den
kleineren Spalt drückt, über 200
Pfund [über
8,9 × 107 dyn]. Ein fortlaufender Betrieb würde eine übermäßige Belastung
auf die Lager bringen, in denen die Welle rotiert. Des weiteren
würde das
Schleifen der Scheibe gegen die unteren Filter einen vorzeitigen Verschleiß und möglichen
Ausfall verursachen und den Wirkungsgrad der Filtration, die in
dem unteren Fluidfilterspalt abläuft,
signifikant reduzieren. Man beachte, daß der abwärts gerichtete Druck trotz
des Vorhandenseins der vier Löcher
in dem mittleren (nicht aktiven) Bereich der Scheibe sehr hoch ist.
-
In
Lauf 2 reduzierte noch ein Hinzufügen von gerade 5 kleinen Löchern in
dem aktiven Bereich der Scheibe, aber mit der verschlossenen Retentatleitung,
um ein Entfernen von Retentat zu verhindern, was im wesentlichen
den Staudruck auf das System erhöht,
den abwärts
gerichteten Druck auf die Scheibe um ungefähr 40%.
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Im
Lauf 3, der derselbe ist wie Lauf 2, mit der Ausnahme, dass die
Retentatleitung nicht länger
verschlossen ist, ist der abwärts
gerichtete Druck auf die Scheibe auf gerade 5,4 Pfund [2,4 × 106 dyn] reduziert worden, mit anderen Worten,
ein Hinzufügen
von gerade fünf
kleinen Löchern
mit einem Durchmesser von 3,21 Inch [8,15 cm] (etwa 0,23 R, wobei
R den Radius den Scheibe darstellt), verringert den abwärts gerichteten
Druck von 209,1 Pfund [9,3 × 107 dyn] auf 5,4 Pfund [2,4 × 106 dyn], was eine Reduktion um etwa 98 bedeutet.
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Im
Lauf 4 werden die fünf
Löcher
in dem aktiven Bereich der Scheibe wieder verwendet, wobei sie jedoch
längs eines
imaginären
Kreises mit 7,1 Inch [20,09 cm] im Durchmesser (ein Kreis von 0,56
R, worin R den Radius der Scheibe darstellt) liegen. Der Druck auf
die Scheibe ist jetzt anstatt ein abwärts gerichteter Druck ein aufwärts gerichteter
Druck von etwa 3,7 Pfund [1,7 × 106 dyn].
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Im
Lauf 5 werden zwei Sätze
von jeweils fünf
Löchern
verwendet, wobei ein Set bei 3,21 Inch [8,15 cm] (Durchmesser) und
das zweite Set bei 7,91 Inch [20,09 cm] (Durchmesser) liegen. Die
in der Mitte angeordneten Löcher
in dem inaktiven Bereich sind verschlossen. Der nach oben gerichtete
Druck auf die Scheibe beträgt
etwa 3 Pfund [1,3 × 106 dyn].
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Im
Lauf 6 wurde ein drittes Set von Löchern in dem aktiven Bereich
mit 4,97 Inch [12,62 cm] (Durchmesser) hinzugefügt. Die Löcher in dem in der Mitte gelegenen,
inaktiven Bereich werden wieder verstopft. Der aufwärts gerichtete
Druck auf die Scheibe liegt bei etwa 4,5 Pfund [2,0 × 106 dyn].
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Lauf
7 ist identisch mit dem Lauf 6 mit der Ausnahme, dass die in der
Mitte liegenden Löcher
nicht verschlossen sind. Der aufwärts gerichtete Druck auf die
Scheibe liegt bei 4,8 Pfund [2,1 × 106 dyn],
der essentiell derselbe ist wie der aufwärts gerichtete Druck auf die
Scheibe im Lauf 6. Das zeigt, dass die Löcher in dem mittigen, nichtaktiven
Bereich der Scheibe keinen Unterschied machen. Mit anderen Worten,
das Problem von ungleichmäßigen axialen
Kräften
wird überhaupt
nicht durch die Verwendung von Löchern
in dem in der Mitte befindlichen, nichtaktiven Bereich der Scheibe
gemildert.
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Lauf
8 hat zwei Sätze
von Löchern
in dem aktiven Bereich der Scheibe: ein Satz bei 3.21 Inch [8,15 cm]
und der zweite Satz bei 10.75 Inch [2,31 cm]. Der Druck auf die
Scheibe ist leicht abwärts
gerichtet, nämlich
7,8 Pfund [3,5 × 106 dyn). Ein Vergleich dieses Laufs mit Lauf
3 (ein abwärts
gerichteter Druck von 5,4 Pfund [2,4 × 106 dyn])
kommt zu dem Vorschlag, dass der Zusatz eines zweiten Satzes von
Löchern
bei dem größeren Durchmesser
einen geringen Unterschied macht.
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Allgemein
gesagt, wird die zweite Zufuhreinrichtung (Löcher) in dem aktiven Bereich
der Scheibe generell längs
eines imaginären
Kreises von wenigstens etwa 0,1 R liegen, wobei R der Radius ist
(oder ein gleichwertiger Kreisradius, wenn die Scheibe nicht kreisförmig ist),
wünschenswerterweise
längs eines
imaginären
Kreises von wenigstens etwa 0,25 R, und manchmal entlang eines imaginären Kreises
von wenigstens 0,5 R oder manchmal selbst 0,75 R. Die Anzahl von
Löchern
längs jedes
Kreises wird wünschenswerterweise wenigstens
2, vorzugsweise 3, am meisten bevorzugt 5, betragen. Die Löcher sind
wünschenswerterweise gleichmäßig entlang
des imaginären
Kreises beabstandet. Löcher
entlang von mehr als einem imaginären Kreis können verwendet werden (z.B.
bei etwa 0,25 R und bei etwa 0,5 R). Es ist überraschend, dass Löcher in
dem aktiven Bereich in Übereinstimmung
mit dieser Erfindung Vorteile dieser Erfindung schaffen können, im Hinblick
auf die Lehren des Stands der Technik, dass der aktive Bereich der
Scheibe (d.h. der mit Nuten versehene Bereich) keine Austiefungen
oder Rauhheiten aufweisen sollte, um so zu versuchen, Turbulenz
zu vermeiden.