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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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1. GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Nadelhalteranordnungen zur Verwendung
bei einem Blutentnahmeverfahren und insbesondere ein Blutsammelröhrchen-Halter mit einer
Einrichtung zum einfachen Befestigen und Lösen einer Blutentnahmenadel
an bzw. von dem Halter.
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2. BESCHREIBUNG DER VERWANDTEN
TECHNIK
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Bei
herkömmlichen
Blutentnahmesystemen wird typischerweise eine Form eines wiederverwendbaren
Halters verwendet, an dem abnehmbare und entsorgbare Nadeln und
Fluidsammelröhrchen
befestigt werden können.
Ein Blutentnahmesystem dieser Art kann vor der Verwendung zusammengesetzt und
nach der Verwendung auseinandergenommen werden. Somit ermöglichen
diese Blutentnahmesysteme eine wiederholte Verwendung des Halters
nach Austausch der Einmal-Nadeln und/oder des Einmal-Fluidsammelröhrchens.
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Herkömmliche
Blutentnahmeverfahren umfassen eine Venenpunktion zum Entnehmen
von Blut in ein Blutsammelröhrchen
mittels einer doppelendigen Nadelanordnung und eines Halters zum
festen Zusammenhalten der Nadelanordnung und des Sammelröhrchens.
Die herkömmliche
doppelendige Nadelanordnung weist einen Ansatz mit einer in einer Richtung
verlaufenden intravenös
zu verwendenden Nadel und eine in die andere Richtung verlaufenden nicht
mit dem Patienten in Berührung
kommende Nadel auf. Der Ansatz steht mit dem Halter in Gewindeeingriff,
wobei sich die nicht mit dem Patienten in Berührung kommende Nadel in dem
Gehäuse
des Halters befindet und das intravenös zu verwendende Nadelende
zum Punktieren der Vene eines Patienten von dem Halter nach vorn
vorsteht. Das Gehäuse des
Halters ist offen, um ein Sammelröhrchen für entnommenes Blut aufzunehmen,
das einen Stopfen zum Aufnehmen der eindringenden, nicht mit dem Patienten
in Berührung
kommenden Nadel aufweist. Zum Entnehmen einer Blutprobe von einem
Patienten unter Verwendung dieser Anordnung wird das Blutsammelröhrchen vollständig in
das Gehäuses des
Halters eingesetzt, und zwar derart, dass Blut durch die Nadel in
das Sammelröhrchen
entnommen wird.
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Bei
Beendigung des Verfahrens wird die intravenös zu verwendende Nadel aus
dem Körper
des Patienten gezogen und wird die Nadelanordnung von dem Halter
abgenommen. Die Art und Weise der Entsorgung der Nadelanordnung
variiert je nach Phlebotomist, den anzuwendenden Verfahren und anderen Faktoren.
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Zahlreiche
unheilbare oder tödliche
Krankheiten können
durch Kontakt mit dem Blut einer infizierten Person übertragen
werden. Eine bei einem Blutentnahmeverfahren verwendete Nadel weist
offensichtlich eine Menge Blut auf. Im Falle eines Nadelstichs ist
eine Infektion durch infiziertes Blut möglich. Da unbeabsichtigte Nadelstiche
häufig
auftreten, ist es möglich,
dass sich medizinisches Personal unheilbare oder tödliche Krankheiten
zuzieht.
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Insbesondere
in den letzten Jahren sind verschiedene Vorrichtungen zur Unterstützung des
sicheren Anbringens und Lösens
der Nadel an bzw. von einem Nadelhalter zur Minimierung der Fälle von Nadelstichen
und Inkontaktkommen mit Blut entwickelt worden.
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Diese
Halter sind jedoch für
anwendungsspezifische Blutentnahmenadeln vorgesehen und weisen,
anders als eine herkömmliche
Blutentnahmenadel, eine Vertiefung oder einen erhabenen Teil auf
dem Ansatz auf. Daher sind diese Halter nicht mit herkömmlichen
Blutentnahmenadeln kompatibel. Ferner ist die Nadel nicht, wie eine
herkömmliche Blutentnahmenadel,
durch Verschraubung in dem Halter befestigt, so dass der Nachteil
besteht, dass sich die befestigte Blutentnahmenadel in dem Halter löst.
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Es
sind andere Halter entwickelt worden, bei denen eine Nadel in dem
Halter befestigt ist, wobei nur eine Handbewegung zum Anbringen
und Lösen der
Nadel erforderlich ist. Diese Vorrichtungen haben jedoch den Nachteil,
dass sich die Nadeln vorzeitig aus dem Halter lösen können, während die Nadel noch in dem
Körper
des Patienten steckt.
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Daher
besteht Bedarf an einem Blutentnahmenadelhalter: (i) der mit herkömmlichen
Blutentnahmenadeln kompatibel ist; (ii) bei dem der Benutzer die
Blutentnahmenadel ohne Berührung
der Nadel von dem Halter lösen
kann; (iii) bei dem die Blutentnahmenadel sicher an dem Nadelhalter
angebracht werden kann, ohne dass die Möglichkeit eines frühzeitigen
Lösens
von dem Halter besteht; (iv) der taktile Merkmale aufweist, durch
die der Benutzer daran gehindert werden kann, mit der Nadel in Berührung zu
kommen und die dem Benutzer bei der Ausrichtung der Nadel mit dem
Körper
des Patienten und beim Auslösen
der entsprechenden Lösemechanismen
helfen; (v) der visuelle Merkmale aufweist, durch die der Benutzer
daran gehindert werden kann, mit der Nadel in Berührung zu
kommen und die dem Benutzer bei der Ausrichtung der Nadel mit dem
Körper des
Patienten und beim Auslösen
der entsprechenden Lösemechanismen
helfen; und (vi) der in der Lage ist, effektiv zu arbeiten, ohne
dass zusätzliche Komponenten
erforderlich sind.
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Der
Oberbegriff von Anspruch 1 betrifft eine Halteranordnung für eine Blutentnahmenadel,
wie in
EP 0 780 136
A2 beschrieben. Dieser Halter weist einen Nadelbetätigungsmechanismus
mit einem Gewindedurchgang, einem Ankuppelmechanismus und einem
Lösungsmechanismus
auf, wobei der Lösungsmechanismus
zum Lösen
eines Gewinde-Nadelansatzes von dem Gewindedurchgang dient. Der Lösungsmechanismus
kann mit einem Indikator zum Schutz gegen Lösen der Nadel in Form einer
anderen Farbe versehen sein, durch die zwischen dem Lösungsmechanismus
und dem Ankuppelmechanismus unterschieden werden kann. Dadurch soll
die Wahrscheinlichkeit minimiert werden, dass der Lösungsmechanismus
derart ausgerichtet wird, dass die Haut unbeabsichtigt gegen diesen
drückt,
was zu einem Lösen
der Nadel zu einem falschen Zeitpunkt führen kann.
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In
WO 97/24067 ist ein Nadelhalter mit einer Taste beschrieben, die
zum Zwecke des Einsetzens der Nadel gedrückt werden kann und bei Freigabe bewirkt,
dass sich zwei Backen schließen
und an dem Nadelansatz angreifen. Zum Lösen der Nadel wird die Taste
gedrückt,
so dass die Nadel herausgenommen werden kann.
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ZUSAMMENFASSENDER ÜBERBLICK ÜBER DIE ERFINDUNG
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Halteranordnung
für eine
Blutentnahmenadel zu schaffen, die taktile und visuelle Merkmale
aufweist, mit denen ein vorzeitiges Bewegen des Lösungsmechanismus
durch den Benutzer verhindert wird.
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Die
erfindungsgemäße Halteranordnung
ist in Anspruch 1 definiert.
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Vorzugsweise
weist der Halter einen rohrförmiger
Körper
mit einem oberen Ende, einem offenen unteren Ende und einer zwischen
dem oberen Ende und dem unteren Ende verlaufenden Seitenwand auf.
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Vorzugsweise
ist die Einrichtung zum Lösen einer
herkömmlichen
Blutentnahmenadel von dem Halter ein Nadelbetätigungsmechanismus am oberen
Ende des Halters.
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Vorzugsweise
ist die Einrichtung zum Ankuppeln einer herkömmlichen Blutentnahmenadel
an dem Halter ein Gewindedurchgang in dem Nadelbetätigungsmechanismus.
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Vorzugsweise
weist der Betätigungsmechanismus
einen Lösungsmechanismus,
einen Ankuppelmechanismus, einen Gewindedurchgang und einen Finger-Ausnehmungs-Indikator
auf. Bei der bevorzugtesten Variante weisen die Mechanismen und der
Indikator unterschiedliche Merkmale auf, die dem Benutzer visuelle
und taktile Mittel zur Unterscheidung bieten.
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Bei
der bevorzugtesten Variante weist der Betätigungsmechanismus erste und
zweite Gegenstückhälften oder
Backen mit Flächen,
die derart miteinander kooperieren, dass ein Gewindedurchgang zwischen
ihnen gebildet wird, einen Ankuppelmechanismus zum Zusammenbringen
der Gegenstückhälften und
einen Lösungsmechanismus
zum Trennen der Gegenstückhälften und
einen Finger-Ausnehmungs-Indikator auf.
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Wenn
der Ankuppelmechanismus aktiviert wird, werden die Backen in eine
geschlossene Position zusammengeführt, um einen Gewindedurchgang zu
bilden. Eine herkömmliche
Nadelanordnung mit einem nicht mit dem Patienten in Berührung kommenden
Ende, einem intravenös
zu verwendenden Ende und einem Ansatz wird dann von dem Benutzer in
den Gewindedurchgang geschraubt, wobei das nicht mit dem Patienten
in Berührung
kommende Ende der Nadel in den Körper
des Halters hinein verläuft
und das intravenös
zu verwendende Ende von dem oberen Ende des Halters nach außen verläuft. Zum
Lösen und
Entsorgen der Nadel aus dem Halter wird der Halter derart über einen
Sharps-Entsorgungsbehälter
gehalten, dass das intravenös
zu verwendende Ende der Nadel vertikal von dem Halter vorsteht,
dann wird der Lösungsmechanismus
aktiviert, wodurch die Gegenstückhälften in
eine offene oder zurückgezogene
Position voneinander getrennt werden und somit der Gewindedurchgang
unterbrochen ist und ein Spalt entsteht, der größer ist als der Querschnitt
des Ansatzes der herkömmlichen
Nadelanordnung, so dass die Nadelanordnung von dem Halter gelöst wird
und in den Sharps-Entsorgungsbehälter
fällt.
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Bei
Gebrauch benutzt der Benutzer einen Finger einer Hand zum Schließen des
Betätigungsmechanismus,
wodurch der Gewindedurchgang zum Angreifen an einer herkömmlichen
Nadelanordnung bereit ist. Der Benutzer schraubt dann eine herkömmliche
Nadelanordnung in den Gewindedurchgang, wobei der Ansatz der Nadelanordnung
in den Gewindedurchgang geschraubt wird und das intravenös zu verwendende
Ende der Nadel von dem oberen Ende des Halters vorsteht und das
nicht mit dem Patienten in Berührung
kommende Ende der Nadel in das Gehäuse des Halters hinein verläuft.
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Das
intravenös
zu verwendende Ende der Nadel wird dann in die Haut des Patienten
geschoben, wobei der Finger-Ausnehmungs-Indikator den Benutzer führt. Ein
Fluidsammelröhrchen
wird dann in den Halter eingesetzt und steht mit dem nicht mit dem
Patienten in Berührung
kommenden Ende der Nadel in Verbindung.
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Zusätzlich zu
dem Führen
des Benutzers hinsichtlich der korrekten Ausrichtung der Halteranordnung
relativ zu dem Benutzer wird durch den Finger-Ausnehmungs-Indikator
verhindert, dass sich die Nadel vorzeitig aus dem Betätigungsmechanismus löst. Der
Finger-Ausnehmungs-Indikator verhindert, dass die Haut des Patienten
den Lösungsmechanismus
oder den Betätigungsmechanismus
aktiviert.
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Nach
Gebrauch wird das Fluidsammelröhrchen
aus dem Halter entfernt, wird der Halter über einen Sharps-Entsorgungsbehälter positioniert
und drückt
der Finger des Benutzers auf den Lösungsmechanismus, wodurch der
Gewindedurchgang unterbrochen wird und ein Spalt entsteht und die
Nadel aufgrund der Schwerkraft in den Sharps-Entsorgungsbehälter fällt. Während des
Lösungsvorgangs wird
durch den Finger-Ausnehmungs-Indikator verhindert, dass der Benutzer
die Nadel berührt.
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Ein
signifikanter Vorteil der vorliegenden Erfindung im Vergleich zu
bisher verfügbaren
Nadelhalteranordnungen mit einer Auswurfmöglichkeit besteht in der Kostenreduzierung.
Da die vorliegende Erfindung mit herkömmlichen Nadelanordnungen und
herkömmlichen
Fluidsammelröhrchen
kompatibel ist, sind bei den erfindungsgemäßen Haltern keine speziellen
oder individuell gefertigten Nadelanordnungen und/oder zusätzlichen
individuell gefertigten Komponenten erforderlich.
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Ein
weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung im Vergleich zu bisher
verfügbaren
Nadelhalteranordnungen liegt in der verbesserten Zuverlässigkeit
und Bedienungsfreundlichkeit.
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Ein
weiterer bemerkenswerter Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt
darin, dass der Finger-Ausnehmungs-Indikator den Benutzer physisch daran
hindert, mit der Nadel in Berührung
zu kommen, welche abnehmbar in dem erfindungsgemäßen Halter befestigt ist. Somit
wird durch den Finger-Ausnehmungs-Indikator die Möglichkeit
der Kontaminierung durch Berührung
beträchtlich
reduziert, der sich der Benutzer in Zusammenhang mit Blutentnahmenadel-Halteranordnungen
gegenübersieht.
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Ferner
ist bemerkenswert, dass der erfindungsgemäße Finger-Ausnehmungs-Indikator dem Benutzer
eine taktile Reaktion und ein taktiles Feedback, im Vergleich zu
einer visuellen Reaktion und eines visuellen Feedback, bietet, wodurch,
wenn der Benutzer den Finger-Ausnehmungs-Indikator berührt, der
Benutzer davor gewarnt ist, nicht über den Finger-Ausnehmungs-Indikator
hinauszugehen.
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Ferner
bietet der Finger-Ausnehmungs-Indikator dem Benutzer eine Identifizierung
hinsichtlich der Aktivierungs- und Rücksetzpositionen der Anordnung.
Beispielsweise wird, wenn der Benutzer den Finger-Ausnehmungs-Indikator
berührt,
der Benutzer hinsichtlich der Position des Halters und der Nadel rela tiv
zu den Ankuppel- und Lösungsmechanismen informiert.
Daher hilft, wenn der Benutzer nicht in der Lage ist, den Halter
anzusehen, die taktile Reaktion und das taktile Feedback von dem
Finger-Ausnehmungs-Indikator dem Benutzer bei der korrekten Identifizierung
der Ankuppel- und Lösungsmechanismen
des Halters.
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Ferner
bieten die Ankuppel- und Lösungsmechanismen
dem Benutzer eine taktile Reaktion und ein taktiles Feedback. Die
den Mechanismen zugeordneten Fingerführungen unterscheiden sich
derart voneinander, dass der Benutzer in der Lage ist, den Ankuppelmechanismus
von dem Lösungsmechanismus
zu unterscheiden. Ferner bieten die Mechanismen dem Benutzer eine
visuelle Identifizierung zwecks Unterscheidung zwischen dem Ankuppelmechanismus
und dem Lösungsmechanismus.
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Ein
weiteres bemerkenswertes Attribut der vorliegenden Erfindung liegt
darin, dass der Finger-Ausnehmungs-Indikator verhindert, dass der
Benutzer oder die Haut des Patienten vorzeitig auf den Lösungsmechanismus
drücken.
Bei Benutzung des Halters auf der Haut des Patienten bildet der
Finger-Ausnehmungs-Indikator ein Schutzschild zwischen der Haut
des Patienten und dem Lösungsmechanismus,
und zwar derart dass die Nadel nicht vorzeitig von dem Halter gelöst wird.
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BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 zeigt
eine perspektivische Ansicht des nicht zusammengebauten Halters
und des Betätigungsmechanismus
gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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2 zeigt
eine perspektivische Ansicht des Halters und des zusammengebauten
Betätigungsmechanismus
gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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3 zeigt
eine perspektivische Ansicht des Halters und des zusammengebauten
Betätigungsmechanismus
gemäß der vorliegenden
Erfindung, wobei die Nadelanordnung an dem Betätigungsmechanismus angreift;
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4 zeigt
eine perspektivische Ansicht des zusammengesetzten Halters und des
Betätigungsmechanismus
gemäß der vorliegenden
Erfindung, wobei die Nadelanordnung an dem Betätigungsmechanismus angreift;
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5 zeigt
eine quergeschnittene Seitenansicht entlang der Linie 5-5 der in 4 gezeigten
Anordnung;
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6 zeigt
eine quergeschnittene Seiten-Explosionsansicht der in 5 gezeigten
Anordnung;
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7 zeigt
eine quergeschnittene Seitenansicht entlang der Linie 7-7 der in 4 gezeigten
Anordnung ohne die Nadelanordnung und mit dem Betätigungsmechanismus
in geöffneter
Position;
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8 zeigt
eine quergeschnittene Seiten-Explosionsansicht der in 7 gezeigten
Anordnung;
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9 zeigt
eine perspektivische Ansicht der Komponenten des Betätigungsmechanismus;
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10 zeigt
eine perspektivische Explosionsansicht des Rahmens des Betätigungsmechanismus;
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11 zeigt
eine perspektivische Explosionsansicht der Unteransicht des Rahmens
des Betätigungsmechanismus;
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12 zeigt
eine Draufsicht des in 1 gezeigten Halters;
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13 zeigt
eine Draufsicht der Halteranordnung in geschlossener Position ohne
eine in 4 gezeigte Nadelanordnung;
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14 zeigt
eine Draufsicht der Halteranordnung in geöffneter Position ohne eine
in 6 gezeigte Nadelanordnung;
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15 zeigt
eine perspektivische Ansicht der Komponenten des Halters;
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16 zeigt
den Benutzer, der auf den ersten Schieber drückt, um den Betätigungsmechanismus
in eine geschlossene Position zu bewegen;
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17 und 18 zeigen
die Vorteile der Ausnehmungs-Indikatoren und der Indikator-Führungen.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG
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Gemäß den Zeichnungen,
in denen sich gleiche Bezugszeichen in sämtlichen Ansichten auf gleiche
Teile beziehen, zeigt insbesondere 2 einen Halter 10 für eine Blutentnahmenadel
mit einem Gehäuse 20 und
einem Betätigungsmechanismus 100.
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Gemäß 1 und 5 weist
das Gehäuse 20 ein
oberes Ende 22, einen oberen Abschnitt 24 und
ein unteres Ende 26 auf. Eine erste Seitenwand 28 verläuft von
dem oberen Ende 22 zu einer Schulter 23, und eine
zweite Seitenwand 30 verläuft von der Schulter 23 zu
dem unteren Ende 26. Die erste Seitenwand weist eine Innenfläche 34 und
eine Außenfläche 36 auf,
und die zweite Seitenwand weist eine Innenfläche 38 und eine Außenfläche 40 auf. Der
Innendurchmesser 44 der zweiten Seitenwand 30 ist
größer als
der Innendurchmesser 42 der ersten Seitenwand 28.
Gemäß 5 und 6 ist
ein Überstand 43 einstückig an
der Außenfläche 34 der ersten
Seitenwand angeformt.
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Gemäß 15 weist
der Halter ferner eine Hülse 50 auf,
die abnehmbar in das unteren Ende des Gehäuses eingesetzt ist. Die Hülse 50 weist
einen Körper 52 und
einen Flansch 54 auf. Der Flansch 54 verläuft von
dem hinteren Ende 56 der Hülse nach außen, um den Halter auf einer
ebenen Fläche
zu tragen und ferner dem Benutzer eine Einrichtung zum Greifen des
Halters zu bieten.
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Gemäß 12 befindet
sich am oberen Ende 22 des Gehäuses eine obere Fläche 60.
An der oberen Fläche 60 befinden
sich eine Öffnung 62, zwei
seitliche Durchlässe 64,
ein Paar vorstehender Führungsarme 66,
die von der oberen Fläche
aufwärts
verlaufen, und eine Ausnehmungsfläche 68, die die Öffnung umgibt.
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Gemäß 1 und 9 weist
der Betätigungsmechanismus 100 eine
Halterung 200, einen ersten Schieber 300, einen
zweiten Schieber 400 und einen Rahmen 500 auf.
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Gemäß 1 und 9 weist
die Halterung 200 eine untere Plattform 210, eine
obere Plattform 212 und eine Gegenstückhälfte 214 auf, die
zwischen den unteren und oberen Plattformen verläuft. Die untere Plattform 210 hat
einen größeren Flächenbereich
als die obere Plattform 212. Die Gegenstückhälfte 214 weist
einen Durchgang 216 und Gewinde 218 auf.
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Gemäß 1, 6 und 9 weist
der erste Schieber oder Ankuppelmechanismus 300 einen Körper 320 mit
einer oberen Fläche 322,
einer unteren Fläche 324, einem
hinteren Ende 326 und einem vorderen Ende 328 auf.
Ein Paar Arme 340 steht von dem vorderen Ende des Körpers vor.
Die Arme 340 weisen jeweils ein vorderes Ende 342,
ein hinteres Ende 343, eine Innenfläche 346 und eine Außenfläche 348 auf.
Am hinteren Ende 342 jedes Arms befindet sich ein Haken 344,
und auf der Außenfläche jedes
Arms befindet sich eine Vertiefung oder Nut 350. Eine Gegenstückhälfte 352 steht
von dem hinteren Ende des Körpers
vor und weist Gewinde 354 auf. Das hintere Ende 326 weist
eine Finger-Führung 356 auf,
und auf der unteren Fläche 324 des
Körpers am
hinteren Ende 326 befindet sich ein abwärts verlaufender Flansch 360.
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Gemäß 1, 6 und 9 weist
der zweite Schieber oder Lösungsmechanismus 400 einen
Rahmen 410 auf, der einen Hohlraum 412 umgibt.
Der Rahmen 410 weist ein vorderes Ende 414, ein
hinteres Ende 416, eine untere Fläche 418 und eine obere
Fläche 420 auf.
Seitenwände 422 verlaufen
zwischen dem vorderen Ende und dem hinteren Ende des Rahmens. Die
Seitenwände 422 weisen eine
Außenfläche 424 und
eine Innenfläche 426 und eine
Vertiefung oder einen Ausschnitt 436 auf der Außenfläche jeder
Seitenwand auf. Der Hohlraum 412 weist ein Stoppende 428 am
vorderen Ende 414 auf. Am hinteren Ende 416 auf
der oberen Fläche 420 befindet
sich eine erhabene Leiste 430. Die erhabene Leiste 430 weist
ein hinteres Ende 432 und ein vorderes Ende 434 auf.
Am vorderen Ende 434 befinden sich zwei einander gegenüberliegende Überstände 437 und
ein zwischen den Überständen angeordnetes
Ohr 438. Am hinteren Ende 432 befindet sich eine Finger-Führung 440,
die dem Benutzer eine Finger-Identifikation zum Lokalisieren und
Betätigen
des Lösungsmechanismus
bietet. Die Finger-Führung 440 unterscheidet
sich von der Finger-Führung 356 des
ersten Schiebers derart, dass der Benutzer leicht den Lösungsmechanismus
von dem Ankuppelmechanismus unterscheiden kann. Die Finger-Führungen
können
sich strukturell voneinander unterscheiden oder farbkodiert sein.
Beispielsweise kann die Finger-Führung
für den
Lösungsmechanismus
grün und
die Finger-Führung
für den
Ankuppelmechanismus blau sein. Die Seitenwände 422 weisen ferner Ausschnitte 436 auf
der Außenfläche jeder
Seitenwand auf.
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Gemäß 1, 6, 9, 10, 11 und 12 weist
der Rahmen 500 eine obere Wand 510 mit einer oberen
Fläche 512,
einer unteren Fläche 514,
einem vorderen Ende 516, einem hinteren Ende 518 und
einer von der oberen Fläche 512 umgebenen
Bohrung 520 auf. Auf der unteren Fläche 514 am vorderen
Ende 516 befindet sich eine Ausnehmung 522, und
am hinteren Ende 518 befindet sich eine weitere Ausnehmung 524.
Ein Paar Führungswände 526 verläuft von
der oberen Wand 510 nach unten. Von den Führungswänden 526 verlaufen Füße 528 mit
Haken 530 nach unten. Die Führungswände 526 weisen eine
Innenfläche 532 und
eine Außenfläche 534 auf.
Auf der Innenfläche 532 befinden sich
Vorsprünge 536.
Am vorderen Ende 516 befindet sich ein Ausnehmungs-Indikator 540,
der in die Indikator-Führungen 542 hinein
verläuft.
Die Indikator-Führungen 542 verlaufen
radial nach vorn und in einer Neigung vom vorderen Ende 516 und
dem Ausnehmungs-Indikator 540 aus aufwärts.
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Die
vier Teile des Betätigungsmechanismus 100,
nämlich
die Halterung 200, der erste Schieber oder Ankuppelmechanismus 300,
der zweite Schieber oder Lösungsmechanismus 400 und
der Rahmen 500, sind wie in 1, 6, 7, 8 und 9 gezeigt
relativ zueinander angeordnet.
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Gemäß 6, 7 und 8 passt
die Halterung 200 mit dem vorderen Ende 516 des
Rahmens 500 in der Ausnehmung 522 zusammen. Der erste
Schieber 300 ist dem hinteren Ende des Rahmens 500 zugeordnet,
wodurch die obere Fläche 322 des
ersten Schiebers der unteren Fläche 514 des Rahmens
zugewandt ist und die Vertiefungen 350 des ersten Schiebers
an den Vorsprüngen 536 der Führungswände 526 angreifen.
Die Gegenstückhälfte 352 des
ersten Schiebers ist der Gegenstückhälfte 214 der
Halterung 200 zugewandt, um einen Gewindedurchgang zu bilden,
in den der Ansatz einer Nadelanordnung eingreift.
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Der
Hohlraum 412 des zweiten Schiebers 400 umgibt
die Gegenstückhälften 352 und 214 des ersten
Schiebers bzw. der Halterung. Das Ohr 438 passt in den
Durchlass 216 der Gegenstückhälfte 214 der Halterung 200.
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Der
Betätigungsmechanismus
wird dann an der oberen Fläche 60 des
Halters 10 befestigt, wobei Haken 530 der Füße 528 des
Rahmens in zwei Durchlässe 64 in
der oberen Fläche
des Halters eingreifen. Die überstehenden
Führungsarme 66 auf
der oberen Fläche
des Halters dienen der Unterstützung beim
Anbringen des Betätigungsmechanismus
an dem Halter.
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Der
Betätigungsmechanismus
wird in eine geschlossene Position bewegt, wenn das hintere Ende 326 des
ersten Schiebers mit dem Finger des Benutzers unter Benutzung der
Finger-Führung 356 nach
vorn geschoben wird, wie in 16 gezeigt. Wenn
das hintere Ende nach vorn geschoben wird, greifen die Vertiefungen 350 mit
den Vorsprüngen 536 der
Führungswände 526 zusammen
und bewegt sich die Gegenstückhälfte 352,
um sich mit der Gegenstückhälfte 214 der
Halterung 200 zu treffen, um einen Gewindedurchgang zu
bilden, und zwar derart dass der Ansatz einer herkömmlichen
Nadel in dem Durchgang befestigt werden kann.
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Der
Betätigungsmechanismus
wird in die offene Position bewegt, wenn das hintere Ende 432 des
zweiten Schiebers nach vorn in Richtung des ersten Schiebers geschoben
wird, wobei der Benutzer an der Finger-Führung 440 gegen den
Schieber drückt.
Wenn das hintere Ende nach vorn gedrückt wird, drückt der
Ausschnitt 436 derart gegen die Arme 340 des ersten
Schiebers, dass sich die Vertiefungen 350 von den Vorsprüngen 536 der
Führungswände lösen und
sich der erste Schieber zurückbewegt,
jedoch nicht über
den Punkt hinaus, an dem das Stoppende 428 des Hohlraums 412 die
Gegenstückhälfte 352 des
ersten Schiebers hält.
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Gemäß 17 und 18 verhindern
die Ausnehmungs-Indikatoren 542 und die Indikator-Führungen 542,
dass der Benutzer die Nadel berührt
und dass sich die Nadel vorzeitig löst, wobei die Führungen
ein Schutzschild zwischen der Haut des Patienten und dem Lösungsmechanismus
bilden. Gemäß 17 ruhen
die Indikator-Führungen 542 auf
der Haut des Patienten, so dass die Haut des Patienten den Lösungsmechanismus 400 an
der Finger-Führung 440 nicht
vorzeitig auslöst.
Gemäß 18 zeigt
der Ausnehmungs-Indikator 540 dem Benutzer an, dass der
Lösungsmechanismus
nahe ist und verhindert dadurch, dass der Benutzer den Lösungsmechanismus
vorzeitig aktiviert.