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TECHNISCHES
GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein Behälter und insbesondere Verpackungen,
die aus einem einzelnen Verpackungszuschnitt gefaltet sind, gemäß dem Oberbegriff
der Ansprüche
1 und 17, und die Erfindung betrifft auch Verpackungszuschnitte
als solche gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 10. Diese Verpackungen weisen zumindest eine geneigte
Wand auf und können
bequem verwendet werden zum Aufbewahren, für den Transport und für die Präsentation
in Ladengeschäften,
insbesondere in Verbindung mit Lebensmitteln, wiederum insbesondere in
Verbindung mit quadratischen oder rechteckigen Verpackungen von
Käse, Frühstücks-Cerealien,
Süßigkeiten,
wie Schokoladenriegeln, etc.
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STAND DER
TECHNIK
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Verschiedene
Verpackungen, die aus einem einzelnen Verpackungszuschnitt faltbar
sind, sind im Stand der Technik bekannt. Solche Verpackungen müssen auf
Regalen gestapelt werden und die Produkte so ausstellen, dass ein
vor dem Ausstellungsregal stehender Kunde einen vollständigen Blick
auf das ausgestellte Produkt hat und dieses auch einfach erreichen
kann.
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Herkömmlicherweise
haben solche Verpackungen zwei separate Teile aufgewiesen, nämlich einen
Bodenteil mit einer geneigten Wand und einen separaten Deckel. Bei
dem Bodenteil war die geneigte Wand, typischerweise die hintere
Wand der Verpackung, durch Vorsehen einer doppellagigen Wand ausgebildet.
Die äußere Lage
dieser doppellagigen Wand war rechtwinklig zur Bodenwand orientiert,
und die innere Lage dieser doppellagigen hinteren Wand erstreckte
sich zwischen der oberen Kante der äußere Lage und einer Grundlinie
an der Bodenwand. Abhängig
von dem Abstand zwischen der Grundlinie und der Kontaktlinie zwischen
der äußeren hinteren Wand
und der Bodenwand konnte der Neigungswinkel der inneren Lage vorgewählt werden.
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Bei
diesen herkömmlichen
Verpackungen treten Probleme auf hinsichtlich der Menge an Abfallmaterial
bei der Herstellung des entsprechenden Verpackungszuschnitts und
hinsichtlich einer möglichen
falschen Platzierung des separaten Deckels sowie hinsichtlich der
Notwendigkeit manueller Verpackungsvorgänge wegen des separaten Deckels.
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US 2,132,604 offenbart eine
Ausstellverpackung gemäß dem Oberbegriff
der Ansprüche
1 und 17, die aus einem einzelnen Verpackungszuschnitt hergestellt
ist. Die Verpackung weist eine mehrlagige Seitenwand an der hinteren
Seite der Ausstellverpackung auf. Mehrere Lagen, die zur Innenseite
der Verpackung hinweisen, sind geneigt und bilden einen stumpfen
Winkel mit der Bodenwand. Diese geneigten Lagen der hinteren Wand
stützen
die Inhalte der Schachtel während
des Transports und während
der Ausstellung. Eine automatisierte Faltung des Verpackungszuschnitts
und ein automatisierter Verpackungsvorgang werden hier nicht in
Betracht gezogen.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Unter
Berücksichtigung
der bekannten Verpackungen ist es ein der vorliegenden Erfindung
zugrundeliegendes technisches Problem, eine Verpackung zu schaffen,
die aus einem einzelnen Rohling oder Zuschnitt hergestellt ist,
und Abfallmaterial bei ihrer Herstellung zu reduzieren. Außerdem ist
es ein der vorliegenden Erfindung zugrundeliegendes technisches
Problem, einen Verpackungszuschnitt zum Herstellen einer solchen
Verpackung auf automatisierte Art und Weise zu schaffen.
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Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird dieses Problem gelöst durch
eine Verpackung gemäß Anspruch
1. Vorteilhafte Weiterbildungen dieser Verpackung sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis
6 beschrieben.
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In
einem anderen Aspekt der Erfindung wird ein faltbarer Verpackungszuschnitt
gemäß Anspruch 10
geschaffen. Vorteilhafte Weiterbildungen dieses Verpackungszuschnitts
sind in den abhängigen
Ansprüchen
11 bis 16 definiert.
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Gemäß einem
anderen Aspekt der Erfindung ist die bevorzugte Verwendung der erfindungsgemäßen Verpackung
in den Ansprüchen
7 bis 9 beansprucht.
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Schließlich ist
eine zweite Ausführungsform der
Erfindung in Anspruch 17 beschrieben. Eine bevorzugte Variante davon
leitet sich aus Anspruch 18 ab.
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Die
Erfindung schafft signifikante Vorteile verglichen mit zuvor bekannten
Verpackungen und Zuschnitten dafür.
Die Ausgestaltung ist so, dass die Verpackungen mehrere Seitenwände aufweisen,
von denen zumindest eine zumindest teilweise eine einlagige Stützseitenwand
ist. Diese Stützseitenwand
bietet eine Unterstützung
für die
zu verpackenden Produkte, d.h. diese Produkte ruhen typischerweise
mit einer Kontaktlinie oder einem Kontaktpunkt mit der Bodenwand
gegen zumindest einen Teil der Stützseitenwand. Um eine optimale
Ausstellung der verpackten Waren für den Kunden zu erzielen, bildet
dieser Teil der Stützseitenwand
einen stumpfen Winkel mit der Bodenwand. Es wird auch in Betracht
gezogen, dass im Wesentlichen die gesamte Stützseitenwand in diesen stumpfen
Winkel gebracht ist. Zusätzlich
zu den mehreren Seitenwänden
oder Seitenwandsegmenten, die jede gewählte Querschnittsgestalt definieren
können,
d.h. eine dreieckige, quadratische, hexagonale oder andere polygonale
Gestalt, die Gestalt von kreisförmigen
oder bogenförmigen
Segmenten, und/oder eine Kombination daraus, sind eine Bodenwand
und ein Oberteil vorgesehen, um einen Verpackungsraum einzuschließen. Dieser
Verpackungsraum braucht nicht notwendigerweise durch zusammenhängende Wandsegmente
ohne Lücken und/oder Öffnungen
umschlossen zu sein. Die Konfiguration sollte in dieser Hinsicht
vielmehr so ausgestaltet sein, dass Anforderungen bezüglich des
Verhinderns eines Verlusts der Verpackungsinhalte erfüllt werden,
wobei die erforderliche Belüftung
sichergestellt ist und auch ein ausreichender Oberflächenbereich,
um die Außenseite
der Verpackung mit den gewünschten
Aufdrucken, wie beispielsweise Verfallsdaten, Logos, etc. zu versehen.
Das Aufrichten der Verpackung aus dem Zuschnitt und die Stabilität der Verpackung
wird sichergestellt gemäß der Erfindung
durch die notwendigen Klappen und Laschen, um durch Falten und Anbringen
das Ausbilden der Verpackung aus dem Zuschnitt zu ermöglichen.
Eine weitere Seitenwand der erfindungsgemäßen Verpackung, welche Seitenwand
der Stützseitenwand
gegenüberliegt,
ist zumindest teilweise lösbar
angeordnet. Außerdem
kann zumindest ein Teil des Oberteils entfernt werden. Das Entfernen
des lösbaren
Teils der Stützseitenwand
und, wenn vorhanden, des Teils des Oberteils bietet Zugang zu dem
Verpackungsraum.
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Eine
solche Entfernung kann durch geeignete Ausgestaltungsmaßnahmen,
wie beispielsweise geschwächte
Linien, ermöglicht
werden. Gegenwärtig
werden Perforationen bevorzugt.
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Die
Stützseitenwand
ist zumindest teilweise einlagig ausgestaltet. Dies eröffnet die
Möglichkeit, den
Falt- und Verpackungsvorgang zu automatisieren. Die Stützseitenwand
bildet in einem einlagigen Bereich einen stumpfen Winkel mit der
Bodenwand und stützt
die Inhalte der Schachtel während
des Transports und während
der Ausstellung. In dem einlagigen Bereich der Stützwand ist
ein Vorsprung in Richtung des Inneren der Ausstellverpackung ausgebildet.
Dieser Vorsprung kann von außerhalb
der gefalteten Verpackung hineingedrückt werden, was die Möglichkeit
für eine
einfache Automatisierung des Produktions- und Verpackungsvorgangs
eröffnet.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung schlägt
in Verbindung mit zumindest einem zu verpackenden Produkt vor, dass
der stumpfe Winkel so gewählt
wird, dass eine rechtwinklige Linie, die von dem Schwerpunkt des
Produkts auf die Ebene der Bodenwand fällt, durch die Stützseitenwand verläuft. Zum
Auswählen
dieses Winkels sollte dieses Produkt direkt angrenzend an die Stützseitenwand vorgesehen
sein. Dieses Merkmal stellt vorteilhaft sicher, dass selbst ohne
einen weiteren Vorgang des Verriegelns der Verpackungsinhalte die
Verpackung sicher gegen die in einem stumpfen Winkel geneigte Seitenwand
und die Bodenwand ruht.
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Ein
weiteres bevorzugtes Merkmal der erfindungsgemäßen Lösung trägt bei zu dem verriegeln oder
Arretieren der Verpackungsinhalte. Demzufolge ist die weitere Seitenwand
gegenüber
der Stützseitenwand
einlagig, und zumindest ein Teil davon bildet einen spitzen Winkel
mit der Bodenwand. Diese weitere Seitenwand ist relativ zu der Bodenwand
zumindest teilweise geneigt in der gleichen Richtung wie die Stützseitenwand.
Wiederum wird in Betracht gezogen, dass im Wesentlichen die gesamte
weitere Seitenwand in diesen spitzen Winkel gebracht ist. Das Verpacken
und der Transport von stapelbaren Waren wird dadurch beträchtlich
verbessert, da die Waren zwischen den in einem stumpfen Winkel und den
in einem spitzen Winkel geneigten Bereichen der jeweiligen Wände formschlüssig arretiert
sind. Natürlich
ist es auch möglich,
dieses Merkmal auf Wände angrenzend
an die jeweiligen Seitenwände,
wie beispielsweise obere Wandsegmente und/oder Bodenwandsegmente,
auszudehnen.
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Vorzugsweise
ist der Grad der Spitzheit des spitzen Winkels höher als der Grad der Stumpfheit des
stumpfen Winkels. Daher ist der Unterschied zwischen dem spitzen
Winkel und der Senkrechten zu der Bodenwand größer als der Unterschied zwischen dem
stumpfen Winkel und einer Senkrechten zu der Bodenwand.
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Dieses
Merkmal erleichtert eine einfache Herstellung, da es einen Linienkontakt
des spitzwinkligen Bereichs mit den verpackten Produkten statt eines
Flächenkontakts
ermöglicht
und es daher möglich
macht, Toleranzen für
die Abmaße
der Wand und/oder der Wandsegmente zu vergrößern. Obwohl diese bevorzugte
Ausführungsform
klar definiert, dass die beiden Wände nicht parallel sind, ist
es gemäß den breiteren
Aspekten der Erfindung auch möglich,
gegenüberliegende
Seitenwände
zu verwenden, die geneigt sind und parallel zueinander.
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Im
Allgemeinen können
die stumpfwinkligen und/oder die spitzwinkligen Seitenwände durch
verschiedene Mittel und Verfahren ausgebildet werden, die Fachleuten
auf diesem Gebiet bekannt sind. Es wird jedoch bevorzugt, dass der
stumpfe Winkel der einlagigen Stützseitenwand
und der spitze Winkel der weiteren einlagigen Seitenwand so ausgebildet werden,
dass Teile davon zur Innenseite der Verpackung hervorstehen. Gegenwärtig wird
bevorzugt, die Seitenwände
oder zusätzlich
auch die angrenzende obere Wand und Bodenwand der Verpackung mit
länglichen Öffnungen,
typischerweise Schnitten, zu versehen, so dass der Bereich der jeweiligen Wände zwischen
den Schnitten einwärts
gefaltet werden kann, um so die winkligen Wände zu bilden. Dieses Falten
kann vorteilhafterweise inline während der
Ausbildung der Packung aus dem Zuschnitt stattfinden.
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Die
erfindungsgemäße Verpackung
ist besonders nützlich
zum Verpacken von ebenen Waren. In diesem Kontext werden unter ebenen
Waren zweidimensionale Waren oder dreidimensionale Waren mit einer
Dicke verstanden, die gering ist verglichen mit der Länge und
der Breite dieser Waren.
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Die
effizienteste Verwendung des Verpackungsraums, der durch eine einfach
zu bildende Verpackung geschaffen wird, besteht in der Verwendung
der erfindungsgemäßen Verpackung
zum Verpacken von Lebensmitteln, insbesondere quadratischen oder
rechteckigen Verpackungen von Käse, Frühstücks-Cerealien,
Süßigkeiten,
wie Schokoladenriegeln, etc.
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Der
oben in Bezug genommene erfindungsgemäße Verpackungszuschnitt ermöglicht es
vorzugsweise, dass zumindest ein Teil des Stützseitenwandsegments in dem
gefalteten Zustand des Zuschnitts so anordenbar ist, dass er einen
stumpfen Winkel mit dem Bodenwandsegment bildet. Durch Verwenden
des Seitenwandsegments zum Ausbilden der äußeren Wand der Verpackung sowie
der geneigten Stützwand
wird eine Verschwendung von Material bei der Herstellung der Zuschnitte
vorteilhaft reduziert. Außerdem
ist zumindest ein Teil zumindest eines weiteren Seitenwandsegments
oder zusätzlich des
zumindest einen oberen Segments lösbar oder entfernbar vorgesehen,
um durch Ablösen
dieser Teile im gefalteten Zustand des Zuschnitts einen Zugang zu
dem Verpackungsraum zu schaffen. So ist ein einfacher Zugang gewährleistet,
ohne dass die Stapelbarkeit der fertigen Verpackungen nachteilig beeinflusst
würde.
Außerdem
ermöglicht
es diese Ausgestaltung, den erfindungsgemäßen Verpackungszuschnitt in
einem einzigen Schritt herzustellen.
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Die
automatische Herstellung des Zuschnitts und der Verpackung aus dem
Zuschnitt erfordert einen Hochgeschwindigkeitsvorgang. Um diese
Anforderung zu erfüllen,
ermöglicht
es die vorliegende Erfindung vorteilhafterweise außerdem,
dass der erfindungsgemäße Zuschnitt
aus einem Stück
ausgestanzt wird. Vorzugsweise findet das Befüllen der erfindungsgemäßen Verpackung
inline bei der Ausbildung der Verpackung aus dem Zuschnitt statt.
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Fachleuten
werden Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Zuschnitte
vertraut sein, und zwar unabhängig
davon, ob die Zuschnitte nun aus Plastik, Papier oder anderen geeigneten
Materialien gemacht sind. Fachleute werden auch dazu fähig sein,
geeignete Verfahren zum Falten der Zuschnitte auszuwählen, wie
bereits erwähnt,
vorzugsweise bereits um die zu verpackenden Gegenstände herum,
und auch geeignete Arten und Weisen zum Befestigen oder Fixieren
des Zuschnitts, um eine Verpackung zu bilden, was durch Klebstoff
oder auch durch Verschweißen
oder Heißkleben
erfolgen kann.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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Die
Erfindung wird nun genauer anhand von rein beispielhaften Ausführungsformen
beschrieben, die schematisch in den folgenden Zeichnungen dargestellt
sind, wobei:
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1 eine
Draufsicht eines Verpackungszuschnitts gemäß einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt;
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2 bis 4 perspektivische
Ansichten des erfindungsgemäßen Verpackungszuschnitts
der ersten Ausführungsform
in aufeinanderfolgenden Herstellungsschritten zeigen;
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5 eine
Draufsicht eines erfindungsgemäßen Verpackungszuschnitts
gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt;
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6 bis 8 perspektivische
Ansichten des erfindungsgemäßen Verpackungszuschnitts
gemäß der zweiten
Ausführungsform
in aufeinanderfolgenden Herstellungsschritten zeigen;
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9 und 10 eine
Draufsicht eines Teils eines Zuschnitts sowie eine perspektivische
Ansicht der Verpackung gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung zeigen; und
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11 und 12 eine
Draufsicht eines Teils eines Zuschnitts sowie eine perspektivische
Ansicht der Verpackung gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung zeigen.
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BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORMEN
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In
der folgenden ausführlichen
Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen werden gleiche Bezugszeichen
für die
gleichen oder entsprechende Teile der erfindungsgemäßen Verpackung
und des erfindungsgemäßen Verpackungszuschnitts
verwendet.
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Eine
Transport- und Ausstellverpackung gemäß einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist in 1 in einer
Draufsicht in ihrer Konfiguration nach der Herstellung des Zuschnitts
dargestellt.
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Sie
weist, in der Mitte der 1 von links nach rechts betrachtet,
eine Vorderwand-Anbringklappe 12 auf, ein Vorderwandsegment 14,
das in dem gefalteten Zustand des Zuschnitts eine geneigte Vorderwand
bildet, ein oberes Wandsegment 16, hintere Wandsegmente 20 und 22,
ein Bodenwandsegment 26, ein äußeres Vorderwandsegment 40 und schließlich ein
inneres Vorderwandsegment 38. Das obere Wandsegment 16 erstreckt
sich in 1 nach oben und unten in äußere Seitenwandsegmente 18 hinein.
Diese äußeren Seitenwandsegmente 18 sind mit
geneigten Kanten 19 versehen, deren Funktion später noch
genauer diskutiert werden wird.
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Das
hintere Wandsegment 20 erstreckt sich, in 1 nach
oben und unten, in Seitenwand-Verstärkungsklappen 24 hinein.
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Das
Bodenwandsegment 26 erstreckt sich seinerseits nach oben
und unten in innere Wandsegmente 28 hinein, die mit geneigten
Kanten 29 versehen sind, deren Funktion später ebenfalls
noch genauer diskutiert werden wird. Links und rechts der jeweiligen
inneren Seitenwandsegmente 28 befinden sich Rückwand-Arretierklappen 30 mit
Zungen 32 bzw. Vorderwand-Verstärkungsklappen 36.
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In
diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass die Terminologie,
wie beispielsweise "vorne" und "hinten" sowie "oben" und "unten", etc. aus Gründen der
Vereinfachung der Beschreibung verwendet wird und den Bereich der
vorliegenden Erfindung nicht beschränken soll, wenn dies nicht
explizit angegeben ist.
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Wenn
zutreffend, befinden sich Bördellinien oder
Faltlinien innerhalb der verschiedenen Wandsegmente und sind dazu
ausgestaltet, das Falten benachbarter Segmente entlang dieser Linien
zu ermöglichen,
und zwar im Wesentlichen ohne eine Verformung der jeweiligen Segmente.
Ein Fachmann wird wissen, wie diese Funktion am besten verkörpert werden
kann.
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Wieder
mit Bezug auf 1 wird deutlich, dass Seitenwandsegmente 18 und 28 ungefähr gleich
groß sind.
In gleicher Art und Weise entsprechen die Abmaße der vorderen Anbringklappe 12 im wesentlichen
den Abmaßen
der vorderen Wandsegmente 38, 40. Bei der Herstellung
der Verpackung aus dem Zuschnitt gemäß der ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung geraten diese Segmente übereinander,
so dass diese Bemessung der Einfachheit der Herstellung dient.
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Mit
Bezug auf 2, in welcher der Zuschnitt aus 1 in
einer perspektivischen Ansicht dargestellt ist, zeigen mehrere Pfeile
die ersten Schritte zur Herstellung des erfindungsgemäßen Zuschnitts
in die erfindungsgemäße Verpackung
an. Demzufolge zeigt der Pfeil A an, wie der hintere Wandbereich 22 weg
von dem hinteren Wandsegment 20 gefaltet wird. Dieses Einfalten
der Segmente 22 und 23 in das hinein, was im gefalteten
Zustand des Zuschnitts das Innere der Verpackung sein wird, braucht
nicht notwendigerweise der erste Schritt bei der Ausbildung der
Verpackung zu sein. Dieser Schritt, wie er durch den Pfeil A gekennzeichnet
ist, sollte jedoch ausgeführt
werden, bevor die jeweiligen Seitenwandsegmente gefaltet werden
und den Zuschnitt mit einer anfänglichen
Stabilität
versehen. Das faltbare Wandsegment 22 ist faltbar wegen
eines Schnitts 27 (siehe 1). Außerdem behalten
Ausnehmungen zwischen den Wandsegmenten 22, 23 eine
präzise
Definition von Faltlinien bei.
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Der
Pfeil B kennzeichnet einen anschließenden Faltschritt, währenddessen
Seitenwand-Verstärkungsklappen 24 aufwärts entlang
ihrer jeweiligen Bördel-
oder Faltlinien gefaltet werden. In einem anschließenden Schritt
werden das hintere Wandsegment 20 zusammen mit dem oberen
Wandsegment 16, dem Seitenwandsegment 18 und dem
geneigten vorderen Wandsegment 14 aufwärts gefaltet, so dass die Seitenwand-Verstärkungsklappen 24 angrenzend an
die Faltlinien zwischen den inneren Seitenwandsegmenten 28 und
dem Bodenwandsegment 26 positioniert werden. Dieser Faltschritt
führt auch
dazu, dass der faltbare Bereich 23 des Bodenwandsegments 26 sich
dem nicht faltbaren Bereich des letztgenannten Segments nähert und
eine Position im Wesentlichen parallel dazu einnimmt. Demzufolge wird
der stumpfe Winkel des gefalteten hinteren Wandbereichs 22 relativ
zu dem Bodenwandsegment 26 in dem gefalteten Zustand des
Zuschnitts erreicht, wie in Verbindung mit der 3 deutlich
wird.
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Anschließend werden
die inneren Seitenwandsegmente 28 aufwärts gefaltet, und die Rückwandarretierklappen 30 werden
so gefaltet, dass sie um den ungefalteten Bereich 20 der
hinteren Wand oder Rückwand
herum reichen, der nicht einwärts
gefaltet ist. Anschließend
werden Zungen 32 der Rückwand-Arretierklappe
in ihre zugehörigen
Ausnehmungen 34 eingebracht. Während dieses Faltschritts oder
anschließend
daran werden auch die Vorderwand-Verstärkungsklappen 36 aufwärts gefaltet,
wie durch den Pfeil C gekennzeichnet.
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Um
die Ausbildung der unteren Teile der erfindungsgemäßen Verpackung
zu vervollständigen, wird
das innere vordere Wandsegment 38 aufwärts gefaltet, über die
Vorderwand-Verstärkungsklappen hinüber und
wieder abwärts,
bis die Vorderwand-Arretierlaschen 42 in ihre zugehörigen Ausnehmungen 44 einbringbar
sind. So gelangen die Vorderwand-Verstärkungsklappen 36 zwischen
das innere vordere Wandsegment 38 und das äußere Segment 40,
und die Ausbildung des unteren Teils der Verpackung ist beendet,
wie in 3 dargestellt.
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Es
wird sicher deutlich, insbesondere aus 3, dass
der gefaltete Rückwandbereich 22 einen Winkel
zusammen mit der Bodenwand 26 bildet, der stumpf ist, d.h.
einen Winkel von mehr als 90 Grad. So dient der gefaltete Wandbereich 22 als
Unterstützung
für ein
in die vorgeformte Verpackung eingesetztes Produkt, wie später noch
genauer beschrieben wird.
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Im
Wesentlichen ebene Produkte P, vorzugsweise Schokoladenriegel, werden
in die vorgeformte Verpackung als Stapel eingebracht, folgend dem Pfeil
E in 3.
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Jedes
Produkt P des Stapels ruht mit einer seiner schmalen Seiten an der
Bodenwand 26 und lehnt sich gleichzeitig gegen das Rückwandsegment 22,
das bei einem stumpfen Winkel Ο gefaltet
ist. Wie sicher deutlich wird, bietet dieses Einfalten eine einfache
und dennoch effektive Maßnahme,
um eine geneigte Seitenwand herzustellen, ohne die Notwendigkeit,
ein zusätzliches
Wandsegment an dem Zuschnitt vorzusehen. Die Einsparung dieses zusätzlichen
Wandsegments führt
zu einer wesentlichen Reduzierung von Abfallmaterial des Zuschnitts
und so auch zu einer wesentlichen Reduzierung der Materialkosten.
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Der
stumpfe Winkel Ο wird
so ausgewählt, dass
jedes Produkt P sicher gegen ein angrenzendes Produkt oder eben
gegen die Stützwände 22 anliegen
wird.
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Dazu
wird der stumpfe Winkel Ο so
ausgewählt,
dass der Schwerpunkt jenseits der Kontaktlinie zwischen den Stützwänden 22 und
den Bodenwänden 26 liegt,
und zwar jenseits gesehen von dem Bodenwandsegment 26 aus.
In anderen Worten wird, wenn eine Senkrechte von dem Schwerpunkt
des Produkts P bei einer angrenzenden Stützwand 22 auf die
Bodenwand 26 fallengelassen wird, diese senkrecht durch
die Stützwand 22 hindurchtreten.
Nach dem Verpacken eines Stapels von Produkten P in die vorgeformte
Verpackung hinein wird der Oberteil der Verpackung geschlossen,
um so die Ausbildung der Verpackung zu vervollständigen. Dies geschieht folgend
den Pfeilen F und G. Der Pfeil F bezeichnet, wie die obere Wand 16 und
die geneigte vordere Wand 14 abgesenkt werden, bis die
Vorderwand-Anbringklappe 12 hinter der inneren vorderen
Wand 38 in Eingriff geraten kann. Ein weiterer Eingriff
findet statt zwischen der vorderen Wand 14 und den geneigten Kanten 19 und 29 der äußeren bzw.
der inneren Seitenwand. Wie sich aus 3 ergibt,
wird der Neigungswinkel bestimmt durch den Winkel α zwischen den
Kanten 19, 29 und der Bodenwand 26. Dieser Winkel α kann so
gewählt
werden, dass die geneigte vordere Wand 14 in einem geschlossenen
Zustand der Verpackung (siehe 4) parallel
zu der Seitenwand 22 verläuft.
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Diese
Ausgestaltung wird garantieren, dass jeder der Produktstapel P innerhalb
der geschlossenen Verpackung gesichert ist und das jegliche Bewegung
der Produkte in der Verpackung verhindert wird. So wird ein Aufbrechen
der Verpackung während
des Transports vorteilhaft verhindert.
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Um
diesen Effekt zu verbessern, sieht die bevorzugte Variante dieser
Ausführungsform
vor, dass der Neigungswinkel der geneigten vorderen Wand 14 größer ist
als der der Stützwand 22.
Demzufolge wird die vordere Wand 14 in Verbindung mit der
Stützwand 22 in
Eingriff geraten mit einem Produktstapel entlang einer Kontaktlinie
in dem oberen Bereich der Verpackung, und Toleranzanforderungen während der
Herstellung des Zuschnitts und der Verpackung sind reduziert.
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Die
Herstellung der Verpackung aus dem Zuschnitt gemäß dieser ersten Ausführungsform
der Erfindung ist vereinfacht, da die Toleranzen, die zum Anordnen
der vorderen Wand 14 und der hinteren Wand 22 in
paralleler Art und Weise erforderlich sind, nicht so strikt sind.
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Die
Verpackung wird geschlossen durch Aufbringen von Klebestreifen auf
die sich neigende vordere Wand 14 und die Seitenwände 18 sowie
auf die Seitenwände 18 und
die Bodenwände 26,
wie in 4 dargestellt.
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Wieder
mit Bezug auf die 3 und 4 wird deutlich,
dass die obere Wand der Verpackung gemäß der ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung mit Stapelausnehmungen 48 und
Stapellaschen 50 versehen ist. Wenn gewünscht, können diese Stapellaschen 50 von
der oberen Wand 16 aufwärts
gefaltet werden, wie in 4 dargestellt, um so mit zugehörigen Stapelausnehmungen 28 einer
darauf gestapelten Verpackung zusammenzupassen. Ein Passeingriff
zwischen diesen Stapellaschen 50 und Stapelausnehmungen 48 wird
eine korrekte Ausrichtung und Stabilität eines Stapels von erfindungsgemäßen Verpackungen
sicherstellen und daher die Transportbedingungen und/oder das Ausstellen
verbessern.
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Wir
werden uns nun, anfänglich
mit Bezug auf die 5, der zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zu. Es wird darauf hingewiesen, dass
zugunsten der Kürze
dieser Beschreibung auf Teile und Funktionen, die denen der ersten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung gleichen, nur kurz Bezug genommen wird.
Obwohl einige Merkmale der Erfindung nur mit Bezug auf eine der
Ausführungsformen
erläutert
werden, ist es natürlich
innerhalb des Bereichs dieser Erfindung auch möglich, solche Merkmale in einer
weiteren Ausführungsform zu
kombinieren.
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In
dem mittleren Teil der 5 sind, gesehen von links nach
rechts, ein Seitenwandsegment 118, Rückwandsegmente 120, 122,
ein weiteres Seitenwandsegment 118, vordere Wandsegmente 113, 114,
und schließlich
eine Verpackungs-Anbringklappe 112 dargestellt.
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Von
den verschiedenen gerade beschriebenen Segmenten erstrecken sich,
in 5 abwärts, verschiedene
obere Wandsegmente 116. Gegenüber dem oberen Wandsegment
und integral verbunden mit den Seitenwandsegmenten, den vorderen
Wandsegmenten und den hinteren Wandsegmenten sind obere Wandsegmente 126.
Wie sich aus 5 ergibt, sind zwei Paare von
oberen Wandsegmenten 116 und Bodenwandsegmenten 126 mit
Aussparungen 119 versehen, deren Funktion genauer noch
diskutiert werden wird.
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Wie
sich auch aus 5 ergibt, ist der faltbare Stützrückwandbereich 122 von
dem Rückwandbereich 120 durch
längliche Öffnungen 127 getrennt.
In gleicher Art und Weise ist der faltbare vordere Wandbereich 114 von
dem vorderen Wandbereich 113 durch längliche Öffnungen 129 getrennt.
Diese länglichen Öffnungen 127, 129 sollen
als Alternativen zu den in Verbindung mit der ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung beschriebenen Schnitten 27 verstanden
werden.
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Obwohl
beide diese Ausführungsformen
die Ausführung
der vorliegenden Erfindung ermöglichen, sind
die länglichen Öffnungen
bevorzugt, da das Inline-Befüllen
der Verpackung bei der Ausbildung der Verpackung aus dem Zuschnitt
dadurch erleichtert ist.
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Die
länglichen Öffnungen 127, 129 erstrecken
sich in die Wandsegmente angrenzend an den jeweiligen Rückwandbereich 122 und
vorderen Wandbereich 114 hinein und definieren einen faltbaren
Bodenwandbereich 123 bzw. einen faltbaren oberen Wandbereich 115.
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Immer
noch mit Bezug auf die 5 sind Perforationen 146 dargestellt,
die in dem gefalteten Zustand des Zuschnitts verbunden sind, um
eine im Wesentlichen kontinuierliche geschwächte Linie zu bilden.
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Nun
mit Bezug auf 6 ist ein Stapel von Produkten
P dargestellt, der in der Verpackung gemäß der zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung angeordnet werden soll.
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Die 6 zeigt
die Startposition für
das vollständig
automatisierte Befüllen
und Ausbilden der Verpackung. Anfänglich befindet sich der Stapel
der Produkte P an den Rückwandbereichen 120, 122. Anschließend werden
die Seitenwandsegmente 118 aufwärts gefaltet, und ihre angrenzenden
oberen und Bodenwandsegmente 116, 126 werden einwärts gefaltet,
so dass sie gegen den Produktstapel P anliegen. In einem Faltschritt
werden die oberen und Bodenwandsegmente 116 und 126 angrenzend
an die Rückwandbereiche 120, 122 aufwärts gefaltet
und an den entsprechenden oberen und Bodenwandsegmenten angrenzend
an die Seitenwandsegmente 118 angebracht.
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Anschließend wird
der faltbare Rückwandbereich 122 in
Richtung des Inneren der vorgeformten Verpackung gedrückt, bis
der in 7 dargestellte Zustand entsteht. Natürlich ist
der Stapel der Produkte relativ zu den in 7 sichtbaren
oberen Wandkanten gekippt oder geneigt. Der Grad dieser Kippneigung
entspricht dem stumpfen Winkel, der vorgewählt ist durch das Positionieren
und Dimensionieren des faltbaren Rückwandbereichs 122 und
des faltbaren Bodenwandbereichs 123 zueinander und zu dem entfalteten
Bereich oder ungefalteten Bereich 120 der Rückwand.
Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass der oberste Punkt des Stapels
der Produkte P in 7 mit der oberen Kante der Seitenwandsegmente 118 fluchten
muss.
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Um
mit dem Inline-Vorgang des Verpackens und Ausbildens der Verpackung
fortzuschreiten, wird der faltbare vordere Wandbereich 114 in
Richtung des Inneren der Verpackung gefaltet, um die Produkte P
an ihrer Stelle zu arretieren. Die innersten oberen und Bodenwandsegmente
sind mit Ausnehmungen 119 versehen, und zwar aus den folgenden Gründen:
Da
eine beträchtliche Überlappung
zwischen den verschiedenen oberen Wandsegmenten 116 besteht, die
aneinander angebracht sind, würden
die sich von den Seitenwandsegmenten 118 erstreckenden
oberen und Bodenwandsegmente mit dem Einfalten der vorderen Arretierwand 114 und
des Stützwandbereichs 122 interferieren.
Um eine solche Interferenz zu vermeiden, sind Ausnehmungen 119 vorgesehen, wie
sich das aus den 5 und 6 ergibt.
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Ein
weiterer Schritt in dem Inline-Vorgang des Befüllens und Verpackens bezieht
sich auf das Verschließen
der vorgeformten Verpackung und das Definieren eines Verpackungsraums
darin. Dies wird erzielt durch Hinüberfalten der vorderen Wandsegmente 113 und 114 in
Richtung des Pfeils H in 7. Nach dem Hinüberfalten
der vorderen Wandsegmente 113, 114 werden die
daran angrenzenden oberen Wandsegmente 116, 126 abwärts gefaltet
und geeignet in ihrem Kontaktbereich mit anliegenden oberen und
Bodenwandsegmenten angebracht. Außerdem wird die Verpackungs-Anbringklappe 112 an
den benachbarten Seitenwandsegmenten 118 angebracht, um
die Verpackung zu schließen
und sie stabil zu machen. Vorzugsweise wird dieser gerade beschriebene
weitere Schritt gleichzeitig mit dem Schritt des Faltens des vorderen
Wandbereichs 114 nach innen ausgeführt; wie zuvor erwähnt, erzielt
dieses Einfalten in Verbindung mit dem Verschließen der Verpackung den vorteilhaften
Arretiereffekt.
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Mit
Bezug auf die 8 ist schließlich der vollständig gefaltete
Zuschnitt und der endgültige
Zustand der Verpackung dargestellt. Ähnlich wie in der mit Bezug
auf die 1 bis 4 beschriebenen ersten
Ausführungsform
bildet der einwärts
hervorstehende vordere Wandbereich 114 einen spitzen Winkel α relativ
zu der Bodenwand 126. Da die Unterstützung und der Arretiereffekt
der Wandbereiche 112 bzw. 114 ähnlich ist wie gemäß der ersten
Ausführungsform
der Erfindung, wird darauf Bezug genommen.
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Um
die verpackten Produkte P auf einem Regal auszustellen, muss die
vollständige
Verpackung, wie sie in 8 dargestellt ist, um 90 Grad
gedreht werden, so dass die obere Wand 116 nach oben weist.
Dank der einwärts
hervorstehenden geneigten Wände 114, 122 wird
eine sichere Unterstützung
und verlässliche
Arretierung des Produkts erzielt, und gleichzeitig werden im Wesentlichen
ebene und symmetrische äußere Begrenzungen
der Verpackung erreicht. Daher ist diese Verpackung einfach stapelbar und
daher leicht und sicher zu transportieren.
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Um
die erfindungsgemäße Verpackung
zu öffnen,
wird ein Teil der vorderen Wand, ein Teil der Seitenwände und
zusätzlich
ein Teil der oberen Wand entfernt durch Auftrennen entlang der Perforation 146.
Um das Ergreifen der abzutrennenden Teile zu erleichtern, ist eine
halbkreisförmige Öffnung vorgesehen,
wie in den Zeichnungen dargestellt.
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Die 9 und 10 zeigen
eine andere Ausführungsform
der Erfindung. Die 9 und 10 sind
eng verwandt mit den 1 und 3, und daher
werden für
gleiche oder entsprechende Teile der erfindungsgemäßen Verpackung
und des erfindungsgemäßen Verpackungszuschnitts
die gleichen Bezugszeichen verwendet.
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9 zeigt
nur einen Teil des Verpackungszuschnitts einschließlich des
Bodenwandsegments 26, der Seitenwandsegmente 28 mit
einer Arretierklappe 30 bzw. einer Zunge 32 sowie
einem Rückwandsegment 20 mit
Seitenwand-Verstärkungsklappen 24 und
Ausnehmungen 34 zum Aufnehmen der Zungen 32. Es
gibt zwei Schnitte 56, die rechtwinklig zu der Faltlinie
zwischen dem Bodenwandsegment 26 und den Seitenwandsegmenten 28 in
einem Bereich in der Nähe
der Kreuzung 60 der Faltlinie zwischen dem Rückwandsegment 20 und
dem Bodenwandsegment 26 einerseits und andererseits dem Bodenwandsegment 26 und
dem Seitenwandsegment 28 verlaufen. Diese Kreuzung 60 bildet
die Ecke der gefalteten Verpackung. Außerdem gibt es Faltlinien 58,
die die Kreuzung 60 mit den jeweiligen Enden der Schnitte 56 verbinden,
wie dies aus 9 deutlich wird.
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Während des
Faltvorgangs oder in dem bereits gefalteten Zustand können die
durch den Schnitt 56, die Faltlinien 58 und die
Kreuzung 60 begrenzten Bereiche in das Innere der Verpackung
hineingedrückt
werden, was zu Vorsprüngen 55 führt, wie
in 10 dargestellt. Diese Vorsprünge 55 dienen als Anschlag,
gegen welchen die unteren Bereiche des hintersten Produkts zur Anlage
kommen. Dies stellt sicher, dass die untere Kante des hintersten
Produkts immer um einen vorbestimmten Abstand von der unteren Kante
zwischen der Bodenwand 26 und der hinteren Seitenwand 20 der
Ausstellverpackung beabstandet ist. Dies ermöglicht es, die Produkte P in der
gewünschten
geneigten Position aufzubewahren.
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Außerdem gibt
es ein bestimmtes Muster von Oberflächenbereichen der Bodenwand,
die so behandelt sind, dass die Reibung zwischen den Produkten P
und der inneren Fläche
der Bodenwand 26 verbessert ist. Diese erhöhte Reibung
kann durch unterschiedliche Oberflächenbehandlungen erzielt werden.
Eine bevorzugte Möglichkeit
ist das Aufbringen eines Klebstoffs auf bestimmte Bereiche der inneren Bodenwand,
die dazu dienen, das Verrutschen der Produkte in der Ausstellverpackung
zu verhindern. Vorzugsweise ist dieser Klebstoff ein heißschmelzender
Klebstoff und aufgebracht in zumindest einer, vorzugsweise zwei
längsverlaufenden
Linien 62 zwischen der hinteren Seitenfläche 20 und
der vorderen Fläche
der Ausstellverpackung.
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Die 11 und 12 zeigen
eine noch andere Ausführungsform
der Erfindung. Die in 12 dargestellte Transport- und
Ausstellverpackung 210 ist ausgebildet aus einem Zuschnitt 201,
der in 11 dargestellt ist. Der Zuschnitt
hat ein Bodenwandsegment 226, Seitenwandsegmente 228 und ein
Rückwandsegment 220,
integral mit einem oberen Wandsegment 216 ausgeformt. Zusätzlich sind Rückwandsegmente 230 den
Seitenwandsegmenten 228 benachbart, wobei in dem gefalteten
Zustand ein Raum mit der Dicke d verbleibt, dessen Effekt zusammen
mit dem Rückwandsegment 220 später beschrieben
wird.
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Wie
sich aus einem Vergleich der Höhe
H1 der Seitenwandsegmente 228 und der Höhe H2 des Rückwandsegments 220 ergibt,
ist H2 größer als
H1. Dadurch kann das Rückwandsegment 220 in
Richtung des Inneren der Ausstellverpackung gefaltet werden. Dazu
erstrecken sich Faltlinien 222, die parallel zu der Faltlinie
zwischen dem Bodensegment 226 und dem hinteren Wandsegment 220 verlaufen, über das
hintere Wandsegment hinweg und können dazu
verwendet werden, einen Teil des Rückwandsegments 220,
nämlich die
Bereiche 220a und 22b, in das Innere der Ausstellverpackung
hinein zu falten. Der verbleibende Bereich des Rückwandsegments hat die Höhe H3 entsprechend
der Höhe
H3 der Rückwandsegmente 230.
Daher kann der Zuschnitt 210 so gefaltet werden, dass die
oberen Kanten 229 der Seitenwandsegmente und 231 der
Bodenwandsegmente die gleiche Höhe über dem
Bodenwandsegment 226 haben wie die Faltlinie 221 zwischen dem
Rückwandsegment 220 und
dem oberen Wandsegment 216.
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Nach
dem Falten des in 11 dargestellten Zuschnitts 201 in
eine dreidimensionale Ausstellverpackung sieht der Rückwandbereich
der Ausstellverpackung wie der in 12 gegebene
aus. Die Bereiche 220a (in 12 nicht
sichtbar) und 220b stehen in das Innere der Verpackung 210 hervor
und dienen als ein Anschlag, der es ermöglicht, dass die zu transportierenden
und auszustellenden Produkte winklig zu der Richtung rechtwinklig
zu der Bodenwand 226 liegen. In dieser Ausführungsform
sowie in allen anderen in dieser Anmeldung beschriebenen Ausführungsformen
können
wiederum Maßnahmen getroffen
werden, um die Reibung zwischen der Bodenwand 226 und den
auszustellenden Produkten zu steigern. In der vorliegenden Ausführungsform
sind zwei Linien 262 aus einem heißschmelzenden Klebstoff auf
die Bodenfläche 226 aufgebracht.
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Alle
hierin diskutierten Ausführungsformen haben
gemeinsam, dass Vorsprünge
ausgeformt sind, die in das Innere der Ausstellverpackungen hervorstehen.
Diese Vorsprünge
sind aus dem Material ausgebildet, das zur Verfügung steht, um die Ausstellverpackungen
aufzubauen. Außerdem
sind alle Vorsprünge
in Bereiche einer der Seitenwände
hinein platziert, wo diese Seitenwände einlagig sind. Dadurch
wird es möglich,
diese Vorsprünge
einfach durch Hineindrücken
der jeweiligen Bereiche von außerhalb
der Verpackung in das Innere der Verpackung hinein auszubilden.
Daher wird das Material zum Ausbilden der einstückigen Zuschnitte optimal ausgenutzt,
und außerdem
kann die Ausbildung der Vorsprünge
einfach automatisiert werden, weil es nicht notwendig ist, komplizierte
Faltvorgänge
innerhalb des Inneren der Verpackung auszuführen.
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Weitere
Ausführungsformen
und Vorteile der erfindungsgemäßen Verpackung
und des erfindungsgemäßen Verpackungszuschnitts
sind in den nun folgenden Ansprüchen
und durch die verschiedenen Kombinationen dieser Ansprüche definiert.