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Die
vorliegende Erfindung betrifft thermoplastische Einschicht- oder
Mehrschichtfolie mit verbesserten Siegelbarkeitseigenschaften und
Beutel, Taschen und andere Behälter,
die daraus hergestellt sind, indem die Folie an sich selbst gesiegelt
wird. Die Erfindung betrifft auch die Verwendung dieser Folie zum
Verpacken von Nahrungsmittelprodukten, bei denen das verpackte Produkt
für einen
ausreichenden Zeitraum zum Pasteurisieren und/oder Garen des verpackten
Produkts in Heißwasser
eingetaucht oder autoklaviert oder im Ofen behandelt wird, wobei
die Verpackung unter solchen Bedingungen im Wesentlichen nicht abbaubar
ist.
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Der
Begriff "pasteurisierbar" soll sich hier auf
Verpackungsmaterial beziehen, das strukturell in der Lage ist, Einwirkung
von Pasteurisierungsbedingungen zu widerstehen, während es
ein Nahrungsprodukt enthält.
Viele Nahrungsmittelprodukte müssen
pasteurisiert werden, nachdem sie hermetisch verpackt worden sind,
um gefährliche
Mikroorganismen zu zerstören,
die in Abwesenheit von Luft wachsen. Die speziellen Pasteurisierungsbedingungen
neigen dazu, von Land zu Land zu variieren, die begrenzenden Bedingungen
sind wahrscheinlich jedoch das Eintauchen der hermetisch geschlossenen
Packung in Wasser von 95°C
für eine Stunde.
Damit ein Beutel als pasteurisierbar charakterisiert werden kann,
muss somit die strukturelle Integrität des Beutels während der
Pasteurisation erhalten bleiben, d. h. der Beutel muss hervorragende
Hochtemperatursiegelfestigkeit haben.
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Der
Begriff "Garen (in
der Verpackung)" bzw. "kochfähig" soll sich hier auf
Verpackungsmaterial beziehen, das strukturell in der Lage ist, Zeit-Temperatur-Bedingungen
des Garens in der Verpackung zu widerstehen, während es ein Nahrungsmit telprodukt
enthält.
Kochfähig
verpackte Nahrungsmittel sind im Allgemeinen vorverpackte vorgegarte
Nahrungsmittel, die in dieser Form, in der sie mit oder ohne Erwärmen verbraucht werden
können,
direkt den Verbraucher erreichen. Zeit-Temperatur-Bedingungen des Garens
in der Verpackung beziehen sich in der Regel auf einen langen langsamen
Garungsvorgang, beispielsweise Eintauchen des verpackten Produkts
in Wasser mit 75 bis 85°C
für vier
bis sechs Stunden. Solche Zeit-Temperatur-Bedingungen für Garen
in der Verpackung sind repräsentativ
für Garungsanforderungen
in Großküchen. Unter
solchen Bedingungen behält
ein richtig als kochfähig
charakterisiertes Verpackungsmaterial die Integrität der Versiegelung.
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Die
Verpackungsfolie ist vorzugsweise in beiden Fällen in festem Zustand orientierte
Folie, die entweder monoaxial oder biaxial orientiert ist, da die
Orientierung im festen Zustand die mechanischen Eigenschaften der
Endstruktur verbessert.
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Wenngleich
die mono- oder biaxial orientierten Folien dann heißfixiert
werden können,
ist es für
die Verwendung in Anwendungen zum Garen in der Verpackung bevorzugt,
dass diese orientierten Folien nicht thermofixiert werden und unter
diesen Bedingungen des Garens in der Verpackung so schrumpfen, dass
eine eng anliegende Verpackung gebildet wird. Daher sind wärmeschrumpfbare,
im festen Zustand orientierte Folien bevorzugt.
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Die
Verpackungsfolie ist auch vorzugsweise eine Mehrschichtfolie, die
eine Gasbarriereschicht umfasst.
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Thermoplastische
wärmeschrumpfbare,
im festen Zustand orientierte Folien, die eine Siegelschicht aus
Polyethylen oder Ethylen/α-Olefin-Copolymer
entweder allein oder mit einem oder mehreren damit verträglichen
Harzen tragen, sind in der Patentliteratur bekannt.
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Die
japanische Kokai Nr. 58-82752 beschreibt beispielsweise eine wärmeschrumpfbare
Gasbarrierefolie, die eine Siegelschicht aus Copolymer von Ethylen
und α-Olefin
umfasst, das gegebenenfalls mit bis zu weniger als 80% Ethylen/Vinylacetat
gemischt ist.
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Die
japanische Kokai Nr. 58-102762 lehrt eine wärmeschrumpfbare mehrschichtige
Barrierefolie, die mindestens eine Schicht aus einem Gemisch dreier
unterschiedlicher spezieller Harze und eine Oberflächenschicht
aus linearem Polyethylen mit niedriger Dichte (LLDPE) umfasst.
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US-A-4
424 243 beschreibt eine wärmeschrumpfbare
Barrierefolie mit äußeren Schichten
aus Ethylen/α-Olefin-Copolymeren
und einer dazwischen befindlichen Ethylen/Vinylacetat-Copolymerschicht,
die sich zwischen der Kernbarriereschicht und mindestens einer äußeren Schicht
befindet.
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US-A-4
456 646 lehrt wärmeschrumpfbare
Folie, die eine Kernbarriereschicht umfasst, und beide äußeren Schichten bestehen aus einem Gemisch aus Ethylen/α-Olefin-Copolymer
mit 30 bis 80% Ethylen/Vinylacetat-Copolymer.
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Diese
Folien werden im Allgemeinen als öl- und wärmebeständig bezeichnet. Die zur Bewertung
der Eigenschaften verwendeten Tests sehen jedoch das Eintauchen
einer Packung in Wasser, auf dessen Oberfläche Öl schwimmt, bei einer Temperatur
von 80 bis 95°C
für bis
zu 10 Minuten vor. Diese Bedingungen sind daher weit von jenen entfernt,
die die in Anwendungen zum Garen in der Verpackung oder zur Pasteurisierung verwendete
Wärmebehandlung
simulieren.
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In
allen der obigen Patente werden die Mehrschichtfolien entweder durch
Coextrusion oder durch Extrusionsbeschichten der Harze der verschiedenen
Schichten erhalten, um zu einem dicken Primärschlauch (Primärband) zu
führen,
der rasch abge kühlt
wird, um die Kristallisation der Polymere zu stoppen oder zu quenchen.
Der resultierende gequenchte dicke Schlauch wird nachfolgend auf
die sogenannte Orientierungstemperatur erhitzt und dann biaxial
bei dieser Temperatur durch ein Schlauchorientierungsverfahren mit
einer gefangenen Blase im festen Zustand gereckt. In dieser im festen
Zustand erfolgenden Orientierungsstufe wird das Primärband in
Querrichtung (TD) durch Aufblasen mit Luftdruck, um eine Blase zu
ergeben, und in Längs- oder
Maschinenrichtung (MD) durch die Differentialgeschwindigkeit zwischen
den beiden Sätzen
von Quetschwalzen, die die Blase enthalten, gereckt. Der Begriff "Orientierung im festen
Zustand" wird hier
verwendet, um zu beschreiben, dass das Orientierungsverfahren bei
einer höheren
Temperatur als der höchsten Tg
der Harze, die die Struktur bilden, und unter dem höchsten Schmelzpunkt
von mindestens einem Polymer durchgeführt wird, d. h. bei einer Temperatur,
bei der die Harze oder mindestens einige der Harze nicht im geschmolzenen
Zustand vorliegen. "Orientierung
im festen Zustand" steht
im Gegensatz zu "Orientierung
im Schmelzezustand",
d. h. einem Verfahren wie dem Heißblasverfahren, bei dem das
Recken nach Austreten der geschmolzenen Harze aus der Düse stattfindet.
Der Einfachheit halber werden nachfolgend "Orientierung" und "orientiert" zum Bezeichnen von "Orientierung im festen Zustand" beziehungsweise "orientiert im festen Zustand" verwendet.
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Während Monoschicht-Polyethylenfolien
nur nach einem Schlauchorientierungsverfahren orientiert werden
können,
wenn sie vor der Orientierung bestrahlt worden sind, ist bei Mehrschichtfolien
in Abhängigkeit von
den anderen Schichten der Struktur und des speziellen verwendete
Polymers Bestrahlung nicht unbedingt erforderlich. Es ist jedoch
in der Technik allgemein bekannt, dass bei Mehrschichtfolien mit
einer Sie gelschicht, die Polyethylen oder Ethylen/α-Olefin-Copolymer
umfasst, das die Schicht umfassende Primärband vorzugsweise einer Bestrahlungsstufe
vor der Orientierung unterzogen wird, um die Blasenstabilität zu verbessern.
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Bei
der industriellen Herstellung wärmeschrumpfbarer
Mehrschichtfolien mit einer am weitesten innen liegenden Siegelschicht,
die Polyethylen oder Ethylen/α-Olefin-Copolymer
umfasst, nach einem Schlauchverfahren werden im Allgemeinen entweder
alle der Schichten coextrudiert, das Band wird gequencht, bestrahlt, erneut
erhitzt und orientiert, oder einige der Schichten einschließlich der
am weitesten innen liegenden Schicht, die die Siegelschicht des
am Ende vorhandenen Verpackungsmaterials werden wird, werden extrudiert,
das so erhaltene Band wird gequencht, bestrahlt und durch Extrusion
der verbleibenden Schichten darauf beschichtet, wieder gequencht,
erneut erhitzt und orientiert.
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Bestrahlung
verbessert bekanntermaßen
neben der Erhöhung
der Blasenstabilität
auch die physikalischen Eigenschaften (z. B. Festigkeit) der bestrahlten
Harze. In einigen Fällen,
beispielsweise wenn nicht-orientierte Folie gewünscht ist oder wenn es möglich ist,
das Band auch ohne Bestrahlung zu orientieren, kann daher auch Bestrahlung
durchgeführt
werden, um die physikalischen Eigenschaften der am Ende vorhandenen
Verpackungsfolie zu verbessern.
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Es
ist jedoch bekannt, dass die Bestrahlung der Siegelschicht die Heißsiegelbarkeit
der Folie verringert, insbesondere bei Polyethylen oder Ethylen/α-Olefin-Copolymeren,
die leicht vernetzbare Polymere sind.
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Wenn
die Folie zur Herstellung pasteurisierbarer Behälter oder Behälter für Anwendungen
zum Garen in der Verpackung ver wendet werden soll, bei denen an
die Siegelfestigkeit hohe Ansprüche
gestellt werden, stellt dies ein echtes Problem dar.
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Es
ist nun gefunden worden, dass es möglich ist, die Siegelbarkeit
von Mono- oder Mehrschichtfolien mit einer bestrahlten Siegelschicht,
die Polyethylen und/oder Ethylen/α-Olefin-Copolymer
umfasst, in einem solchen Maße
zu verbessern, dass pasteurisierbare kochfähige Beutel daraus erhalten
werden, indem für
die Siegelschicht Polyethylen und/oder Ethylen/α-Olefin-Copolymer mit einer
Dichte ≥ 0,915
g/cm3 verwendet wird und die Siegelschicht
einer Koronaentladungsbehandlung unterworfen wird.
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Es
ist in der Tat gefunden worden, dass durch Einwirkung einer Koronaentladungsbehandlung
auf die bestrahlte Siegelschicht einer Folie, die 50 Gew.-% oder
mehr Polyethylen und/oder Ethylen/α-Olefin-Copolymer mit einer
Dichte ≥ 0,915
g/cm3 umfasst, die Integrität der daraus
hergestellten versiegelten Verpackung im Unterschied zu derjenigen
einer versiegelten Verpackung, die aus der gleichen Folie hergestellt
worden ist, die nicht koronabehandelt wurde, unter Pasteurisierungsbedingungen
oder Bedingungen des Garens in der Verpackung erhalten bleibt.
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Diese
Feststellung ist überraschend,
da allgemein bekannt ist (siehe beispielsweise J. M. Farley und P.
Meka, J. Appl. Polym. Sc., 51, 121 bis 131 (1994)), dass die Heißsiegelbarkeit
nicht-bestrahlter Folien mit Polyethylen oder Ethylen/α-Olefin-Copolymer
als Siegelschicht durch eine Koronaentladungsbehandlung (CDT) beeinträchtigt und
sicherlich nicht verbessert wird.
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Dieser
Effekt ist besonders bemerkenswert mit Ethylen/α-Olefin-Copolymeren mit einer Dichte ≥ 0,915 g/cm3 und noch be merkenswerter mit Ethylen/α-Olefin-Copolymeren
mit einer Dichte > 0,917
g/cm3.
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Ein
erster Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher eine thermoplastische
Ein- oder Mehrschichtfolie mit einer bestrahlten Siegelschicht,
die Polyethylen und/oder Ethylen/α-Olefin-Copolymer
mit einer Dichte ≥ 0,915
g/cm3 umfasst, wobei die Siegelschicht koronabehandelt
worden ist.
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Ein
zweiter Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein wärmebehandelbarer
Behälter,
der durch Siegeln und insbesondere Impulssiegeln dieser Folie an
sich selbst erhalten wird.
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Ein
dritter Gegenstand ist die Verwendung eines derartigen Behälters in
Anwendungen mit Garen in der Verpackung oder zur Pasteurisation.
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Ein
vierter Gegenstand ist ein Verfahren zur Verbesserung der Siegelfestigkeit
von Impulssiegelungen einer Ein- oder Mehrschichtfolie mit einer
bestrahlten Siegelschicht, die Polyethylen und/oder Ethylen/α-Olefin-Copolymer
mit einer Dichte ≥ 0,915
g/cm3 umfasst, bei dem die Siegelschicht
vor der Siegelung einer Koronaentladungsbehandlung unterzogen wird.
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DEFINITIONEN
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"Folie" schließt hier
alle Kunststoffbahnmaterialien unabhängig davon, ob sie Folie oder
Feinfolie ist, ein. Folien zur erfindungsgemäßen Verwendung haben vorzugsweise
eine Dicke von 250 μm
oder weniger, insbesondere 150 μm
oder weniger und bevorzugter 120 μm
oder weniger.
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Der
Begriff "wärmeschrumpfbar" bezieht sich hier
auf Folie, die um mindestens 10%, vorzugsweise 15% und besonders
20% ihrer ursprünglichen
Abmessungen in mindestens einer Richtung schrumpfen kann, wenn sie
gemäß ASTM Verfahren
D 2732 5 Sekunden auf 90°C
erhitzt wird.
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Der
Begriff "bestrahlt" bezieht sich hier
auf Folie, die mit einem Dosisniveau von 50 kGy bis zu etwa 180
kGy, in der Regel mit einem Dosisniveau von etwa 50 kGy bis etwa
160 kGy, vorzugsweise mit einem Dosisniveau von etwa 60 bis etwa
150 kGy und bevorzugter mit einem Dosisniveau von etwa 70 bis zu
etwa 140 kGy bestrahlt worden ist, wie durch Führen derselben durch eine Elektronenstrahlbestrahlungsanlage.
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Die
Begriffe "innere
Schicht", "Innenschicht" oder "Zwischenschicht" beziehen sich hier
auf jede Folienschicht, deren beide Hauptoberflächen direkt an einer anderen
Schicht der Folie haften.
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Der
Begriff "Kern" und die Formulierung "Kernschicht" beziehen sich hier
auf jede innere Folienschicht, die einen anderen Hauptzweck hat,
als als Klebstoff oder Verträglichmacher
zum Kleben zweier Schichten aneinander zu dienen.
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Der
Begriff "Barriere" und die Formulierung "Barriereschicht" wird in Anwendung
auf Folien und/oder Folienschichten in Bezug auf die Fähigkeit
einer Folie oder Folienschicht verwendet, als Barriere für Gase zu dienen.
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Die
Formulierung "äußere Schicht" oder "Außenschicht" bezieht sich hier
auf jede Folienschicht, bei der weniger als zwei ihrer Hauptoberflächen direkt
an einer anderen Schicht der Folie kleben. In Mehrschichtfolien
gibt es zwei äußere Schichten,
die jeweils eine Hauptoberfläche
haben, die nur an einer anderen Schicht der Mehrschichtfolie klebt.
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Die
Formulierungen "Siegelschicht", "Siegelungsschicht", "Heißsiegelschicht" und "Versiegelungsschicht" beziehen sich auf
die äußere Folienschicht,
die an der Siegelung der Folie an sich selbst beteiligt ist.
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"Siegelung" bedeutet hier jegliche
Siegelung eines ersten Bereichs einer Folienoberfläche an einen zweiten
Bereich einer Folienoberfläche,
wobei die Siegelung durch Erhitzen der Bereiche auf mindestens ihre jeweiligen
Siegelinitiierungstemperaturen erzeugt wird. Das Erhitzen kann nach
jedem beliebigen oder jeglichen von vielen unterschiedlichen Weisen
durchgeführt
werden, wie durch Impulssiegelung oder unter Verwendung eines Heizstabs,
von Heißluft,
Infrarotstrahlung, usw.
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Der
Begriff "äußere Schutzschicht" bezieht sich hier
auf die äußere Schicht,
die nicht die Siegelschicht ist.
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Die
Formulierung "direkt
geklebt" ist hier
in Anwendung auf Folienschichten definiert als Adhäsion der betreffenden
Folienschicht an der Zielfolienschicht ohne eine Verbindungsschicht,
Klebstoff oder andere Schicht dazwischen. Das Wort "zwischen" schließt im Unterschied
dazu in Anwendung auf eine Folienschicht, die als zwischen zwei
anderen spezifizierten Schichten bezeichnet wird, sowohl direktes
Haften der betreffenden Schicht zwischen den beiden anderen Schichten,
zwischen denen sie sich befindet, als auch das Fehlen von direktem
Haften an einer oder beiden der zwei anderen Schichten ein, zwischen
denen sich die betreffende Schicht befindet, d. h. es können sich
eine oder mehrere weitere Schichten zwischen der betreffenden Schicht
und einer oder beiden der Schichten befinden, zwischen denen die
betreffende Schicht liegt.
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Der
Begriff "Polymer" bezieht sich hier
auf das Produkt einer Polymerisationsreaktion und schließt Homopolymere,
Copolymere, Terpolymere, usw. ein.
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Der
Begriff "Polyolefin" bedeutet hier thermoplastisches
Homo-, Co- oder Terpolymer, das von einfachen Olefinen, z. B. Ethylen,
Propylen und höheren
ungesättigten
aliphatischen Monomereinheiten oder den halogenierten Derivaten
davon abgeleitet ist, sowie Co- oder Terpolymere dieser einfachen
Olefine mit Comonomeren, die selbst nicht Olefine sind, z. B. Vinylacetat,
Acryl- oder Methacrylsäuren,
Salzen oder Estern, vorausgesetzt jedoch, dass das Olefincomonomer
in einer größeren Menge
vorhanden ist. Speziell sind in den Begriff Polyolefin Homopolymere
von Olefinen, Copolymere von Olefinen, Copolymere von Olefin und
nicht olefinischem Comonomer, das mit dem Olefin copolymerisierbar
ist, wie Vinylmonomere, und dergleichen eingeschlossen. Heterogene
und homogene Polymere sind eingeschlossen. Spezielle Beispiele schließen Polyethylenhomopolymere,
Polybuten, Propylen/α-Olefin-Copolymere,
Ethylen/α-Olefin-Copolymere,
Buten/α-Olefin-Copolymere,
Ethylen/Vinylacetat-Copolymere, Ethylen/Ethylacrylat-Copolymere,
Ethylen/Butylacrylat-Copolymere, Ethylen/Methylacrylat-Copolymere,
Ethylen/Acrylsäure-Copolymere,
Ethylen/Methacrylsäurecopolymere,
Ionomere, chloriertes Polyethylen, usw, ein.
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Die
Formulierung "heterogenes
Polymer" bezieht
sich hier auf Polymerisationsreaktionsprodukte mit relativ weiter
Variation des Molekulargewichts und relativ weiter Variation der
Zusammensetzungsverteilung. Solche Polymere enthalten in der Regel
eine relativ weite Vielfalt von Kettenlängen und Comonomerprozentsätzen.
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Die
Formulierung "homogenes
Polymer" bezieht
sich auf Polymerisationsreaktionsprodukte mit relativ enger Molekulargewichtsverteilung
und relativ enger Zusammensetzungsverteilung. Homogene Polymere
zeigen eine relativ gleichförmige
Sequenzverteilung des Comonomers innerhalb einer Kette, die spiegelbildliche Sequenzverteilung
in allen Ketten und die Ähnlichkeit
der Längen
aller Ketten.
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Der
Begriff "Polyethylen" bezieht sich auf
Homopolymere, die von der Polymerisation von Ethyleneinheiten abgeleitet
sind. Der Begriff schließt
LDPE (Polyethylen niedriger Dichte mit einer Dichte bis zu 0,935 g/cm3) und HDPE (Polyethylen ho her Dichte, das
durch eine Dichte höher
als 0,935 g/cm3 gekennzeichnet ist) ein.
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Der
Begriff "Ethylen/α-Olefin-Copolymer" bezieht sich hier
auf Co- oder Terpolymere von Ethylen mit einem oder mehreren (C4- bis C8)-α-Olefinen,
wie Buten-1, Hexen-1, 4-Methylpenten-1 und Octen-1. Der Begriff
schließt
solche heterogenen Materialien wie lineares Polyethylen niedriger
Dichte (LLDPE mit einer Dichte zwischen 0,915 und 0,925 g/cm3), lineares Polyethylen mittlerer Dichte
(LMDPE mit einer Dichte höher
als 0,925 g/cm3) und Polyethylen sehr niedriger
Dichte (VLDPE mit einer Dichte von weniger als 0,915 g/cm3) sowie homogene Polymere ein, wie Ziegler-Natta-katalysierte
homogene Polymere sowie metallocenkatalysierte homogene Polymere.
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Der
Begriff "modifizierte
Polyolefine" schließt hier
modifizierte Polymere ein, die durch Copolymerisieren des Homopolymers
oder Copolymers des Olefins mit ungesättigter Carbonsäure, z.
B. Maleinsäure,
Fumarsäure
oder dergleichen, oder einem Derivat davon wie dem Anhydrid, Ester
oder Metallsalz oder dergleichen, oder durch Einbau von ungesättigter
Carbonsäure,
z. B. Maleinsäure,
Fumarsäure
oder dergleichen, oder Derivats davon, wie dem Anhydrid, Ester oder
Metallsalz oder dergleichen, in das Olefinhomopolymer oder -copolymer
hergestellt sind.
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Die
Formulierung "Verbindungsschicht" bedeutet hier jede
innere Schicht mit dem Hauptzweck, zwei Schichten aneinander zu
kleben. Verbindungsschichten umfassen im Allgemeinen unpolares oder
leicht polares Polymer mit darauf gepfropfter polarer Gruppe. Vorzugsweise
umfassen Verbindungsschichten mindestens ein Mitglied ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Polyolefin und modifiziertem Polyolefin,
z. B. Ethylen/Vinylacetat-Copolymer, modifiziertem Ethylen/Vinylacetat-Copolymer,
heterogenem und homogenem Ethylen/α-Olefin-Copolymer und modi fiziertem
heterogenem und homogenem Ethylen/α-Olefin-Copolymer; insbesondere
umfassen Verbindungsschichten mindestens ein Mitglied ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus anhydridgepfropftem linearem Polyethylen
niedriger Dichte, anhydridgepfropftem Polyethylen niedriger Dichte,
homogenem Ethylen/α-Olefin-Copolymer
und anhydridgepfropftem Ethylen/Vinylacetat-Copolymer.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
Siegelschicht der erfindungsgemäßen Folie
umfasst 50 Gew.-% oder mehr Polymer ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus Polyethylen und Ethylen/α-Olefin-Copolymeren
mit einer Dichte ≥ 0,915
g/cm3.
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Vorzugsweise
umfasst die Siegelschicht mindestens ein Ethylen/α-Olefin-Copolymer
mit einer Dichte ≥ 0,915
g/cm3. Bevorzugte Polymere sind heterogene
oder homogene Polymere mit einer Dichte zwischen 0,915 bis 0,935
g/cm3, und jene mit einer Dichte von 0,917
bis 0,930 g/cm3 sind besonders bevorzugt.
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Der
Schmelzindex der beim Aufbau der Siegelschicht in der erfindungsgemäßen Folie
zu verwendenden Polymere liegt im Allgemeinen im Bereich zwischen
0,1 und 5 g/10' und
vorzugsweise zwischen 0,5 und 2,5 g/10'. Schmelzindex (MFI) wird gemäß ASTM D1238
Bedingung E (2,16 kg Last bei 190°C)
gemessen.
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Im
Allgemeinen können
diese Polymere mit einem oder mehreren anderen Polymeren gemischt
werden, die damit verträglich
sind, wie Polyolefinpolymeren. Diese Gemische umfassen 50 Gew.-%
oder mehr, vorzugsweise 70 Gew.-% oder mehr und besonders bevorzugt
80 Gew.-% oder mehr Polyethylen und/oder Ethylen/α-Olefin-Copolymer
mit einer Dichte ≥ 0,915
g/cm3.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung besteht die Siegelschicht im Wesentlichen
aus Polyethylen und/oder Ethylen/α-Olefin-Copolymer
mit einer Dichte ≥ 0,915
g/cm3.
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
besteht die Siegelschicht im Wesentlichen aus einer Mischung aus
mindestens 80 Gew.-% Polyethylen und/oder Ethylen/α-Olefin-Copolymer
mit einer Dichte ≥ 0,915
g/cm3 und bis zu 20 Gew.-% von einem oder
mehreren Polymeren ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Ethylen/Vinylacetat-Copolymeren, Ethylen/Alkylacrylat-Copolymeren,
anhydridgepfropften Ethylen/Alkylacrylat-Copolymeren, Ethylen/Alkylmethacrylat-Copolymeren,
anhydridgepfropften Ethylen/Alkylmethacrylat-Copolymeren, Ethylen/Acrylsäure-Copolymeren,
Ethylen/Methacrylsäure-Copolymeren
und Ethylen/Maleinsäureanhydrid/Alkyl(meth)acrylat-Terpolymeren.
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Die
Siegelschicht ist in der Regel mindestens 4 μm dick, vorzugsweise mindestens
7 μm und
besonders bevorzugt mindestens 9 μm
dick. Die Dicke der Siegelschicht kann in Abhängigkeit von der Gesamtfoliendicke
und der Anzahl der Schichten in der Struktur im Allgemeinen im Bereich
von etwa 4 bis etwa 25 μm liegen.
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Erfindungsgemäße Folien
sind vorzugsweise Mehrschichtfolien, die außer der Siegelschicht wie oben beschrieben
mindestens eine Kerngasbarriereschicht und eine äußere Schutzschicht umfassen.
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Das
Gas, das die Hauptprobleme verursacht, ist Sauerstoff, und die Durchlässigkeit
wird als ausreichend niedrig angesehen, d. h. das Gasbarrierematerial
ist relativ gasundurchlässig,
wenn die Durchlässigkeit unter
100 cm3/Tag·m2·atm (101
cm3/Tag·m2·bar) liegt,
gemessen nach den Verfahren von ASTM D3985 bei 23°C und 100%
relativer Feuchtigkeit. Um Sauer stoffbarriereschichten mit einer
Durchlässigkeit
unter diesem Wert zu erhalten, können
vorteilhaft PVDC oder EVOH, möglicherweise
mit Polyamid oder Copolyamid gemischt, verwendet werden. Die Barriereschicht
umfasst vorzugsweise jedoch EVOH, da dieses Polymer sogar mit hohen
Dosisniveaus bestrahlt werden kann, ohne abgebaut zu werden. Mit
einer EVOH umfassenden Sauerstoffbarriereschicht wird in der Regel
eine bestrahlte, vollständig
coextrudierte Struktur erhalten, wodurch jegliches mögliche Risiko
der Delaminierung verringert wird, das im Fall extrusionsbeschichteter
Strukturen vorhanden sein kann, wenn sie einer drastischen Wärmebehandlung
unterzogen werden.
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Nachdem
das Gasbarriereharz gewählt
worden ist, wird seine Dicke so eingestellt, dass für eine Sauerstoffdurchlässigkeit
unter 100 cm3/Tag·m2·atm (101
cm3/Tag·m2·bar) gesorgt
ist. In der Regel liegt die Dicke der Barriereschicht im Bereich
von etwa 2 bis etwa 10 μm,
vorzugsweise etwa 3 bis etwa 8 μm
und insbesondere etwa 4 bis etwa 7 μm.
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Als äußere Schutzschicht
wird vorzugsweise Feuchtigkeitsbarrierematerial wie Ethylenhomo-
oder -copolymer oder Propylenhomo- oder -copolymer verwendet, insbesondere
wenn Ethylen/Vinylalkohol-Copolymer als Barriereschicht verwendet
wird. Beispielsweise kann die äußere Schutzschicht
Polyethylen, Ethylen/α-Olefin-Copolymer,
Ethylen/Vinylacetat-Copolymer, Ionomer, Gemisch davon mit modifizierten
Polyolefinen, Polypropylen, Propylen/Ethylen-Copolymer, usw. umfassen.
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung umfasst die äußere Schutzschicht
Ethylen/Vinylacetat-Copolymer. In einer am meisten bevorzugten Ausführungsform
umfasst die äußere Schutzschicht
Ethylen/Vinylacetat-Copolymer mit einem Vinylacetatgehalt von etwa
4 bis etwa 14 Gew.-% und insbesondere etwa 5 bis etwa 9 Gew.-%,
vorzugsweise mit einem Schmelzindex unter 1 g/10 Min, gegebenenfalls
gemischt mit heterogenem oder homogenem Ethylen/α-Olefin-Copolymer mit einer
Dichte von etwa 0,900 bis etwa 0,935 g/cm3.
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Die
Dicke der äußeren Schicht
ist nicht entscheidend und liegt im Allgemeinen zwischen etwa 2
und etwa 35 μm,
vorzugsweise zwischen etwa 6 und etwa 30 μm und insbesondere zwischen
etwa 10 und etwa 25 μm.
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Zusätzliche
Schichten, wie beispielsweise Verbindungsschichten zur Verbesserung
der Adhäsion
der Schichten untereinander, oder raumerfüllende Strukturschichten, um
die Gesamtstruktur mit den gewünschten mechanischen
Eigenschaften zu versehen, oder Schrumpfschichten, um die Schrumpfeigenschaften
der wärmeschrumpfbaren
Folien zu verbessern, können
vorhanden sein, wie im Stand der Technik bekannt ist.
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Falls
die Struktur Verbindungsschichten enthält, liegt ihre Dicke im Allgemeinen
zwischen etwa 0,5 und etwa 7 μm
und vorzugsweise zwischen etwa 2 und etwa 5 μm.
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Nicht
einschränkende
Beispiele für
geeignete bevorzugte Strukturen sind beispielsweise 5-, 6- oder 7-Lagenstrukturen
des folgenden Typs:
Siegel/Verbindungs/Gasbarriere/Verbindungs/äußere Schutzschicht
Siegel/innere
Struktur/Verbindungs/Gasbarriere/Verbindungs/äußere Schutzschicht
Siegel/Verbindungs/innere
Struktur/Gasbarriere/Verbindungs/äußere Schutzschicht,
wobei
die innere Strukturschicht, die die gleiche wie die äußere Strukturschicht
sein kann oder sich von dieser unterscheiden kann, ein oder mehrere
Polymere ausgewählt
aus der Gruppe der Polyolefine, Polyamide und Copolyamide umfassen
kann.
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Vorzugsweise
ist die erfindungsgemäße Folie
wärmeschrumpfbare
Folie.
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Bestrahlung
kann unter Verwendung von Hochenergieelektronen bewirkt werden.
Vorzugsweise wird Elektronenbestrahlung bis zu einem Dosierungsniveau
von etwa 200 kGy verwendet. Die Bestrahlungsquelle kann jeder Elektronenstrahlgenerator
sein, der im Bereich von etwa 150 V bis etwa 6 MV mit einer Leistungsabgabe
arbeitet, die in der Lage ist, die gewünschten Dosierungen zu liefern.
Viele Vorrichtungen zum Bestrahlen von Folien sind Fachleuten bekannt.
Bestrahlung wird üblicherweise
mit einer Dosierung von 50 bis 160 kGy, vorzugsweise einer Dosierung
von 60 bis 150 kGy und insbesondere einem Dosierungsniveau von 70
bis 140 kGy durchgeführt.
Bestrahlung kann zweckmäßig bei
Raumtemperatur durchgeführt
werden, obwohl höhere
und niedrigere Temperaturen, beispielsweise 0°C bis 60°C, verwendet werden können. Im
Fall von wärmeschrumpfbaren
Folien wird wie bereits gesagt Bestrahlung vorzugsweise mit dem
Primärband
vor der Orientierung durchgeführt,
da die Bestrahlung den Hauptzweck der Verbesserung der Blasenstabilität hat. Falls dies
jedoch nicht nötig
ist, kann Bestrahlung zur Verbesserung der Strukturfestigkeit auch
nach der Orientierung durchgeführt
werden.
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Die
erfindungsgemäßen Folien
können
nach konventionellen Fertigungsverfahren hergestellt werden, durch
Extrusion, Coextrusion oder Extrusionsbeschichtung durch eine Rund-
oder Flachdüse,
gefolgt von Bestrahlung. Die Folie wird jedoch wie bereits gesagt
vorzugsweise durch Coextrusion gefertigt. Wenn gemäß einer
sehr bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung eine wärmeschrumpfbare
Folie erwünscht
ist, wird das so erhaltene Primärband
gequencht und orientiert, entweder im Fall der Extrusion durch eine
Flachdüse
mittels Spannrahmen oder im Fall der Extrusion durch eine Runddüse nach
einem Schlauchori entierungsverfahren. Bestrahlung wird vorzugsweise
vor der Orientierung durchgeführt,
kann in einigen Fällen
jedoch auch nach der Orientierung durchgeführt werden.
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Die
Koronabehandlung der Siegelschicht wird unmittelbar vor Umwandlung
der Folienlage oder des Schlauchmaterials in Behälter, indem die Folie an sich
selbst impulsgesiegelt wird, durchgeführt. Sie wird in konventioneller
Weise durchgeführt.
Wenn die Folie in Form von nahtlosem Schlauchmaterial vorliegt,
wird Koronabehandlung der innersten Schicht durchgeführt, indem
das Schlauchmaterials mit Gas wie Luft oder anderen Gasen wie Stickstoff,
Kohlendioxid, Sauerstoff, Ozon, usw. und deren Mischungen in einer
ausreichenden Menge, um den Kontakt der Innenflächen des Schlauchs zu verhindern,
aufgeblasen wird, während
das Schlauchmaterial in im Wesentlichen flachem Zustand gehalten
wird, und die Koronaentladungsbehandlung der innersten Siegelschicht
wird von der Außenseite
durchgeführt,
indem mindestens eine Entladungselektrode und eine Gegenelektrode
in der Nähe
der oberen und unteren Außenflächen des
aufgeblasenen Schlauchmaterials positioniert werden, der Abstand
zwischen den Elektroden geeignet eingestellt wird, um die Außenflächen des
aufgeblasenen Schlauchmaterials zu kontaktieren, und Elektrizität von der
Entladungselektrode an die Gegenelektrode durch das aufgeblasene
Schlauchmaterial entladen wird, wie im Stand der Technik bekannt
ist.
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Das
optimale Koronabehandlungsniveau hängt von der Art, Dicke und
Zufuhrgeschwindigkeit der Folie ab, die Koronabehandlung erhalten
soll. Es hat sich herausgestellt, dass die Verbesserung der Siegelbarkeit erhalten
wird, wenn die Bedingungen für
die Koronaentladungsbehandlung eingestellt werden, so dass die Behandlung
die Oberfläche
der Siegelschicht mit einer Nasszugfestigkeit von mindestens 30
dyne/cm (0,03 N/m), vorzugsweise mindestens 35 dyne/cm (0,035 N/m),
insbesondere mindestens 40 dyne/cm (0,04 N/m) versieht. Das Koronabehandlungsenergieniveau,
das im Allgemeinen mit der erfindungsgemäßen Folie verwendet wird, beträgt in der
Regel etwa 150 bis etwa 500 mA. Es können auch jedoch niedrigere
oder höhere
Energieniveaus geeigneterweise verwendet werden, um die Folienoberfläche mit
der gewünschten
Nasszugfestigkeit zu versehen.
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Das
erhaltene Schlauchmaterial wird dann in Beutel überführt, indem Längen der
Schlauchfolie geschnitten und diese Längen quer gesiegelt werden,
um Beutel mit Endsiegelung oder Bodensiegelung zu erhalten. Alternativ
wird das Schlauchmaterial in einer solchen Weise geschnitten und
gesiegelt, um Beutel mit Seitensiegelung zu erhalten.
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Die
aus der erfindungsgemäßen Folie
erhaltenen Beutel zeigen hervorragende Eigenschaften hinsichtlich
Kalt- und Heißsiegelfestigkeit.
Wenn daher solche Beutel zum Nahrungsmittelverpacken verwendet werden,
wird die Nahrungsmittelware in den Beutel getan, Vakuum an die Packung
angelegt und diese durch Heißsiegelung
oder Klemmen verschlossen, und die Packung kann dann verschiedenen
Wärmebehandlungen wie
Garen bei einer Temperatur bis zu etwa 85°C für mehrere Stunden oder Pasteurisierungsbehandlung
bei 95°C
für eine
Stunde unterzogen werden. Die Beutel halten diese Behandlungen aus,
ohne eine Beschädigung oder
Schwächung
der Siegelung zu zeigen.
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Die
folgenden Beispiele dienen lediglich zur Veranschaulichung der Erfindung
und sollen ihren Anwendungsbereich nicht einschränken.
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Die
folgenden Abkürzungen
sind in den folgenden Beispielen zur Identifizierung der Materialien
verwendet worden:
PE1 Heterogenes Ethylen/α-Olefin-Copolymer mit d = 0,920
g/cm3 und MI = 0,8 bis 1,2 g/10 Min (DOWLEXTM 2045E von Dow Chemical Co.).
PE2
Homogenes Ethylen/α-Olefin-Copolymer
mit d = 0,923 g/cm3 und MI = 0,85 g/10 Min
(AFFINITYTM XU59900.00 von Dow Chemical
Co.).
PE3 Heterogenes Ethylen/α-Olefin-Copolymer mit d = 0,920
g/cm3 und MI = 4,4 g/10 Min (STAMYLEXTM 1046F von DSM).
PE4 Homogenes Ethylen/α-Olefin-Copolymer
mit d = 0,918 g/cm3 und MI = 3 g/10 Min
(AFFINITYTM DSL 1515-00 von Dow Chemical
Co.).
PEC Heterogenes Ethylen/α-Olefin-Copolymer mit d = 0,911
g/cm3 und MI = 5,7 bis 7,5 g/10 Min (STAMYLEXTM 08-076F von DSM).
LG1 Anhydridmodifizierter
Kleber auf EVA-Basis mit MI = 0,9 bis 1,3 g/10 Min (BYNELTM 3062 von DuPont).
EVA1 EVA (6% VA)
mit MI = 2,5 g/10 Min (ESCORENETM FL 00206
von Exxon).
EVA2 EVA (13% VA) mit MI = 2,5 g/10 Min (ESCORENETM FL 00212 von Exxon).
EVA3 EVA (13%
VA) mit MI = 0,4 g/10 Min (EVATANETM 1003
VN 4 von Elf Atochem).
EBA Ethylen/Butylacrylat-Copolymer (7%
BA) mit MI = 1,1 g/10 Min (NCPE-6472 von Borealis).
EMAA Ethylen/Methacrylsäure-Copolymer
(12% MAA) mit MI = 1,4 bis 2,0 g/10 Min (NUCRELTM 1202
von DuPont).
BL1 Gemisch aus PE1 (80 Gew.-%) und EVA3 (20 Gew.-%).
BL2
Gemisch aus PE1 (80 Gew.-%) und EMAA (20 Gew.-%).
BL3 Gemisch
aus PE1 (80 Gew.-%) und EBA (20 Gew.-%).
EVOH Ethylen/Vinylalkohol-Copolymer
mit 44 Mol.-% Ethylengehalt und MI = 4,9 bis 6,1 g/10 Min (EVALTM EP-E105A von Marubeni).
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BEISPIELE 1 BIS 9
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6-Schichtfolien
der allgemeinen Struktur A/B/C/D/C/E, wobei die für die verschiedenen
Schichten verwendeten Harze wie in der folgenden Tabelle I angegeben
sind, wurden durch Coextrusion aus einer Runddüse hergestellt, gefolgt von
raschem Abschrecken mit kaltem Wasser, Bestrahlung auf das in Tabelle
I angegebene Dosierungsniveau, Erhitzen mit heißem Wasser (96°C) und biaxiale
Orientierung bei dieser Temperatur mit Streckverhältnissen
von 2,8 × 3,4
(MD × TD).
Die Dicke der fertigen Folie betrug 60 μm, und das Verhältnis zwischen
den Schichten war 3/3/1/1/1/5. Die Siegelschichten des erhaltenen
Schlauchmaterials wurden dann mit 240 mA koronabehandelt.
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VERGLEICHSBEISPIELE 1
BIS 9
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Die
Folien der Vergleichsbeispiele (CE) 1 bis 9 wurden erhalten, indem
genau das gleiche Verfahren wie in den Beispie len 1 bis 9 nachgearbeitet
wurde, die Koronabehandlung jedoch unterblieb.
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Die
Schlauchfolien der Beispiele 1 bis 9 und der Vergleichsbeispiele
1 bis 9 sind nach einem kontinuierlichen Verfahren in 300 × 500 mm
Beutel mit Endsiegelung umgewandelt worden. Die Beutelherstellungsmaschine
wurde mit 120 Beuteln/Minute betrieben, und der Impuls des Siegelungsdrahts
wurde auf 14,5 A eingestellt. Kalt- und Heißsiegelfestigkeit der erhaltenen
Beutel wurden nach den hier angegebenen Verfahren In-line und in
einigen Fällen
auch nach 3 Wochen Alterung bewertet.
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Die
Kaltsiegelfestigkeit wurde nach dem Test der Parallelplatten (PP)
bewertet, bei dem ein Beutel zwischen zwei Platten eingeschlossen
ist, die einen spezifizierten Abstand voneinander haben, und aufgeblasen wird,
bis die Siegelung versagt. Das Druckniveau im Inneren des Beutels
am Versagenspunkt ist ein Maß für die Qualität der Siegelung.
Die Ergebnisse dieses Tests werden in Zoll Wasserdruck (IOWP) angegeben.
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Die
Heißsiegelfestigkeit
ist nach dem Test der Heißplatzens
bei variablem Druck (Variable Pressure Hot Burst; VPHB) bewertet
worden, der vorsieht, dass ein sauber versiegelter Beutel auf einen
spezifizierten Verweildruck aufgeblasen und die Siegelfläche in heißes Wasser
bei 85°C
eingetaucht wird. Nach 10 Sekunden wird der Druck im Inneren des
Beutels mit einer spezifizierten Rate erhöht, die im Bereich von 1 bis
7 Zoll Wasser/Sekunde (2,49 bis 17,43 mBar/s) liegt. Der Druck beim
Platzen ist ein Maß für die Siegelqualität. Die Ergebnisse
sind in mBar angegeben.
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Die
in diesen Tests erhaltenen Ergebnisse werden in der folgenden Tabelle
II zusammengefasst: Tabelle
II
- n. d.
- nicht bestimmt
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VERGLEICHSBEISPIEL 10
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Die
Geschwindigkeit der Beutelherstellungsmaschine wurde von 120 Beuteln/Minute
auf 100, 90 und 80 Beutel/Minute gedrosselt, und die Siegelleistung
wurde von 14,5 auf 16,5 A erhöht,
und die Ergebnisse des VPHB für
die Folie von Vergleichsbeispiel 1 blieben immer unter 50 mBar.
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VERGLEICHSBEISPIELE 11
UND 12
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Eine
Sechsschichtfolie, die sich von derjenigen von Beispiel 1 in der
Siegelschicht unterschied, die PEC anstelle von PE1 umfasste, wurde
gemäß dem unter
Beispielen 1 bis 9 beschriebenen Verfahren erhalten, mit 75 kGy
(Vergleichsbeispiel 11) bestrahlt. Durch einfaches Unterlassen der
Koronabehandlung wurde Vergleichsbeispiel 12 erhalten. Die beiden
Folien wurden in Beutel mit Endsiegelung umgewandelt, und die Kaltsiegelfestigkeit
und die Heißsiegelfestigkeit
wurden wie in Vergleichsbeispielen 1 bis 9 beschrieben bewertet.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle III wiedergegebenen.
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Es
wurde somit keine Verbesserung der Siegelfestigkeit der bestrahlten
Struktur beobachtet, wenn Ethylen/α-Olefin mit einer Dichte < 0,915 g/cm3 verwendet wurde.
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BEISPIEL 13
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10
Beutel (300 × 500
mm) wurden mit der Folie von Beispiel 1 hergestellt, und 10 Beutel
mit der gleichen Größe wurden
mit der Folie von Vergleichsbeispiel 1 hergestellt. Sie wurden alle
mit 2,1 L Wasser gemischt mit 20 cm3 Olivenöl gefüllt, versiegelt
und in einem simulierten Test für
Garen in der Verpackung getestet, wobei die Beutel in heißem Wasser
bei der in der folgenden Tabelle IV angegebenen Temperatur und für die in
der folgenden Tabelle IV angegebene Zeit eingetaucht wurden.
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BEISPIEL 14
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Die
Folie von Beispiel 14 wurde erhalten, indem das Verfahren von Beispiel
1 nachgearbeitet wurde, jedoch mit 450 mA anstelle von 240 mA koronabehandelt
wurde. Die Siegelqualität
der erhaltenen Struktur, bewertet nach den Parallelplatten- und den Heißplatztests
bei variablem Druck, ist etwas besser als diejenige der Struktur
von Beispiel 1.