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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Digitalphotographievorrichtungen
und insbesondere auf eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des ersten
Anspruches.
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Bei
einer Digitalphotographievorrichtung, und insbesondere einer digitalen
Standbildkamera (oder DSC), wird ein Bild einer tatsächlichen
Szene durch eine Matrix von digitalen Werten dargestellt (ein digitales
Bild). Das digitale Bild kann zu einem Computer übertragen, an ein Netzwerk
gesendet, oder auf einem Fernsehbildschirm angezeigt werden, ohne
das photographische Drucken auf einem physikalischen Träger und
nachfolgende Digitalisierung zu erfordern. Digitale Bilder, die
zu dem Computer übertragen
werden, können
mit der Verwendung geeigneter Programme verarbeitet werden und direkt
durch einen Benutzer gedruckt werden; dies eliminiert die Kosten
von Filmen und des Entwickelns und reduziert die Zeit, die erforderlich
ist, um die Photographien zu erzeugen.
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Digitale
Bilder werden typischerweise einem Komprimierungsprozess unterzogen,
um die Anzahl von Bildern zu erhöhen,
die gleichzeitig in einem internen Speicher der Kamera gespeichert
werden können.
In Kameras, die einen proprietären
Komprimierungsalgorithmus verwenden, wie z. B. denjenigen, der durch
Kodak entwickelt wurde, werden die digitalen Bilder, die typischerweise
teilweise durch einen Lichtsensor aufgenommen werden, sofort komprimiert
und dann in dem internen Speicher gespeichert, um den Komprimierungsprozess
zu optimieren. Ein Nachteil dieser Lösung ist, dass dieselbe immer
einen Computer erfordert zum Dekomprimieren und möglicherweise
Verarbeiten der digitalen Bilder und zum Austauschen der digitalen
Bilder mit Benutzern, die andere Geräte verwenden.
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Bei
einer anderen bekannten Struktur, die einen Standardkomprimierungsalgorithmus
verwendet, wie z. B. den JPEG-Algorithmus,
werden die Teildaten, die durch den Lichtsensor aufgenommen werden,
interpoliert, um ein tatsächliches
digitales Bild zu erzeugen; die digitalen Bilder werden dann komprimiert
und in dem internen Speicher gespeichert. Die komprimierten Bilder
können
direkt zu anderen Benutzer gesendet werden oder zu einem Computer übertragen
werden, um dekomprimiert und angezeigt zu werden durch die meisten
verfügbaren
Bildverarbeitungsgeräte.
Diese Lösung
erfordert jedoch auch einen Computer, um in der Lage zu sein, die
digitalen Bilder zu dekomprimieren und zu verarbeiten, und in der
Lage zu sein, dieselben an andere Geräte zu senden.
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Die
WO-A-95/16323 offenbart eine Digitalphotographievorrichtung in der
Form einer Sofortbildkamera.
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Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die vorher erwähnten Nachteile
zu vermeiden. Um diese Aufgabe zu erreichen, wird eine Digitalphotographievorrichtung,
wie sie in dem ersten Anspruch beschrieben ist, vorgeschlagen.
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Die
Vorrichtung der vorliegenden Erfindung verarbeitet die digitalen
Bilder direkt intern und erfordert daher keinen externen Computer.
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Diese
Vorrichtung hat eine Architektur, die nicht von der Technik abhängt, die
zum Komprimieren der digitalen Bilder verwendet wird, und ist für die Verwendung
jedes proprietären
oder Standard-Algorithmus geeignet.
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Weitere
Charakteristika und Vorteile der Digitalphotographievorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung
werden offensichtlicher von der folgenden Beschreibung eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels
derselben, gegeben durch ein nicht begrenzendes Beispiel, mit Bezugnahme
auf die angehängten
Zeichnungen.
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1 ist
ein Basisblockdiagramm einer Digitalphotographievorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung,
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2 zeigt
die Struktur der Bildverarbeitungseinheit von 1 näher.
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Mit
besonderer Bezugnahme auf 1 zeigt diese
eine Digitalphotographievorrichtung 100, die insbesondere
aus einer digitalen Standbildkamera besteht; die vorliegende Erfindung
ist jedoch auch geeignet für
die Verwendung in unterschiedlichen Anwendungen, wie z. B. einer
digitalen Videokamera, einem tragbaren Scanner und dergleichen.
Die Digitalkamera 100 umfasst eine Digitalbildaufnahmeeinheit,
die einen Satz von Linsen 110 umfasst, und eine Blende 115 zum
Liefern eines Bilds einer tatsächlichen
Szene an einen Lichtsensor 120. Wenn eine Photographie
aufgenommen wird, wird die Blende 115 geöffnet und
das Licht, das dem Bild entspricht, das aufzunehmen ist, wird durch
die Linsen 110 für eine
bestimmte Zeitperiode auf den Lichtsensor 120 fokussiert.
Der Lichtsensor 120 umfasst typischerweise ein ladungsgekoppeltes
Bauelement (oder CCD); ein CCD ist eine integrierte Schaltung, die
eine Matrix aus lichtempfindlichen Zellen enthält, von denen jede ein elektrisches
Signal erzeugt (beispielsweise eine Spannung), deren Intensität proportional ist
zu der Belichtung der lichtempfindlichen Zelle. Das elektrische
Signal, das durch jede lichtempfindliche Zelle erzeugt wird, wird
durch einen geeigneten Analog/Digital-Wandler (A/D) in einen digitalen
Wert umgewandelt, der ein Flächenelement
des Bildes (ein Pixel) darstellt. Um ein Farbbild zu erhalten, wird
das Licht in verschiedene Komponenten zerlegt, die typischerweise
den Farben Rot, Blau und Grün
(oder RGB) entsprechen. Entsprechend jedem Flächenelement des Bildes gibt
es drei Zellen, die jeweils empfindlich sind gegenüber den
Wellenlängen
von rotem, blauem und grünem
Licht, um Werte zu erhalten, die die relativen RGB-Komponenten für jedes
Pixel anzeigen. Um die Anzahl von lichtempfindlichen Zellen zu reduzieren, erfasst
der Lichtsensor 120 im Allgemeinen nicht alle RGB-Komponenten in jedem
Pixel; beispielsweise werden in der Hälfte der Pixel nur die G-Komponenten
erfasst, und in der andern Hälfte werden
nur die R- und B-Komponenten erfasst. Das so erfasste digitale Bild
weist Unschärfe
auf, die eliminiert wird (wie es nachfolgend beschrieben wird) durch
Interpolation der Teildaten, die durch den Lichtsensor 120 erfasst
werden. Eine Einheit 125 steuert den Digitalbildaufnahmeprozess
und sendet geeignete Steuersignale an die Linsen 110, die
Blende 115 und den Lichtsensor 120.
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Die
Kamera 100 umfasst eine Komprimierungs-/Dekomprimierungseinheit 130,
die ein komprimiertes digitales Bild erzeugen kann (beispielsweise durch
Reduzieren der Menge zugeordneter Daten um einen Faktor von mehreren
10) und nachfolgend das komprimierte Bild dekomprimieren kann. Bei
der Kamera 100 gemäß der vorliegenden
Erfindung kann die Komprimierungs-/Dekomprimierungseinheit 130 entweder
einen proprietären
Komprimierungsalgorithmus verwenden, wie z. B. denjenigen, der von
Kodak entwickelt wurde, oder einen Standardkomprimierungsalgorithmus,
wie z. B. den JPEG-Algorithmus. Die Komprimierungs-/Dekomprimierungseinheit 130 ist
mit einem Speicher 135 verbunden, um die digitalen Bilder
in komprimierter Form zu speichern. Typischerweise besteht der Speicher 135 aus einem
dynamischen Speicher, der eine Kapazität von einigen Mbytes hat und
mehrere zehn komprimierte digitale Bilder speichern kann; alternativ
ist der Speicher ein Flash-EPROM, der die Daten auch in Abwesenheit
einer Stromzufuhr speichert und zusätzliche externe Speicherkarten
mit Kapazitäten
von einigen zehn Megabyte können
ebenfalls verwendet werden.
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Eine
Bildverarbeitungseinheit (oder IPU) 140 ist in der Kamera 100 gemäß der vorliegenden
Erfindung vorgesehen und weist einen ersten Eingang (IN1) und einen
zweiten Eingang (IN2) auf, die jeweils mit der Komprimierungs-/Dekomprimierungseinheit 130 und
dem Lichtsensor 120 verbunden sind; ein erster Ausgang
(OUT1) und ein zweiter Ausgang (OUT2) sind jeweils mit der Komprimierungs-/Dekomprimierungseinheit 130 und
mit der Aufnahmesteuereinheit 125 verbunden. Der Lichtsensor 120 ist
auch direkt mit der Komprimierungs-/Dekomprimierungseinheit 130 verbunden,
so dass die IPU ausgeschlossen (umgangen) werden kann. Die IPU 140 weist
vorzugsweise einen dritten Ausgang (OUT3) auf, der mit einer Schnittstelleneinheit 145 verbunden
ist, für
die Verbindung mit externen Geräten,
wie z. B. einem Personalcomputer (PC) 150, einem Fernsehgerät 155 oder
einem Modulator/Demodulator (Modem) 160 für die Verbindung
mit einem Netzwerk, wie z. B. dem Internet. Die Schnittstelle 145 ist
auch mit einem Sucher 165 verbunden, der vorzugsweise durch
eine Flüssigkristallvorrichtung
(oder LCD) gebildet ist. Der Sucher 165 wirkt als ein Bildsucher,
wenn Photographien aufgenommen werden, um das Bild zu reproduzieren,
das aufgenommen wird. Der Sucher 165 ermöglicht es
vorzugsweise auch, dass die Photographien im Voraus angeschaut werden
können;
in diesem Fall kann ein Benutzer die besten Bilder auswählen und
unmittelbar diejenigen löschen,
die nicht erforderlich sind. Es sollte angemerkt werden, dass die
Komprimierungs-/Dekomprimierungseinheit 130 und die IPU 140 (und
möglicherweise
auf die Schnittstelle 145) bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung in integrierter Form auf einem einzigen
Chip aus Halbleitermaterial hergestellt sind.
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Eine
zentrale Verarbeitungseinheit (oder CPU) 170 steuert die
unterschiedlichen Operationen der verschiedenen Komponenten der
digitalen Kamera 100 durch geeignete Pulse. Die CPU 170 ist
mit einem Eingabegerät 175 verbunden,
das beispielsweise aus einem Satz von Druckknöpfen besteht, um es dem Benutzer
zu ermöglichen,
die verschiedenen Funktionen der Digitalkamera 100 auszuwählen.
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Mit
Bezugnahme auf 2 (die bereits in 1 gezeigten
Elemente sind mit den gleichen Bezugszeichen oder Symbolen bezeichnet),
ist der Eingang IN2 mit der Einheit 205 ver bunden zum Verbessern
der Ausgabe des Lichtsensors 120; die Einheit 205 modifiziert
typischerweise das aufgenommene digitale Bild durch einen Interpolationsprozess,
leitet die fehlenden RGB-Komponenten ab, um Unschärfe zu eliminieren,
und erhöht
die Anzahl von Pixeln, um die Auflösung durch bekannte und herkömmliche Techniken
zu verbessern. Ein Ausgang TEMP1 der Interpolationseinheit 205 ist
mit einem ersten Eingang einer Multiplexerschaltung 210 verbunden,
deren zweiter Eingang direkt mit dem Eingang IN1 der IPU 140 verbunden
ist; der Multiplexer 210 überträgt einen der beiden Eingänge zu einem
Ausgang des Multiplexers 210 gemäß einem geeigneten Steuersignal
CO-DECOD, das an den Auswahleingang des Multiplexers angelegt ist.
Der Ausgang des Multiplexers 210 ist mit einer Segmentierungseinheit 220 verbunden,
die das digitale Bild in mehrere Regionen unterteilt, und für jede Region
verschiedene Parameter ableitet, wie z. B. den Hochfrequenzinhalt,
die mittlere Helligkeit und dergleichen. Ein Einheit 225 zum
automatischen Bestimmen des Fokus (Autofokus) und der Belichtung
(Autobelichtung) ist mit dem Ausgang des Multiplexers 210 und
mit einem Ausgang der Segmentierungseinheit 220 verbunden;
die Werte, die durch die Segmentierungseinheit 220 bestimmt
werden, werden auf geeignete Weise gewichtet auf der Basis der Charakteristika
des Bildes, um die optimalen Fokus- und Belichtungsparameter zu bestimmen. „Fuzzy"-Logiktechniken,
wie sie beispielsweise beschrieben sind in Shimizu u. a. „A New Algorithm
for Exposure Control Based on Fussy Logic for Video Camera", IEEE Transactions
on Consumer Electronics, Bd. 38, Nr. 3, S. 617–623, August 1992 und in Haruki
u. a., „Video
Camera System Using Fuzzy Logic",
IEEE Transactions on Consumer Electronics, Bd. 38, Nr. 3, S. 624–634, August
1992, werden vorzugsweise für
diesen Zweck verwendet. Ein Ausgang der Autofokus- und Autobelichtungseinheit 225 ist
mit dem Ausgang OUT2 der IPU 140 verbunden, um diese Parameter
an die Aufnahmesteuereinheit 125 zu liefern.
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Ein
Signalausgang durch den Multiplexer 210 wird auch an eine
Berechnungseinheit 230 angelegt, die ein Histogramm der
Frequenzverteilung des Bildes erzeugt. Eine automatische Belichtungskorrektureinheit 235 ist
mit dem Ausgang des Multiplexers 210 und mit einem Ausgang
der Berechnungseinheit 230 verbunden; das digitale Bild
wird auf der Basis der Daten des Histogramms modifiziert, das durch
die Berechnungseinheit 230 erzeugt wird, um Belichtungsprobleme
zu korrigieren, wie z. B. Hintergrundbeleuchtung oder übermäßige Beleuchtung von
vorne. Eine Weißabgleicheinheit 240 ist
mit einem Ausgang der Belichtungskorrektureinheit 235 und
mit dem Ausgang der Berechnungseinheit 230 verbunden; das
digitale Bild ist ferner modifiziert, um die Farbverschiebung des
Lichts nach Rot (rötlich) oder
nach Blau (bläulich)
zu korrigieren, abhängig von
der Farbtemperatur der Lichtquelle. Wie bei dem oben beschriebenen
Fall werden „Fuzzy"-Logiktechniken ebenfalls
vorzugsweise in diesen Einheiten verwendet. Es sollte jedoch angemerkt
werden, dass die vorliegende Erfindung auch mit anderen oder weiteren
Einheiten implementiert werden kann zum Steuern des Digitalbildaufnahmeprozesses.
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Die
IPU 140 enthält
auch eine Rauschpegelschätzungseinheit 245,
die mit dem Ausgang der Belichtungskorrektureinheit 235 und
mit einem Ausgang der Weißabgleicheinheit 240 verbunden
ist; die Einheit 245 erzeugt eine Schätzung des Rauschens abhängig von
der Helligkeit des digitalen Bildes. Eine Rauschreduktionseinheit 250 ist
mit dem Ausgang der Weißabgleicheinheit 140 und
mit einem Ausgang der Schätzungseinheit 245 verbunden;
das digitale Bild wird modifiziert auf der Basis der Schätzung, die durch
die Einheit 245 durchgeführt wird, um die Effekte des
Rauschens, das durch den Lichtsensor eingeführt wird, dynamisch zu reduzieren,
abhängig
von dem Rauschpegel und den räumlichen
Charakteristika des Bildes, wie es beispielsweise beschrieben ist in
Nakajima u. a. „A
new Noise Reduction System for Video Camera", IEEE Transactions on Consumer Electronics,
Bd. 37, Nr. 3, S. 213–219,
August 1991 und in G. De Haan u. a. „Memory Integrated Noise Reduction
IC for Television",
IEEE Transactions on Consumer Electronics, Bd. 42, Nr. 2, S. 175–181, Mai 1996.
Es sollte angemerkt werden, dass in diesem Fall die Korrektur, die
ausgeführt
wird, von der Größe der Belichtungskorrektur
abhängt,
die durch die Einheit 235 bewirkt wird, da das Rauschen,
das durch den Lichtsensor eingeführt
wird, von der Helligkeit des Bildes abhängt.
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Die
Einheit 250 ist in Kaskade geschaltet mit einer Farbtonkorrektureinheit 255;
die Einheit 255 korrigiert Änderungen (abhängig von
dem Helligkeitstyp) von einer oder mehreren Farbkategorien, ohne die
anderen Farben des Bildes zu ändern;
insbesondere verbessert dies die Qualität der Darstellung des Hautfarbtons
in einem Porträt,
oder des Himmels und des Grases in einer Landschaft, wie es beispielsweise
beschrieben ist in E. -J. Lee u. a., „Color Enhancement of TV Picture
Using RGB Sensor",
IEEE Transactions on consumer Electronics, Bd. 42, Nr. 2, S. 182–191, Mai
1996. Verschiedene Spezialeffekte, wie z. B. ein Nebeleffekt, ein „Fumé"-Effekt und dergleichen
werden durch eine Einheit 260, die mit einem Ausgang der
Farbtonkorrektureinheit 255 verbunden ist, auf das digitale
Bild aufgebracht. Es sollte jedoch angemerkt werden, dass die vorliegende
Erfindung auch mit anderen oder weiteren Einheiten zum Verbessern
der Qualität
des digitalen Bildes implementiert werden kann.
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Das
digitale Bild, das so durch die Einheiten 230 bis 260 verarbeitet
wurde, wird an einem Ausgang TEMP2 der Spezialeffekteinheit 260 geliefert. Der
Ausgang TEMP2 der Einheit 260 und der Ausgang TEMP1 Der
Interpolationseinheit 205 sind jeweils verbunden mit einem
ersten und einem zweiten Eingang einer Multiplexerschaltung 265,
die einen der beiden Eingänge
zu einem Ausgang einer Multiplexerschaltung 265 überträgt, die
mit dem Ausgang OUT1 der IPU 140 verbunden ist, gemäß dem Steuersignal
CO-DECOD, das an einen Auswahleingang des Multiplexers angelegt
ist.
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Das
Signal an dem Eingang IN1 der IPU 140 und das Steuersignal
CO-DECOD werden auch an eine UND-Logikeinheit 270 angelegt,
ein Ausgang derselben ist mit einer Einheit 275 zum Korrigieren von Änderungen
(wie z. B. eine Mosaikeffekts) verbunden, die durch das Diskrete-Kosinustransformations-
(oder DCD-) Codierungsverfahren eingeführt werden, das bei dem JPEG-Komprimierungsalgorithmus
verwendet wird. Es sollte angemerkt werden, dass die UND-Einheit 270 vorzugsweise
verwendet wird, um jede Fehlfunktion der Einheit 275 aufgrund eines
nichtkohärenten
Eingangssignals zu vermeiden. Ein Beispiel des Aufbaus der Einheit 275 ist
beschrieben in T. Jarske u. a. „Post-Filtering Methods for
Reducing Blocking Effects from Coded Images", IEEE Transactions on Consumer Electronics,
Bd. 40, Nr. 3, S. 521–526,
August 1994.
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Die
IPU 140 umfasst eine weitere Multiplexerschaltung 280 mit
einem ersten und einem zweiten Eingang, die jeweils mit dem Ausgang
TEMP2 der Spezialeffekteinheit 260 und mit einem Ausgang der
Einheit 275 verbunden sind, und einem Auswahleingang, an
das das Steuersignal CO-DECOD angelegt wird. Ein Ausgang des Multiplexers 280 ist
mit einer Filtereinheit 285 verbunden, deren Ausgang direkt
mit dem Ausgang AUS3 der IPU 140 verbunden ist. Die Einheit 285 filtert
das verarbeitet digitale Bild gemäß dem ausgewählten externen
Gerät.
Falls das externe Gerät
beispielsweise ein PC ist, der typischerweise mit einem Drucker
verbunden ist zum Reproduzieren der Photographien, erhöht die Filtereinheit 285 die
Auflösung
des digitalen Bildes durch einen Interpolationsprozess; dieser Prozess
wird vorteilhafterweise auch verwendet, um weitere Verarbeitung
an das digitale Bild anzulegen, wie z. B. einen digitalen Zoom,
eine Änderung
bei dem Verhältnis seiner
Abmessungen (beispielsweise von 4:3 zu 16:9) und dergleichen. Falls
das externe Gerät
das Fernsehgerät
ist, wird das digitale Bild alternativ gefiltert, um den Verlust
der Schärfe
in den Bildern mit stark gesättigten
Farben zu kompensieren, aufgrund einer γ-Korrekturfunktion die typischerweise
an das digitale Bild angelegt wird; die Einheit 285 wird
auch verwendet zum Filtern des digitalen Bildes, damit dasselbe
einen Sucher gesendet wird (165 in 1), beispielsweise
durch Anlegen einer Steuerung des dynamischen Bereichs des Bildes.
Eine Steuereinheit (in der Zeichnung nicht gezeigt) steuert die
verschiedenen Funktionen der IPU 140 und die Kommunikation
mit der CPU (170) in 1.
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Um
den Betrieb der Kamera zu beschreiben, wird angenommen, dass eine
Photographie aufgenommen wird. Falls die Komprimierungs-/Dekomprimierungseinheit 130 einen
Standardalgorithmus (JPEG) verwendet, nimmt das Steuersignal CO-DECOD
einen ersten Wert an (beispielsweise 00). In dieser Situation überträgt der Multiplexer 210 als Ausgangssignal
das Signal, das an den Ausgang TEMP1 angelegt ist, und das aus dem
digitalen Bild besteht, das durch den Lichtsensor 120 aufgenommen
wird, und durch die Einheit 205 geeignet interpoliert wird.
Dieses digitale Bild wird durch die Einheiten 225–260 verarbeitet,
gemäß den Funktionen,
die durch den Benutzer über
die Eingabeeinheit (175 in 1) ausgewählt werden.
Das digitale Bild, das so verarbeitet wird, wird an den Ausgang
TEMP2 geliefert und wird durch den Multiplexer 265 an den
Ausgang OUT1 übertragen;
das verarbeitete digitale Bild wird dann durch die Einheit 130 komprimiert
und in dem Speicher (135 in 1) der Kamera
gespeichert.
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Falls
die Komprimierungs-/Dekomprimierungseinheit 130 einen proprietären Algorithmus (KODAK)
verwendet, nimmt das Steuersignal CO-DECOD einen zweiten Wert an
(beispielsweise 01). In dieser Situation wird das Signal, das an
den Ausgang TEMP1 angelegt ist, auf gleicher Weise verarbeitet wie
in dem vorgehenden Fall. Der Multiplexer 265 überträgt das Signal
an dem Ausgang TEMP1 zu dem Ausgang OUT1, das aus dem digitalen
Bild besteht, das durch den Lichtsensor 120 aufgenommen wird,
oder durch die Einheit 205 interpoliert wird, und dieses
Bild wird komprimiert und gespeichert. Verarbeitungsparameter, die
durch die IPU 140 während der vorhergehenden
Stufe berechnet werden, werden ebenfalls an die Komprimierungs-/Dekomprimierungseinheit 130 geliefert
und werden in einer geeigneten Struktur gespeichert, die dem komprimierten digitalen
Bild zugeordnet ist; insbesondere werden diese Parameter in einer
getrennten Datei oder einem Anfangsabschnitt einer Datei gespeichert,
die das komprimierte digitale Bild enthält, wie es beispielsweise in
dem „FlashPix"-Format vorgesehen ist.
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In
beiden der oben beschriebenen Betriebszustände der IPU 140 wird
das verarbeitete digitale Bild, das an den Ausgang TEMP2 angelegt
wird, vorzugsweise durch den Multiplexer 280 (durch die
Einheit 285) zu dem Ausgang OUT3 übertragen, und dann durch die
Schnittstelleneinheit 145 zu dem Sucher (165 in 1);
es sollte angemerkt werden, dass, falls ein proprietärer Algorithmus
verwendet wird, die Architektur der vorliegenden Erfindung es ermöglicht,
dass das verarbeitete digitale Bild, das dem Endprodukt entspricht,
einem Benutzer auch in dieser Situation geliefert wird.
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Bei
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung kann die IPU 140 zwei weitere Betriebszustände annehmen,
um die dekomprimierten digitalen Bilder zu einem externen Gerät zu übertragen.
Falls ein Standardkomprimierungsalgorithmus verwendet wird, nimmt
das Steuersignal CO-DECUD
einen dritten Wert an (beispielsweise 10). In dieser Situation wird
das Signal, das an den Eingang IN1 angelegt ist, und das aus dem
verarbeiteten digitalen Bild besteht (gelesen von dem Speicher (135 in 1)
und dekomprimiert durch die Einheit 130), durch die UND-Einheit 270 an
die Korrektureinheit 275 übertragen. Das verarbeitete
digitale Bild wird durch die Einheit 275 manipuliert und
wird an einen Eingang des Multiplexers 280 angelegt, der dasselbe
an seinen Ausgang und dann an den Ausgang OUT3 der IPU 140 überträgt, durch
die Filtereinheit 285; schließlich wird das Signal an dem
Ausgang OUT3 zu der Schnittstelleneinheit 145 übertragen,
um das ausgewählte
externe Gerät
zu erreichen.
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Falls
ein proprietärer
komprimierter Algorithmus verwendet wird, nimmt das Steuersignal
CU-CEDUC einen vierten Wert an (beispielsweise 11). In dieser Situation überträgt der Multiplexer 210 als
einen Ausgang das Signal, das an den Eingang IN1 angelegt ist, und
das aus dem digitalen Bild besteht, das aufgenommen wurde (gelesen
von dem Speicher (135 in 1) und dekomprimiert
durch die Einheit 130), zusammen mit den entsprechenden
Verarbeitungsparametern, die vorher gespeichert wurden. Das digitale
Bild wird durch die Einheiten 230–260 gemäß diesen
Parametern verarbeitet. Das digitale Bild, das so verarbeitet wurde,
wird an den Ausgang TEMP2 geliefert; der Multiplexer 280 überträgt dieses
Signal an seinen Ausgang und dann, wie in dem vorgehenden Fall,
an das ausgewählte
externe Gerät.
Es sollte angemerkt werden, dass die Kamera bei diesem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung direkt mit einem Gerät verbunden sein kann, wie
z. B. einem Drucker, ohne einen externen Computer zu benötigen.
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Um
mögliche
und spezifische Anforderungen zu erfüllen, kann ein Fachmann auf
diesem Gebiet natürlich
viele Modifikationen und Variationen an die oben beschriebene Digitalphotographievorrichtung anlegen,
die jedoch alle in dem Schutzbereich der Erfindung enthalten sind,
wie er durch die folgenden Ansprüche
definiert ist.