DE69732986T2 - Instrumentenhalterungsvorrichtung mit elastischem verriegelungselement zum gebrauch in verbindung mit sterilisierschalen - Google Patents

Instrumentenhalterungsvorrichtung mit elastischem verriegelungselement zum gebrauch in verbindung mit sterilisierschalen Download PDF

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Description

  • ZUSAMMENFASSUNG:
  • Eine sterilisierbare Halterungsvorrichtung (10) zum Aufnehmen medizinischer Instrumente (22) enthält einen elastischen Grundkörper (12), der ein relativ starres metallisches Stützgerüst (14) umgibt und einkapselt, welches an mehreren Gewindestiften (16) befestigt ist, welche die Halterungsvorrichtung (10) an einer Sterilisierschale (18) befestigen. Die Instrumente (22) werden in Vertiefungen (24) in dem elastischen Grundkörper (12) aufgenommen. Jede Vertiefung (24) enthält mehrere Rippen oder Finger (28), die es sterilisierendem Dampf gestatten, um die Instrumente (22) herum zu strömen. Der elastische Grundkörper (12) umfasst ein Silikonmaterial, welches das Stützgerüst (14) einkapselt, das seinerseits der Halterungsvorrichtung (10) Festigkeit und Flexibilität verleiht. Gewindestifte (16) mit einem Schlitz (46) an einem Ende und einem Gewinde (50) am anderen Ende dienen dem Befestigen der Halterungsvorrichtung (10) an der Sterilisierschale (18). Der Schlitz (46) im Kopf (44) jedes Gewindestifts (16) nimmt das metallische Stützgerüst (14) auf. Sicherungsmuttern (52) oder dergleichen dienen dem Befestigen der Gewindeabschnitte (50) der Gewindestifte (16) in regelmäßig voneinander beabstandeten Durchbrüchen (20) im Boden der Sterilisierschale (18). Das relativ starre federgehärtete Stützgerüst (14) enthält mehrere Erhöhungen (32) und Vertiefungen (30), die so ausgerichtet sind, dass sie mit den Erhöhungen (26) bzw. Vertiefungen (24) des elastischen Grundkörpers (12) übereinstimmen. Diese Struktur (14) verstärkt den elastischen Silikonkörper (12) zusätzlich. Gemäß einer ersten alternativen Ausführungsform der Erfindung (100) sind die Gewindestifte (16) durch elastische Verriegelungszinken oder -mittel (110a und 110b) ersetzt, die durch einen Stabilisierungsfuß oder -dorn (108) voneinander getrennt sind. Jeder Zinken (210a und 210b) enthält einen elastischen Schaft (212a und 212b) und einen Kopfabschnitt (214a und 214b), von denen jeder einen Widerhakenabschnitt (130a und 130b) enthält, die in entgegengesetzte Richtungen weisen. Wenn die erste alternative Halterungsvorrichtung (100) am Boden einer Schale (118) angebracht ist, so reichen die elastischen Zinken (110a und 110b) und der dazwischenliegende Stabilisierungsfuß (108) allesamt durch drei separate Lüftungsdurchbrüche (120) und verriegeln in diesen Durchbrüchen. Bei einer zweiten alternativen Ausführungsform (200) sind die elastischen Verriegelungsmittel oder -zinken (210a und 120b) paarweise (208) vorhanden und reichen durch dieselben Lüftungsdurchbrüche (120) im Boden der Schale (118).
  • BESCHREIBUNG
  • ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
  • 1. Technisches Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung umfasst eine Halterungsvorrichtung zur Aufnahme medizinischer Instrumente in einer Sterilisierschale, wobei der Grundkörper der Halterungsvorrichtung hauptsächlich aus elastischem Silikon hergestellt ist und durch ein relativ starres, federgehärtetes metallisches inneres Stützgerüst verstärkt ist.
  • 2. Beschreibung des Standes der Technik
  • Es ist üblich, medizinische Instrumente in Schalen zu legen und sie Hochtemperaturumgebungen auszusetzen, um sie zu sterilisieren. Dampferhitzte Autoklaven sind wahrscheinlich das am häufigsten verwendete Gerät zum Abtöten von Keimen und anderen biologischen Gefahren. Die zu sterilisierenden Instrumente werden im Allgemeinen in Schalen gelegt, die nun ihrerseits in die Reinigungsumgebung eingebracht werden. Damit sich die Instrumente nicht bewegen, werden sie recht häufig durch Halterungsvorrichtungen gestützt und voneinander getrennt.
  • Instrumentenaufnahmehalterungen können mehrere unterschiedliche Formen annehmen. Die vielleicht häufigste Form ist eine Spezialschale, die speziell angefertigte Halterungsvorrichtungen enthält, die entsprechend den Sonderwünschen des Kunden gestaltet sind. Ein Umriss des aufzunehmenden Instruments ist oft auf den Boden der Schale aufgedruckt, damit eine richtige Instrumentenpositionierung gewährleistet ist. Es ist des Weiteren üblich, eine englischsprachige Legende, wie beispielsweise "Russian Tissue Forceps", neben den Umriss des gewünschten Instruments zu schreiben. Die sonderangefertigten Halterungsvor richtungen, die im Allgemeinen eine unregelmäßige Form haben, werden dann fest an den Schalen angenietet. Doch solche Schalen weisen neben Vorteilen auch Nachteile auf. Erstens sind sie in der Herstellung teuer und zeitaufwändig, weil jede Schale nach den Wünschen des Kunden sonderangefertigt werden muss. Zweitens können die Halterungsvorrichtungen nicht mehr entfernt werden, so dass die Gestaltung der Schale unflexibel ist. Derartige Instrumentenhalteschalen werden unter dem Warenzeichen Meditray® durch die Case Medical, Inc., 65 Railroad Avenue, Ridgefield, New Jersey 07657, verkauft.
  • WO-A-9.635.460 offenbart eine sterilisierbare Halterungsvorrichtung zum Anbringen an einem Element, das eine Anzahl Lüftungslöcher aufweist. Die sterilisierbare Halterungsvorrichtung umfasst ein verformbares Element mit elastischen Klemmelementen, wobei das verformbare Element teilweise innerhalb eines relativ starren Aufnahmeelements aus Kunststoff angeordnet ist. Von der Unterseite des Aufnahmeelements aus Kunststoff erstrecken sich längliche Finger abwärts und enden in vergrößerten Köpfen, wobei Finger an dem Aufnahmeelement angebracht sind. Die sterilisierbare Halterungsvorrichtung kann an den Elementen verriegelt werden, indem die länglichen Finger in die Lüftungslöcher gedrückt werden.
  • Eine andere Technik der Befestigung von Halterungsvorrichtungen nach dem Stand der Technik an einer Sterilisierschale besteht darin, die Halterungsvorrichtungen in eine Keilnut hineinzuschieben, die in der Schale selbst ausgebildet ist.
  • Um die Kosten weiter zu senken, sind unlängst Instrumentenhalterungsvorrichtungen auf den Markt gekommen, die Grundkörper aus Edelstahl oder Aluminium umfassen, die mit einer dünnen Nylonschicht überzogen sind. Die Halterungsvorrichtungen haben in der Regel ein L-Profil. An der Unterseite der L-förmigen Halterungsvorrichtung ist ein Gewindestiftpaar angebracht, wobei Nylon als Klebstoff dient. Diese Halterungsvorrichtungen aus Edelstahl oder Aluminium können dann gezielt oder willkürlich an einer Schale angeordnet werden, in der mehrere regelmäßig voneinander beabstandete Durchbrüche vorhanden sind.
  • Zwar stellen die oben beschriebenen Bauweisen Verbesserungen auf diesem Gebiet dar, doch eine optimale Konstruktion sind auch sie nicht. Es wird eine Halterungsvorrichtung benötigt, die hohen Temperaturen widersteht, die schwere Instrumente sicher trägt, aber zerbrechliche Instrumente mit sanftem Griff aufnimmt, die ein völliges Umgeben mit Dampf gestattet, die schwere wie zerbrechliche Instrumente ergreifen und sicher halten kann, die gleichzeitig flexibel ist und eine hohe Tragkraft besitzt und die des Weiteren in der Lage ist, Halterungsvorrichtungen an einer Vielzahl von Stellen anzuordnen, um eine große Bandbreite an Instrumenten aufnehmen zu können.
  • Neben dem oben Dargelegten besteht eines der Probleme mit Instrumentenhalterungsvorrichtungen nach dem Stand der Technik in der Schwierigkeit, sie effizient an einer Sterilisierschale zu befestigen. Eine der häufigsten Befestigungsweisen nach dem Stand der Technik ist das Festnieten. Leider machen es Nietbefestigungen unmöglich, eine Halterungsvorrichtung abzunehmen und/oder ihren Befestigungsort zu verändern, ohne die Schale zu zerstören. Es wurden auch schon andere Konzepte probiert, aber die meisten sind im Allgemeinen dauerhaft oder erfordern bei der Befestigung einen hohen Zeitaufwand. Es ist daher augenscheinlich, dass im Stand der Technik ein einfacher und effizienter Mechanismus fehlt, mit dem Instrumentenhalterungsvorrichtungen sicher an einer Sterilisierschale befestigt werden können, wobei aber gleichzeitig die Instrumentenhalterungsvorrichtung an einer anderen Stelle angeordnet werden kann, um verschiedene Arten von Instrumenten aufnehmen zu können.
  • Vor dem Hintergrund des oben beschriebenen Standes der Technik und der oben festgestellten Erfordernisse ist die vorliegende Erfindung entstanden.
  • KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
  • Die Erfindung ist in den Ansprüchen definiert.
  • Kurz umrissen, umfasst die Erfindung eine Halterungsvorrichtung zur Aufnahme medizinischer Instrumente in einer Sterilisierschale, wobei der Grundkörper der Halterungsvorrichtung hauptsächlich aus elastischem Silikon hergestellt ist und durch ein relativ starres metallisches inneres Stützgerüst verstärkt ist. Im Patent EP-A-1.021.206 desselben Anmelders enthält der elastische, aus Silikon bestehende Grundkörper der Halterungsvorrichtung mehrere Vertiefungen oder Senken zur Aufnahme von medizinischen Instrumenten, die durch dazwischenliegende Erhöhungen voneinander getrennt sind. Elastische Rippen, die in den Vertiefungen zur Aufnahme von Instrumenten ausgebildet sind, nehmen die medizinischen Instrumente sanft auf und ermöglichen es in optimaler Weise, dass sterilisierender Dampf auf die größtmögliche Oberfläche des Instruments einwirkt. Das Stützgerüst aus federgehärtetem Edelstahl ist von dem Silikongrundkörper eingekapselt. Das Stützgerüst enthält ebenfalls Erhöhungen und Vertiefungen, welche die Erhöhungen und Vertiefungen des Silikongrundkörpers nachahmen und auf sie ausgerichtet sind und diese zusätzlich verstärken. Durchflusslöcher oder -öffnungen in dem Stützgerüst ermöglichen eine optimale Verbondung des Silikons mit dem Stützgerüst. Gewindestifte sind mechanisch an dem Stützgerüst befestigt. Jeder Gewindestift enthält einen geschlitzten Kopf, der an der Unterkante des Edelstahl-Stützgerüsts befestigt ist, einen aufgeweiteten ringartigen mittleren Abschnitt und ein Gewindeende, das dem geschlitzten Ende des Gewindestifts entgegengesetzt ist. Das geschlitzte Ende und der größte Teil des runden mittleren Abschnitts des Gewindestifts sind ebenfalls in dem Silikon eingekapselt. Die Halterungsvorrichtung wird vorzugsweise an der Schale angebracht, indem die Gewindeabschnitte der Gewindestifte durch die Durchbrüche in der Schale geführt und mittels Sicherungsmuttern an der Schale befestigt werden.
  • Gemäß der Erfindung werden die Gewindestifte durch elastische Zinken ersetzt, die in die Lüftungsdurchbrüche im Boden der Schale einrasten. Jeder Zinken enthält einen Schaft, der an einem Ende an dem Edelstahl-Stützgerüst angebracht ist, und enthält an seinem entgegengesetzten Ende einen vergrößerten Kopfabschnitt. Gemäß einer ersten Ausführungsform weisen die Widerhaken an den Kopfabschnitten der Zinken in entgegengesetzte Richtungen und sind durch einen Stabilisierungsfuß voneinander getrennt. Jeder Zinken eines Zinkenpaares belegt sein eigenes individuelles Durchbruchloch und ist durch den Stabilisierungsfuß getrennt, der ein drittes Loch zwischen den beiden Zinken belegt. Gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung weisen die Widerhaken an den Kopfabschnitten der Zinkenpaare ebenfalls in entgegengesetzte Richtungen, aber die Zinken befinden sich unmittelbar nebeneinander, dergestalt, dass beide Zinken in dasselbe Durchbruchloch einrasten und darin verriegeln. Die beiden Ausführungsformen enthalten außerdem ein Paar elastischer zusammendrückbarer Rippen, die sich an dem elastischen Grundkörper der Halterungsvorrichtung und auf gegenüberliegenden Seiten der Verriegelungszinken oder -mittel befinden. Die elastischen Rippen werden zusammengedrückt, wenn die Zinken in ihr jeweiliges Lüftungsdurchbruchloch eingeschoben werden, und helfen dabei, genügend Druck auf die Halterungsvorrichtung und die Verriegelungszinken auszuüben, um die Halterungsvorrichtung stabil im verriegelten Modus zu halten.
  • Die Erfindung kann anhand der folgenden Zeichnungen besser verstanden werden.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • 1 ist eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der sterilisierbaren Instrumentenhalterungsvorrichtung gemäß EP-A-1.021.206.
  • 2 ist eine perspektivische Ansicht der in 1 veranschaulichten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung während des Einsetzens in eine Sterilisierschale und des Befestigens an der Sterilisierschale mittels Sicherungsmuttern.
  • 3 ist ein teilweiser perspektivischer Querschnitt durch die in 1 gezeigte Halterungsvorrichtung, der die Art und Weise zeigt, in welcher der geschlitzte Kopf der Gewindestifte an dem relativ starren federgehärteten Stützgerüst befestigt wird.
  • 4 ist eine auseinandergezogene Vorderansicht, welche die Art und Weise veranschaulicht, in der die Befestigungsstifte von 4 mit dem Stützgerüst verbunden werden.
  • 5 ist ein teilweiser Querschnitt von vorn durch die vollständig montierte Halterungsvorrichtung gemäß den 1 bis 4.
  • 6A ist ein Frontaufriss einer ersten Ausführungsform der Erfindung, die zum Aufnehmen lediglich eines einzigen medizinischen Instruments ge dacht ist und elastische Verriegelungsmittel verwendet, und wo des Weiteren ein Paar Zinken zu sehen ist, die jeweils an ihren Kopfabschnitten Widerhaken aufweisen, die in entgegengesetzte Richtungen weisen und durch einen Stabilisierungsfuß voneinander getrennt sind.
  • 6B ist ein Querschnitt durch die in 6A veranschaulichte erste Ausführungsform der Erfindung.
  • 6C ist eine Detailansicht eines Querschnitts durch den unteren Abschnitt der in 6B veranschaulichten Halterungsvorrichtung, wo die zusammendrückbaren Rippen vor dem Zusammendrücken dargestellt sind.
  • 6D ist eine weitere Detailansicht des unteren Abschnitts der in 6B veranschaulichten ersten Ausführungsform der Erfindung, wo die zusammendrückbaren Rippen im zusammengedrückten Zustand dargestellt sind, nachdem die Verriegelungsmittel in ihre Position in den Lüftungsdurchbrüchen einer Sterilisierschale eingerastet sind.
  • 6E ist ein Frontaufriss des Edelstahl-Stützgerüsts, das in der in 6A veranschaulichten ersten Ausführungsform der Erfindung verwendet wird.
  • 6F ist ein Seitenaufriss des in 6E veranschaulichten Edelstahl-Stützgerüsts.
  • 6G veranschaulicht ein Detail des in 6E veranschaulichten Edelstahl-Stützgerüsts, bevor die elastischen Verriegelungsmittel in die Lüftungsdurchbrüche im Boden einer Sterilisierschale eingreifen.
  • 6H veranschaulicht das in 6G gezeigte Edelstahl-Stützgerüst, nachdem die Verriegelungsmittel die Lüftungsdurchbrüche im Boden einer Sterilisierschale in Eingriff genommen haben.
  • 7A ist ein Frontaufriss einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, die dafür vorgesehen ist, mehrere medizinische Instrumente aufzunehmen, wobei die elastischen Verriegelungsmittel ein Paar Zinken umfassen, die nebeneinander angeordnet sind, so dass sie beide in dasselbe Lüftungsloch im Boden einer Sterilisierschale eingeschoben werden können.
  • 7B ist eine Querschnittsansicht der in 7A gezeigten zweiten Ausführungsform der Erfindung.
  • 7C ist ein Frontaufriss des Edelstahl-Stützgerüsts, das sich im Inneren der in 7A veranschaulichten zweiten Ausführungsform der Erfindung befindet.
  • 7D ist ein Seitenaufriss des in 7C gezeigten Edelstahl-Stützgerüsts.
  • 7E veranschaulicht das Edelstahl-Stützgerüst von 7C, bevor das Zinkenpaar der Verriegelungsmittel in die Lüftungsdurchbrüche im Boden einer Sterilisierschale eingeführt werden.
  • 7F veranschaulicht das in 7E gezeigte Zinkenpaar der Verriegelungsmittel, nachdem die Zinken durch denselben Lüftungsdurchbruch im Boden einer Sterilisierschale geschoben wurden.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • In dieser Beschreibung bezeichnen gleiche Bezugszahlen in den verschiedenen Ansichten, welche die Erfindung veranschaulichen, gleiche Elemente.
  • Die Ausführungsform 10 von EP-A-1.021.206 ist in einer perspektivische Ansicht in 1 veranschaulicht. Die drei strukturellen Hauptkomponenten der bevorzugten Ausführungsform 10 sind ein elastischer Grundkörper 12 aus Silikon, ein Stützgerüst 14, das von dem Grundkörper 12 aus Silikon eingekapselt wird, und mehrere Gewindestifte 16, die teilweise durch den Grundkörper 12 aus Silikon eingekapselt werden.
  • Die Halterungsvorrichtung 10 ist vorzugsweise an einer Sterilisierschale 18 befestigt, wie sie beispielsweise in 2 veranschaulicht ist. Die Schale 18 enthält mehrere regelmäßig voneinander beabstandete Durchbrüche oder Öffnungen 20 zur Aufnahme der Gewindeabschnitte 50 der Gewindestifte 16 der Halterungsvorrichtung 10. Die Gewindeabschnitte bzw. -enden 50 der Gewindestifte 16 reichen durch die Durchbrüche 20 hindurch und werden relativ zu diesen Durchbrüchen mit Sicherungsmuttern 52 befestigt, die den Gewindeabschnitt 50 an dem Abschnitt des Gewindestifts 16, der dem Grundkörper 12 aus Silikon gegenüber liegt, in Gewindeeingriff nehmen. Die Gewindestifte 16 können auch mittels anderer Verfahren an der Schale 18 befestigt werden. Beispielsweise könnten die Gewindeabschnitte 50 der Gewindestifte 16 glatt oder mit Gewinde versehen sein, und anstelle der Sicherungsmuttern 52 könnte ein Aufschiebeklemmstück verwendet werden, um die Halterungsvorrichtung 10 an den Öffnungen 20 in der Schale 18 zu befestigen. Die Halterungsvorrichtungen 10 nehmen mehrere unterschiedliche medizinische Instrumente 22 auf, wie in 2 gezeigt. Die Gewindestifte 16 sind in Abständen angeordnet, die den Abständen zwischen den Durchbrüchen 20 in der Schale 18 entsprechen, so dass die Halterungsvorrichtungen 10 in jeder beliebigen Anordnung angebracht werden können, um medizinische Instrumente 22 aufzunehmen. Darum ist es leicht, die Halterungsvorrichtungen so umzustecken, dass eine große Bandbreite unterschiedlicher medizinischer Instrumente 22 aufgenommen werden kann, die sich in Größe, Gewicht und Form stark voneinander unterscheiden können.
  • Die Einzelheiten des Grundkörpers 12 aus Silikon, seines zugehörigen relativ starren federgehärteten Stützgerüsts 14 und der tragenden Gewindestifte 16 gehen aus dem Studium der 3 bis 5 deutlicher hervor.
  • Medizinische Instrumente 22 werden in Vertiefungen oder Senken 24 in dem elastischen Grundkörper 12 aus Silikon aufgenommen. Die Vertiefungen, welche die medizinischen Instrumente aufnehmen, sind durch elastische Erhöhungen 26 voneinander getrennt. Rippen 28, die in regelmäßigen Abständen im Inneren der Vertiefungen 24, welche die Instrumente aufnehmen, angeordnet sind, bieten einen sanften und dennoch sicheren Halt für die medizinischen Instrumente 22. Vor allem aber gestatten die Rippen 28 es dem sterilisierenden Dampf, dergestalt dazwischen zu zirkulieren, dass das Abtöten von Keimen und Stoffen, die eine biologische Gefahr darstellen, weiter unterstützt wird. Zwischen benachbarten Erhöhungen 26 und den Senken 24 gibt es einen kleinen Spalt, der das Aufnehmen und Halten eines Instruments 22 in der Halterungsvorrichtung 10 zusätzlich unterstützt.
  • Das Profil des relativ starren federgehärteten Edelstahl-Stützgerüsts 14 entspricht im Allgemeinen dem Profil der Erhöhungen 26 und Senken 24 des elastischen Grundkörpers 12 aus Silikon. Das Stützgerüst 14 enthält daher Senken 30, die durch Erhöhungen 32 voneinander getrennt sind. Jedes Stützgerüst 14 enthält des Weiteren eine Oberkante 40, welche die Erhöhungen 32 und die Senken 30 beinhaltet, eine Unterkante 42, die an Gewindestiften 16 befestigt ist, und ein Paar seitlicher Enden 34. Entlang der Länge des Stützgerüsts 14 sind Durchflussöffnungen 36 angeordnet. Gleichermaßen befindet sich ein Paar Durchflusslöcher oder -öffnungen 38, die senkrecht zu den Durchflussöffnungen 36 angeordnet sind, in den seitlichen Enden 34 des Stützgerüsts 14.
  • Jeder Gewindestift 16 enthält einen Kopf 44, einen ringförmigen mittleren Abschnitt 48 in seiner Mitte sowie ein Gewindeende bzw. einen Gewindeabschnitt 50, der dem Kopf 44 entgegengesetzt liegt. In dem Gewindestiftkopf 44 befindet sich ein das Stützgerüst aufnehmender Schlitz 46. Der Schlitz 46 in dem Gewindestiftkopf 44 ist geringfügig kleiner als die Breite des Stützgerüsts 14, so dass er die Unterkante 42 des Stützgerüsts 14 mit einem Presssitz in Eingriff nimmt. Aus Gründen zusätzlicher Sicherheit kann es zweckmäßig sein, den geschlitzten Kopf 44 an der Unterkante 42 des Stützgerüsts 14 festzuschweißen. Der ringförmige mittlere Abschnitt 48 des Gewindestifts 16 trägt die Unterkante 42 des Stützgerüsts 14.
  • Die Halterungsvorrichtung 10 ist gemäß ihrer bevorzugten Ausführungsform folgendermaßen aufgebaut. Zuerst wird die Unterkante 42 des Stützgerüsts 14 in den Schlitz 46 im Kopf 44 des Gewindestifts 16 eingesetzt. In den 1 bis 5 sind drei Gewindestifte 16 gezeigt, aber je nach den konkreten Erfordernissen des Verwendungszwecks können auch zwei Gewindestifte 16 oder vier oder mehr Gewindestifte 16 verwendet werden. Die Gewindestifte 16 werden vorzugsweise in regelmäßigen Abständen angeordnet, die den Abständen zwischen den Durchbrüchen 20 in der Schale 18 entsprechen, wie oben beschrieben. Die Gewindestiftköpfe 44 werden dann an der Unterkante 42 des Stützgerüsts 14 angequetscht und/oder angeschweißt. Zweitens wird nun das Stützgerüst 14 mit den angebrachten Gewindestiften 16 in eine Form eingebracht, in die Silikon eingespritzt wird, so dass der elastische Grundkörper 12 entsteht. Das Silikon umschließt vollständig das Stützgerüst 14. Die Durchflussöffnungen 36 und 38 in dem Stützgerüst 14 unterstützen zusätzlich die mechanische Verankerung des Grundkörpers 12 aus Silikon an dem Stützgerüst. Wie oben beschrieben, umschließt das Silikon auch den Kopf 44 und den größten Teil des mittleren Abschnitts 48 des Gewindestifts 16. Der freiliegende Teil des mittleren Abschnitts 48 des Gewindestifts 16 dient außerdem als Anschlag für die Halterungsvorrichtung 10, wenn sie in ihre Position an der Schale 18 gebracht wird. Die resultierende geformte Halterungsvorrichtung 10 aus Silikon enthält plastisch geformte Vertiefungen 54 in den Seiten des Grundkörpers 12 der Halterungsvorrichtung 10 aus Silikon. Die plastisch geformten Vertiefungen 54 helfen Gewicht und Platz zu sparen.
  • Die bis hierher beschriebene Ausführungsform hat einige signifikante, wenn auch nicht sofort sichtbare Vorteile gegenüber dem Stand der Technik. Erstens bietet sie eine beachtliche Vielseitigkeit bezüglich einer dauerhaften oder halb-dauerhaften Befestigung der Halterungsvorrichtungen 10 in Bezug auf Instrumente. Zweitens bietet sie eine wichtige Tragfähigkeit für schwere Instrumente 22, wobei aber gleichzeitig zerbrechliche Instrumente 22 geschützt werden. Drittens kann das gekapselte Metall 14 keine zerbrechlichen Instrumente 22 beschädigen. Viertens bieten die flexiblen Silikonrippen 28 einen Griff mit minimalem Kontakt zwischen den Instrumenten 22 und der Oberfläche der Halterungsvorrichtung, wobei gleichzeitig eine optimale Sterilisation erfolgt. Derzeit existierende Halterungsvorrichtungen nach dem Stand der Technik gestatten keine optimale Sterilisation, da sie im Allgemeinen sperrig sind und eine große Oberfläche der Instrumente 22 ergreifen. Fünftens gestattet das federgehärtete metallische Stützgerüst 14 es der Halterungsvorrichtung 10, sich in geringem Umfang so anzupassen, dass der Gewindeabschnitt 50 der Gewindestifte 16 auf die Durchbrüche 20 in der Schale ausgerichtet werden kann, auch wenn die Beabstandung nicht einhundertprozentig übereinstimmt.
  • Eine erste Ausführungsform 100 der Erfindung ist in den 6A bis 6H veranschaulicht. Die Ausführungsform 100 enthält einen Grundkörper 102 aus Silikon und ein Edelstahl-Stützgerüst 104, die beide der bevorzugten Ausführungsform 10 ähneln, aber nicht mit ihr identisch sind. Der untere Abschnitt des Grundkörpers 102 aus Silikon enthält ein Paar paralleler, zusammendrückbarer Rippen 106a und 106b, die in den 6C und 6D im Detail gezeigt sind. Die zusammendrückbaren Rippen 106a und 106b befinden sich auf gegenüberliegenden Seiten eines Stabilisierungsdorns oder Kontrollfußes 108, wie in 6A zu sehen. Der Stabilisierungsfuß 108 befindet sich zwischen einem Paar in entgegengesetzte Richtungen weisender, elastischer Verriegelungszinken 110a und 110b.
  • Die Details der elastischen Verriegelungszinken 110a und 110b können anhand der 6E, 6G und 6H besser verstanden werden. Die elastischen Verriegelungszinken 110a und 110b umfassen, in Kombination mit einem Stabilisierungsfuß 108, ein elastisches Verriegelungsmittel, das die erste alternative Ausführungsform der Halterungsvorrichtung 100 relativ zum Boden 118 der Sterilisierschale in Position hält. Jeder der elastischen Zinken 110a und 110b enthält einen Schaftabschnitt 112a bzw. 112b, der an einem Ende an dem Edelstahl-Stützgerüst 104 angebracht ist, und einen Kopfabschnitt 114a bzw. 114b an seinem entgegengesetzten Ende. Jeder der Köpfe 114a bzw. 114b enthält einen Widerhakenabschnitt 130a bzw. 130b, die in entgegengesetzter Richtung voneinander fort weisen. Das Edelstahl-Stützgerüst 104 enthält einen Sattelabschnitt 116 auf halbem Weg zwischen den oberen Spitzen 126a und 126b. Ein Paar abwärts gerichteter flügelartiger Vorsprünge 124a und 124b befindet sich auf einander gegenüberliegenden Seiten des Edelstahl-Stützgerüsts 104. Ein Durchflussloch 126 gestattet es dem Silikonmaterial des Grundkörpers 102 aus Silikon, durch das Edelstahl-Stützgerüst 104 hindurch zu verlaufen und zusätzliche Festigkeit zu erlangen. Das Edelstahl-Stützgerüst 104 enthält des Weiteren eine Unterkante 128, die den unteren Abschnitt des Hauptkörpers des Elements definiert. Die erste alternative Ausführungsform 100, die in den 6A bis 6H beschrieben ist, eignet sich besonders zur Verwendung mit einem einzelnen medizinischen Instrument. Die gleiche Technik könnte jedoch auch gewünschtenfalls für eine größere Halterungsvorrichtung verwendet werden.
  • Die erste Ausführungsform 100 wird folgendermaßen mit dem Boden 118 einer Schale verbunden. Zuerst werden die elastischen Zinken 110a und 110b dergestalt aufeinander zu gedrückt, dass sie durch die Lüftungslöcher 120 im Boden 118 der Schale passen (siehe 6C und 6G). Als Zweites werden die elastischen Zinken 110a und 110b in die Löcher 120 eingeführt, wodurch die zusammendrückbaren Silikonrippen 106a und 106b anfangen, sich zusammenzudrücken. Und schließlich federn drittens die in entgegengesetzte Richtungen weisenden Widerhaken 130a und 130b nach außen, nachdem sie genügend weit durch die Lüftungslöcher 120 reichen, so dass die elastischen Zinken 110a und 110b in ihrer Position verriegeln. Derweil erstreckt sich der Stabilisierungsfuß 108 ebenfalls durch eine Zwischenöffnung 120 und passt genau dort hinein. Gleichzeitig sind die zusammendrückbaren Rippen 106a und 106b maximal zusammengedrückt, wie in 6D zu sehen. Die Wülste oder Rippen 106a und 106b lassen sich zusammendrücken, um verschiedene Materialien oder Dicken des Schalenbodens 118 auszugleichen. Gemäß der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung hat die erste alternative Ausführungsform 100 eine Höhe HB von 2,7178 cm, eine Breite WB von 2,921 cm und eine Länge LBP, gemessen von der Oberseite der Halterungsvorrichtung 100 bis zum unteren Abschnitt des Silikon-Grundkörpers neben dem Fuß 108, von 2,54 cm, wie in 6A gezeigt. Wie in 6B gezeigt, hat die erste alternative Ausführungsform 100 eine maximale Breite WB max von 0,889 cm und eine Mindestbreite WB min von 0,5715 cm. Gleichermaßen hat das Edelstahl-Stützgerüst 104 eine bevorzugte Breite WS von 0,127 cm und eine Höhe HBS von 1,8542 cm, wie in 6E gezeigt, und eine Breite TS von 0,127 cm, wie in 6F gezeigt.
  • Einer der Hauptvorteile der ersten Ausführungsform 100 besteht darin, dass die elastischen Zinken 110a und 110b in Kunststoffschalen mit einer Dicke von 0,3175 cm und Metallschalen, die nur 0,127 cm dick sind, oder in beliebige Kombinationen von Materialien mit einer Dicke von 0,1016 cm bis 0,381 cm einrasten können. Die Bauweise mit einem einzigen Zinken je Loch der ersten alternativen Ausführungsform 100 erfordert einen Stabilisierungsfuß oder -dorn 108, so dass die Verriegelungszinken 110a und 110b sich nicht über ihre praktische Fließgrenze hinaus verbiegen. Das Edelstahl-Stützgerüst 104 besteht vorzugsweise aus federgehärtetem Edelstahl, wie beispielsweise federgehärtetem Edelstahl ¾ Inch Härtezahl 301 oder 400. Der Grundkörper 102 aus Silikon ist vorzugsweise ein Material mit einem Durometer im Bereich von 30 bis 50. Der Fuß oder Dorn 108 erfüllt zwei Aufgaben. Zum einen unterstützt er das Auffinden der Löcher 120 im Schalenboden 118, und zum anderen verhindert er eine Überbelastung der elastischen Zinken 110a und 110b. Des Weiteren erzeugen die beiden zusammendrückbaren Rippen 106a und 106b, die sich auf gegenüberliegenden Seiten des Stabilisierungsfußes 108 befinden, eine Federspannung, um die variierenden Dicken des Schalenbodens 118 auszugleichen.
  • Um die Halterungsvorrichtung 104 abzunehmen, kann man eine Zange oder ein Spezialwerkzeug verwenden, mit der bzw. mit dem die Widerhaken 130a und 130b nach innen aufeinander zu gedrückt werden, so dass die Halterungsvorrichtung 100 ergriffen werden kann und die Zinken 110a und 110b aus ihren jeweiligen Öffnungen 120 herausgezogen werden können. Auf diese Weise kann die Halterungsvorrichtung 100 wiederverwendet oder umgesteckt werden.
  • Eine zweite Ausführungsform 200, die elastische Zinkenpaare 208 verwendet, ist in den 7A bis 7F veranschaulicht. Die zweite alternative Ausführungsform 200 enthält einen Grundkörper 202 aus Silikon, der an einem Edelstahl-Stützgerüst 204 befestigt ist. Ein Paar elastischer zusammendrückbarer Rippen 206a und 206b befindet sich an der Unterseite des Grundkörpers 202 aus Silikon und auf gegenüberliegenden Seiten des elastischen Verriegelungsmittels 208. Die Details des Stützgerüsts 204 sind aus den 7C bis 7F besser ersichtlich. Wie in 7E in größerem Detail zu sehen, umfasst das elastische Verriegelungsmittel 208 ein Paar elastischer Zinken 210a und 210b. Der elastische Zinken 210a enthält einen Schaft 212a und einen Kopfabschnitt 214a. Der Kopfabschnitt 214a enthält einen Widerhaken 230a, der in der Darstellung nach links weist. Gleichermaßen enthält der elastische Zinken 210b einen Schaftabschnitt 212b, der an dem Stützgerüst 204 angebracht ist, und einen Kopfabschnitt 214b, der am gegenüberliegenden oder entfernten Ende des Schafts 212b angebracht ist. Der Kopfabschnitt 214b enthält einen nach rechts weisenden Widerhaken 230b, der in eine Richtung weist, die der Richtung des zuvor beschriebenen Widerhakens 230a entgegengesetzt ist. Die elastischen Zinken 210a und 210b sind recht lang und erstrecken sich um eine Distanz LP von der Unterseite oder dem Boden 224 des Stützgerüstes 204 in das Innere des Stützgerüstes 204 hinein, wie in den 7E und 7F detailliert gezeigt. Oder anders ausgedrückt: Die Länge der Zinken 210a und 210b übersteigt deutlich die Distanz von der Unterseite 224 des Stützgerüstes bis zur Spitze der Kopfabschnitte 214a und 214b.
  • Jedes Stützgerüst 204 enthält vorzugsweise mehrere runde oder längliche Durchflusslöcher 216, die einen ähnlichen Zweck haben wie die zuvor beschriebenen Durchfluss löcher 126 der ersten alternativen Ausführungsform 100. Die Unterkante 224 des Edelstahl-Stützgerüsts 204 ist relativ flach, mit Ausnahme der Stelle des dualen Verriegelungsmittels 208. Im Gegensatz dazu umfasst die Oberseite des Gerüsts 204 eine Reihe von Erhöhungen 218 und Vertiefungen 220. Die Erhöhungen 218 ermöglichen es den Schäften 212a und 212b der Zinken 210a bzw. 210b, sich weit in den Grundkörper des Edelstahl-Stützgerüsts 204 hinein zu erstrecken, wodurch den Zinken 210a und 210b weitaus mehr Elastizität verliehen wird. Durch die oben beschriebene Bauweise entsteht ein Paar kleiner Vertiefungen 224a und 224b auf den Außenseiten der Zinken 210a und 210b und eine längere Vertiefung 226 zwischen den Zinken 210a und 210b.
  • Die zweite Ausführungsform 200 ist folgendermaßen am Boden 118 einer Sterilisierschale befestigt. Zuerst wird das elastische Verriegelungsmittel 208, das ein Paar Zinken 210a und 210b umfasst, wie in 7E gezeigt, über den Lüftungsdurchbrüchen 120 der Sterilisierschale 118 angeordnet. Als Zweites wird Druck auf die Oberseite der zweiten alternativen Ausführungsform 200 ausgeübt, um die Zinken 210a und 210b in die Lüftungsöffnung 120 hineinzuschieben. Aufgrund der schrägen Fläche der Kopfabschnitte 214a und 214b der Widerhaken 230a und 230b drückt die Öffnung 120 die Zinken 210a und 210b so zur Seite, dass sie in die Öffnung 120 passen. Drittens bewirkt fortgesetzter Druck auf die Oberseite der Halterungsvorrichtung 200 der zweiten alternativen Ausführungsform, dass sich die Kopfabschnitte 214a und 214b durch die Öffnung 120 hindurch bewegen und in die Verriegelungsstellung einrasten, wie in 7F gezeigt. In dieser Position bewegen sich die Widerhaken 230a und 230b elastisch in eine Position über den äußeren Rand der Öffnung 120 hinaus und lassen sich nicht mehr herausziehen. Wenn sich die Zinken 210a und 210b in der in 7F gezeigten Stellung befinden, so ist die zweite alternative Ausführungsform 200 fest am Schalenboden 118 befestigt und kann nicht mehr ohne Weiteres herausge nommen oder verschoben werden. Um die Halterungsvorrichtung 200 der zweiten alternativen Ausführungsform zu entfernen, braucht man nur die beiden Kopfabschnitte 214a und 214b jedes Paars 208 zusammenzudrücken und gleichzeitig sanft an der Halterungsvorrichtung 200 auf der gegenüberliegenden Seite zu ziehen, wodurch die Widerhaken 230a und 230b sich durch die Lüftungsdurchbrüche 120 zurückschieben lassen und ein Ablösen gestatten, wenn sie auf der gegenüberliegenden Seite der Öffnungen 120 austreten. Die Zinken 210a und 210b können entweder von Hand oder mit Hilfe einer Flachrundzange oder eines ähnlichen Instruments zusammengedrückt werden. Auf diese Weise kann die Halterungsvorrichtung 200 entweder entfernt oder in eine zweckmäßigere Position umgesteckt werden, je nachdem, welche Art von Instrumenten in der Schale 118 zu sterilisieren ist.
  • Die duale Verriegelungsdorn- oder -zinkenausführungsform 200 eignet sich besonders für lange Halterungsvorrichtungen, wie beispielsweise in 7A veranschaulicht. Die in 7A gezeigte Halterungsvorrichtung 200 hat eine bevorzugte Breite WB von 9,4 Inch und eine Höhe HB von 2,7178 cm. Wie in 7B zu sehen, ist die maximale Breite WB max der Halterungsvorrichtung 200 gleich 0,889 cm, und die Mindestbreite WB min, gemessen am Inneren des Grundkörpers 204 aus Silikon, ist gleich 0,5715 cm. Das Edelstahl-Stützgerüst 204, wie in 7C gezeigt, hat eine bevorzugte Breite WS von 23,08 cm und eine Höhe HS von 1,224 cm. Die Distanz DPE von jedem Ende 234 des Stützgerüsts 204 zum ersten Paar elastischer Verriegelungsmittel 208 beträgt ungefähr 1,544 Inch, und die Distanz DPP zwischen elastischen Verriegelungspaaren 208 beträgt ungefähr 7,62 cm. Und schließlich, wie in 7D gezeigt, beträgt die bevorzugte Dicke TS des Stützgerüsts 204 ungefähr 0,127 cm. Die für die zweite alternative Ausführungsform 200 mit dualem Verriegelungsdorn verwendeten Materialien sind im Wesentlichen die gleichen wie die Materialien, die für die oben beschriebene erste Ausführungsform 100 mit dem einzel nen Verriegelungsdorn verwendet werden. Die erste alternative Ausführungsform 100 enthält flexible Silikonfinger 132 zum Ergreifen eines einzelnen Instruments, und analog dazu enthält die zweite alternative Ausführungsform 200 ebenfalls flexible Silikonfinger 232. Die Silikonfinger 132 und 232 eignen sich zum Ergreifen von 10 mm breiten Instrumenten oberhalb der Finger 132 und 232 und zur Aufnahme von 5 mm breiten Instrumenten unterhalb der Finger 132 und 232. Wie oben beschrieben, eignet sich die erste alternative Ausführungsform 100 mit dem einzelnen Verriegelungsdorn und dem Stabilisierungsfuß 108 besonders für kleine Halterungsvorrichtungen. Im Gegensatz dazu eignet sich die zweite alternative Ausführungsform 200 mit dualem Verriegelungsdorn, wo beide elastischen Zinken 210a und 210b durch dieselbe Öffnung 120 geschoben werden, besonders für größere Halterungsvorrichtungen.

Claims (5)

  1. Sterilisierbare Instrumentenhalterungsvorrichtung (100, 200) zum Anbringen an einer Schale (118), die mit in regelmäßigen Abständen angeordneten Lüftungsdurchbrüchen (120) versehen ist, wobei die Vorrichtung Folgendes umfasst: einen elastischen Grundkörper (102, 202); Instrumentenhalterungsmittel, die an dem elastischen Grundkörper (102, 202) angeordnet sind und zur Aufnahme wenigstens eines medizinischen Instruments dienen; ein starres metallisches Stützgerüst (104, 204) in dem elastischen Grundkörper (102, 202) zum Stützen des elastischen Grundkörpers (102, 202); und elastische metallische Verriegelungselemente (110a, 110b, 210a, 210b), die an dem Stützgerüst (104, 204) angebracht sind, wobei die elastischen metallischen Verriegelungselemente (110a, 110b, 210a, 210b) wenigstens ein erstes Verriegelungselement (110a, 210a) und ein zweites Verriegelungselement (110b, 210b) umfassen, die an dem Stützgerüst (104, 204) angebracht sind, und wobei die Verriegelungselemente (110a, 110b, 210a, 210b) jeweils einen Schaftabschnitt (112a, 112b, 212a, 212b), der an dem Stützgerüst (104, 204) angebracht ist, und einen Kopfabschnitt (114a, 114b, 214a, 214b), der an dem Schaftabschnitt (112a, 112b, 212a, 212b) angebracht ist, enthalten, und wobei wenigstens zwei dieser Kopfabschnitte (114a und 214a, 114b und 214b) in entgegengesetzte Richtungen weisen; und elastische Rippen (106a, 106b, 206a, 206b), die an dem elastischen Grundkörper (102, 202) angebracht sind und zusammengedrückt werden, wenn die Verriegelungselemente (110a, 110b, 210a, 210b) in die Durchbrüche eingeführt werden, wobei die Halterungsvorrichtung (100, 200) an der Schale (118) angebracht werden kann, indem die Kopfabschnitte (114a, 114b, 214a, 214b) zusammengedrückt und in die Lüftungsdurchbrüche (120) hineingeführt werden, dergestalt, dass sie sich anschließend wieder ausdehnen und in den Durchbrüchen (120) verriegeln.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das erste (110a) und das zweite (110b) Verriegelungselement jeweils in verschiedene Durchbrüche (120) in der Schale (118) eingreifen.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, die des Weiteren Folgendes umfasst: einen Stabilisierungsfuß (108), der in einen Durchbruch (120) eingreift, welcher sich zwischen den Durchbrüchen (120) befindet, in die das erste (110a) und das zweite (110b) Verriegelungselement eingreifen.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das erste (210a) und das zweite (210b) Verriegelungselement (208) nebeneinander angeordnet sind und durch denselben Durchbruch (120) hindurchreichen, wenn das Verriegelungselement (208) in die Schale (118) eingreift.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Länge des Schaftes (112a, 112b, 212a, 212b) LP größer ist als der maximale Abstand von der Unterseite des Stützgerüstes (104, 204) bis zum Kopfabschnitt (114a, 114b, 214a, 214b) der Verriegelungselemente (110a, 110b, 210a, 210b).
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